Ausgabe 
(6.6.1936) Nr. 156
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parteiamtliche Lageszeitung

Aachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront vremen

der Nationalsozialisten oremens

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Nr. 156 / 6. Jahrgang

Sonnabend, 6. Juni 1956

kinzelpreis 15 Npf.

*Bremen,6. Juni. Der Tag der SA.-Gruppe Nordsee ist angebrochen. Der eherne Marschtritt der poli­tischen Soldaten Adolf Hitlers hallt durch die Straßen und zahlreiche Ehrengäste sind er­schienen, um an dem großen Ereignis teilzu­nehmen, wo geschloffen dem Rufe ihres Gruppenführers folgend, zu Stürmen, Sturmbanne und Standarten formiert, die " SA. der Gruppe Nordsee in stolzer Freude ' vor den Augen Viktor Lutzes aufmarschiert, ' um durch Aussehen und Haltung zu zeigen, s daß sie bestehen kann vor dem prüfenden Blick des Stabschefs, daß sie würdig ist des ' engen Bandes, das die gesamte SA. mit dem Führer verbindet und würdig des Führer­wortes „Alles was Ihr seid, seid Ihr durch mich und alles was ich bin, bin ich nur durch Euch allein".

„Trutz ig und blank", lautet der Wahlspruch der Gruppe Nordsee und trutzig und blank in Herz und Hirn sind alle, die ihr angehören. Langsam aber stetig sind ihre Formationen gewachsen, langsam aber stetig haben die Männer von der Nordsee bis zum Weserbergland, von der Ems bis zur Elb- niederung sich dem großen Gedanken Adolf Hitlers zugewandt. Langsam aber stetig war der Zustrom zu den braunen Kolonnen, die dem Führer verschworen, heute wie einst, ihm auf Leben und Sterben ergeben sind. And nun einmal herangewachsen ist, was langsam wuchs, steht es doppelt stark und unerschütter­lich, ein lebendiger Wall allen Gegnern des neuen Deutschlands zum Trotz, ein unbändig willensstarkes und schlagkräftiges Werkzeug in der Hand des Führers.

Es ist überflüssig, an diesem Ehrentage der Gruppe Nordsee die unermeßliche Bedeu­tung und das geschichtlich unvergängliche Verdienst der SA. im allgemeinen aufzuzei­gen. Bedeutung und Verdienste sind so fest im Herzen eines jeden Deutschen eingegra- be», daß es keines besonderen Hinweises mehr bedarf. So wie es der Führer an jenem denkwürdigen 4. November 1921 seinen treuen „Ordnern" im Vorraum des Hofbräu­hauses zu München geboten hat, so hat die SA. in allen Nöten und in allen Lagen der Kampfzeit dem Führer und der Bewegung auf Biegen und Brechen die Treue gehalten und niemals hat es ein Gegner erlebt, daß ein Mann im braunen Hemde feige wurde; niemals hat man gehört, -aß ein SA.-Mann den Kampfkameraden treulos verließ. Durch heißes, verbissenes Ringen und fortgesetzt hingebungsvolles Opfern der SA. wurde das neue Reich gewonnen, und die Gruppe Nordsee, trutzig und blank, darf mit höchstem Stolze sagen: „Wir sind dabei gewesen!"

Sie war dabei, die Gruppe Nordsee, als das Dritte Reich erstand und sie hat nicht Mein ihren ehrenvollen Anteil an dem un­erhörten Siege, sondern auch an den uner­hörten Opfern des ungeheuren Kampfes. Johann Gössel, dessen Namen der SA.- Sturm 10/75 zum ehrenvollen Gedenken trägt, Wilhelm Decker, dessen Namen der Sturm Z/75 dem Gefallenen zu Ehren führt, sind die Märtyrer der Gruppe Nordsee, die in Bremen fielen. Johann Lüchten - borg, dessen Namen den SA.-Sturm 6/229 ehrt, und Heinrich Büscher, -er dem Sturme 9/I. 7 seinen Namen gab, sind weitere Märtyrer der Gruppe Nordsee, die ihr Leben für das Dritte Reich Hingaben.

Ihrer gedenken wir an diesem Ehrentage der Gruppe vor allem. Ewig sind und bleiben sie Vorbilder für jeden SA.--Mann, Vorbild fanatischen Kämpfertums für eine große

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Idee, Vorbild an Willens- und Entschluß­kraft, an Treue und Opferbereitschaft in höchstem Maße, an Tugenden also, die ein Volk benötigt, wenn es ewig leben und zu allen Zeiten in Ehren bestehen will. And in­dem wir der Toten der Gruppe innig ge­denken, fühlen wir wohl den Hauch ihres Geistes uns umwehen und wissen, daß sie nicht tot sind, sondern wieder leben, in uns, mit uns nnd um uns, so wie es der größte und tapferste der Toten der Bewegung, Horst Wessel, vorausgeahnt und vor­ausgesagt hat.

„Nicht die Lauen machen Geschichte, son­dern die Menschen, die den Kampf auf sich nehmen," sagt der Führer. And wenn es schon keinen Zweifel darüber geben kann, daß die Toten der Bewegung Geschichte ge­macht haben, so wollen wir auch der Leben­den nicht vergessen, die um und zu dem Füh­rer stehend, Anteil an dem geschichtlich Ge­wordenen haben. Dazu bedarf es keiner Na­mensnennung.

Der erste Name ist so gut wie der letzte, und nicht das Was, sondern das Wie entscheidet im nationalsozialistischen Staate,

und erst recht in der großen Kampfgemein­schaft der SA.

Niemals kann bei der nationalsozialisti­schen Weltanschauung der Rang maßgebend für die Bewertung des einzelnen Kämpfers sein, sondern immer nur sein Einsatz im Kampfe; wobei es dann in den Kampfjahren ganz von selber so kam, daß mit der Einsatz- leistung auch die Rangstufe Schritt hielt. Denn Führer sind nicht ernannt worden in dem gewaltigen Ringen, das um die Be­wegung und für Deutschland ging, sondern Führer sind herausgewachsen mitten im

Kampfe aus der Bewegung, aus den Reihen ihrer Kameraden, aus der praktisch sich er­weisenden Eignung und Befähigung jedes einzelnen.

And so steht denn heute auch jeder in der SA. am rechten Platze, und wir im Bereich der Gruppe Nordsee sind so eng mit den Männern verwachsen, die in zäher Hingabe und mit eiserner Willenskraft gemäß dem Willen des Führers ihre Formationen dazu erzogen und befähigt haben, die körperliche Ertüchtigung des deutschen Volkes im Sinne der Grundsätze der Bewegung erfolgreich durchzuführen, daß wir die hervorragendsten von ihnen ohnehin längst von Angesicht zu Angesicht kennen. Dankbar für ihre Arbeit am Volke, fühlen wir als Volksgenossen uns diesen Männern verpflichtet und ihnen ver­bunden, so wie wir uns selbst zu der großen allumfassenden Kampfgemeinschaft bekennen, die, soweit es nicht die Kampfgemeinschaft der SA. selber ist, als die Kampfgemein­schaft mitder SA. für Führer und Deutsch­land angesprochen werden darf.

Diese innige Verbindung mit der Kampf­gemeinschaft der SA. kundzutun, heute und morgen, am Tage der SA.-Gruppe Nordsee, in jeder Weise und zu jeder Stunde, wo SA. in diesen Tagen auftritt, soll uns höchste Verpflichtung und stolzeste Freude zugleich sein. Verpflichtung der Leistung der SA. gegenüber als des Hortes und Trägers jener Tugenden, die einem großen Volke un­entbehrlich sind. Freude darüber, daß es die SA. unseres Gebietes, die SA.- Gruppe Nordsee ist, die da vor unseren Augen marschiert oder im sportlichen Wett- kampfe sich beteiligt: unsere Gruppe: Nordsee trutzig und blank.

Ihr müssen sich innigst verbunden fühlen auch diejenigen, die nicht mit ihr marschie­ren können. Marschieren hier doch Brüder, Väter, Söhne und Enkel all derjenigen, die nicht eingegliedert sein können in die SA.; und die noch eingegliedert werden können, durchpulst bestimmt in diesen Tagen der heiße Wunsch, demnächst die braunen Rei­hen, die das Dritte Reich erkämpft haben, mit zu füllen, in herrlicher Kameradschaft zu marschieren mit denen, die sich zu Deutsch, land bekannten, ehe Deutschland — das heu­tige Deutschland — war. Zu ihnen, die das Dritte Reich miterkämpft haben und nun­mehr feste Bürgen sind, daß dieses Reich dem deutschen Volke nie und nimmermehr verloren geht, bekennt sich heute und morgen ganz Bremen und alle Gäste, die gekommen sind, um das erhebende Schauspiel mit zu erleben, das der Aufmarsch von 45 000 braunen Männern bietet.

Mit diesem Bekenntnis begrüßen wir die Ehrengäste zum Tage der Gruppe Nordsee; vor allem ViktorLutze,den Stabschef der SA. Wir freuen uns, daß er sich ent­schloß, persönlich teilzunehmen an dem Ehrentage unserer SA., um mitzuerfühlen und mitzuerleben den Geist, der in der Gruppe Nordsee lebt, den echten, wahrhaf­ten SA.-Geist.

Der Geist der SA. ist der Geist des Rei­ches und der Geist des Reiches ist der Geist der SA. Daß wir zu ihm stehen, unerschüt­terlich und unbeirrbar, das wollen wir heute den braunen Kolonnen geloben, von denen wir wissen, daß sie die Träger dieses Geistes sind, auf Leben und Tod dem Führer und Deutschland verschworen, stündlich bereit, ihr letztes einzusehen und hinzugeben trutzig und blank, wie es ihr Kampfruf besagt.

Zoll. 8. Dietrich.