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NachrichtenblaN der Veutschen flrbeitsstont Bremen
flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Bremen
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M. 95 / S. Jahrgang
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stdolf Hitlers umfassender Versölimmgsplan
Bie gestern in London überreichte deutsche flntwortnote macht den Weg frei zur europäischen Verständigung
London. 2. April.
E Ribbentrop überreichte Mitt- wochvorMrttag 1 « Uhr englischer Zeit dem eng, lrschen Autzenmnnster die deutsche Antwortnote A war bei seiner Ankunft im Foreign Office von Ministerialdirektor Dieckhoff und andere» Mitgliedern der deutschen Abordnung begleitet. Die Rote hat folgenden Wortlaut:
«IIIM
Unssr Vogssspisgsl
Botschafter von Ribbentrop überreichte in London den grobangelegten Friedensplan des Führers.
In Oesterreich wurde die allgemeine Wehrund Arbeitsdienstpflicht eingeführt.
Die deutsch-jugoslawische» Wirtschaftsverhandlungen führten zu einer Förderung des Warenaustausches und Reiseverkehrs. Hauptschriftleiter Alsred-Jngemar Verndt wurde zum Leiter der Pressestelle der Reichsregierung ernannt.
Vor der 11. Trotzen Strafkammer des Landgerichts Berlin begann die Verhandlung über das Berliner Baugrubenunglück.
Die neuen Bestimmungen für den Empfang von verbilligten Speisefetten in den Monaten April, Mai und Juni find ergangen. Der Seefischverbrauch ist 1885, auf den Kopf der Bevölkerung gerechnet, erfreulicherweise gestiegen.
Testern verliehen die ersten Transporte der eingezogenen Arbeitsdienstpflichtigen Bremen. Im Parkhaus nahm Staatsrat Pg. von Hagel die Lossprechung der Kellner- und Kochlehrlinge vor.
„Mit aufrichtiger Zustimmung hat die deutsche Regierung von dem Botschafter von Ribbentrop erfahren, daß es der Wunsch der britischen Regierung und des britischen Volkes ist, baldmöglichst mit den praktischen Arbeiten für eine wahre Befriedung Europas zu beginnen. Dieser Wunsch deckt sich mit den innersten Absichten und Hoffnungen des deutschen Volkes und seiner Führung. Es erfüllt daher die deutsche Regierung mit um so grötzerem Bedauern, datz sie nicht in der Lage ist, in dem ihr am
20. März überqebenen Entwurf der Locarno- mächte eine zeitliche und fruchtbare Grundlage für die Einleitung und Durchführung einer solchen wahrhaften Friedensarbeit erkennen zu können.
Es fehlt diesem Entwurf in den Augen des deutschen Volkes und in den Augen seiner Regierung jener Geist des Verständnisses für die Gesetze der Eh« und Gleichberechtigung, die im Leben der Volker zu allen Zeiten die erste Voraussetzung für die Abmachung freier und damit geheiligter Verträge bilden.
Die deutsche Regierung glaubt es dem heiligen Ernst der in Frage stehenden Aufgabe schuldig zu sein, sich in der Feststellung des negativen Geistes des ihr übergevenen Memorandums auf das allernotwendigste zu beschränken. Sie will aber dafür versuchen, durch eine Erweiterung und Klärung ihrer am 7. März ausgesprochenen Vorschläge von ihrer Seite aus den Beginn einer konkreten Arbeit der europäischen Friedenssicherung zu
;rständnis ihrer Ablehnung der einzel- nminierenden Punkte sowie zur Ve- ihrer konstruktiven Vorschläge mutz die Legierung folgendes grundsätzlich er- ie deutsche Regierung hat soeben vom kolk u. a. ein
feierliches Seneralmandal
mr Vertretung des Reiches und der Kation nach zwei Richtungen:
.eutsche Volk ist entschlossen unter allen seine Freiheit, seine Selbständigkeit
seine Gleichberechtigung zu wahren. Es
-r Vertretung die er natürlichen inter- f Grund ätze des staatlichen Lebens ein nationalen Ehre und Voraus-
- jede praktische Zusammenarbeit der a der es unter keinen Umstanden mehr
eutsche Volk wünscht aus aufrichtigstem t allen seinen Kräften m, zuhelsen am >rk einer allgemeinen Versöhnung und una der europäischen Nationen zum "Sicherung des für diesen Kontinent, « und seine Wohlfahrt so notwendigen
d die Wünsche des deutschen Volkes . die Verpflichtung der deutschen Re-
e Nechtsbrüche der anderen
siibe Regierung möchte weiter in An- n ibre ?n der vorläufigen Note vom 7938 schon mitgeteilte grundsätzliche
M« W
stand abgeschlossen auf Grund der
vierzehn Punkte Wilsons. Diese sahen keinerlei Einschränkung der deutschen Souveränität rm Rheinland vor. Im Gegenteil: Der hauptsächlichste Grundgedanke dieser Punkte war, durch eine neue Dölkerordnung einen besseren und dauerhaften Frieden aufzubauen. Er sollte m weitestem Umfange dem Selbstbestim- gerecht werden, und zwar ohne Rücksicht auf Sieger oder Besiegte!
8) Der Königlich Britische Außenminister hat in seiner Rede vom 26. März über die entmilitarisierte Zone mitgeteilt, datz diese letzten Endes nur als Ablösung für eine eigentlich von Frankreich im Jahre 1818 angestrebte Lostrennung des
Rheinlandes von Deutschland errichtet wurde. Aus dieser Feststellung ergibt sich, datz die demilitarisierte Zone selbst nur als Folge der vorausgegangenen Verletzung einer auch die Alliierten bindenden Verpflichtung entstanden ist.
6) Die Demilitarisierungsbestimmungen des Versailler Vertrages basieren demnach selbst auf der Verletzung einer Deutschland gegebenen Zusicherung und besaßen als einziges „rechtliches" Argument nur die Gewalt. Sie sind vom Versailler Vertrag in den Locarnopakt übernommen worden nach einer
neuerlichen Rechtsverletzung, nämlich der Besetzung des Ruhrgebiets, die selbst von englischen Kronjuristen als Rechtsbruch bezeichnet worden ist.
v) Der sogen, „freiwillige Verzicht" auf die Souveränität Deutschlands in diesen westlichen Provinzen des Reiches ist mithin eine Folge des Versailler Diktats und einer Kette von sich hier anschließenden schwersten Bedrückungen des deutschen Volkes, wobei insbesondere hingewiesen werden mutz auf die furchtbare Not und Zwangslage des Reiches infolge der Rheinlandbesetzung.
lies Mrers frlevenstzand
kuropa am Scheldewoge
»Bremen, 2. April.
Es würde zuwenig besagen, wollte man den gestern der britischen Regierung durch Botschafter von Ribbentrop überreichten deutschen Friedensplan lediglich ein diplomatisches Meisterwerk ersten Ranges nennen. Das ist er ohnehin.
Darüber hinaus aber ist er noch die schlechtweg hochsinnige Bekundung edelster menschlicher Besorgnis, aber gleichzeitig auch zielsicherster Wegweisung eines Mannes von nie übertroffener Genialität, der unserem Erdteil, welcher sich nun schon länger als zwei Jahrzehnte in furchtbarsten Gegensätzen zerfleischt, den Frieden schenken möchte. An den Staatsmännern der anderen großen Nationen Europas ist es nun, Beweise ihres guten Willens zur Befriedung der europäischen Menschheit zu liefern und Taten echter Friedensbereitschaft erkennen zu lassen. Vor allem an den Regierenden in Frankreich!
Mit feinsinniger, man möchte fast sagen zarter Schonung geht die Antwort des Führers von den diskriminierenden Punkten des Memorandums der Rest-Locarno-Mächte schon nach wenigen, freilich notwendigen Feststellungen zu brauchbaren und , jedem redlichen Menschen einleuchtenden Vorschlägen für Einleitung und Durchführung der europäischen Friedenssicherung über. Es mußte ja nochmals in dieser Note betont werden, daß Deutschland nichts von seinem Anspruch auf Freiheit, Selbständigkeit und Gleichberechtigung aufgibt. Es mutzte noch einmal festgestellt werden, datz die Einschränkung der deutschen Souveränität im Rheinland schon seinerzeit in Versailles einen Vertragsbruch des auf die Wilsonschen 14 Punkte hin von Deutschland angenommenen Waffenstillstands bedeutete. Es mutzte auch noch einmal auf die Rechtsverletzung des Ruhreinbruchs hingewiesen werden, um der Welt in Erinnerung zu bringen, welches schwere Unrecht dem deutschen Volk seit 17 Jahren geschah,, und wie dieses Volk dennoch, dem Frieden Europas zuliebe, an den entehrenden Demilitarisierungsbestimmungen so lange nicht rührte, bis einer der Vertragspartner — durch den Sowjetpakt — selber den Locarno-Vertrag durchlöcherte.
Mit einer einfach unerbittlichen Logik zeigt der Führer in der den neuen Friedensplan enthaltenden deutschen Note allen gerecht Denkenden, auf welch unhaltbarer Grundlage die Behauptungen von einer deutschen Rechtsverletzung beruhen. So wichtig diese Beweisführung aber an sich sein mag, sie bildet nur einen ganz geringen Teil des Inhalts der Note selbst, die in ihren positiven Vorschlägen zur dauernden Friedenssicherung Europas die einzige Lösung der schwierigen Frage in sich trägt, wie eine wirkliche konstruktive Ordnung des Verhältnisses der europäischen Nationen untereinander zustande kommen kann.
Ebenso zielbewußt wie behutsam wünscht der Führer diese große geschichtliche Aufgabe in Angriff genommen zu sehen. Drei Abschnitte, einen zur Klärung, einen für die eigentlichen Verhandlungen und einen zur Vervollkommnung des ins Auge gefaßten Friedenswerkes schlägt die Note vor. Ein Akt weisester Voraussicht ist es, die Verhandlungszeit zu begrenzen, um zu verhindern, datz die Verhandlungen ins uferlose ausarten und schließlich jämmerlich versanden. Die Versicherung, datz Deutschland in dieser Zeit unter der Voraussetzung eines sinngemäßen gleichen Verhaltens seiner westlichen Nachbarn in der remilitarisierten Zone keinerlei Truppenbewegungen vornehmen und keine Befestigungen anlegen wird, und datz es sich sogar zur Garantie dieses Versprechens dem Urteil einer zu bildenden Kommission fügen will, ist ein wahrhaft großherziger Beitrag zu Beginn des in Aussicht genommenen Befriedungswerkes Europas, ja ein geradezu überwältigender Beweis für des Führers Friedenswillen. Nur ganz Böswilligen kann es danach noch einfallen, die deutschen Vorschläge zu bagatellisieren oder sogar von der Hand zu weisen Datz diese Vorschläge den ersten lebensfähigen Keim zu einer wirklichen, seither doch völlig vergebens erstrebten Rüstungsbeschränkung in Europa bergen, erhöbt den Wert des Angebots nock um ein weiteres Deutschland geht aber noch weiter und erklärt üch auch bereit, sich sogar zu militärischem Beistand zu verpflichten, und
Kann ein Volk auf seine kohettseechte verzichten?
Wenn daher von feiten der britischen Regierung heute erklärt wird, datz man wohl von einem Diktat von Versailles gesprochen habe, aber doch niemals von einem Diktat von Lo- carno, so mutz die deutsche Regierung mit der Gegenfrage antworten: „Gab es oder kann es überhaupt in, der Welt ein großes Volk geben, das freiwillig und ohne äußersten Zwang einseitig auf seine Hoheitsrechte, und zwar in diesem Falle auf das primitivste Recht der Verteidigung seiner eigenen Grenzen verzichtet hat oder verzichten würde?"
Trotzdem aber hatte das deutsche Volk diesen Zustand 17 Jahre lang ertragen, und noch am
21. Mai 1635 erklärte der deutsche Reichskanzler, datz „die deutsche Reichsregierung in der/entmilitarisierten Zone einen für einen souveränen Staat unerhört schweren Beitrag zur Beruhigung Europas sieht" und datz die Reichsregierung „alle aus dem Locarnovertrag sich ergebenden Verpflichtungen so lange halten wird, als auch die anderen Vertragspartner bereit sind, zu diesem Pakt zu stehen".
Die deutsche Reichsregierung hat bereits in ihrer vorläufigen Note vom 24. 3. 1936 darauf hingewiesen, datz der von Frankreich mit Sowjetrutzland abgeschlossene militärische Vertrag dem Locarnopakt sowohl die rechtliche als auch besonders die politische Grundlage und damit die Voraussetzung seiner Existenz entzogen hat. Es erübrigt sich. hierauf noch einmal näher einzugehen. Denn Militärbündnisse widersprechen der Völkergemeinschaft.
Es ist kein Zweifel, datz die Tendenz, Europa mit Militärbündnissen zu durchziehen, überhaupt dem Geist und Sinn der Aufrichtung einer wirklichen Völkergemeinschaft widerspricht.
Es wächst die große Gefahr, datz aus dieser allgemeinen Verstrickung in militärische Allianzen ein Zustand entsteht, der jenem gleicht, dem die Welt den Ausbruch ihres furchtbarsten und sinnlosesten Krieges mit in erster Linie zu verdanken hatte. Es liegt nun nicht im Vermögen einer einzelnen Regierung, eine solche von bestimmten Großmächten eingeleitete Entwicklung zu verhindern,
allein es gehört znm pslichtgemiitzen Auftrag jeder Regierung, innerhalb der Grenzen des eigenen Hoheitsgebiets Vorsorge vor
jene» lleberraschungen zu treffen, die sich aus einer solchen undurchsichtigen europäischen Militär- und Kabinettspolitik ergeben können.
Die deutsche Regierung hat daher nach der vorliegenden Entwicklung, die eine Aufhebung der juristischen und politischen Grundlagen und Voraussetzungen des Locarnopaktes bedeutet, sich auch ihrerseits als an diesen Pakt nicht mehr gebunden erklärt und die Souveränität des Reiches über das gesamte Reichsgebiet wiederhergestellt.
Mchr in der Lage.
Die deutsche Regierung ist nicht in der Lage, ihren zur Sicherheit des Reiches unternommenen, nur deutsches Reichsgebiet betreffenden und niemand bedrohenden Schritt der Würdigung eines Gremiums zu unterstellen, das selbst im günstigsten Falle nur die rechtliche Seite, aber unter gar keinen Umständen die politische zu beurteilen in der Lage ist. Dies gilt um so mehr, als der Völkerbundsrat bereits eine Entscheidung getroffen hat, die die rechtliche Beurteilung der Frage präjudiziert.
Die deutsche Regierung ist weiter der Ueberzeugung, datz ein solches Urteil nicht nur keinen positiven Beitrag liefern könnte für eine wirkliche konstruktive Lösung der Frage der europäischen Sicherheit, sondern ausschließlich geeignet ist, eine solche Lösung zu erschweren, wenn nicht gar zu verhindern.
Im übrigen: Entweder man glaubt an die Möglichkeit einer allgemeinen europäischen Friedenssicherung, dann kann ein solcher beabsichtigter Eingriff in die Hoheitsrechte eines Staates nur erschwerend wirken, oder man glaubt an eine solche mögliche Friedenssicherung nicht, dann käme einem solchen Entscheid höchstens nachträglich eine feststellende juristische Bedeutung zu.
Die deutsche Regierung kann daher in diesem Punkte sowie in jenen weiteren dieses Entwurfes der Vertreter der Locarnomächte, die sich nur als einseitig belastend für Deutschland erweisen, nicht nur keine nützlichen Vorschläge für eine wirkliche großzügige und konstruktive Lösung der Frage der europäischen Sicherheit erblicken, sondern höchstens Elemente der Diskriminierung eines großen Volkes und damit einer Infragestellung jeder dauerhaften Friedensgestaltung.
(Fortsetzung aus Seite 2)
Neu» Letter der Pressestelle der kelchsregierung
ehrenvolle krnennung des hauplschriftleilers fllsred-Ingemar verndt
Berlin, 2. April
r Leiter der Abteilung IV des Reichsmini- ims für Volksausklärung und Propaganda ssestelle der Reichsregierungl, Ministerialrat Dr. Kurt Jahncke, ist mit dem gestrigen Mitt- aus seinem Amte ausgeschieden. Er tritt als aqsdirektor in die Berliner Druck- und Zei- sbetriebe AE. (ehemals Rudolf Mosse-Ver- ein Der Reichsminister sür Volksausklärung Propaganda, Dr. Goebbels, verabschiedete cn vormittag Ministerialrat Dr. Jahncke, n er ihm mit herzlichen Worten seinen Dank >ie in dreijähriger Tätigkeit geleistete ersolg- r Arbeit aussprach.
m Nachfolger des Ministerialsrats Dr. cke hat der Reichsminister für Volksaufklä- und Propaganda den bereits seit mehreren aten in der Pressestelle der Reichsregierung nssarisch tätigen Hauptschristleiter des Deut- Nachrichten-Büros, Pg. Alfred-Jngemar dt, ernannt. Der Führer und Reichskanzler zleichzeitig Parteigenossen Berndt zum stell- etenden Pressechef der Reichsregierung er- t.
der gestrigen Pressekonferenz der Reichs- rung machte Staatssekretär Funk Witternd» diesem Wechsel in der Leitung der estelle der Reichsregierung. Er widmete dem enden Ministerialrat Dr. Jahncke Worte Anerkennung für seine treue, selbstlose und ckernde Arbeit und gab ihm die allerbesten sche für sein ferneres Wirken mit auf den Zu dem neuen Leiter der Pressestelle der sregierung. Hauptschriftleiter Alfred-Inge- Verndt gewandt, erklärte der Staatssekre- es gäbe wohl in der deutschen Presse niesn ° der die offene, kampfesmutige Art des -ig'enossen Berndt nicht erkannt habe; er sei esten Ueberzeugung, datz diese Berufung im cesse der deutschen Pressepolitik, sowie der nmenarbeit zwischen Reich-regierung und e liege.
r Staatssekretär sprach Pg. Berndt gegen- die Hoffnung aus, daß die hohen Erwartn die der Führer und Reichskanzler ,owie
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Reichsminister Dr. Goebbels an seine Tätigkeit knüpften, sich voll erfüllen möchten.
Das älteste Mitglied der Pressekonferenz der Reichsregierunq, Schriftleiter Da. Schaffer, sprach im Namen aller Berufskameraden dem scheidenden Ministerialrat Dr. Jahncke Worte der Anerkennung für fein Wirken und Schaffen während der verflossenen drei Fahre aus und gab der festen Ueberzeugung Ausdruck, datz die. Arbeit des neuen Leiters der Pressestelle, der bereits vom ersten Tage der nationalsozialistischen Machtergreifung ab immer wieder lerne nationolioziali- stische Pflichterfüllung und nationalsozialistische Pressearbeit bewiesen habe. für die deut
sche Presse segensvoll sein werde. Er versicherte im Namen aller Verufskameraden treueste Gefolgschaft und Kameradschaft.
Zum Schluß sprachen der scheidende und der neue Leiter der Pressestelle der Reichsregierung. Dr. Jahncke drückte Staatssekretär Funk gegenüber seinen Dank aus für die Unterstützung, die er ihm all die Jahre habe zuteil werden lassen. Pg. Verndt erklärte, datz man von ihm kein großes Programm von Erklärungen erwarten solle, wie er auch nicht dafür sei, große Versprechungen abzugeben. Das beste Versprechen sei die Tat.
Der neue stellvertr. Pressechef Berndt wurde ar
22. April 1905 in Bromberg als Sohn eine! Reichsbahninspektors geborem Er begann sein journalistische Laufbahn im Jahre 1924 unte Leitung des heutigen Staatskommissars voi Berlin, Dr. Julius Lippert, beim „Deutsche; Tageblatt", dem damaligen Organ der national sozialistischen Freiheitsbewegung und kam nac Tätigkeit bei Provinzzeitungen und im Ausland später als Schriftleiter sür Ostpolitik in da; WTB. Berndt wurde bald Vertrauensmann de NSDAP. im WTB. und gewann schon lange vo d-er Machtergreifung einen wesentlichen Teil de Schriftleiter des WTB. für den Nationalsozia lismus. Nach der Machtergreifung wurde er zun Reichsbeauftragten für das WTB. bestellt, da er zum nationalsozialistischen In sbrument umgestaltete, und bald daran Hauptschriftleiter.
Nach der unter seiner Beteiligung erfolgtet Vereinheitlichung des Nachrichtenwesens, der Fu sion von WTB. und TU., übernahm Berndt di Hauptschriftleitung des DNB.
Seine politische Laufbahn begann Berndt 1921 im deutsch-völkischen Schutz- und Trutzbund, 192: kam er in die nationalsozialistische Bewegung In der Verbotszeit gehört« er dem Frontbanr und später der SA an, 1932 wurde er Mitglie! des Gaupressenmtes Berlin und 1933 Adjutant de- Reichspressech.-fs der NSDAP., Dr. Dietrich Er gehört auch setzt der R-ichspressestelle der DAP, als Amtsleiter und der Reichefvhruna SS als Obersturmbannführer an.