Ausgabe 
(18.4.1936) Nr. 108
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parteiamtliche Lageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Vremen

der Tlationa^oZmüsten Bremens

flmtsblatt des Senats der Zreien fjansestadt Bremen

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Das amtliche Verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

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Nr. 168 / 6. Jahrgang

Sonnabend, 18. flprtt 1956

kinzelpreis 15 Npf.

Urchelum-flusschO gescheitert! - was nun?

ftm Montag Natsfltrung / die schwerste Belastungsprobe des Völkerbundes

Unser logesspisgel

Der Schlichtungsversuch des Dreizehner-Aus- schusses ist kläglich gescheitert.

In Madrid traten die marxistischen Eewerk- schasten in den Generalstreik.

Kroatische Bauern haben bei einem Gewalt- streich gegen Mitglieder der Regierungspar­tei neun Personen getötet.

Vor den Kreisleitern der NSDAP. auf der Ordensburg Crössinsee sprach Stabschef Lutze.

Der Verlauf des Prozesses wegen des Ber­liner Baugrubenunglücks gestaltet sich immer aufschlußreicher.

In einem internationalen Sternflug nach Berlin wird zu den XI. Olympischen Spielen die Kunstflugmeisterschaft der Welt ausge- tragen.

Reichssportsührer von Tschammer und Osten gewährte einem Mitglied derVZ." eine Unterredung.

2n der Bremer Kampfbahn wurde der erste Lehrgang für Sportreferenten der SA.-Gruppe Nordsee" eröffnet.

Der Bremer Jugenddezernent und der Jung- bannsührer rufen die Bremer Jugend zum Eintritt in das Jungvolk auf.

Die Polizeiausstellung in Bremen wurde gestern feierlich eröffnet und dazu der Bre­mer Verkehrsfilm uraufgeführt.

Ein Gattenmord aus dem Jahre 1831 fand in Stade-Campe jetzt durch die Auffindung der Leiche seine Aufklärung.

deutschland rüstet ;um 20. stprtt

Rundfunkansprache Dr. Goebbels' anläßlich des Geburtstags des Führers

Berlin, 18. April.

Reichsminister Dr. Goebbels wird am mor­gigen Sonntag in der Zeit von 22 bis 22.10 Uhr anläßlich des Geburtstages des Führers am kom­menden Montag über alle deutschen Sender sprechen. Die Ansprache des Ministers wird ein­geleitet durch den Huldigungsmarsch von Richard Wagner und klingt aus mit dem Vorspiel aus Richard WagnersMeistersinger". Es spielt das Eroße Orchester des Reichssenders Berlin unter Tarl Schu richt. Die Richtstrahler des Deut­schen Kurzwellensenders übertragen die Rede in deutscher, englischer, spanischer, portugiesischer «d holländischer Sprache.

Das eigentliche Rundfunkprogramm am Ge­burtstag des Führers am 2V. April wird ein­geleitet durch eine Eemeinschaftssendung des keutschlandsenders und der Reichssender Mün­chen, Köln, Hamburg, Königsberg und Leipzig: »Deutschlands Jugend grüßt den Führer", die in der Zeit von 21 Uhr bis 0.30 Uhr über alle deut­schen Sender geht.

Von 10 Uhr bis 10.48 Uhr wiederholt, der Reichssender Berlin in einer SendungNichts ge­schieht, wenn nicht ein Wille befiehlt" als Rsichs- sendung die Jugendkundgebung vomReichs­parteitag der Freiheit" 1938 mit dem Gelöbnis des R e i ch s j u ge ndfü h r e r s, der Rede desFührersan die deutsche Jugend und Aus- Mitten aus dem choristischen SpieleDeutsches Bekenntnis" von Wolfram Brockmeier. Im Auf­woge der Reichsfendcleitung wird vom Reichs- iender Berlin für alle deutschen Sender in der Zeit von 11.43 bis 13 Uhr eine Uebertra- punqder Parade der Wehrmacht vor dsm Führer durchgeführt. Die Reichssende- >eiiunq Berlin bringt als Höhepunkt des Rund- umkprogramms die Uebertragunq der feierlichen Kundgebung anläßlich der Vereidigung der politischen Leiter, der HI.-Führer und der Mit­arbeiter wie Mitarbeiterinnen der nationalsozia­listischen Organisationen aus dem Königlichen Platz '"München durch den Stellvertreter des Füh- ters. Die Kundgebung findet statt von 20.48 Uhr o>s 21.80 Uhr und geht über alle deutschen Sender.

öie Schulen am Seburtstas des siilirers

Berlin. 18. April

Reichsminister Rüst hat zum Geburtstag des nührers und Reichskanzlers für sämtliche Schu­len des Reiches angeordnet: Am diesjährigen

Geburtstag des Führers haben sich an den Orten, öffentliche Feiern stattfinden, Lehrer und Tchüler dieson Veranstaltungen einzuordnen. Wo leine allgemeinen Feiern stattfinden, gedenkt l>'e Schule in würdiger Form des Geburtstages.

Unordnung des Neichsschatfnieisters

München. 18. April

Reichsschatzmeister Schwarz ordnet an:Am Riontin, dem 20. April, bleiben die Diensträume der Reichsleitung der NSDAP. anläßlich des Geburtstages des Führers geschlossen."

k. Berlin, 18. April

Der Dreizehnerausschnß des Völkerbundes hat gestern seinen Auftrag zur Schlichtung des italie- nisH-abessinischen Konfliktes unverrichteter Dinge zurückgegeben. Alle Vermittlungsbemühungen sind damit gescheitert, und der Rat selbst hat wieder das Wort. Das bedeutet, daß die Ver­antwortung wieder an ihn zurückgegangen ist, und daß nunmehr die Liga wieder selbst über ihre eigene Zukunft zu befinden hat. Wie das geschehen soll und mit welchen unmittelbaren Folgen, wird sich am kommenden Montag auf der Ratssitzung herausstellen.

Der Rat wird am Montag zusammentreten. Der Dreizehnerausschuß versammelt sich nochmals am Sonnabend, um über den Bericht, den Ma- dariaga dem Rat erstatten wird, Beschluß zu fassen. Madariaga wird in diesem Bericht fest­stellen, daß sich aus den italienischen Bedingungen - für die Aufnahme von Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen und aus der entschiede­nen Ablehnung dieser Bedingungen durch Abessi- nien die Unvereinbarkeit der beiden Standpunkte ergäbe.

Faßt man den Eindruck der jüngsten Entwick­lung zusammen, so laßt sich sicherlich sagen, daß das jetzt vorliegende und rein negative Ergebnis in jeder Weise vorauszusehen war. Das Wasfen- glück der Italiener in Ostafrika hat die Kompro­mißbereitschaft Roms mit jedem neu überwun­denen Kilometer in Richtung Addis Abeba sinken und schließlich am Tage der Eiünahme des bishe­rigen italienischen Hauptquartiers bis unter den Nullpunkt fallen lassen. Alles das ist aber un­wesentlich gegenüber der Frage, was jetzt ge­schehen soll.

Die Sanktionen gegen Italien haben zwar bisher ihr Ziel nicht erreicht, aber sie bestehen

Burg Crössinsee, 18. April.

Der dritte Tag der großen Schulungstagung der Kreisleiter der NSDAP. auf der neuen Ordens­burg Crösfinsee wurde durch einen Vortrag des Stabschefs des Führers, Pg. Lutze, eingeleitet. Der Stabschef wurde vom Gauleiter Schwede (Koburg). SA.-Gruppenführer Friedrich und Hauptdienststellenleiter Schmeer begrüßt und schrittt dann die Front des Ehrensturms ab.

Stabschef Lutze umriß in seiner Rede in großen Zügen die Aufgaben der SA., die er in den großen Rahmen des Eesamtzieles der nationalsozialisti­schen Bewegung hineinstellte. Die national­sozialistische Weltanschauung sei das Ursprüngliche, das Entscheidende, die Organisation diene nur dazu, die Idee in das deutsche Volk hineinzutragen, den Glauben an den Führer, die Idee und an die Bewegung immer neu zu pre­digen und im Volk zu festigen. Der Stabschef des Führers unterstrich dabei die Gemeinsamkeit des Zieles und die tiefe kameradschaftliche Verbunden­heit aller Gliederungen der Bewegung. Immer sei man in erster Linie und ausschließlich National­sozialist. Nur durch diese engste Tuchfühlung aller Kämpfer des Führers fei es möglich gewesen, die

weiter. Sie werden. außerdem von Italien in immer stärkerem Maße als ein Element, einer ständigen Bedrohung verzeichnet, das zusammen mit der englischen. Flotte im Mittelmeer Italien dazu veranlaßt hat, seinerseits alle militärischen Kräfte auch unter dem Gesichtspunkt einer mög­lichen europäischen Auseinander­setzung zusammenzufassen. Es gibt eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten:

1. Man entschließt sich, den bisherigen Kurs fortzusetzen, und das würde eine einschneidende und ernste Verschärfung der Sanktionspolitik er­fordern; wahrscheinlich würde es bei wirtschaft­lichen Maßnahmen überhaupt nicht mehr bleiben können, da ein noch so starker wirtschaftlicher Druck die italienischen Armeen, die kurz vor ihrem Ziele stehen, nicht mehr daran hindern wird, dieses Ziel zu erreichen dos aber, was mili­tärische Sanktionen bedeuten würden, liegt auf der Hand.

2. Man entscheidet sich zum Rückzug der Genfer Sanktionspolitik auf der ganzen Linie.. Das aber würde zweifellos der Genfer Institution den wohl empfindlichsten Schlag versetzen, den sie je erlitten hat.

kine amtliche krklärung

Ueber die entscheidende Sitzung des Ausschusses wurde folgende amtliche Mitteilung ausgegeben: Der Vorsitzende hat den Ausschuß über die Be­sprechungen unterrichtet^ die er am Vormittag mit der abesstnischen Delegation hatte und' in deren Verlauf er das Ergebnis seiner Besprechung mit der italienischen Delegation mitteilte. Die abessinische Delegation hat ihm fol­gende Mitteilung übergeben:

1. Sie haben uns folgende Zusammenfassung Ihrer zweiten Unterredung mit der italienischen

Revolution zu meistern, und werde es auch in Zukunft möglich sein, sie zu meistern.

Der Redner wies dann, anknüpfend an Dr. Leys Eedankengänge über die.Auslese des poli­tischen F L h r e r n a chw u ch s e s, auf das tiefe Erlebnis und die Lehren der Kampfzeit hin. Es sei notwendig, auch der zukünftigen Generation jenes Bewußtsein einzuhämmern, in jeder Minute und in jeder Stunde in Uniform und in Zivil sich immer nur in allem Tun und Handeln als Exponent der Bewegung zu fühlen und zu führen. Immer gelte es sich bewußt zu sein, daß stets nicht die Machtmittel, nicht die technischen Mittel in dem großen politischen Kampf entschieden ha­ben. sondern das Herz des deutschen Volkes.

Die nationalsozialistische Bewegung sei nicht durch Kanonen und Pistolen oder technische Mittel zur Macht gekommen, sondern durch den Glauben an die nationalsozialistische Weltanschauung, durch hie tiefe Resonanz im Volk. Ausgabe jedes Unterführers sei es. nicht nur Glaubensträger, sondern Elaubensbringer zu sein, bis in die letzte Seele hinein, die ihm übergeben ist. Die deutschen Menschen wollen das lebendige Fundament sein,

Delegation mitgeteilt: Nach Ansicht der italieni­schen Delegation wäre das schnellste Mittel die .Einleitung von Besprechungen zwischen der italienischen und der abesstnischen Delegation. Die italienische Delegation ist damit einverstan­den, daß der Ausschuß über den Gang der Be­sprechungen auf dem laufenden gehalten wird. Der Ausschuß würde somit jeweils von den er­langten Ergebnissen Kenntnis nehmen und würde den beiden Delegationen für jede Mitarbeit, die sie als zweckmäßig betrachten sollten, zur Verfü­gung stehen. Nach Zustandekommen der Einigung würde der Dreizehner-Ausschuß dem Rat be­richten.

2. Nach aufmerksamer Prüfung Ihrer Mittei­lung sieht die abessinische Delegation keine wesent­liche Aenderung gegenüber dem ersten italieni­schen Vorschlag. Sie hält den Wortlaut ihrer früheren Erklärung restlos aufrecht. Sie erneuert ihre ehrliche und vorbehaltlose Annahme des Appells, den der Rat an die abessinische Regie­rung gerichtet hat. Sie erklärt sich bereit, sofort im Rahmen des Völkerbundes und im Geiste des Paktes entsprechend der an sie ergangenen Ein­ladung zu verhandeln.

3. Damit die Anwendung aller Vorschriften des Artikels 16 des Paktes nicht länger verzögert werde, bittet die abessinische Delegation den Drei- zehner-Ausschuß inständig, festzustellen, daß die italienische Regierung nicht bereit gewesen ist, im Rahmen des Völkerbundes und im Geiste des 'Paktes zu verhandeln.

'Der Vorsitzende stellt fest, daß unter diesen Um­ständen der Erkundungsauftrag, der dem Vor­sitzenden zusammen mit dem Generalsekretär er­teilt worden war, als erschöpft betrachtet werden könne.

aus dem der Führer steht und aus dem der Führer sein großes Werk bauen kann.

Stabschef Lutze entwarf dann in Einzelheiten die große Aufgabe, die gerade die SA., als das schlagfertige Instrument des Führers in der Kampfzeit hatte und die sich auch heute durch nie­mand in der unerschütterlichen Treue zum Führer übertreffen lasse.

Hauptdienststellenleiter Schmeer dankte dem Stabschef des Führers unv betonte, daß gerade in den Tagen des letzten Wahlkampfes sich wieder die enge Tuchfühlung der e.nzelnen Gliederungen der Bewegung wie in der schönsten Kampfzeit be­währt habe. Die SA. sei die Kampforganisation gewesen, in der der neue Kämpfertyp, der heute: Deutschlands politisches Leben gestaltet, heran­gebildet worden sei.

der tote votschaster in Vresden

Dresden, 18. April

Der Sarg mit der sterblichen Hülle des deut­schen Botschafters in London, Leopold von Hoesch, traf am Freitag um 13.33 Uhr, in einem Sonder- wagen auf dem Neustädter Bahnhof in Dres­den ein. .Der mit einer Hakenkreuzfahne über­deckte Sarg wurde zunächst in feierlichem Geleit nach dem ehemaligen Fürstenpavillon im Neu­städter Bahnhof getragen und in dem mit Schwarz und dunklem Grün ausgeschmückten Raum auf einen Katafalk niedergesetzt. Von acht silbernen Leuchtern fiel das Licht'der Kerzen auf eine Fülle von Kränzen und Blumengewinden. Auf den Sarg wurde der schlichte Lorbeerkranz des Führers gelegt. Vor dem Pavillon halten Ehrenposten des Vahnschutzes die Wache. Die Häuser in der Umgebung des Bahnhofes hatten die Fahnen auf halbmast gesetzt.

Am Sonnabend wird der Reichsminister des APwäitigen Freiherr von Neu rath als Ver­treter des Führers und Reichskanzlers sowie der Reichsregierung nach Dresden fahren, um an den Beisetzungsfeierlichkeiten teilzunehmen. Der eng­lische Botschafter Sir Eric Phipps als Ver­treter des Königs von England und der fran­zösische Botschafter Francois-Poncet wer­den dem deutschen Botschafter das letzte Geleit geben. Der Leiter der Auslandsorqanisation, Gauleiter Bohle, wird ebenfalls der Trauer­feier beiwohnen. Als Vertreter des Botschafters von Ribbentrop nimmt Graf Dürck- heim - Montmartin an den Beisetzungs­feierlichkeiten teil.

klirung einer Hundertjährigen

Glückwunschschreiben des Führers

Berlin. 18. April

Der Führer und Reichskanzler hat der Fra. lie.wrike Hajermann in Pinneberg au- nlaß der Vollendung ihres 100 . Ledensjahre- ein persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassest.

Der Student jm Heiklen Neich

Mit der am 11. April zwischen Stabschef Lutze und dem Nationalsozialistischen Studentenbund ge­troffenen Vereinbarung über die künftige Zu­sammenarbeit zwischen SA. und NSDStB. an der deutschen Hochschule ist ein bedeutungsvoller Schritt auf dem Wege zur weiteren Formung eines neuen Studententums getan worden. Jahre­lang kämpfte der Studentenbund darum, die Totalität der nationalsozialistischen Idee in der Erziehung des Studenten durchzusetzen und alle überkommenen Formen liberalistischer Prägung zu untermauern. Jahrelange, zähe Arbeit war nötig, um jene Basis zu schassen, die den Aufbau eines neuen Studententums nach den Gesetzen der nationalsozialistischen Idee ermöglichte. Durch das Scheitern der Poli­tik der studentischen Verbände und durch die er­folgte Selbstaufgabe der Korporationen ist nun­mehr ein Zustand geschaffen, aus dem heraus die Entwicklung eines neuen Studententums ihren Lauf nehmen kann. Die jungen Studenten laufen heute nicht mehr Gefahr, durch Werbung oder lleberlistung in Gemeinschaften gezogeO-'°M->!W-. den, die im Dritten Reich keine Lebensberechti­gung mehr haben. Der Student, der heute zur Hochschule kommt, ist frei von Bindungen an Ge­meinschaften privaten Gharakters. Er ist frei zum vollen Einsatz für die nationalsozialistische Idee.

Immer sah der Studentenbund seine Aufgabe darin, durch Schulung und Erziehung dafür Sorge zu tragen, daß in Zukunft keine Reaktionäre und Staatsfeinde die Hochschule verlassen, sondern Menschen, die der nationalsozialistischen Idee auf Gedeih und Verderben verschworen sind. Um eine intensive Erziehungsarbeit an dem Studen­ten ausüben zu können, war es erforderlich, daß neue Formen studentischen Gemeinschaftslebens geschaffen wurden. Ungeheuer schwer war diese Aufgabe, weil sich der Kampf des Studentenbun­des an zwei Fronten vollzog, die eine Front war die des Aufbaues und die andere die der Abwehr. Galt es doch, im deutschen Studententum einen Zustand zu überwinden, der nach Meinung vie­ler Akademiker unüberwindbar war, da man seine Entstehung aus altem deutschen Brauch­tum herleitete. Gleichzeitig galt es, neben der Führung dieses Feldzuges gegen Korporationen und studentische Verbände, etwas Neues und Besseres hinzustellen. Niemand wird heute leug­nen können, daß es dem Studentenbund durch Aufstellung seiner Kameradschaften und Mann­schaften an den Hochschulen, in denen der Geist der SA. der Kampfzeit flammt, tatsächlich gelun­gen ist, an die Stelle des Alten und Morschen etwas Neues und Besseres zu setzen. Etwas Neues, das aus dem Geist des Nationalsozialis­mus erwachsen ist und folgedessen alleinige Be­rechtigung auf Existenz im Dritten Reich hat.

Wenn der Studentenbund im Sommersemester 1936 an allen Hoch- und Fachschulen zum ersten Male darangeht, die Erfassung der Studenten in Kameradschaften über seine Mitglie­der hinweg auf den gesamten jungen Hoch-und Fachschulnachwuchs des ersten bis dritten Semesters auszudehnen, dann wird hiermit die Erfahrung, daß sich eine brauchbare Erziehung im nationalsozialistischen Sinne nur in einer fest geschlossenen Gemeinschaft durchfüh­ren läßt, in ihr verdientes Recht eingesetzt. Immer hat der Studentenbund Lei der Durchführung seiner Erziehungsarbeit und bei der Erfassung der Studenten die Freiwilligkeit betont und größ­ten Wert darauf gelegt, dem deutschen Studenten- tum den Weg für eine organische Entwicklung zu öffnen. Daneben ist er stets von der Erkennt­nis ausgegangen, daß an den Hoch- und Fach­schulen für die Lösung der nationalsozialistischen Aufgabe dieselbe Grundlage bestehen muß, wie sie auf allen anderen Gebieten des deutschen Volkes gegeben ist.

Der Kampf der Bewegung, das Ringen um die nationalsozialistische Weltanschauung hat aus sich heraus Formen geschaffen, die dem Dritten Reich ihren Stempel aufdrücken. Aus den verschiedensten Forderungen heraus entstanden die Gliederungen der Partei: SA . SS., NSKK. HJ. Immer wie­der betonte der Fübrer. daß diese Formationen die großen Ersieh ungsaemeinsch as­te n des deutschen Volkes zur nationalsozialisti­schen Idee, d. h. zu echter deutscher Volks-

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Da- kkeii-Iv-tresken >!>-, I<> ,-i ll,' --r ilee V-I» I'. iiiili-r n, m-» di,>I,iil»s-^liittl>s>ickcii-.ku,u <lr«->-,iu-ee Unsere Kuknsliias gibr einen Lliok in äen V ortrsg^--al cksr Lurg n-.i'.-, cksr llrökknungstsguvz

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