parteiamtliche Tageszeitung
NachrichtenblaN der Deutschen Arbeitsfront Vremen
der Nationalsozialisten Vremens
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Nr. 11 / 6. Jahrgang
Sonnabend, 11. Januar
kinzelprels 15 Npf.
feierlicher Neujchrsempfcmg beim fübrer
die lvelirmacht, das diplomatische Korps und die Halloren bringen dem deutschen Neichskanzler iHre kliichwünsche dar slnsprache des apostolischen Nuntius / fldols Hitler für kntspannung und VeruHigung unter den Völkern
llnser lagesspiegel
Im „Haus des Reichspräsidenten" fand gestern der offizielle Neujahrsempfang beim Führer statt.
In Wilhelmshaven fand in Anwesenheit des Gauleiters und Reichsstatthalters Rover eine Tagung der Kreisleiter und Gauamtsleiter des Gaues Weser-Ems statt.
Die Londoner „Times" brandmarken das verbrecherische Doppelspiel der Sowjetregierung.
Der ungarische Handelsminister wird nächste Woche Berlin besuchen.
Im Polizeiabschnitt Vremen-Ost wird am morgigen Sonntag eine graste Luftschutz- übung durchgesiihrt.
Zum 3V. Januar wird die NSB.-Ortsgruppe Utbremen den Bedürftigen ihrer Ortsgruppe eine Lebensmittel-Sonderspende übergeben.
Abermals ist ein Unterabschnitt der Bau- arbeiten beim Bahnübergang Horn znm Abschirrst gelangt.
Der diesjährige Jnventurverkauf findet vorn 27. Januar bis 8. Februar statt.
Niedersachsens Pustball-Eauels tritt am g. Februar in Lrlle gegen eine nordfranzö« stsche Auswahlmannschaft an.
Ueber Düsseldorf ging eine verheerende Windhose hinweg, die mehrere Tote und Schwerverletzte forderte.
Krelsleiler- und Sauamtsletter- lagung in VMielmsliaoen
Wilhelmshaven, 11. Januar Gestern fand in den Jadestädtsn eine Tagung der Kreisleiter und Eauamtsleiter des Gaues Weser-Ems statt, die ganz im Zeichen der Verbundenheit von Partei und Wehrmacht stand. An der Tagung nahmen Vertreter des Staates und vor allem der Kriegsmarine teil. Den Kreisleitern und Gauwmtsleitern wurde ein umfassender Einblick in den Aufbau der Kriegsmarine sowie in den Kriegshafen Wilhelmshaven und seine Werftwnlwgen gegeben. Die Tagung wurde im Rüstringer Rathwusfaal eröffnet durch Gauleiter-Vertreter Joel, der ebenso wie der Kreisleiter der Jadestädte die Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen und die Vertreter der Kriegsmarine und der Behörden begrüßte. Es nahmen ferner an der Tagung teil: Gauleiter und Reichsstatthalter Röver, der Leiter der Landesstelle des Reichspropagandaministeriums Tchulze, Staatsminister Pauly. der Regierende Bürgermeister von Bremen Heider, die preußischen Regierungspräsidenten van Aurich und Osnabrück, der Kommandierende Admiral der Marinestation Nordsee, Vizeadmiral Schultze. SA.-Gruppenführer Böhmcker, die Oberarbeitsführer zur Loye und Klein. Vertreter der SS., des NSKK., der HJ. usw.
Nach herzlichen Begrüßungsworten des Kommandierenden Admirals, der auf die Verbundenheit zwischen Kriegsmarine und Partei hinwies, die in der gemeinsamen geistigen Grundlage der nationalsozialistischen Weltanschauung liegt, hielt der Gauschulungsleiter Buscher eine mit starkem Beifall aufgenommene, packende Ansprache über die nationalsozialistische Weltanschauung und der Einheit von, Geist ^und Schwert, die durch die nationalsozialistische Idee herbeigeführt worden ist.
Nach dem Gauschulungsleiter sprach Korvetten- Kapitän Ruhsus über Aufbau und Ausgaben der Kriegsmarine. Zum Schluß ergriff der Gauleiter das Wort:
Er sprach den Rednern der Tagung den Dank aus und richtete an die anwesenden Kreisleiter und Eauamtsleiter den Appell, im Kamps sür die einheitliche Zusammenfassung und Ausrichtung des ganzen Volkes im Geiste Adolf Hitlers weiterzuarbeiten und die Verbundenheit zwischen Wehrmacht und Partei weiter im Geiste des Nationalsozialismus zu pflegen.
Dann besichtigten die Teilnehmer das Panzerschiff „Deutschland" und den gesamten Kriegshasen aus einer Rundfahrt, ferner die Marinewerft. Schließlich besuchten sie den Heldenfriedhof, wo der Gauleiter nach einer kurzen Ansprache einen Kranz im Namen des Gaues Weser-Ems niederlegte Nach einem Lichtbilder-Vortrag über die Fahrten des „U 41" und einer Besichtigung der Garnison- Kirche folgte als Abschluß ein Kamerad- Ichafts abend, der die politischen Soldaten Adolf Hitlers und die Soldaten der Kriegsmarine im blauen Rock in herzlicher Weise ver-
Berlin, 11. Januar.
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler empfing Freitag mittag im „Haus des Reichspräsidenten" in der Wilhelmstraße in feierlicher Form die Vertreter der in Berlin akkreditierten Mächte, der Wehrmacht und der Reichshauptstadt sowie die Abordnung der Halloren, die erschiene« waren, um dem ersten Beamten des Deutschen Reiches und durch ihn dem deutschen Volke die Glückwünsche für das Jahr 1038 auszusprechen.
Der Schauplatz der traditionellen Neujahrsempfänge, die auf Wunsch des Führers nicht am Neujahrstage stattfanden, sondern auf den gestrigen Tag verschoben wurden, das Haus des Reichspräsidenten, war trotz Regenwetters von vielen Schaulustigen umlagert, die mit großem Interesse die Auffahrt und das damit verbundene militärische Schauspiel gespannt verfolgten. Die harrende Menschenmenge brachte dem Führer bei seinem Erscheinen im Vorgarten des Palais lebhafte Kundgebungen dar.
Um 10 Uhr marschiert eine verstärkte Wache in den Vorgarten des Palais ein. Dann kündet
Marschmusik das erste militärische Schauspiel an. Geführt vom Spielmannszug und Musikkorps des Berliner Wachregiments schwenkt die Ehrenkompanie, die nach alter Tradition bei den diplomatischen Empfängen die militärischen Ehren erweist, von der Straße Unter den Linden kommend, in die Wilhelmstraße ein. Hoch zu Roß der Kompanieführer, Hauptmann von der Lancken, der es sich zur hohen Ehre anrechnet, die zweite Kompanie des Wachregiments, seine Mecklenburger, Pommern und Schleswig-Holsteiner, zu diesem außergewöhnlichen Dienst zu führen. Um 5411 Uhr zieht der Doppelposten im Vorgarten am Eingang zum Haus des Reichspräsident« auf. Die Standarte des Führers und Reichskanzlers geht am Flaggenmast hoch.
Kurz nach 10.30 Uhr erschallen im Vorgarten Kommandos. Die Ehrenkompanie nimmt am Nordseitenflügsl Aufstellung. Der Musik,zug spielt den Präsentiermarsch, während der Wagen mit dem Führer in Begleitung seines persönlichen Adjutanten Obergruppenführer Brück- n e r im Vorgarten einfährt. Stürmische Heilrufe grüßen von der Straße, als der Führer nach einem kurzen Gruß an die Ehrenkompanie das Haus betritt.
die Wehrmacht wünscht Stück
Gleich darauf erscheinen die Vertretender Wehrmacht. Als erster fährt im offenen Wagen der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, General der Flieger Eöring, ebenfalls von der harrenden Menschenmenge stürmisch begrüßt, im Vorgarten ein. Ihm folgen gleich darauf der Generaloberst von Blomberg, der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie, Freiherr von Fritsch und der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Admiral Dr. h. c. Raeder. Die Ehrenkompanie erweist der Generalität die militärischen Ehrenbezeugungen.
Inzwischen sind auch die Herren der nächsten Umgebung des Führers, die beim Neujahrsempfang des diplomatischen Korps zugegen sind, eingetroffen, unter ihnen der Reichsminister des Auswärtigen, Freiherr von Neurath, der Chef der Präsidialkanzlei, Staatssekretär Dr. Meißner, der Chef der Reichskanzlei, Staatssekretär Dr. Lammers, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Dr. von Vlllow, der Chef des Protokolls Gesandter von Bülow - Schwante, der Ministerialdirigent der Präsidialkanzlei Dr. Doehle, der Referent für auswärtige Angelegenheiten der Präsidialkanzlei, Ministerialrat Kiewitz und der Adjutant der Wehrmacht beim Führer, Oberstleutnant Hotz- b a ch.
Noch während der Reichskriegsminister und die drei Oberbefehlshaber der drei Waffengattungen der Wehrmacht dem Führer und Reichskanzler
die Glückwünsche der deutschen Wehrmacht überbringen — die Glückwünsche der Partei wurden dem Führer bereits bei früherer Gelegenheit durch den Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, überbracht —, erscheint der Staatskommissar der Reichshauptstadt Dr. Julius Lippert. Gleich darauf fährt die Abordnung der „Salzwirker-Brüderschast im Thale zu Kmlle" vor. Die Abordnung der sogenannten Halloren überbrachte dem Reichsoberhaupt nach altem Brauch Salz, Schlackwurst und ein Glückwunschgedicht, den sogenannten Neuiahrs-Larmen. Der Führer dankte den in ihrer Tracht erschienenen Halloren mit freundlichen Worten und sprach ihnen zugleich für ihre Brüderschaft seine besten Wünsche für das neue Jahr aus.
Nach dem Empfang beim Führer begaben sich die Halloren zu Reichsminister Dr. Goebbels, um auch ihm in althergebrachter Form die Glückwünsche zum neuen Jahr auszusprechen.
Als um 11.15 Uhr die Vertreter der Wehrmacht nach dem Empfang beim Führer im Portal des Hauses des Reichspräsidenten erscheinen, bringt ihnen die harrende Menge lebhafte Kundgebungen dar.
Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generaloberst von Blomüerg, schreitet nach der Meldung der Nachtrupps durch den diensttuenden Hauptmann die angetretene Ehrenkompanie unter den Klängen des Präsentiermarsches ab.
In seiner Begleitung befinden sich der Ober- , befehlshaber der Kriegsmarine, Admiral Dr. h. c. Raeder, und der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, General der Flieger Göring.
Ver kmpfang der Viplomaten
Vor 11.30 Uhr beginnt die Anfahrt der Diplomaten. In diesem Jahr haben sich im Haus des Reichspräsidenten in der Wilhelmstraße 73 Botschafter, 33 Gesandte, ein ständiger Geschäftsträger und neun interimistische Geschäftsträger eingefunden, um dem Führer und Reichskanzler in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen ihre Glückwünsche auszusprechen und die Erwiderung des Führers entgegenzunehmen.
Als einen der ersten bemerkt man den Dopen des diplomatischen Korps, den apostolischen Nun- tius Monsignore LesareOrsenigo als Vertreter des Vatikans. Nacheinander erscheinen der französische Botschafter FrancoisPoncet, der Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika, E. Dodd, der königlich britische Botschafter Sir EricPhipps, der türkische Botschafter Hamdi Arpag, der polnische Botschafter Josef Lipski, der zum erstenmal in seiner Eigenschaft als Botschafter an dem Neujahrsempfang teilnimmt, der Botschafter der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken Jakob Suritz, der spanische Botschafter Agramonte y Cortijo und der königlich italienische Botschafter Professor Attolico. Die beiden letztgenannten nehmen zum erstenmal an einem Neujahrsempfang beim Führer teil.
In ihren bunten Uniformen fallen weiter auf die Gesandten von Argentinien, Labougle und von Chile, de Porto-SeZuro. Der königlich bulgarische Gesandte Christoft, der Gesandte von Lett- land, Celmins, der Gesandte von Jugoslawien, Lincar-Markovics und der königlich ungarische Gesandte Sztojap nahmen ebenfalls zum erstenmal an einem Neujahrsempfang beim Führer teil, während die Gesandten Norwegens, Dänemarks und Schwedens, die von allen Diplomaten am längsten in Berlin weilen, bereits viele Empfänge mitgemacht haben.
7m „Haus Ses Neichspräsiüsnten"
Auch den fremden Missionschefs erwies die Ehrenkompanie militärische Ehrenbezeugungen durch Präsentieren, wobei die Spielleute und die Musik beim Eintreffen des Nuntius und der Botschafter den Präsentiermarsch spielten. Der Staatsakt selbst fand im großen Saal des „Hauses des Reichspräsidenten" in der gleichen Form statt, wie er bereits zur Zeit des verewigten Reichspräsidenten Eeneralfeldmarschall von Hindenburg alljährlich am Neujahrstage zu geschehen pflegte.
(Fortsetzung auf Seite 2)
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Der lssübrer bexikt sieb saliiÜUcb Uos Xeujsbrseinpksiixos ius Liüsickevtenpuluis
(Ledert Lilcksickisust)
Arbeit und weHr
Von
Oenerslleutnsnt s. O. von dletzscü
Jede Front darf nicht nur ihre Breite, sondern muß auch ihre Tiefe haben. Eine Front ohne Tiefe ist eine Kulisse. Sie kann sehr schön aussehen, aber sie wird keine Stürme aushalten. Ob es sich dabei um eine Front der Arbeit oder eine Wehrfront handelt, das ist ganz gleichgültig. Sie müssen beide wetterfest sein; also dürfen diese Fronten nicht Kulissen, sondern sie müssen mindestens Mauern sein.
Aber auch in Mauern kann man Bresche legen, und wenn nichts da ist, um sie zu schließen, dann ist der Raum nicht zu behaupten, auch nicht, wenn er Deutschland heißt. Die stattlichste und die festeste Front muß also Kräfte haben, personelle und materielle, die zunächst nicht zur Front gehören. Das heißt: Kräfte, die in Reserve gehalten werden.
Fronten ohne Tiefen, ohne Reserven sind nicht viel mehr als zum Beispiel Kanonen ohne Granaten oder als ein Kraftwagen ohne Benzin. Immer ist zu beobachten, daß zum Kräfte- verbrauch der Kräfteorsatz gehört, wie der elektrische Strom zum elektrischen Licht. Ja, man möchte eigentlich mit dem Kräfteeinsatz am liebsten erst beginnen, wenn der Kräfteersatz sichergestellt ist. Das geht leider nicht immer. Aber es muß vorstchtigerweise angestrebt werden. Kein Mensch lebt gern von Tag zu Tag. Alle sehnen sich nach Lebensmöglichkeit auf längere Sicht. Was vom Einzelmenschen gilt, gilt auch von der Nation. Was von der Nation gilt, gilt erst recht von ihren „Fronten". Sie wollen Rückhalt haben, brauchen unaufhörlich Nachschub, weil sie unaufhörlich Kräfte verbrauchen.
Das klingt alles ganz selbstverständlich, und mancher Volksgenosse mag glauben, daß er sich diese Weisheit längst an den Schuhsohlen abgelaufen habe. Aber wenn man ihm sagen würde, daß alles, was Reserve heißt, in jedem Kriege (also auch im Wirtschaftskriege) ein Vielfaches von dem sein muß, was man „Front" nennt, dann stutzt er vielleicht doch, und das soll er auch. Er soll einsehen, daß die Ausfuhr von Fertigwaren, die wir im Lande recht gut gebrauchen könnten, dennoch nötig sein kann, um Rohstoffe zu kaufen, die wir nicht haben. Oder, daß sich jemand mit ein paar Ausbildungswochen oder mit einem Facharbeiterkursus abfinden muß, während er vielleicht viel lieber mit seinen Bretteln in die Berge zöge.
Mit anderen Worten: Es gilt. unausgesetzt an der Vertiefung der Fronten zu arbeiten, die uns der Führer ausgerichtet hat. Es ist niemandem erlaubt, sich mit der Breite der Fronten zu trösten Denn olme Tiefe sind sie nichts' Die Friedensfrontbreite vpn 1014 betrug zum Beispiel ungefähr 700 000 Mann. Am Ende des Krieges trugen ungefähr zwölf Millionen den feldgrauen Rock. Die „Tiefe" dieser Front betrug also mehr als elf Millionen Männer. Hinter ihnen stand die Tiefe der Nation mit erwa fünfzig Millionen.
Aber das ist nur die personelle Tiefe. Die materielle ist ebenso wichtig, und die finanzielle steht dieser an Wichtigkeit nicht nach. Nicht, daß unsere Führung das nicht wüßte! Nur muß es jeder Volksgenosse auch wissen Denn wenn er das weiß. und wenn es alle wissen, dann wird es kein pessimistisches Orakeln der Neunmalweisen oder keinen „Krach im Hinterhaus" geben, wenn es keine Butter oder keine Eier gibt. Sondern es wird jeder gern das Seine geben, damit aus der Mauer ein Block wird, der wirklich alle Kräfte des Landes und der Nation, des Bodens und des Blutes umfaßt, und in den sich keine Bresche schlagen läßt. Dann kann kein Feind die Front durchstoßen, dann stößt er überall auf Fronten. Dann ist nirgends kraftlose Leere, dann ist überall eine Fülle von Kraft.
Haben wir sie? Fehlt es nicht an Rohstoffen und Devisen? - Es ist richtig, daß wir mehr davon haben möchten. Aber es wäre falsch, wenn wir glauben wollten, daß wir nichts dazu tun könnten, um unseren Rohstoff- und Devisenbestand zu mehren. Friedrich der Große zum Beispiel bedrohte jeden mit Prügelstrafe,
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