Ausgabe 
(2.1.1936) Nr. 2
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrdeitsfront Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt vremen

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Nr. 2 / S. Jahrgang

Donnerstag, 2. Januar

kinzelpreis 15 Npf.

Neujalirsbotschgst Wolf Hitlers

„Unser Höchstes Streben soll es auch im kommenden ZaHr sein, dem wiedergefundenen nationalen Leben der kHre und

sreiHeit den äußeren frieden zu bewaliren!"

Berlin, 1. Januar.

Ms Soirdensendung der Reichsfendeleitung für alle deutschen Sender verlas am Neujahrstage um 14 Uhr im Auftrage des Führers Reichsnnnister Dr. Goebbels die Neujahrs botschaft des Führers und Reichskanzlers. Die Sen­dung wurde um 19.30 Uhr über alle deutschen Sen­der wiederholt. Die Neujahrsbotschaft lautet: Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen, Par­teigenossen; Znlm drittenmal feiert das nene

MUIWIWWWUW

Unser lagssspiegvl

Der Führer und Reichskanzler richtete an das deutsche Volk eine Neujahrsbotschaft.

Nach einer Bekanntmachung des Reichsschatz­meisters Schwarz ist mit einer Lockerung der Mitgliedssperre der NSDAP. vorläufig nicht zu rechnen.

Ein Aufruf Baldur von Schirachs weist der deutsche« äugend für 1S36 Ziel und Auf­gaben.

Nach dem Internationale« Sprunglauf auf -er Grotzen Olympia-Schanze hielt Reichs- sportführer von Tschammer «nd Osten eine Ansprache.

Sieger beim Eröffnungsspringen auf der Grogen Olympia-Schanze wurde der Nor­weger Virger Ruud.

Sm Handball-Turnier in Berlin siegte die Mannschaft der Deutschen Beamtenversiche­rung.

Im Jahre 19SS wurden in Deutschland ins­gesamt 38 neue Staffelrekorde aufgestellt.

In einem Freundschaftsspiel besiegte der Bre­mer Sportverein VfB. Komet sicher mit 7:4 (4:2).

Reich den Jahreswechsel! Zum drittenmal wurde uns am Beginn der vergangenen zwölf Monate der bevorstehende Zusammenbrach des national­sozialistischen Regimes prophezeit.

Zum drittenmal ist Deutschland unter die­sem Regime stärker und gesünder geworden aus allen Gebieten seines nationalen Lebens.

Es ist für uns, die wir diese große geschichtliche Wende unseres Volkes gestalten und erleben durf­ten, schwer feststellbar, welchem der drei zurück­liegenden Jahre die größere Bedeutung für die Wiederauferstehung des deutschen Volkes zukommt, durch die Vorarbeiten für die Erringung der äußeren Freiheit. 19 3 5 stand im Zeichen der er- dur chdie Vorarbeiten für die Erringung der äußeren Freiheit. 19 3 5 steht im Zeichen der er­rungenen Freiheit nach außen und der weiteren Durchsetzung der nationalsozialistischen Idee und ihrer Grundsätze im Innern.

Daß es uns neben dieser gewaltigen Arbeit der politischen Wiederherstellung Deutschlands auch gelang, den wirtschaftlichen Ausbau durchzuführen und fortzusetzen, kann uns alle mit besonderem Stolz erfüllen.

In derselben Zeit, in der wir mit Recht zu­frieden zurückblicken dürfen aus eine wahrhast ge­waltige politische, kulturelle und wirtschaftliche Arbeit des Ausbaues, wird uns von journalisti­schen Hellsehern soeben wieder der neue Termin für den deutschen Zusammenbruch mitgeteilt. Auch damit können wir zufrieden sein. Denn diese Phrasen werden vergehen, aber die Ergebnisse unserer Arbeit werden bleiben.

Und das vor uns liegende Jahr 193K soll und wird ein weiteres Jahr nationalsoziali­stischer Entschlossenheit und Tatkraft sein.

Je mehr aber die Stärke des Reiches zunimmt und ihren sichtbaren Ausdruck findet in der wie- derentstehenden Wehrmacht unseres Volkes, um so mehr werden wir erfüllt sein von der Schwere der Verpflichtung, die uns die neue Waffe auferlegt. Mit dem Blick in die vielen Wirrnisse und Unruhen der anderen Welt ermessen wir erst den Segen des klaren und sta­bilen Regimes in unserem Staate sowohl als den Segen und Nutzen des dadurch garantierten Frie­dens. Ein solches Bollwerk -er nationalen euro­päischen Disziplin und Kultur gegen den bol­schewistischen Menschheitsseind zu bleiben, wird auch im kommenden Jahr unser eifervolles Bestreben sein. Dessen Versuch, durch fortgesetzte Revolutionen, blutige Aufstände und Unruhen die Ordnung der Welt zu untergraben und die Völker gegeneinanderzuhetzen, werden wir so wie in der Vergangenheit auch in der Zu­kunft in Deutschland erfolgreich abwehren.

Unser höchstes Streben soll es aber auch im kommenden Jahr sein, dem wiedergefundenen nationalen Leben der Ehre und Freiheit den äußere» Frieden zu bewahren.

Das heutige deutsche Reich, sein Weg und seine Zukunft sind unlöslich verbunden mit der nationalsozialistischen Partei.

Sie hat die Umstellung unseres Volkes erreicht, die Energien für den Wiederaufstieg erweckt, die geistige und politische innere Voraussetzung sür die Durchführung aller nötige« Maßnahmen und Reformen geschaffen und gegeben. Ich bin mir be­

wußt, daß, was immer auch Deutschland treffen könnte, die Partei der feste und unzerstörbare Träger des deutschen Lebenswillens sein wird, wie sie dies in den zurückliegenden 15 Jahren war. Eine fanatisch verschworene Gemeinschaft deutscher Männer, deutscher Frauen und deutscher Jugend wird hinter mir stehen, wie in der Vergangenheit in ihren guten und schlechten Tagen, so auch in der Zukunft!

Ich wende mich daher am Beginn des neuen Jahres wie immer an meine alten Mit­kämpfer. Ich gedenke ihrer Treue und ihrer Disziplin. Ich gedenke all der Führer in der po - kitischen Organisation der national­sozialistischen Partei, der S A., S S., der Hit­lerjugend, -es Arbeitsdienstes, des NSKK^ der Bauernorganisation, der Arbeitsfront usw. sowie der Führerinnen der Frauenschaften und des BDM.

Ich danke ihnen auch in diesem Jahr für die unentwegte Treue und den Gehorsam, den sie mir entgegenbrachten, und die es mir er­möglichten, schwerste politische Entscheidungen im sicheren Bewußtsein des hinter mir stehen­den und durch sie geführten Volkes zu treffen.

Ich danke all den unzähligen namenlosen Par­teigenossen und Anhängern, den braven Männern meiner SA. und SS., des Arbeitsdienstes, des NSKK. und der gesamten Arbeitsfront sür ihre Hingabe an die Bewegung und für ihre gebrachten großen Opfer. Ich danke besonders den Millionen deutschen Bauern, die die Ernährung unseres Vol­kes auch in diesem Jahr gelingen liehen. Und ich danke endlich allen jenen Bekannten und Unbe­kannten, die auch als Nichtparteigenossen durch ihre treue Mitarbeit das Deutschland des Dritten

Reiches cmporsühren halfen. Ich danke vor allem den deutschen Frauen, die durch die neugeborenen Kleinen unseren Kamps durch ihre Tapferkeit erst der Zukunft unseres Volkes zugute kommen lassen.

Das Jahr 1936 soll uns erfüllt sehen von einem neuen heiligen Eifer, zu arbeiten und einzutreten für unser Volk. Es soll uns alle vereint sehen im Bewußtsein der uns gestellten gemeinsamen Aufgabe.

Heute aber wollen wir danken dem Allmäch­tigen, der unser Werk bisher in seinen Segen ge­nommen hat. Und wir wollen uns vereinen m der demütigen Bitte an ihn, uns auch in Zukunft nicht zu verlassen.

Es lebe die nationalsozialistische Bewegung!

Es lebe unser einiges deutsches Volk und Reich!

Adolf Hitler.

Berlin, 1. Januar 1936.

Keine Lockerung der Mgliedssperre der NSVW

Netchsfchatzmeister Schwär; über die flufnakme von Volksgenossen in die Partei — Vie pusnakmen von der Sperre

München, 2. Januar

Der Reichsschatzmeister der NSDAP. gibt über die bestehende Mitgliedersperre der RSDAP. die folgende Bekanntmachung heraus:

Aus gegebener Veranlassung wird bezüglich der zurzeit bestehenden allgemeinen Sperre, hin­sichtlich der Aufnahme von Mitgliedern in die NSDAP. folgendes bekanntgegeben:

Die unter dem 19. April 1933 ergangen« Ver­fügung über eine allgemeine Mitgliedersperre (Verordnungsblatt der Reichsleitung Folge 45/46 vom 30. April 1933) und die hierzu ergängenen Ergänzungsverfllgungen bestehen nach wie vor zu Recht.

Ausnahmen von dieser allgemeinen Ausnahme­sperre bestehen nur insoweit, als sie von dem Unterfertigten im Einvernehmen mit dem Führer verfügt worden sind.

Die zurzeit in Kraft befindlichen Ausnah­men von der allgemeinen Aufnahmesperre sind folgende:

1. Meine Anordnung 25/35 vom 25. Oktober 1935 im Verordnungsblatt der Reichsleitung der NSDAP., Folge 108, S. 340, betreffend die'Auf­nahme von Angehörigen der Hitler- Jugend und des Bundes Deutscher Mädel in die NSDAP.

2. Meine Anordnung vom 15. November 1935 betr. die Aufnahme von Mitgliedern des aufge­

lösten Nationalsozialistischen Deut­schen Frontkämpferbundes (Stahlhelm) in die NSDAP. (Rundschreiben 147/35 an sämt­liche Gauschatzmeister der NSDAP.)

Andere Ausnahmen der allgemeinen Aufnah­mesperre als die beiden vorgenannten bestehen nicht.

Ich habe bereits in meiner Anordnung vom

3. Juli 1935, betreffend Mitgliederaufnahme (Rundschreiben 77/35 an sämtliche Eauschatzmeister der NSDAP.), alle diejenigen Volksgenossen, die bei einer künftigen Lockerung der Mitglie­dersperre in erster Linie zu berücksichtigen sind, Im einzelnen aufgeführt.

Ich betone jedoch nachdrücklich, daß bisher eine Lockerung der Aufnahmesperre nach meiner Anord­nung vom 3. Juli 1935 (Rundschreiben 77/35) nicht verfügt worden ist, und daß auch mit einer Locke­rung der Mitgliedersperre für absehbare Zeit nicht gerechnet werden kann. ^Oie verwaltungstechnischen Schwierigkeiten, die einer Lockerung der Mitgliedersperre entgegenstehen, bestehen nach wie vor fort und zwar so lange, als nicht der Umzug der zuständigen Dienststellen der Reichsleitung der NSDAP. in das neue Ver­waltungsgebäude der NSDAP. erfolgen kann.

Ferner bemerke ich, daß alle Verfügungen und Anordnungen, betreffend die Mitgliedersperre oder die Aufnahme von Volksgenossen in die

NSDAP., ausschließlich von dem Un­terfertigten im Einvernehmen mit dem Führer erlassen werden.

Ich ersuche alle Volksgenossen, von der Ein- reichung von Ausnahmegesuchen, solange nicht eine Lockerung der, allgemeinen Mitgliedersperre ver­fügt ist, Abstand zu nehmen.

Sämtliche Anträge auf Aufnahme in die NS­DAP. nach einer Lockerung der Mitgliedersperre sind ausschließlich an die zuständigen Orts­gruppen oder Stützpunkte der NSDAP. zu richten.

Die Erreichung von Aufnahmeanträgen un­mittelbar bei der Reichsleitung der N S D A P. i st zw e ckl o s, verursacht der Reichs­leitung eine völlig unproduktive Arbeit und ver­zögert die Erledigung der Gesuche.

Die Volksgenossen, welche Aufschluß über die einschlägigen Bestimmungen der Reichsleitung der NSDAP. wünschen, werden gebeten, sich mit den zuständigen Ortsgruppen oder Stützpunkten der NSDAP. ins Benehmen zu setzen.

Die Ortsgruppen und Stützpunkte sind ange­wiesen, die notwendigen Auskünfte an die an­fragenden Volksgenossen zu erteilen.

gez. Schwarz.

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Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, erläßt zur Jahreswende 1038/36 folgenden Ausruf an die deutsch« Jugend:

Jugend Adolf Hitlers, meine Kame­raden und Kameradinnen! In diesen Tagen be­wegt uns vor allem das Gefühl der Dankbarkeit. Wenn die vergangenen zwölf Monate der na­tionalsozialistischen Jugendbewegung bedeutende Erfolge brachten und mehr als je zuvor das Ver­trauen des deutschen Volkes in unsere erzieherische Arbeit uns als fühlbare Macht vorwärtshalf, so danken wir dies an der Schwelle des kommenden Arbeitsjahres den deutschen Eltern, die in ihrer Selbstlosigkeit und unermüdlichen Liebe unsere stärksten Bundesgenossen im Kampfe um eine einzige und einige deutsche Jugendbewegung gewesen sind.

Genau so wie ihr selbst, meine Kameraden und Kameradinnen, der Hitler-Jugend die Treue gehalten habt, so haben auch eure Eltern in Treue und Vertrauen zur Jugend gehalten. Sie haben sich in diesem Vertrauen auch nicht durch kleine Schwächen beirren lasten, die allen mensch­lichen Einrichtungen anhaften, und haben in der Vergangenheit immer mutig über die Kinder­krankheiten, die unsere Organisation hatte, hin­weggesehen, weil sie mit uns empfanden, daß unser Ziel richtig war. Sie werden heute mit uns feststellen, daß die Jugend des 1. Januar 1936 ein fröhlicheres Gesicht trägt als die Jugend früherer Jahre. Die jungen Herzen sind nicht mehr durch die lügnerischen Parolen des Klassen- kampfes verhetzt und verbittert. Arme und reiche Jugend trägt dasselbe Kleid der nationalsozia­listischen Glaubensgemeinschaft und die Sommer­lager von 1935 haben unserem sozialistischen Willen einen alle Erwartungen übertreffenden Ausdruck verliehen. Eine freie Jugend wächst heran, die sich freiwillig zusammengeschlossen hat, um sich in straffer Selbstzucht für ihre kom­menden Aufgaben vorzubereiten.

Die Weltanschauung, die von der Alten Garde der NSDAP. im harten Kampf gegen die Feinde unserer Bewegung durchgesetzt und zum Staats­gedanken des Dritten wehrhaften Reiches erhoben wurde, ist für die Jugend eine Selbstverständlich­keit. Die junge Generation lebt und wächst in den Gedanken auf, die noch vor wenigen Jahren als phantastisch und wirklichkeitsfremd verlacht wurden.

Es wird auch im kommenden Jahr die wesent­lichste Aufgabe der Hitler-Jugend sein, die Grund­gedanken der Weltanschauung Adolf Hitlers den in unseren Reihen nachwachsenden Jugendlichen zum Erlebnis zu gestalten. Die Erziehung der Kameradschaft ist und bleibt die Vor­aussetzung für alle tiefere Erkenntnis des Wesens unserer Idee. 2e mehr wir lernen, in der Sorge um das Wohlergehen der Gemeinschaft uns selbst zu vergessen, um so näher rücken wir unserer höchsten Berufung: Träger und Führer des nationalsozialistischen Reiches zu werden.

In ehrfürchtiger Treue grüßen wir unseren Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Er hat uns mit einem Vertrauen, das uns stolz und glücklich macht, persönlich die Aufgaben gestellt, die wir im Jahre 1936 zu erfüllen haben. Die wesentlichste unter ihnen besteht in seiner For­derung, daß ausnahmslos jeder Junge und jedes Mädel, dem Beispiel der Hitler-Jugend fol­gend, schon in frühen Jahren dem Staate und damit der Zukunft unseres Volkes zu dienen habe. Von der Hitler-Jugend wird erwartet, daß sie die außerschuliche Erziehung aller deutschen Ju­gend übernimmt. Die Einzelheiten dieser Auf­gabe, die Schaffung einer einheitlichen großen Reichsjugend unter Führung der Hitler- Jugend, werden den Gliederungen der national­sozialistischen Jugendverbände und der deutschen Öffentlichkeit zu gegebener Zeit mitgeteilt werden.

Der Führer hat einen großen Betrag für die Heimbeschaffungsaktion der Hitler- Jugend zur Verfügung gestellt und hat uns so in den Stand gesetzt, eines der schwierigsten Probleme der Jugendarbeit seiner Lösung ent­gegenzufahren. Ein besonderer Ausschuß, der noch im Januar zusammentritt, wird die Durchführung des Heimbauplanes der Reichsjugendführung übernehmen. Die Grundsteinlegung aller neuen Jugendheime wird am Geburtstag unseres Füh­rers, am 20. April, erfolgen. Die geplanten Heime werden dem Stil der HJ. entsprechend schlichte zweckmäßige Bauten sein, Symbole des Gemein ichaftswillens unserer Jugend.

Dem BDM. stelle ich im olympischen Jahre 1936 die Aufgabe, alle in ihm zusammenge­schlossene weibliche Jugend sportlich zu ertüch­tigen. Das Amt für Körperschulung in der Reichs­jugendführung erläßt hierfür im Einvernehmen