Ausgabe 
(17.8.1936) Nr. 228
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der natwna

parteiamtliche Tageszeitung

liachrichlendlatt der Deutschen prdeitsfront Dremen

ozialisten Dremens

flmtsdlatt des Senats der Zreien kjansestadt Vremen

Nr. 22S / 6. Jahrgang

Das amtliche verkllndungsblatt des lieichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Montag, 1?. Nugust tSZö

Anz-igen-Grnndpr-ise: Die N-mm.Zeile tm Anzeigenteil 12 Ps., die lvEn.ZÄle im Textteil 75 H Ermäßigt« Grundpreise (für klein« Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bsdmgmigm Preis­liste 6 (Nachlaßstaffel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4-13)4 Uhr.

kimelpreis 1S Npf.

das olympische feuer erloschen

fiunkiertlausenüe zollten dem sützrer Sank für das fest der Völkerverbundensteit, aus dem Deutschland als Sieger

hervorging /Ich rufe die lugend der Welt nach lokio"

erhebender stusklang

Reichssportfeld, 16. August. Wie jeder Tag der Berliner Olympischen Spiele im Zeichen einzigartiger Leistungen, ehrlicher Völkerverbundenheit und wunder, barster Kameradschaft gestanden hatte, so nahm auch der Schlutztag einen Verlauf, der in seiner erhabenen Größe jedem aktiven

Unser lagssspiegsl

Mit einer erhebenden Feier fanden die XI. Olympischen Spiele ihren Abschluß.

Der Führer empfing die deutsche Olympia- Mannschaft.

Bei den letzten Wettbewerbe« der XI. Olym­pischen Spiele gewannen Deutschlands Reiter vier Goldmedaillen.

In der Bremer Kampfbahn unterlag der Niedersachsenmeister SB. Werder dem Dres­dener ST. 1:2.

Auf der Wasserkuppe wurde der 17. Rhön- Segelflugwettbewerb eröffnet.

Heute beginnt dieOlympische Woche in Bremen".

Auch der Gau Weser-Ems steht im Zeichen der organisatorischen Vorbereitungen für den Reichsparteitag.

Die spanischen Nationalisten find zum Groß­angriff gegen die Rot« Miliz übergegangen.

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Kämpfer, jedem Olympiagast unvergeßlich bleiben wird. Nach Stunden unaussprech­licher Begeisterung über sportliche Höchst­leistungen, nahm die Schlutzseier aus dem Reichssportfeld den denkbar würdigsten Ver­laus.

Glühend rot geht der Sonnenball hinter den Kiefern der Freilichtbühne unter. Im Sprung- garten haben die fünf Reiter ihren Stichkampf um die olympischen Medaillen beendet und Himderttausende sind noch voll Freude und Stolz über den deutschen Doppeisieg in dem schwierigen Springen um den großen Preis der Nationen und stehen unter dem Eindruck der herrlichen Biloer, die Reiter und Pferde in diesem gigantischen Kampf boten, der den sport­lichen Teil der XI. Olympischen Spiele abschloß. Ueber den Verlauf dieser Kämpfe berichten wir im Sportteil der vorliegenden Ausgabe.

Sie letzten Siegerehrungen

Scheinwerfer flammen auf und umspielen mit ihren Lichterbündeln noch einmal das olympische Tuch das im schwachen Abendwinde flattert. Zum letzten Male stehen die Sieger der letzten Wettbewerbe auf dem Podium vor der Ehren­tribüne und schauen leuchtenden Auges zu den Fabnen ihrer Länder an den alles überragenden Siegesmasten auf, während sich die 100 090 von den Plätzen erheben, um die Sieger und Sieger­innen und die Nationen, denen sie angehören, zu ehren.

In mächtigen Akkorden brausen die Lieder der deutschen Nation bei der Ehrung der deut,chen Reiter empor, die in allen Wettbewerben die Goldmedaille erringen konnten und nun hoch zu Roß vor der Ehrentribüne ausreiten. Aber auch den tapseren Unterlegenen zollen tue Magen stürmische Anerkennung und sie bekunden damit, daß sie den tieferen Sinn der olymprichen -obre begrissen haben, nach der es wohl «leger, aber keine Besiegten gibt. Mit einem S-nd-rbe,,all wird dabei Oberleutnant Konrad ttrecherr von Wangenheim bedacht, der mtt gebrochenem

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Zahl der errungenen Goldmedaillen von Deutich- jand übertrosfen worden.

Die letzten Siegerehrungen Mlten bewnderen Leistungen in der A l p i n , ,t l k hier nelen pe

dem bekannten Schweizer ^ ?r - r o-

furth und seiner Frau zu, ,oune n der A e r o nautik in der gleichfalls ein «-yweizei, Schreiber olympischer Preisträger war.

Die Abschiedsstunde

ist aekommen Andächtiges Schweigen löst den l!uän Ju"bel'ab. als die °l«chen, Fanfaren

Lich^des^chnwen'tts* die Fahne Deutschla^s unter demMarathontor sichtbar, den Zug der

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räum. während der riesenhafte Block >chon im tiefen Dunkel liegt und nur das OlympOche Feuer

Kauf genommen. Und nun spenden sie zum letzten Mal« den Fahnen und damit der Jugend der Welt und den Siegern der Xl. Olympischen Spiele 1936 aus übervollem Herzen den Beifall, mit dem sie ihre Kämpfe dank­bar begleitet haben. In umgekehrter Reihenfolge als beim Einzug marschieren die Fahnen vor die Ehrentribüne. Griechenlands Banner bildet dies­mal den Schluß, es steht am linken Flügel, die deutsche Fahne am rechten Flügel dazwischen in der Reihenfolge des deutschen Alphabets die aller teilnehmenden Nationen. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Graf Vailet-Latour. spricht die Schlußworte

Nachdem wir im Namen des IOK. dem Füh­rer und Reichskanzler Adolf Hitler und dem deut­schen Volke, den Oberhäuptern der Stadt Berlin und den Veranstaltern der Spiele wärmsten Dank ausgesprochen haben, erklären wir hiermit die Wettbewerbe der XI. Olympiade für beendet und laden »ach alter Sitte die Jugend aller Län­der ein, in vier Jahren sich in Tokio zu vereine», um mit uns die Feier der Xll. Olympiade zu be­gehen. Möge sie in Frohsinn und Eintracht verlaufen und so die Olympische Flamme leuch­ten durch alle Geschlechter, zum Wähle einer im­mer höher strebenden mutigeren und reineren Menschheit."

Zur gleichen Zeit erscheinen an der Anzeigen- tafel die Worte Pierre de Coubertins:

Möge die Olympische Flamme leuchten durch alle Geschlechter, zum Wohl« einer im­mer höher strebenden, mutigeren und reineren Menschheit."

Mädchen des Ehrendienstes treten in langer Reiche vor die Fahnen und heften den Sieges­

lorbeer und ein ErinnerungsLand an die Xl. Olympiade daran. Beethovens OpferliedDie Flamme lodert!" klingt auf, gesungen von mehr als 1000 Sängern und Sängerinnen. Dann er­klingt das Kommando:

hol nieder flagge"

während Scheinwerfersäulen die Feierstätte in einen gewaltigen Dom verwandeln. Die Kanonen dröhnen und langsam sinkt, während Chor und Orchester den Fahnenabschied anstimmen, das Olympische Banner nieder, die heilige Fahne, die die Kämpfer zum Siege begeistert hat.

Während die Fahnenträger unter der Ehren­tribüne das Stadion verlassen und fünf weiß­gekleidete Fechter das Olympische Banner lang­samen Schrittes vor die Ehrentribüne tragen, er­lischt unter dem dumpsen Dröhnen der Olym­pischen Glocke in der neunten Abendstunde das Olympische Feuer.

Nach einer Minute stillen Gedenkens geleiten acht Fechter mit den blitzenden Säbeln in der Rechten die olympische Flagge vor das Redner­pult, wo der Vertreter des Bürgermeisters von Los Angeles, Earland, dem Präsidenten des JOC. Graf Baillet-Latour die olympische Fahne überreicht, der sie dem Staatskommissar der Reichshauptstadt Dr. Lippert zur Aufbe­wahrung übergibt. Unter Leitung von Pros. Dr. Havemann spielt das olympische Sinfonie­orchester den Olympia-Ausklang und ergriffen hören die Hunderttausend die machtvollen Klänge an, während an den Siegesmasten die Fahne

von Deutschland, als dem Lande, das die letzten Spiele durchführte; von Griechenland als dem Lande der ersten Spiele und von Japan dem der XII. Olympischen Spiele gehißt werden.

Mit donnerndem Dröhnen der Pauken und hellen Fanfarenklängen bricht die Musik ab. In das Schweigen klingt von irgendwoher machtvoll eine StimmeIch rufe die Jugend der Welt nach Tokio".

Die Hunderttausend erheben sich von den Plätzen und während der Chor Nethfessels herr­liches Schlußlied anstimmt, reichen sich die Zu­schauer als Zeichen der durch die XI. Olympischen Spiele gefestigten Freundschafts­bande die Hand. Es ist ein Augenblick von bewegender Größe, die Tausende aus allen Län­dern dieser Welt hier als eine einzige durch den Olympischen Gedanken geeinte Gemeinschaft zu erleben Der Schlußakt ist vorüber.

Kaum ist das Lied verklungen, wenden sich die Hunderttausend unter dem erneuten Dröhnen der Olympischen Glocke dem Schirmherr» der 11. Olympischen Spiele, dem Führer und Reichs­kanzler, mit einem Jubelsturm ohnegleichen zu, der der Dolmetscher ihrer Dankharkeit, ihrer Liebe und ihrer Verehrung ist. Wie eine unge­heure Woge brausen Jubelrufe in allen Sprachen dieser Erde zu ihm empor und sie geleiten ihn beim Verlassen dieser herrlichen Stätte und am Abschluß dieses unvergeßlichen Festes, das nach seinem Willen und durch seine unermüdliche und tätige Anteilnahme zu einem Hochfest der mensch­lichen Kultur, zu einem wirklichen Feste des Olympischen Friedens geworden ist-

unser 6au rüstet für den nelchspartenag

Mchtunaweisende öauarbeitstagung der keeisorganisarionsleiter

Oldenburg, 16. August.

Der Gauorganisationsleiter Walkenhorst hatte die Kreisorganisationsleiter des Gaues Weser- Ems zu einer Arbeitstagung zusammengerufen. Die Tagung galt der organisatorischen Vorberei­tung und Klärung aller Fragen und Aufgaben, die mit dem Neichsparteitag zusammenhängen. Die Bedeutung dieser Aufgaben ist mit der Steigerung der Bedeutung der künftig alljährlich stattfinden­den Reichsparteitage gewachsen. Sie bedürfen daher der genauesten Vorbereitung, wobei die Er­fahrungen der ersten großen Heerschau der Be­wegung in Nürnberg ausgewertet wurden. Da­durch wird «in straffes, einheitliches, vorbildliches Auftreten der Politischen Leiter für jeden Teil der Fahrt, der Aufmärsche und in den Quartieren gewährleistet. Nachdem Pg. Walkenhorst die großen Richtlinien festgesetzt hatte, gab Kreis­

organisationsleiter Rogge die Einzelanordnun­gen bekannt, die für jeden Marschteilnehmer in einem Merkbuch zusammengefaßt werden.

Die Organisationsleitung des Gaues Weser- Ems für den Reichsparteitag ist folgende: Gau- standquartier: Nürnberg, Knauerstraße 20. Wei­tere Quartiere: Austraße 09, Bleichstraße 1.

Frauenmassenquartiere Pilotystraße 4 (Schule).

1. Eesamtleitung: Eanorganisationslei- ter Walkenhorst: Vertreter: Eauausbildungslei- ter Eisenreich.

2. Aufmarschleitung: Eauausbildungs- leiter Eisenreich; Vertreter: Kreisausbildungs­leiter Borcherding. '

3. An- und Abtransport (Sonderzüge): Gauorganisationsleiter Walkenhorst; Vertreter: Eauausbildungsleiter Eisenreich.

4. Qnartieramt: Kreisorganisationsleiter Rogge; Vertreter: Eaustellenleiter Ewert.

a) Massenquartiere Männer: Kreisorganisations- leitcr Rogge. b) Massenquartiere Frauen: Pg. Potthast. o) Privatquartiere Männer: Eaustel­lenleiter Ewert. ä) Privatquartiere Frauen: Pg. Büttner.

8. Verpflegung: Sturmführer Wendt;

Vertreter: Gauausbildungsleiter Eisenreich.

6. Kassenverwaltung (Karten, Plaket­ten, Verpflegung): Eauhauptstellenleiter Renken; Vertreter: Eauhauptstellenleiter Oldewurtel.

7. Kongreßkarten: Gaustellenleiter Treisch; Vertreter: Kreisamtsleiter Matthey.

Sämtliche in der Organisationsleitung tätigen Parteigenossen wohnen während des Reichspar­teitages im Masienquartier Knauerstraße.

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Olympische Woche In Meinen

Das Weltfest Olympia 1936 ist be­endet. Nach den begeisternden Wettbewerbeft der Reiter, bei denen' Deutschland wiederum herrliche Liege erringen konnte, vereinte die' Schlußfeier zum letzten Mal die Hundert tausend im Olympia-Stadion. Die olympische Flamme wurde gelöscht, die weiße Fahne mit den fünf Ringen eingeholt. Die Sportler der Welt, die sich in der deutschen Reichshaupt­stadt, in Grünau und Kiel in harten Kämpfen gegenüberstanden, ziehen zurück in ihre Hei­mat für die sie gestritten haben.

Ganz Deutschland nahm tiefsten Anteil an den sportlichen Entscheidungen der 11. Olympischen Spiele; nur verhältnismäßig wenigen Deutschen jedoch war es vergönnt, selbst Zeuge der Kämpfe zu sein. Alle die­jenigen, die zu Hause in der Zeitung und am Rundfunkgerät die fernen Geschehnisse verfolgten, bedauerten, nicht selbst dabeige­wesen zu sein. Ihnen, wenn auch in kleine­rem Rahmen einen Einblick in jene großen Sportgeschehen zu geben und darüber hin­aus unseren Sportlern Gegner zu stellen, an denen sie sich schulen können, an deren Leistungen sie lernen, um selbst, gleich jenen größere Erfolge zu erzielen, ist der Sinn der vielen größeren Sportveranstaltungen mit internationaler Besetzung, die in dieser Woche in vielen deutschen Städten vor sich gehen.

Von jeher haben in Bremen verant­wortungsbewußte Männer die Leibesübun­gen gefördert und der Jugend Gelegenheit gegeben, ihren Körper zu stählen in der harten aber lebensfrohen Schule des Sports. So war es für unsere Stadt ein erfreuliches Ereignis, daß nicht weniger als sechs Bremer als Olympia-Kämpfer nach Berlin zogen, um dort ihr Können für Deutschland einzu­setzen. Fischer, Heikel, Fresse, Steffens, Helms und nicht zuletzt Tora Ratjen haben sich wacker geschlagen und wenn ihnen trotz größter Leistungsanspannung nicht die höchste Ehrung zuteil wurde, auf die jeder Olympia-Teilnehmer seine Hoffnung setzt, so kann nur gesagt werden, daß die Gegner so stark waren, daß unsere Bremer überall von den ersten drei Plätzen ferngehalten wurden. Nur Steffens konnte innerhalb der deutschen Turnstaffel, die eine überragende Leistung auswies und somit in der Länder­bewertung an erster Stelle lag, zu einem Siege gelangen. Die Tatsache allein schon, daß sechs Bremer auserwählt wurden, in­nerhalb der deutschen Olympiamannschaft die Ehre unseres Landes zu vertreten, läßt darauf schließen, daß gerade in Bremen der Sportgedanke die Stellung eingenommen hat, die ihm seit der Machtergreifung zuge­wiesen ist. So erscheint es auch nicht weiter verwunderlich, daß gerade Bremen alles daransetzte, nach Beendigung der XI. Olym­pischen Spiele in Bremen durch Heran­ziehung einer größeren Anzahl der vielen in Deutschland weilenden ausländischen Sportler eine großartige Sportveranstaltung die Olympische Woche in Bremen zur Abwicklung gelangen zu lassen. Daß es den verantworturwsrw"en Männern unserer Stadt gelang, in hervorragender Weise in Berlin für ihren Gedanken Erfolge zu er­zielen, beste Turner und Sportler für diese Woche nach Bremen zu verpflichten, ist ihnen im Namen des bremischen Sports ganz be­sonders hoch anzurechnen.

Bremen hat sein schönstes Festkleid ange­legt. Seit Beginn der XI. Olympischen Spiels flattern die Fahnen von allen Häusern; überall in der Innenstadt sorgen breite, über die Straßen gespannte farbige Bänder mit dem Symbol der Olympischen Spiele, den

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Es erscheint täglich ab 18 Uhr im Stra- tzenhandel und ist auch zu haben bei den Zeitungshändlern. in allen Kiosken und in unseren sämtlichen Anzeioen-Annahme- stellen.

Im 6-Uhr-AbcndbIatt derBZ." finden Sie das Neueste und Aktuellste oom Tage, insbesondere auch die letzten Er­gebnisse der Olympischen Spiele.