Ausgabe 
(4.6.1936) Nr. 154
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flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Bremen

parteiamtliche Lageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsftont Bremen

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Vremen

Anzeiaen-Grundpreise-. Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Ps., die 76-mm-Zeile im Textteil 75 Ps- Ermästiqte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedmgungen Prels- lisEg^Nachlaßstaffel E). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit-. Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schriftleitung Dienstag und Freitag 12^-13^ Uhr.

Nr. lS4 / S. Jahrgang

Donnerstag, 4. Juni lSZS

kinzelpreis 15 Npf.

(in Necke wurde zu 6rabe getragen

» See sülzrer beim Staatsbegräbnis seines Mitkämpfers Seneral Litzmann / Seutschland nakm flbschieb von einem Selben

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Neuglobsow, 4. Juni.

Die nationalsozialistische Bewegung stand gestern wieder an der Bahre eines Mannes, der für sie ein fester Begriff geworden ist: Unser General Litzmann wurde zu Grabe getragen. Er, der als ruhmreicher Sieger im Kriege und in seinen alten Tagen als Kämpfer der Wiederauserstehnng

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Unser lagesspiegel

Die Tochter Mussolinis, Gräfin Ciano, weilt zurzeit in Berlin.

In Antwerpen wurde von kommunistischer Seite ein Hafenarbeiterstreik angezettelt.

Der Negus ist in London eingetroffen. Generalleutnant Wevex ist aus dem Dres­dener Flughafen tödlich abgestürzt.

In Anweseilheit des Führers nahm das Staatsbegräbnis des Generals Litzmann einen feierlichen Verlauf.

Unter Schirmherrschaft von Generaloberst Göring wurde dieLilienthal-Gesellschast" gegründet.

Reichsjustizminister Gärtner führte gestern die Mitglieder des Volksgerichtshofes in ihr Amt ein.

Der Reichswkrtschaftsminister hat Berkauss- verbote bei den SommerschlutzverlLuse« erlassen.

ZumTag der SA.-Gruppe Nordsee" wird eine Gruppe des Jagdgeschwaders Horst Wessel nach Bremen kommen.

seinem Volke diente, hat Abschied von uns ge­nommen.

Sein Bekenntnis zu Adolf Hitler war ein Be­kenntnis der Tat. In uns allen lebt die Er­innerung an die vielen Stunden, in denen der greise Soldat in unseren Versammlungen vor das Volk trat und es mit jugendlichem Feuer aufrief zur Erhebung. Wir kennen ihn aus der Zeit, in der noch die Braunhemden nur einen kleinen Sek­tor des Preußischen Landtages bildeten unter ihnen das weihe, Haupt des Generals. Er gehörte mit zu den ersten Trägern berühmter Namen, die sich Adolf Hitler verschrieben. Mit, ganzem Herzen und mit einzigartiger Treue bekannte er, der Löwe von Brzeziny, sich zum Gefreiten des Weltkrieges, der den Sinn jenes Kampfes erfüllt. Er gehört zu denen, deren Name lebt, weil er mit dem Sieg der Nationalsozialistischen Deutschen Ar­beiterpartei ebenso verbunden ist, wie mit dem großen Geschehen des deutschen Ringens im Kriege. In Ehrfurcht und Dankbarkeit geleitete Las nationalsozialistische Deutschland diesen deut­schen Recken, den es nie vergehen wird, zur letzten Ruhe.

Schon am frühen Morgen herrscht in Neu­globsow reges Leben. Aus nah und fern sind die Ehrenabordnungen der nationalsozialistischen Formationen und die Trauergäste mit der Bahn, mit Omnibussen und zu Fuh nach der kleinen märkischen Gemeinde geeilt, um an dem Staats­begräbnis für General Pg. Litzmann teilzu­nehmen. Bewegten Herzens marschieren sie durch die lange Dorfftraße an dem Wohnsitz des grohen Toten vorbei, oer seit 150 Jahren Besitztum der Familie Litzmann ist und der dem alten Generals sein ganzes Leben lang stets eine teure Heimat war. Immer wieder werden Erinnerungen an den Papa Litzmann" ausgetauscht. Erinnerungen an seine rastlose Tätigkeit in den Jahren des Kampfes. Erinnerungen aber auch an die Tat von Brzeziny, an jene heldenmütige Waffentat, die seinen Namen in ganz Deutschland und darüber hinaus in der ganzen Welt bekannt und berühmt gemacht hat.

Soldaten des Krieges und die Kämpfer der nationalsozialistischen Bewegung haben sich hier zusammengefunden, um zum letzten Male den Mann zu ehren, der ihnen beiden angehört: den Armeegruppenführer des Weltkrieges und den nationalsozialistischen Vorkämpfer.

Auf der Kowno-Höhe haben bereits um 9 Uhr die Ehrenabordnungen Aufstellung genommen. Eine Ehrenkompanie der Wehrmacht, ein Ehren- sturm der SA. und ein Zug der Leibstandarte Adolf Hitler stehen angetreten. Hinter ihnen ist die ganze Höhe umsäumt von den Fahnen der politischen Leiter, der SA. und den Traditions­fahnen der Wehrmacht. Nur der Platz in der Mitte der Anhöhe vor dem Sarg ist frei gelassen. Auf dem Sarge ruhen der Helm und der Ehren- degen des Generals. Auf dem Wege zur Anhöhe bilden Arbeitsdienst und SS. Spalier.

fldolf lNtlec auf der Kowno-Hötze

Um 11 Uhr traf der Führer und Reichskanzler zur Teilnahme an dem Staatsbegräbnis auf der Kowno-Höhe ein. In seiner Begleitung befanden sich der Sohn des Verstorbenen, Obergruppen­führer Litzmann, sowie Obergruppenführer Sepp Dietrich, Obergruppenführer Vrückner, Gruppen­führer Dr. Dietrich, Vrigadeführer Schaub und Oberstleutnant Hohbach. Der Führrr grüßte die Bahre und die Angehörigen des Verstorbenen mit erhobener Rechten. Der Platz auf der Kowno- Histe war inzwischen völlig von den Trauergästen bc'etzt. Hier standen die Reichs- und Gauleiter der NSDAP., der Oberbefehlshaber der Wehr­macht und die Oberbefehlshaber der Wehrmachts-

teile» Reichsminister und Staatssekretäre der Reichsregierung, die Mitglieder des Deutschen Reichstages, die Generalität der Wehrmacht und des alten deutschen Heeres, die Gruppenführer der SA. und SS., Eebietsführer der HJ. und zahl­reiche Amtsleiter -er Reichsleitung und Gau­leitungen.

Der Trauermarsch aus der ^.s-ckur-Sonate von Beethoven, gespielt von einem Musikzug der Wehrmacht, leitete den Staatsakt ein. Dann sprach der Oberbefehlshaber der Wehrmacht,

öeneralfelSmarschall von vlomberg

Worte des Gedenkens. Er führte aus:Im Namen der deutschen Wehrmacht lege ich diesen Kranz am Grabe unseres alten Kameraden, des Generals Litzmann, nieder.

Jeder deutsche Soldat ist Leidtragender beim Tode eines Kriegers aus groher Zeit. Und dieser Entschlafene war ein ganzes langes Leben hin­durch ein Soldat und Krieger. Im Kriege 1870/71 stritt er als junger Offizier mit. Trotz seiner Jugend wurde er mit dem eisernen Kreuz ausge­zeichnet. In den langen Friedensjahren, die folgten, zeichnete er sich in der Armee aus. Er wurde in hervorragenden Stellungen verwendet. Ich selber hatte die Ehre, unter seinem Kommando die alte Kriegsakademie zu besuchen. Zehn Jahre vor dem Kriege nahm er den Abschied. Seine ganze Kraft und Tätigkeit setzte er weiter ein für seine vaterländische Arbeit.

Als der Weltkrieg ausbrach, war er durch sein Alter über die gesetzmäßige Kriegspflicht längst hinaus. Aber es duldete den weißhaarigen Feuer­

kopf nicht in der Heimat. Er hat den Krieg von Anfang bis zu Ende an der Spitze wichtiger Kommandostellen mitgemacht. Brzeziny und Kowno leuchten auf seiner Ruhmestafel. Hier durchbrach er die feindliche Umklammerung an der Spitze seiner Division, den Degen in der Faust, dort bemächtigte er sich, allen Bedenken zum Trotz, der Festung Kowno und öffnete so den Weg auf Wilna. Sein Nanze wurde durch diese Waffentaten berühmt in seinem Vaterland. Wie­viel mehr noch empfanden die Soldaten, die seinem Kommando unterstanden, die Wucht seiner Führerpersönlichkeit.

Er besaß die große Gabe des m i l i t ä r i s ch e n Führers, nicht nur sein Handwerk zu verstehen, sondern seine Soldaten zu begeistern, ihre soldatische Phantasie im rechten Sinne anzufachen, vor allem sich verstanden und geliebt zu sehen, kurz, durch das Herz den Soldaten zu führen, durch alles Schwere des Krieges bis zum Opfer­tod. Die Soldaten folgten ihm gern. weil sie ihn verstanden und ihm vertrauten. So war dieser greise Soldat ein Krieger, so war dieser General ein Frontkämpfer!

Als der Schmach-Friede kam, hörte für ihn der Krieg nicht aus. Als ein neuer Kampf anhob, ein Kampf um die Seele und den Eemeinfchastswillen des deutschen Volkes, den Kampf, den Adolf Hitler und seine Männer sührten, da war der alte Krieger wieder zur Stelle. An Jahren alt, im Herzen jung. reihte er sich ein in die neuen Sturm­kolonnen. Wir Soldaten der neuen Wehrmacht müssen ihm danken, daß er uns zeigte, wie man den Weg zu Adolf Hitler geht und an seiner Seite

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in unverbrüchlicher Treue ausharrt. Sein langes und erfolgreiches Soldatenleben hat er durch dieses Tun gekrönt.

Wir Soldaten können nicht weichlich trauern, wenn solch langes Kämpferleben erlischt. Er ist sein ganzes Leben lang sich treu gewesen. Gibt es etwas Besseres für einen Mann? Aber sein An­denken wird in uns fortleben. Wir wissen ihn nun in einer anderen Welt, in der auch der Krie­ger seine ewige Heimstätte hat. Wir senken unsere Fahnen in Ehrfurcht vor dem Entschlafenen. Sein Leben war gesegnet, denn er konnte seine irdische Sendung ganz erfüllen und er läßt einen großen Namen als Beispiel und Antrieb zurück."

Neichsmimster Nudolf fteß

Der Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß rief dem Parteigenossen Litzmann den folgenden letzten Gruß der nationalsozialistischen Bewegung nach:Die nationalsozialistische Be­wegung an der Spitze ihr Führer nimmt Abschied von dem General des Weltkrieges und von dem Parteigenossen Litzmann.

Sie nimmt Abschied von einem ihrer Besten, von einem, der innerlich einer der Jüngsten blieb, der sein Deutschland über alles liebte wie kaum einer» und der stritt und kämpfte für sein Deutsch­land bis zum Ende. Der General Litzmann wurde Parteigenosse Litzmann in einer Zeit, da der Er­folg der Bewegung nicht nur unsicher, sondern für Außenstehende unglaubhaft schien.

(Fortsetzung auf Sekte 2)

fliegertod des KenerMabsäiefs der Luftwaffe

Seneratteutnant wovor abgesiürrt / lagesbelel,! des 0eneralobersten göring

Berlin, 4. Juni.

Das Reichsluftsahrtministerium gibt bekannt: Am 3. Juni vormittags ist aus dem Dresdener Flughafen das zur Flugberertschast des Reichs- luftsahrtministeriums gehörige Flugzeug D-UZON unmittelbar nach dem Start abgestürzt. Die Be­satzung des Flugzeuges, der Chef des General­stabes der Luftwaffe, Generalleutnant Wever als Flugzeugführer und der Obergefreite Kraus als Bordmechaniker, kamen dabei ums Leben.

Anläßlich des Unglücks hat der Oberbefehls­haber der Luftwaffe, Generaloberst Göring, folgenden Tagesbefehl an die Luftwaffe erlassen: Kameraden! Bis ins Innerste erschüttert stehen wir heute an der Bahre unseres Generalstabs­chefs. Mitten aus rastloser Arbeit im fliegerischen Einsatz für seine Waffe ist er auf dem Felde der Ehre geblieben. Einer unserer Allerbesten ist von uns gegangen. Es ließ ihn nicht am Schreibtisch, er wollte auch im fliegerischen Einsatz das Vorbild sein. Unfaßbar erscheint uns allen der Verlust die­ses hochherzigen Menschen und edlen Offiziers. Wir aber, Kameraden, wollen in dieser schweren Stunde geloben, in unauslöschbarer Dankbar- keit stets seiner zu gedenken und bestrebt sein, seinem leuchtenden Vorbild sachzueifern.

Unser Oberster Befehlshaber, der Führer und Reichskanzler, hat in Würdigung der einzigartigen Verdienste um den Aufbau der jungen deutschen Luftwaffe genehmigt, daß in alle Zukunft das Kampfgeschwader der Gotha den NamenGeneral Wever" tragen soll. Das Geschwader wird sich dieser hohen Ehre stets würdig erweisen und ein­gedenk sein, daß es den Namen eines Mannes trägt, der vorbildlich war in rastloser Arbeit, in hochherzigem Denken, in nationalsozialistischer Treue und einzigartiger Hingabe für Führer, Volk und Vaterland. Wir senken die Fahnen: Unser bester Kamerad ging ein in Walhall!"

(oez.) Göring, Generaloberst, Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe.

Generalleutnant Walther Wever wurde am 11. November 1887 als Sohn des Direktors der Deutschen Ansiedlungsbank" Arnold Wever in Berlin geboren. Nachdem er Ostern 1905 in den Besitz des Reifezeugnisses beim Gymnasium in Steglitz gelangt war trat er als Fahnenjunker beim Ercnadierregiment Nr. 10 in Schweidnitz ein. Bei Kriegsausbruch rückte er als Oberleut­nant und Regimentsadjutant ins Feld. Von 1916 an war Hauptmann Wever im Generalstab tätig.

Neben vielen anderen Kriegsauszeichnungen hielt Wever schon 1914 das Eiserne Kreuz Erj Klasse und 1918 den Hausorden von Hohenzolle Nach dem Kriege war Hauptmann Wever in v schiedenen Front- und Eeneralstabsstellen i Reichswehr tätig, bis er 1921 zum Generalstä ossizier bei der VII. Division in München ^rnai wurde. Nach kurzer Dienstzeit als Kompanie, im Infanterieregiment IV wurde er 1926 z Major befördert und kam im Januar 1927 z Reichswehrministerium. 1929 zum Vataillo kommandcur im Infanterieregiment 12 ernan wurde Wever 1929 zum Oberstleutnant beförd unv kam 1931 zum Reichswehrministerium zur wo er 1932 zum Abteilungsleiter ernannt wur In dieser Stellung erfolgte seine Beförderung z Oberst.

Mit der Errichtung des Luftfahrtministeriu trat Oberst Wever als Amtschef zu dies Ministerium über und wurde bei der Schaffn der Luftwaffe als Generalmajor Chef i Generalstabes. In die'er Stellung wurde er 20. April 1936 zum Generalleutnant befördert Generalleutnant Wever war !eit 1919 mit ! Tochter des Geheimen Oberbaurats a. Suadizani verheiratet und hinterläßt zi Söhne.

NevMon der öesinnung

vie SemeindepolMker logen

Am 6. Juni eröffnet Neichsleiter Oberbürger­meister Fiehler, München, im großen Sitzungssaal der Krolloper in Berlin feierlich die Vorstands­sitzung des Deutschen Gemeindetages. Am 7. Juni beginnt am Kaiserdamm die große Ausstellung Die deutsche Gemeinde" und vom 8. Juni ab tagt der VI. Internationale Gemeindekongreß in Berlin und München, der für eine Woche über 666 internationale Vertreter nach Deutschland führen wird. Diese beiden Ereignisse bedeuten mehr. als nur -ine rein sachliche Zusammenkunft.

Der Deutsche Gemeindetag ist an die Stelle von sechs Spitzenverbänden mit 83 Anterverbänden ge­treten. die sich bis dahin gegenseitig befehdeten und Verwirrung in die Neichspolitik brachten. Durch einen revolutionären Akt der beiden Reichsleiter, Oberbürgermeister Fiehler und Dr. Ley, wurden diese Spitzenverbänds im Mai 1933 zum Deutschen Gemeindetag zusammenge­schlossen. Am 15. Dezember 1933 erhielt der neue Verband mit dem Gesetz über den Deutschen Ge­meindetag auch formell seine Rechtsgrundlage. Damit ist eine einheitliche Vertretung der rund 51000 deutschen Gemeinden, 686 Kreisverbände und 23 Provinzialverbände geschaffen. Aber nicht nur zahlenmäßig kommt die Veränderung gegen­über früher zum Ausdruck. Die Nevisionder Gesinnung, von der der Führer in einer seiner letzten großen außenpolitischen Reden sprach, hat sich auch auf gemeindepolitischem Ge­biet vollzogen. Früher heftige Eifersüchteleien der Verbände untereinander: ständige Einmischung in die Reichsinnenpolitik: ein Kampf gegen den Staat, der die demokratischen Tendenzen zur Zen­tralisierung nur noch mehr verstärken mußte. Heute dagegen ein völlig anderes Bild. Nichts mehr von der selbstherrlichen Anmaßung der Spitzenverbänds unter der Republik, statt dessen freudige Einordnung und Mitarbeit sämt­licher Gemeinden und Gemeindeverbände an dem großen Werk des Führers. Nichts mehr von jenem zügellosen Interessenstreit der Ee- meindegruppen untereinander, der sogar bis ins Ausland seine Kreise zog. Heute ein sachlicher, von den Grundsätzen der Gemeinschaft und der Gerechtigkeit geförderter Ausgleich der natürlichen Gegensätze innerhalb des Teutschen Gemeinde- tages. Nichts mehr vom Kampf gegen dieStaats- und Fachaufsicht, wie wir sie früher kannten, son­dern vertrauensvolles, beratendes Zusammen­wirken des großen einheitlichen Verbandes mit sämtlichen Ministerien.

Vor allem ist der Deutsche Eemeindetag bestrebt, als Träger der großen Eemeinschaftsidee des Na­tionalsozialismus selbst in der kleinsten Gemeinde dem echten Führergedanken Ausdruck zu verschaf­fen. Kein Veiseiteschieben der Eemeinderäte, keine Diktatur des Eemerndeleiters wird geduldet, viel­mehr immer wieder darauf hingearbeitet, eine wahrhaft volksverbundene Gemeinde­verwaltung und echtes Führertum in der Verwaltung zu schaffen. Hierfür hat sich insbe­sondere auch der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gemeindetages, Oberbürgermeister Dr. Dr. Weidemann, Halle, eingesetzt. Mit dieser Einstellung hat der Deutsche Eemeindetag den VI. Internationalen Gemeindekongreß als gastgebender Verband vorbereitet und wird ihn durchführen. Der Kongreß kann auf eine über 20jährige Tradition zurückblicken. Schon vor dem Kriege traten in Gent zum erstenmal Gemeinde- vertreter zusammen, um über gemeinsame Fach­fragen zu beraten; im Jahre 1924 nahm zum erstenmal Deutschland an einem derartigen Kon­greß teil. Die folgenden Kongresse vertieften die Arbeit und schufen immer zweckmäßigere Me­thoden, was insbesondere auf dem letzten Kongreß in London 1932 unter dem Patronat des verstor­benen Königs Georg V. in Erscheinung trat.

Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Gemeinden und kulturelle Betätigung werden die Tagungsthemen sein. Reichsleiter Oberbürger­meister Fiehler. Oberbürgermeister Dr. Dr. Weide­mann, Oberbürgermeister Dr. Eoerdeler und Oberbürgermeister Dr. Sfrölin sowie der geschäfts- führende Präsident des Deutschen Eemeindetages, Dr. Ieserich, werden die deutschen Berichte erstat­ten. In allen Vortrügen wird der unbeugsame Wille zum Ausdruck kommen, mit dem das Dritte Reich dem furchtbaren Elend entgegengetreten ist, dem Millionen von arbeitslosen Volksgenossen zu erliegen drohten. Bezeichnend für diese unüber­windliche Entschlossenheit ist für Deutschland ins-