Ausgabe 
(8.1.1936) Nr. 8
Seite
1
 
Einzelbild herunterladen

parteiamtliche Tageszeitung

slachnchtenblaN der Deutschen Arbeitsfront Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt Vremen

^°^iag?) Menotsbezug: RM. 2,30 einschl. 3V Rpf. Zustellungsgebühr; durch die Post RA1 2PV einschl Ueberwersungsgebühr, ausschl. Postbestellgeld. Der Bezugspreis ist im voraus zu

begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz.

No.-Gauoerlag We>er-Ems G. m. b. H„ Bremen, Eeeren 6/8 / Fernsprecher: 84121; Hausmstr. 51115.

1 S Z 6

Anzeigen-Grundpreise: Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil l2 Rpf.. die 70-mm-Zeile im Textteil 7S Rpf. Ermäßigte Grundpreise liür kleine Anzeigen. Familieiianzeigen u. a.s ^oww sonstige Bedingungen laut Preisliste l. (Nachlaßstassel Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr..^ ^,g?/, ubr

Sprechzeit: Verlag werktäglich von 12—13 Uhr; Schristleitung Dienstag brs Freitag von 12 /-—13 /-Uhr.

Nr. S / 5. Jastrgang

Mittwoch, S. Januar

kinzelpreis 15 Npf.

Im Mittelmeer stellen die Zeichen auf Sturm

eingefrorene Vermitttungstätigkeit im ftbefsinien-konflik»/Italienische rruppenverschiffungen/Vertiefung der SegensStze

llnso^ Vagesspivgel

Das englisch-französische Militärabkommen soll beide Länder zu restloser Zusammenarbeit zu Lande, zu Wasser und in der Lust verpflichten.

Die italienischen Truppenverschifsungen nach Abessinien nehmen ihren Fortgang.

Die Oelsperre gegen Italien dürste mit Wir­kung ab 1. Februar beschlossen werden.

Der amerikanische Haushalt sieht erhöhte Aus­gaben sür die Landesverteidigung vor.

Der Führer besichtigte die Bayerische Staats- Vibliothek.

Der Reichsverkehrsminister eröffnete ditz neuen Opel-Werke in Brandenburg.

Gauschulungsleiter Pg. Vuscher beschloß seine Vortragsreihe über den Mythus des 29. Jahr­hunderts.

Der Gauleiter von Ost-Hannover, Staatsrat Otto Telschow, besuchte die Martin Vrinkmann A.-G. in Hemelingen.

Als erster Prkvatschule Bremens wurde Vuur- mans Institut die HJ.-Fahne verliehen.

Bei einem Zusammenstoß einer Barkasse mit einem Schlepper im Hamburger Hasen fanden vier Seeleute den Tod.

WRWWWUWUUU

Schlepper rammt Barkasse

Hamburg, 8. Januar

2m Hamburger Hafen ereignete sich am Diens­tagmorgen ein verhängnisvoller Schiffszusam- menstoß, dem vier Menschenleben zum Opfer sielen. Eine Barkasse, aus der sich außer dem Fahrzeugführer noch acht Arbeiter befanden» wurde von einem Schlepper gerammt und zum 4 Sinken gebracht. Vier von den Arbeitern, die sich in der vorderen Kajüte befanden, konnten nur als Leichen geborgen werden. Die übrigen In­sassen wurden gerettet.

Zu dem schweren Schiffsunglück erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Die Motorbarkasse „Marga", die vom „Kehrwieder" abgelegt hatte, um neun Arbeiter nach dem Reiherstieg- Betrieb der Deutschen Werst zu bringen, geriet vor den Bug des Schleppdampfers „OlV 17", der vom Vaumwall in der Richtung nach dem Segelschiffhafen fuhr. Die Barkasse wurde von dem Schleppdampfer gerammt und sank sofort. Die vier in der Kajüte sich aufhaltenden Arbeiter gingen mit der Barkasse unter. Sie konnten von dem Taucher nur noch als Leichen geborgen werden. Von der Feuerwehr sofort angestellte Wiederbelebungsversuche blieben leider erfolglos. Der Fahrer der Motorbarkasse, ein SOjähriger Mann, der seit vielen Jahren seinen Beruf aus­übt, ist gerettet worden. Die sofort eingeleitete Untersuchung hat bisher zu einer Klärung der Schuldfrage noch nicht geführt. Die Barkasse konnte am Abend gehoben werden.

Es ist Vorsorge getroffen, daß den Hinterblie­benen der Verunglückten auch von selten des Staates umgehend geholfen wird. Reichsstatt­halter Kaufmann hat sofort einen Betrag von tausend Mark zur Verfügung gestellt.

pressearbettslogung in Vad kssen

Osnabrück, 8. Januar.

Am Dienstagmorgen wurde auf der Eauführer- schule in Bad Essen eine von der Landesstelle Meier-Ems des Reichsministeriums für Volks­aufklärung und Propaganda einberufene drei­tägige Arbeitstagung der Hauptschriftleiter des Gaues Weser-Ems eröffnet, die einen außer­ordentlich guten Besuch ausweist. In einleitenden Worten wies der Pressereferent Alfred Athen darauf hin, daß Aufgabe dieser ersten mehrtägigen Arbeitstagung nicht eine pressefachliche Schulung sein solle, sondern daß den Hauptschriftleitern hier aufs neue weltanschauliches Rüstzeug gegeben werden solle für die Arbeit im neuen Jahr; gleichzeitig solle die kameradschaftliche Zu­sammenarbeit zwischen Schriftleitern, Partei und «taat weiter gefestigt werden. Führende Männer aus Bewegung, Staat, Wehrmacht und Reichs­arbeitsdienst des Eaues haben Verträge über die Fragen ihres Aufgabenbereichs übernommen.

Dem Reichspropagandaminister Dr. Goebbels wurde folgendes Telegramm gesandt: „Von der ersten dreitägigen Presse-Arbeitstagung auf der Eauführerschule Bad Epen entbieten die Haupt­schriftleiter aus Weser-Ems dem Schriftherrn der deutschen Presse herzliche Treuegrüße.

gez. Schulze, Landesstellenleiter."

Vollstreckung eines Todesurteils

Berlin, 8. Januar.

Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Der vom Volksgerichtshof am 19. September 1935 wegen Verrats militärischer Gehe.imniise zum Tode und dauernden Ehrverlust verurteilte 36jährige Franz Süsz aus Niederreidenbacherhof (Hunsrücks ist gestern morgen in Berlin hinge­richtet worden.

(Orsbtbsriobt nnssrsr Lsriinsr Lokiiktlsitung) R. Berlin, 8. Januar.

Der gegenwärtige Stand des diplomatischen Krieges um Abessinien läßt keine Ansätze einer Besserung erkennen. Durch die jüngsten Ereig­nisse auf dem Kriegsschauplatz sowie durch die Rede Roosevelts ist offenbar eine weitere Ver­steifung der Lage eingetreten, die sich vor allem in einem völligen Stillstand der diploma­tischen Ausgleichsverhandlungen bemerkbar macht. Auf französischer Seite liegen vorläufig keinerlei Anhaltspunkte vor, die eine bevorstehende neue Initiative auf dem Gebiete der bisherigen ange­strengten Vermittlungstätigkeit Lavals erkennen ließen.

In besonders ernster Weise wird das augen­blickliche Fehlen des maßgebenden französischen Einflusses dadurch gekennzeichnet, daß gewisse An­zeichen vorhanden sind, die sogar eine Entwick­lung nach der entgegengesetzten Seite nicht mehr als völlig ausgeschlossen gelten lassen.

So dürfte es feststehen, daß gewisse Maß­nahmen der französischen Admirali­tät im Mittelmeer nach den inzwischen stattgefundenen Militärbesprechungen zwischen Paris und London keineswegs mehr eine aus­schließlich demonstrative Bedeutung haben kön­nen, da sie immerhin, ebenfalls für den Ernst- fall getroffen werden. Bekanntlich befindet sich ein großes französisches Geschwader an der nord- afrikanischen Küste aus einer sechswöchigen Uebungsfahrt. Von Paris wird jetzt offiziell mit­geteilt, daß sich das französische Atlantikgeschwader in den nächsten Monaten in so großer Nähe von Gibraltar aufhalten werde, daß es jeweils in spätestens drei bis vier Tagen im Mittelmeer erscheinen könne. Hinzu kommt die Inangriff­nahme eines verstärkten Ausbaues des neuen französischen Flottenstütz­punktes in Mers—el—Kebir bei Oran, dem insofern eine besondere Bedeutung beigemessen werden muß, als der neue Flottenstützpunkt nur in einer Auseinandersetzung mit Italien als Ersatz für den bisherigen Flottenstützpunkt in Tunis dienen könnte, der im unmittelbaren Aktionskreis der italienischen Luftwaffe liegt.

Demgegenüber läßt die soeben aus Rom ein­treffende Meldung über die Einschiffung der Alpendivision „Pusteria" keinen Zweifel daran, daß die Kompromißbereitschaft auf italienischer Seite unter den Gefrierpunkt ge­sunken ist.

Aus der anderen Seite scheint man sich in Lon­don zurzeit ebensowenig zu irgendeiner versöhn­lichen Geste bereit zu finden. Die englischen Vor­bereitungen sür den „Eventualfall" gehen mit neuen gewaltigen Truppen- und Materialver- schisfungen und dem verstärkten Ausbau der eng­lischen Flottenstützpunkte weiter, und sie lassen ebensowenig irgendwelche Zweifel daran, daß man aus britischer Seite nicht an ein Friedenswunder von heute auf morgen glaubt.

Paris, 8. Januar.

Das erste Geschwader der französischen Marine­streitkräfte in Toulon wird am 20. Januar an der Südküste und in der Nähe von Korsika Flot- tenübungen abhalten.

Mobilmachung der lugend

Von

Günter Kaufmann

Mit der Auflösung des Reichsausschusses der deutschen Jugendverbände, jenem Parlament der Jugendverbände des Staates von Weimar, wurde ein neuer Abschnitt deutscher Jugendarbeit be­gonnen, der keine Einflüsse in den Reihen der deutschen Jugend mehr gelten lassen konnte, die gegen Volk und Staat gerichtet waren, oder diö mit beiden nichts gemein haben wollten. Die Hitler-Jugend übernahm als Trägerin der Mehr­heit der deutschen Jugend alle Aufgaben, die der körperlichen und weltanschaulichen Ertüchtigung dienten. Um den Wunsch eines nicht unerheblichen Teile»? der Jugend nach aktivem Einsatz ent­sprechen zu können, mußte sie ihre Reihen soweit als möglich den neuen Kameraden öffnen. Alte Jugendverbände hatten sich aufgelöst oder waren im Zuge politischer Parteiverbote beseitigt wor­den. Die Hitler-Jugend trat als die Jugend des neuen Führers Deutschlands und als die Jugend­bewegung, deren leidenschaftlicher Einsatz dem neuen Staat galt, mit neuen Zielen ein Erbe der Vergangenheit an.

Ihrer Bestimmung nach als Jugend der Bewegung mußte die Hitler-Jugend den Grundsatz der Freiwilligkeit aufrecht­erhalten. Es liegt ein starkes Bekenntnis zu den Ideen der Revolution darin, wenn das Frei­willigkeitsprinzip ein so rapides Anschwellen der Mitgliederziffern zur Folge hatte, daß die natio­nalsozialistische Jugendbewegung ihr zweites Grundgesetz, nur eine politische Auslese zu bilden, mit ihrem 6-Millionen-MitgliederbeftanL rein zahlenmäßig gar nicht mehr erfüllen konnte. Wenn der Reichsjugewdführer in seiner bedeutsamen Bot­schaft für das Jahr 1936 erklärt hat, daß die Hitler-Jugend und der BDM. nicht größer werden sollen als unbedingt notwendig ist, um den Nachwuchs der besten jungen Natio­nalsozialisten für die NSDAP. zu stellen, so ist darauf hingewiesen, daß in der Hitler- Jugend als politische Aufgabe des kommenden Jahrzehnts keine Massenorganisation, sondern der Tradition der Kampfzeit entsprechend eine Aus­lese der Jugend herangezogen werden soll. Wäh­rend in der Kampfzeit schon der freiwillige Ein­tritt in die Jugendbewegung selbsttätig das Aus­leseprinzip regelte, wird künftig die Zugehörig­keit zur „Jugend des Führers" nach Auslese­gesichtspunkten der Jugendführung bestimmt wer­den müssen.

In allen Bereichen unseres Lebens, gleichgültig, ob im Sportlichen, im Weltanschaulich-Politischen oder im Beruflichen, ist an Stelle der Wertung nach Klasse oder Geld die Wertung nach der Lei­stung für die Gemeinschaft getreten. Die Hitler- Jugend hat sich im Reichsberufswettkampf ihr Symbol als Bekenntnis zur Leistung errichtet und damit nicht nur ihrer neuen Idee, sondern auch einer eindrucksvollen Form auf ganz neue Weise Bahn gebrochen. Ist hier aus eigenem Antrieb einer Revolution der Erziehung zum Sieg verholfen, so kann weder der Staat noch die Volksgemeinschaft auf die Dauer darauf verzich­ten, daß ein gewisser Teil der Jugend diesem neuen Weg des Volkes zur Leistungsgemeinschaft fernbleibt. Gilt es doch, eine totale Mobilmachllng der Jugend für ihren Staat und damit für ihre eigene politische Zukunft durchzuführen, die ohne die Ertüchtigung und die innere Bereitschaft aller nicht erzielt wird. In diesem Sinne ist die An­kündigung einer „einheitlichen gro­ßen Reichsjugend" durch den Reichsjugend­führer zu verstehen, der in seiner Botschaft er­klärte, daß „ausnahmslos jeder Junge und jedes Mädel, dem Beispiel der Hitler-Jugend folgend, schob in frühen Jahren dem Staate und damit der Zukunft unseres Volkes zu dienen habe". Wenn also die Hitler-Jugend wieder zur Formation der politischen Auslese gestaltet werden soll, so gibt Valdur von Schirachs Ankündigung einer „einheitlichen großen Reichsjugend" Aufschluß darüber, daß in Zukunft an eine obligatorische Erfassung der gesamten deutschen Jugend zu ge­wissen Dienstleistungen außerhalb, aber unter Führung der Hitler-Jugend gedacht ist.

Es wäre ein verfehlter Versuch, wollte man heute über Entscheidungen der Zukunft weissagen. Auch Schirachs Botschaft will nur die Entwick­lung kennzeichnen, in der sich der Eestaltwandel der nationalsozialistischen Jugendarbeit oder die Ueberwindung eines nach der Machtübernahme notwendig gewordenen Anfangsstadiums vollzieht. Was hier angedeutet ist, stellt vielleicht einen E e - staltwandel, aber keine Neuorientierung der nationalsozialistischen Ideen für die Jugendertiich- tigung gar. Im Gegenteil, das neugesteckte Ziel würde die Verwirklichung einer nurallgemei - nen körperlichen und charakterlichen Erziehung bringen und andererseits die Idee der politischen Auslese von neuem einer organisatorischen Lösung

knglW-sranWsches Militär"

ftmyrikaniscke Sensationsmeldung über restlose Zusammenarbeit zu Lande, ;u Vasser und in der Luft

- '. Paris, 8. Januar. -

Das in Paris und Newyork erscheinende Blatt „Newyork Herald" will über das Ergebnis der in Paris geführten Besprechungen der Militär­sachverständigen Englands und Frankreichs nähere Mitteilungen machen können. Das Blatt behaup­tet, daß nunmehr ein endgültiger Plan sür die Zusammenarbeit der englischen und französischen Streitkräfte zu Lande, zu Wasser und in der Luft vorliege. Beide Regierungen betonten, daß dieser Plan der Zusammenarbeit nicht das Er­gebnis eines Militärbündnisses sei, sondern einzig und allein die logische Folge des Beistandes nach Artikel 16 der Völkerbunds­satzungen.

Man nehme an, daß Frankreich und England jetzt gegen jeden italienischen Angriff gewappnet seien, gleichviel ob er im Mittelmeer gegen die britische Flotte oder zu Lande gegen Frankreich erfolge. Der Plan soll, wie das Blatt meldet, die sofortige Mobilmachung der Streitkräfte zu Lande, zu Wasser und in der Lust in beiden Län­der» und die Benutzung französischer Lager, Flug­plätze, Flottenstützpunkte, Arsenale und Docks durch die britischen Streitkräfte vorsehe». Großbritan­nien würde den Flottenschutz der französischen Küsten und den Luftschutz einiger französischer Industriezentren übernehmen und, wenn nötig, sogar englische motorisierte Truppen hinter den Stellungen und Festungen der französischen Süd­ostgrenze einsetzen.

In amtlichen französischen Kreisen sei dieser Veistandsplan, so fährt „Newyork Herald" fort. am Montag als reine Formsache auf Grund des Artikels 16 der Völkerbund-satzungen hingestellt

-worden. Inzwischen-' seien in > Brest -Vorberei­

tungen getroffen worden, um am 15. Jänuar das zweite französische Geschwader zu einer Kreu­zerfahrt ins Mittelmeer zu entsenden.

Das „Pariser „Journal" geht bereits auf diele amerikanische Nachricht ein und berichtet, franzö­sische militärische Kreise beschränkten sich daraus zu erklären, daß es sich nur um einen normalen Meinungsaustausch zwischen Militärsachverstän­digen beider Länder handele.

London, 8. Januar

Reuter berichtet aus Paris, daß die bei den Militärbesprechungen in Paris und bei den Flot- tenbesprechungen in London erzielten Ergebnisse von beiden Regierungen als befriedigend ange­sehen werden. Es müsse hinzugefügt werden, daß seit der Rückkehr der beiden Vertreter des Kriegsministeriums nach London am 14. De­zember keine britischen Sachverständigen mehr

in Paris gewesen seien und daß keine weiteren Besprechungen stattgefunden hätten.

Zu diesem Pariser Bericht veröffentlicht Reuter einen Londoner Kommentar, in dem es heißt, daß in London natürlich nichts über die tech­nischen Vereinbarungen gegenseitiger Unter­stützung mitgeteilt werde, die von den franzö­sischen und britischen Sachverständigen gemäß Artikel 16 Abs. 3 der Völkerbundssahung ent­worfen worden seien.

Diese Vereinbarungen stellen ein Geheimdoku­ment dar, das zu veröffentlichen nicht im Inter­esse der beiden Länder liege. Amtliche Berichte, so schließt Reuter, betonen jedoch ausdrücklich, daß die Vereinbarungen für eine gegenseitige Unterstützung sich einzig und allein auf die gegen­wärtige Krise beziehen.

Schwere Seschühe für Sstafriko

Britische Verteidigungsanlagen in Mombassa London, 8. Januar

Die englische Regierung hat beschlossen,, in Mombassa (Kenia), dem britischen Hauptstütz­punkt in Ostafrika, demnächst wichtige Verteidi­gungswerke zu errichten. Bereits im Verlause der nächsten vier Wochen werden schwere Ge­schütze und eine Anzahl von Scheinwerfern in Mombassa eintreffen. Gleichzeitig wird aus den in Mombassa ansässigen britischen Ingenieuren und früheren Artilleristen ein Freiwilligenkorps gebildet. Für die Anlage der Verteidigungswerke ist der Hafen Kilindini auf der Südwestseite der Insel Mombassa gewählt worden.

Nom pocht auf Segenleistung

Rom, 8. Januar.

Das halbamtliche „Eiornale d'Jtalia" weist auf den Jahrestag der vor einem Jahr von Musso­lini und Laval unterschriebenen französisch­italienischen Verständigung hin. Das damals kaum begonnene Werk sei gewaltsam zerschlagen wor­den. Der Kolonialstreit in Ostafrika sei in ge­radezu widersinniger Form auf Europa über­tragen worden.

Beim Abschluß der italienisch-französischen Ver­ständigung seien die italienischen Belange in Nord- afrika weitgehend den französischen geopfert wor­den. Es sei klar, daß für die von Italien ge­brachten Opfer eine aktive Gegenleistung vor­handen sein müßte.

^

WWWWWWM

«WM

."I.----6

Das soeben in Dienst xmneilts Lanrsrsebikk „.^ämiral 6rak 8pes"

(Zolrsrl Llläsväisnst)