Ausgabe 
(2.6.1936) Nr. 152
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parteiamtliche Lageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen prbeitsfront Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

flmtsbla» des Senats der Zielen Hansestadt Bremen

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vas amtliche verkündungsblatt des Neichsstattlialters in Oldenburg und Bremen

Nr. 152 / S. labrgang

Menstag, 2. Juni lSZö

Nnzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Ps., die ^-rnm-Zeile im T^tteil 7b Ps. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzergen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis' liste« (Nachlaßstassel O. Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr Annahmeschlub 18 Uhr. Sprechzeit-. Verlag werktäg lich 12-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag l2)^-13^Uhr.

kinzelpreis 15 Npf.

Mussolinis SchachM: Kaiserkrönung in Nom

sieillose Verwirrung in Senf / Neubelebung der Sanktionsfront? / Italien schasst vollendete Tatsachen

r Unser ?«»gssspisgs>

Mussolini hat die Absicht, die Krönung Königs von Italien zum Kaiser von A nien in Rom vornehmen zu lassen.

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Beim erstmaligen Zusammentritt der neuen französischen Kammer verursachten die Frauen­rechtlerinnen einen Zwischenfall.

Der japanische Außenminister hat den Ein­spruch Chinas gegen japanische Tmppen- verstärkungen in Nordchina abgelehnt.

In Berlin wurde der internationale Kon­greß für gewerblichen Rechtsschutz mit Reden der Minister Gürtner und Frank eröffnet.

Die Hitler-Jugend des Gebiets Nordsee ver­anstaltete auf Langeoog eine Fiihrertagung.

Durch einen Sieg über Perry errang Gott­fried v. Cramm die franzM b-, Tennis­meisterschaft. M G

Im Radländerkampf Deutschla^ chen tzn die Schweiz siegten unsere AmateuSS, die 4

Mehrere Regatten der Nordsi^^^z bil­deten einen glänzenden Auftakt chast Mupt- wettfahrtRund um Helgolands,eck vcV

Einen erfreulichen Erfolg haE^^^ ses- jährigen Rennen in der Bahr. sär

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bdi^itü Uls !

Morgen flaggen aus Kai' °

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Zum Tage der Beisetzung des GenenA g

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Der Reichs- und Preußisches p ^7 lS Innern gibt folgendes bekannt: iKau, »: 2 > Beisetzung des verstorbenen Een.E^dt terie Litzman» flaggen am Mitumgc alle öffentlichen Gebäude im Reich-

Von verunglückten ko^°°G. «s

Ein Nachruf des Stabschefs

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Der Stabschef des Führers^ Nachruf für die bei Rendsburgs Marine-SA.-Kameraden:Auf x

Dresden nach Kiel verunglückten tr l Kaiser-Wilhelm-Kanal^ in der

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enden ückten von i im ends- rupp- ibert, ibung schon unter fischen n zur

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bürg die Chemnitzer SA.-Kamer^ fllhrer Kamerer. Scharführer Rottenführer Waldemar Frön ihres SA.-Dienstes tödlich. No 14 Tage lang im freiwilligen persönlichen Opfern als Männerim- 8» Marine-SA. auf der Wegfahrt v ^ Einweihung des MarineehrenmMbn'ctzAio be­fanden, erreichte sie kurz vor dem^s^"' uner­bittliches Schicksal. jse.

Auch sie marschieren nunmehr in, die Horst Wessel führt, denn ihr der nationalsozialistischen Idee upz L-.

Im Dienste für diese herrliche r»

Leben hin und wurden so unster!

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Der Stabschef des Führers niniijne . ltigen Dienstag an der Beisetzung der drreutl^ üstten Marine-SA.-Kameraden in Chemixn Pe

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kraninlederlegung sta ^ *

in der Weihehalle des Marine-^"

§tuer^^Uuni

Im Auftrage und im Namen d-", ^ schefs wurde am 31. Mai für die gesach ^ - des Reiches in der Weihehalle des Marir amals in Laboe zu Ehren der im Weltkr" ^

der Kriegsmarine durch den Füh.-Lr,;

Gruppe Nordmark. Gruppenführer Mrvf.'v p in Anwesenheit einer Abordnung des Gruppe Nordmark und der Marin?'" °

Kranz niedergelegt.

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führertagung der 61. auftong

llenen SA.- uade, s der ein

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Langeoog, 4 Zuni

Pfingsten fand auf der Nordseeinsel La? lgeoog ein viertägiges Führerlager aller Ban/' und Jungbannführer sowie der Unterband und Stammführer des Gebiets 7 (Nordsee) de*c HI. statt. Zugleich waren zu der Tagung die x >DM.- Führerinnen des Obergaues Nordsee ech'i ienen. Das Zeltlager wurde durch Eebietsfühier t !ühr Hogrefe am vergangenen Sonnabend nii' einer Morgenfeier eröffnet. Ziel des Lagers up! ir. die gleichmäßige Ausrichtung auf die Sommer lager- arbeit vorzubereiten. Mit einem raffepoli' tischen Schulunasvortrag des Leiters des Rassepoh tischen Amtes, Dr. Groß- Berlin, sowie mit i einem heimatkundlichen Vortrag, zu dem u. a. )> Gau- schulungsleiter Weser-Ems, Pg. VusH c, er­schienen war. wurde die Arbeitstaqwzul einge­leitet. Den Höhepunkt des Treffens M te der Besuch des Stabsführers Lauterb^-der am Pfingstmontag zu den Führern^ailli Mhre- rinnen sprach. (Wir kommen auf da- ^ rlager noch ausführlich zurück.)

- borene

Der Oberste Litauische Gerichtshof h^"^'

düng gefällt, nach der keine gesamt,'? ,e Haf­tung der Verurteilten im großen M« -proreß

für die Gerichtskosten besteht.

(Orabtdsrlvbt. unseres üsvksr Vertreters)

Gens» 2. Juni

Ueber der Völkerbundsstadt ziehen sich wieder drohende Wolken zusammen. Von dem ersten Schrecken, den der argentinische Antrag auf Ein­berufung der Genfer Vollversammlung an Stelle des Völkerbundsrates für den 16. Juni ausgelöst hat, scheint man sich noch immer nicht erholt zu haben. In Genfer Kreisen verlautet, daß das Eeneralsekretariat des Völkerbundes zunächst bei den verschiedenen Regierungen Erkundigungen einziehen wird, ob eine Mehrheit für die Ein­berufung der Vollversammlung vorhanden ist. In der Praxis wird dieseSondierung" wahr­scheinlich darauf hinauslaufen, daß die in Frage kommenden Großmächte, also vor allem England und Frankreich, darüber befragt werden dürften, ob sie es für zweckmäßiger halten, den FallSank­tionen oder nicht" anstatt hinter den leichter ver­schließbaren Türen des Völkerbundsrates vor der breiten Öffentlichkeit der Vollversammlung zu erörtern. In jedem Falle wird eine neue Zu­

spitzung der Lage in greifbarste Nähe rücken, wenn es zur Behandlung des abessinischen Kon­flikts vor der Vollversammlung selbst kommen sollte. Man vermutet, daß vor allem England an einer derartigen Entwicklung nur gelegen sein könne, da sie die Verantwortung für alle bishe­rigen oder kommenden Beschlüsse über Abessinien und die inzwischen eingetretenen Ereignisse in die Hände sämtlicher Völkerbundsmächte zurück­legen würde.

Starke Beachtung schenkt man gewissen aus Rom eingetrofsenen Nachrichten, die dafür spre­chen, daß man aus italienischer Seite auch weiter­hin bestrebt ist, mit möglichster Beschleunigung eine Reihe neuer vollendeter Tatsachen zu schaffen. Sensationell mutet dabei vor allem die Nachricht an, daß die Krönung Viktor Emanuels III. zum Kaiser vo« Abessinien, die ursprünglich aus abes­sinischen Boden, und zwar in der heiligen Stadt Aksum, erfolgen sollte, schon am kommenden 7. Juni in Rom vorgenommen werden soll.

In diesem Falle würde auch staatsrechtlich und verfassungsrechtlich das Schicksal der Krone Sa-

voyens endgültig mit dem Abessiniens und dem neuen Imperium verbunden sein. Zweifellos würde diese neuevollendete Tatsache" noch vor der wahrscheinlich letzten und entscheidenden großen Abessinientagung des Rates ein endgül­tiger Beweis dafür sein, daß Italien von seinen Ansprüchen nicht einen Millimeter breit abzu­weichen gewillt ist.

Daß man im übrigen in Rom die bisherige Marschroute auch Genf gegenüber kompromißlos einzuhalten gedenkt, geht daraus hervor, daß Italien auf der kommenden Ratstagung nicht vertreten sein wird. Mit der Wahrscheinlichkeit, daß es bei der etwaigen Einberufung der Voll­versammlung zwangsläusig zu einer Belebung der Sanktionsfront gegen Italien und damit zu einem tiefgehenden Bruch mit Rom kommt, rückt die Möglichkeit eines Austritts Italiens aus dem Völkerbund immer näher. Die allgemeine Ver­wirrung in Genf erreicht somit einen Höhepunkt, der sich nur mit der Lage während der ernstesten Krisentage in den vergangenen Monaten ver­gleichen läßt.

wer dem stecht dient, dient dem frieden!

kröfimmg des inlernalwiralen Kongresses für gewerblichen Nechtsschuy

Berlin, 2. Juni.

Im Reichstagssitzungssaal in der Krolloper wurde gestern abend der internationale Kongreß für gewerblichen Rechtsschutz, zu dem 43 Nationen ihre Vertreter entsandt hatten, feierlich eröffnet. Der Kongreß steht unter dem Ehrenvorfitz des Prä­sidenten der Akademie für deutsches Recht, Reichs- minister Dr. Hans Frank.

Die im Jahre 1897 ins Leben gerufene inter­nationale Vereinigung, die es sich zur Ausgabe gemacht hat, die Rech'tsbeziehungen auf dem Ge­biete des gewerblichen Rechtsschutzes von Land zu Land zu pflegen, steht zurzeit unter dem Präsi­dium des Vorsitzenden der deutschen Landesgruppe, Landgerichtsdirektor a. D. Direktor Dr. Geldes. Die Vorsitzenden der übrigen Landesgruppen stehen ihm als Vizepräsidenten zur Seite. Das Arbeitsprogramm des Berliner Kongresses ist im

Jahre 1934 in Luxemburg festgesetzt worden. Die Akademie für deutsches Recht ist an der Organi­sation und der wissenschaftlichen Vorbereitung und Ausgestaltung des Kongresses maßgeblich beteiligt. Deutschland hat bekanntlich durch eine grund­legende Reform seines Patentrechtes weitgehende Voraussetzungen für eine nützliche internationale Zusammenarbeit geschaffen.

An der feierlichen Eröffnung nahmen außer den Kongreßmitgliedern und Ehrengästen die diplo­matischen Vertreter aller auf dem Kongreß an­wesenden Nationen teil. Man sah u. a. als Ver­treter der Reichsregierung Reichsjustizminister Dr. Gürtner. Generalmajor Zinetti in Vertre­tung des Generalobersten der Flieger, Reichsluft­fahrtminister Eöring, den französischen Botschafter Fran^ois Poncet und den italienischen Bot­schafter Attolico. Von deutscher Seite waren

Her Mbror vvikte Sas Rarino-LIn-eiunal. KckolMitlor vsrlE in LsglsitunZ von (-evsi-alkslck- MLisvdall xov LlowbsrZ rwä Osusralackwiral kasäör äas Ldrsvwal in Labos

weiter erschienen die Staatssekretäre Dr. Freisler, Dr. Schlegelberger, Psundtner, Krohn, Körner, Landfried, Trendelenburg.

Nach den Begrüßungsworten des Präsidenten, Landgerichtsdirektor a. D. Dr. Geldes sprach Reichsjustizminister Dr. Gürtner im Auftrage der Reichsregierung. Er betonte die hohe Auf­gabe des Kongresses, die darin besteht, den techni­schen Fortschritt als Gemeingut der Kulturwelt zu fördern. Ein Land, das sich darauf beschränken wolle, die Früchte anderer Nationen zu ernten, aber versagen würde, wenn es sich darum handele, ihr Wachstum zu hegen und zu pflegen, würde Raubbau treiben an den Gütern der Menschheit. Der zwischenstaatliche Erfindungsschutz sei daher eine Sache der Ehre der Völker ebenso wie eine Angelegenheit ihres wirtschaftlichen Gedei­hens. Reichsjustizminister Dr. Gürtner wies dann auf die Bedeutung des neuen deutschen Patent- gesetzes hin, insbesondere auf die zahlreichen Be­stimmungen, durch deren innergesetzliche Regelung Deutschland den Gedanken des internationalen Rechtsschutzes durch die Tat gefördert habe und übermittelte für den Verlauf des Kongresses die besten Wünsche.

Sodann ergriff der Ehrenpräsident. Reichs­minister Dr. Hans Frank, das Wort zu der richtungweisenden Ansprache des Kongresses. Der Minister wies darauf hin, daß der Nationalsozia­lismus durch seinen Gründer und Führer Adolf Hitler einen unvergleichlich starken Ausdruck des Schutzes der schöpferischen Persönlichkeit erhalten habe. der als recbtspalitisches Fundament in der Gesetzgebung des Deutschen Reiches verankert sei. Dr. Frank umriß die Zielsetzung des Kongresses bezüglich der einzelnen zu klärenden Rechtsfragen, beleuchteten den Stand der Patentgesetzgebung auswärtiger Staaten und stellte die Bedeutung des kürzlich erlassenen deutschen Patentgesetzes auch für diesen Kongreß fest. Insbesondere wür­digte der Reichsminister die internationale Be­deutung dieses deutschen Patentgesetzes, das wesentliche Forderungen früherer internationaler Konferenzen für das deutsche Reichsgebiet bereits verwirkliche, und ging auch auf die erheblich? wirtschaftliche Bedeutung ein. die die Probleme des Wettbewerbs- und des Waren­zeichenrechts darstellten.

Zum Abschluß wies Reichsminister Dr. Frank auf die großen Zusammenhänge bin. in die der Kongreß zu diesem Zeitpunkt gestellt sei, indem er ausführte:In einer politisch nicht gerade ruhigen Epoche treffen Sie sich zu dieser kulturellen, gemeinschaftsordnenden und daher friedlichen Aufgabe. Möge diese Zusammenkunft einen Ausdruck des besten friedlichen Wollens unserer Völker darstellen! Denn wer dem Recht dient, dient dem Frieden. Möge daher aus Ihrem Kongreß auch eine wachsende Beachtung der Rechtsgedanken für die politische Grundhaltung unserer Kulturvölker sich ergeben. Denn immer mahnt die Geschichte der Kultur und des Rechtes alle Völker daran, jede Krakt ein­zusetzen. um dem Kulturwollen auf dem Gebiete des Rechts gegenüber der Eerpalt zum Siege zu verhelfen.

In weiten Teilen der Welt ist ein Konkurrenz- kampf zwischen den einzelnen Volkswirtschaften entstanden, der einerseits unter dem Appell an das gute Recht, andererseits mit geradezu höhni- smem Hinweis auf die Brachialgewalt geführt « »^ diesem Hinblick ist allein schon das Bestehen Oer internationalen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz ebenso wie ihr Kongreß em Sinnbild dafür, daß auch auf diesem Gebiet die ernste Stimme des Weltschutzes zugunsten un- serer Produktion immer deutlicher und stärker wird. Die Erfinder aller Völker schauen auf Sie' Die gesamte Wirtschaft der W>llt blickt auf Sie! Handeln Sie!" Nach der Eröffnungsfeier fand E Ehrengäste und die Kongreßteilnehmer ein Empfang durch Reichsminister Dr. Frank nn Festsaal der Krolloper statt.

Weltanschauung und Verufserzieliung

Kürzlich fand, wie wir bereits berichteten, im Kurhaus Dreibergen bei Bad Awischenahn eine Ar­beitswoche des Amtes für Arbeitssührung und Be­rufserziehung der DAF. statt. Den Abschlutz der Woche bildete ein Bortrag des stellvertretende« Amtsleitcrs, Po. S ch r ö d e r, der zum Thema Weltanschauung und Berusserziehung" u. a. fol­gendes ausführte:

Der Nationalsozialismus in seinem neuen Wirt- schastsdenken hat den schassendenMenschen zum Ausgangspunkt alles Wirtschaftens gemacht. Der schaffende Mensch ist wieder als Gestalter und Leiter sichtbar herausgestellt, da ja von seiner Höchstleistung der Erfolg der Wirtschaft abhängt. Wie kommen wir zu dieser Höchstleistung? Orga­nisatorische Maßnahmen genügen hier allein nicht, auch nicht der nur vorhandene Leistungswille. Leistung setzt Können voraus. Dieses Können muß schon in der Lehre geschult und an­erzogen sein. Ganz systematisch müssen wir die besten Arbeitsmethoden pflegen und ausbauen. Riesengroß steht in der Berufserziehung die päda­gogische Aufgabe.

Der Beruf ist ein unveräußerlicher Tatbestand des Lebens überhaupt. Er ist darüber hinaus ein über alles wichtiger Lebenszusammenhang der Nation. Er ist auch der starke Pol, der das Ge­bäude Berufserziehung prägt. Wir alle wissen, wie sehr die Arbeit in unserer arbeitsgeteilten Wirtschaft ihren Sinn im Zusammenhang des Le­bens verloren hat. Der Arbeitsweg ist der Schick- salsweg des deutschen Volkes gewesen wie der Schicksalsweg des einzelnen. In Verbindung mit der Arbeit ist die häufigste Frage nach dem Sinn des Lebens überhaupt gestellt worden. Diese Frage ist durch die Erziehung, die der Führer dem deutschen Volke zuteil werden läßt, überflüssig ge­worden. Der Sinn der Arbeit für das Leben der Nation ist deutlich herausgestellt worden.

Der GrundsatzJede Arbeit ist ihres Lohnes wert" ist durchaus nationalsozialistisch. Erwerb, Lohn und Entgelt sind wohl Notwendigkeiten, aber sie reichen als seelische Motive nicht aus. Es muß die Bereitwilligkeit zur restlosen Hingabe im Sinn unserer Berufsauffassung sich damit

Zum »lag der Sfl.-Sruppe Nordsee: am ö. und 7. Juni 1SZ6 in Vremen

Wer sich freimachen kann, schließt sich am 7. Juni dem großen Strom nach Vremen an und begrüßt die SA. in Bremens Mauern

paaren. Der Beruf ist eine Funktion im Dienst an der Gemeinschaft der Nation, und gleichzeitig Erwerbstätigkeit. Eine Erwerbstätigkeit ohne gemeinschaftsbezogene Haltung kann niemals Beruf sein. Der Beruf setzt durchaus nicht eine speziell gelernte Tätigkeit voraus. Jede Arbeit muß unter bestimmten Vor­aussetzungen Beruf werden. Wir kommen dadurch zu einer neuen Berufserkenntnis, die jede Arbeit zum Beruf erhebt. Es ist Aufgabe der Berufs­erziehung, an dieser Ausrichtung der schaffenden Menschen zu arbeiten, um so jedem das Bewußt­sein eines höheren Ranges seiner Arbeit zu geben.

Für uns ist der Beruf eine untrennbare Ganz­heit von Charakter, Leistung, Können und Le­bensinhalt. Erst durch den Beruf bekommt jeder Mensch am Gestalten des Arbeitslebens einen sinnvollen Anteil. Der Kampfboden ist sein Be­ruf. Diese Erkenntnis muß in sein Berufsbewußt­sein eingehen. Aus dieser Haltung heraus muß sich die Bereitwilligkeit zur qualifizierten Höchst­leistung ergeben.

Berufserziehung darf für uns nicht nur eine Vermittlung von Wissen und Können sein. Da­durch würden wir uns durch nichts von dem un­terscheiden, was vordem war. Das Problem der Berufs- und Arbeitserziehung wird nicht gelöst durch eine Steigerung der Handfertigkeit, sondern entscheidend bleibt die Hinführung des arbeiten- ^n Menschen zu dem Ideal, daß sich seine Arbeit nn Dienste an der Gemeinschaft vollzieht. Aller­dings kann Gesinnung allein auch die Leistung nicht ersetzen. Aber mit nationalsozia­listischer Gesinnung ist die Leistung unzertrennbar. Leistung ohne Gesinnung aber ist für die Volksgemeinschaft sinn- und zwecklos. Die nationalsozialistische Erundauf- fassung muß auch das Fundament unserer Arbeit sein.

Betrieb ist die kleinste Zelle im Wirt- lchastsleben, und wenn wir von seiner Einheit alle organisatorische Entwicklung ausgehen lassen so haben wir damit auch die Pflicht, das Schwer­gewicht der Bernsserziehungsarbeit und der Lei­stungssteigerung in den Betrieb zu verlagern. Grundsätzlich soll jede Berufsausbildung durch eine ordentliche Lehre im Betrieb eingeleitet wer- den. Diese Forderung müssen wir ausstellen für alle Jugendlichen, und wir müssen in enger Zu­sammenarbeit mit der Hitler-Jugend erreichen, daß der Begriff eines ungelernten oder angelern- ten Arbeiters ausftirbt. Hitler-Jugend und Deutsche Arbeitsfront haben sich überhaupt zum ersten Male des nn- und angelernten Arbeiters angenommen. Es hat sich erwiesen daß auch die un- und angelernten Arbeiter durch gute Intelli­genz etwas hervorzubringen wußten.

Bewährt hat sich die Lehrlingsausbildung in besonderen Lehrwerkstätten oder Lehrecken. Bei