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parteiamtlich e Tageszeitung
iiachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Vremen
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der National
flmtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt Vremen
cinschl. U^rw^wngÄ^au?s^I^siä^cloe^S^ Pk. ZustrllungSgeb.! durch d!c Post ^nstsckieck: Lamk»,v^ -pottvestellgeld. Bezuaspreis ist rm voraus ru entri^^n
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Nr. ttS / ö. Jahrgang
Das amtliche Verkundungsblatt des Deichs statt Halters m Oldenburg und Vremen
Anzeigcn-Grundprcise: Die 22-mm-ZeiIe im Anzeigenteil 12 Ps., die 70-mm-Zsile im Texttsil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preisliste 8 (Nachlaßftassel L). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr-, Schristleitung Dienstag und Freitag 12^-13^ Uhr.
Mittwoch, rs. stpril 1S56
kinzelpreis 15 Npf.
wie der Lebensstandard erhöht wird
dritte ragung der keichsarbeitskammer / Neichsorganisationsleiter Vr. tev kündigt ein großes Siedlungswerk an
Unser lagesspiegsl
Bei neuen schweren Zusammenstößen in Spanien wurde der frühere Polizeiches von Barcelona erschossen.
König Fuad von Aegypten ist gestorben.
Der amtliche Wiener Bericht über den Phönix-Skandal gewährt Einblick in ein großangelegtes Bestechungssystem.
Der italienische Landwirtschastsminister Rossoni war gestern Gast Dr. Ley's bei der DAF.
Während der dritten Tagung der Reichsarbeitskammer kündigte Dr. Ley ein großes Siedlungswerk an.
Durch Erlaß des Führers und Reichskanzlers ist zur Bearbeitung aller Sportsragen ein Reichssportamt gegründet worden.
Der Führer hat den Landesgerichtsdirektor vom Landgericht Hamburg, Dr. Karl Rüther, zum Präsidenten des Landgerichts Bremen ernannt.
Die Kreispropagandaleitung veröffentlicht die Folge des Ablaufs der Kundgebungen zum Nationalen Feiertag des Deutschen Volkes in Bremen.
Heute ist der letzte Tag der Polizeiausstellung. Eine deutsche Margarinesabrik gab eine 22 000 Tonnen große Walkocherei für den deutschen Walfang in Auftrag.
Die Rettungsaktion von D. „Bremen" bei den im Atlantik in Seenot geratenen Dampfern konnte wegen Abstauen des Sturmes eingestellt werden.
-G
Ves führers Sank
Ein Schreiben
an die Siedler von Bremerhaven-Wulsdors Wesermünde, 2g. April.
Gelegentlich des Richtfestes der Seefahrer- Siedlung wurde von den Siedlern ein Danktelegramm an den Führer gesandt. Dieses Telegramm wurde vom Staatssekretär und Chef der Präsidialkanzlei wie folgt beantwortet:
„Der Führer und Reichskanzler hat mich beauftragt, den Siedlern von Vremerhaven- Wulsdorf für ihr treues Gedenken bei dem Richtfest der Seefahrer-Siedlung seinen Dank, ebenso seine besten Wünsche für das Gedeihen der Siedlung und das Wohlergehen ihrer Bewohner zu übermitteln."
Inspektionsreise vlombergs
Osnabrück, 28. April.
Reichskriegsmimister Eeneralfeldmarschall ^ von Blomberg traf auf seiner Besichtigungsfahrt im Bereich des Wehrkreiskommandos VI, Munster, gestern vormittag in Osnabrück ein, wo er bei den Kasernen auf der Netterherde von den Offizieren und Beamten des Infanterieregiments 37 begrüßt wurde. Der Rsichskriegs- minister besichtigte u. a. auch die in Osnabrück liegende Artillerie-Abteilung und verließ nach etwa einstündigem Aufenthalt Osnabrück. Gestern mittag traf der Reichskriegsminister mrt >erner Begleitung in Lingen ein. Sein Besuch galt der Besichtigung des Standortes Lingen und der Truppenunterkünfte. Heute wird von Blomberg einige Arbeitsdienstlager im Emsland besichtigen.
fuchtreilhen Marschierender
re sofort in Kraft tretende Verfügung kr. Berlin, 29. April.
Ausbildungsleiter im Hauptorganisations- r NSDAP. erläßt in der NSK. folgende
M?t werden Lei Dunkelheit marschierende
en des Politischen-Leiter-Korps mit wei-
d farbigen Lichtern gesichert. Als Slche- imoe wird die bei Bergsteigern und Kochen bestens bewährte Berglampe „Dolo- °ie zusammenlegbar ist empfohlen (der
einer solchen Lampe betragt 2,50 RM.). e ist bei der Reichs,zeugmelsterei erhalt- ls Brennstoff wird für die Lampe eine liche Hauskerze verwendet. ^ ^
ichern ist: 1- die marschierende Kolonne inks und rechts seitlich und hinten, und l. das vordere Glied durch den linken und Flügelmann mit je einer weißen -ampe linken bzw. rechten Hand. 2. Das letzte zurch linke und rechte Flügelmänner der erenden Abteilung durch fs «me rote in der linken bzw. rechten Hand. 3. Die rständliche Sicherung gegen die «tratzen- ite bei einer Bereitschaft mit mindestens en Lampen, die in der .sinken HandZ sind und die gleichmäßig über die Marsch-
ein°Versagen"der richtigen Veleuchtüngs- zu verhindern, darf unter keinen llm- die Lampe von der befohlenen Stelle ge- i werden, sondern in diesem Falle ist der auszuwechseln, so daß die Lampen mim äßig und vorschriftsmäßig an ihrem b - n Platz getragen werden. ^
e die Lamperimitnahme vergasen werde , ms Marschieren einer Bereitschaft usw. in kolonne bei Dunkelheit untersagt.
(gez.) Otto Eohdes.
Berlin, 29. April.
In Gegenwart des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley fand am Dienstagvormittag im Berliner Rathaus die dritte Tagung der Reichsarbeitskammer statt, aus deren Tagesordnung das Thema „Erhöhung des Lebensstandards" stand. Nach den Ausführungen des Leiters des Amtes soziale Selbstverantwortung, Dr. Hupsauer, kann die Frage des gerechten Lohnes nur gelöst werden aus dem Gedankengut der nationalsozialistischen Weltanschauung heraus. Der völkische Mensch ist an einen bestimmten Raum und an eine bestimmte völkische Art gebunden. Die Gesamtleistung des deutschen Menschen muß zur Erhaltung der Lebenskraft und des Lebensraumes des Volkes dienen. Dem einzelnen Menschen muß als Lohn ein Anteil werden an dem Eesamtleben des Volkes, an allen Mühen und Segnungen.
Eine Erhöhung des Lebensstandards liegt darin, den Wachstumswillen des Volkes dadurch anzuregen, daß man ihm artgemäße Wege weist. Beispiele dafür sind die Schaffung der Reichsautobahnen, die immer neue Pulsschläge der Arbeit nach sich ziehen, die Schule des Reichsarbeitsdienstes, die die seelischen und körperlichen Kräfte der jungen Menschen wachsen läßt. Erhaltung der
Arbeitskraft durch Urlaub, Erholung und Feier- abendgestaltung, wirtschaftliche Lenkung des Verbrauchs, Weckung und Erweiterung aller Ausbau- kräfte überhaupt. Jedem muß die Möglichkeit gegeben werden, an den Vorzügen unserer gesamten Volkskultur teilzunehmen.
Zu der gleichen Frage sprachen dann je ein Betriebsführer und ein Betriebswalter. Dr. Wotschke, Betriebssichrer der Bayerischen Stickstoffwerke AG., Piesteritz, konnte von vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen Betriebsführung und Gefolgschaft berichten. Seine Ausführungen waren von der Sorge um den deutschen Arbeiter getragen. Er führte zahlreiche Beispiele sozialer Werksaufgaben an: Sicherung des Arbeitsplatzes, Berufserziehung, Unfallverhütung, Entschuldung schuldlos in Not geratener Werkskameraden usw. Für einen Nationalsozialisten, erklärte er, sei es das größte Glück, Menschen im Betriebe betreuen zu dürfen.
Pg. König, Betriebswalter des Eisen- und Stahlwerkes Hoesch, Köln-Neuepen, A.-E., führte aus seinen Erfahrungen und seinem Wirken in diesem großen Werk viele Beispiele an. Er befürwortete den llebergang vom Wochen- und Tagelohn des Arbeiters zur
monatlichen Entlohnung. In drei Abteilungen des Werkes sei dieser llebergang zur vollsten Zufriedenheit der Arbeiterschaft vollzogen worden.
Zum Schluß drückte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley seine Freude über die zahlreichen Anregungen dieser Tagung aus. Der deutsche Arbeiter wisse echte Betriebsführer von unechten sehr gut zu unterscheiden. In der nationalsozialistischen Gemeinschaft werde von jedem eine Höchstleistung verlangt. Aber jeder könne sich in dieser Gemeinschaft nach seinen Fähigkeiten entfalten. Durch die Betriebsgemeinschaften sei eine saubere und vernünftige Ordnung geschaffen worden. Man müsse den Menschen in seinem Beruf stark machen durch gute Berufsausbildung, müsse ihn gesund erhalten, einen vernünftigen Leistungslohn aufbauen, den Menschen in seiner Freizeit kräftigen für neue Arbeit, ihn an den Kulturgütern teilnehmen lassen und ihn für Notzeiten sicherstellen.
Dr. Ley teilte u. a. mit, daß für ein großzügiges Siedlungswerk die Pläne bereits fertig seien, und daß sie in wenigen Jahren in Angriff genommen würden.
wen die „Mnir" bestach...
Juden erhielten viele hunderttausend Schilling — sichtende Miinner legten ihre hinter nieder
Wien, 29. April.
Die amtliche Nachrichtenstelle in Wien beginnt jetzt mit der Ausgabe der viel besprochenen Listen der von der Lebensversicherungsgesellschaft Phö - n i x bestochenen Personen. In der amtlichen Mitteilung heißt es:
„Die in der Öffentlichkeit viel genannte Liste wurde bei der Direktion der Lebensversicherungsgesellschaft Phönix vorgefunden und befindet sich in den Händen der Behörden. Es handelt sich hierbei um eine Liste, bestehend aus 24 Blättern, die lückenlos vom Januar 1931 bis zum 17. Februar I§36 geführt wurde. Die Gesamtsumme der darin verzeichneten Beträge beläuft sich auf 2 814 009 Schilling und 7000 tschechische Kronen. Von dem in der Liste enthaltenen Gesamtbetrag entfallen 000 000 Schilling auf Renumerationen, Aushilfen und Zuwendungen für Wohlfahrtszwecke an Angestellte der Lebensversicherungsgesellschaft. Für Pressezwecke wurden ausgegeben 1098 000 Schilling.
Von diesem Betrag entfallen 635 000 Schilling an den Herausgeber der „Sonn- und Montagszeitung", Ernst Klebinder (Jude, die Schrift- leitung). Der verbleibende Betrag verteilt sich auf fünf Jahre und mehrere Blätter, unter
denen sich keine führende Tageszeitung Oesterreichs befindet. Ein Betrag von 16 495 Schilling wurde als Darlehen an vier öffentliche Beamte ausgewiesen. Das Disziplinarverfahren wurde gegen diese Beamte eingeleitet. 94 329 Schilling sind . auf.die Buchstaben-Dhiffre „O" eingetragen. Hierbei liegt der Verdacht vor, daß es sich um eine Summe handelt, die dem Leiter der staatlichen Aufsichtsbehörde über das Versicherungswesen, Sektionschef Ochsn er, zugekommen ist. Der jüdische Nationalfonds erhielt 500 000 Schilling. Die erwähnte Liste weist einen weiteren Betrag von 3500 Schilling für jüdisch-nationale Zwecke auf."
In der amtlichen Verlautbarung wird dann behauptet, daß auch an einen angeblichen Nationalsozialisten, namens Willi Bachmann, über 400 000 Schilling gegeben worden seien. (Ein solcher Willi Bachmann war bislang in Wien gänzlich unbekannt. Die Schriftltg.) Die Liste fährt dann fort, die Pfrimer-Heimwehr (Dr. Pfrimer war seinerzeit zweiter Bundesleiter der österreichischen Heimwehren urid hat später die sogenannte steirische Heimwehr gegründet. — D. Schriftltg.) erscheine unter den Geldempfängern in der Zeit vom 3. April 1931 bis 27. Juli 1932 mit 18 000 Schilling. Der Land
bund erscheint in der Liste mit dem Betrag von 192 800 Schilling. Die sozialdemokratische Technische Union erhielt ein Darlehen von 300 000 Schilling. Zu Händen Dr. Rintelens ist ausgewiesen'ein Betrag von 13 000 Schilling sowie ein weiterer Betrag von 95 000 Schilling, der ihm im Jahre 1932 von der Kompaß-Bank zugegangen ist. Ein Betrag von vier bis fünf Millionen Schilling, der sich nach den bisherigen Erhebungen etwas erhöhen dürfte, wurde nach den vorgefundenen Belegen für außerordentliche Ausgaben in Prag verwendet.
In der amtlichen Verlautbarung folgen dann die Namen von Personen, die öffentliche Aemter bekleiden. Es wird festgestellt, daß im Zusammenhang mit der Phönix-Angelegenheit der Präsident der Bundesbahnen, General der Infanterie Karl Vaugoin, der bekannte Heimatschutzfiihrer Staatsrat Coreth, der Staatsrat und ehemalige Landesverteidigungsminister Generaloberst Fürst Schönburg - Hartenstein, der Landesleiter der Vaterländischen Front in Wien, Oberstleutnant a. D. Seisert, und schließlich der Präsident der österreichischen Berkehrswerbung, Mitglied des Bundeswirtschaftsrates Dr. Strasella, ihre öffentlichen Aemter niedergelegt haben.
(Fortsetzung auf Seite 2)
König fuav von ßggpten gestorben
heimberusung des
Der verstorbene König Kuaü I. (Vsltbilä) Kairo, 29. April.
König Fuad I. von Aegypteu ist gestern um 13.40 Uhr gestorben.
Der in London lebende ägyptische Kronprinz Faruk ist nach Kairo gerufen worden. Der 16jährige Prinz, der seit einiger Zeit in England erzogen und militärisch ausgebildet wird, tritt seine Reise in Kürze au. Die ägyptische Regierung hat noch vor dem Tode des Königs die Bildung eines Regent- schaztsrates erwogen, an dessen Spitze möglicherweise der Neffe des Königs, Prinz Mohammed Ali, treten wird.
-i-
Der verstorbene König Fuad I. von Aegyp- zz-7 wurde am 26. März 1868 geboren. Der nach
ronprinzen — Vor der Vttdung eines
Kriegsausbruch 1914 von England abgesetzte Khsdiv Abbas Hilmi war sein Onkel. Ach- msd Fuad Pascha erhielt in Turin und Rom, bevor er in türkische Militärdienste übertrat, seine militärische Ausbildung. In Wien, wo er später als Militärattache verwendet wurde, lernte er die deutsche Sprache. Nach seiner Rückkehr nach Aegypten widmete er sich der Bewirtschaftung seiner großen Güter, daneben wurde er aber auch vom Khediven häufig mit wichtigen amtlichen Aufträgen betraut. Das höhere Vildungswesen in Aegypten verdankt ihm tatkräftige Förderung, die u. a. auch in der von ihm veranlaßten Gründung einer Universität in Kairo ihren Ausdruck fand. Nach der Absetzung des Khediven Abbas Hilmi wurde zunächst dessen Onkel Hussein zum Sultan von Aegypten ernannt, und nach dessen Tode im Jähre 1917 folgte ihm Achmod Fund zuerst als Sultan von Aegypten aus dem Thron. Nachdem die Engländer im Jahre 1922 Aegypten als souveränen Staat unter militärischer Oberaufsicht Englands anerkannten, nahm Fuad den Königstitel an und regelte die Thronfolge in direkter nrännlicher Linie. Danach ist sein augenblicklich zur Ausbildung in England weilender Sohn Prinz F a - ruk der Thronfolger, der am 11. Februar 1920 in Kairo geboren wurde.
König Fuad unternahm mehrere Europareisen, von denen ihn eine im Jahre 1929 nach Deutschland führte. Als er im Jahre 1934 schwer erkrankte, wurde Professor von Bergmann an sein Krankenlager geholt, dem es gelang, den König wiederherzustellen. — Eines der größten Verdienste.des Königs war der Ausgleich der widerstrebenden Interessen seines Landes gegenüber England, der in der Unabhängigkeitserklärung Aegyptens im Jahre 1922 gipfelte.
In Deutschland ist recht gut bekannt daß der König dem Ausbau der Eeistesbeziehungen zu allen Ländern sein höchstes Interesse zugewandt hat. Dies gilt namentlich auch für die Beziehungen zu Deutschland, die auch dadurch sich besonders herzlich gestalteten, daß beide Länder sich in wirtschaftlicher Beziehung auf das vorteilhafteste ergänzen. Deutschland hat in den letzten Jahren im ägyptischen Handel in Lezug auf Ein- und Ausfuhr mit an der Spitze
Negentschastsrates
Kronprinz Kanüle iZeksrl)
der Länder gestanden, die in Handelsbeziehungen zu Aegypten stehen. Die Mitglieder der deutschen Kolonie in Aegypten hatten erst in den letzten Tagen Anlaß zu besonderem Dank gegenüber dem König für die großzügige und er- folg reiche Hilfe, die bei den Maßnahmen zur Auffindung des deutschen Gesandten von St och rer in der Libyschen Wüste von ägyptischer ebenso wie von englischer Seite entfaltet worden ist- In Deutschland wird das Hinscheiden des Königs mit tiefer und aufrichtiger Trauer empfunden, wie die zahlreichen amtlichen und privaten Beileidsbezeugungen beweisen, die dem hiesigen königlich-ägyptischen Gesandten, Exzellenz Dr. Nachät Pascha, der das besondere Vertrauen des Königs genoß, zugingen.
„freut euch des Lebens!"
Me Parole für den I. Mol
K. Llü. Wieder rüstet das deutsche Volk zu seinem nationalen Feiertag. Keine einzelne Ve>- völkerungsklasse ist es, die Vorbereitungen zum Aufmarsch am 1. Mai trifft, keine Arbeitnehmerorganisation ist damit beschäftigt, die Arbeitsruhe in diesem und jenem Betrieb zu „erzwingen" — sofern die Gesamtheit des schaffenden Deutschlands findet sich übermorgen zum gemeinsamen Marsch ein, beseelt von einem Willen: die Arbeit und den Arbeiter feierlich zu ehren. Denn jene einander bekämpfenden Klassen, die vor der nationalsozialistischen Machtergreifung am 1. Mai in regelrechten Straßenschlachten aufeinanderprallten, sind im Dritten Reich spurlos verschwunden. Der sozialpolitische Widerstreit zwischen „Arbeitnehmer" und „Arbeitgeber" gehört der Vergangenheit an, und die organische Einheit zwischen Betriebsführer und Gefolgschaft garantiert uns für alle Zeiten den in anderen Ländern so ersehnten Arbeitsfrieden.
Der „Tag der Roten" des November-Deutschland ist noch in zu lebhafter Erinnerung, als daß uns in dieser Woche der Gegensatz von einst und jetzt nicht ganz von selbst in seiner vollen Bedeutung zum Bewußtsein käme. Kein 1. Mai verging in der Nachkriegszeit vor 1933, an dem nicht deutsche Arbeiter, von Marxisten planmäßig verhetzt, ihr Leben lassen mußten, und unübersehbar sind die Reihen der toten und verletzten Polizeibeamten, die am Festtag des Frühlings Jahr für Jahr Haß und Verblendung zum Opfer fielen. Auch unsere Hansestadt Vremen war mehrmals der Schauplatz solcher schweren Zusammenstöße, die besonders 1932 schwerwiegende Folgen hatten. Die Systemregierungen sahen der von Moskau aus finanzierten Irreführung der arbeitenden Massen teils mit verschränkten Armen, teils heimlich fördernd zu. Der Durchbruch der nationalsozialistischen Revolution, die das marxistische Gift aus dem deutschen Bolkskörper restlos entfernte und in überraschend kurzer Zeit die geschlossene Front aller Schaffenden herstellte, hat dem Arbeitsleben der Nation mit um so zielsicherem Willen das unserem Volk allein artgemäße Ethos gegeben, um das uns schon heute andere, von sozialpolitischen Wirren heimgesuchte Völker beneiden.
„Deutsches Volk! Du bist stark, wenn du eins wirst, du bist gewaltig, wenn du den Geist des Klassenkampfes und deiner Zwietracht aus dem Herzen reißt, du kannst hinter deine Arbeit eine unerhörte Kraft stellen, wenn du die Arbeit verbindest mit dem Gefühl deines gesamten Volks- tums." Diese Worte rief Adolf Hitler am 1. Mai 1933 den Massen auf dem Tempelhofer Feld zu. Drei Jahre unermüdlicher Arbeit der Nation an sich selbst haben die Erfüllung der Worte des Führers gebracht: Das deutsche Volk ist eins geworden — und darum ist es stark; es hat den Geist des Klassenkampfes und der Zwietracht überwunden — und darum ist es gewaltig!
Keine bessere Parole konnte nach dem vorangegangenen geschichtlichen Ereignis der Remilitarisierung des Rheinlandes für den Nationalen Feiertag des Deutschen Volkes gewählt werden als: „Freut euch des Lebens!" Haben, wir doch alle Ursache, einmal Hammer, Rad und Stift ruhen zu lassen, um uns der unvergänglichen Aufbauwerke des Führers und der mit ihnen erreichten Wiedererstarkung Deutschlands so recht von Herzen zu freuen! Diese Stunden der Besinnung, denen wir entgegengehen,, sind in zweierlei Hinsicht von unersetzlichem Wert. Einmal wollen wir die Größe der Einigungstat, mit der Adolf Hitler dem Arbeitsfrieden das feste, Jahrtausende überdauernde Fundament gab, aus neuer Anschauung und Bewunderung heraus immer wieder bis in die letzte Faser unseres Wesens wirklich erleben, und zum anderen soll uns der Rhythmus der Freude über das Erkämpfte, soll uns der kameradschaftliche Geist beim Trittfassen all der Vetriebs- gemeinschaften Kraft zu weiteren Leistungen geben.
In der Tat: Wir werden uns am 1. Mai ungetrübter Freude hingeben dürsen, der Freude vor allem über den unbestritten siegreichen Verlauf der Arbeitsschlacht. Millionen Familienvater, die einst als Arbeitslose voller Sorgen in die Zukunft blickten, marschieren nunmehr leuchtenden Auges in den Reihen der Volksgenossen als Schaffende