^ag LSI eilung
Uachrichtenblatt der Veutschen flrbeitsftont Vremen
der Nationalsozialisten Bremens
flmtsblatt des Senats der Lreien Hansestadt Bremen
Nr. 162 / 6. Jahrgang
Das amtliche verkündungsblatt des Deichsstatthalters in Oldenburg und Dremen
Anzeigen-Grundpreisc: Die M-min-Aeilk ,m Anzeigenteil 12 Pt., die 70-inm-Zeile im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Erunftpreise lfür kleine ?>nnu>ien Anzeigen » a. > iowie sonstige Bedingungen Preisliste 6 sNnchlaßstassel 0). Für Anzeigen tnn» Fernsprecher keine Gewäßr Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-15 Uhr: Schristleitung Dienstag und Freitag 12)4-13)4 Uhr.
sreitag, 12. Juni ISIS
kinzelpreis 15 Npf.
der führet bei der Marine in Vilhelmshaven
die Parade ein prachtvolles militärisches Schauspiel / lieimkehr der Kreuzer „Linden und „Karlsriche"
Sesamte Sarnison angetreten
(Loiiä^rdsricht cksr „Lrswsr Asitruix")
14l. Wilhelmshaven. 11. Juni.
Schon am gestrigen Nachmittag hatte sich in den 2adestädten und in den umliegenden kleineren Ortschaften wie ein Lauffeuer die Kunde verbreitet, daß der Führer am Donnerstag dem Reichskriegshafen Wilhelmshaven einen Besuch abstatten werde. Als wir in den frühen Morgenstunden des Donnerstag Bremen verlassen, ist der Himmel trübe verhangen, und nicht lange dauert es, bis dicke Regentropfen gegen die Scheiben des Wagens klatschen. Zum Glück sind wir nur in eine kleine Regenzone geraten, und wenn auch nicht gerade strahlender Sonnenschein über der weiten Marschlandschaft liegt, so bleibt es doch wenigstens während des ganzen Träges trocken.
Je mehr wir uns Wilhelmshaven nähern, desto belebter wird das Stratzenbild. Insbesondere
Unser logesspiegsl
Paris steht im Zeichen einer neuen Streikbewegung.
In einer stürmischen Kammersitzung wurde Leon Blum scharf angegriffen.
Der Gegensatz zwischen Nanking und Kanton spitzt sich weiter zu.
Reichsbankpräsident Dr. Schacht ist in Belgrad eingetroffen.
Vor dem Führer trat die gesamte Garnison Wilhelmshavens zur großen Parade an.
Der Reichsfinanzministcr mahnt das deutsche Volk zu stärkster Sparsamkeit.
Im Berliner Baugrubcnungliicks-Prozch sagte Reichsminister Dr. Goebbels als Zeuge aus. Gleich nach Beginn der neuen Arbeitsbeschas- sungslotterie wurde in Bremen eine Reihe gröherer Gewinne gezogen.
Das Aquarium im Kolonial- und Uebersee- Museum wartet mit Neuerungen auf. Ministerialrat Dr.-Jng. Nonn-Berlin sprach in der Jacobihalle vor dem NSVDT.
Die Argo stellte ihren ersten Neubau in Dienst. Bei der Deschimag haben die Verlustjahre ein Ende.
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HJ. und VDM., die aus Anlas, des Führer- besuchs schulfrei haben, fahren auf ihren Rädern Wilhelmshaven entgegen. Es ist kurz vor 7 Uhr morgens, als wir den Reichskriegshasen an der Nordsee erreichen. Die Stadt selbst prangt bereits im Flaggen schmuck. Und wie so gänzlich anders gegen früher ist das Stragenbild! Lange Kolonnen von Arbeitern fahren zu ihrer Arbeitsstätte, der Marinewerft. Auf Schritt und Tritt sieht man, wie auch hier die Tat des Führers befruchtend auf das ganze Wirtschaftsleben der Stadt, die kurz vor der Machtübernahme am Rande des Abgrundes stand, gewirkt hat.
Trotz der frühen Morgenstunde ist die Bevölkerung bereits auf den Beinen. Zwar weiß man noch nicht genau, wann die Ankunft des Führers erfolgen wird. Aber die Absperrmaßnahmen vor dem Bahnhof deuten darauf hin, daß mit ihr in den Vormittagsstunden zu rechnen ist. Um die zehnte Morgenstunde ist eine Ehrenkompanie des Linienschiffes „Schleswig-Holstein" mit dem Spiel- mannszug und dem Musikkorps des Linienschiffes „Schlesien" angerückt, um dem
siilirer auf dem valzickofsplatz
die Ehrenbezeugung zu erweisen. Hinter den Absperrketten der SS. stauen sich die Volksgenossen, und die Fenster der umliegenden Häuser sind dicht besetzt. Frauen, junge Mädchen und Kinder halten Blumensträuße bereit, in der Hoffnung, doch noch eine Lücke in der Absperrung zu entdecken unv diese Grütze der Liebe und des Vertrauens eines ganzen Volkes zu seinem Führer übergeben zu können.
Kurz vor 10.30 Uhr erscheint der Kommandierende Admiral der Nordsee, Vizeadmiral Schultze. Die Erwartung der Massen ist aus dem Höhepunkt angelangt, als um 10.30 Uhr der Sonderzug des Führers einläuft. Auf dem Bahnsteig wird der Führer von Vizeadmiral schnitze begrüßt.
Pünktlich 10.45 Uhr präsentiert der Doppelposten am Eingang des Stationsgebäudes das Gewehr. Der Führer in Begleitung von Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blom- berg und Generaladmiral Dr. h. c. Raeder tritt heraus, begrüßt von den begeisterten Heil- mfen der Menge. Unter den Klängen des Deutschland- und Horst-Wessel-Liedes schreitet der Führer sie Front der Ehrenkompanie ab, um sich alsdann ,u seinem Wagen zu begeben. Ein prüfender Blick ,eht über die dichten Menschenmassen und immer oieder dankt er für den festlichen Empfang, der hm von der begeisterten Bevölkerung der Jade- tädte bereitet wird. Stehend fährt er die Front >er angetretenen Politischen Leiter und der Hitlerjugend ab.
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Sein Weg führt dann durch die dicht umsäumten Straßen der Stadt zur Kaserne am Mühlenweg, wo eine großeParadesämtlicherTrup- pen der Marinegarnison stattfindet.
Sie Parade vor dem siUzrec
Im offenen Viereck sind die Truppenteile der Marinegarnison Wilhelmshaven auf dem weiten Kasernenhof angetreten. Hell leuchtet der weiße Paradcanzug der Matrosen über den Platz. Als der Führer auf dem Kasernenhof eintrifft, begrüßt er zunächst durch Handschlag die am rechten Flügel der Offiziere stehenden Hoheitsträger der Partei und ihrer Gliederungen im Gau Weser-Ems, die mit unserem Gauleiter Carl Röver aus Bremen, Oldenburg, Aurich usw. erschienen sind. Dann schreitet er in Gemeinschaft mit den Oberbefehlshabern und Admiralen die lange Front der Truppenformationen ab, um hierauf den Vorbeimarsch abzunehmen. Die Klänge schneidiger Militärmärsche hallen über den Kasernenhof, und es ist ein erhebendes Gefühl, erleben zu dürfen, mit welcher Begeisterung jede Abteilung am Füh
rer vorübermarschicrt, der in der Mitte oes Kaser- nenplatzes auf einem Podium steht, neben sich die Oberbefehlshaber der Wehrmacht, der Kriegsmarine und den Kommandierenden Admiral der Nordsee. Ueber zwanzig Minuten dauert der Vorbeimarsch, an dem teilnehmen: 2. Marine-Artille- ric-Abtcilung, 1. Schiffsstammabteilung Nordsee, 2 Marine-Ergänzungsabteilung, Küstenartillerie- schule, Marine-Nachrichtenoffizier Wilhelmshaven, Marinelazarett Wilhelmshaven, Abordnungen der Linienschiffe „Schlesien" und „Schleswig-Holstein" sowie die 2. Schiffsstammabteilung der Nordsee.
Nach Beendigung des ^Vorbeimarsches begab sich der Führer zur Besichtigung der Marinewerft, wo er von der Belegschaft mit tosenden Heilrufen empfangen wurde, während am Nachmittag dem kleinen Fischerdorf Horumer- siel an der Nordseeküste ein Besuch abgestattet wurde, wo der Führer bekanntlich im Strandhotel von Fr. Tiarks während der Kampfzeit wiederholt gewohnt hat. Der Führer kehrte im Anschluß hieran nach Wilhelmshaven zurück, wo er bis zum Abend blieb.
Kreuzer kehren heim
War am Vormittag und in den Nachmittagsstunden der Besuch des Führers Anlaß für die Bevölkerung» die Hauptstraßen der Stadt dicht besetzt zu halten, so zog am Abend die Heimkehr des Kreuzers „Emden" von einer Auslandsreise von nahezu acht Monaten, die bis Westindien und nach den siid-, mitte!- und nordamcrikanischen Häfen führte, die Bewohner der Jadestödte hinaus zur dritten Einsahrt.
Auf dem Kai an der Schleuse hatten 650 Mann von der 2. Marine-Ergänzungsabteilung mit Spielmannszug und Musikkorps oom Linienschiff „Schleswig-Holstein" Aufstellung genommen. Unter den zahlreich vertretenen Offizieren der Kriegsmarine waren u. a. erschienen der Zweite Admiral der Nordsee. Konteradmiral Stobwasser, der Oberwerftdirektor, Konteradmiral von Nord eck, sowie der Chef der Schiffsmaschinen- Jnspektion, Konteradmiral Jng. Fechter. Als der Kreuzer „Emden" langsam die dicht besetzten Molen passierte und in die Schleuse einlief, war die Besatzung auf der Steuerbordseite in Paradeaufstellung angetreten. Das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied begrüßten den heimkehrenden Kreuzer, und als er in der Schleuse festmachte, brachte der Chef des Stabes des Zweiten Admirals der Nordsee, Kapitän z. S. Braune, drei Hurras auf die Kameraden des heimkehrenden Kreuzers aus, die von dem Kommandanten der „Emden", Kapitän z. S. Bachmann, mit drei H irras auf die Heimat erwidert wurden. Nachdem der Kreuzer dann festgemacht hatte, tönten Kommandos über das Deck, eine Abteilung der angetretenen Besatzung präsentierte das Gewehr, und der Zweite Admiral der Nordsee begab sich an Bord, um die Meldung des Kommandanten von der beendeten Reise entgegenzunehmen.
Die „Emden" verholte später zu ihrem Liegeplatz im Hafen, wo die Angehörigen der Besatzung
und eine vieltausendköpfige Menschenmenge das Schiff und die Heimgekehrten jubelnd begrüßten.
Gleichzeitig mit der „Emden" war auch Kreuzer „Karlsruhe" von seiner Auslandsreise zurückgekehrt. Beide Schisse hatten vorher aus Schillig- Reede geankert, von wo aus Kreuzer „Karlsruhe" seine Reise durch den Nordostsec-Kanal zu seinem Heimathafen Kiel fortsetzte.
Der Kreuzer „Emden" wird Sonnabend nach Flensburg-Mllrwik auslaufen, um die Kadetten an die dortige Marineschule abzugeben. Dann kehrt er nach Wilhelmshaven zurück, wo er nach der langen Auslandsreise überholt werden soll, während die Besatzung beurlaubt wird. Der Kommandant des Kreuzers, Kapitän z. S. Bach- mann, wird von morgen ab als Chef des Stabes der Marine st ation der Nordsee tätig sein.
fluszeichnungen durch den sichrer
für die Errettung von Menschen aus Lebensgefahr
Berlin, 12. Juni.
Der Führer und Reichskanzler hat mit Erlaß vom 14. Mai 1930 verliehen: a) die Rettungsmedaille am Bande: dem Schüler Werner Do- widatin Vera, dem Kaufmann Bruno Eeis- ler in Vreslau; k) die Erinnerungsmedaille für Rettung aus Gefahr: dem Versichcrungsange- stellten Erich Bcndig in Königsberg i. Pr., dem Ziegcleiarbeiter Rudolf Büchel in Har- tha, A.-H. Erimma, dem Forstlehrling Robert Gugelberger inHeppingsen, dem Unteroffizier Willi K i e h n e in Dobcritz. der Verkäuferin Elisabeth Kitschkc in O bern! gk. Kr, Trcbnitz, dem Kraftwagenführer Rudolf N'a u- mann in Halle a. d. S„ dem Schüler Willy Zünsler in Zwickau.
Vas Schicksal der Staaten berukt aus seinen MÄnnern
Rostock, 12. Juni.
Der Reichsfinanzministcr Graf Schwerin von Krosigk führte am Donnerstag in Rostock in einer Rede über Finanz- und Wirtschaftspolitik u. a. aus:
Innerhalb der politischen und wirtschaftlichen Unruhe, die die Welt erfülle, biete Deutschland das Bild friedlicher Arbeit und kraftvollen Aufbaues. In der Aufwärtsentwicklung, die seit 1933 in Deutschland eingetreten sei, habe sich noch kein Rückschlag oder Stillstand gezeigt. Die günstige Gestaltung der Arbeitslosenziffern und der Steuereinnahmen in den letzten Monaten beweise die Stetigkeit derAufwärts - entwicklung auch im Jahre 1936. Es sei die der deutschen Finanzpolitik auch für die Zukunft gestellte Aufgabe, die großen nationalen Ausgaben durch eine bewußte Konzentrierung aller finanziellen und wirtschaftlichen Kräfte auf ein Ziel zu ermöglichen.
Nur wenn die Ausgabenpolitik der öffentlichen Hand, und zwar in allen ihren Teilen und Zweigen, sich dem Gebot stärkster Sparsamkeit unterordnet und auf ein großes Ziel ausgerichtet werde, könne sich dieses Ziel erreichen lassen. Diese Sparsamkeit habe sich nicht nur in der Achtung vor dem Steuergroschen zu erweisen, an dem Schweiß und oft genug Tränen des Steuerzahlers klebten, sondern vor allem auch in einer einfachen und zweckmäßigen, Doppelarbeit unv Neben- und Eegeneinanderarbeiten vermeidenden Durchorganisation unseres gesamten öffentlichen Apparates.
Dem Wort „Die Wirtschaft ist unser Schicksal" stellte der Reichsfinanzminister die Worte Friedrichs des Großen entgegen, daß das Schicksal der Staaten auf den großen Männern beruhe, die ihnen zur rechten Stunde geboren würden.
kkrenlag der srontsoldaren
Berlin, 12. Juni.
Zum ersten Male seit der Wiederherstellung der deutschen Souveränität am Rhein wird dort am 13. und 14. Juni eine Ehrentagung der Front'oldaten und Kriegsopfer veranstaltet, zu der Kameraden aus dem ganzen Reiche eintreffen werden. Das Programm sieht u. a. vor: Sonnabend. 13. Juni, 17 Uhr, feierliche Einweihung der Frontsoldaten-Siedlung Mainz, bei der 30 von der NSKOV. erstellte Heime ihren Bewohnern übergeben werden. Sonntag, 14. Juni, 9 Uhr, legt der Reichskricgsopfer- führer gemeinsam mit dem Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger einen Kranz nieder zu Ehren der gefallenen Kameraden; 11 Uhr Großkundgebung der Frontsoldaten und Kriegsopfer im Volkspark.
Der Reichskriegsopferführer Oberlindober gibt dem Ehrentag das folgende Geleitwort: Am deutschen Rhein, den sie 1918 bei dem Rückmarsch fremder Besatzung preisgeben mußten, danken die deutschen Frontsoldaten und Kriegsopfer dem Führer Adolf Hitler für die endgültige Befreiung des deutschen Rheins durch seine Tat am 7. März 1936. Das soll der Sinn ihres Ehrentages in Mainz sein.
was geizt in llzina vor!
Kanton, Nanking und Lokio
London, 12. Juni. Wie aus Hongkong gemel. det wird, haben die britischen FlottenbehSrden zwei Kanonenboote angewiesen, sich nach Kanton zu begeben, um die Sicherheit der dort ansässigen britischen Staatsangehörigen zu gewährleisten.
kr. Kill. Wieder einmal kommen alarmierende Nachrichten aus dem Fernen Osten. Gefahrenlinie: Kanton—Nanking—Tokio.
Der dramatische Gang des bisherigen Geschehens: Die Regierung von Kanton, staatsrechtlich zwar der Nankinger Zentralregie- rung unterstellt, militärisch aber selbständig, verhandelt mit Marschall Tschiang Kai Schek über einen zu organisierenden Widerstand gegen Japans Vorgehen in Nordchina: Kanton bricht plötzlich die Verhandlungen ab. nachdem die Zentralregierung die Kontrolle über die südchinesische Armee gefordert hat; unter Zustimmung der politischen Leiter Kantons ordnen die militärischen Führer in den südchinesischen Provinzen Kwang- tung und Kwangsi die Mobilmachung (gegen Nanking oder Tokio?) an; vier Divisionen der Kwangsi-Armee dringen sofort in die Provinz Hunan ein; Tschiang Kai Schek befiehlt zunächst, um sinnlosen Zusammenstößen und damit dem Bürgerkrieg vorzubeugen, Zurückziehung der ihm unterstehenden Regierungstruppen in den genannten Südprovinzen: der militärische Südwestführer Tschentschitang wird von Nanking aus telegraphisch aufgefordert, seine Streitkräfte gleichfalls zurückzuziehen; allen Warnungen von japanischer und Nankinger Seite zum Trotz werden die militärischen Aktionen in den Südprovinzen jedoch zum Teil fieberhaft fortgesetzt.
Perweilen wir zunächst bei der in Japans China-Politik zu suchenden Ursache der Kantoner nationalen Gegen- bewegung. Die Unzufriedenheit der südchinesischen Regierungsstellen mit der ver- ständigungsbereiten Haltung Nankings gegenüber Japan hat in den letzten Jahren schon mehrmals zu ernsten Spannungen zwischen den beiden Hauptstädten geführt. Der von Tokio ausgehende Druck ist nach südchinesischer Auffassung politischer, wirtschaftlicher und militärischer Natur. Was die rein politische Expansionsform Japans betrifft, so ist der überraschende Vorstoß des Tokioter Außenministeriums vom Frühjahr 1934 noch in Erinnerung. Das Reich des Mikado forderte damals nicht mehr und nicht weniger als die Vorherrschaft über China und das Einspruchsrecht bei allen Verhandlungen Nankings mit dritten Staaten. In militärischer Hinsicht hat die Verstärkung der zahlreichen japanischen Garnisonen in Nordchina und die angeblich von japanischen Generalen hervorgerufene Selbständigkeitsbewegung in den Provinzen Hopei,
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Schantung, Schaust, Tschachar und Suiyan die antijapanische Stimmung auch in Mittel- und Nordchina anwachsen lassen. In der Frage des wirtschaftlichen Machtkampfes schließlich wird gegen die Uebernahme und Neugriindung industrieller Anlagen durch japanische Firmen auf chinesischem Boden sowie gegen die Ucberschwem- mung des Reiches der Mitte mit spottbilligen japanischen Schmuggelwaren Front gemacht.
Gegenüber diesen Ausdehnungstendenzen Japans hat Marschall Tschiang Kai Schek, dessen national-revolutionärer Siegeszug übrigens vor 12 Jahren ebenfalls von Kanton seinen Ausgang nahm. die Hände durchaus nicht in den Schoß gelegt: 1934 zum Beispiel wies er jede Einmischung Japans m die Politik Chinas energisch zurück, mährend der politische Rat Südostchinas in einer