Ausgabe 
(10.7.1936) Nr. 190
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parteiamtliche Lageszeitung

NachrichtenblaN der Deutschen flrbeitssront Dremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsbiatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen

?oMonatsbezug: RM. 2 ,N einschl. so Pf. Zustesiungsgeb.; durch die Post ausschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck. Hamburg 1-2,2. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch - - - - . - . .

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Das amtliche verkimdungsblatt des Neichsstatchalters in Mdenbmg und Vremen

Nr. 1S0 / 6. Jahrgang

Anzeigcn-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Pf., die 76 -mni-Zeile im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Fainilien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis, liste K (Nachlaßstaffel <2). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12^-13^ Uhr.

sreitag, 10. Juli ISIS

kinzelpreis 15 Npf.

Nur noch 1,Z Millionen Arbeitslose im Nelch

Neue kntlostung verUnttrsiütsungselnrlchkungtn

Vor flrbeitseinsah im Juni

Berlin, 10. Juli.

Der Monat Juni brachte eine weitere kräftige Abnahme der Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Ar­beitslosen ging um rund 176 606 aus 1315 666 zurück.

Dieser starke Rückgang ist um so bemerkenswer­ter, als erfahrungsgemäß im Juni die jahres-

Unssl lagesspisgel

Bei de« Beratungen in Montreux ergab'n sich neue Schwierigkeiten.

Die Niedermetzelung der italienischen Offi­ziere in Abessinien wurde mit der Hinrich­tung von 30 Eingeborenen vergolten. England will seine Flotte im Mittelmeer aus den normalen Stand zurückführen.

In Amerika forderte die Hitze in den letzten Tagen 186 Todesopfer.

In Danzig ist ein Gesetz zur Beendigung des Parteienunsugs in Vorbereitung.

Die Zahl der Arbeitslosen im Reich ist im Juni um 176 666 gesunken.

Der nationalsozialistische Rechtswahrerbund rief einen Versicherungsausschutz ei».

Nach dem neuesten Bericht des Statistischen Reichsamtes find die Ernteaussichten im Reich sehr günstig.

Die Hebung der deutschen Schafzucht macht Fortschritte.

Kreiswalter Schwenk erläßt einen Aufruf zur Förderung des Baues der Niedersachsen- halle.

Vaudirektor Hacker äußerte sich über den Ausbau des Freihafens 1.

Max Schmeling wurde vom Reichssportfiihrer empfangen.

zeitlichen Antriebskräfte für den Arbeitseinsatz nachzulassen pflegen. Die Versorgung der Außen- berufe mit Arbeitskräften ist schon in den vorher­gehenden Monaten im wesentlichen durchgeführt, und der zusätzliche Kräftebedarf derLandwili­sch a f t für die Getreideernte wird im allgemei­nen erst später fühlbar. In diesem Jahr sind die belebenden Momente noch stärker als im Vor­jahr wirksam geblieben.

So konnten in den Monaten Mai und Juni 1338 rund 156 666 Volksgenossen bei den Arbeits­ämtern als Arbeitslose ausscheiden gegen 357 666 in der gleichen Zeit des Vorjahres. Dabei ist gegenüber dem Vorjahr der Arbeitslosenbestand an sich schon um über 5VS636 und die Zahl der zusätzlich beschäftigten Notstandsarbeiter um rund 166 666 niedriger.

Je kleiner die Zahl der Arbeitslosen wird, um so schwerer wiegt jeder weitere Erfolg, denn von dem heutigen Restbestand sind viele Arbeitslose wegen ihres Alters oder aus anderen Gründen schwer unterzubringen. Da viele Bezirke praktisch schon als arbeitslosenfrei anzusprechen sind, galten die Bemühungen der Arbeitsämter in den letzten Monaten vor allem den Gebieten, die noch zurück­geblieben waren, linier stärkstem Einsatz der zwischenbezirklichen Arbeitsvermittlung wurde so besonders versucht, die dichtbesiedelten Trotz- stadtbezirke und die sonstigen Notstands- gebiete zu entlasten.

Unter den Berufsgruppen, welche bevorzugt in der Lage waren, weitere Arbeitskräfte aufzu­nehmen, steht wiederum das Baugewerbe zusammen mit der Baustoffindustrie an erster Stelle. Dann folgt das Metallge­werbe, das in fast allen seinen Zweigen viele Kräfte binden konnte. Daneben wiesen das Derkehrsgewerbe und die Berufsgruppen des Nahrung s- und Eenußmittelge- werb es beachtliche Abnahmen der Arbeits­losenzahl auf. Eine jahreszeitliche stets im Juni zu beobachtende Zunahme der Arbeitslosigkeit lag lediglich im Bekleidungsgewerbe vor.

Entsprechend dem Sinken der Arbeitslosenzahl haben im Verichtsmonat auch die Unterstützungs­einrichtungen wiederum eine beträchtliche Ent­lastung erfahren. In der Arbeitslosenversicherung betrug am 36. Juni 1938 die Zahl der Haupt- nnterstützungsempsänger 164 666, somit 33 666 weniger als im Vormonat. In der Krisensürsorge wurden Ende des Berichtsmonats 586 666 Unter­stützte gezählt, d. s. 66 666 weniger als im Vor­monat. In der öffentlichen Fürsorge standen 215 666' Personen als arbeitslos anerkannte Wohlfahrtserwerbslose laufend in Unterstützung. Gegenüber dem Vormonat ist damit eine Ab­nahme um 31666 festzustellen.

Die Notstandsarbeitcn wurden im Verichts­monat weiter planmäßig eingeschränkt; Ende Juni waren noch 165 678 Notstandsarbeiter be­schäftigt, d. s. rund 27 666 weniger als im Vor­monat.

Bedarfsdeckung nur bei Neicksbürgern

R. Berlin, 16. Juli

Der Reichsfinanzminister hat soeben einen Runderlatz herausgegeben, aus dem hervorgeht, datz künftig nur solche Verkaufsstellen zur Be­darfsdeckung auf Grund des Gesetzes über För­derung der Eheschließungen zugelassen werden können, deren Inhaber die Neichsbiirgerschaft be­sitzen.

Sind mehrere Personen Inhaber eines für die Zulassung in Aussicht genommenen Geschäftes, so hat die Gemeinde nach Lage des Falles von sich aus die ,Entscheidung zu treffen, wenn Teilhaber der Verkaufsstelle nicht Reichsbürger sind. Ge­schäfte von Schwerkriegsbeschädigten können ohne Bedenken von der Gemeinde zuge­lassen werden. Die Zulassung von Verkaufs­stellen, deren Inhaber die Reichsbürgerschaft nicht besitzen, soll, sofern sie bereits ausgesprochen wurde, nicht widerrufen werden. Die Bedin­gungen über die Zulassung sind damit, wie der Minister erklärt, erschöpfend geregelt.

knglands flotte bleibt lm Mtelmeer

Ziirückfülirung auf den normalen Stand — der teste Seelord beantwortet bedeutungsvolle Unterbausanfragen

London, 16. Juli.

Im englischen Unterhaus stellte der Abgeord­nete Mander (liberal) an den Ersten Seelord die Frage, wann er beabsichtige, die britische Flotte aus dem Mittelmeer zurückzuziehen. Sir Samuel Hoare antwortete, es bestünde nicht die Absicht, die britische Flotte aus dem Mittclmeer zurückzu­ziehen, aber es sei beabsichtigt, in sehr naher Zu­kunft diejenigen Einheiten zu entlassen, die vor­übergehend aus den Heimatgewässern und anderen Ueberseestationen entsandt worden seien.

Mander fragte hieraus ironisch, für welchen genauen Zweck die Schiffe im Mittelmeer ge­halten würden, da die Regierung doch nicht die Absicht habe, irgendeines ihrer Schiffe zu „ris­kieren". Peter MacDonald (konservativ) fragte, ob die britische Flotte nicht schon über 366 Jahre im Mittelmeer sei. Daraufhin erhob sich Hoare und sagte, er könne den Abgeordneten versichern, daß die britische Flotte wahrscheinlich noch weitere drei Jahrhunderte im Mittelmeer bleiben werde (Beifall der Regierungsmehrheit),

Der Erste Lord der Admiralität hat mit dieser Mitteilung im Unterhaus bestätigt, daß die bri­tische Flotte im Mittelmeer auf einen nor­malen Stand zurückgeführt werden soll. Diese Maßnahme bedeutet, daß im Laufe der nächsten Wochen einige der vor Älexandrien und Malta liegenden Schiffe in die englischen Heimat­häfen, nach Gibraltar sowie nach Neuseeland und Australien und Ostasien, zurückkehren werden. Die nach Rückkehr dieser Einheiten im Mittelmecr ver­bleibende Flotte wird jedoch voraussichtlich st ä r - ker sein, als die britische Flotte es vor dem Ausbruch des abcssiniichen Feldzugcs war. Die gesamten Einrichtungen für die Unterbringung und Verpflegung einer größeren Flotte bleiben jedoch erhalten, so daß es unter Umständen leicht sein wird, die Flotte wieder im Mittelmeer zu­sammenzuziehen, falls dies erforderlich werden sollte. Die von Hoare angekündigte „Demobili­sierung" der Flotte habe lediglich den Zweck, den Besatzungen den vielen zustehenden Urlaub zu­kommen zu lagen.

1SS Millionen Pfund für flufrüstting

London, 16. Juli.

Die bereits angekündigten Zusatzhaushalte für die englische Flotte, die Armee und die Luftstrcit- kräste werden jetzt veröffentlicht. Die zusätzlichen Ausgaben für die Luftflotte belaufen sich auf über 16 Mill. Pfund, so datz der diesjährige Luft- hauskalt eine Summe von rund 56 Millionen Pfund gegenüber 25 Millionen Pfund im Vor­jahre erreicht. Einschließlich der neuen Erhöhungen werden sich die diesjährigen Gesckmtausgaben für die englische Ausrüstung auf rund 196 Millionen

Pfund belaufen, während sie im Vorjahr« 136 Millionen Pfund betrugen.

In einer Verlautbarung über die Flotte wird mitgeteilt, daß aus den Mitteln des Nachtrags­haushaltes folgende Schiffe zusätzlich gebaut wer­den sollen; zwei Kreuzer von 5666 Tonnen, ein Torpedoboot-Führer und acht Zerstörer, ein Flug­zeugmutterschiff und vier Unterseeboote, so daß das Flottenbauprogramm für 1638 insgesamt sieben Kreuzer, 18 Torpedoboote bzw, Flottillen- führer. zwei Flugzeugmutterschiffe und acht U- Boote umfaßt. Außerdem würden, so wird mit­geteilt, bestimmte Summen für vorberei­tende Arbeiten benötigt.

Die Mehrkosten für das Heer werden mit den Kosten im Zusammenhang mit dem abessi- nischen Feldzug und gewissen Maßnahmen zur Ausfüllung von Lücken in der Ausrüstung be­gründet. Eine Million Pfund, Sterling werden dabei allein für die Beschaffung von Werk­zeugen für die Massenfabrikation als notwendig bezeichnet.

Die Mehrkosten für die Luftwaffe werden wie folgt erklärt: für Flugzeuge 4,92 Millionen Pfund, Bewaffnung und Ausrüstung 1,364 Millio­nen Pfund, Anlage von Flugplätzen, Werkstätten usw, 1,25 Millionen Pfund Unter anderem sollen neue Flugplätze in Linton, Thistleton, Honington und Swanton-Morley angelegt werden. In der Erläuterung wird darauf hingewiesen, daß das Weißbuch der Regierung erklärt habe, daß be­absichtigt sei, die Stärke der Heimatluftflotte (ohne Marineluftwaffe) auf 1756 Frontflugzeuge zu bringen. Der Personalbestand loll auf 55 6l)6 Köpfe gebracht werden.

Beschleunigter flusbau der flotte

London, 16, Juli,

Die Veröffentlichung der briti'chen Nachtrags­haushalte für die Wehrämter findet in üer ge­samten englischen Presse starke Beachtung Die von Sir Samuel Hoare im Unterhaus vorgelegten Nachforderungen ermöglichen eine bedeutende Beschleunigung des britischen Flöt- tenb au Programms, das, wie in amtlichen Kreisen versichert wird, weiter beschleunigt wer­den könne, „falls eine derartige Beschleunigung eine beruhigende Wirkung auf Eurova ausüben sollte." Die Admiralität habe feststellen können, daß es möglich sei, die geplanten Schiffe lehr viel schneller als ursprünglich angenommen zu bauen. Obwohl es gegenwärtig noch nicht mög­lich sei, mit dem Bau der geplanten beiden neuen Schlachtschiffe sofort zu beginnen, könne man doch bereits Vorbereitungen treffen.

Ein Auslchuß berät zurzeit die Frage, ob außer den bisher vorgesehenen beiden Schlachtschiffen noch weitere Schlachtschiffe in Auftrag gegeben

werden sollen. Wie es heißt, sei zurzeit geplant, vier Schlachtschiffe zu modernisieren, während weitere drei bereits in den Docks einem Umbau unterzogen würden. Mit dem Bau der vier neuen U-Boote werde die britische U-Boot-Flotte 55 Ein­heiten umfassen. Die im Nachtragshaushalt vor­gesehenen Kreuzer seien kleine Kreuzer zu 5666 Tonnen, Man baue fünf Kreuzer, weil in Zu­kunft ein Krsuzergeschwader aus fünf und nicht aus vier Schiffen bestehen soll. Die Tonnage des Flugzeugmutterschiffes werde unter 23 666 Tonnen gehalten sein. Sämtliche vorgesehenen Echiffs- bauten sollen so beschleunigt werden, daß sie sechs Monate früher als vorgesehen fertiggestellt sein werden.

Im Zusammenhang hiermit wird in Marine- kreisen volle Befriedigung über die Art und Weise ausgedrückt, in der Deutschland seine Verpflich­tungen aus dem englisch-deutschen Flottenvertrag vom vorigen Jahr erfülle.

Um Sie britische Volksgesundbett

London, 16. Juli.

Im englischen Unterhaus fand eine bemerkens­werte Aussprache über die Frage der Unter­ernährung statt Die Arbeiteropposition hatte einen Mißtraucnsantrag eingebracht, in dem er­klärt wurde, daß die Unterernährung ein im eng­lischen Volk weit verbreitetes Uebel sei. Die Re­gierung wurde beschuldigt, daß sie keine wirksa­men Maßnahmen treffe, um das ernste und drin­gende Problem des Hungers und der Not „in­mitten der Dinge" zu behandeln Die Oppositi- onsvertretcr erklärten, daß mehrere Millionen Engländer unter dem vom britischen Aerztcoer- band festgesetzten Lebensstandard leben müßten und daß die Volksgesundheit durch die ungenü­gende Ernährung außerordentlich gelitten 'habe. Der Landwirtschaftsminister Elliot verneinte die Behauptung der Opposition und erklärte, daß sich die englische Volksgcsundheit in den letzten 26 Jahren beträchtlich verbessert habe. Die Re­gierung habe zahlreiche Maßnahmen zur Abhilfe des Nahrungsmangels getroffen Der arbciter- parteiliche Mißtrauensantrag wurde abgelehnt

kden leidet an HerMwäche

London, 16. Juli.

Nach einer Meldung der „Daily Mail" leidet der englische Außenminister Eden an einer Wie­derholung der Herzschwäche, die sich im April des vergangenen Jahres nach seinen Besuchen in Moskau, Warschau und Berlin bei ihm eingestellt hatte. Um sich von dieser Schwäche zu erholen, habe der Außenminister einen achttägigen Urlaub angetreten.

lAn-entos kür die ostpreiilllscliv Dnktrvakkv. rluk ckom Plngüaksn in dlsnüanssn kanä äls ksisrllebs Osbsrgabs von sseüs üaünon ckurolr äsn Ksnsrol äsr Pltsgsr, 8tastsssstistür blllok, an vsx- soliisäsns üünüsltsn äsr ostprsukisclisn I-uktvvakks statt. — Unser Stlä setzt äis Ilsdsrzads äsr, Palmen, linkes grüüsnä Ltsatsssürstär dlilok. (FVeltbilä)

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Als in diesen Tagen die nationalsozialistische Jugend ihr lüjähriges Bestehen als Hitlerjugend in einer großen Feier an ihrem Geburtsort Wei­mar begangen hat und vor ihrem Führer zum Appell antrat, wurden unsere Gedanken unwill­kürlich in jene Zeit des Zusammenbruchs einer alten, verkommenen Welt und des Entstehens einer neuen Lebensanschauung und Haltung zu- rückgelenkt. Einige Dutzend Parteien, bürgerliche, schwarze und marxistische Jnteressenverbände hatten wie auf ein Kommando ihr Interesse an der deutschen Jugend entdeckt. Mit „patriotischen" Reden traten Männer im Zylinder und Eehrock und der schwarzweitzroten Schärpe vor sie hin, mit frommem Augenaufschlag meldeten sich die sattsam bekannten Zentrumsparlamentarier und die Heilbringer aus Moskau, Von kornblumen­blau bis schwarz und von blatzrot bis dunkelrot war alles vertreten.

Alle redeten, schwatzten und versprachen. Gern und oft hatte man gerade in jener Zeit der Ju­gend jedes Urteilsvermögen, jedes Untcrscheiden- können zwischen richtig und falsch abgesprochen. Die Tatsachen aber lehrten anders. Nur knappe 16 Prozent der deutschen Jugend waren Mit­glieder der Jugendorganisationen der alten Par­teien und somit den Lockvögcln erlegen. Wenn auch die deutsche Jugend die offizielle „Poli­tik" dieser Zeit nicht verstand, so leitete sie doch ein gesundes natürliches Erkennen all der Dinge, die auch sie schon angingen

Die Fahne Adolf Hitlers war von den Front­kämpfern kurz nach dem deutschen Zusammenbruch kaum entrollt, und schon meldeten sich deutsche Jungen und Mädel zur Bewegung. Die Reinheit der Idee, das NatUrgesetzliche der Bewegung und das kämpferische Wollen einer nepen Epoche zu gestalten, zog sie nicht selten schon mit 14 Jahren zur nationalsozialistischen Partei. Während die Systemparteien nur mit Versprechungen und Eratiskostproben die Reste der Jugend an allen von bestellten Parteifunktionären künstlich er­richteten Futterkrippen und sogenannten Jugend­organisationen zu halten vermochten, marschierte bereits eine neue Jugend im Gleichschritt, aber auch im Kleichklang der Herzen mit den Männern und Frauen der verhaßten national­sozialistischen Partei. Damit war nicht nur ein vernichtendes Urteil über die Volksoersührer gefällt, scktdern auch ein für allemal das Todesurteil über sie ausgesprochen

Ohne Organisation, ohne Befehl und ohne Geld, aber mit gläubigen Herzen und der Ge­wißheit des Sieges entstanden aus der Jugend selbst heraus die ersten Truppen, Die diktierten Jugendverbünde der Parteien schmolzen dahin und mit ihnen mehr und mehr das-Eist der in­ternationalen Lehren aller Farben, der Klassen-

kampf und die sittliche und moralische Ver­rohung. Die vorurteilsfreie lebensbejahende kämpferische Jugend der NSDAP. marschierte und mit ihr die Liebe zu Deutschland, die Gemeinschaft aller Ehrlichen und Schaffenden und eine neue Ethik und Lebenshaltung.

Auf Vorschlag des alten Mitstreiters des Füh­rers, Gauleiter Streicher, wurde dieser aktivistische Teil der Bewegung, am 1. Reichsparteitag in Weimar im Juli 1926 zentral zusammengefaßt und erhielt den höchsten Ehrennamen, den die Bewegung zu vergeben hatte, damit aber auch die größte Verpflichtung für alle Zeiten — Hitlerjugend. Die Bewegung hatte sich mit dieser Namensgebung zu ihrer Jugend wie keine andere Einrichtung der Vergangenheit bekannt. Wir alle aber sahen darüber hinaus in dieser Tat ein Bekenntnis zu den ewig jungen Kräften unseres Volkes und trugen als die Namensträger des Führers von Weimar an die Gewißheit mit uns, Fackelträger seiner Welt­anschauung zu sein.

Die Kampfzeit der Partei war auch die - Kampfzeit der Jugend. Mit dem Parteigenossen, der, unermüdlich seine Pflicht tat. Flugblätter verteilte, Zettel klebte und zum Propaganda- marsch antrat, waren auch die Hitlerjungen zu gleicher Arbeit verpflichtet. Die Wut des Geg­ners konzentrierte sich auf sie. Tote und Verwun­dete zeigen den Weg an, den die HJ. bis zum Tage der Machtübernahme beschritt. Jahre schöner, aber harter Arbeit, allerdings erst wenige Schritte auf unserer Marschstrecke, liegen hinter uns. Die Jugend ist längst in der HJ. geeint und einer Fahne als Symbol auch ihrer Sehnsucht verschworen.

Die Feier von Weimar konnte nicht vorüber­gehen, ohne datz wir wieder eines -bekannten: Nationalsozialist sein bedeutet mehr als das Zur- schautragen eines Abzeichens der Bewegung und mehr als das pünktliche Antreten zum Dienst. Nationalsozialist sein bedeutet die bedingungs­lose Verpflichtung an den Führer und an die Lebensgesetze der Idee. So -und nicht anders wollen wir unsere Aufgabe sehen, die deutsche Jugend zu erziehen. Sie soll nicht nur zur not­wendigen und schönen äußeren Disziplin erzogen werden, sondern eins innere Disziplin erkennen lernen, aus der erst jede Kameradschaft, jede Leistung und jedes Glück erwachsen kann. Im Marsch, im Lager und im Heimabend soll die Jugend diesen nationalsozialistischen Geist der Härte, Treue und Geradheit erleben. Im übrigen Dasein, im Elternhaus, in der Schule und im Beruf, aber auch im Alleinsein sollen Jungen und Mädel der Hitlerjugend zeigen, daß sie dieser Zeit des Volkswerdens würdig sind. Aus den heutigen Angehörigen der HJ. werden morgen Männer und Frauen, die das Leben und

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