parteiamtliche Lageszeitung
Nachrichtenblatt der Deutschen slrbeitssront Vremen / Amtsblatt des Verrats der Freien Hansestadt Vremen
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Das amtliche verkündungsblatt des Michsstatchalters in Oldenburg und Vremen
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Nr. 226 / 6. Jahrgang
Sonnabend, 15. flugust 1S56
kmrelpreis 15 Nyf.
km lag ehrenvollster krfolge für Veutschlanl»
Sechs Solvent, zwei Silberne, eine vronzrne
Unter den flugen des lührers
Berlin, 14. August
Zum ersten Male während der XI. Olympischen Spiele ging am drittletzten Tage ein Dauerregen nieder, der aber dem Besuch der Kampfstätten keinen Abbruch tat. Mit Regenmiinteln, Schirmen und imprägnierten Umhängen nahmen die Zuschaue» den Kampf mit dem Unwetter auf,
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Unser lagesspiegel
Die Zahl der Geiselmord-: in Spanien steigt in erschreckendem Matze. .
In Madrid sind Massenerschietzungen an der Tagesordnung.
Spanische Marxisten verletzten die portugiesische Neutralität.
Terrorakte in Palästina häufen sich beängstigend.
Ende August tritt das Abkommen mit Litauen in Kraft.
Deutschlands Ruderer errangen in Erünau 7 Medaillen.
Durch einen 1v:8-Sieg über Oesterreich wurde Deutschland Handballturniersieger.
2« der 4X180-Meter-Frauenstaffel belegten unsere Frauen hinter Holland einen beachtenswerten zweiten Platz.
Ein Doppelersolg der USA. wurde das 100 -Meter-Rückenschwimmen der Männer. Durch einen Sieg über Kanada gewann USA. die Goldmedaille im Vasketballturnier.
Die Bremer Piepe wird zu einem kleine» Binnensee ausgebaut.
und da die Olympiakämpfer in den zahlreichen Entscheidungen des Tages unbekümmert um das unfreundliche Wetter mit unvermindertem Kampfgeist um den olympischen Lorbeer stritten, wurde die olympische Gemeinde ausreichend entschädigt.
Im Mittelpunkt des dreizehnten Kampftages standen die Entscheidungen im Rudern auf der Grünauer Regattastrecke. In Anwesenheit des Führers holten die Deutschen, die in alle 7 Entscheidungen gekommen waren, nicht weniger als fünf Goldene, eine Silberne und eine Bronzene Medaille heraus. Während einer Pause in Grünau empfing der Führer die erfolgreichen deutschen Ruderer. In ihrer schmucken weitzen Kleidung standen die deutschen Ruderer glückstrahlend vor Adolf Hitler, der ihnen zu ihrem Erfolge gratulierte.
2m Olympiastadion, das trotz des schlechten Wetters wiederum ausverkauft war, siegte Deutschland im Handball-Entscheidungsspiel gegen Oesterreich mit 1ti:8, dagegen wurde das Endspiel des Hockeyturniers zwischen Indien und Deutschland auf Sonnabend vormittag 11 Uhr verschoben. Im Basketball fiel der Sieg und die Olympische Goldmedaille an USA., das die Kanadier mit 18:8 bezwäng; die Bronzene Medaille holte fich Mexiko mit einem 28:12-Sieg über Polen.
Bon den Entscheidungen im Schwimmstadion siel das 188-Meter-RLckenschwimmen erwartungs- gemätz durch Kiefer an die Vereinigten Staaten, die durch van de Weghe auch noch den zweiten
Platz vor dem Japaner Kiyokawa mit Beschlag belegten. Die imal-188-Meter-Staffel der Frauen war den Holländerinnen nicht zu nehmen. Die deutsche Staffel errang aber in hervorragender Zeit die Silbermedaille vor USA. Bei den Vorentscheidungen im 288-Metcr-Brustschwimmcn der Männer setzten sich alle drei Deutsche durch. Zm ISVV-Meter-Freistilschwimmen qualifizierte fich allein Arendt für den Endlauf, der in der Vorentscheidung einen neuen deutschen Rekord ausstellte.
Unter ungeheurer Anteilnahme stieg dann das Wasserballspiel Deutschland — Ungarn, das aber noch keine Entscheidung brachte. In Gegenwart des Rcichspropagandaministers Dr. Goebbels kam es zu einem herrlichen Kamps zweier gleichwertiger Gegner, der mit 2:2 einen dem Spielverlauf entsprechenden Ausgang fand.
In der Ausscheidung des Säbelfechtens im Kuppelsaal des Rcichssportfeldes unterlagen die deutschen Vertreter, in der Deutschlandhalle setzten sich in den Nachmittagskiimpfen die deutschen Boxer Kaiser, Murach und Vogt für die Entscheidung am Sonnabend durch. Aus dem Maisold endlich trugen die Reiter den ersten Wettbewerb der Military, die Dressurprüfung, aus, an der, 19 Nationen teilnehmen. Für Sonnabend ist die Geländeprüfung in Döberitz angesetzt, während das Jagdspringen am Schlußtag der Olympischen Spiele im Olympischen Stadion ausgetrage» wird.
Fortsetzung Seite 8 (1. Beilage)
.Professor Richard Fester, München, der zum 180. Todestag Friedrichs des Großen im Austrag des Reichsinstituts sür Geschichte des neuen Deutschlands die Instruktionen Friedrichs II. an seine Generale herausgegeben hat, schreibt in der Nationalsozialistischen Partcikorrespondcnz:
In das Jahr der Befreiung der Rheinlande von den Versailler Fesseln durch unseren Führer fallen zwei bedeutsame Gedenktage. Am 2. Juli waren tausend Jahre seit dem Todestage des Reichsgründers König Heinrich I. verflossen. Am 17. August jährt sich zum ISO. Male der Todestag Friedrichs des Trotzen. Eine gradlinige Entwicklung ist unserem Volke vor der Gründung des Dritten Reiches durch Adolf Hitler nicht beschieden gewesen. Das römische Kaisertum der Nachfolger Heinrichs l. hat diese nicht zu nationalen Königen wie die Beherrscher Frankreichs und Englands werden lassen. Der preußische Staat hat die Bahnen Friedrichs des Großen wiederholt verlassen, bis es Vismarck gelang, die deutschen Stämme, wenn auch mit Ausschluß der dem Habsburgisch-Lothringischen Völkerstaate angehörigen Deutsch-Oesterreicher, wieder- zuvereinigen. Aber wir haben alle Ursache, den ersten deutschen König aus sächsischem Stamme und den großen Preußenkönig gerade in diesem Jahre besonders zu feiern. Die starke Wurzel deutschen Gemeinschaftsgefühles verdanken wir Heinrich I., den Ansatz zu dem deutschen Staate Bismarcks Friedrich dem Großen, wenn er auch nur ein deutsches Bruchstück zum Range einer deutschen Großmacht erhaben konnte. Der eine wie der andere hat als Führer für seine Zeit das menschenmöglich st e geleistet und durch die Macht seiner Persönlichkeit der fernsten Zukunft vorgearbeitet. In dem römischen Kaisertum deutscher Nation erkennen wir heute eine der größten weltgeschichtlichen Episoden. Zwei Jahrhunderte universaler Größe hat das deutsche Volk mit fünfeinhalb Jahrhunderten völkischer Schwäche und Ohnmacht büßen müssen, aber das Erwachen eines deutschen National- gejühls in der Stunde des Zusammenbruchs be
weist, daß die deutsche Saat Heinrichs I. zwischen 936 und 1806 nicht erstickt worden war. Die Bismarcksche Reichsgründung von 1871 bedeutete, indem sie auf den von Friedrich dem Großen eingeschlagenen Bahnen bewußt mit der römischen Kaisertradition brach, ein Zurückgreifen auf den deutschen Staatsgedanken König Heinrichs I.
Unter den deutschen Führern der Vergangenheit, die das Dritte Reich als Wegbereiter verehrt, stehen daher Heinrich l., Friedrich der Große und Vismarck in der vordersten Reihe, wenn auch das neue Deutschland mit den dynastischen Traditionen der Vergangenheit brechen mutzte, um das Werk der deutschen Einigung zu vollenden. Denn die Reichsgründung von 1871 war infolge der langen römischen Kaiserepisode wie der deutsche Staat Heinrichs I. von 919 nur durch einen Kompromiß mit der Eigenbrötelei der deutschen Stämme zustande gekommen. Wie von Heinrich I. zu Vismarck, führt, um es zu wiederholen, auch von Friedrich dem Großen zu unserem Führer keine gerade Verbindungslinie, aber Verbindungslinien sind es doch. Nicht nur der große zeitliche Abstand läßt den Weg von Heinrich I. zu Vismarck schwerer erkennen. Wie das Grab des ersten Gründers eines deutschen Staates in der Quedlinburgs! Krypta heute seine Gebeine nicht mehr umschließt, ist auch unser Wissen um seine Führerpersönlichkeit spärlich, und aus der Ferne spricht zu uns außer seinen Königsurkunden nur sein Geschichtsschreiber Widukind, der es bezeugt, daß Heinrich umsichtig und wachsam alles zum Schutze des Vaterlandes getan habe. Der Weg von Friedrich dem Großen zu dem Führer des neuen Deutschlands kann dagegen ungeachtet aller Nebenwege zwischen 1786 und 1933 nicht mehr verfehlt werden. Wer geglaubt hat, Friedrichs Führerpersönlichkeit zu kennen, wird heute immer neue Seiten an ihm entdecken, die jene Wegstrecke fast kürzer erscheinen lassen, als sie tatsächlich gewesen ist. Wenn der Held des Siebenjährigen Krieges 1779 seine Briefe über die
Note Schrrltzenstzerrschast in silavriv
krWeßungen am laufenden Sand - rerrorakte der stnarchisten — fluslandifche Slaalsangelzörige vor den flugen
ihres diplomatischen Vertreters ermordet
r. Lissabon, 14. August. Nach zuverlässigen Meldungen, die aus iadrid vorliegen, herrschen jetzt auch in der anischen Hauptstadt völlig anarchistische astände. Seitdem sich das militärische Glück sensichtlich immer mehr den nationalisti- jen Truppen zuwendet, zerreißen auch die tzten Bande der Ordnung. Die in Madrid rrbliebene Rumpf-Regierung hat längst die lacht über die Massen verloren, und die ewalt geht immer mehr an die anarcho- ndikalistischen Bereinigungen über. die in- oischen in Madrid eine wahre Schreckens- -rrschaft aufgerichtet haben.
Nachrichten aus zuverlässiger Quelle zu- lge wurden in den letzten 24 Stunden irch sogenannte Reoolutionstribunale allein iv Erschießungen vorgenommen. Die täg- hen Verhaftungen belaufen sich in Madrid is 1200 bis 15V0.
Die Anhänger der nationalistischen Bewegung, e sich noch in der Stadt befinden und überhaupt le Personen die irgendwie m dem Verdacht chens mit der Herrschaft des anarchistischen obels nicht einverstanden zu iem, werden meist ackts aus ihren Wohnungen gehl eppt und in überfüllte Gefängnisse emge- rfert. Oft kommt es aber nicht einmal dazu. Die ransporte werden von den plündernden und ordenden Banden, die zum Teil bereits von m Fronten zurückströmen, überfallen; die Eesan-
Wos ksikt alctusll?
Kaum veorsn gsrisrn noaftnnttag in Orünau «lis kntscksiriungsn «Isr Oipmpio - Nuelsrrsgotto gslollsn —
äs. verkiincketen bereits ckis Austräger ckes „8-IIIir-XkenckbI-ittes" äer „Bremer Leitung" auk ckeu BnupIstraLsn Bremens ckie groöva ckeutsvbea klrkolxe. Das keiüt aktuell sein! Bas beiüt immer Sas Xeueste bericliten! H er abencks ivirklicb über ckie lst-iten viciitigen Breixiu^e unterriclitet sein nill, cker knukt ckeslmlli ckas ab 18 vbr bei äen Xeitungsbäncklern, in allen Kiosken unck in unseren säml-
lielienXnreixen-^.nnabmsstellensi'bältlicbe
„6-I7dr-^dsnäbIatt" äer „Bremer Zeitung".
genen werden dann einfach ohne jedes Urteil auf der Straße erschossen. So wurde ein Zug mit 225 verhafteten Nationalisten, der von auswärts in Madrid eintraf, angehalten, die Begleitmannschaften wurden überwältigt und sämtliche unglücklichen Opfer auf viehische Weise ermordet.
Ein unerhörter Vorfall ereignete sich beim Abtransport von 7 Nonnen, die die Staatsangehörigkeit eines südamerikanischen Staates besaßen. Der diplomatische Vertreter des Landes hatte bei der Regierung freies Geleit für die Nonnen erwirkt, aber während des Transports durch die Stadt wurden sie von einer roten Horde plötzlich angegriffen und vor den Augen ihres diplomatischen Vertreters ermordet.
Angesichts dieser Entwicklung wird die Lage der noch amtierenden Rumpf-Regierung immer unhaltbarer. Außerdem zerrüttet die völlige Desorganisation allmählich die Widerstandskraft der Regierungsstreitmacht, so daß mit Ueberraschun- gen gerechnet werden muß.
Sreuellalen an Kindern
I» Andalusien sollten Geiseln lebendig verbrannt werden
(lRgensr Orabtbsrielit)
Amsterdam, 14. August.
Die Amsterdamer Zeitung „Tijd" veröffentlicht einen aufsehenerregenden Artikel ihres Korrespondenten in Spanien, der erschütternde Mitteilungen über die von dem roten Mob in der Umgebung von Osuna in Andalusien begangenen Greuel enthält? 2000 Kommunisten hätten ein furchtbares Blutbad in der Stadt angerichtet. In den Dörfern Baena, Utrera und Fuente-Eenil seien von den roten Terroristen Greueltaten verübt worden, daß sich die Feder sträube, sie wiederzugeben.
Zahlreiche Kinder politischer Gegner seien auf furchtbare Weise ermordet worden. Man habe den Kleinen die Hände abgeschnitten und ihre Körper mit den Köpfen nach unten an den Fenstern aufgehängt. In einem anderen Falle hätten die Kommunisten versucht, die von ihnen festgenommenen Geiseln in dem Gebäude, in dem diese eingeschlossen waren, lebendigen Leibes zu verbrennen. Verschiedene Benzinsässer seien bereits in dem Gebäude aufgestellt worden. Im letzten Auae»blick habe ein Luitangrisf auf das betreffende Dorf, der die Kommunisten zur Flucht veranlaßt habe. das bestialische Vorhaben der Unmenschen verhindert.
Panzerkreuzer „laime !' versenkt
Lissabon, 14. August
Der nationalistische General Queipo de Llano gab soeben über den Sender Sevilla wieder einen Lagebericht, in dem er zunächst erklärte, daß die Madrider Linksregierung versuche, die von ihm gegebenen Meldungen als unrichtig darzustellen.
Objektiven Beobachtern würde es jedoch nicht gelingen, ihm auch nur eine einzige Unwahrheit nachzuweisen.
Der General ging dann auf die letzten militärische» Ereignisse ein und teilte mit, daß der auf feiten der Madrider Regierung stehende Panzerkreuzer „Jaime I" von Flugzeugen der Militär- gruppe erfolgreich mit Bomben belegt werden konnte. Das Kriegsschiff sei infolge der erlittenen schweren Havarien gesunken.
Unweit von La Roda hätten Streikräfte der Militärgruppe eine Abteilung marxistischer Miliz vernichtend geschlagen, wobei sieben Maschinengewehre, 50 Gewehre und drei. Lastkraftwagen erbeutet werden konnten. Schließlich gab der General noch bekannt, daß die nationalistischen Truppen nach der Eroberung von Puento Herniz sowjetrussisches Geld vorgefunden hätten, was ein weiterer schlagender Beweis für die Einmischung Sowjetrußlands in die spanischen Verhältnisse sei.
Nationalistischer Oberst ermordet
Auf portugiesischem Boden
Lissabon, 14. August
In der Nähe des portugiesischen Erenzortes Lampo Maior überschritt eine größere Abteilung spanischer Kommunisten die Grenze und drang in portugiesisches Gebiet ein. Die Kommunisten bemächtigte» sich eines Obersten der spanischen Na- tionalisten, der sich nach Portugal geflüchtet hatte. Die portugiesischen Grenzbeamten waren der Uebermacht gegenüber nicht in der Lage, das Eindringen der Kommunisten zu verhindern. Die Bolschewisten erschossen den Oberst auf portugiesischem Boden und zogen sich dann über die Grenze wieder zurück.
Seiselerfchiehungen in Sän Sebastian
Paris, 14. August.
Wie der Sonderberichterstatter des „Echo de Paris" meldet, sind 14 nationalistische Geiseln aus Tolosa von den Marxisten nach Sän Sebastian gebracht und dort erschossen worden. Kurz zuvor habe man in Sän Sebastian 56 aktive Offiziere und eine Anzahl Reserveoffiziere erschossen, weil sie nationalistisch gesinnt gewesen seien.
(Siehe auch Seite 2)
Bis Konkurrenten im Inrinsprinxvn, IVnzmv unck IVsik, bei cksn Käiupkon im Lebn immstnckioU.
(.IVsltbilck.),
Dec LmcgeacKeltet
2l«»t /5L). Acle^cic^s xles HcoFert