Ausgabe 
(28.4.1936) Nr. 118
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parteiamtliche Tageszeitung

Hachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

der Nationa

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Lremen

»2M einschl^Leifuu^ durch die Pvst

Postscheck: Hamburg 17272 Betriebsitöri^ä- Bezugspreis ist ,m voraus zu entrichten.

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Anzcigcn-Grundpreise; Die M-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Ps die 78-inm-Zeile im Texttsil 75 Ps- Ermäßigte Grundpreise (für kleine Familien-Anzeigen u. a.) sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 6 (Nachlaßstassel C). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewähr, Annahmeschluß lk Uhr. Sprechzeit. Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schristleitung Dienstag und Freitag 12^-13^ Uhr.

Nr. 118 / 6 . Jahrgang

Vienstag, 28 . flpril 19)6

kinzelpreis 15 Npf.

Wahrheit und Gerechtigkeit unsere Starke

Konstituierung des obersten ktiren- und 0isiiplinar-0erichtsbofes der deutschen flrbeitsfront

tlnssr lagesspisgsl

Vadoglio wendet sich mit der Aussorderung an die ALessinier, sich zn ergeben.

Dem östlich von Neufundland in Seenot be­findlichen DampferSt. Quentin" ist unsere Bremen" zu Hilfe geeilt (siehe Handelsteilj.

Baron Nishi äußerte sich über Japans Sport­wesen.

Ministerpräsident Eöring wurde mit der Prü­fung und Anordnung aller Rohstoff- und De- visenmatznahmen beauftragt.

Hundert Kilometer Strahensläche sind als Sammelplätze in Berlin für den 1. Mai bereitgestellt.

Ein Festakt im Berliner Rathaus galt der Errichtung des Obersten Ehren- und Diszi­plinargerichtshofes der Deutschen Arbeits­front.

Anläßlich der Herausgabe des internationalen GemeinschastswerkesDer Weltbolschewis­mus" fand im Haus der Deutschen Presse ein großer Empfang statt.

Auf dem Gelände am lltbremer Ring entsteht eine neue große Siedlung.

Der Bremer Polizeiausstellung ist ein groß­artiger Besuch beschieden.

Der bremische Schwimmer Helmut Fischer er­hielt als erster aktiver Schwimmer die Goldene Ehrennadel des Deutschen Schwimm- Berbandes.

WW W

über eine Million tettnehmer

des Aufmarsches am 1. Mai in Berlin Berlin, 28. April.

Die Zahl der Berliner, die zur Feier des 1. Mai an den gewaltigen Aufmärschen teilneh­men werden, dürfte die Million nicht unerheblich übersteigen. Insgesamt werden in diesem Jahre rund 100 Kilometer Stratzenfläche als Sammel­plätze für die aufmarschierenden Kolonnen be­nötigt, die sich in 27 Marschsäulen zur Harden- bergftraße, die vorn Lustgarten bis zum Charlot­tenburger Opernhaus reicht, bewegen werden.

Nudolf ließ Sankt

Berlin, 28. April.

Der Stellvertreter des Führers übermittelte der Öffentlichkeit folgende Dank- worte:

Allen im Reich und jenseits der Grenzen, die mir aus Anlaß meines Geburtstages Glück­wünsche übermittelten, sage ich auf diesem Wege herzlichen Dank. Rudolf Heß."

v. vlombergs Sanksagung

Berlin, 28. April.

Reichskriegsminister Eeneralfeldmarschall von Vlomberg veröffentlicht folgende Danksagung:

Anläßlich' meiner Ernennung zum General- feldmarschall sind mir aus allen Schichten der Bevölkerung im ganzen Reich so überaus zahl­reiche Glückwunschschreiben zugegangen, dag es mir zu meinem lebhaften Bedauern nicht möglich ist, jedem einzelnen dafür meinen Dank auszu- sprechen. Ich Litte daher alle diejenigen, die meiner und damit zugleich der Wehrmacht gedacht haben, meines aufrichtigen Dankes versichert zu sein."

vankskhreiben an Sie KI.

Freiburg, 28. April

Der Führer der englischen Schülergruppe, die von dem traurigen Unglück auf dem Schauins- land betroffen wurde, hat an den Beauftragten des Eebietsführers Kemper, Gefolgschaftsführer Stähle, bei seiner Abreise von Freiburg folgen­des Schreiben gerichtet:

Lieber Kamerad!" Wir jungen Engländer iben es tief dankbar empfunden, dag die HJ. as in den schweren Stunden selbstlos und kame- idschaftlich geholfen hat. Wir freuen uns, dag > möglich war, daß sich in einer menichlichen Not ie Jugend zweier Länder über Grenze und prache hinweg verstanden hat. Es war mir eins hr große Hilfe, daß Sie uns so selbstverständlich hre Organisation zur Verfügung stellten und le Arbeiten, die Sie erledigen konnten, uber- ahmen.

Wir bitten Sie, Ihrem Gebietsführer unseren ank und unsere Anerkennung auszusprechen, dag ie Hitler-Jugend bei unseren Kameraden Wache standen hat und für die Worte, die der Ge-

ietsführer zu uns gesprochen hat. _

Ihr habt unseren toten Kameraden ein Ehren- eleit bis zur deutschen Grenze gegeben, und wir wrden Euch das nicht vergessen. Der Eeneral- msul, der englische Pfarrer und vor allem der iater haben mir wiederholt ihre Dankbarkeit nd Ergriffenheit bekundet. Der Vater sagte mir m Bahnhof, er wünsche, ganz England.könne chen, was Sie für uns getan haben und wie Sie on unseren toten Kameraden Abschied genommen aben." gez. Kenneth Keast.

(Oraktksrickt unssrsr Lsrlinsr Lckriktlsitung) R. Berlin, 28. April.

Am Montagabend hielt der Oberste Ehren- und Disziplinargerichtshof der Deutschen Arbeits­front, der von Reichsleiter Dr. Ley errichtet worden ist, seine konstituierende Sitzung ab. Da­mit hat der neue Gerichtshof, dem der Schutz der sozialen Ehre der Schaffenden als höchster Instanz anvertraut ist, seine praktische Arbeit aufgenom­men.

Der Sitzung ging eine weihevolle Feier im Großen Saale des Berliner Rathauses voran, an der zahlreiche Vertreter des Staates, der Partei und ihrer Gliederungen und eine große Anzahl Amtswalter und Amtswarte der Deutschen Ar­beitsfront und der NS.-EemeinschaftKraft durch Freude", sowie Vertreter der Behörden und der Stadt Berlin als Ehrengäste teilnahmen.

An der Stirnseite des Saales, hinter dem Red­nerpodium, leuchtete auf einem riesigen roten Tuch ein silberglänzendes Zahnrad als Wahr­zeichen der Deutschen Arbeitsfront, darüber auf grünem Grund die Inschrift in großen Lettern: Wahrheit und Gerechtigkeit ist das Fundament unserer Stärke"! Vor dem Rathaus hat sich eine große Menschenmenge angesammelt, die dem Reichsorganisationsleiter bei seinem Eintreffen einen begeisterten Empfang bereitet. Das Innere des Saales ist bis auf den letzten Platz besetzt.

Professor E. Havermann hebt den Taktstock: das Landesorchester des Gaues Eroß-Berlin spielt als Einleituiig die Ouvertüre zuEgmont" von Beethoven.

Hauptamtsleiter Dr. von Renteln, der Vor­sitzende des neuen Obersten Ehren- und Diszipli- närgerichtshofes eröffnet die Feier und begrüßt die erschienenen Gäste und verliest die für die Tätigkeit des Gerichtshofes erlassenen Rechtssätze. Nach ihm nimmt Reichsleiter P g. Buch, der Vorsitzende des Obersten Parteigerichts, das Wort, um die Aufgaben der Gerichtsbarkeit der Partei und ihrer Gliederungen zu umreißen.

Die Ehre der Arbeit, so erklärt Pg. Buch, ist allen, die ihre Kraft voll für die Gemeinschaft einsetzen, gemeinsam. Nur derjenige solle Ehre genießen, der seine Pflicht erfüllt. Die Zeit, in der einer alle Ehre für sich in Anspruch nahm und alle Lasten dem anderen aufbürden konnte, ist im nationalsozialistischen Deutschland vorüber.

Nach den Worten des Reichsleiters Buch flam­men die Scheinwerfer auf: Reichsorganisations­leiter Dr. Ley betritt, mit Heilrufen begrüßt, das Redner-Pult:

In seinen Ausführungen legte Dr. Ley dar, daß der Klassenkampf in Deutschland nur dadurch überwunden werden konnte, daß man die Men­schen im Betriebe zusammenbrachte, daß man Arbeiter und Unternehmer unermüdlich lehrte,

daß ihr Schicksal auf Gedeih und Verderb mit­einander verbunden war. Der Begriffsoziale Ehre" ist bei uns der größte und herrlichste ge­worden. Zum ersten Mal in der Geschichte der Völker kennen wir jetzt die soziale Ehrengerichts- barkeit. Nicht die Tat allein wird beurteilt son­dern die Gesinnung, aus der eine Tat vollbracht wurde. Wir wollen dem Treuhänder der Arbeit seinen Begriff als höchster sozialer Richter nicht nehmen. Im Gegenteil, wir wollen ihm durch die Abnahme der Kleinarbeit des Alltags zu der Stellung emporheben, die er haben muß.

Der Treuhänder muß im Volke ein unerhörtes Vertrauen genießen. Unternehmer und Arbeiter müssen von der Richtigkeit seines Spruches überzeugt sein. Er soll oberster sozialer Richter bleiben. Aber die Partei und die Arbeitsfront als Instrument der Partei wollen das Volk zusammenführen auf gleicher Ebene. Wir werden eine Gemeinschaft gründen aus der untersten Zelle, der Familie, der Gemeinde und des Betriebes, den drei Wurzeln des Volkes. Das Gemeinschaftsleben muß durchpulst sein von dem gemeinsamen Begriff der Ehre und der Leistung.

Brausender Beifall dankt Dr. Ley für seine Worte. Das Landesorchester Berlins spielt zum Schluß einen Marsch von Wagner. Mit dem Deutschland- und Horst-Wessel-Lied fand die Feier ihren erhebenden Abschluß.

flrbeittt. Sauer und Soldat

lrSger des völkischen Schicksals

Die Weltmaßstäbe der vergangenen Zeit, die der Nationalsozialismus vor drei Jahren über­wand, sind seither durch eine fundamentale Um­stellung auf allen Gebieten des Volkslebens abge­löst worden. Das politische Wollen unserer Zeit hat in einem gewaltigen, auf lange Sicht angeleg­ten Eesetzgebungswerk seinen Niederschlag gefun­den und ist seiner revolutionären Bedeutung ge­mäß auf die völkischen Grundwerte, nämlich der Rasse, der Ehre.des Bodens, der Arbeit und des Staates gerichtet. Durch diese Gesetz­gebung verwirklicht der Nationalsozialismus seine Erkenntnisse und Ideen, sichert das Leben der Na­tion und setzt an Stelle des liberalistischen Gegen­einander sich widerstreitender Interessen den Ge­meinschaftsgeist der Volksgenossen. Deshalb geht Hand in Hand mit der nationalsozialistischen Ge­setzgebung die Heranbildung und Erziehung aller Volksgenossen im Sinne des Gemeinschaftsdenkens.

Auf dem neuen Fundament der arteigenen Rasse und des auf dem Prinzip der Ehre begründeten Gemeinschaftsgeistes stehen Arbeiter, Bauer und Soldat als die Hauptträger der deut­schen Zukunft. Durch die Ausrottung des Klassenkampfes ist zunächst die Voraussetzung für den Arbeitsfrieden geschaffen worden. Die natio­nalsozialistische gesetzliche Arbeitsregelung, die Einrichtung der Deutschen Arbeitsfront, die na­tionalsozialistische Forderung nach dem Recht jedes Deutschen auf Arbeit stellen den deutschen Arbeiter gleichberechtigt und gleichwertig an die Seite aller anderen Schichten des Volkes. Der Nationalsozia­lismus kann das Verdienst für sich in Anspruch nehmen, zum ersten Male an die Verwirklichung der Arbeitsehre und des Rechts auf Arbeit mit voller Energie und vor allem mit tauglichen Mit­teln herangegangen zu sein; er hat bereits durch seine Anfangserfolge der gesamten Kulturwelt ein gewaltiges soziales Beispiel gegeben.

Der Klassenkampf wurde durch den Dienst an der Gemeinschaft des ganzen Volkes überwunden; die Neuordnung der Arbeit wurde auf die Er­kenntnis gegründet, daß nicht etwa Klassen, Stände oder private Unternehmer Vertragspart­ner oder Nutznießer der Arbeit im Dritten Reich sein können, sondern daß letztlich das deutsche Volk selbst der Arbeitgeber ist. Der Arbeiter des natio­nalsozialistischen Deutschlands wird daher immer mehr Verantwortungsbewußtsein und Treue, Disziplin und Kameradschaft in der Betriebsge- gemeinschaft wie auch in der Gemeinschaft des ganzen Volkes als die höchsten Richtlinien an­sehen. Die innere Gesetzmäßigkeit der Vetrisbs- gemeinschaft verlangt besonders ein ganz neu­artiges ArLeitsverhältnis, in dem der Arbeiter der Faust ebenso wie der Arbeiter der Stirn zum Gestalter des völkischen Lebens wird.

Eine dem kapitalistischen und liberalistischen Denken unfaßbare Umwälzung ha. das Bauern­tum auf völlig neue Bahnen der Entwicklung ge­lenkt. Nachdem zunächst der fortschreitenden Ver­schuldung des Bauern und seiner Abhängigkeit vom Leihkapital Einhalt geboten wurde, kann der deutsche Bauer wieder zum Ernährer der Nation aus eigener Kraft werden; jedenfalls werden wir im Laufe der Zeit dem Ziele der Nahrungsfreiheit unseres Volkes immer näher kommen. Als treu- händerischer Verwalter des unveräußerlichen Bo­dens ist das Bauerntum das unerschöpfliche Kraft­reservoir der Nation: Die an Zahl und innerem Wert zunehmende ländliche Bevölkerung alt- gleichen Blutes wird nach und nach eine Auslese der Guten und Besten unseres Volkes darstellen, die das Ganze von innen her erneuern und mit frischer Kraft beleben wird.

Der Soldat wiederum hat die Aufgabe, die Werte zu schützen, die Arbeiter und Bauer für die Gemeinschaft des Volkes schaffen; Soldat ist heute nicht nur der, der gerade im Militärdienst steht, sondern, da das deutsche Volk in seiner Ge­samtheit im Kriegsfalle zur Verteidigung beru­fen ist, ist das Soldatscin nichts anderes als die anständige Gesinnung und Bereitschaft, für. das Ganze einzutreten. Die soldatische Haltung des Volkes, di- in der Wehrmacht verkörpert ist, gibt den friedlich Schaffenden die Gewißheit der Sicherung und desSchutzes der Ar- beit und darüber hinaus den Ansporn, Neues l und immer Größeres hervorzubringen. Die Wehr­macht ist in ihrer inneren Geschlossenheit mit der

was frankreichs kommerwaßlen verraten...

vedeutende krfolge der Kommunisten stoben rekstl große Mißstimmung stervorgerufen

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Paris, 28. April.

Das französische Innenministerium hat gestern achmittag eine Aufstellung über den Ausgang >s ersten Wahlganges der Kammerwahlen aus­geben, die bis aus zwei noch ausstehende Er- :bnisse aus Korsika, wo es Zwischensälle bei der uszählung gegeben hat, vollständig ist. Es Ne­in somit von K18 Wahlkreisen 61K Ergebnisse ,r. Davon sind in 183 Fällen Sie Entscheidungen n ersten Wahlgang gefallen, in 133 Fällen fin- >t Stichwahl statt. Die 183 vorliegenden Ergeb- isse stellen sich, aus die Parteien verteilt, wie >lgt:

behauptet gewonnen verloren

ommunisten ozialisten

ozialistisch-Rep. Vereinigung nabhängige Sozialisten adikalsozialisten nabhängige Radikale inksrepublikaner olksdemokraten epublikanische Vereinigung und Rechtsrepublikaner 10 onservative u. Unabhängige 4 Ein lleberblick über diese Ergebnisse und die tellung der einzelnen Kandidaten bei den Stich­ahlen ergibt mit unzweifelhafter Klarheit die deutenden Fortschritte, die die Kommu- isten nicht nur in Paris selbst und in dem genannten roten Gürtel um die Hauptstadt er- elt haben, wo bisher neun ihrer Kandidaten idgültig gewählt und etwa 30 in aussichtsreicher tellung stehen, sondern auch in der Provinz, wo ! ihnen gelungen ist, ihre Stimmenzahl zum eil zu verdoppeln und die Anhänger der ge- ätzigten Gruppen in eine oft sehr heikle Lage i bringen. Bemerkenswert ist, daß die Gesamt- ffer der erhaltenen Stimmen, die bei den tzten Wahlen im Jahre 1932 noch 790 000 be­ug, sich verdoppelt hat und aus eineinhalb Mil­anen gestiegen ist. Der endgültige Erfolg der ommunisten wird nunmehr davon abhängen, i die Disziplin in den Reihen der Volksfront -wahrt wird, das heißt, ob die einzelnen in der olksfront zusammengeschlossenen Parteien ihre timme dem Spitzenkandidaten der Linken geben, -r in sehr vielen Fällen Kommunist ist.

In gewissen Kreisen scheint man Zweifel hierüber zu hegen, weil der unerwartet starke Aufschwung der Dritten Internationale an­scheinend selbst in den Reihen der Volksfront unangenehm überrascht hat.

Eine andere Feststellung, die man auf Grund des sherigen Wahlergebnisses machen kann, ist der gütliche Ruck nach rechts, der sich in den mäßigten und Rechtskreisen zugunsten der re- -blikänischen Vereinigung vollzogen hat. Die ruppe Marin ist bisher überhaupt diejenige, e von allen Gruppen die meisten neu eroberten itze auszuweisen hat.

Besonders bezeichnend für diesen Rechtsruck ist is Wahlergebnis in Lyon, wo der ehemalige tinisterpräsident Herriot erst an zweiter Stelle nter dem Kandidaten der republikanischen Ber­ingung folgt, während er bei den letzten Wahlen reits im ersten Wahlgang mit über 2VVÜ Stirn­en Mehrheit gegen den gleichen Kandidaten gc- ählt worden war. Der Vorsitzende der repu- ikanischen Vereinigung, Louis Marin, wurde in ancy im ersten Wahlgang gewählt.

Die Sozialisten, die sich auf Grund der bis- -r vorliegenden Ergebnisse in einigen Bezirken

nicht behaupten konnten, dürften im zweiten Wahl­gang zugunsten der Kommunisten noch mehr Sitze einbüßen, da zahlreiche ihrer Kandidaten in nicht sehr günstiger Stellung stehen. Für die Radi­kalsozialisten ergibt sich im wesentlichen die gleiche Lage. Auch sie werden Mühe haben, sich im zweiten Wahlgang zu behaupten, denn sie wer­den nicht nur von den anderen Parteien der Volks­front bedrängt, sondern auch von der Rechten, wo­für das Wahlergebnis von Lyon bezeichnend ist.

Außenminister Flandin hat demJntransi- geant" zum Ausgang des ersten Wahlganges fol­gendes erklärt:Es ist nicht zn leugnen, daß die

Wahlen ein starkes Vordringen der Kommu­nisten zeigen. Zu beachten ist aber auch, daß die Politik der Konzentration diejenigen Bewerber begünstigt hat, die sich bei den gemäßigten Par­teien aus sie berufen. Wenn, wie ich hoffe, das kommunistische Vordringen als Warnung dient, werden wir bei dem zweiten Wahlgang den Er­folg der Elemente verzeichnen können, die wie ich der Ansicht sind, daß die republikanische Zu­sammenfassung mehr denn je notwendig ist."

(Siehe Seite 2.)

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