Ausgabe 
(30.8.1936) Nr. 241
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

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Nr. 241 / 6. Jahrgang

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Freien lzansestadt vremen

Das amtliche Verkundungsblatt des Neichssta tthalters in Oldenburg un d Vremen

Sonntag, Z0. flugust ISZ6

Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Ps., die 70-mm-Zeile im Textteil Ps. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 6 lNachlaßstassel cJ. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr: Schristleitung Dienstag und Freitag l2X >3>L Uhr.

kmzelpreis lS Np?.

Verbrecherisches Ireiben der Sstv. in London

stau Persktz spurlos oerschwunven

NStselraten

um einen Sowjet-ftondels-Vertreter

London, 29. August.

Das Schicksal des Leiters der sowjetrussischen Handelsvertretung in London Ozersky hat bisher noch keine Aufklärung erfahren, sondern wird durch neue Berichte und Eegenberichte aus Mos-

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ttnssi^ logesspiegvl

Die Moskauer GPU. hat sich in London weitere Opfer der bolschewistischen Hahjustiz gesichert.

Sowjetruhland ist in der Lage, jährlich SOSO Kampfflugzeuge herzustellen.

2m Rahmen einer Umbildung der rumäni­schen Regierung ist Titulescu als Auhen- minister ausgeschieden.

Dr. Goebbels stand in Venedig im Mittel­punkt lebhafter Kundgebungen.

Die Versorgung mit Brotgetreide ist im laufenden Wirtschastsjahr gesichert.

DieMidgard" wird eine neue Verlade­brücke aufstellen.

Die Leipziger Herbstmesse wird heute eröffnet. Gauleiter Carl Röoer erössnete die grohe landwirtschaftliche AusstellungBauer am Werk" in Oldenburg.

Gestern ersolgte der feierliche Einzug der Fliegertruppe in ihre« jüngsten Standort Oldenburg.

Die bremische Schutzpolizei wird neu ge­gliedert.

kau in ein noch gröheres Dunkel gehüllt. Am Sonnabendnachmittag meldete Reuter, in Moskau werde bestätigt, dah Ozersky tatsächlich von seinem Londoner Posten abberufen und durch den gegenwärtigen Leiter des Pelztrustes Stashewsky ersetzt worden sei. Seine Abberufung habe im übrigen nichts mit der Verschwörung gegen Stalin zu tun. Kurze Zeit darauf meldete dagegen Reuter, dah das sowjetrussische Auhenamt die Meldung der Abberufung Ozerskys als voll­kommen unrichtig bezeichne.

Der Sonderkorrespondent desDaily Herold" schreibt, dah die Abberufung Ozerskys die sowjet­russische Kolonie in London in panischen Schrecken versetzt habe. Frau Ozersky und ihre beiden Kinder seien verschwunden, und es werde be­fürchtet, dah sie an Bord eines Sowjetschifses verschleppt worden seien, das am Sonntag nach

Stalin fordert stusweisting lrotzkis

Ei» Schritt beim norwegische» Außenminister Moskau, 29. August.

Wie in Moskau verlautet, hat der sowjet­russische Gesandte in Norwegen, Jakubowitsch, den norwegischen Außenminister aufgesucht und ihm erklärt, dah die Sowjetregierung auf Grund der Ergebnisse des Prozesses gegen Sinowjew und seine Mitangeklagten damit rechne, daß die norwegische Regierung Trotzki das weitere Zu­fluchtsrecht auf norwegischem' Gebiet entziehe.

Der Gesandte wies dabei im einzelnen darauf hin, dah Trotzki der Organisator und Leiter der

Sowjetruhland abfahren werde. Vermutlich würden sich deshalb die AuswanderungsbehördeN die Passagierlisten des russischen Schisses genauer ansehen. Die sogenannteSäuberungsaktion" der Sowjets erstrecke sich nahezu über die gan^ Welt. Wenn irgendein Sowjetrusse heute etwas gegen einen anderen habe, so bringe er ihn der Moskauer Behörde gegenüber mit dem angeb­lichen Trotzkikomplott in Verbindung.

Das verbrecherische Treiben der Moskauer GPU. hat mit dem Verchwinden der Frau Ozerskys seinen Höhepunkt erreicht.

Die Abendblätter beschäftigen sich auch mit dem Verbleib des Londoner Sowjetbotschasters Maisky, der am 17. August London verlassen hat. Sie stellen die Vermutung auf, dah Maisky möglicherweise ebenso wie General Putna mit der Verschwörung gegen Stalin etwas zu tun habe und vielleicht nicht mehr nach London zurück­kehren werde.

terroristischen Handlungen sei, die die Ermordung der Mitglieder der Sowjetregierung und der Führer des sowjetrussischen Volkes" zum Ziele hätten. Die Sowjetregierunq nehme an, dah eine weitere AufenthaltsbewiÜigung für Trotzki in Norwegen den bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen Sowjetruhland und Nor­wegen Schaden bringen könnte. Man könne sich aniählich des Falles Trotzki daran erinnern, dah in Verbindung mit der Ermordung des Königs Alexander von Jugoslawien und des französischen Außenministers Barthou. der Völkerbundsrat im Dezember 1934 als Pflicht der Völkerbundsmit­glieder festgestellt habe, sich gegenseitig im Kampf gegen den Terrorismus zu helfen.

Line kommunistische Verschwörung zur Zersetzung der argentinischen Wehrmacht aufgedeckt

Nun wühlen sie wieder In Südamerika

Buenos Aires, 29. August. > Die Geheimpolizei der Bundeshauptstadt und der Provinz Buenos Aires gelangte bei einer Haussuchung in dem zu Groß-Buenos Aires gehörenden Vorort Sän Martin in den Besitz umfangreicher, ungemein auf­schlußreicher Pläne über die beabsichtigte Zersetzung der Truppen von Heer und Ma­rine in kommunistischem Sinne. Als Auf­traggeber wurde einwandfrei der kommu­nistische Zentralausschuß festgestellt. Die Fäden der Verschwörung liefen nach fast allen Garnisonen Argentiniens. Bisher wur­den 18 Personen verhaftet. Weitere zahl­reiche Verhaftungen im ganzen Lande sind zu erwarten.

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Die Meldung über die kommunistische Verschwörung zur Zersetzung der argentini- ^

schon Wehrmacht überrascht uns nicht. Es ist in den letzten Wochen offen genug zutage getreten, daß die Agenten der sowjetrussi­schen Machthaber so ziemlich in allen Teilen der Welt ihre unheilvolle Wühl­arbeit verstärkt fortsetzen. Nur hinsichtlich der Aufdeckung der Umtriebe wechselt der Schauplatz der Bühne. Wir können lediglich hoffen, daß die regelmäßige Fest­stellung der Verbindung all der Hetzer undDrahtzieher mit der Moskauer Zentrale den friedens- liebenden Staatsmännern weiterhin das wahre Wesen des Bolschewismus vor Augen führen und allmählich die Regierungen sämtlicher maßgebenden Staaten der Erde zu energischer Abwehr der von Sow­jetrußland her drohenden Gefahr veran­lassen wird. .

Mrlitki 5000 flugMge der Noten

kin französischer Vericht über die bolschewistischen Lustrüstungen

Paris, 29. August.

Der bekannte französische Flugzeugkon- ukteur Louis Breguet, der von einer udienreise durch die sowjetrussischen Flug- ig- und Flugzeugmotornwerke nach Paris rückgekehrt ist, äußerte sich gegenüber rem Vertreter desIntransigeant" über ne dort gewonnenen Eindrücke. Sowjet- ßland, so führte er aus, könne mit seinen 2 999 in der Flugzeug-Industrie beschäftig- i Arbeitern etwa 29mal so viel Flugzeuge, atoren und Flugzeugeinzelteile herstellen e Frankreich. Er habe sich selbst überzeu- n können, daß die fünf großen Motoren- rke und die vier hauptsächlichsten Flug- lrgwerke in der Lage seien, 5909 Flugzeuge irlich herzustellen. Rußland besitze in sek- r Flugzeugindustrie neben motor- und lgtechnischen Laboratorien zahlreiche große erke. In den Werken würde im Laufe von Stunden in drei Schichten gearbeitet, nspielsweise würden in dem Werk XXH 999 Arbeiter in drei Schichten beschäftigt td vier Flugzeuge verließen täglich das erk startbereit. Es handele sich hierbei um

ziveimotorige leichtere Bombenflugzeuge, die eine Stundengeschwindigkeit von 499 Kilo- meter erreichen könnten. In Nifchninow- gorod würden sogar fünf moderne Jagdflug­zeuge täglich hergestellt. Weiter baue man zwei Typen von viermotorigen schweren Flugzeugen.

Sie Kehrseite der Medaille

Vollkommen untaugliche Arbeit der Sowjet- Industrie

Moskau, 2g. August

Während die sowjetrussische Rüstungsindustrie gegenwärtig mit Hochdruck arbeitet und die Auf­merksamkeit der Regierung einer Verdoppelung ihrer Leistungsfähigkeit gewidmet ist, werden immer mehr Klagen darüber laut, dah die übrige Industrie den an sie gestellten Anforderun­gen nicht zu entsprechen vermag. So hat sich die Stäatsplankommission, wie dieJs- westija" mitteilt, mit der Arbeit der Baustoff- Jndustrie besaht und festgestellt, dah der Plan von dieser Industrie etwa nur zu 39 bis 45 o. H. durchgeführt wird. Besonders schlecht sei es mit der Ziegel- und Kalksteinindustrie bestellt, die sich nicht im mindesten bemühe, die Er­füllung des Regierungsplans zu gewährleisten. Eine ebenso scharfe Kritik wurde in einer Sitzung des Rates der Volkskommissare an der Tätigkeit der Holz-Industrie geübt.

stuck Portugal stellt klar

Antikommunistische Massenkundgebungen in Lissabon

Lissabon, 29. August.

In der Lissaboner Stierkampfarena, dem größ­ten Versammlungsraum der portugiesischen Lan­deshauptstadt, fand eine antikommunistische Massenkundgebung statt, die von den natio­nalen Arbeiterverbänden veranstaltet wurde. Die Kundgebung wurde von allen Rund­funksendern des Landes übertragen. Als Gäste waren die Lissaboner Ortsgruppen der NSDAP. und der italienischen Faschisten geladen worden. Die Versammlung stand vor allem im Zeichen der spanischen Ereignisse. Vertreter der spani­schen Nationalisten, die der Kundgebung beiwohnten, wurden mit Begeisterungs­stürmen begrüßt. Großen Beifall erhielten auch die Redner des Abends, der soeben aus Deutschland zurückgekehrte Führer der portugiesi­schen Jugendorganisation, Pinto Coelho, und Hauptmann Votelho Moniz, die der kommu­nistischen Zerstörungsarbeit in aller Welt das Au fbauwerk inden national regier­ten Ländern Italien, Deutschland und Portugal gegenüberstellten.

Aus der Kundgebung ging hervor, dah Portugal die Gefahr des Weltbolschewismus klar erkannt hat und bereit ist, dieser Weltgefahr ent­schlossen den Kamps anzusagen. Am Schlich der Kundgebung wurde eine Entschließung ange­nommen, worin das nationale Portugal die Bildung einer besonderen Legion zum Kamps gegen den Kommunismus fordert und die Ge­nehmigung der portugiesischen Regierung hierzu erbittet.

Vor sichrer zur krössnung der Leipziger Herbstmesse

Verlin, 28. August.

Der Führer und Reichskanzler hat zur Er­öffnung der Leipziger Herbstmesse an das Meh- amt in Leipzig folgendes Telegramm gerichtet: Zur Leipziger Herbstmesse spreche ich meine besten Wünsche für einen guten Erfolg aus. Möge sie zu weiterer Wirtschastsbelebung ihr Teil beitragen und im Olympia-Jahr den aus­ländischen Gästen einen umfassenden Eindruck deutscher industrieller Spitzenleistung vermitteln.

Adolf Hitler."

Schnschnigg Lciicr des OestcrreichiscOen Jungvolks. Der Wortlaut des Gesetzes über die schaumig eines Oesterroichischen Jungvolks" wurde am Sonnabend veröffentlicht. Nach diesem Gesetz liegt die oberste Leitung des Oestcrreichischen. Jungvolks in den. Händen des Bundeskanzlers Dr. Schuschnigg.

vis I'Ialcvttv mnn irvlvvsp-n'teib 1936. visss l'Isststts -k-lrä in äisssm sislirs nickt nur in klninksvA voi'Icsukt uml von äsn üsielispsrtsitsAössuclrsrn xstiuZsv, sonäsrn von jsäsm äsutsoksn Volksgsnosssn, äsr sis Ksi äsn sinsoütriZiAsn kortsistsllsn srlmltsn kann. (rVsItktlä.)

(ttwpäisc/ie AkxMAilMH?

» Bremen, 30. August.

Es ist seltsam. Gerade diejenigen Staaten, deren Regierende mit ihrem Liebäugeln nach Moskau am meisten dazu tun, Europa in zwei große grundverschiedene Lager zu zerreißen, klagen heute am lautesten über die Gefahren einer europäischen Blockbil­dung.

Darunter verstehen sie die Möglichkeit zweier alle europäischen Staaten umfassen­den Bündnissysteme, in deren einem die mehr oder weniger heute noch von Juden und Freimaurern beeinflußten oder regier­ten Staaten zusammenhalten, in deren an­derem die aus tiefstem Verantwortungs­bewußtsein für ihr Volk und sein Schicksal autoritär geleiteten Staaten sich zusammen­finden könnten. Man mutz das Wort könnten besonders hervorheben, weil bei der letztgenannten Gruppe ein solches Zu­sammenfinden noch in Ferne liegt, und wohl erst dadurch Wirklichkeit zu werden ver­möchte, wenn die erstere, die heute aggressive, die internationale, Moskau zuneigende Gruppe die andere zum abwehrenden Zu­sammenschlüsse zwänge.

Eines nämlich kann nicht bezweifelt wer­den. Die nicht nach Moskau hinneigenden Staaten denken so lange nicht daran, sich zu einem Block innerhalb Europas gegen an­dere Staaten zusammenzuschließen, als nicht die Umtriebe international beeinflußter Staaten dazu führen müssen, eine Sicherung zu finden gegen eine Bündnisbildung, die unter dem Deckmantel der Völkerbegluckung (mit Bolschewismus) versucht, alle bewußt national regierten Staaten durch Einkrei­sung zu bedrohen. Wir haben in Betrachtung der Hintergründe des Trotzkisten-Prozesses vor kurzem an dieser Stelle gezeigt, wie das marxistisch, ausgerichtete Weltjudentum zwar über die Wege uneinig ist, die zur Bolsche- wisierung der Welt führen sollen, wie es aber durchaus von einem gemeinsamen Ziele geleitet wird, dem Ziele, die Welt zu bolsche- wisieren, um sie dem Judentum hörig zu machen.

Die Iudenherrschaft über die Welt m offener oder versteckter Form bleibt nach wie vor das unabdingbare Ziel des Weltjudentums und nachdem dieses Ziel nicht voll erreicht werden konnte auf

liberalisttschem Wege wo dem Grundsätze gemäß:Teile und herrsche"-unter demokratischer Losung jedes einzeln^ Volk in sich veruneinigt und der eine Volksteil gegen den anderen aufgehetzt wurde, -so soll diese Iudenherrschaft mun aus. anderem, heute mehr versprechendem Wege, auf dem des Absolutismus sowjetrussischer Art erreicht werden. Kein Wunder, wenn das in demo­kratischen Staaten heute ausschlaggebende Judentum ohne weiteres sich in den Dienst des Sowjet-Absolutismus stellt und der Welt wie dem eigenen Gästvolk Sand in die Augen streuend, sogar von Sowjetrußland als einem demokratisch regierten Staats­wesen spricht.

Bolschewistisch regieren oder demokratisch regieren, das ist dem Weltjudentum voll­kommen gleich. Wenn die Welt überhaupt nur unter jüdischer Herrschaft steht. Und so ist es denn auch erklärlich, warum eine judenhörige Presse in Staaten, die sonst aus ihre sogenannten demokratischen Einrich­tungen stolz zu sein pflegen, so gar nicht Anstoß nimmt an der brutalen Freiheits- knebelung, die das russische Volk durch den Bolschewismus erfährt, während sie doch gegen autoritär regierte Nationalstaaten ganze Schmutzkübel von falschen Behaup­tungen über Freiheitseinschränkungen und von Kränkungen und Beleidigungen anderer Art auszieht. Und das obwohl doch heute kein Verständiger mehr verkennen kann, daß Wege und Ziele von autoritär' regierten Staaten bestimmt werden von dem ein­wandfrei geklärten nationalen Willen des Volkes, der sich auf eine große vom Volke selbst erwählte und wie in Deutschland viel­fach wiederholt neu bestätigte Führer- persönlichkeit ausgerichtet hat, während doch Wege und Ziele des bolschewistischen Ruß­lands bestimmt werden von einer gegen den Mehrheitswillen des Volkes an die Macht gekommenen und nur mit blutiger Willkür sich an der Macht haltenden Gruppe durch­weg volksfremder Elemente.

Die Völker, die im Nebeldunst jüdischer Spiegelfechterei noch nicht erkannt haben, wie sie durch jüdische Regierungskünste fortgesetzt mißbraucht werden und dem Judentum hörig sind, haben sich leider noch zuwenig Gedanken darüber ge-