Ausgabe 
(10.11.1936) Nr. 313
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parteiamtliche Tageszeitung

liachnchtendlatl der Deutschen Arbeitsfront Vremen

Amtsblatt des Senats der Freien kjansestadt Vremen

NS.-G°ud-rI°g W-s«-Ems G. m. b. H.. Bremen. G°«°n 8/8 /, Fernsprecher: 54121 und 51115.

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und vremen

Nr. Z1Z / 6. Jahrgang

Vienstag, 10. November 1956

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kinzelpreis 15 Npf.

weihevoller flppell vor den loten der vewegung

der Marsch durch die Straßen des S. November

«Nie fabnen doch!"

München, 9. November.

Wieder ist der 9. November, der Tag des großen Opfers, der Tag der Selbstbesinnung und Einkehr, der Tag des Gedenkens und des Gelöbnisses, gekommen. Die Witterung

ttnssr lagesspisgsl

Der 9. November wurde in München in der traditionellen feierlichen Weise begangen.

Auf der spanischen Votschast in Berlin wurde die Flagge des nationalen Spaniens gehißt.

In der spanischen Hauptstadt spielten sich grausame Kämpfe ab.

In einer Unterredung mit Ward Price äußerte sich Mussolini über die Mittelmeer­politik.

Das Hamburgische MotorschiffIsis" ist in dem schweren Sturm mit 49 Mann Besatzung untergegangen.

Vremen stand gestern im Zeichen der Weihe des Rickmers-Steines und her packenden Nachtseierstunde in der Pauliner Marsch.

Reg. Bürgermeister Heider weihte das dritte Bremer 'Müttererholungsheim in Ettler- Lehen.

Die Argo-Reederei soll in eine Kommandit­gesellschaft umgewandelt werden.

Der deutsche Weltergewichtsmeister Eder schied aus den Reihen der Weltmeisterschafts- bewerber aus.

....

ist ganz unnovemberlich mild. Die Läden sind geschlossen, der Schulunterricht fällt aus, die Stimmung der Bevölkerung ist nur auf den einen Gedanken gerichtet: Die Ehrung des Gedächtnisses der 18 Männer, die vor nun 13 Jahren für das Werk Adolf Hitlers und damit für das neue Reich ihr Leben opferten.

Wie im Vorjahre, so fand auch am Montag um die zehnte Vormittagsstunde im Hofe des Ge­neralkommandos des VII. Armeekorps eine Ge­denkfeier für die Kameraden des BundesReichs­kriegsflagge" Theodor Casella und Martin Faust statt, die zu den Opfern des 9. November gehören. Die Gedenktafeln für diese beiden Frei­heitskämpfer waren mit Lorbeerbäumen, mit dem Hakenkreuzbanner und der Reichskriegsflagge ge­schmückt. Üm Mitternacht zum 9. November war vor dem Gebäude und vor der Gedenktafel ein

Ehrendoppelposten der Wehrmacht und der SS. aufgezogen.

Um 9.39 Uhr vormittags nahmen eine Ehren­kompanie der Wehrmacht mit Musik und ein Ehrenzug der SS.-StandarteDeutschland" Auf­stellung. Zu beiden Seiten der Gedenktafel hatten Offiziere, Beamte, Unteroffiziere und Mann­schaften des Generalkommandos, ferner die An­gehörigen der beiden Ermordeten und die ehe­malige» Kameraden des BundesReichskriegs- slagge" ihre Plätze. Beim Eintreffen des Reichs- sührers SS. Himmler und des Kommandierenden Generals des vn. Armeekorps, General der Artillerie von Reichenau, ferner des Korpsführers Hühnlcin präsentierte die Abteilung der Wehr­macht und der Musikzug der SS.-Standarte Deutschland" spielte den Präsentiermarsch. Nach dem Abschreiten der Front durch den Kopiman- dierenden General und den Retchsführer SS. er­klang das Lied vom guten Kameraden. Darauf gedachte

Neichsfiihrer SS. Himmler

in kurzen Worten der beiden Freiheitskämpfer. Er führte u. a. aus: Vor 13 Jahren standen wir mit Angehörigen der Reichskriegsflagge hier an diesem Gebäude und in diesem Hofe. Ihr beiden Kameraden Casella und Faust seid hier gefallen. Jedes Jahr am 9. November seit dem Neuerstehen des Deutschen Reiches versammeln sich die Ver­treter der Wehrmacht und die Vertreter des Kampfbundes als Brüder in diesem Hose, als Brüder an dieser Stelle, wo ihr gefallen seid, und gedenken euer. Euer Blut ist der beste Kitt ge­worden für alle, die an diesem neuen Deutschland Adolf Hitlers arbeiten dürfen und können. Im Zeichen der Einigkeit Deutschlands und der Bruderliebe lege ich im Namen aller früheren Kameraden, im Namen der Bewegung diesen Kranz nieder an der Stelle, an der ihr einst ge­fallen seid.

General von Reichenau sprach folgenden Weihespruch:Dem Gedenken der tapferen Toten. Ihr Geist des Opfers für einen Glauben wird stets in diesem Hause lebendig sein." Auch der General widmete eimen Kranz mit der Schleife: Den tapferen Toten. Der Kommandierende General des VII. Armeekorps." Mit dem Deutsch­land- und dem Horst-Wessel-Lied fand diese schlichte, aber eindrucksvolle Ehrung ihr Ende.

7n erwartung des Historischen Zuges

Schon am Bormittag, zwei Stunden vor Be­ginn des Lrinnerungsmarsches, säumen zahlreiche Volksgenossen in dichten Reihen die Straßen des 9. November. Unabsehbare Ströme von Menschen, fast alle in dunkler Kleidung, die dem Ernst und der Würde des Tages entspricht, ziehen unab­lässig aus allen Stadtteilen heran, um in den Straßen des historischen Marsches zur Ehre und um Gedächtnis der alten Kämpfer Spalier zu ilden. Inzwischen haben die Straßen des 9. No­

vember ihren letzten Schmuck erhalten. Rechts und links reiht sich endlos Pylon an Pylon. Jeder von ihnen trägt den Namen eines ermordeten Kämpfers der Bewegung, angefangen vom Vür- gerbräukeller mit Dietrich Eckart bis zur Feld­herrnhalle, wo der Name Horst Wessels vor dem letzten Pylon am Mahnmal leuchtet.

SA. bildet in den Straßen, durch die der histo­rische Zug führt, Spalier, dahinter Kops an Kopf wie eine undurchdringliche Mauer die Volks­genossen, aus deren Antlitz der Ernst der Stunde, aber auch das Wissen spricht, daß mit dem Opfer der Männer, die hier vor 13 Jahre» zum ersten­mal vorüberzogen, die Zeit eines neuen und großen Deutschlands angebrochen ist. Auch die Jugend, die Hoffnung und Zukunft der Nation, wartet aus den historischen Zug, der ihr Mah­nung und Wegweiser zu Treue, Glauben und Opfer ist.

Weihevolle Stille liegt über dem weiten Platz vor der Feldherrnhalle. Kaum hört man das Her­annahen der Tausende, die durch die Ludwig- straße strömen und hinter dem dichten SS.-Spa- lier Aufstellung nehmen. Seit der nächtlichen Feierstunde, in der die 16 Pylonen der ermor­deten Kämpfer des 9. November in der Feld­herrnhalle mit Lhrysanthemen-Kränzen des Füh­

Me Nede des sührers

Lei dem Erinnernngstrefsen im Bürger- üräukeller verössentlichen wir im Innern des Blattes

rers geschmückt wurden, lodern hier 16 Flammen Sinnbild des Opfertodes der ersten Freiheits­kämpfer der Bewegung.

Und hier vom Odeonsplatz aus, wo der Opfer­gang der 16 sich zum Siegeszug des neuen natio­nalsozialistischen Deutschlands wandelte, ziehen sich durch die Briennerstraße zwei riesige Menschen- säulen hin bis zum Karolinenplatz, auf dem in langen Stuhlreihen Kriegsopfer ihre Ehrenplätze haben. Großartig ist der Blick auf das letzte Stück des Marschweges, der am Braunen Haus vorbei zum Königsplatz zur Ewigen Wache führt.

Vor dem zur ewigen Erinnerungsstätte des deutschen Volkes gewordenen Biirgerbriiukeller sammelten sich am Bormittag die alten Kämpfer Adols Hitlers, die schon vor dreizehn Jahren an seiner Seite geschritten, zu dem zur heiligen Ueberlieferung gewordenen Zug durch die Stra­ßen des 9. November, der dem Gedenken der Blutzeugen geweiht ist. Im schlichten Braunhemd mit dem Blutorden an der Brust sind die Män­ner des 9. November vor dem BLrgerbräukeller versammelt.

Keemtmn ööeing gibt den Marschbefelil

Wenige Minuten nach 12 Uhr trifft, begleitet von seinem getreuen Ulrich Gras, der Führer Adolf Hitler ein, und unmittelbar darauf gibt Hermann Göring den Marschbefehl. Der histo­rische Zug setzt sich in Bewegung. Wiederum schreitet ihm Julius Streicher voran. Es folgt die von Obersturmbannsührer Ratsherr Grim- minger getragene Vlutsahne. In der Führer- gruppe des 9. November 1923 schreiten mit dem Führer u. a. Ulrich Gras, Hermann Göring, Himmler, Hühnlein, Dr. Weber und Dr. Frick. In der zweiten Reihe folgen Dr. Frank, Alsred Rosenberg, Amann, Buch, Fiehler, Robert Wag­ner und andere alte Mitkämpfer des Führers. In der nächsten Reihe sieht man u. a. den Stellver­treter des Führers Rudols Heß, Hermann Esser, Bouhler, Christian Weber und Maurice.

Die übrigen Teilnehmer des denkwürdigen Marsches vorn 9. November 1923 schließen sich in Achterreihen an. Es folgen die Reichsleiter, Gauleiter und stellvertretenden Gauleiter, die Obergruppenführer und Gruppenführer der SA., der SS. des NSKK., die Obergebietsfuhrer und Eebietsführer der H2.. die Hauptdienstleiter und Hauptamtsleiter der Reichsleitung, die Arberts- gaufiihrer des Reichsarbertsdienstes.

Ernst und feierlich lodern die Feuer von den Pylonen, die die Namen der Toten der Bewe­gung tragen. Die großen dunkelroten Fahnen mit ihren Opferurnen wallen von der Mitte der Straßen hernieder. Die vieltausendköp­fige Menschenmenge zu beiden Serien des Weges grüßt in ehrfürchtiger Ergrifsenheit den Zug. Die erschütternde Sinfonie des 9. Novem­ber ertönt aus den Lautsprechern.

Dumpf dröhnen der Trommelwirbel und das Horst-Wessel-Lied. Der erste Name wird verkün­det, als der Führer den ersten Pylon erreicht. Es ist der Name Dietrich Eckarts, des prophetischen und seherischen Freiheitsdichters.

Ein Name folgt dem anderen, jeder eine auf­rüttelnde Mahnung zur Pflichterfüllung, zur Hingabe, zur Opferbereitschaft.

Den Rosenheimer Berg hinab geht der Zug durch das Spalier der SA. und die Menschen- mauer der vielen tausend Volksge­nossen, hinab zu den Ludwigsbrllcken, wo jetzt der Meißel des Künstlers für alle Zeiten die Er­innerung an den Marsch des 9. November 1923 festgehalten hat. Er bewegt sich durch die Zwei- bruckenstraße über den Jsartorplatz in das Tal. Er zieht über den Marienplatz, wo vom Rathaus her riesige Banner grüßen, biegt in die Weinstraße ein, um durch die Theatiner- und Perusastraße die Residenzstraße zu erreichen.

flm MaHnmal

Um 12.50 Uhr schwenkt der Zug in die Resi­denzstraße ein. Vor den Augen der Ersten liegt der Ort des Todes und der Auferstehung: die Feldherrnhalle. Mehrere Pylonen gemah­nen hier daran, daß die Reihe der Blutzeugen des Nationalsozialismus auch heute noch nicht geschlossen ist, daß auch das Jahr 1936 wieder neue Opfer.gefordert hat: denn zwischen den Namen Norkus und Horst Messe! leuchten von fünf Pylonen die Namen Wilhelm Eustloff, Bernhard Schlothan, Günter Deskowski, Ernst Ludwig und Paul Fressonke, die erst in diesem Jahre ihre Treue zu Adolf Hitler mit dem Opfer ihres Lebens bezahlten.

Die Klänge des Horst-Wessel-Licdes brechen ab. Der Zug ist am Mahnmal angelangt. Der Führer steht wieder an jenem Platz, wo in dieser Stunde vor dreizehn Jahren 16 Nationalsozialisten für ein neues Deutschland sich geopsert haben. Sech­zehn Salutschüsse krachen zum Himmel.

Nach der letzten Salve tritt der Führer aus der Reihe, geht vor zum Mahnmal und legt ernst und ties ergriffen einen riesigen Lorbeerkranz an der Stätte des Opfers nieder. Ein stummes Ge­

denken weiht der Führer seinen Helden und hebt den Arm zum Gruß, während die Vlutsahne sich senkt und die Weife vom guten Kameraden über den Platz klingt.

Langsam schreitet der Führer wieder zur Straßenmitte zurück und jetzt geht gemessenen Schrittes Generalfeldmarschall von Blomberg, der den Zug an der Residenz erwartet hat, vor das Mahnmal und legt gleichfalls einen mächti­gen Lorbeerkranz als stummen Gruß a>n> die Toten nieder. Dann hebt er den Marschallstab zum Gruß und verläßt ernst und schweigend den Platz. In der Straßenmitte begrüßt ihn mit einem warmen Händedruck der Führer. Dann reiht sich der Eeneralfeldmarschall mit dem Führer in das erste Glied des Zuges. Das Deutschland-Lied schallt über die heilige Stätte und überflutet jubelnd und einem Bekenntnis gleich den Platz.

Der Marsch des 9. November nimmt seinen Fortgang. Aus dem Opfergang bis zur Feld­herrnhalle wird jetzt der Marsch des Sieges und des Triumphes. Auf der Höhe der Vrienner Straße machst der Zug noch einmal kurz halt. Die Kranzträger mit den Kränzen des Führers reihen sich ein. Im gleichen Augenblick setzen sich die Standarten .unter Vorantritt zweier Kompanien der Leibstandarte Adolf Hitler an die spitze des Zuges, der jetzt zum Königlichen Platz marschiert, zur Ewigen Wache, dorthin, wo die Sarkophage die Asche und die Gebeine der 16 ersten Blutzeugen der Bewegung bergen.

Her flppoll auf dem königspla«,

Ehernen Statuen gleich stehen die Forma­tionen der Bewegung auf dem Königsplatz. An der Spitze die Leibstandarte Adolf Hitler und die SS.-Standarte Deutschland, dahinter die Marsch­blöcke der SA., des NSKK., der politischen Lei­ter, des Reichsarbeitsdienstes und der Hitler- Jugend. Nie erlöschend loht das Feuer aus den Opferschalen in den beiden Ehrentempeln.

(Fortsetzung auf Seite 2)

vor Düstrer bei seiner VIten (larüs. llubslnck vurcls ^.äolk Hitler beim Appell im kistorisöstsü 8s.ast äss Lürgsrbräukslisrs am Vorsllsaä 6ss 9. stlovsmbsr. von..seinen alten. 6strsusn begrübt. Hinter tütn stellen Ltnrmbannlüllrsr Orimmingsr mit ästz Llutkadns. unck 2 vrsi .vsitsrg: '8lntz orcksvtrsgsi:. - (IVsltllilll)

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Härt rite Aschen HtttNtes?

* Bremen, 10. November.

Europa schläft! Es überhört alle Stimmen, die ihm aus der Ferne warnend vor der bolschewistischen Weltpest an die träumenden Ohren schlagen. Europa hat die Augen verschlossen und will weder sehen die furchtbaren Brandfackeln noch die Mordtaten, womit der Bolschewismus in Spanien die Spuren seines Weges zieht.

Europa träumt von Glück und Friede einer besseren Zukunft und nimmt nicht wahr die furchtbare Gegenwart eines unerbittlichen Feindes der Menschheit, der die Vernichtung der europäischen Kultur und jeder nationalen Freiheit auf seine Fahne geschrieben hat. Oft genug sind in letzter Zeit von Deutschland aus Warnungen an europäische Länder ergangen, und nun hat in München auch der Führer davon ge­sprochen, seherisch in die Zukunft weisend.

Zweierlei ist es, was aus der großen Rede des Führers bei dem diesjährigen Er­innerungstreffen im geschichtlich gewordenen Saal des Bürgerbrciukellers zum Aus- land in eindringlicher Klarheit spricht Zweierlei, was das Ausland zu seinem eigenen Vorteil beherzigen sollte, auf daß es ihm nicht eines Tages ergeht, wie man­chem deutschen Volksgenossen im Jahre 1933.

Das eine aber ist dieses:

Obwohl viele Volksgenossen in Deutsch­land in den Jahren des nationalsozialistischen Kampfes auch die Sehnsucht nach einem neuen starken und glücklichen Deutschland im Herzen trugen, verschlossen sie sich ver­blendet und verstockt der Bewegung Adolf Hitlers und glaubten, aus eigenen, aber lei­der ganz falschen Wegen ihr Ziel erreichen zu müssen. Wie sagte dazu der Führer in seiner Rede? Daß diese Volksgenossen heute im Innern zugeben müßten,sie (die Natio­nalsozialisten) haben das erreicht, was auch wir erreichen wollten". Und dann setzte der Führer hinzu:Vielleicht wird es bald in Europa nicht anders s e i n."

Europa ist heute nicht anders wie ehedem Deutschland in höchster Gefahr, dem Bolsche­wismus zu verfallen. In sich uneinig, schwach, ohnmächtig und hilflos, fordert es bei seiner inneren Zerrissenheit den Bolschewismus geradezu heraus, sich Europas zu bemäch­tigen. Deutschland, von dem der Führer sagte, daß es nicht mehr zu überrennen ist, hat keinen Anlaß, um die Liebe des Aus- lands zu ringen. Deutschland kann sich, wie der Führer betonte, außenpolitisch daran ge­nug sein lassen, daß es des Auslands Achtung und Respekt genießt. Deutschland ist damit zufrieden, daß es sich wieder innerhalb Europas die Stellung eines mächtigen, star­ken und machtvollen Volkes errungen hat.

Deutschland braucht den Bolschewismus nicht mehr zu fürchten. Doch läßt es nicht ab,

die bolschewistische Gefahr zu bekämpfen, wo es kann. Und wenn die Länder Europas, wie ehemals die Parteien in Deutschland, mit ihren eigenen und eigensüchtigen Angelegen­heiten zu sehr beschäftigt,, durch' Moskauer Spiegelfechtereien den Blick. , sich trüben lassen, so wird es . immer . Deutschland sein, das unbeirrt mit dem Finger auf den uner­bittlichen Feind Europas, den Verderber jeg­lichen Kulturlebens, zeigen, wird. Dem Fin­gerzeig endlich einmal zu folgen,, ist. aller­dings dann Sache der europäischen Länder, die ernstlich vom Bolschewismus bedroht sind.

sich aber nicht zu ängstigen, wenn.sein Fin­gerzeig dort draußen keine Beachtung findet. Denn und das ist das Zweite, was Europa aus des Führers Rede beherzigen sollte Deutschland hat kem eigensüchtiges Interesse daran, daß die Volker Europas zum gemeinsamen Kampf gegen den Kommunismus an die Seite Deutschlands treten.Es mag kommen, was will: Deutschland wird sest- stehen!" heißt es in des Führers Rede.

Und wo immer der Bolschewismus bemüht sein mag, um Deutschland her Staat um Staat zu zerschlagen, Europa in seinem inneren Gefüge zu lähmen und zum Ein- sturz zu bringen: der Bolschewismus wird Deutschland nicht überrennen können. Das ist die Ueberzeugung des Führers und da- mit die Ueberzeugung des ganzen deutschen Volkes. Dessen darf die Welt versichert sein, daß diese Ueberzeugung unbestreitbar richtig ist, nachdem sie der Führer aussprach, und noch dazu in geschichtlich so bedeutsamer stunde, wie soeben in München.

,Zum ersten Male feiere ich diesen Er- mnerungstag ohne tiefe Sorge für unser deutsches Volk", sagte der Führer, und doku­mentierte, daß, nachdem des Führers Befehl gemäß die deutsche Waffenschmiede dreiein- halb Jahre Tag und Nacht gearbeitet hat. Deutschland sich nunmehr auch in einer rings­um brennenden Welt behaupten kann. Es ist nicht mehr an dem. daß Deutschland an­gewiesen wäre auf Hilfe von außen, viel eher ist es doch so, daß der Fall eintreten kann, wo man von draußen her nach Deutschlands Hilfe ruft.

Dennoch ist der unerbittliche Kampf Deutsch­lands gegen die bolschewistische Pest ein Kampf zugunsten Europas. Dies wird Europa dereinst gewiß einmal ein­sehen. Die Frage bleibt nur die, wie tief es bis dahin vom Kommunismus getrieben in Brand und Chaos geraten ist; wie weit es aus den Warnungen Deutschlands oder erst aus bitteren Erfahrungen klug zu werden vermag. Wir glauben gerne, daß die ver­antwortlichen Politiker Europas ebenso wie das deutsche Volk den Frieden und das Glück