Ausgabe 
(20.4.1936) Nr. 110
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parteiamtliche ^geszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Vremen

flmtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt Dremen

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Das amtliche Verkündungsblatt des Deichsstatthalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 1W / 6. Jahrgang

Montag, 20. flpril ISZS

kinzelpreis 15 Nps.

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Von

Dr. Otto Oi strick

XSll Wir haben in diesen Jahren wieder gelernt, das Leben unter höheren Gesichts­punkten zu sehen, wieder Ehrfurcht zu emp­finden vor der Größe des Geschehens, vor dem Weg des Schicksals und dem Schöpfer­tum der Persönlichkeit. Die Wirtschaft ist das Brot, die Freiheit das Licht, die Ehre das Gewissen der Völker. Ohne Brot können sie nicht leben, ohne Freiheit können sie nicht gedeihen, ohne Ehre können sie nicht glücklich werden. Freiheit, Brot und Ehre hatte das deutsche Volk verloren, als Adolf Hitler vor drei Jahren das Steuer der Nation in seine Hand nahm. In diesen drei Ähren hat er sein Volk wieder empor- geführt zur Würde des Lebens, zum Licht der Freiheit und zum Glück nationaler Ehre! Es ist die politische Leistung eines Titanen, die der Führer in diesem Jahre vollendete. Große Männer gehören sich nicht selbst, sondern der Nation. Auch an ihren privaten Gedenktagen. Aber vielleicht ist es ein Akt ausgleichender Gerechtigkeit, daß das, was sie dem Volke an Persönlichstem opfern, ihnen vom Volke an Liebe und Verehrung zurückgegeben wird. Wohl kein Sterblicher ist je von soviel Liebe und Vertrauen ge­tragen worden, wie Adolf Hitler, der Mann aus dem Volke. Wie der Führer nur seinem Bolke lebt, dem jeder Tag und jede Stunde seines Denkens und Fühlens gehört, so lebt auch das deutsche Volk mit seinem Führer, in dem es sich selbst verkörpert sieht. Und diese einzigartige lebendige Beziehung zum Volke ist es auch, die der Führer als das Veglückendste und Schönste seines Daseins empfindet. Kann es deshalb für ihn ein Unsres Geburtstagsgeschenk geben, als den !«beispiellosen Ausdruck von Dankbarkeit und Anerkennung, den ihm das deutsche Volk am 29. März entgegengebracht hat? Nn Geschenk, um das ihn die Großen der Geschichte beneiden könnten! Aber es ist ihm nicht von selbst in den Schoß gefallen, sondern der verdiente Lohn für seine hero­ische Leistung, die heute in den Herzen aller Deutschen lebendig ist.

In jedem dyr drei vergangenen Jahre hat der Führer ein neues Blatt großer deut­scher Geschichte aufgeschlagen:

Das erste Jahr der nationalsozialistischen Revolution sah ihn als Schöpfer der deut­schen Einheit und Baumeister des Tritten Reiches.

3m zweiten Jahre führte er das Saar- Met ins Reich zurück, örkämpste er in kühnem Entschlüsse die deutsche Wehrfreiheit und stampfte die neue deutsche Armee aus kern Boden.

3m vergangenen 47. Jahre seines Lebens zerbrach er die letzten Fesseln deutscher -Rinderberechtigung und gab der Nation die "olle Souveränität des Reichsgebiets zurück.

Vor einem Jahre, bei dem Versuch, die Persönlichkeit des Führers zu würdigen, schrieben wir, man müsse Gefahr laufen, von K°r unerschöpflichen Dynamik seines Lebens, von der Unermüdlichkeit seines Wirkens und ken lleberraschungen seines Handelns stän- K'S überholt und korrigiert zu werden; die großen Ereignisse dieses Jahres haben unse­ren Vorbehalt nur allzu gerechtfertigt. Heute "ker zeichnen sich die Linien seiner staats- wünnischen Laufbahn, die Konturen neuer schöpferischer Zukunftsgestaltung bereits klar ^ politischen Horizont ab: Am Himmel

»

Lolisyl Lilcksrckisust

Europas steht heute weithin sichtbar das Wort Befriedung der Völker! Es ist ein hohes Ziel, das mit den alten Rezepten überlebter Diplomatie und den verstaubten Mitteln politischer Vergangenheit nicht zu meistern ist. Um der Friedenssehnsucht Euro­pas Erfüllung zu geben, bedarf es der völker- bewegenden Kraft eines neuen großen Staatsgedankens und der ganzen Autorität der Persönlichkeit, die diese volkspolitische Staatsidee in Europa verkörpert.

Die wahre Größe der Staatsmänner offen­bart sich nicht nur in ihrer persönlichen Ent­schlußkraft und in ihrer sachlichen Leistung, sondern darüber hinaus in ihrer intuitiven Fähigkeit, die tiefsten Gefühle zu erfassen, die die Völker bewegen und ihrem Wollen Ausdruck zu verleihen. Das allein ist wahr­hafte Volksführung! Sie allein trifft den letzten Sinn und das eigentliche Wesen der

Demokratie. In dieser ihrer reinsten Form ist die Demokratie erstmals in der Geschichte durch Adolf Hitler in die Erscheinung ge­treten. Diese Demokratie echtester Prägung führte innerhalb dreier Jahre die Wende des deutschen Schicksals herbei. Ihre völker­verbindende und ordnende Kraft ist berufen, auch die geschichtliche Wende der internatio­nalen Politik, an deren Schwelle wir stehen, zu vollziehen! .

In seinem großen Friedens­plan hat der Führer das außen­politische Manifest der natio­nalsozialistischen Idee verkün­det. Es spricht eine Sprache, die nicht nur die Diplomaten sondern auch die Völker ver­stehen können. Es ist der Ausdruck klarer, einfacher und lebensnaher Begriffe, wie alle schöpferischen Ideen, die in der Geschichte des Geistes und der politischen und sozialen

Gestaltung eine Rolle gespielt haben. Es ist frei von unwürdigen Zumutungen, aber beseelt vom Geist der Achtung und des Ver­stehend Mit einem Wort: Gegenüber der blassen Theorie eines unfruchtbarenKollek­tivismus" sind es die fruchtbaren Prinzipien praktischer Friedensarbeit, die der Führer auf dem Schachbrett der Weltpolitik zum Zuge bringt. Und da die Völker, wenn um Krieg oder Frieden gespielt wird,, feinfühlig und hellhörig sind, und instinktsicher das Echte vom Falschen zu unterscheiden wissen, steht die Partie das dürfen wir heute sagen gut für die Friedenspolitik des Führers und ihre europäische Sendung.

In diesem beglückenden Bewußtsein be­grüßt die Nation heute ihren Führer an seinem 47. Geburtstag und gibt in tiefer Verbundenheit ihren Wünschen für ihn wür­digen Ausdruck.

Sa/r/S unr/ vsr'/r'Lklls/r/

Dr. Ooebbels als Zprecker 6er blstion

Zum Geburtstag des Führers hielt Reichs­minister Dr. Goebbels am Sonntag über alle deutschen Sender folgende Rede:

Meine Volksgenossen und Volksgenossinnen! Am morgigen Montag begeht der Führer seihen 47. Geburtstag. Wie rn den Jahren vorher seit der Machtergreifung nehme ich diese Gelegenheit wahr, um anläßlich dieses festlichen Ereignisses zur ganzen deutschen Nation zu sprechen. Ein Volk gedenkt an diesem Tage in seltener Einmü­tigkeit und nie dagewesener Geschlossenheit des Mannes, der für alle Deutschen im Reich und über die Grenzen hinaus in allen Ländern und Teilen der Erde Inbegriff der deutschen Wieder- auferstehung und Symbol des erstarkten und neu aufgerichteten Reiches geworden ist. Dieses ganze Volk möchte am morgigen Tage dem Führer seine Liebe und Verehrung bekunden, möchte ihm aber auch seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen für sein menschliches und geschichtliches Wirken. Es sind das alle die ungezählten Millionen, die ihm am 29. März dieses Jahres ihre Stimme gaben und damit feierlich bestätigten, daß sie in ihm den Glauben an unsere nationale Zukunft, an die Sicherheit und an die Ehre des Reiches verkörpert sehen.

Niemals in der Geschichte aller Zeiten hat ein Man» so wie er das Vertrauen und das ! Zusammengehörigkeitsgefühl eines ganzen Volkes auf seine Person vereinigt.

In bin glücklich in dem Bewußtsein, am heu­tigen Abend der Dolmetsch all dieser Empfin­dungen sein zu dürfen.

Wir stehen augenblicklich noch mitten im Auf­bauwerk des Führers. Jeder von uns hat sich noch mit Sorgen und Bedrängnissen mannig­facher Art abzumühen, und die Aufgaben, die, manchmal kaum in Angriff genommen, noch der Lösung harren, sind ungezählt. Auch konnten selbstverständlich in den drei Jahren des Wirkens Adolf Hitlers noch nicht alle Spannungen und Differenzen, nicht alle Mißverständnisse und Rei­bungspunkte im deutschen Volke beseitigt werden, aber in einem sind wir uns alle einig:

Daß Deutschlands Führung bei Adolf Hitler in den besten, treuesten und zuverlässigsten Hän­den liegt und daß damit in ihm, in seiner Per­son und in seinem menschlichen und politischen Wirken die Sicherheit gegeben ist, daß auch die letzten Probleme zu ihrer Zeit die ihnen gemäße organische Lösung finden werde».

Er steht über allen Sorgen und Unzulänglich­keiten des Alltags wie ein Fels im Meer, der ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht. Die Ausstrahlungen seines geschichtlichen Handelns sind dem ganzen deutschen Volke schon zu tief in Herz und Seele eingedrungen, daß es sich voll­kommen zu erübrigen scheint, darüber auch nur ein Wort noch zu verlieren. Das ist auch nicht die Absicht, die mich veranlaßt, am heutigen Abend zu seinem morgigen Geburtstag zu reden. Ich will über ihn persönlich sprechen. Die ganze Welt kennt ihn als Staatsmann und Führer; wenigen aber nur ist es vergönnt, ihn aus nächster Nähe als Mensch zu sehen und sein rein persön­liches Wirken täglich mit tiefer Beglückung zu verspüren.

Millionen Teutsche haben im Innersten ge­troffen aufgehorcht, als er bei seinen Reden zur Wahl am 29. März dieses Jahres in ergreifenden Worten, aus denen man die innere Bewegung heraushörte, davon sprach, daß er dem deutschen Volke drei Jahre lang Kraft gegeben habe, daß das deutsche Volk nun seinerseits ihm Kraft geben müsse; daß er die Nation so oft im Glauben stärkte, daß die Nation ihn jetzt im Glauben be­stärken müsse.

Wie oft haben wir aus seiner nächsten Um­gebung in den vergangenen drei Jahren feststellen können, wie notwendig Kraft und Glauben sind, um sein Werk zu tragen und zu verantworten. Kein Tag unv keine Nacht vergeht, keine Stunde verrinnt im Gleichmaß der Zeit, die für ihn nicht ein gerütteltes Maß von