nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Vremen
flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen
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Nr. 259 / 6. Jahrgang
Das amtliche verkimdungsblatt des Neichsstatthalters in Oldenburg und Dremen
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Mittwoch, 19. flugust 1956
kinzelpreis 15 Npf.
Veutschland für restlose Neutralität
Unssr logvsspiegvl
Deutschland hat sich unter gewissen Voraussetzungen znm Abschluß eines Nentralitäts- paktes im spanischen Konflikt bereit erklärt.
Die Mordtaten der spanischen Marxisten nehmen immer grausamere Formen an.
Deutsche Flugzeuge retteten bisher 700 Spanien-Flüchtlinge.
Frankreichs Innenminister durchkreuzt mit der Ausweisung des spanischen Militärattaches die amtliche Pariser Neutralitätspolitik.
Der Außenhandel schließt im Juli wieder mit einem Ausfuhrüberschuß ab.
Heute beginnt in Bremen der Schluhkongreß der Internationalen Vereinigung des Lebens- mitteleinzelhandels.
Kreisleiter Blanke führte den neuen Kreisamtsleiter der NSDAP., Amt für Beamte» Pg. Heuer, ein.
Aus der Feier des SA.-Sturmbannes 1/75 sprach Sturmbannführer Stark.
Der Reg. Bürgermeister empfing die japa- Nischen Schwimmer.
In der Bremer Kampfbahn stellten die finnischen Knnstturner ihr herporragendes KSn- »en unter Beweis.
Bor dem Neichsoüerfeeamt legte der Kapitän des verlorengegangene« Danwfer, „Oldenburg" erfolgreiche Berufung ein.
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Seltt Urlaub
für die Teilnehmer am Reichsparteitqg!
Berlin, 18. August.
Die Reichswirtschastskammer hat a« die Betriebsführer die Aufforderung gerichtet, den gesamten Mitgliedern, die laut Bescheinigung der zuständigen Partei-Dienststellen für die Teilnahme an dem diesjährigen Reichsparteitag in Nürnberg ansersehe» find, den hierfür erforderlichen Urlaub ohn« Anrechnung auf den den Gefolgschastsmit- gliedern sonst zustehenden vertragliche» oder tarifliche« Urlaub zu gewähre«.
fluslandsdeutsche bei Nudolf ließ
Berlin, 18. August
Der Stellvertreter des Führers, Nudolf Hetz, empfing 400 auslandsdeutsche Arbeiter, die als Gäste der Deutschen Arbeitsfront am Weltkongreß für Freizeit und Erholung in Hamburg teilnahmen und nun nach einer zweiwöchigen Reise durch Deutschland gleichzeitig" mit dem Schluß der Olympischen Spiele ihre Reise in Berlin beenden. Rudolf Hetz, in dessen Begleitung sich Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Gauleiter Bohle und Pg. Rentmeister, der Organisator des Weltkongresses, befanden, überbrachte den Gruß des Führers und sprach zu den Ausländsdeutschen von der schönen deutschen Heimat und vom Erlebnis des neuen Reiches, wie «s den deutschen Arbeitern aus aller Welt hier vermittelt worden ist. Nach der Ehrung des Führers begrüßte Rudolf Hetz jeden einzelnen Arbeiter durch Handschlag.
kmpfang bei Seneraladmiral Naeder
Kiel, 18. August.
Montag abend hatte der Oberbefehlshaber ter Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Rnetz er, aus Anlaß der zweiten Internationalen Marine-Pokal-Segelwettfahrt auf Aviso „Grille" eingeladen. Außer den aktiven Seglern der sechs beteiligten Nationen waren anwesend dir Admirale Albrecht, Förster und Konteradmiral Eötting, der Admiral und der Kommandant des italienischen Kreuzers „Eorizia", die Kommandanten des britischen Kreuzers „Neptuns" und der schwedischen Schulschiffe „Najcdan" und ,.?a- ramas", die englischen, die italienischen und schwedischen Marineattaches und der polnische Militärattache.
Generaladmiral Dr. h. c. Raeder unterstrich in seiner Begrüßungsansprache die Bedeutung der Marine-Pokal-Segelwetfahrten als völkerverbindendes Element und wünschte den Seglern sportlichen Erfolg. Ihm antwortete der italienische Admiral, der der Hoffnung Ausdruck gab. deutsche Kriegsschiffe in Italien begrüßen zu können.
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Es erscheint täglich ab 18 Uhr im Stra- tzenhandel und ist auch zu haben bei den Zeitungshändlern, in allen Kiosken und in unseren sämtlichen Anzeigen-Annahme- stellen.
M pakwerhanvlungen im Spanien-konflikt
flnlworl an Frankreich
Berlin, 18. August.
Wie wir von zuständiger Stelle erfahren, hat die französische Regierung am Montag der deutschen Regierung von einer französisch-englischen Vereinbarung über die Haltung gegenüber den Vorgängen in Spanien Kenntnis gegeben. Danach werden die beiden Regierungen die Ausfuhr von Waffen, Munition und Kriegsgerät sowie von Luftfahrzeugen und Kriegsschiffen nach Spanien, den spanischen Besitzungen und der spani
schen Zone in Marokko verbieten, sobald auch die italienische, die sowjetrussische, die portugiesische und die deutsche Regierung dieser Vereinbarung zugestimmt haben werden. Die deutsche Regierung hat der französischen Regierung geantworte, datz sie auch ihrerseits bereit ist, ein gleiches Verbot zu erlassen unter der Voraussetzung, datz
1. das von der spanischen Regierung noch in Madrid festgehaltene deutsche Transportflugzeug freigegeben wird und
2. alle Staaten, welche Industrien zur Herstellung von Kriegsmaterial und Flug
zeugen in nennenswertem Umfange besitzen, sich in gleicher Weise binden und datz insbesondere die Lieferung durch private Firmen oder Personen durch das Embargo mit ersatzt wird.
Außerdem hat die deutsche Regierung zum Ausdruck gebracht, datz es dringend erwünscht wäre, wenn die beteiligten Regierungen ihre Matznahmen aus die Verhinderung der Ausreise von freiwilligen Teilnehmern an den Kämpfen in den in Rede stehenden Gebieten ausdehnen würden.
diese Frage bisher eine Antwort nicht gegeben. Man glaubt auch nicht, daß es dazu in verneinendem Sinne in der Lage ist, denn die bisherige» Enthüllungen des „Echo de Paris", das sich guter Beziehungen zu Generalstabskreisen rühmen kann, haben sich in der Regel bestätigt. Die Minister Salengro und Cot scheinen sich daher nach wie vor mehr als Sachwalter der marxistischen Volksfront zu fühlen denn als Minister der französischen Republik.
Kommunistischer flnfchlag vereitelt
(DigSllSi- Orabtdsriobt)
Brüssel, 18. August
„Het Dagblad von Noord-Vrabant" hat von zuverlässiger Seite erfahren, daß von den belgischen Militärbehörden ein kommunistischer Anschlag auf den Truppenübungsplatz Beverloo vereitelt worden sei. Die Durchführung dieses Planes sei durch die Verhaftung von sechs kommunistischen Rädelsführern und durch Einrichtung eines verstärkten Wachdienstes unmöglich gemacht worden. Das Blatt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, daß sämtliche Maßnahmen gegen die Kommunisten ausschließlich durch die Militärbehörden unter Umgehung der Regierungsinstanzen getroffen worden seien, da man in Kreisen der Armee ein gewisses Mißtrauen gegen die sozialistischen Kabinettsmitglieder und Ministerialbe- amten hege.
Neuer veitrag
;ur wirklichen Sefrieduno kuropas
k. Berlin, 18. August
Die internationale Erörterung der Frage siittx eventuellen Lokalisierung der spanischen Bürger» kriegswirren ist inzwischen in ein neues Stadiutst eingetreten. Wie schon berichtet, ist in den zwi» schen London und Paris direkt geführten Per» Handlungen eine Vereinbarung zustande gskom, men, die am Montag durch die französische Regie« rung in Berlin in Gestalt einer diplomatischen Note überreicht wurde. Von deutscher Seite ist daraufhin sofort nochmals die Bereitschaft he» kündet worden, den sofortigen Beitritt zu einer allgemeinen Neutralitätserklärung zu vollziehen; allerdings mußten daran, wie aus der deutschen Antwortnote hervorgeht, gewisse Voraussetzungen geknüpft «erden, die einmal im Interesse der Sache selbst liegen und sich zum anderen aus gewissen bedauerlichen Vorkommnissen ergaben, für deren Bereinigung die Madrider Regierung bisher noch nicht Sorgtz tragen konnte.
So ist beispielsweise ein« deutsche Verkehrs» Maschine, die zum Transport von Reichsdeutschen aus Madrid benutzt wurde, von den spanischen Behörden noch immer nicht freigegeben worden. Außerdem scheinen bisher kein« wirksamen Garantien dafür gegeben zu sein, daß die von der Reichsregierung mit schärfstem Nachdruck geforderte Sühne der gemeinen Meuchelmorde an Reichsdeutschen durch bolschewistisches Unter- menschentum von der Madrider Regierung schon jetzt in vollem Umfange gewährleistet ist. Die Reichsregierung hat aber nach der formellen Madrider Zustcherung, daß die Verantwortlichen für diese feigen Mordtaten zur Rechenschaft gezogen werden würden, diesen letzteren Punkt für vorläufig erledigt angesehen und zunächst lediglich die sofortige Freigabe des noch beschlagnahmten deutschen Verkehrsflugzeugs als die Voraussetzung für eine deutsche Beteiligung an irgendwelchen Vereinbarungen über die spanischen Vürgerkriegswirren bezeichnet. Es bedarf keiner besonderen Erläuterung, daß diese Einschränkung von deutscher Seite notwendigerweise getroffen werden mußte, da noch immer zu befürchten ist, daß willkürliche und völkerrechtswidrige Hebelgriffe auf spanischer Seite, die keiner sofortigen Korrektur unterliegen, nur der Anlaß zu weiteren Hebelgriffen sein würden.
Was die Frag« der allgemeinen Neutralitätserklärung selbst angeht, so hat die Antwort , der deutschen Rsichsregierung an die französische Regierung hier noch einmal klar einen Standpunkt umrissen, der sicher der Sachs selbst in hervorragendem Maße dient und vor allen Dingen gewisse Lehren, der letzten Wochen berücksichtigt. Es ist längst kein Geheimnis mehr, daß es gerade der französischen Regierung, die sich von Anfang an mit größtem Eifer um die Durchsetzung der' Neutralität-tthese bemüht hat, selbst am schwersten fällt, diese Neutralität im eigenen Lande zu sichern. Gerade in den letzten Tagen haben sich die Klagen ernst zu nehmender und maßgeblicher französischer Blätter über einen ständigen Bruch des französischen Neutralitätsversprechens durch die Organe der französischen Volksfront gemehrt. Es ist außerdem in zahlreichen Fällen festgestellt, daß die spanischen Marxisten sich nicht nur der ständigen Solidaritätsercklärungen des französischen Marxismus erfreuen, sondern daß die platonische brüderliche Liebe längst sehr materielle Gestalt in einem blühenden Waffen- schmuggel an der französisch-spanischen Grenze in immer umfangreicheren Flugzeuglieferungen und in der Entsendung französischer Freiwilligen. Formationen in das spanische Kampfgebiet angenommen hat.
Zu allem ist inzwischen die aufsehenerregende Rede^ des französischen Innenministers Salengro in Alle gekommen, die neben einer neuen Ergebenheitsadresse an den spanischen Marxismus unzweideutige Angriffe gegen die Staatsformen anderer europäischer Nationen enthielt, die selbst in einem offiziösen Blatt wie dem Pariser „Temps" schärfste Verurteilung und in der übrigen französischen Presse einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen haben. (Siehe auch unsere „Randbemerkung" im Innern des Blattes. D. Schrfftl.)
Es ist also unschwer zu sagen, daß das Thema der Lokalisierung der Ereignisse in Spanien überaus heikel ist und daß es sich besonders für die französische Volksfrontregierung längst als ein überaus heißes Eisen herausgestellt hat. Die
Neue kntgleisung Solengros
See franMfche Innenminister weist den früheren spanischen Mililüraltachs aus
(Oraktberiviil unseres ?nrisvr Nitarbsiters)
Paris, 18. August
Der französische Außenminister Delbos, der schon oo» jeher für eine kompromißlose Neutralität Frankreichs im spanischen Bürgerkrieg eingetreten ist, hat seinen gesamten diplomatischen Apparat in Bewegung gesetzt, um das Problem der Neutralität auch zwischenstaatlich zu regeln. Die Antwort der deutschen Regierung aus den französischenglischen Neutralitätsvorschlag wurde in Paris mit Befriedigung aufgenommen. Da nur noch die italienische Antwort abgewartet werden muß, glaubt man im Quai d'Orsay demnächst auch die gewünschten schriftliche» Formulierungen abschließen zu können.
Während sich also der französische Außenminister auf diese Weise um die Neutralität gegenüber dem innerspanischen Konslikt bemüht, scheinen der französische Innenminister und andere Behörden diese Arbeit nach Möglichkeit erschweren zu wollen. Der bisherige spanische Militärattache in Paris, Major Antonio Barraoso, der bekanntlich zurückgetreten ist und sich seitdem jeder amtlichen Tätigkeit enthielt, empfing von Innenminister Salengro den Befehl, mit seiner Frau und seinen vier Kindern Frankreich inner- halh von 48 Stunden zu verlassen. Der gleiche Ausweisungsbefehl wurde dem zurückgetretenen spanischen Konsul in Bayonne zugestellt. Außerdem wurde dem Präfekten von Bordeaux. Toulouse und Marseille befohlen, die sich in ihrem Dienstbereich aufhaltenden spanischen Nationalisten auszuweisen, da sie sich „in
die innerpolitischen Verhältnisse Frankreichs einmischen und die normalen Beziehungen zwischen Paris und Madrid stören" würden.
Diese Unordnungen, die man in Pariser nicht- marxistisch eingestellten Kreisen als eine grobe Verletzung der Neutralität betrachtet, erhält eine bezeichnende Ergänzung durch die Tatsache, datz sämtliche aus Spanien geflüchteten Marxisten großzügig Aufenthaltsbewilligungen erhalten haben. Auch zahlreiche Kundgebungen der fran- ösischen Marxisten, an denen stets „Vertreter des
panischen Proletariats" beteiligt sind, haben das französische Innenministerium nicht zum Einschreiten veranlaßt.
Man hat es in Paris sogar mit Erstaunen vermerkt, daß Ministerpräsident Blum ausgerechnet in dem Augenblick, in dem der Generalsekretär der französischen Gewerkschaften, Jou- haux, aus Madrid zurückkehrte, feinen Urlaub überraschend unterbrach und ebenfalls in Paris eintraf. Wir erinnern uns, daß Jouhaux in Madrid in aller Öffentlichkeit die Unterstützung Frankreichs zusicherte und den spanischen Marxisten versprach, Ministerpräsident Blum Bericht zu erstatten.
Das „Echo de Paris" legt darüber hinaus der Öffentlichkeit eine weitere Sensation vor mit der Frage, ob es richtig sei, daß aus dem Flugplatz von Tours K Potez-Vomber, die zur Luftstation 1V9 gehören, zum Abflug nach Spanien bereitstünden. Das Lustfahrtministerium hat aus
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