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parteiamtliche Lageszeitung
liachrichtenblatt der Deutschen flrdeitssront Bremen
der Nationalsozialisten Bremens
Amtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt Vremen
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Nr. 10 / 6 . Jahrgang
srettag, W. Januar
kinzelpreis 15 Npf.
Veutschland in der Verkedrslnstfadtt voran
4pll kilometer-l-eschwindigkeitsgrenze im Luftverkehr überschritten / Die neue fteinkel
Unser lagesspiegsl
Man rechnet in London mit einem ergebnislosen Verlaus der Flottenkonserenz.
Zm Zusammenhang mit der Propaganda- zentrale in der Präger Sowjet-Gesandtschaft wird von einem zweiten Fall Minkin gesprochen.
Nach Meldungen aus Addis Abeba soll die Tembien-Prouinz von den Abessiniern zurückerobert sein.
Die Potsdamer Kriegsschule wurde gestern in Anwesenheit des Oberbesehlshabers des Heeres eingeweiht.
Mit einem neuen Heinkel-Berkehrsflugzeug wird eine Höchstgeschwindigkeit von 410 Stdkm. erreicht.
Durch die vo« der Deutschen Rentenbank- Kreditanstalt zur Verfügung gestellte» Mittel wurden dauernde Werte für deutschen Boden geschaffen.
Ein Hamburg-Bremer Spediteurvertray legt Mindestsätze für sämtliche Seehasenspediteure fest.
Die Vormusterung der bremischen und Vege- sacker Pferde hat gestern aus dem Hohentors- platz begonnen.
Das Mustkkorps der Bremer Schutzpolizei erhielt einen neuen Musikmeister.
Meldeschluß für Bewerbungen »on Freiwilligen zum Eintritt in das Heer zum Herbst ist der 31. Januar.
Ves süheers Vank
Kronach, 10. Januar
Der Führer und Reichskanzler hat dem Schreinermeister Ewald Zimmerlein aus Kueps, dessen Ehefrau, wie wir schon berichten konnten, am Jahresende Vierlingen das Leben schenkte, eine Geldspende überweisen lassen.
Seneralappell des NSKK.
Berlin, 10. Januar
Wie bereits kurz berichtet, findet am 16. Januar in der Deutschlandhalle zu Berlin um 20 llhr ein Eeneralappell des NSKK. statt, bei dem der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Heg, und Korpsführer Hühnlein das Wort zu richtungweisenden Ausführungen ergreifen werden. Der Reichskriegsminister, der Reichsverkehrsminister, der Chef des Stabes der SA-, der Reichsführer SS., der Oberbefehlshaber des Heeres u. a. haben bereits ihr Erscheinen zugesagt. An diesem Eeneralappell werden neben der Motorbrigade Berlin Abordnungen aller angrenzenden Motorgruppen und Brigaden sowie das gesamte Führerkorps des NSKK. teilnehmen.
Nie sestfolge der Saarfeiern
Saarbrücken, 10. Januar.
Für die Feiern anläßlich des Jahrestages der Eaarabstimmung ist folgende Festfolge vorgesehen:
Sonntag, 12. Januar: 12—13 Uhr: Standkonzert in allen Kreisorten des Eaugebietes. 15 Uhr: In sämtlichen Kreisorten des Eaugebietes Antreten aller Gliederungen zur Errnne- Mngsseier (ausgenommen sind die Kreise Saarbrücken-Stadt und -Land). 18 Uhr (nur Saarbrücken-Stadt) : Weihestunde auf dem Rathausplatz. 20 Uhr: „Nix wie hemm", Bunter Abend des Reichssenders Saarbrücken im Saale der „Wartburg" unter Teilnahme des gesamten Führerkorps des Eaues.
Montag, 13. Januar: 12—13 Uhr: Elocken- läuten sämtlicher Kirchen des Landes. 13 Uhr: Die Gliederungen treten auf dem Vefreiungsfeld zum Erinnerungsmarsch an. 15 Uhr: Vorbeimarsch am „Platz der Deutschen Front" vor Reichsminister Dr. Frick. 18 Uhr (Reichssendung): Kundgebung in der „Wartburg", Festspiel.
Neue Sroßgemeinde an der Saar
Saarbrücken, 10. Januar
Im Zuge der großen Verwaltungsreform im Saarland haben die Eemeinderäte den Gemeinden Lisdorf, Schönbruch, Pikard und Fraulautern beschlossen, unter Wahrung des Eigenlebens der einzelnen Gemeinden sich mit der Stadt Saar- louis zu einem neuen großen Eemeindewesen zusammenzuschließen. Die neue Stadt, die etwa 32 000 Einwohner umfassen wird, wird am 13. Januar durch den Gauleiter Bürckel einen neuen Namen erhalten.
Berlin, 10. Januar.
Zum zehnjährigen Bestehen der Deutschen Lufthansa hat Dr. Ernst Heinkel der deutschen Verkehrslustfahrt ein in seinem Rostocker Werk erbautes neues Schnellverkehrsflugzeug, die Heinkel „Ubl 111" zur Verfügung gestellt, die einen ganz bedeutenden Geschwindigkeitssortschritt bringen wird. Gegenüber dem Blitzslugzeug „klk 70", das mit vier Fluggästen eine Höchstgeschwindigkeit von 377 Stundenkilometern erreicht, wird mit der neuen „kill 111" der Deutschen Lufthansa ein Flugzeug übergeben, das mit zehn Fluggästen und Gepäck erstmalig die 400-Kilometer-Eeschwindig- keitsgrenze überschreitet. Damit wird Deutschland in dieser Größenklasse das schnellste Verkehrsflugzeug der Welt besitzen.
Die „ULl 111" ist, wie die früheren Schnellflug- zeuge des Werkes, ebenfalls als Tiefdecker mit völlig glatter Außenhaut aus Leichtmetall gebaut.
Das Fahrgestell und das Spornrad sind einziehbar. Das Innere des Flugzeugrumpfes bietet für die zehn Fluggäste Raum in zwei Abteilen, so daß eine Unterteilung in „Raucher" und „Nichtraucher" möglich ist. Die von dem Architekten Professor Breuhaus entworfene Kabinenausstattung gewährt den Fluggästen weitgehende Bequemlichkeiten. Vor dem 'Fluggastraum befinden sich die Sitze der Flugzeugführer und des Funkermaschinisten.
Zur Durchführung der Versuchflüge bei der ersten großen Erprobung hat das Flugzeug zwei der ihrer Betriebssicherheit wegen bereits feit langem bekannten BMW. - Motoren von je 600 8? erhalten, die in den Flügeln untergebracht sind. Für den endgültigen Einsatz im Luftverkehr sind neue deutsche Hochlei st ungsmoto- ren von 880 ?8 vorgesehen. Während die Höchstgeschwindigkeit der M 111 mit den BMW.- Motoren sich auf 345 Stdkm. beläuft, hat man für die neueren stärkeren Motoren eine Höchstgeschwindigkeit von 410 und eine Reisegeschwindigkeit von 350 Stdkm. errechnet.
Bei Einsatz der neuen Heinkel-Schnellverkehrs- slugzeuge kann der Flugplan um mehr als 100 Stdkm. oder etwa 40 v. H. beschleunigt werden.
Dies ist das Ergebnis langjähriger enger Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Lufthansa und der deutschen Luftfahrtindustrie. Wie ergebnisreich diese Zusammenarbeit ist, geht daraus hervor, daß die Deutsche Lufthansa im Jahre ihrer Gründung 1926 nur eine Reisegeschwindigkeit von etwa 120 bis 140 Stdkm. in ihren Flugplan einsetzen konnte. Der deutsche Luftverkehr wird also im 11. Jahre des Bestehens unserer Lufthansa eine Geschwindigkeit erreicht haben, die fast das Dreifache dessen darstellt, womit der deutsche Flugplan 1926 durchgeführt wurde.
Am Donnerstagnachmittag stellte Dr. Heinkel aus dem Flughafen Tempelhofer Feld seine neueste Schöpfung einem größeren Kreise von Fachleuten und Pressevertretern vor. Die Maschine, die mehrere Male mit Höchstgeschwindigkeit über den Flugplatz hinwegbrauste, hinterließ bei allen Zuschauern einen ausgezeichneten Eindruck.
kine rOWtzrige IraMon wird fortgesetzt
kinweikung der Potsdamer Kriegsschule — Ver 0beebefel,lsl,aber des Keeres an die salmenjunker
Potsdam, 10. Januar.
Am Donnerstagvormittag würde in Pötsdam- Bornstedt die auf Grund des Neuaufbaues der deutsche» Wehrmacht wiedererstandene Kriegsschule Potsdam in Anwesenheit des Oberbesehlshabers des Heeres, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, mit einer kurzen militärischen Feier ihrer Bestimmung übergeben.
Die neue Kriegsschule, die nach Entwürfen des Heeresbauamtes durch den Architekten Geheimen Hofbaurat Professor O. Kuhlmann unter der Bauleitung des Regierungsbaurates Weyher in 18 Monaten erbaut wurde, besteht aus 22 Gebäuden.
Auf dem großen Hof der Kriegsschule waren die Lehrgänge mit dem Ausbildungspersonal und dem Musikzüg des Infanterieregiments Nr. 9 in einem offenen Rechteck angetreten. Punkt 10 Uhr erschien der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, mit seinem Adjutanten, Major Freiherrn v. Funck, empfangen von dem Inspekteur der Kriegsschulen, Generalleutnant von Küchler, und, dein Kommandeur der Potsdamer Kriegsschule, Oberst Wetzel. Der Oberbefehlshaber des Heeres begrüßte die zur Feier erschienenen Ehrengäste.
In Anschluß an das Abschreiten der Front übergab Äegierungsbaurat Weyher nach einem kurzen Rückblick über die Entstehung der Gesamt- anlage den Schlüssel der Kriegsschule an die Heeresstandortverwaltung Potsdam. Für diese sprach Ministerialamtmcinn Ball. Er führte
aus, daß durch die neue Kriegsschule, deren Baulichkeiten 14 Hektar bedecken, Potsdam zum größten militärischen Standort geworden sei. Die neue Kriegsschule knüpfe an eine 200jährige preußische Tradition auf einem Felde an, auf dem die erlesenen Regimenter der alten Armee ihre Entwicklung erfahren hätten. Er übergab dann den Schlüssel dem jetzigen Kommandeur der Kriegsschule Oberst Wetzel, der ihn mit dem Gelöbnis übernahm, daß die neue Kriegsschule da anknüpfen weiche, wo die alte aufgehört habe. Als Leitwort gelte für sie das Wort des Großen Preutzenkönigs, das auch über dem Eingang zum Feldmarschallsaal des Lehrgebäudes stehe: „Es ist nicht nötig, daß ich lebe, wohl aber, daß ich meine Pflicht tue".
Der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, wandte sich an die Fahnenjunker. Er ermähnte sie, mit offenen Augen die Traditionen aufzunehmen, denen sie in der Soldatenstadt auf Schritt und Tritt begegnen und die in den soldatischen Tugenden der Treue, Pflichterfüllung, des Gehorsams, der Opferbereitschaft und der Kameradschaft verkörpert sind. Der Oberbefehlshaber verwies dann aus die lebendigen Zusammenhänge zwischen einst und jetzt, die unvergänglichen Werte dieser alten Soldatenstadt und den starken Pulsschlag, in dem das durch den Führer geeinte Volk wieder emporsteige.
Die Größe Deutschlands beruhe aus den soldatischen Tugenden, die in seiner Armee verkörpert seien. Nicht durch Worte, sondern durch Gesinnung und Leistung werde sie geschaffen.
Der Oberbefehlshaber des Heeres schloß mit einem Sieg-Heil als Gelöbnis auf den Führer, der das neue Deutsche Reich und die neue Wehrmacht geschaffen habe. Die nationalen Lieder schlössen die Feier, an die sich eine mehrstündige Vchichtigung der neuen Kriegsschule Potsdam anschloß.
Studierende Sfl-Miinner
Vereinbarung zwischen der Oberste« SA.-
Führung und dem Reichserziehungsminifter Berlin, 10. Januar.
Die Oberste SA.-Fühvung teilt mit: Zwischen der Obersten SA.-FLHrung und dem Reichserziehungsminister ist folgende Vereinbarung getroffen worden:
1. Studenten, die der SA. angehören, haben
bei der Immatrikulation eine Bescheinigung der für sie zuständigen Standarte des Hochschukortes vorzulegen, aus der hervorgeht, daß sie ordnungsgemäß gemeldet und einer SA.-Einheit zur Dienstleistung zugewiesen sind.
2. Studierende SA.-Angehörige, die sich um Gebührenerlaß, Stipendien u. a. Vergünstigungen bewerben, müssen durch eine Bescheinigung ihrer zuständigen Standarte des Hochschulortes nachweisen, daß sie bis zum Zeitpunkt der Bewerbung Dienst in der SA. getan haben bzw. ordnungsgemäß beurlaubt sind. Studenten, die alte und bewährte SA.-Männer sind, sind bei der Gewährung von Unterstützung bevorzugt zu behandeln.
Für DcrtragSrevision. Tie Konferenz der konservativen Universität-verbände in Eambridge nahm eine Entschließung in in der dem Völkerbund die Fragen der Vertrag-revision und des Zugangs zu den Rohstoffen der Welt zur baldigsten Erwägung empfohlen werden.
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Wille des sülzrers yuelle des Nechto
Wir entnehmen dem Sonderdienst der Nationalsozialistischen Parteikorrespondenz, „Das Deutsche Recht", folgende außerordentlich wichtige Ausführungen:
Das Programm der NSDAP. ist heute zweifellos noch nicht durchgeführt. In den drei Jahren der Regierung Adolf Hitlers ist Schritt für Schritt an seiner Verwirklichung gearbeitet worden, und in den kommenden Jahren — und wenn nötig, von den kommenden Generationen — wird es weiter Schritt für Schritt der Vollendung entgegengebracht werden. Man kann einen Staat demokratisch - liberalistischer Verfassung, individualistisch - kapitalistischer Wirtschaftsform und materialistisch-internationaler Politik nicht mit einem Schlage in seinem ganzen Aufbau und Wesen, in seinem ganzen Verfassungs- und Mrt- schaftsgefiige in einen nationalsozialistischen Staat umwandeln. Der Unterschied ist zu gewaltig. Es ist ja schließlich nicht nur ein Regierungswechsel von der Sorte gewesen, wie wir ihn in den Jahren der NovemLerrepublik rund dreißig- mal erlebten, sondern es war ein Umbruch im Leben des gesamten Volkes. Dieser geistige Umbruch bedingt eine völlige Umgestaltung aller unserer Lebensformen, der Staatsführung und der Auffassung vom Staat, der Arbeit und der sozialen Einrichtungen wie der Einstellung zur Arbeit und zum Sozialismus, der Industrie, des Handels, der Wirtschaft und ihrer Zweckbestimmungen, der Landwirtschaft und des Verkehrs, eine Umgestaltung auch der Auffassung vom Volk und der Behandlung des Volkes, aber auch der Handlungsweise des Volkes — hier gerade der Rassenanschauungen —, der Geschichtsauffassung und der bevölkerungspolitischen Ansichten.
Zu einem gewissen Teil konnte der Umbruch mit dem Elan der Revolution, mit der Stoßkraft der ungeheuren Leidenschaftlichkeit der Bewegung erreicht werden; dies gilt besonders für den geistigen Umbruch. Zum größeren Teil aber, vor allen Dingen in der praktischen Gestaltung des Lebens, muß er sich organisch vollziehen.
Hier taucht nun die Frage auf, ob das Parteiprogramm und die in Auslegung und Fortführung des Programms vom Führer erhobenen Forderungen und Erklärungen schon heute objektives Recht sind, also schon heute beachtet und von den deutschen Richtern zur Grundlage ihrer Entscheidungen gemacht werden müssen, daß also die Richter nach einer noch nicht vom Führer durch staatliche Gesetze sanktionierten Rechts- anschauung entscheiden müssen, oder ob der Richter nur den bestehenden, im Reichsgesetzblatt veröffentlichten Gesetzen folgen darf. Für die eine Ansicht wird vorgetragen, der nationalsozialistische Staat handele in seiner Führung der nationalsozialistischen Weltanschauung gemäß, dann aber könnten auch die Richter nicht für Recht erklären, was dem Wollen der Führung widerspricht, und nicht für Unrecht, was sich mit ihren Zielen deckt Für die andere Meinung wird angeführt, daß der Führer und sein Stellvertreter wiederholt selbst betont hätten, daß die Durchführung des Programms der Partei nur allmählich erfolgen könne. Zeit und Umfang der Verwirklichung des Programms bestimme allein der Führer. Nachgeordnete Stellen und insbesondere staatlich" Gerichte dürften dem Willen des Führers nicht vorgreifen. Andernfalls entstünde eine große Rechtsunsicherheit, da nicht alle Richter in gleicher Weise von der Erkenntnis der nationalsozialistischen Anschauungen erfaßt und erfüllt seien.
Die Antwort kann nur lauten: Die im Programm der NSDAP. vom Führer entwickelten Grundsätze sind bindendes Recht Unser Staat ist der nationalsozialistische Staat. Das heißt: Grundlage des Staates, seiner Führung, seines Wesens und seines Zweckes ist der Nationalsozialismus, ist das Prnnramm der NSDAP Aufgabe des Volkes, dei-nders aber der Beamten dieses Staates ist,' den Anichauunaen des Staates Rechnung zu tragen Sa haben sich die Beamten als Repräsentanten des nationalsozialistischen Staates zu
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