Ausgabe 
(2.8.1936) Nr. 213
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parteiamtliche ^agesIeitung

iiachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfrant Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der Lreien fjansestadt Vremen

^.G°uv°r-ag «ms G. m. b. H..

Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 21Z / 6. Jahrgang

Sonntag, 2. flugust 1SZ6

kinzelpreis 15 Npf.

„freudig, wie ein Held nun Siege!"

VIe oitlmpWen Spiele oom fülsrer eröffnet

kinzug der Nationen

(Urokkbsriokt

unserer Berliner SoliriktlsitnnA)

Berlin, 2. August.

Die Reichshauptstadt hat sich schon so oft für große Tage gerüstet. Schon häufig prang­ten die Straßen und Plätze im Schmuck der Girlanden und Fahnen. Aber das gewaltige Erlebnis der gestrigen Eröffnung der XI. Olympischen Spiele stellt selbst die phan- tasiereichste Vorahnung in den Schatten. Berlin hat sich selbst übertrofsen.

Tag der Eröffnung der Olympischen Spiele! Schon in den frühen Morgenstunden wurden die Berliner durch fröhliche Marschmusik geweckt. Die Berliner Wachtruppe eröffnete den Tag mit dem Großen Wecken. Kurze Zeit darauf begann bereits in allen Stadtteilen die gewaltige Völker­wanderung, die auch den ganzen Tag über an­hielt. Jeder Berliner wollte teilnehmen an dem gewaltigen Weltereignis. Während die einen sich an der Triumphstraße oom Lustgarten bis zum Reichssportfeld aufstellten, um dort die Ereignisse des Tages mitzuerleben, strömten Hunderttausende am Morgen hinaus in die südlichen Stadtteile bdr Reichschauptstadt, um das Olympische Feuer auf seinem Laufe durch die Stadt zu begrüßen.

Ein Brennpunkt des Interesses war auch dies­mal der Berliner Lustgarten, wo die HJ. das Olympische Feuer in einer gewaltigen Kundgebung begrüßte. Schon lange vor Beginn der Feier waren die Kolonnen der HJ. unter­wegs. Der Lustgarten selbst bot ein festliches Bild. Hinter dem Altar, der das Olympische Feuer aufnehmen sollte, wehen die Fahnen von 83 Na­tionen, und während hier sich noch der Aufmarsch vollzieht, haben sich inzwischen das Internationale Olympische Komitee und die Olympiamann­

schaften zu einer Feier am Ehrenmal Unteroen Linden zur Ehrung der Gefalle­nen eingefunden. Während die Fackel irgendwo draußen durch den Sommertag unaufhaltsam ihrem Ziel entgegenstrebt, grüßen hier Kämpfer aller Nationen die Millionen des deutschen Volkes, die ihr Leben Hingaben, um den heiligen Vodeu der Heimat und die Zukunft unseres Volkes zu schützen.

Nach der eindrucksvollen Kundgebung am Ehren­mal begeben sich die Mitglieder des 2OK. zum Lustgarten, um an der Kundgebung bei dem Ein­treffen des Olympischen Feuers teilzunehmen. Bevor die Feier im Lustgarten ihren Ansang nimmt, findet im Festsaale des Alten Museums ein Empfang der Ehrengäste und des JOK. durch den Preußischen Ministerpräsidenten, Generaloberst Eöring, statt. Nachdem die Ehrengäste des JOK. wieder auf die Freitreppe des Alten Museums herausgetreten sind, beginnt der feierliche Einmarsch der HJ. Ein wunder­volles Bild! Unter Fanfarenklängen eröffnet Baldur von Schirach die Kundgebung. Nach dem Reichsjugendführer ergreift der Reichsiportfllhrcr von Tschammer und Osten das Wart, dann spricht Reichserziehungsminister Ruft zur Jugend der Welt. Schließlich leitet Reichspropagandaminister Dr. Goebbels in wundervollen Worten über zum Eintreffen des Fackelläufers, der un­ter dem Jubel der Massen erscheint. Das Olym­pische Feuer wird am Altar entzündet und der Ju­gend in Obhut gegeben.

Das gewaltigste und größte Ereignis des Tages war der feierliche Auftakt der Olympischen Spiele im Olympiastadion in Gegenwart des Führers. Ungeheure Menschenmassen belagerten Stunden vor der Kundgebung die Umgebung des Reichs­sportfeldes. Bereits um 15 Uhr ist das Stadion bis aus den letzten Platz gestillt. Auch das Diplo­matische Korps hat bereits Platz genommen.

Jubelrufe, die brausend oom Mai seid herüber- tönen, künden kurz vor 1 Uhr nachmittags die An­kunft des Führers. Der Präsident des Inter­nationalen Olympischen Komitees. Graf Baillet- Latour, eilt ihm entgegen, und unter dem nicht endenwollenden Jubel der Tausende von Ange­hörigen aller Nationen begibt sich der Führer in seine Ehrenloge.

Die Kundgebung kann beginnen. Vom Mara­thontor her ziehen die Olympischen Kämpfer in das Rund des Stadions ein. Nicht endenwollende Begeisterung begrüßt die Mannschaften. Fast eins Stünde hallte das weite Rund von den Beifalls­stürmen wider. Nach dem Einmarsch der Nationen betritt Exzellenz Lewald die Tribüne, um den Xl. Olympischen Spielen das Geleitwort zu geben.

Anschließend bittet Exzellenz Lewald den Führer, die Spiele zu eröffnen. Lautlos erhebt sich die Menge von ihren Plätzen. Der Führer spricht. Nach der Erösfnungsformel beginnt gedämpft die Musik und gleichzeitig gehen mit einem Schlage Tausende von Brieftauben hoch, die das Stadion fast überschatten. Jetzt wird der Fackelträger erwartet. Lautlos erhebt sich wieder alles von den Plätzen.

Plötzlich steht die schlanke Gestalt mit der lodernden Fackel in der rechten Hand im Eingang zum Stadion. Sie eilt die Stufen hinauf zu der Fenerstelle. zu dem Marathontor und zündet das olympische Feuer an. Gebannt von dem Erlebnis schweigen die Massen. Dann setzt plötzlich die Musik wieder ein. Die Fahnen treten vor. und Jsmaier, der Sprecher des olympischen Eides, betritt die Bühne, der Kampfbahn. Die Olympischen Spiele 1838 sind eröffnet! (Im Folgenden geben wir den Verlauf der Feierlichkeiten in allen Einzel­heiten wieder.)

Her großartige Verlaus der Zierlichkeiten

Me Neichsliauptstadt erlebte gestern einen unvergeßlichen lag

Berlin, 2. August.

las Festprogramm beginnt mit dem großen cken der Wehrmacht. Erwartungsvoll hält ein tes Menschenspalier die Linden besetzt, lichende Militärmusik vom Tiergarten her. Es z llhr Die Ehrenkompanie Wachtruppe ist im narsch. Unter den Klängen des Deutschland­es hält sie ihren Einzug durch das Mittel- tal des Brandenburger Tores. Im feierlichen erizianischsn Stechschritt, dem langiamen -adeschritt, geht es über die Mrttslpromenade nach dem'Lustgarten am schloß und dann tick.

100KW geflügelte Voten unterwegs

küirden Aus allen Städten Deutschlands und 13 fremden Ländern sind sie nach Berlin ge- men. Nicht weniger als 216 Elienbahnwagen

-en zu ihrem Transport notwendig. Die resbrieftaubenanstalt Spandau und die Vnei-

benzüchter Groß-Berlins haben sie bis zum lenbiick des Fluges betreut. Von den ge­ilten Voten sind Flugstrecken bis zu 1o00 Kick­er zurückzulegen.

Me sestgottesdienste

M evangelischen Dom und in der katholischen

is.V,K-Mch-»'«»««L- R

mchors umrahmt. An der D g Predigt

-nist Pros. Fritz S °' im an n D,° Preoigr

lt Eeneralsupernitendmit ^

rsitzende des Reich»klrchenaus,chutzes. ^ ^ ^

nmen. Hinter ihnen saßen zah yon

Diplomatie, unter 'hne» ^re Bostchaster

inkrcich, Italien und Polen- AM oer u

-te sah man die deuten Eingab ^ en Minister EItz - N u o e n a i, ! dem

eder der fremden Sportabordn^en.

-rlichen Pontstikalamt le tete °er P pu nlius Lrsenigo Thronasiistenz.

Kromniederlegung am Ehrenmal

Seaen ^1« Uhr vollzieht sich am Ehrenmal

nnq dnrch die Mitglieder des ^«nationalen ympischen Komitees und des d-nt,ch-n Organ.- ons -mit--, der feierlich- An,m°r,ch von Ab­

ordnungen der Olympiamannschaften, der inter­nationalen Sportstudenten und des internationa­len Jugendlagers.

In weitem Umkreis abgesperrt liegt der große Platz ruhig da, nur hier und dort hallt ein Kom­mando durch die weihevolle Stille. Unmittelbar dem Ehrenmal gegenüber stehen seit den frühen Morgenstunden einige tausend Menschen, die sich hier noch rechtzeitig vor der Absperrung ansam­meln konnten. Die Ehrenmannschaften der Jugend waren in ihren Lunten Trachten und Uniformen vom Brandenburger Tor her in zwei langen Marschkolonnen herangezogen. Nun bilden sie zu beiden Seiten des Ehrenmals vom Zeughaus bis hinüber zur Universität eine prachtvolle bunte Kette, aus der alle Farben hervorleuchten.

Einige Zeit später naht vom Brandenburger Tor her mit klingendem Spiel das Ehren- bataillon der Wehrmacht. Es setzt sich aus zwei Kompanien der Wachtruppen, einer Marine-kompanie, der Ausbildungsabteilung der ersten Zerstörerdivision und einer Kompanie der Wachtruppe der Luftwaffe zusammen. Inzwischen haben die Mitglieder des Internationalen Olym­pischen Komitees und des Deutschen Organi- fationskomitees die Gotteshäuser verlassen. Nach Zusammentreffen im Lustgarten bewegen sie sich in feierlichem Zuge von der Schloßbrücke her am Zeughaus vorbei zu der Weihestätte. Das Ehrsn- bataillon präsentiert das Gewehr, und während die übrigen Mitglieder der beiden Komitees noch kurze Zeit vor dem Eingang zum Ehrenmal ver­harren, schreiten der Präsident des JOK, Graf Vaillet Latour und der Präsident des deut­schen Organisationskomitees Exz. Lewald unter Führung des Kommandanten von Berlin, Ge­neralleutnant SchaumLurg, die lange Front des Ehrenbataillons ab.

Dann betraten sie die Weihestätte. Zwei weihuniformierte Mitglieder des Jugendehrcn- dienstes tragen einen riesigen Lorbeerkranz mit weißer Schleife voraus. Das Lied vom guten Kameraden klingt auf, die Hände erheben sich zum Gruß in diesem feierlichen Moment, da das Internationale Olympische Komitee die Ge­fallenen des Weltkrieges ehrt und ihrer im

Zeichen des olympischen Friedens gedenkt. Nach dem Verklingen des Liedes folgen auch die übri­gen Mitglieder des Komitees in den heiligen Raum, um dort einige Minuten in Andacht zu verharren.

Vorbeimarsch am Zeugßaus

Draußen ist inzwischen das Ehrenbataillon zum Platz am Zeughaus abgerückt und formiert sich zum Vorbeimarsch, der seinen Anfang nimmt, nachdem die Präsidenten und die Mit­glieder der Komitees sich draußen wieder ver­sammelt hatten. In prachtvollem Parademarsch, in Gruppen zu je 30 Mann, zieht das Ehren­bataillon der deutschen Wehrmacht an den Ehrengästen vorbei, begleitet von den Heilrufen der Menge, die dem Ehrenmal gegen­über in dichten Mauern diesem Schauspiel folgt,

kmpfang im fllten Museum

Kurz vor Beginn der Jugendkundgebung im Lustgarten empfing Ministerpräsident General­oberst G ö r i n g die Mitglieder des Internatio­nalen Olympischen-Komitees mit dem Präsidenten Baillet-Latour, Exz. Lewald und den Reichssportführer von Tschammer und Osten an der Spitze in der Rotunde des Alten Museums. An dem Empfang nahmen u. a. noch die Reichsminister Dr. Goebbels, Seldte Rust und Schwerin von Krosigk leil. Der Ministerpräsident gab in seiner Begrüßungsan­sprache seiner großen Freude Ausdruck, die Mit­glieder des Internationalen Olympischen Komi­tees an dieser Stelle begrüßen zu können. Daß die Spiele in echtem sportlichen Kampfgeist zum Ruhm des olympischen Gedankens durchgeführt werden, diese stolze Gewißheit erfülle jeden. In diesem Sinne wünsche er dem Welttreffen der Jugend einen großartigen Erfolg.

Der Präsident, Graf Vaillet Latour, führte in seiner Tankansprache u. a. aus: „Olympische Spiele sind ein Fest der Jugend, und man muß dieser Jugend von Kindheit an ein­prägen, daß der Sport auf ritterliche Art geübt wird. Indem Sie der H2. den Besuch der Wettkämpfe gestatten, beweisen Sie uns, welchen wohltuenden Einfluß der Kontakt mit den olym­pischen Athleten auf die Jugendlichen ausübt.

Aufmarsch der Jugend im Lustgarten

Für die Eröffnung der Olympischen Spiele konnte es keinen besseren Auftakt geben als die überwältigende Kundgebung der Jugend aller Welt im Lustgarten. Angesichts des olympischen Feuers gelobte hier die Jugend der Welt und die in der HJ. geeinte junge deutsche Generation in Anwesenheit der Hüter der olympischen Idee, für alle Zeiten das olympische Erbe zu wahren und es weiterzutragen von Geschlecht zu Geschlecht.

Gegen 11.30 Uhr schritten die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komuecs zum Alten Museum. Ihnen folgte die Mannschaft des inter­nationalen Sportstudentenlagcrs und des inter­

nationalen Jugondlagers. Um 12 Uhr künden Fanfarenklänge den Beginn der Kundgebung an. Der Einzug der Formationen der Hitler-Jugend, des Deutich'e«. Jungvolks und des Bundes Deutscher Mädel beginnt.

Auf der hohen mit fünf Ringen geschmückten Ehrenkanzcl standen der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß, die Reichsininistcr General­oberst Eöring, Dr. Goebbels, Rüst, der Reichs- jugendfiihrer Baldur von Schirach und der Reichs- spörtführcr von Tsibammcr und Osten. Weiter sah man vor dem Alten Museum Vertreter aller Partei- und Staatsdienststcllen. (Forts, auf S. 2)

(tVsItbiick-OI/mpiackisvst.) -'

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Osi- ^uitolct clsr XI. Olympisch sn 8pisls 1936 ösrlin

Xtv- Das Ereignis, auf das die gesamte Welt seit Monaten, ja seit Jahren mit. Span­nung wartete, hat am gestrigen Tage seinen Auftakt genommen. Die XI. Olympischen Spiele 1936 Berlin sind durch den Führer > und Reichskanzler des deutschen Volkes er­öffnet worden. Das weite Rund des Olympia- Stadions aus dem Reichssportfeld, bis auf den letzten Platz gefüllt, widerhallte von den begeisterten Rufen, mit denen die deutschen Zuschauer und die vielen ausländischen Gäste die auf das Feld marschierenden Kämpfer der Nationen begrüßten. So herzlich auch das Bild dieser vielen tausend Turner und Sportler aus allen Erdteilen war, weitaus wesentlicher noch ist die Feststellung, daß hier die Jugend der Welt, die Besten aller Länder versammelt waren, bereit zum härtesten Ein­satz, zu unermüdlichem Kampf, bereit aber auch, in jedem Gegner den Kameraden zu sehen.

Nicht allein die Reichshauptstadt als Aus­tragungsort der Spiele war bewegt von dem großen Geschehen. Mit tiefstinnerer Teil­nahme verfolgten Millionen und aber Millio­nen am Lautsprecher den Verlauf der Fest­lichkeiten im Olympia-Stadion. Die Olym­pischen Spiele stehen in ihrer Bedeutung über allen weiteren Ereignissen der Welt. Alles tritt zurück vor den Geschehnissen in Berlin. Waren schon die in früheren Jahren abgehaltenen Olympischen Spiele Höhe­punkte sportlicher Einsatzbereitschaft, so über­ragen die diesjährigen alles bisher Erlebte. Trotz mancher Schwierigkeiten wurden von den Nationen oft ein Vielfaches an Kämpfern mehr aufgestellt als in den Spielen zuvor. Der Durchbruch der olympischen Idee ist in aller Welt gelungen. In den entferntesten Ländern selbst wurde geworben für den großen Gedanken. Mit ehernem Schall rief die olympische Glocke die Jugend der Welt. Alle vernahmen den Ruf und folgten.

Die in der Reicksbauptstadt versammelten deutscken Volksgenossen und die vielen aus­ländischen Gäste jubelten den im Olympia- Stadion aufmarschierenden Kämpfern zu. Es

war. kein.Beifall für diese -oder jene Mann­schaft, nein, man bejubelte alle Kämpfer,/die die oft so weite Reise nach Berlin zur Ehre und zum Ruhm ihres Landes angetreten hatten, mit der gleichen Herzlichkeit. Ein echter, ganz tief aus dem Herzen kommender Jübel war es, der den Kämpfern der 53 Na­tionen entgegenschallte, eine Offenbarung der großen Verständigungsbereitschaft des deutschen Menschen wie des deutschen Volkes.

Großartig war der Rahmen der Eröff­nungsfeier. Großartig aber war vor allem der Geist der Menschen. Nicht irgendein Sportfest wurde hier durch einen glanzvollen Auftakt eingeleitet. Ueber den sportlichen Kämpfen, über dem Wettstreit der Nationen um die für den Sieger verlockend leuchten­den Medaillen schwebt die olympische Idee, die Menschen verschiedenster Nationen zu­sammenbringt nicht etwa zur Aufgabe ihrer völkischen Eigenart, sondern vielmehr zur Schaffung jener. Achtung und Schätzung der Nationen untereinander, die allein die Grundlagen bieten können zur Verständi­gung und zum friedlichen Ausgleich mancher bestehender Mißverständnisse. Gerade die XI. Olympischen Spiele werden von ganz be­sonderem Wert sein, da die Beteiligung der Nationen^ in viel größerem Umfange als je bisher erfolgte. Trotz erbittertster Kämpfe der besten Sportler der Welt werden — dessen können wir gewiß sein — die Olympischen Spiele ein einmütiges Bekenntnis zum Frieden sein. Weltfriedensfest Olympia — unter diesem Leitwort bringen die in Berlin versammelten. Nationen einen Beitrag zur Völkerverständigung, der kaum ungehört verhallen kann und sicherlich auch auf die­jenigen tiefen Eindruck machen wird, die nicht als Augenzeugen jener großen Ge­schehnisse in Berlin weilen. In hervor­ragendster Weise hat Deutschland, dem großen Ziel dienend, seine Vorbereitungen getroffen Hoffen wir, daß die Olympischen Spiele als Weltfriedensfest die Völker zum Segen der gesamten Menichbeit wieder zueinander- fllhren.