parteiamtliche Tageszeitung
NaHrichtenblatt der Deutschen flrbeitssront Dremen
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der Nationalsozialisten Vremens
flmtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Vremen
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kinzelpreis 15 Kpf.
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Die presse besichtig» den dritten Dstasienschnelldampser des tiogd - Deutsche Schissbaukunst seiert einen neuen Iriumpli
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Reichsminister Darr«', hat zur Unterbindung eigennützigen Geschäftsgebarens eine Verordnung über die Ausgabe von Lebens- und Futtermitteln erlassen.
In Berlin fand eine wichtige Arbeitstagung der NS.-Kulturgemeinde statt.
Der französische Botschafter Franyois Poncet äußerte sich über die „verbesserten Beziehungen Berlin — Paris". ,
England setzt seinen militärischen Aufmarsch in Aegypten fieberhaft fort.
Italien kündigt eine Verschärfung seiner Kriegführung in Abessinien an.
Präses Bollmeqer sprach auf der Neujahrstagung des Bremer Kaufmannskonvents.
In der Hansastratze ereignete sich ein Ber- kehrsunfall mit tödlichem Ausgang.
2m Freihafen H fand eine Besichtigung der „Eneisenau" durch Pressevertreter statt.
Neujahrsglückwünsche für den sichrer
Berlin, 3. Januar.
Zur Jahreswende haben in der üblichen Weise zahlreiche Staatsoberhäupter mit dem Führer und Reichskanzler drahtlich Neujahrsglückwünsche ausgetauscht. Ein solcher Telegrammwechsel fand statt mit den Königen von Bulgarien, Dänemark, England, Griechenland, Italien, Norwegen und Schweden, dem Prinzregenten von Jugoslawien, dem Reichsverweser des Königreichs Ungarn, dem österreichischen Bundespräsidenten und dem Präsidenten der tschechoslowaki- schen Republik. Außerdem sandten Glückwünsche der Kaiser von Abessinien, der König von Afghanistan und der Schah vom Iran.
Dem Führer und Reichskanzler sind ferner Glückwünsche zugegangen von den Reichsministern, den Reichsstatthaltern, den Oberbefehlshabern der Wehrmachtsteile, den Mitgliedern der Landesregierungen, den Staatssekretären und den Leitern der anderen obersten Reichs-, Landes- und Provinzialbehörden, dem Reichsgerichtspräsidenten, dem Oberreichsanwalt und dem Präsidenten des Volksgerichtshofes, dem Präsidenten des deutschen Roten Kreuzes, Herzog von Sachsen-Koburg und Eotha, vom Staatskommissar der Reichs- Hauptstadt und vom Oberbürgermeister der Hauptstadt der Bewegung, von den Oberbürgermeistern und Bürgermeistern vieler deutscher Städte und Gemeinden, den Organisationen und Gliederungen der NSDAP., von den Kapitänen und Besatzungen deutscher Schiffe aufSee,von Vertretern der Künste und Wissenschaften und deren Instituten, von Verbänden und Betrieben des Wirtschaftslebens, von Vereinigungen aller Art sowie von einer großen Anzahl von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, von den deutschen Vereinigungen im Ausland und von ausländischen Vereinen, Gemeinschaften und Privatpersonen in Deutschland.
fldolf Hitler an die Witwe Küsters
Berlin, 3. Januar.
Der Führer und Reichskanzler hat der Witwe unseres in Paris verstorbenen Botschafters Roland Köster zum Ableben ihres Gemahls seine aufrichtige Anteilnahme zugleich im Namen der Reichsregierung telegraphisch übermittelt.
Nudolf keß dankt
Berlin, 3. Januar.
Die Adjutantur des Stellvertreters des Führers teilt mit: Der Stellvertreter des Führers Rudolf Hetz dankt allen, die zum Jahreswechsel seiner gedachten und erwidert ihre Wünsche.
Semeinschädliches Seschastsgebaren
Berlin, 3. Januar.
In der letzten Zeit sind Lebensmittelgeschäfte dazu übergegangen, die Abgabe von Waren, die besonders begehrt sind, aber nicht in (Der beliebigen Menge zur Verfügung stehen oder deren Preise gebunden sind, davon abhängig zu machen, daß der Käufer gleichzeitig andere Waren abnimmt. Dieses eigennützige Geschäftsgebaren hat den Zweck, auf unlautere Weise den Umsatz zu erhöhen oder verschleierte Preiserhöhungen vorzunehmen. Es ist deshalb gemeinschädlich. Das Verhalten dieser Geschäftsleute mutz aber vor allem verurteilt werden, weil es die weniger kaufkräftigen Schichten der Bevölkerung zu Gunsten der wohlhabenderen benachteiligt und zu einer ungerechten Verteilung bestimmter Waren führt. In einem nationalsozialistischen Staat kann dies nicht geduldet werden.
Der Neichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat daher eine Verordnung erlassen, wonach es verboten ist, die Abgabe von Lebensmitteln im Kleinverkauf davon abhängig zu machen, datz der Käufer gleichzeitig Lebensmittel anderer Art oder andere Waren abnimmt oder > ab-unebmen verspricht. Ein gleiches Verbot gilt
sür die Abgabe von Futtermitteln an Tierhalter Bei Zuwiderhandlungen können die Preis- Lberwachungsstellen Ordnungsstrafen verhängen.
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"' -Strategie um frankreichs Nordgreme
englische Mütter über die Verstandlungen Mischen den Stäben knglands und Frankreichs
London, 3. Januar.
Der diplomatische Mitarbeiter der Londoner Zeitung „Daily Telegraph" berichtet, die französischen Militärs hätten bei den gegenwärtigen Verhandlungen zwischen den britischen und den französischen Stäben gefragt, welchen Beistand Frankreich von England auf dem Lande und in der Luft im Falle eines Angriffes an der französischen Nordgrenze erwarten könne. Diese weitreichende Frage sei in Zusammenhang mit der Erwägung aufgeworfen worden, datz die Notwendigkeit einer Truppenverstärkung an der französisch-italienischen Grenze die Zurückziehung französischer Truppen von der Nordgrenze mit sich bringen würde. Der Korrespondent betont, datz es sich hierbei um ernste Fragen handele. Was die Zusammenarbeit auf dem Lande und in der Luft betreffe, so seien anscheinend die Besprechungen, die sich in erster Linie um die Frage des französischen Beistandes im Falle eines italienischen Angriffes gegen England drehen, noch nicht über die ersten vorbereitenden Unterhaltungen hinausgekommen. Hinsichtlich der Zusammenarbeit der Flotten sei man dagegen etwas weitergekommen. Trotzdem sei die Behauptung unzutreffend, datz diese Pläne bereits fertig ausgearbeitet vorliegen. Die Fühlungnahme der Stäbe werde aufrecht-
Mbilislltion
knglanSs militärischer
(Von unserem Korrespondenten)
tv Kairo, 3. Januar.
Glich der militärische Aufmarsch Englands in Aegypten noch vor wenigen Wochen mehr einer Stärkung seiner militärischen Stellung in der Nähe des Suezkanals, so kann man heute von einer Mobilisation Englands in ganz Aegypten reden. Die Kriegsmaschinerie läuft seit Wochen mit voller Tourenzahl, und Aegypten ist an seinen gefährdeten Grenzen, vor allem in der Libyschen Wüste, in höchsten Verteidigungszu- stand gebracht.
Der militärische Aufmarsch Englands läuft auf eine Sicherung Acgyptens gegen einen Angriff von Westen hinaus. Ein solcher Angriff könnte sich auf zwei Linien bewegen: Längs der Mittclmeerküste oder auf alten Karawanenwegcn etwa 500 Kilo- mter südlich der Küste und parallel zu ihr. Um der ersten Möglichkeit zu begegnen, haben die Engländer den westlich der ägyptischen Grenzstation
erhalten. Große Fortschritte seien aber so lange unwahrscheinlich, als sich die beiden Regierungen nicht mit den grundlegenden Fragen der Politik befaßt haben, die notwendigerweise damit verbunden sind.
Der politische Mitarbeiter des „Daily Expreß" meldet, Frankreich habe England bereits Versicherungen sür die Zusammenarbeit in der Luft, zu Wasser und aus dem Lande gegeben. Umgekehrt seien entsprechende Versicherungen auch von England an Frankreich gegeben worden.
Der Pariser Berichterstatter der ,,News Chro- nicle" glaubt, datz die Pläne bis ins letzte am Tage des Zusammentritts des Völkerbundes zur Beratung der Frage der Oelsperre fertiggestellt sein würden. Frankreich schlage u. a. die Errichtung französisch-britischer Luftstützpunkte an der französischen Nordostgrenze für den Fall vor, datz französische Truppen und Flugzeuge an die Südgrenze entsandt werden. Zunächst sollten britisches Material und Personal für die Flugplätze bereitgestellt werden, so datz im Falle einer Auseinandersetzung im Mittelmeer nichts mehr zu tun übrig bliebe als das Hinüberfliegen britischer Flugzeuggeschwader nach Frankreich. Ob dieser Vorschlag vom Stab der britischen Luftwaffe günstig aufgenommen worden sei, könne man noch
in -er
stufmarsck in floppten
Sollum vorgelagerten Berg zu einer schwer be- festigten Stellung ausgebaut. Der Wüste nweg, der von der italienischen Grenze parallel zur Mittelmeerkllste nach Alexandria, dem militäri- schen Zentrum, führt, hat natürlich unter den gegebenen Umständen eine erhöhte strategische Bedeutung erhalten und wird gegenwärtig durch tau- sende aus der Wüste zusammengeholter Beduinen erweitert und instand gesetzt. Ueber diese Straße und seine parallel laufende Bahn rollen Tag für Tag Soldaten und Material westlich in die Wüste.
Der ganze befestigte Küstenstrich steht natürlich — da es sich überall um Flachküste handelt — unter dem Schutz der weittragenden Geschütze der englischen Flotte.
Die Gesamtstärke der englischen Truppen wird im westlichen Wllstendistrikt auf 20 000 Mann geschätzt, während die in Libyen konzentrierten italienischen Truppen von englischer Seite auf 95- bis 100000 Mann beziffert werden.
nicht sagen; jedoch höre man, datz bei VelZien und sogar Holland wegen der etwaigen Zusammenarbeit im Rahmen eines Luftabkommens vorgefühlt worden sei. Hinsichtlich der Heere schlage Frankreich nichtdie Entsendung britischer Truppen nach Frankreich vor. Die französische Regierung habe jedoch London sondiert, ob es bereit sei „eine gewisse beträchtliche Streitkraft" für die sofortige Entsendung im Notsall in England bereitzuhalten.
»Leitung unterbrochen"
Störung der Rundfunkrede des estländischen Staatspräsidenten
Reoal, 3. Januar.
Die Uebertragung der Rede des estländischen Staatspräsidenten zum Jahresbeginn im Rundfunk wurde, wie jetzt bekannt wird, plötzlich unterbrochen. Der Präsident hatte eine Volksabstimmung über die Einberufung einer Nationalver- sammlung für den Februar 1936 angekündigt und war dann auf den Umsturzversuch der Freiheits- kämpfer vom 8. Dezember eingegangen. An dieser Stelle der Rede setzte die Störung der Uebertragung ein. Eine sofort eingeleitete Untersuchung ergab, daß die Leitung zur Sendestelle durch einen verbrecherischen Anschlag unterbrochen worden war. Man nimmt an, datz die am Umsturzversuch vom 8. Dezember beteiligten Kräfte bei der Störung der Uebertragung ihre Hände im Spiel haben.
fluftSsung der Sowjet-Handelsgesellschaft in llruguag
London, 3. Januar.
Wie aus Montevideo gemeldet unib, ist der Präsident der sowjetrussischen Handelsgesellschaft in Uruguay von Moskau angewiesen worden, sämtliche Käufe einzustellen und die Gesellschaft unverzüglich aufzulösen Der sowjetrussische Gesandte Minkin, dem bekanntlich wegen seiner weltrevolutionären Umtriebe die Pässe von der uruguayischen Regierung ausgehändigt worden sind, wird heute nach Frankreich abreisen.
Im Prozeß gegen die ukrainischen Terroristen, die wegen Ermordung des-polnischen Ministers Pieracki angeklagt sind, hat der Staatsanwalt einen Antrag aus Todesstrafe für drei Angeklagte und ledenslnngliches Zuchthaus sür zwei Angeklagte gestellt Ein spätes Todesopfer des Marnittcr Attentats. Der bei dem Anschlag ani den jugoslawische» Einig in Marseille seinerzeit schwer verwundete Polizcibcamte ist am Donnerstag an den Folgen seiner P-r'--nn>nna in Marseille gestorben.
Sliickliaft' Schi»!
* Bremen, 3. Januar,
Wiederum ist ein neues, großes deutsches Schiff zum ersten Male unterwegs auf weiter Fahrt in die Welt. „Gneisenau" ist sein stolzer Name und Ostasien das Ziel seines Kurses. An den Küsten Europas entlang durch das Mittelmeer, die Levante und üLer den Indischen und den Stillen Ozean geht die Fahrt. In zahlreiche Häfen trägt das wackere Schiff die deutsche Flagge; aller Welt Zeugnis ablegend von deutschem Unter- nehmungsgeist, deutschem Wagemut und deutscher Wertarbeit.
Es ist wahrlich nicht so, als ob die „Eneisenau" etwa bloß ein neues deutsches Schiff schlechtweg sei. Sie ist der Triumph deutscher Ingenieurkunst und ein Gipfelpunkt nauti- scher Technik. Ihr Name aber ist Verpflichtung. Erinnern soll sie uns doch an einen jener großen
Noch ist -er Winter
nicht dopest.».
opfere weiter im Kampf gegen kunger im-Kalte!
deutschen Männer, die in der Zeit tiefer deutscher Erniedrigung nicht den Mut verloren haben und am deutschen Volke nicht verzweifelt sind. „Eneisenau!" Der Name bedeutet ein Programm! Und wenn diesen Namen zu tragen bereits ein Schulschiff der deutschen Kriegsmarine vor Jahrzehnten die Ehre hatte, so wurde der Klang dieses Namens erst recht aller Welt eingeprägt durch die unvergängliche Heldentat des Geschwaders des Grafen Spee bei Coronell und den Falklandsinseln. Dort ging der tapfere Panzerkreuzer, der zum zweiten den Namen Eneisenau trug, mit den Bruderschiffen seines Geschwaders nach heldenmütigem Kampfe mit einem übermächtigen englischen Kriegsgegner unter und man mag es Zufall, — aber viel bester noch Fügung — nennen, datz bei der Indienststellung des dritten deutschen Schiffes dieses Namens der Erste Offizier jenes Panzerkreuzers als der älteste Ueberlebende aus der Schlacht bei den Falklandsinseln, Kapitän Pochmann, zugegen sein und in zündender Rede alle die Erinnerungen wieder wachrufen konnte, die sich an die ruhmvolle Tat bei den Falklandsinseln knüpfen.
Es ist unbedingt ein nicht hoch genug einzuschätzender Gedanke des Leiters des Norddeutschen Lloyd, Dr. Firle, gewesen, daß er die neue Schnelldampfer-Flottille des Norddeutschen Lloyd mit den Namen der Schiffe bedachte, die den deutschen Namen im Weltkrieg mit unsterblichem Ruhm bedeckten. Denn es kann wohl sein, daß man weit draußen in der Welt, im Indischen und im Stillen Ozean, recht wenig weiß von Scharn- horst und Eneisenau, als den Männern, die mit dem deutschen Freiheitskrieg gegen Napoleon unlöslich verknüpft sind, während man diese Namen als den Inbegriff deutsch-seemännischen Heldentums und deutsch-seemännischen Opfergeistes aus dem Weltkriege und zwar nicht zuletzt durch die Schlacht bei den Falklandsinseln in unverblichener Erinnerung hat.
Und so zieht sie nun hinaus, die „Gneisenau", als drittes Schiff der Schnelldampferflottille „Potsdam", „Scharnhorst", „Eneisenau" und zeigt in den fernsten Weltgewässern den Völkern, datz für deutschen Heldensinn und deutsche Schaffenskraft der Untergang eines Schiffes und seiner braven Mannschaft noch lange nicht den Unter- gang Deutschlands selbst bedeuten kann. Aus dem Geiste von Potsdam geboren, verbinden die drei Schiffe die fernsten Völker in rascher, vierwöchiger Fahrt mit Deutschland und lehren den Völkern des Fernsten Ostens Achtung vor deutscher Tat- krast und deutscher Beharrlichkeit.
Es sind diese Schiffe, wie Dr. Firle. mit Recht betonte, Werkzeuge des Friedens und Zeug- niste deuticher Tüchtigkeit und deutscher Disziplin. Aber ihr Dasein deutet gleichzeitig darauf hin, vatz deutscher Geist nicht untergehen kann in der Welt. Und so mögen sie gleichzeitig allen Bös-