parteiamtliche Tageszeitung
Nachrichlenblatt der Deutschen flrbeitsfront Vremen
der Nationalsozialisten Vremens
Amtsblatt des Senats der Freien kjansestadt vremen
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M. WS / 6. Irchrgang
Sonntag, 1S. flpril 1956
kinzelpeeis 15 Npf.
fliegergeschwader ftindenburg
kin vefelzl des süftrers und lieichskanzlers anläßlich seines öeburtotages / sliegerelzrung am „läge der Luftwaffe"
Unser lagesspiegvl
Baldwin setzte sich in einer Rede für die „kollektive Sicherheit" ein.
Die Aufrührer in Spanien verwenden Gasbomben.
Abessinien ist am Ende seiner Kraft.
Der Führer hat dem Fliegergeschwader Ereifswald den Namen „Geschwader Hinden- burg" verliehen.
In Dresden erfolgte die feierliche Beisetzung des Botschafters von Hoesch.
Bei dem schweren Unwetter in West- und Süddeutschland sind im Schwarzwald fünf englische Schüler erfroren.
Gestern gab es in Bremen über 1400 Anmeldungen für das Jungvolk.
Die Bremer Bevölkerung wird zur Spende sür den Tiergarten aufgerufen.
Das entscheidende Wort in der Frage „Bahnhof Horn" wird in Kürze gesprochen werden.
Staatsrat LinLemann, Bremen, wurde in den Aufsichtsrat der Dresdner Bank gewählt.
Sie Verliner rruppenparade
Berlin, 19. April.
An der am Geburtstag des Führers in Berlin stattfindenden-Parade nehmen vorn «Heer Truppen in Stärke einer Infanteriedivision und die dritte Panzerdivision, von der Kriegsmarine Truppen in Stärke eines Bataillons und von der Luftwaffe das Regiment General Eöring md drei Flakabteilungen teil. Die Parade beginnt um 11 Uhr mit dem Abfahren vom Schloß in Richtung Brandenburger Tor. Der Vorbeimarsch der Truppen findet am Kleinen Stern im Tiergarten statt.
»Nun laßt die sahnen fliegen"
Ringsendung der HJ. in der Nacht zum 29. April
Berlin, 19. April.
Die HJ. wird in der Nacht zum 20. April dem Führer, dessen Namen sie trägt, in einer großen Ringsendung aus allen deutschen Gauen ihre Mckwünsche übermitteln. An dieser Ringsendung beteiligen sich alle deutschen Sender. Die Einführung und den Ausklang gestaltet der H2-- Fmik des Deutschlandsenders, während fünf Reichssender, München, Köln, Hamburg, Königsberg und Leipzig, als die Rundfunkmittelpunkte btt fünf Obergebiete der Hitler-Jugend in kurzer Folge dem Führer Meldung erstatten und gleichzeitig die Glückwünsche der einzelnen Obergebiete übertragen. Die einzelnen Sprecher sind jeweils Jungvolkpimpfe.
Die Glückwünsche der Obergebiete werden durch Lieder der Hitler-Jugend beschlossen, so im Obergebiet Süd durch „Wir Jungen tragen die »atme", im Obergebiet West durch „Leuchte, Heine, goldne Sonne", im Obergebiet Nord durch den Kanon „Lewer dod als Slao" und das Lied „Von Meer zu Meer", im Ober- gebiet Ost durch „In den Ostwind hebt die Fahnen" und im Obergebiet Mitte durch „Es dröhnet der Marsch der Kolonne". Zum Abschluß wird der Reichsjugendführer die einzelnen Glückwünsche der Obergebiete noch einmal rn einer kurzen Ansprache zusammenfassen. Mit dem Lied „Nun laßt die Fahnen fliegen" wird die Ringsendung ausklingen.
Veförderungen im NSKK.
Berlin, 19. April.
Der Führer hat zum 20. April folgende Beförderungen im NSKK., ausgesprochen: Befördert wurden zu Obergruppenführern die Gruppenführer Herzog Karl Eduard zu Koburg, Erwin Kraus und Joses Seydel; zum Gruppenführer der Brigadeführer Eberhard Ponndorf; zum Arigadeführer der Oberführer Ernst Zynen.
kngUscher viirgermeister an den süftrer
London, 19. April.
Der Bürgermeister von Chelmsford, der im vergangenen Jahr einige Zeit in Deutschland zugebracht hat, von wo er außerordentlich starke Eindrucke über die ihm erwiesene Gastfreundschaft wtt nach Hause brachte, schrieb dieser Tage an Führer und Reichskanzler einen Brief, in dem er seine Eindrücke schilderte und der Hoffnung Ausdruck gab, daß der Friede und die oreundschaft unter den Ländern Europas erhalln bleibe. Er sei überzeugt, daß England und Deutschland ihren ganzen Einfluß in dieser Rich- ung geltend machten.
^n einem nunmehr bei dem Bürgermeister eingegangenen Antwortschreiben dankt der Führer >ur die freundschaftlichen Mitteilungen und Meßt sich Wünschen des Bürgermeisters hin- ßchtlich der Bemühungen um den Frieden an.
Berlin, 19. April
Das Reichsluftfahrtministerium gibt nachstehenden vom Führer und Reichskanzler aus Anlaß seines Geburtstages erlassenen Befehl bekannt:
„Die mir vom Deutschen Reichskriegerbund Kysfhäuser gestifteten Flugzeuge habe ich auf Vorschlag des Reichsministers der Luftfahrt und Oberbefehlshabers der Luftwaffe in einem Fliegergeschwader vereinigt. Dazu befehle ich: Das Fliegergeschwader Greisswald führt fortan die Bezeichnung „Geschwader Hindenburg". Die Offiziere, Unterosfiziere und Mannschaften trage» am Rock ein Erinnerungsband mit dem Namen: „Geschwader Hindenburg". Nähere Bestimmungen darüber erläßt der Rcichsminister der Luftfahrt.
Es ist mein Wille, mit der Verleihung dieses Namens an ein Fliegergeschwader der überragenden Persönlichkeit unseres verewigten Gene- ralseldmarschalls auch in der Luftwaffe den gebührenden Ehrenplatz zu sichern und in der Gestalt des großen Feldherrn aus dem Weltkrieg der starken Verbundenheit des jungen Wehrmachtteiles mit dem alten ruhmvollen Heer Ausdruck zu verleihen.
Der Name „Hindenburg" schließt eine ganz besondere Verpflichtung in sich.
Ich vollziehe diesen Erlaß in der Gewißheit, daß das „Geschwader Hindenburg" — durchdrungen von der hohen Bedeutung der ihm übertragenen Ueberlieferung — sich in Geist und Leistung dieser besonderen Verpflichtung stets gewachsen zeigen wird.
(gez.) Adolf Hitler."
Am 21. April dem „Tag der Luftwaffe", wird die Reichshauptstadt im Rahmen einer besonderen Feier 16 deutschen Fliegerhe.lden ein bleibendes Denkmal setzen, das ihre Namen über unsere Generation hinaus lebendig erhalten wird. Dem Verliner Stadtteil Neu-Tempelhof, der an den riesigen Flughafen angrenzt und als Fliegerviertel ganz besonders dieser Ehrung würdig ist, sollen an diesem Tage neue Straßenbezeichnungen nach den für Deutschland gefallenen oder gestorbenen Kriegsfliegern verliehen werden.
An der Spitze der toten Helden steht Manfred reiherr von Richthofen, der mit 80 uftsiegen das große Vorbild deutschen Flieger- tums geworden ist. Sein Lehrer war Oswald Boelcke, der Meister der Jagdfliegerei und Schöpfer der Staffelkampftaktik. Ihnen zur Seite steht Max Jmmelmann, der den Ruhm de-r deutschen Kriegsfliegerei begründete. Die vierte Straße erhält den Namen Ernst von Hoepp-
ners, des einstigen Kommandierenden Generals der Luftstreitkräfte. Ihm folgen Rudolf Kleine, der seine Bombengeschwader allein siebenmal nach London führte, und Leo Leon- hardy, der trotz einer schweren Kriegsverletzung bis zum Schluß des Krieges an der Spitze seines Bombengeschwaders blieb.
Im Jagdgeschwader Richthofen standen Erich Löwenhaut und Werner Voß, die 54 bzw. 48 Gegner abgeschossen haben. Fritz Ruine y errang 45 Luftsiege. Paul Bäumer (43 Abschüsse) gehörte nach dem Kriege zu den besten deutschen Sportfliegern. Heinrich Gonter- mann war Spezialist für Fesselballons. Unter seinen 39 .Abschüssen befanden sich allein 18 feindliche Ballons. Kurt Wolfs, der die Leibstaffel Richthofens führte, vollbrachte das Meisterstück, an einem einzigen Tage fünf Gegner abzuschießen. Emil Thuy, der einstige Kommandeur einer Jagdstaffel, fand als Flieger im Dienste des Reichsverkehrsministeriums 1930 den Fliegertod. Peter Strasser hat unzählige Male unsere Marineluftschiffe gegen England geführt. Der „Richthofen des Balkans" war Rudolf von Eschwege, der mit zwei Kameraden einen fünfzehnfach überlegenen Feind in Schach hielt. Wilhelm Schreiber war einer der besten Flugzeugbeobachter.
Stichproben
Von der ftrbeit der Komintern
* Bremen, 19. April.
Es ist seltsam! Rings um den ganzen Erdball kann die finstere Arbeit der Kommunistischen Internationale Moskaus beobachtet und verspürt werden und dennoch gibt es noch zahlreiche verantwortliche Staatsmänner, die ihre Augen vor der ungeheuren Gefahr verschließen.
Wir wollen einmal von Spanien nur nebenbei sprechen. Spanien ist bereits in den Krallen Moskaus, und so viel die spanischen Regierungsleute selbst dagegen sprechen mögen: es ist nicht anders als wie Lenin, der Kommunistenpapst, dereinst vorhergesagt hat; Spanien ist als erste der westeuropäischen Nationen dem Bolschewismus zum Opfer gefallen. Wer wird demnächst in Europa Spaniens Schicksal teilen?
Die Unruhen inLemberg, obgleich sie blutig genug und überaus aufschlußreich für die Hetz- arbeit der Komintern sind, brauchen, weil die Regierung in Warschau immerhin die Augen offenhält, noch nicht gerade tragisch genommen zu werden. Es war ein guter Zugriff, den Warschau tat, als es am 1. April mit den Mitgliedern des Warschauer Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Polens gleichzeitig über ganz Polen hin eine Razzia vornahm, die zur Festsetzung von 60 namhaften Kommunistenführern und zur Beschlagnahme einer Menge übelsten Hetzmaterials führte. Daß dabei eine geheime -kommunistische Funkstation entdeckt werden konnte, die eifrig Verbindung mit Moskau aufrechterhalten hatte, war noch ein besonderer Gewinn.
Ernster, viel ernster liegen die Dinge dort, wo unter dem Deckmantel sogenannter parlamentarischer Freiheit und bei Verbrüderung zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten der Bolschewismus immer mehr Boden gewinnt. Daß es meist Juden sind, die geschickt am Werke für die marxistische Einheitsfront rabulistisch werben, und daß sie dabei die besten Erfolg haben, läßt sich damit erklären, daß in so vielen demokratischen Regierungen immer noch Juden sitzen oder wenigstens Freimaurer, die als Vertrauensmänner der Juden deren Geschäfte besorgen.
Frankreich ist das beste Schulbeispiel dafür. Denn wie weit auch immer die Masse des Volkes in Frankreich davon entfernt ist, kommunistisch zu denken; unter der Obhut einer von der marxistischen Volksfront getragenen Regierung dringt das kommunistische Gift auch dort ein, wo im allgemeinen keine Empfänglichkeil für Bolschewismus vorhanden ist und verseucht zumindest die Jugend, wenn dem Alter schon nicht beizu- kommen ist.
Die Empfänglichkeil einer fehlgeleiteten Jugend für die Irrlehre des Kommunismus zeigte dieser Tage ja auch die Untersuchung gegen Schüler in Budapest, wo auf sieben hauptstädtischen Mittelschulen und auf der Handels-Akademie 93 Schüler und Schülerinnen — darunter allerdings auch viele Juden als Angehörige der Radikal- Zionistischen Bewegung, Gruppe „Jugend" — festgesetzt worden sind. Ungarn, das unter Vela Khuns blutigem Regiment die Auswirkungen kommunistischer Staatsführung am eigenen Leibe erfahren hat, ist auf der Hut und läßt keine illegitime Umtriebe zu.
Woanders freilich läßt man ruhig kommunistische Jugendorganisationen „arbeiten", selbst wenn sie nach Moskauer Muster und Moskauer Anweisung zielbewußt handeln. Daß die Kommunistische Internationale in Moskau sogar eine besondere Funkstation zur Versorgung der Zeitung der Kommunistischen Partei Frankreichs, der „Humanitö", mit bolschewistischem Material errichtet hat. und daß diese Funkstation Abend für Abend vier Stunden lang die französischen Kommunisten mit Anweisungen für den in Frankreich in Gang befindlichen Wahlkampf versehen kann, ist vollends ein Beweis dafür, wie hier eine Regierung ihre Augen vor der kommunistischen Gefahr verschließt.
Wie sehr die Gefahr schon — ganz abgesehen von afrikanischen und asiatischen Völkern — auch die Staaten Lateinamerikas bereits ergriffen hat. beweist die am 4. April erfolgte Verhaftung des Gouverneurs von Rio de Ja- neiro. Pedro Ernesto, der sich als Vertreter der Konimunistischen Internationale betätigt hat. Schon am 2. April waren wegen kommunistischer Tätigkeit von der brasilianischen Regierung vier Professoren der Universität Rio de Aaneiro. vier
wenn ein neuer Krieg KSme...
Vor britische Ministerpräsident: »fldols bitter vermag den frieden in kuropa zu garantieren"
London, 19. April
Der englische Ministerpräsident Baldwin hielt am Sonnabendnachmittag vor der Unionistischen Vereinigung in Worchester eine Rede. Er kam u. a. auf die Frage seiner angeblichen Rücktrittsabsichten zu sprechen und erklärte, daß er sich diesen Zeitpunkt selbst aussuchen werde,
Zur internationalen Lage übergehend, wies er darauf hin, daß es in den letzten Jahren zwei Ereignisse von Weltbedeutung gegeben habe: die Wiederbewaffnung Deutschlands und den Versuch, die Völkerbündssatzung durchzuführen. Das Zusammenwirken dieser beiden Ereignisse habe es ihm klargemacht, daß er die Rüstung Britanniens vermehren müsse, wenn dieses Land seinen Verpflichtungen unter dem Völkerbund nach kommen wolle.
Er bedauere, daß der Völkerbund niemals die gesamten Völker der Welt umfaßt habe und insbesondere, daß die Vereinigten Staaten. Deutschland und Japan, drei der größten Mächte, außerhalb stünden.
Die Erfahrung habe gezeigt, daß sich zwei Dinge herausbildeten: 1. Es gäbe keinerlei wirksame Maschinerie, einen Krieg zu verhindern, bevor
er begonnen habe, wenn eine Partei entschlossen sei, zum Kriege zu schreiten und die Streitfragen keiner Erörterung und keinem Schiedsverfahren zu unterwerfen. 2. Es habe sich ergeben, daß Sanktionen nur langsam wirkten, und daß sie einen großen Teil ihrer Macht verlören, wenn sie nicht unterstützt würden durch jene letzte Maßnahme, die in einer Blockade oder der Gewaltanwendung bestünde.
Bei der gegenwärtigen Zusammensetzung des Völkerbundes sei es aber schwierig, zu erkennen, wie man zu einer Uebereinstimmung über die Herbeiführung einer Blockade kommen könne. Großbritannien wünsche, daß die Völkerbundssatzung zum Gesetz der Welt werde. Wenn man die Hoffnung hierauf nicht aufgeben wolle, sei man verpflichtet, den Völkerbund zu unterstützen, sobald die Völkerbundsfatzung betroffen werde. Das verstehe die Welt, und es sei ein schwerer Fehler von Italien, daß es das nicht verstelle.
„Wir arbeiten fürdiekollektive Sicherheit und werden für sie arbeiten. Wir haben sie aber noch nicht erreicht und haben noch einen beträchtlichen Weg zurückzulegen. Die kollektive Sicherheit wird niemals funktionieren, wenn
nicht alle Nationen, die an ihr beteiligt sind, gleichzeitig und gemeinsam einen Angreifer mit Sanktionen bedrohen und ihn bekriegen, wenn das notwendig ist."
Wenn der Schrecken eines neuen Krieges über diese Welt komme, werde es keine „begrenzten" Verpflichtungen mehr geben, jeder Mann, jede Frau und jedes Kind werde eingesetzt werden müssen. Das sei der Grund, warum man alle Energien, alle Hoffnungen dafür einsetzen müsse, daß der Krieg nicht komme.
Er, Baldwin, habe oft genug darauf hin- gewieseü, daß der nächste Krieg das Ende der Zivilisation in Europa bedeute. Das wäre um so sicherer, wenn die Völker Europas ihr Wort brächen und ihre Unterschrift verleugneten und wieder Giftgas in Europa verwendeten. Wenn das geschähe, so würde dieser Krieg alle Völker in Europa vernichten und nur noch eine Anarchie übriglassen.
Baldwin schloß nach einem Hinweis auf die deutschen Friedensvorschläge mit der Feststellung, daß der Führer in der Lage sei, den Frieden in Europa zu garantieren.
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