parteiamtliche Tageszeitung
Nachrichlenblatt der Deutschen prbeitsfront Dremen
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der Nationalsozialisten Bremens
flmtsblatt des Senats der Freien kjansestadt Bremen
«S..G-«P°-I°g W«s°r-Ems G. m. b. H.. Bremen. Ge.r«. „8 / F.VniP.echlr- L, 21 und YU °t.
Das amtliche verkimdungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen
Anzeigen-Gruudpreise: Die SS-wm-Aeile im Anzeigenteil tL Pf., die 70-mm.Zeile im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien.Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis, liste 6 (Nachlaßstaffel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher kein« Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schriftleitnng Dienstag und Freitag 12)4-13)4 Uhr.
Nr. 229 / 6. Jahrgang
Menstag, 18. August 1956
Einzelpreis 15 Npf.
vekenntnis deutsch-englischer freundschast
feierliche kiiäMbe einer Kriegsschiffgioche
Unser lagesspisgvl
Ei« Flugzeug der spanischen Marxisten bombardierte ein französisches Dors.
Die Schisfsglock« des versenkten Schlachtkreuzers „Hindenburg« wurde der deutschen Kriegsmarine zurückgegeben.
Anläßlich des Gedenktages für Friedrich den Große» fand in Potsdam eine Parade vor dem Reichskriegsminister statt.
Gestern wurden vier neue Teilstrecken der Reichsantobahn dem Verkehr übergeben.
Das Weltecho der Olympischen Spiele bestätigt Deutschlands großen sportlichen Erfolg. Hervorragenden Sport brachte die Veranstaltung der japanischen Schwimmer in Bremen. 2« der Böttcherstraße wurde aus Anlaß der Olympischen Woche in Bremen eine Kunstschau eröffnet.
Ein „VZ."-Eespräch mit Dr. Pott unterrichtet über den Dienst der Bremer Polizei während dieser Woche.
Gestern begann die Aushebung der neuen Rekruten.
Der deutsche Außenhandel schließt im erste» Halbjahr mit einem Ausfuhrüberschuß ab.
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Verleihung der olgmpiakkrenzerchen
Berlin, 17. August.
Im Auftrage des Führers und Reichskanzlers hat der Minister des Innern Dr. Frick gelegentlich der Schlußfeier der Elften Olympischen Spiele dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees, Graf Vaillet-Latour, und den in Berlin anwesenden übrigen Mitgliedern des JOK., den Präsidenten und Generalsekretären der nationalen Olympischen Komitees, den Chefs der Missionen und den Attachss der an den Spielen beteiligten Nationen, ferner > dem Präsidenten und Generalsekretären der Internationalen Sportverbände in Anerkennung ihrer Verdienste um'den glücklichen Verlauf der Elften Olympiade das Deutsche Olympia-Ehrenzeichen überreicht.
Anschließend überreichte der Minister dem Präsidenten der Organisationskomitees der Elften Olympiade, der vierten Olympischen Winterspiele und des Deutschen Olympischen Ausschusses, Staatssekretär a. D. Dr. Lewald, Dr. Ritter von Halt und Reichssportführer von Tschammer und Osten sowie den Mitgliedern dieser Ausschüsse das Olympia-Ehrenzeichen und sprach ihnen die besondere Anerkennung des Führers und Reichskanzlers und seinen eigenen Dank für die mustergültige Vorbereitung der olympischen Spiele aus.
gras vattlet-talour an Vr. srick
Berlin, 17. August
Der Präsident des Internationalen Olympische« Komitees, Graf Baillet-Latour, richtete an den Reichsminister des Innern Dr. Frick folgende, Telegramm: „Beim Verlassen Deutschlands bitte ich Sie, in meinem Namen der Bevölkerung des Reiches für den Empfang zu danken, den sie den Wettkämpfern, den Offizielle« und den Besuchern bereitet hat und der bei uns allen einen tiefen Eindruck hinterläßt. Vaillet-Latour.«
Staalsrat von Ischammer und Vsten
Berlin. 17. August.
Ministerpräsident Generaloberst Göring hat den Reichssportführer von Tschammer und Osten m Anerkennung seiner hervoragenden Verdienste UM den deutschen Sport und unter besümierer Würdigung der deutschen Erfolge bei den Olympischen Spielen zum preußischen Staatsrat ernannt.
*
Als Ausdruck seines Dankes für die hervorragenden Leistungen der deutschen Olympiamannschaft überreichte der Führer am Montag dem Reichssportführer von Tschammer und Osten sein Bild mit einer dies besonders anerkennenden Widmung.
Sank an die Polizei
Berlin, 17. August.
Der Reichsführer SS. und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler hat nach dem erfolgreichen Abschluß der Xl. Olympischen Spiele rn Berlin den in Berlin und in Kiel eingesetzten Polizeikräften aller Teile der Polizei für die geleistete Tätigkeit seine besondere Anerkennung ausgesprochen.
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Es erscheint täglich ab 18 Uhr im Stra- tzenhandel und ist auch zu haben bei den Zcitungshändlern, in allen Kiosken und in unseren sämtlichen Anzeigen-Annahme. stellen.
Seile der innerlich keil
Kiel, 17. August.
Zu einem eindrucksvollen Bekenntnis deutschenglischer Freundschaft gestaltete sich die am Montagnachmittag in Kiel in der Anla des Kommandogebäudes der Marinestatton der Ostsee erfolgte Rückgabe der Schiffsglocke des von Vizeadmiral Reuter bei Scapa Flow versenkten deutsche» Schlachtkreuzers „Hinde n b u rg« durch die Engländer. Der Kommandant des englischen Kreuzers „Neptune", Captain Bedford, übergab die Schiffsglocke dem Oberbefehlshaber der deutschen Kriegsmarine, Generaladmiral Dr. h. c. Raeder. Er hielt dabei folgende Ansprache:
„Es ist eine große Ehre für uns, von der Admiralität. beauftragt zu sein, Ihnen die Glocke des früheren Schlachtkreuzers zu übergeben, der den Namen ihres verewigten, hochverehrten Reichspräsidenten und berühmten Feldmarschalls trägt und der eine der kampfkräftigsten Einheiten der deutschen Marine im Kriege 1914/18 darstellte. Eine Reihe von Jahren hat diese Glocke an Bord S. M. S. „Revenge" gehangen. Die Rückgabe der Glocke an Sie am heutigen Tage soll ein Zeichen der Freundschaft sein, die die Marinen unserer beiden Nationen verbindet.
Berlin, 17. August
Der Reichs- und Preußische Minister des Innern gibt folgendes bekannt: Die 11. Olympischen
Spiele 1936 in Berlin und Kiel hat, fast stets von ausgezeichnetem Wetter begünstigt, in Anwesenheit des Führers und Reichskanzlers im Olympia-Stadion Sonntag ihren glanzvollen Abschluß gefunden. Alle Teilnehmer — aktive Kämpfer wie Zuschauer — stehen unter dem Eindruck eines überwältigenden Erlebnisses. Die gesamte Presse des In- und Aus- landes rühmt die mustergültige deutsche Vorbereitung der Spiele, die sowohl in der sporttech- nischen Organisation wie auch in den großzügigen baulichen, verkehrsmäßigen, polizeilichen und allen sonstigen Maßnahmen alles aufgeboten hat, um einen würdigen Verlauf der Spiele sicherzustellen.
London. 17. August.
Die englischen Blätter berichten voller Anerkennung über den glänzenden Abschluß der Olympischen Spiele und über die eindrucksvolle Feier am Sonntagabend. Die Tatsache, daß Deutschland die größte Zahl von Goldmedaillen gewonnen hat und damit an der Spitze der Nationen marschiert, wird überall hervorgehoben.
Die „Times« schreibt in einem Leitaufsatz u. a.: Die XI. Olympischen Spiele waren ein großer Erfolg sowohl für diejenigen, die sie organisierten, als auch für ihre Gäste. In diesem Jahr war ein großer Fortschritt gegenüber Los Angeles zu verzeichnen, denn viele der dort aufgestellten Rekorde sind in Berlin gebrochen worden. Die lange Liste der deutschen Erfolge rechtfertigt den Anspruch Deutschlands, als eine der ersten Sportnationen der Welt bezeichnet zu werden. Die deutschen Erfolge sind teilweise auf ein langes, aus wissenschaftlicher Grundlage beruhendes, angestrengtes Training zurückzuführen. Dies wäre jedoch nicht möglich gewesen, wenn nicht die ganze Nation ein Interesse am Sport und eine Leidenschaft zur körperlichen Ertüchtigung erfaßt hätte, die im Borkriegsdeutschland unbekannt waren.«
„Sie Schlußfeier ergreifend"
Kopenhagen, 17. August.
Die Kopenhagener Blätter berichten ausführlich über die Kchlußfeier der Xl. Olympischen Spiele, die allgemein als ergreifend bezeichnet wird. Besonders hervorgehoben wird der Augenblick, als die 129 009 Menschen im Stadion während des Gesanges der letzten Strophe des Liedes „Spiele sind aus« einander zum Abschied die Hände reichten.
In dem Bericht der „Politiken« wird festgestellt, daß bei früheren Olympischen Spielen der Besuch zum Schluß immer geringer geworden sei, in Berlin dagegen das Interesse immer mehr gewachsen sei. Im „National Tidende" wird betont, daß Berlin in ebenso festlicher Weise von den Olympischen Spielen Abschied genommen habe, wie es sie am l. August begrüßt habe. Als eine der besonders bemerkenswerten Tatsachen dieser Olympischen Spiele wird hervorgehoben, daß der Führer säst täglich oft viele Stunden laug den Sportkämpfen
Während unseres Aufenthaltes hier in Kiel haben wir viele Beweise erfahren für die Kameradschaft, die zwischen deutschen und britischen Offizieren und Mannschaften herrscht. Ich vertraue darauf, daß diese Glocke ein Zeitalter noch engerer Freundschaft nicht nur zwischen unseren Marinen, sondern auch zwischen unseren Nationen einläuten wird. Nun habe ich die Ehre, Ihnen, Her Admiral, die Glocke zu übergeben.«
Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Raeder, dankte Captain Bedford und bat den Kommandanten des „Neptune", dem Lord der Admiralität den Dank der Kriegsmarine zu übermitteln. Er wies darauf hin, daß uns diese Glocke stets eine wertvolle Erinnerung an das Kämpfen und Sterben der deutschen Flotte und ihrer Besatzungen im Weltkrieg sein wird. Ihr Läuten wird uns aber auch eine ernste und eindringliche Mahnung sein, weiterzuarbeiten und zu streben im Sinne des vorbildlichen großen Soldaten, der im Weltkrieg so Unermeßliches geleistet hat. Die Glocke soll, so sagte Generaladmiral Raeder, ihren Platz auf dem Panzerschiff „Deutschland« haben, das die Ueberlieferung des Schlachtkreuzers „Hindenburg" trägt, bis ein neues Schiff „Hindenburg" erstanden fein wird.
Generaladmiral Raeder führte dann wörtlich aus: „Diese Glocke wollen wir als ein Unter-
Der Führer und Reichskanzler, der seinem besonderen Interesse an den Olympischen Spielen durch seine beinahe tägliche Anwesenheit sichtlichen Ausdruck verlieh, hat mich als den für den deutschen Sport zuständigen Minister beauftragt, allen an der Organisation der Spiele beteiligten Stellen, Verbänden und Persönlichkeiten in Staat und Bewegung seinen Dank und seine besondere Anerkennung für die geleistete vorbildliche Arbeit auszusprechen.
Indem ich diesem Auftrag nachkomme, danke ich gleichfalls in eigenem Name» dem Organisationskomitee der 11. Olympischen Spiele, seinem Vorstand und seinen Ausschüssen, ferner allen Dienst-
beigewohnt habe. „Berlingsche Tidende« stellt fest, daß man niemals eine ähnliche Veranstaltung erleben könnte, denn es sei unmöglich, etwas zu übertreffen, was alle Grenzen zu sprengen scheine. Den Veranstaltern künftiger Olympischer Spiele werde es unmöglich sein, auch nur annähernd etwas zu schaffen, was mit den Olympischen Spielen in Berlin in Wettbewerb treten könne.
Vor Sieg des neuen Neiches
Rom, 17. August.
Die ersten Berichte der römischen Presse über den Schlußtag der Olympischen Spiele stellen mit den lebhaftesten Worten der Anerkennung fest, daß die Schlutzfeierlichkeiten die überwältigende Eröffnung der Olympischen Spiele noch über- trossen haben. Neben der fabelhaften Organisation wird von allen römischen Mittagsblättern den ganz außerordentlichen Leistungen der deutschen Teilnehmer uneingeschränktes Lob gezollt.
Mit Stolz verzeichnet die Presse aber auch die Erfolge der italienischen Teilnehmer, denen es gelungen sei, neben Deutschland und den Vereinigten Staaten die meisten Siege an ihre Fah-
Stettin, 17. August.
Ministerpräsident Reichsforstmeister Hermann Göring stattete Montag anläßlich der Tagung des deutschen Forstvereins der Stadt Stettin einen kurzen Besuch ab. Der pommersche Gauleiter, Oberpräsident Schwede-Coburg, hieß den Ministerpräsidenten herzlich willkommen. Die Tagung erhielt ihre besondere Bedeutung durch die Anwesenheit zahlreicher ausländischer Gäste.
Nach kurzer Begrüßungsansprache durch Generalforstmeister Keudell eröffnete Reichsforstmeister Göring die mit der Tagung des deutschen Forstvereins verbundene Schau „Deutscher Wald — deutsches Holz« mit grundsätzlichen Ausführungen über die Aufgaben der deutschen Forstwirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland. Der Leistung fürdasdeutscheVolkist diese Tagung gewidmet.
pfand betrachten für die Verwirklichung des Zieles unseres Führers, dessen Wille es ist, daß das deutsche Volk in Frieden und Eintracht mit dem stammverwandten englischen Volk leben möge, da ja keinerlei Interessengegensätze zwischen ihnen bestehen. Dieser Wunsch wird von niemandem so ehrlich und so stark empfunden wie von der deutschen Kriegsmarine, die sich von jeher der englischen Marine kameradschaftlich und menschlich eng verbunden fühlt. In diesem Sinne nehme ich die Glocke des Schlachtkreuzers „Hindenburg« von Ihnen, Herr Kapitän, mit Dank an und überweise sie dem Flottenchef Admiral Förster zur Anbringung auf dem Panzerschiff „Deutschland".
Schwedische Ehrung im fehmarn-velt
Kiel, 17. August.
Wie wir erfahren, versenkten die Besatzungen der Leiden schwedischen Segelschulschiffe „N aj irden" und „Jaramas" auf ihrer Fahrt nach Kiel an der Stelle, wo das deutsche Segelschulschiff „Niobe" im Fehmarn-Velt untergegangen ist, einen Kranz zu Ehren der dabei ums Leben gekommenen Kameraden der deutschen Kriegsmarine.
stellen des Reiches und Preußens, insbesondere den beteiligten Ministerien, der Wehrmacht, der Polizei, der SS., der SA. und dem NSKK., der Reichsbahn, der Reichspost, dem Reichsarbeitsdienst, dem Sanitätsdienst und besonders auch der Reichshauptstadt Berlin und der Stadt Kiel für ihren aufopfernden Einsatz.
Mein besonderer Dank gilt dem Reichssportführer, dem Deutschen Olympischen Ausschuß und vor allem unseren prachtvollen Kämpfern, die für Deutschland so viele ehrenvolle Siege errungen haben. Das Deutschland Adolf Hitlers hat die Olympischen Spiele in einer Weise durchgeführt, die gleichermaßen der Würde des olympischen Gedankens und der Ehre der deutschen Nation entspricht.
nen zu heften. Dabei wird mit besonderer Begeisterung der im Futzball am Schlußtag errungene Sieg verzeichnet, der in den Augen ganz Italiens der populärste Sieg gewesen sei und eigentlich unerwartet gekommen sei.
höchstes tob aus USfl.
Newyork, 17. August.
Alle amerikanischen Zeitungen erkennen an, daß Deutschland als einwandfreier Sieger aus den Olympischen Spielen hervorgehe. Einige Blätter sprechen dabei vom „intensiven Nationalismus der Deutschen und ihrer tiefverwurzelten Bewunderung Adolf Hitlers, die allen deutschen Kämpfern einen inspirierenden Aufschwung gegeben habe, gegen den kein anderes Land habe aufkommen können".
Besonders behandelt werden in den abschließenden Kommentaren über die Olympischen Spiele die glänzenden Siege der deutschen Ruderer und der deutschen Reiter, wobei besonders „das heldenhafte Verhalten« des Freiherr» von Wangenheim unterstrichen wird. Höchste Anerkennung und höchstes Lob, ja Begeisterung für die Durchführung der Olympischen Spiele in Berlin sind allen Artikeln über die Olympischen Spiele gemeinsam.
Der Reichsforstmeister ging dann im einzelnen auf die gesetzgeberischen Maßnahmen ein, die im Reichsforstamt eine eigene schlagkräftige Organisation schufen, der in den größeren Ländern selbständige Forstverwaltungsn unterstellt sind. Aber alle bisher getroffenen Maßnahmen, alle bisher reichten Erfolge sind nur Anfänge, große Aufgaben liegen noch vor uns: Erhaltung und Meh- rung des deutschen Wildes, Verbesserung seines Zustandes und seiner Bewirtschaft tung, wie auch seiner Leistung, beste Ausnutzung feiner Erzeugnisse und Ordnung des Marktes erfordern in den nächsten Jahren noch umfassendere Maßnahmen der Gesetzgebung und der Organisation. Wir erwarten die Schonung des Reichs- f o r st g e se tz e s, das die unter den heutigen Verhältnissen ungeheuer wichtige Versorgung Deutschland mit Holz sicherstellen soll.
Der führet unv der Neichsinnenminister danken
Eine Erklärung anläßlich Ses Abschlusses der olginpischen Spiele
„Deutschland eine der ersten Sportnationen'
Sie Weltpresse würdigt Veutschlands Erfolge bei den vlgmpischen Spielen „Im Vorkriegsreich unbekannt"
„ 7 - deutsches höh'
Ministerpräsident Söring sprach aus der ragung des deutschen forstvereins
Strafrecht und Kriminalität der Jugendlichen
?r. Berlin, 17. August.
Ueber die Reformbedürftigkeit des Jugendgerichtes besteht kaum ein Zweifel. Unterschiällich sind lediglich die Auffassungen über den Weg der Neuordnung. Die Besonderheit des Jugend straf- rechtes liegt in der Abwägung und klaren Scheidung von Strafeund Erziehung. Während das kaiserliche Deutschland jugendliche und erwachsene Rechtsbrecher vor die gleichen Gerichte stellte und gemeinsam in die Gefängnisse steckte, schuf der Weimarer Staat im JEG. ein Jugend- ftrafrecht, das, wie Pros. Friedrich Schaffstein es bezeichnet, Schrittmacher sein sollte für eine Umgestaltung des Strafrechtes überhaupt im Sinne eines humanisierenden Fiirsorgerechts, in welchem „Maßnahmen pädagogisch-medizinischer Art" die echte Strafe ersetzten. Daß man in dieser Richtung zu keiner klaren Scheidung von Strafe und Erziehung weder theoretisch noch in der Gerichtspraxis gelangen kann, hat sich in der Tätigkeit der Jugendgerichte bis auf den heutigen Tag erwiesen. Die Folge war ein Zusammentreffen von Jugend und Strafgericht, das weder in der Rückführung jugendlicher Rechtsbrecher zur Volksgemeinschaft noch in der radikalen Ausmerzung asozialer Elemente eindeutige Wirkungen hatte.
Die Aenderung des gegenwärtigen Zustandes wird nun zweifellos nicht in der Weise erfolgen können, daß man zu alten Gepflogenheiten zurückkehrt. Eine Gleichstellung von Jugendlichen und Erwachsenen hinsichtlich ihrer strafrechtlichen Behandlung dürfte derjenige Weg sein, der einer volksgemeinschaftlichen Erziehung am wenigsten ansteht. Zweifel in die. Daseinsberechtigung eines eigenen Jugendstrafrechtes zu setzen, haben wir heute weniger denn je Anlaß. In allen Lebensbereichen ist der Erziehungsgedanke aufs stärkste zur Geltung gekommen. Für das Stvaf- recht gilt im besonderen der Grundsatz, daß wir auf keine Werte und Anlagen, auf keinen Jugendlichen verzichten können, der noch einen Dienst verrichten kann und von dem noch eine. Leistung für die Gemeinschaft zu erwarten ist. Jede schematiche Behandlung unter Vorgabe eines „spartanischen" Verhaltens ist auf diesem Gebiet durchaus fehl am Platze. Die gesamte Sozialarbeit der nationalsozialistischen Jugend wendet sich an diejenigen, die noch einen Wert darstellen für die Gemeinschaft, deren Gesundheit und deren Leistungsfähigkeit zck stei- gern ist. In gleicher Weise ist auf diesem wichtigen Rechtsgebiet zu verfahren. Voraussetzung ist allerdings die Beseitigung jeglicher Unklarheit über die Begriffe Strafe und Erziehung, eine klare Scheidung also, die im besonderen auch von der Fürsorgeerziehung den Makel des Strafvollzuges nimmt.
Im Sinns dieser planvollen Erziehung jugendlicher Rechtsbrecher, von der die unerbittliche Ausmerzung asozialer Elemente scharf zu trennen ist, wendet sich die nationalsozialistische Jugend auch gegen die schematiche Amnestierung jugendlicher. In zwei bemerkenswerten Aufsätzen hat Hanns Anderlahn („Das Junge Deutschland" Heft 3 und Heft 8 1936) in diesem Zusammenhang die Straffälligkeit der Jugend in den Jahren 1934 und 1936 einer kritischen Betrachtung unterzogen. Die von ihm erstmalig veröffentlichten Ergebnisse der Erhebung der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfe spiegeln deutlich den Einfluß der Beseitigung der Arbeitsamkeit sowie der Erziehungsbestrebungen in den nationalsozialistischen Jugendverbänden. Die infolge des inneren wirtschaftlichen und sozialen Verfalls bis 1933 angestiegene Kurve der Kriminalität begann seit der Machtübernahme unaufhaltsam zu sinken. Unter Berücksichtigung der Auswirkungen des Gesetzes über Straffreiheit vom 20. Dezember 1932 und die Amnestie vom 7. August 1934 und bei Beachtung der ansteigenden Geburtenziffer — 1934 erreichte der erste geburtenstarke Jahrgang das 18. Lebens- A* .17 wird der Rückgang der Jugendlichen- Straftalligkeit in den Jahren 1931 bis 1934 deutlich an folgenden Ziffern:
Gesamtzahl der kriminellen Jugendlichen
Berlin
1931
1932
1933
1934
1836
1633
1095
948
Hamburg
732
989
658
566
Köln
528
485
354
328
Leipzig
344
339
230
146
Essen
423
397
254
318
eine Steigerung gegenüber denen des Jahres 1934 ausweisen, dann besteht nach den vorerwähnten Angaben keineswegs Veranlassung, auf eine tatsächliche Ausbreitung der Straffälligkeit zu uhließen. 1935 trat der zweite geburtenstarke Jahrgang mit 1238 844 Jugendlichen in das straf- mundige Alter ein, während ein geburtenschwacher oahrgang ausschied: zudem wurde im Jahre 1934 auf Grund der erwähnten Amnestie eine erhebliche Anzahl Verfahren Jugendlicher ausgesetzt !° daß nunmehr ein Vergleich zwischen den beiden Jahren eindeutig auf einen relativen Rückgang der Kriminalität und zwar sowohl in der Zchl