Ausgabe 
(12.7.1936) Nr. 192
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parteiamtliche Tageszeitung

IlachrichlenblaK der Deutschen flrbeitsfwnt Vremen

der Nationalsozialisten Dremens

flmtsblatt des Senats der Lreien Hansestadt Vremen

RNT2.30 einschl. üArweiAn^sgeb Pj. ZusNllungSg-b.: durch die Po,I

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Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 192 / 6 . Jahrgang

Sonntag, 12 . Juli 1 S 56

klnzelprels 15 Npf.

Nie freundschast mit Österreich wiederhergestellt

i^nser ragesspZGDsl

Das deutich-'ojterreichi>che Freundschaftsver­hältnis ist wiederhergestellt.

Die Davispokalspiele in Agram endeten für Deutschland 3:0.

Bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften . in Verlin-Lichkamp wurden drei neue deutsche Rekorde aufgestellt.

Der Neichsfugsadsührer erlieg neue Richt­linien zur Dienstgestaltung des Jungvolks.

In Gandrrsheim wurde der- Grundstein für die HJ.-Motorsportschule Niedersachsen gelegt.

Dr. Schacht äußerte sich in einem Interview über die neue Reichsanleihe.

Im laufenden Eetreidewirtschaftsfahr kann der deutsche Vrotbedars aus eigener Ernte ge­deckt werden.

Gauleiter Rover erlieg einen Aufruf zur Stadthalle unserer Hansestadt.

Gruppenführer Böhmcker verlieh einer sieg­reichen Polizeimannschaft einen Ehrenpreis.

Reg. Bürgermeister Pg. Otto Heider fordert zur Ausschmückung unserer Stadt auf.

Heute fährt die Bremer Hitler-Jugend in die Sommerlager nach Bad Sachsa und Hitzacker.

In der „Bremer Kunstschau Böttcherstratze" detzinnt heute die große Ausstellung des Künstlerbundes Bremen.

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Pros. srank be? v. vlömverg

Berlin. 12. Juli

Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht Generalfeldmarschall v. V l o iri­sier g hat den Präsidenten des „Reichsinstituts ur Geschichte des neuen Deutschlands" Pros. Dr.

alter Frank zu einer Aussprache über die wissenschaftlichen Aufgaben und Ziele des „Reichinstituts" empfangen. Pros. Frank hat den Sachverständigen-Beirat des Reichsinstituts durch drei Vertreter der Wehrmacht erweitert und für das Heer Oberstleutnant a. D. Förster, Di­rektor der Forschungsanstalt für Kriegs- und Heeresgeschichte, für die Kriegsmarine Konter­admiral Asmann, Leiter der kriegswissen- schaftlichen Abteilung heim Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, und für d^s Luftwaffe Oberst­leutnant a. D. Haehnelt berufen.

Vre« Jahre

„öemeinfchostslager Hanns kerrl"

Berlin, 12. Juli.

Aus Anlaß der dritten Wiederkehr des Erün- dungstages des „Eemeinschaftslagers Hanns Kerrl" der Referendare inJüterbog veranstal­tete das Reichsjustizministerium eine Sonderfahrt dorthin, um den Fahrtteilnehmern Gelegenheit zu geben, sich von den Fortschritten in der Ausgestal­tung des Lagers zu überzeugen und einen Ein­blick in die Arbeitsweise seiner Belegschaft zu tun. 2m Mittelpunkt des Tages stand ein Sportfest. Unter den Anwesenden bemerkte man neben dem Lagerkommandanten Hildebrandt u. a. den Präsidenten des Reichsjustizprüfungsamtes Dr. P a l a n d t.

„Soziale flrbett und Semeinschast"

Berlin, 12. 2uli.

Vom 12. bis 18. 2uli findet in London zum dritten Male der Internationale Kon­greß für soziale Arbeit statt, der alle vier Jahre die ersten Fachleute aus aller Welt für die öffentliche und private soziale Arbeit zum Austausch von Erfahrungen und Berichten über den Stand der Arbeit in den einzelnen Län­dern vereinigt. Der Kongreß wird in diesem Jahr das Thema „Soziale Arbeit und Gemeinschaft" behandeln. Der Bedeutung des Kongresses entsprechend nimmt eine 30köpfige deutsche Abordnung unter Führung von Haupt­amtsleiter Hilgenfeldt an der Tagung teil. Der Mitarbeit der deutschen Abordnung wird von dem internationalen Kongreß mit Spannung entgegengesehen, da man gerade von den deut­schen Teilnehmern infolge der großen Erfolge der deutschen Reichsregierung auf sozialpolitischem Gebiet viele positive Beiträge zur Behandlung des Kongreßthemas erwartet.

Politische Lmpfange bei Velbos

Paris, 12. Juli

Der französische Außenminister Delbos hat im Laufe des gestrigen Sonnabends den sowjet- russischen Botschafter in Paris Potemkin und anschließend den ständigen französischen Völker­bundsvertreter Paul Boncour empfangen. Beide Empfänge dürsten dem Stand der Meer- engen-Konserenz von Montreux, bzw. der für die nächste Woche zu erwartenden Auseinandersetzung zwischen der gegensätzlichen russischen und der englischen These gegolten haben. Paul Voncours Aufgabe würde es sein, eine Annäherung zwischen diesen beiden Auffassungen zu versuchen. Außer­dem hatte Außenminister Delbos noch eine Un­terredung mit dem französischen Botschafter in London, Corbin, der sich zum Wochenende in Paris aufhält. Diese Besprechungen sollen die bevorstehende Zusammenkunft der Locarno- Mächte in Brüssel zum Gegenstand gebabt baben.

Schritt zur kntspcinnung der europäischen läge

Vas amtliche Kommunique

Berlin, 12. Juli.

Reichsminister Er. Goebbels verlas gestern um 21 Uhr über alle deutschen Sender folgende amt­liche Erklärung:

Ich habe im Auftrage der Reichsregierung das folgende Kommunique über eine Vereinbarung bekanntzugeben, die heute zwischen der Deutsche» Reichsregierung und der Lesterreichischen Bundes­regierung abgeschlossen wurde. Sie stellt einen weiteren praktischen Schritt auf dem Wege einer friedlichen Entspannung und Entwirrung der eu­ropäischen Lage dar.

Ich teile Ihnen nun den Wortlaut des amt­lichen Kommuniques mit:

„In der Ueberzeugung, der europäischen Ge- famtentwicklung zur Aufrechterhaltung des Frie­dens eine wertvolle Förderung zuteil werden zu lassen, wie in dem Glauben, damit am besten den vielgestaltigen wechselseitigen Interessen der bei­den deutschen Staaten zu dienen, haben die Re­gierungen des Deutschen Reiches und des Bundes­staates Oesterreich beschlossen, ihre Beziehungen wieder normal und freundschaftlich zu gestalten.

Aus diesem Anlaß wird erklärt:

1. 2m Sinne der Feststellungen des Führers und Reichskanzlers vom 21. Mai 1335 anerkennt die Deutsche Reichsregierung die volle Souveräni- <ä des Bundesstaates Oesterreich.

2. Jede der beiden Regierungen betrachtet die in dem anderen Lande bestehende innerpolitische Gestaltung, einschließlich der Frage des österrei­chischen Nationalsozialismus, als eine. innere An­gelegenheit des anderen Landes, aus die sie weder unmittelbar noch mittelbar Einwirkung nehmen wird.

3. Die österreichische Bundesregierung wird ihre Politik im allgemeinen, wie insbesondere gegen­über dem Deutschen Reiche stets auf jener grund­sätzlichen Linie halten, die der Tatsache, daß Oester­reich sich als deutscher Staat bekennt, entspricht. Hierdurch werden die Römer Protokolle ox 1331 und deren Zusätze ox 1338 sowie die Stellung Oesterreichs zu Italien und Ungarn als den Part­nern dieser Protokolle nicht berührt.

In der Erwägung daß die von beiden Seiten gewünscht Entspannung sich nur verwirklichen lassen wird. wenn dazu gewisse Vorbedingungen seitens der Regierungen beider Länder erstellt werden, wird die Reichsregierunq sowohl wie die österreichische Bundesregierung in einer Reihe von Einzelmaßnahmen die hierzu notwendigen Voraussetzungen schaffen."

* Wieder einmal hat des Führers geniale außenpolitische Hand eine Wirrnis geordnet, die bisher zweifellos einen unsicheren Fak­

tor in der europäischen Friedensrechnung darstellte.

Was Adolf Hitler in seiner großen Rede vom 21. Mai 1935 bereits festgestellt hat, ist nunmehr mit dem Akte der Wiederher­stellung der freundschaftlichen deutsch-öster­reichischen Beziehungen dokumentarisch nie­dergelegt und niemand darf fortan daran zweifeln, daß die deutsche Reichsregierung die Souveränität des Bundesstäates Oester­reichs anerkennt.

Allen Hetzern rings um Deutschland ist da­mit der Wind aus den Segeln genommen und Entspannung der europäischen Lage wird die begrüßenswerte Folge sein.

Wir als Volk des gleichen Blutes wie das Volk in Oesterreich begrüßen zutiefst die Wegräumung eines Mißverständnisses, aus dem sich leider bis vor kurzem noch Folgen ergaben, die beiden Staaten deutscher Art gleich unangenehm sein mußten.

Deutschland wünscht, daß Oesterreich, sich als deutscher Staat fühlend und als deut­scher Staat handelnd, seine inneren Angele­genheiten in dem Sinne erledigt, wie es der Ehre und dem Wollen des deutschen Bruder­stammes in Oesterreich entspricht.

Um die letzten Hindernisse zur Entwicklung eines freundschaftlichen Verhältnisses aus dem Wege zu räumen, sind — wie wir er­fahren — in einem Genrleman-Agree-

ment bereits sehr wichtige Einzelhei­ten geklärt worden, deren Bereinigung als Vorbedingung für ein gedeihliches Nachbar­verhältnis der beiden deutschen Länder sei­tens deren Regierungen betrachtet wurden. So wurde die Frage des Reisever­kehrs, die Frage der Hoheitszeichen und der Nationalhymnen aufs glück­lichste gelöst und es ist in Auswirkung des erfreulichen Abkommens wie der genannten Vereinbarungen kaum daran zu zweifeln, daß demnächst auch die Fragen eines en­geren Wirtschaftsverkehrs zwi­schen Deutschland und Oesterreich geklärt werden können. Und wie wir wissen, daß das Brudervolk in Oesterreich den Akt wiederhergestellter deutsch - österreichischer Freundschaft von Herzen begrüßen wird, so nimmt auch das deutsche Volk von diesem Abkommen mit innerer Erleichterung Kennt­nis, nachdem es stets bedauert hyt, daß so­lange Zeit die Völker gleichen Blutes an­einander vorbeigegangen sind. Darüber hin­aus aber werden die deutsch-österreichischen Vereinbarungen begrüßt werden über die Grenzen der beiden Länderhin- aus, von allen, die in diesen Vereinba­rungen ein willkommenes Zeichen allgemei­ner Entspannung in Europa und einen neuen positiven Beitrag zur eu­ropäischen Befriedung erblicken.

d.

Manntgabe der Vereinbarung in Men

NunöiunkreSe Ves österreichischen Sundeskanzlers Sr. Schuschnigg

Wien, 12. Juli

2m österreichischen Rundfunk wurde gestern abend zunächst der amtliche Text der Vereinba­rung mit dem Deutschen Reich bekanntgegeben. Sodann sprach Bundeskanzler Dr. Schusch­nigg. „Ich weiß", so führte er aus, „daß ich namens aller ausrechten und einsichtigen Oester- reicher spreche, wenn ich der sicheren Hoffnung Ausdruck gebe, daß die Wiederkehr normaler sreundnachbarlicher Beziehungen mit dem Deut­schen Reich nicht nur den beiden deutschen Staaten und somit dem gesamten deutschen Volke zum Segen gereicht, sondern daß damit ein wert­voller Beitrag zur Sicherung des europäischen Friedens geleistet wurde, dem zu dienen seit je nicht nur im wohlverstan­denen Interesse unseres eigenen Landes Ziel un­serer Politik war."

Er wolle, fuhr der Bundeskanzler fort, in dieser Stunde nur der aufrichtigen Freude und Genug­tuung darüber Ausdruck geben, daß hüben und drüben das Bewußtsein um Schicksalsverbunden­

heit und gemeinsamen Weg allen Zwischensiillen der Geschichte zum Trotz sich stark genug erwiesen habe, um mit berechtigter Aussicht auf Erfolg den Versuch zu unternehmen, Hindernisse und Barrieren wegzuräumen, die eben noch unllber- windbar schienen.

Dies könne sein und werde immer sein können, wenn hier wie dort der Wille bestehe, das Recht und die Eigenart des anderen zu achten, wenn über alle Meinungsverschiedenheiten und Gegen­sätzlichkeiten hinweg das Wissen um ein großes Erbe liege weiter aber auch das Bekenntnis zum gleichen Kulturkreis und schließlich das Ver­trauen. daß jeder für sich ehrlich bemüht sei, seinem Volke zu dienen. Dr. Schuschnigg erinnerte sodann daran, daß schon Dr. Dollfuß das Deutsch­tum Oesterreichs und seine Schicksalsgemeinschaft mit Deutschland betont habe.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Li-r skskLee Aare soA Aeeme-r entstehen

Lies Hattieitecs Aövec E Lrkie Hcemee Voikssettsssen sum.Aalt <iec FtaMaLie

Nachdem der Kreisletter in Semeinschast mit dem Vremer Senat den Sau einer Stodt- Kalle k»ir die Hansestadt vremen erneut aufgegriffen Hat, möchte ich Hiermit sämtlichen Volks- genoffenundVoiksgenossinnenderSradtVremen dievedeutung eines solchenSemeinschastsHauses in vremen eindringlichst zu Semiite sichren.

dieses SemsinschaftsHaus als eines der ersten großen vaudenkmöler der Zeit fldols Hitlers muß in würdiger form, so wie es dieser bedeutenden Stadt nicht nur allein für unseren Sau, sondern auch der Welt gegenüber zukommt, entslelzen.

großes zu planen und durchzusichren ist im Sinne des fichrers. kr gibt uns die Möglich­keit dazu, indem er das ganze deutsche Volk zu einer großen Schicksalsgemeinschast zusammen­schweißte. Vieles Werk, das der Semeinschast dienen soll, muß aus der Semeinschast entslelzen.

Ich rufe dalzer die gesamte Bevölkerung der Stadt vremen aus, Vausleine zu diesem stolzen Vau der Stadt vremen beizutragen.

ks wird unsere ewige Sorge sein, daß der Seist fldols Hitlers und seiner vewegung in diesem vauwerk unserer Zeit zu Hause sein wird.

Vem Verein NiedersachsenHalle wünsche ich vollen krfolg bei seiner Ausgabe.

Heil Hitler!

LkZMtsr und NeichsslatlHaltec

Frankreich in Not

Im Schatten des Vastille-Sturms

* Bremen, 12. Juli.

Mit ziemlicher Besorgnis sehen die rechts­gerichteten Regierungsgruppen Frankreichs dem 14. Juli, also dem Nationalfeiertag des französischen Volkes, entgegen. Es ist dies der Jahrestag des berüchtigten Stur­mes auf die Bastille, das französische Staats- gesängnis, im Jahre 1789, und die Geschichte betrachtet bekanntlich dieses Ereignis als den Auftakt und den Ausgangspunkt der ersten französischen Revolution.

Wird der für jeden Franzosen erinne- rungsträchtige Tag in diesem Jahre — wo Frankreich, gepeitscht von internationalen Hetzern aus Moskau, nach dem „Siege" der französischen Volksfront aus Streikunruhen und politischen Zusammenstößen nicht mehr herauskommt — am Ende den Beginn einer neuen, und zwar der bolschewisti­schen, Revolution in Frankreich bedeuten?

Im voraus angesagte Revolutionen sind selten eingetroffen. Und obgleich ehrliche Warner in Frankreich mit Recht darauf hin­weisen können, wie unerhört emsig der Kommunismus dort an der Arbeit ist, um die Weltrevolution im Lande Robespierres voranzutreiben, so bezweifeln wir dennoch, daß diese schon jetzt, am 14. Juli, mit ihrer ganzen Wucht über Frankreich hereinbrechen kann. Immerhin ist das Ultimatum, das der Verband der Landarbeiter an die Arbeit­geber in Frankreich soeben gerichtet hat — danach muß bis zuM 14. Juli ein von den Arbeitnehmern befehlsmäßig geforderter Kollektivvertrag durch die Arbeitgeber an­genommen werden —, ein bezeichnendes Bei- spiel dafür, daß der 14. Juli ohne Unruhen lokaler Art in Frankreich kaum vergehen durfte.

. "Am ^4. Fuji muß die Pärtei sich vervier­facht haben", ist die Losung, welche Moskau an seine Agenten in Frankreich ausgegeben hat. Wenn man dies weiß, kann man auch ganz gut die Taktik begreifen, welche die Kommunisten am Freitag in der Kammer ^ ^ sich dem kleinen französi- ichen Burgertum gegenüber wie Löwen im Schafspelze gebärdeten, indem sie so taten als würden sie die Gewalttaten kommunisti- Icher Heißsporne im Lande mißbilligen und als wären ihnen die radikalen Streikaus- schreitungen selber nicht recht. Sie erklärten Uch.ju der Kammer — um den kleinen fran­zösischen Bürger zu gewinnen — mit den Ge­genmaßnahmen des Staates scheinbar einver- ftanden, während sie im Lande draußen ins- geheim die Weisung ergehen ließen, Armee sssm. Polizei durch Ausmerzung der zuver- ^ schwächen, die Disziplin durch Aufhetzung der Soldaten zu unter- m ^ Ausschaltung der Sozialisten und Radikalsozialisten aus der Regierung Zur Vorbereitung des Endkampfes gegen den bürgerlichen Staat zu betreiben.

Man muß staunen über die Unverfroren- Yeit, womit der kommunistische Redner Ramette bei der Aussprache in der Kam- Besetzungen der Fabriken durch streikende Arbeiter erklärt hat, daß seine Partei, „um den Mittelstand zu ver- Bestrebungen der Regierung, den Streiks und Fabrikbesetzungen ein Ende zu machen, unterstützen wolle. Noch mehr aber muß man staunen, daß solche Verlogen­en^/ Bürgertum Glauben

findet und tatsächlich Kleinbürger in Massen ein Kommunismus zuströmen in der An- daß er es mit dem Wähle des Mit­telstandes ernst meint. Ob die Zahl der Par- emngehorlgen durch solche Roßtäuschert^cks b5,?n°1^ °m 14. Juli wird vervierfacht ?°ben sei dahingestellt. Zustrom erhält sie

ttcko Än ^"ichen. n^che die poli­tische Tragweite ihres Tuns nicht erkennen.

überhörten jedenfalls, was Ramett e seinen Erklärungen in der Kam- mer^-hinIufugte: daß er bedaure, wenn der Innenminister Ealengro dem Senat die Anwendung aller Machtmittel des Staates ^ Fabrikbesetzungen versprochen übrigens mit diesem Einsatz „aller Machtmittel des Staates" gegen die Fabrikbesetzungen bestellt ist, war gleich dar­auf aus der Entschuldigung Salengros zu erkennen, wonach die Polizei unbewaffnet Kampf gegen die unbotmäßige Arbeiterschaft sein werde. Wir im Reiche nennen dieses unbewaffnete Vorgehen aus deN- düsteren Novembertagen 1918 und '.mnen ae'mu. was daraus entsteht. Der ^malistische Svrecher Jzar-d hatte schon recht, als. er den Kommunisten vorwarf hinter der Fassade der Volksfront das Spiel Moskaus zu treiben, und verwunderlich ist

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