Ausgabe 
(15.11.1936) Nr. 318
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der Nationalsozialisten vremens

Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt vremen

parteiamtliche Lageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Vremen

Nr. 51S / 6. Jahrgang

Anreigcn-Grundpreise: Die 22-rnm-Zeile im Anzeigenteil ISPs., die lv-mni-Zsileim Textteil 75 Ps. Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Familien-Anzeigen u. sowie sonstige Bedingungen Preis- liste K (Nachlaßstasfel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit. Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4-13)4 Uhr.

Sonntag, 15. November 1S56

kinzelpreis 15 Npf.

fluchwürdiger Kommuni

nplan vereitelt

Manila sollte in flammen aufgellen

Zahlreiche Verschwörer verhaftet

(Nxener Vradtderivlit äer „Lrsiner 2-eitnnZ') Batavia, 14. November. Nach Meldungen niederländischer Blätter wurde in Manila von der Regierung ein kom­munistischer Putschplan aufgedeckt, der seit langer Zeit bis in alle Einzelheiten vorbereitet war und

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vnaer lagesspisgel

Die Reichsregierung nimmt die Hoheitsrechte über die deutschen Wasserstraßen in Anspruch. Dr. Schacht fordert in einem Erlaß, daß ge­genüber dem Vierjahresplan die vermeint­liche privatwirtschastliche Rentabilität zurück­zutreten hat.

In der Sowjetunion wurden insgesamt 18 Reichsdeutsche verhaftet.

Aus den Philippinen konnte ein kommuni­stischer Putschplan vereitelt werden.

Alfred Rosenberg wendet sich gegen die Ber- drehungskiinste Moskaus.

Kreisleiter Pg. Blanke schreibt in der „BZ." über das WHW. als nationalpolitisches Erziehungswerk.

Die neuen Kleinhandelshöchstpreise sür Fleisch- und Wnrstwaren in Bremen trete» in Kraft.

Der neue „Seeteufel" Gras Luckners wurde in Dienst gestellt.

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mit den sogen. Sakdalisten als Stoßtrupps aus- gesührt werden sollte. Als erstes sollte die Hauptstadt Manila an verschiedenen Stellen in Brand gesetzt und bombardiert werden. Weiter hatte man beabsichtigt, die Philippinen unter kommunistische Diktatur zu stellen.

Die Regierung der Philippinen teilte der Presse mit, daß die Festnahme zahlreicher Verschwörer er­folgt sei und daß die Untersuchung Aufschluß über einen groß angelegten Umsturzplan mit dem Ziel, die Regierung zu beseitigen und durch ein kommunistisches Regime zu ersetzen, ge­bracht habe. Der verhaftete Sakdalist Sän tos erklärte, daß er einer Abteilung angehört habe, deren Aufgabe darin bestand, Bombenanschläge in Manila auszuführen und die Hauptstadt zu brandschatzen. Kur; bevor seine Abteilung in Manila einrückte, seien bereits in verschiedenen Stadtteilen Brände ausgebrochen. Andere Ab­teilungen seien entgegen dem Befehl ihrer An­führer einige Stunden zu früh vorgegangen, wahr­scheinlich in der Absicht, sich so früh wie möglich die zugesagte Beute zu sichern. Hierdurch sei das ganze Vorgehen der Sakdalisten und Kommunisten gescheitert, da die Regierung rechtzeitig wirksame Gegenmaßnahmen hatte treffen können.

Nach Aussagen anderer Verhafteter ist der An­schlag auf Manila von dem Anarchisten Vs- nigno Ramos entworfen. Auf seinen Be­

fehl sollten zunächst der amerikanische Hohe Kommissar, der Erzbischof und sämtliche höhe­ren Regierungsbeamte ermordet werden. Fer­ner war die Verhaftung sämtlicher Ausländer vorgesehen. Nach der Besetzung Manilas sollte der Aufstand auf die Provinzen der In­sel Luzon getragen werden. Schon für den Tag nach der Vernichtung Manilas war die Be­setzung der verschiedenen Provinzstädte, in denen bereits seit Wochen eine lebhafte kommunistische Agitation betrieben worden war, in Aussicht ge­nommen. In den letzten Wochen seien über ver­schiedene Küstenorte der Insel Luzon riesige Mengen von Waffen und Munition, anscheinend sowjetrussi s ch er Her­kunft, geschmuggelt und an die roten Verschwö­rer verteilt worden.

Das „Manila Daily Bulletin" berichtete be­reits, daß aus der Insel Luzon Aufrührer am Werke seien, die Hetzschriften in riesigen Mengen über die Provinz verbreiteten, ferner, daß in verschiedenen Städten Anschläge auf Beamte er­folgt seien. Hierdurch gewarnt, ersuchten zahl­reiche Plantagenbesitzer um militärischen Schutz. Dasselbe Blatt meldet, daß trotz Aufdeckung der Verschwörung und der Verhaftung zahlreicher Kommunistenführer, in deren Wohnungen Waffen und Munition sichergestellt wurden, mit einer baldigen Wiederholung des Putsches gerechnet werde.

Unaufhaltsam oorwürts In Madrid

kin französischer Sonderberichterstatter schildert einen erbitterten Luftkamps über der spanischen Hauptstadt

Paris, 14. November.

Der Heeresbericht des Obersten Befehls­habers der nationalen Truppen in Sala- manca teilt mit, daß die 7. Division in den südlichen Stadtvierteln Madrids mehrere feindliche Gegenangriffe abgeschlagen habe. Dabei seien den Roten schwere Verluste zu­gefügt worden. Bei der Verfolgung der Ro­ten haben die nationalen Truppen über 3M tote Kommunisten aufgefunden, unter denen sich auch zahlreiche Ausländer, vor allem Sowjetrussen, befanden. Den nationalen Truppen siel außerdem ein Befehl eines sow- jetrussischen Generals sowie die schriftliche Meldung eines französischen Majors, der ein Ausländerbataillon kommandierte, in die Hände. Die nationalen Truppen konnten ihre Vorpostenstellungen verbessern und die Verschanzung in den von ihnen besetzten Straßenzügen weiterführen.

Ein Havas-Sonderberichterstatter meldet Einzel­heiten von den Kämpfen um Madrid, die von der Tapferkeit und dem Siegeswillen der nationalen Truppen beredtes Zeugnis ablegen. Er berichtet u. a.: „Sobald die Truppen der Kolonne Telia am Freitag ihren Angriff im Südwesten der Hauptstadt begonnen hatten, eröffneten die roten Truppen ein Feuer, das besonders die Straßen vor der Toledo-Brücke völlig eindeckte. Auf dem linken Flügel der Rationalen machte ein Ba­taillon Infanterie, das die „kleine Legion" ge­nannt wird, sehr rasch Geländegewinne. In der Mitte entwickelten sich die Reguläres in zwei Säulen von ihren Stellungen aus. Dieser Teu der Front fand den härtesten Widerstand von leiten der Roten. Ein Geschoß von einem Tank der Roten explodierte vor dem Obersten Telia und seinem Stäbe. Oberst Telia fiel. erhob sich aber sofort wieder und hatte nur eine unbedeu­tende Verwundung an der rechten Schläfe.

»Aller guten Dinge sind drei", sagte er lachend und machte dabei eine Anspielung auf seine zwei anderen Verwundungen die er einstmals in Ma­rokko erhalten hatte. Nachdem der Oberst sich hatte verbinden lassen, übernahm er wieder die Zeitung der Operationen.

Aus dem rechten Flügel gelang -s einem Ba­taillon der Legionäre, vor die Antonio-Lopez- ^traße zu gelangen. Hauptmann Manzanera wurde ebenfalls leicht am Kinn verletzt. Diese Legionäre bemächtigten sich sehr rasch mehrerer Häuser, die untereinander durch betonierte Grä­ten und unterirdische Gänge verbunden und so- urit eine beachtliche kleine Festung darstellen.

llm die Mittagsstunden befanden sich über Madrid nicht weniger als 3V Flugzeuge. In ge- »a» 28 Minuten wurden allein drei der roten Flugzeuge über der Brücke von Toledo abge­gossen. Eines davon stürzte wie eine brennende Fackel mit seiner Besatzung ab, während die Flie­ger der beiden anderen Maschinen sich durch Fall- iHirmabsprung retten konnte«.

Sedlnelitkslä KnSrick. Ltacltplsn äsr spsnisclisn ünnptstaät mit äsn veiedtiZstsv 8 traüsr>, Llätesv nnä 6 -sbäucisn. Im IVsstsn äsr dsill umlcämpkts klag dlavemnaraZ.

Im Sender Sevilla erklärte General Queipo de Llano, daß sich die nationale Heeresleitung gezwungen sehe, die Wasserzufuhr nach Madrid zu unterbinden.

Der Sender Tenerife berichtet, daß sich der mehrköpfige Vorstand des Büros der kommunisti­schen Gewerkschaften ebenfalls aus dem Staube gemacht habe und von Madrid nach Valencia geflüchtet sei.

Vas letzte Sold aus Madrid entfernt

Paris, 14. November

Aus Valencia wird mitgeteilt, daß die rote „Regierung" augenblicklich den Restbestand des noch in der Bank von Spanien befindlichen Gol­des aus Madrid abheben laste. Freitag seien neun Lastkraftwagen mit Gold in Valencia ein­getroffen. Diese Eoldsendung sei von zwei roten Panzerautomobilen und etwa 5V Milizen beglei­tet gewesen.

Präger Kriegsmaterial für die Noten

Warschau, 14. November.

Nach einer Meldung des „Krakauer Illustrier­ten Kuriers" ist in einem tschechoslowakischen Do­nauhafen Kriegsmaterial aus die Dampfer „Ge­neral Stephanik" und „Masaryk" verladen wor­den. Die beiden Schiffe sollen das Kriegsmaterial über das Schwarze Meer und das Mittelmeer für die rote „Regierung" nach Spanien bringen.

Unverschämte sorderung Moskaus

Warschau, 14. November.

Wie das klerikale Blatt „Maly Dziennik" aus Moskau meldet, wurde in zwei Sitzungen des Polit-Büros der kommunistischen Partei zu der

Entwicklung in Spanien Stellung genommen. Es sei aufgefallen, daß diese Sitzungen nicht von Stalin, sondern von Molotow geleitet wurden. Die Ergebnisse seien geheim gehalten wor­den. Jedoch verlautet, daß der Sowjetvertreter bet der roten „Regierung" in Barcelona, Anto- now-Owsejenko, die Weisung erhalten habe, sich da­für einzusetzen, daß sobald 'wie möglich die kata­lanische Sowjetrepublik ausgerufen werde. Mit der Ausrufung der katalanischen Sow­jetrepublik wolle man in Moskau ihre Einglie­derung in die Union der Sowjetrepubliken voll­ziehen. Gleichzeitig solle eine Erklärung der Sow­jetregierung bekanntgegeben werden, wonach Kata­lonien als ein Bestandteil der Sowjet­union mit allen Mitteln verteidigt werden solle. Der Kriegskommissar Woroschilow habe vor einer derartigen Entscheidung gewarnt, da sie zu einem Kampf gegen Italien im Mittel­meer führen würde; jedoch seien diese Warnun­gen damit beantwortet worden, daß Moskau sich in Spanien bereits zu stark festgelegt hätte, um sich jetzt noch ohne Schaden für seine weit­revolutionären Pläne zurückziehen zu können.

Gleichzeitig liegen neue Berichte über Trup- penzusammenziehungen in den Häfen von Odessa und Sebastopol vor, die zur Verladung von schweren Waffen, wie Tanks, Flugzeugen und Geschützen, bestimmt seien. Weiterhin seien er­neut vier Unterseeboote zur Begleitung der Waf­fen- und Truppentransportdampfer bereitgestellt worden. Man entnehme daraus, daß die Sowjet­union keineswegs das Feld in Spanien zu räu­men beabsichtige.

Insgesamt 18 Neiltzsdeutsche im N8te-«Slaat" vertzastet

Moskau, 14. November.

Zu den bisher bekanntgewordenen'sechs Ver­haftungen von Reichsdeutschen in Moskau ist ein siebenter Fall hinzugetreten, der sich zum gleichen Zeitpunkt ereignete, aber erst nachträglich den deutschen Stellen zur Kenntnis gebracht wurde. In Leningrad sind im ganzen, soweit bisher be­kanntgeworden ist, 11 Reichsdeutsche verhaftet worden, und zwar am 18. November. Gleich­zeitig laufen in Moskau Nachrichten aus ver­schiedenen Orten der Sowjetunion über neue Ver­haftungswelle großen Umfanges ein, die Bürger der Sowjetunion aus den verschiedensten Kreisen betrosfen hat.

Spionagefall in Sowjetrußlanö

London, 14. November.

Der Berichterstatter des „Daily Expreß" mel­det, daß die sowjetrussische GPU. Einzelheiten eines großen Spionagefalles bekanntgegeben habe. Danach seien militärische Aufmarschpläne von großer Wichtigkeit für den Kriegsfall mit einer Westmacht gestohlen worden. Eine frühere rus­sische Gräfin, die bisher unter dem Namen Irene Michailowna als GPU.-Agentin tätig war, und ihr Liebhaber, ein hoher Offizier im Generalstab der Roten Armee, seien in diesem Zusammenhang verhaftet worden, Sie werden der Täterschaft an dem angeblichen Diebstahl militärischer Dokumente bezichtigt.

IdeivIistnKiivA ävr Onu-^mtsleitvr auk IliiiK Vo^vIsniiK. RsiclisarAanisatiovsIsitsr Dr. Osx., n. s. von Oanlsitsr Orolis, OdsrArnppsnküIiisr IVsiZsl uvä Lrigsäskülirsr Ssed' bsZIsitst, >g,ui sivsm kuväZavZ äurod äis Oräsnsdarx. Lrssss-Illustr. Ilccklmavn' ( 2 )

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* Bremen, den 14. November.

Während man dieser Tage im französischen Parlament sich wild verprügelte bei der Fragestellung, ob Frankreichs derzeitiger Kriegsminister im Weltkriege die Kamera­den seiner Truppe dem Feinde verriet und desertiert ist, oder ob er unverschuldet in gegnerische Gefangenschaft geriet, während man im englischen Parlament dem Regie­rungschef Baldwin erbitterte Vorwürfe zu seinem Eingeständnis machte, daß ihm längst die Notwendigkeit der englischen Ausrüstung klar gewesen und daß demokratisch regierte Länder in ihren entscheidenden Entschlüssen stets zwei Jahre hinter autoritär regierten Staaten (Diktaturen sagte Baldwin) her- hinken, haben solche autoritär regierte Staaten ohne viel Aufhebens, ohne Lärm und Geschrei in gedeihlicher Zusammenarbeit durch fruchtbare Unterhaltung der führen­den Männer untereinander einen wertvollen Baustein zur Festigung des europäischen Friedens und zum Ausbau einer gemein­samen Abwehrfront gegen den Bolschewis­mus gelegt.

Die Besprechungen des italienischen Außen­ministers in der österreichischen und unga­rischen Hauptstadt, wo man über die Neu­entwicklung der Dinge im Donauraum — um nicht zu sagen über die Neugestaltung des Donauraums — übereinkam, sind so im Geiste des deutsch-österreichischen Abkom­mens vom 11. Juli und der deutsch-italieni­schen Besprechungen beim Besuch des Grasen Ciano in Berlin verlaufen, daß man schlecht­weg sagen möchte, es wurde hier im Geiste des Führers ein diplomatisches Werk voll­bracht, das in seinem Nutzen für die Gesamt­heit der europäischen Völker das genaue Gegenteil dessen darstellt, was in zahlreichen Konferenzen in Genf, Lon­don, Paris usw. während der letzten anderthalb Jahrzehnte erreicht worden ist. Mit anderen Worten: Angefangen mit den

Berliner Besprechungen bis zu den jetzt ab- schlossenen Beratungen in Wien und Buda­pest — wobei bezeichnenderweise der deutsche Botschafter in Wien gegenwärtig war —, wurden Erfolge erzielt, die voraussichtlich die politische Entwicklung, und zwar vorerst Mitteleuropas einschließlich Italiens, in Bahnen lenken, wo ohne Schlagworte und ohne Illusionen lediglich auf Grund des ge­genseitigen Verstehens der beteiligten Re­gierungen untereinander, dem Frieden mehr gedient ist als durch sämtliche Paragraphen eines hohlen und morschen Völkerbundes.

Nur die mögen sich über den Erfolg der Verhandlungen enttäuscht fühlen, die in all­zu geringem Verantwortungsgefühl für die Wohlfahrt Europas erhofft hatten, daß Deutschland in Wien oder in Budapest zu kurz käme, oder daß die dort gefaßten Be­schlüsse am Ende sogar sich gegen Deutsch­land richten könnten. Wir wissen zur Stunde, daß gerade das Gegen­teil der Fall gewesen ist, und daß das Wort Mussolinis von der Achse Ber­lin—Rom dank der klaren Außenpolitik des Führers in diesen Tagen eine einfach überraschende Bestätigung erfahren hat. Es bekam die Achse Berlin—Rom durch die-Ver- handlungen in den Donaustädten eine der­artige Stärke, daß es nunmehr den übrigen europäischen Mächten, soweit ihnen über­haupt etwas an der Befriedung Europas und an dem Wohlergehen der europäischen Menschheit gelegen ist, unbedingt die Er­kenntnis dämmern müßte: um diese Achse wird. sich das befriedete Europa gruppieren, oder es wird überhaupt kein befriedetes Eu­ropa geben.

Wer darf noch bezweifeln, daß Europas Selbstbehauptung und Befriedung unz->r- trennlich mit der rücksichtslosen Ausschaltung jedes bolschewistischen Einflusses verbunden ist? Wer verkennt heute noch, daß die Aus-