Ausgabe 
(31.8.1936) Nr. 242
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esI eitung

TIachrichtenblaN der Deutschen flrdeitsfront Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Lreien kjansestadt Vremen

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Nr. 242 / e. Jahrgang

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatthalters in Oldenburg und Vremen

Montag, Zl. flugust 1SZ6

Anzeigen-Grundpreise-. Die 22-mm.Zeile im Anzeigenteil 12 Pf., die 70-mra-Zeile im Textteil 75 Ps. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien.Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 6 (Nachlatzstajfel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4-16)4 Uhr.

kinzelpreis 1S Npf.

Me lltto-Veddigen-Jugendherberge geweiht

Neichsjugendsiitsrer Saldur von Schirach über die Verpflichtung der Jugend gegenüber der Heroischen Vergangenheit

7 n den Jadestädten

(Ligsvsr vraiitberlebi äsr Srswsr 2si1un§)

Wilhelmshaven. 30. August.

Im Rahmen des großen Gebietssporttages in den Jadestädten, stattete der Reichsjugendsührer am Sonntagvormittag dem Kommandierenden Admiral der Nordsee-Station, Vizeadmiral Schult,-, einen Besuch ab, um dann mit ihm und anderen Vertretern der Kriegsmarine, der Be­wegung und ihrer Gliederungen, den Vertretern der Städte und der Polizei zum Marine-Ehren-

Unssr lagesspiegsl

In der Sowjet-Armee ist eine schwere Meu­terei ausgebrochen.

Die Witwe Lenins steht vor der Verhaftung durch die GPU.

Die Marxistenfront vor Sän Sebastian ist durchbrochen worden.

Zum Abschluß der italienischen Manöver hielt Mussolini eine rnstungspolitisch bedeutsame Rede.

Der Reichsjugendführer weihte die Otto- Weddigen-Jugendherberge in Wilhelmshaven- Rüstringen.

Die indische Olympia-Hockeymannschast be­siegte die Bremer Stadtels 8:1. Werder-Bremen gewann das Fuhballturnier des BSV.

Der Gebietssporttag der HJ. in den Jade­städten hatte einen überwältigenden Erfolg. 2m Großen Bergpreis von Deutschland fuhr Bernd Rosemeyer die schnellste Zeit des Tages.

Die Nürnbergfahrer des NSKK., Motor- brigade Nordsee, und der SA.-Brigade 82 sind für den Reichsparteitag gerüstet.

Die AusstellungBauer am Werk" in Olden­burg wurde an den beiden ersten Tagen von insgesamt 23 888 Volksgenossen besucht.

hos der Kriegsmarine-Städte Wilhelms- n-RLstringen zu fahre», or dem großen Kreuz des Marme-Ehrenfried- waren zwei Gefolgschaften der Marme-HI. ^treten. Links und rechts des Gedenkkreuzss ren die Jungen mit ihren Fahnen. Der hsjugendführer legte einen grogen Kranz am s des Kreuzes nieder und verweilte eine ute in stiller Andacht vor dem Ehrenmal. Die .tretens Nordsee-Hitlerjugend und ihr Reichs- ndführer ehrten hiermit die gefallenen Helden großen Krieges, die ihr Vaterland gegen eine t von Feinden verteidigten, er Kommandierende Admiral der Nordsee- iion dankte dem Reichsiugendfuhrer. und ganz r dem Eindruck der stillen Groge der llenen Helden schritt er durch , das Spalier Junaen und Mädel, um mit den übrigen en zur Einweihung der Otto-Weddigen- endherberge zu fahren.

See neuen NeichsjugendHerberge

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n der Äitler-Jugend mit den Führern von tei. Staat und^Wshrmacht aus dM Versuch

Gaues Weser-Ems und des SH-Eelnetes r rdieel des Reichsiugendfuhrers. Um 12 Uhr ie der Reichsjugendführer, vom Heldenfried-

LZSLLsM

IN trat der Rüstringer Oberbürgermeister Dr.

»rn vor das Mikrophon, um auz die Be- mna dieses Tages für d^ Jadöstädte h-nzuwe^

en, den Stadt ^Wilhelms-

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e"r Leides Iua°ndherb°r?s°Aande^ Ob»- etsWrer N/rdatz^ wws m l ^er-Zugend m darauf hin, d«st ? ,e °on oer^ ^ine cnommenen «°"sein sollten, sau­ber n a ch tu ng s Ertüchtigung

i die Aufgabe der Erziehung un°^ ^ »Bau en. Der Nedner daints ' ^,jg^holfen

Otto-WeVdige,>A>MNdherb°rg m

en. den b-.dei: S M ^"'^^ver und tringen, den Bi Horden und vor

enbürg. dem Jttgendherl L^nburger Mini- m dem Hdchbauai it des O nach dessen iums ,owis dem ArchMl Herberge sei

ver keivbsjnAenSkübrer in äsn äuüestilätvn. Von links naek rsvkts: Lrsisloitvr Nvv.er, Vinoaämirul Sobultso, Saläur von Svdiruvli, 6aulsitvr.

stlolsekorv. L2.-^robiv.

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Jahre an das deutsche Volk übergeben würden. Obergebietsführer Rodatz übergab dann dem Reichsjugendsührer die Jugendherberge zur Ein­weihung.

0er NeichsjugendfüHrer spricht

Man hat", so führte Valdur von Schirach aus, der Jugend der Nachkriegszeit vor allen Dingen den Vorivurf gemacht, daß sie in ihrem Verhältnis zur älteren Generation nicht die Ehrfurcht zeige, die ihr zukomme. Wenn man aber diese ^Nach- kriegsjugend gerecht beurteilen will, dann mutz man vor allem berücksichtigen, daß die ältere Generation in jenen Jahren der Jugend nicht immer das Vorbild war, das die Aelteren den Jüngeren immer zu sein haben. Wenn wir uns zurückversetzen in die Anfangsjahre unserer Arbeit 1926 bis 1928, dann erinnern wir uns zugleich einer traurigen Periode der deutschen Geschichte, in der das heldische Vorbild fast ganz ausgelöscht schien und die Erinnerung an die heroischen Er­scheinungen der Vergangenheit fast systematisch unterdrückt wurde. ^ .

Es kann der Jugend der damaligen Zeit nicht zum Vorwurf gemacht werden, wenn sie in einem inneren und auch äußeren Gegensatz zur älteren Generation kam. Wohl aber kann es ihr zur Ehre angereibnet werden, daß in einer Zeit, wo füh­rende Männer des damaligen Regimes Ideale verspotten durften, deutsche Jugend sich zu diesen Idealen durchrang und sich die großen und stolzen Vorbilder wählte, die die Kriegs- und Kampf­jahre des Weltkrieges gegeben haben.

Ich sehe in dem heutigen Tage ein neues schönes Symbol der Eemeinschaftlichkeit unseres deutschen

Volkes. War dieses Volk dereinst nicht nur in Klassen und Konfessionen und Parteien zer­splittert, sondern auch in Eenerationsstufen, so finde ich, daß dieser Tag eine Verheißung ist für die Zukunft unseres Volkes, weil hier die Jugend und die ältere Generation sich zusammenfinden in einem gemein­samen Ideal und im Dienst an einem gemein­samen Gedanken.

Die Hitlerjugend hat in der Zeit nach der Machtergreifung alles getan, der Jugend des gan­zen Volkes die Verpflichtung gegenüber der heroischen Vergangenheit wieder ins Bewußtsein zu rücken. Es gibt keine Jugendherberge in Deutschland, die nicht.Ausdruck wäre eins zu wer­den nicht nur mit der heute lebenden Generation sondern auch mit der, die starb, damit diese Ju­gend leben kann. Wir dürsten nicht unter einer Fahne und in gleicher Tracht marschieren, wenn nicht das heldische Opfer gewesen wäre, wenn nicht viele sich einst hingegeben hätten für die Zu­kunft, die wir selbst sind.

Das wollen wir als Verpflichtung mit in unsere zukünftige Arbeit hinübernehmen, daß auch wir der nachfolgenden Generation Vor­bilder werden.

Die Pimpfe auf diesem Platze sollen das Ver­mächtnis weiterreichen an die nächste Generation. So soll das Bewußtsein wachsen von dem stolzen Erbe, das uns überantwortet ist. Ich darf den Vertretern der Kriegsmarine die IZersicherung geben, daß die Jugend des Führers, die in dieses Haus einziehen wird. sich gebunden fühlt an das

stolze Vorbild, das in dem Namen über der Tür zum Ausdruck kommt. So werden wir am schön­sten das Gedächtnis Otto Weddigens ehren. In diesem Sinne sollen die Fahnen der Hitlerjugend jetzt aufziehen."

Nach dem dann die H2.- und die DJ.-Fahnen gehißt worden waren, überreichte der Bruder des Ü-Voothelden Otto Weddigen, Pg. Eduard Weddigen, dem Reichsjugendsührer im Namen seiner Geschwister das Bildnis seines Bruders, das seinen Platz finden möge in . der Otto-Weddigen-Jugendherberge. Er verband da­mit den Dank seiner Familie, daß man diese schöne Jugendherberge nach seinem Bruder benannt habe.

Der Eebietsführer Lühr Hogrefe schloß den Einweihungsakt mit den Worten:Mit uns soll leben Otto Weddigen, in uns der Geist, den uns der Führer gab!" Das Sieg-Heil auf dem Führer und das Deutschland- und Horst-Wessel- Lied bekräftigten das Gelöbnis aller, die an dieser Einweihung teilgenommen hatten.

Der Reichsjugendsührer besichtigte anschließend die Otto-Weddigen-Jugendherberge. Die Ein­gangshalle trägt neben dem HitlerwortDu bist nichts, dein Volk ist alles!" einen Ausspruch von Otto WeddigenWas ich getan habe, das danke ich nur meinen Kameraden

In den Mittagsstunden trafen auch Gauleiter und Reichsstatthalter Carl Rover und Staats­minister Pauly ein, um den Sportkämpfen des Nachmittags beizuwohnen, desgleichen SA.- Eruppensührer Böhmcker. (Ueber die Sportkämpse berichten wir im Sportteil der vorliegenden Aus­gabe.)

ver besuch vr. Voebbels in Venedig

öondel- und Molorbootfatirten in der Lidostadt - Spontane Kundgebungen

Venedig, 38. August.

Reichsminister Dr. Goebbels unternahm am Sonntag im Rahmen seines Besuchs in Venedig private Besichtigungen und Ausflüge, die zugleich einem engen Meinungsaustausch mit dem italieni­schen Propagandaminister Afieri dienten. Am Vor­mittag besichtigten Dr. Goebbels und seine Frau gemeinsam mit Minister Alfieri.unter Führung des Präfekten von Venedig, Graf Catalano, den Doyen-Palast. Der berühmte Renaissancebau ver­mittelte den Besuchern durch seine zahlreichen kost- kcrren Kunstschätze und Deckenmalereien einen un­vergeßlichen Eindruck von der verschwenderischen Pracht der alten Kunststadt. Danach unternahmen die Minister eine mehr als einstündige Gondel­fahrt Als die Minister an der Ponte dei Sospiri, der weltbekannten Seufzerbrücke, in die Gondel stiegen, wurden sie von der Bevölkerung herzlich durch Händeklatschen und Zurufe begrüßt. 2m An­

schluß an die Rückfahrt folgte Dr. Goebbels mit seiner Begleitung einer Einladung des Herzogs von Genua, des Kommandanten der oberadriäti- schen Flottenstation von Venedig, zu einem Essen im Palazzo Pisani am Kanale Grande. Am Nachmittag nahm Reichsminister Dr. Goebbels, wiederum von den mit äußerster Liebenswürdig­keit um ihre Gäste bemühten italienischen Persön­lichkeiten begleitet, eine Motorbootfahrt durch die Lagunen zwischen dem Festland und dem Lido vor.

Am Abend war Dr. Goebbels Zeuge der lleber- tragung der Rede des italienischen Staatschefs anläßlich der Schlußparade der großen italieni­schen Manöver. (Siehe Seite 2.) Inmitten der begeisterten Menschenmenge auf dem Markusplah erlebte Dr. Goebbels die geballte Kraft der im Faschismus geeinigten Nation und stand inmitten unter der von der Ueberzeugungskrat des Duce völlig mitgerissenen Menschenmenge. Diese echt

faschistische Kundgebung war für. die deutschen Besucher ein ungemein, eindrucksvolles Erlebnis. Die Begeisterungsstürme, die durch den Laut­sprecher übertragen wurden, fanden auf dem großen Markusplatz ein tausendfaches Echo. Dr. Goebbels, der sich mitten unter der italienischen Volksmenge befand, wurde überall sofort er­kannt, und die Venezianer bereiteten ihm nach Beendigung der Rede des Duce spontane Kund­gebungen, die zugleich ein Dank dafür waren, daß er es sich nicht hatte nehmen lassen, diese große Stunde des italienischen Volkes mitzuer­leben.

Am Abend war Reichsminister Dr. Goebbels mit seiner Frau Gast des Ehrenpräsidenten der Biennale, Graf Volpi, in seinem Palast am Ka­nale Grande.

(Siehe auch Seite 2)

Meutere! in der Sowjetarmee

Paris bestätigt Bauernaufstände in der Ukraine

Paris, 30. August.

Nach einer Havasmeldung aus Moskau haben Truppen der Roten Armee in Rjasan (25V Kilometer von Moskau entfernt) den Gehorsam verweigert. Die Meuterei soll je­doch schnell unterdrückt worden sein. Ferner heißt es in der Meldung, daß in verschiede­nen Teilen der Ukraine Bauernaufstände stattgefunden Hütten. Die Truppen hätten äußerst scharfe Befehle zur Unterdrückung dieser Aufstände erhalten. Weiterhin würden vorbeugende Verhaftungen in den höheren Beamten- und Kommissariatsstellen vorge­nommen.

Lenins Witwe wird verhaftet

London, 30. August.

Nach einer Meldung der Londoner Zeitung People" steht die Verhaftung der Witwe Lenins unmittelbar bevor. Sie sei der Mit­täterschaft an der Verschwörung gegen das Leben Stalins beschuldigt.

Mulescu ausgebootet

die Hintergründe der Kabinettsumbildung in vukarest

(Vrsbtborivlit, vnssrsr Dsrlivsr Lobriktlsiimvx) U. Berlin, 38. August.

Die plötzliche Ausbootung des rumänischen Außenministers Titulescu scheint für ihn selbst sehr überraschend gekommen zu sein. Titulescu hält sich zurzeit in Südfrankreich auf und ist nach Erklärungen französischer Journalisten auf die überstürzte rumänische Kabinettsumbildung völlig unvorbereitet gewesen. Für die rumänische Außenpolitik ergibt sich damit zweifellos eine Wendung, denn seit nahezu zehn Jahren gab es kein Bukarester Kabinett ohne Titulescu. Nun hat es sich von heut« auf morgen ergeben, daß man ohne ihn auskommen kann.

Schon seit einiger Zeit war es kein Geheimnis mehr, daß sich die Angriffe der rumänischen Rechtsopposition in immer stärkerem Maße gegen die Person des Ex-Außenministers richteten. Ihm mußte mit Fug und Recht die Vorbereitung des rumänisch-sowjetr-ussischen Bündnisses und damit auch nach der Ansicht der Rechtsopposition der Verkauf" der rumänischen Selbständigkeit und Sicherheit an den Meltbolschewismus vorgewor­fen werden.

Der Belagerungszustand, der noch immer über große Teile Rumäniens verhängt ist, hat es nicht verhindern können, daß die Zahl der Attentats gegen Regierungsanhänger gerade in den letzten Monaten erheblich gestiegen ist. Er mußte eine Summierung von Krisenerscheinungen hervor­rufen, die so oder so eine Lösung erforderten. Sie ist jetzt erfolgt, und man wird abwarten müssen, in welcher Weise sie sich auswirken wird.

Offenbar ist nach der neuen Kabinettsliste Tatarescu bleibt Chef der RegierungAeuße- res: Antonescu; Nationale Verteidigung: Gene­ral Paul Angelesen eine Fühlungnahme nach rechts unternommen worden, zumal der bis­herige Innenminister Jnculetz, dessen Sympathien gegenüber den rumänischen Rechtskursen bekannt sind, im neuen Kabinet den Posten des stellver­tretenden Ministerpräsidenten einnimmt. Jnculetz galt schon in der alten Regierung als der Gegen­pol Titulescus.

Daß die Reaktion auf die neue rumänische Um­gruppierung in Paris sehr sauer ist, deutet darauf hin, daß die Instruktionen diesmal' nicht aus französischer Quelle kamen und über den Kopf Titulescus hinweg gehandelt wurde. Ob diese Tatsache einen Rückschluß auf eine stärkere Ver- selbständigung der rumänischen Politik für die Zukunft zuläßt, wird sich erst noch herausstellen.

kine krklärung latareseus

Bukarest, 38. August

Der rumänische Ministerpräsident Tatarescu hat kurz nach dem Verlassen des Schlosses Pelesch, wo er mit den Mitgliedern seines neuen Kabinetts dem König den Treueid geleistet hat, die Ver­treter der Presse empfangen und vor ihnen eins Erklärung über die Politik der neuen Regierung

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