parteiamtliche Hageszeitung
Nachrichtenblatt Ler Deutschen flrbeitssront Vremen
der NalLonal^Mlisten Vremens
flmtsblati des Senats der Freien Hansestadt Bremen
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Das amtliche verkündungsblatt des Reichsstatthalters in Oldenburg und Rremen
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Nr. W? / 6. Jahrgang
freilag, 17. flpril ISIS
kinzelpreis 15 Npf.
votschaster von hoeschs Heimkehr
Vie rcauerpacade der Kriegsmarine bei der Landung in Willzeimskaven
Unser logesspiegsl
Der Genfer Dreizehner-Ausschutz hat sich ohne Ergebnis aus heute vertagt.
Italiens Bedingung für einen Waffenstillstand ist völlige Abrüstung Abessiniens.
Bei marxistischen Unruhen in Lemberg gab es 18 Tote und über 68 Verwundete.
Aus Anlag der Heimkehr des toten Botschafters von Hoesch fand in Wilhelmshaven eine Trauerparade der Kriegsmarine statt.
Im weiteren Verlauf des Kreisleiter- Tressens der NSDAP. in Crössinsee sprachen Dr. Ley und Alfred Rosenberg.
Die Grundsteinlegung zum KdF.-Ricsen- Zeebad auf Rügen findet am 38. April statt.
Auf einem Appell der Jungvolkführer Bremens gab Füngbannfiihrer Rolf Redeker Richtlinien für die Sommerarbeit.
Der Bremer Tiergarten wird zu Pfingsten wiedereröffnet.
für heutigen Eröffnung der Großen Poli- ei-Ausstellung schrieb Bürgermeister Pg. Otto Herder ei» Geleitwort.
Flli Beinhorn plant einen neuen Valkan- slug.
Das Mörderpaar Karl Tebben und Antonio Thediek wurde gestern in Oldenburg hingerichtet.
ftm Seburtstag des sührers
Dcrcidtgung von 18 888 Politischen Leitern L Berlin, 17. April.,
Am 20. April, dem Geburtstage des Führers, findet im ganzen Deutschen Reich die feierliche Vereidigung der Politischen Leiter der Partei und ihrer Gliederungen statt. In der Reichshauptstadt wird die Vereidigung im Rahmen einer Reichssendung aus Münchenin der Deutschlandhalle und nn Sportpalast durchgeführt werden.
Ungefähr 40 000 Politische Leiter der Partei und Amtswalter der Gliederungen sowie HZ.- und Iungoolkführer und BDM.-Führerinnen werden in diesen beiden traditionellen Versammlungsstätten der Reichshauptstadt, in der Deutschlandhalle und dem Sportpalast, aufmarschieren und hier ihr Gelöbnis zum Führer ablegen. Vor der aus München übernommenen Rcichssendung wird Dr. Goebbels zu den Berliner Politischen Leitern sprechen.
?n den Abendstunden werden die zu vereidigenden Politischen Leiter und Angehörigen der Niederungen überall aufmarschieren. Nach kurzen Ansprachen der Hoheitsträger der Partei wird der Stellvertreter des Führers Rudolf Hetz sprechen und anschließend den Kämpfern und Kämpferinnen Adolf Hitlers die Eidesleistung abnehmen.
Sie Überführung in 61. und 1v.
Berlin, 17. April.
Die Feiern zur Aufnahme der 10- und lljähri- gen in das Jungvolk und zur Ueberführung der 11jährigen in die Hitler-Jugend finden im ganzen Reich am Sonntag, 19. April, statt. Für beide Feiern sind durch hie Reichsjugendfiihrung besondere Verpslichtungsformeln festgesetzt. Am Abend des 19. April spricht Reichsjugendführer Valdur «on Schirach von 19.30 Uhr bis 20 Uhr über alle deutschen Sender zur deutschen Elternschaft.
»Vor Nag nim Niederwald"
Berlin, 17. April.
Anläßlich des Geburtstages des Führers bringt der Deutschlandsender am Montag, 20. April, von 19 bis 20.40 Uhr die Dichtung „Der Flug zum Niederwald" von Ottoheinz Iahn (Wort) und Herbert Windt (Musik) zur Ursendung. Das Werk schildert den Triumphflug Adolf Hitlers im August 1933. Damals nahm der Führer an der Heldengedenkfeier in Tannenberg teil. Kurze Zeit darauf' stieg sein Flugzeug auf, flog über Ostpreußen und Pommern, erschien mittags über der Reichshauptstadt, nahm den Kurs über die Mittelgebirge Harz, Weser und kam zwischen Wester- wald und Taunus in eine Gewitterfront. Eine Stünde später stand der Führer am Niederwalddenkmal und hielt seine große Rede zur bevorstehenden Rückkehr der deutschen Saar.
Nudolf keß an v. rrotha
München, 17. April.
Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, hat an Admiral Adolf von Trotha folgendes Telegramm gesandt: „Am Tage, da Sie auf Ihr ävjähriges Wirken für deutsche Seegeltung zurückblicken, gedenke ich Ihrer, insbesondere als des verdienstvollen Chefs des Stabes der deutschen Hochseeflotte am Skagerrak, in aufrichtiger Verehrung, verbunden mit den Wünschen, daß Sie voch lange und bei guter Gesundheit Deutschland Ähre Kräfte zur Verfügung stellen können.
Rudolf Hetz."
von lloosob« lotete Pabi't. ,-z.n IZoi'll (las gsstsrn in IVilbelmstiavon oingotrokksnon snglisclisn Tivrstürors „8oout" rrar ilsr 8ai'g, mit ÜLl' lloüsN'
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Wilhelmshaven, 17. April.
Gestern nachmittag um 14 Uhr schleuste der englische Zerstörer „Scout" durch die dritte Einfahrt des Wilhelmshavener Kriegshafens,, an Bord die Leiche des Botschafters von Hoesch. Schon hier an der Zollgrenze wurde er von der Reichszollverwaltung durch die Zollbeamten begrüßt.' Außerdem waren viele Jadestädter zur Schleuse geeilt, um den englischen Zerstörer, das erste englische Kriegsschiff, das nach dem Kriege Wilhelmshaven besucht, willkommen zu heißen. Eine halbe Stunde später näherte sich der Zerstörer dem Anlegeplatz an der Eazellenbrücke, wo die Admiralität, das gesamte Offizierkorps des Marinestandortes und drei Ehrenkompanien angetreten waren. Hier hatten sich auch der olden- burgische Ministerpräsident Joel, Oberst von Schauroth, Regierungspräsident Refardt^ von Aurich, Oberbürgermeister Dr. Nutzhorn - Rüstringen, Bürgermeister Dr. Balfanz-^ Wilhelmshaven und Vertreter der jadestädtischen Kreisleitung der NSDAP. eingefunden, außerdem mehrere Führer der Marinestandarte, der Reiterstandarte Oldenburg usw. Aus Berlin waren der englische Marine-Attache, Kapitän Muirhead-Eould, sowie der Gesandte Dr. , Schrötter, der als Beauftragter des Auswär- tigen Amtes den Weitertransport des Sarges von Wilhelmshaven nach Dresden überwacht, erschienen.
Der Zerstörer, der die deutsche Hakenkreuzflagge als Kriegsflagge im Topp führte, machte am Kai fest. Der Kommandierende Admiral der Nordsee, Vizeadmiral Schulste, begab sich, nachdem die Ehrenkompanien und die Slcherheitswache an Bord präsentiert hatten, auf den Zerstörer „Scout", wo er zuerst Ministerialdirektor D i e ck- hoff, der die Leiche des Botschafters als Vertreter der Reichsregierung begleitete, und den deutschen Marine-Ättachs in London, Kapitän zur See Wassner, begrüßte. Dann begab er sich auf das Achterdeck des Schiffes, wo die Leiche auf der Geschütz-Lafette aufgebahrt war. Nur ein schlichter Rosenstrauß zierte den Sarg, der mit der Hakenkreuzfahne bedeckt war, wahrend rings um den Sarg, der an Steuerbordseite des Geschützes stand, zahllose Kränze lagen. An den vier Ecken des Geschützes hielten vier englische Matrosen die Ehrenwache. Es war ein Bild der Trauer, das Tausende ergriff, die Zeuge des Einlaufens des englischen Zerstörers waren und damit Zeuge der Pietät, die die Engländer unserem toten Botschafter entgegengebracht haben. Die Mannschaft des Zerstörers stand während der ganzen Trauerfeierlichkeit in Paradeaufstellüng an Deck, unter ihnen manch' alter Soldat, wie man aus den Ordensauszeichnungen erkennen konnte.
Nachdem der Kommandierende Admiral den Kranz des Obersten Befehlshabers der Kriegsmarine und danach den der Marinestation der Nordsee an dem Sarg des toten Botschafters niedergelegt hatte, trat eine Abordnung der Auslandsorganisation der NSDAP. an den Sarg,
um ebenfalls einen Kranz niederzulegen. Es folgten dann die Oberbürgermeister der beiden Iadestädte, um für die beiden Städte Wilhelms- haven und Rüstringen dem toten Botschafter Kränze darzubringen.
Dann erscholl von Bord des Zerstörers ein Trompetensignal. Acht englische Matrosen nahmen den Sarg, nachdem der Kommandierende Admiral den Zerstörer verlassen hatte, auf ihre Schultern und trugen ihn unter präsentiertem Gewehr der drei Ehrenkompanien und unter den Klängen eines Lhorals an Land, wo er auf die Geschütz-Lafette des Art.-Regts. 22 aus Oldenburg gehoben wurde. Eine Abordnung aus Unteroffizieren der Kriegsmarine trug die vielen Kränze, die der Zerstörer mit von England gebracht hatte und die in Wilhelmshaven noch ergänzt worden waren. Dahinter folgte eine Abordnung des Zerstörers „Scout" mit Kränzen der englischen Regierung und der englischen Freunde des Botschafters. Dann folgte die Lafette mit dem Sarg des Verstorbenen. Das Trauergeleit eröffnete der Marinepfarrer der evangelischen Marinestation in Wilhelmshaven, hinter ihm schritten die Angehörigen des Botschafters mit dem Kommandierenden Admiral der Nordsee, dem englischen Marine-Attache und Ministerialdirektor Dieckhoff, weiter die Vertreter der NSDAP. der Heiden Jadestädte, der Regierung in Oldenburg und Aurich, der nationalsozialistischen Gliederungen und der jadestädtischen Behörden. Das Trauergefolge wurde beschlossen durch das Offizierkorps der Marinegarnison Wilhelmshaven.
(Fortsetzung auf Seite 2)
flm z. Mai SemelMaftslalitteii aller betriebe
(Drahtbcricht unserer Berliner Schriftleitung)
U. Berlin. 17. April.
Die Kiellegung des ersten neuen KdF.-Schiffes, das die DAF. für die NS.-Eemeinschaft „Kraft durch Freude" baut. findet, wie die Teutsche Arbeitskorrespondenz meldet, am Donnerstag, 30. 4.. in Hamburg statt. Damit wird der Bau eines der großen KdF.-Schiffe begonnen, die ganz für die besonderen Anforderungen bei KdF.-Hochsee- reisen abgestellt werden und sich auch schon rein äußerlich von den sonstigen Passagierdampfern unterscheiden. Einzelheiten über das Programm der Feier werden noch bekanntgegeben.
Am gleichen Tage wird auch zu dem großen KdF.-Seebad auf der Ostsee-Insel Rügen der Grundstein gelegt. Bekanntlich werden zwischen Saßnitz und Binz nach der Fertigstellung laufend 20 000 deutsche Arbeiter an einem ca. 6
Kilometer langen Strand Erholung finden können. Die Anlagen und Bauten werden ebenfalls nach den neuzeitlichsten Gesichtspunkten unter weitgehender Anpassung an die Landschaft durchgeführt, so daß das KdF.-Seebad auf Rügen das modernste Bad der Welt sein wird.
Der 3. Mai dieses Jahres steht im Zeichen von KdF.-Betriebsausflügen, wie es sie in diesem Maße noch niemals gegeben hat. In sämtlichen Betrieben Deutschlands werden an dem genannten Tage die Betriebsführer mit ihren Gefolgschaften und ihren Angehörigen Fahrten in die Umgebung unternehmen. Die gesamte Organisation dieser Ausflüge liegt dem Amt für Reisen, Wandern und Urlaub der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" ob.
Schneller, als es vorauszusehen war, werden die großen Pläne der NS.-Gemeinschast „Krast durch Freude", die der Initiative des Reichs
organisationsleiters Dr. Leq entspringen, nun verwirklicht werden. Wenn am 38. April der Grundstein zum einzigartigen Werk des Seebades gelegt wird, dann wird der Welt damit von neuem der Sinn der Arbeit des Nationalsozialismus und das Ziel des neuen Deutschlands klar vor Augen geführt: Friedlicher Aufbau auf allen Gebieten zum Wohle auch des letzten deutschen Volksgenossen!
Schon in wenigen Jahren, nachdem das neue Werk mit all seinen gewaltigen Gebäuden und Anlagen vom deutschen Arbeiter errichtet worden ist, werden alljährlich unzählige Tausende werktätiger Volksgenossen ihren Urlaub in diesem größten Seebad der Welt verbringen können. Die Arbeit der NS.-Eemeinschaft „Kraft durch Freude" hat damit ihre Krönung erfahren und tritt in einen neuen Abschnitt der Entwicklung ein.
Kraft durch sreube" in front: noch in diesem Monat Srundsteinlegung ;um größten Seebad der Welt
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Senfer Impotenz
Krise um den Völkerbund
* Bremen, 17. April.
Die wiederaufgenommenen Beratungen des Dreizehner-Ausschusses in Genf gestalteten sich — wie nicht anders zu erwarten war — gleich am ersten Tage ungemein schwierig, und wie es scheint, ist bereits jetzt der neue Vermittlungsversuch in der abessinischen Streitfrage mißlungen. Begreiflich! Bestehen doch die seit Ausbruch des italienisch-abessinischen Krieges zwischen England und Frankreich klaffenden Gegensätze in alter Schärfe fort, während sich die militärische Lage auf dem Kriegsschauplatz und damit auch die politische Lage in Europa grundlegend verändert hat.
Man braucht sich nur an den Hoare-Laval-Plan zu erinnern, der seinerzeit einmal berufen schien, die italienisch-abessinische Streitfrage zu lösen und den Frieden in Ostafrika wiederherzustellen, um zu erkennen, wie sehr alles heute bedeutend schwieriger geworden ist, als damals, wo Mussolini geneigt war, auf der Grundlage des Hoare- Laval-Plans zu verhandeln. In der von ihm bereits gewohnten Kurzsichtigkeit hat der Völkerbund seinerzeit den Plan verworfen, und der wohlmeinende und kluge Sir Hoare mußte, dem Druck der öffentlichen Meinung in England weichend, in die Wüste gehen, weil sich auch England damals nicht dazu verstehen konnte, den italienisch-abessinischen Streit einmal vom Standpunkt Italiens zu betrachten.
Nun die von den Gegnern des Hoare-Laval-Pla- nes damals törichterweise gehegten Erwartungen einer italienischen Niederlage in Abessinien verflogen sind und die Sanktionen gegen Italien, auf die gewisse Kreise unberechtigterweise so große Hoffnungen gesetzt hatten, so gut wie wirkungslos verpufften, Italien aber heute zweifellos als unumschränkter Herr Abessiniens mit einer kriegsge- übten und mit allen Mitteln neuzeitlicher Kriegstechnik ausgerüsteten Armee von rund einer halben Million Soldaten an den Quellen des Nils steht, würden gerne diejenigen, die einst den gutgemeinten Hoare-Laval-Plan als undiskutabel verschrien haben, zu ihm zurückzukehren, wenn nur Italien damit noch einverstanden wäre, dessen Staatschef Mussolini nunmehr den Plan als Lächerlichkeit bezeichnet hat.
Italiens Forderungen betreffend Abessiniens shrd begreiflicherweise nach der Auflösung der Heere des Negus viel weiter gespannt als ehedem. Schon heißt es, daß Mussolini Paris habe wissen lassen, Italien könne als Verhandlungsgrundlage für einen Frieden in Ostafrika nur einen Waffenstillstand mit völliger Abrüstung Abessiniens anerkennen. Daß Mussolini bereit ist, die britischen Interessen im Gebiete des Tanasees zu berücksichtigen, ist ohne weiteres anzunehmen, aber sein Anspruch auf die ausschließliche Kontrolle über Westabessinien und ein italienisches Protektorat über ein dem Negus zu überlassendes kleines Gebiet in Zentral- Abessinien ist nicht danach angetan, Englands Besorgnisse um das heute mehr denn je bedrohte Nil- Gebiet zu zerstreuen.
Wie immer sich der Dreizehner-Ausschuß in Genf zu den Forderungen Italiens stellen mag: angesichts der Tatsache, daß sich Italien heute jederzeit das nehmen kann, was es als wünschenswert in Paris verlauten ließ, und daß es noch mehr dazu nehmen könnte, steht fest, daß der Völkerbund, auch wenn er einig wäre, das Schicksal Abessiniens zu wenden nicht mehr in der Lage ist. Aber er ist gar nicht einig, dieser Völkerbund, und eher ist zu erwarten, daß er über dem abessinischen Streit auseinanderbricht, als daß er zu einem gemeinsamen Entschluß kommt, der geeignet wäre, Italien in den Arm zu fallen. Vielleicht ist England, wenn die Verhandlungen des Dreizehner-Ausschusses scheitern, so klug, sich gar nicht mehr lange mit dem Völkerbund abzugeben, sondern es nimmt unmittelbar die Verhandlungen mit Italien auf, das, wie bereits betont wurde, auch in seinem Siegertriumphe noch Mäßigung genug besitzt, Englands Lebensinteressen am Ta- nasee zu schonen.
Verhandlungen von Regierung zu Regierung, Auge iu Auge mit den verantwortlichen Staatsmännern — das Mittel, das der Führer so oft schon den Völkern Europas zur Sicherung und zum Ausbau des Friedens empfohlen hat —, ist angesichts des Bankrotts der Kolkektivpolitik der