Ausgabe 
(30.1.1936) Nr. 30
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parteiamtliche Tageszeitung

liachnchtenblatt der Deutschen prdeiissrant Bremen

der Nationalsozialisten Bremens

flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt vremen

1 S Z 6

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Nr. ZN / 6. Jahrgang

Äoimerslag, ZN. Januar

kinzelpreis l5 Npf.

On/sr'n c/or' S/o^

Der Januar, c/sr L^crA c/suiMior' C/rar'a^for'^är'^o

^Bremen, 30. Jauuar.

Drei Jahre sind heute verflossen, seitdem Adolf Hitler an die Macht kam. Drei Jahre regiert der Nationalsozialismus im Deutschen Reiche. And das Ergebnis: Drei Jahre uner­hörte Triumphe, drei Jahre ungeahnte Erfolge, aber auch drei Jahre unsägliche Arbeit und unaussprechliche Mühe.

Es gibt keine Wunder! Wie oft Hat es uns der Führer zugerufen während der Kampfzeit und auch nachher. Es gibt keine Wunder und alles, was auf Erden an Großem und Schönem, an Bewundernswertem und an Dauerndem erreicht werden will, kann nur er­reicht werden bei stärkstem Einsatz unbändigen Wollens, bei unbedingter Hingabe höchsten Könnens, bei rückhaltloser Anwendung unab­lässigen Fleißes, unter völliger Hintanstellung persönlichen Wohlbefindens und unter Ausschal­tung jeglichen eigensüchtigen Strebens. Dies lehrt uns nicht allein das Geschehen um Kampf und Sieg der nationalsozialistischen Bewegung, sondern ebensosehr die Geschichte der erste» drei Jahre nationalsozialistischer Staatsführung.

Es gibt kein Wunder! And obgleich die Tat­sache der Machtergreifung selbst sowohl, als auch die der dem Dritten Reiche während der letzten drei.Jahre zugefallenen Erfolge — rein äußerlich gesehen — vielen als glattes Wunder erscheinen möchte: es ist dies alles kein Wunder im Sinne des Außernatürlichen, sondern ganz einfach nur die folgerichtige Auswirkung all dessen, was der Machtergreifung und den wei­teren Erfolgen des Nationalsozialismus vorher­gegangen war; es ist die folgerichtige Krönung eines Werkes, das vorn Führer gewollt und gekonnt, von ihm unter tausendfältigen Mühen weitsichtig und überlegen vorbereitet, unter unerbittlicher Zähigkeit aufgebaut und schließlich durch ihn der triumphalen Vollendung zugeführt worden ist.

Wenn wir heute nach drei Jahren erfolg­reicher nationalsozialistischer Staatsführung in Deutschland das überblicken, was in diesen Jah­ren erkämpft und erreicht worden ist, und wenn wir gleichzeitig darnach Ausschau halten, was um der deutschen Zukunft willen und zur wei­teren Sicherung einer glücklichen Fortentwick­lung der deutschen Nation noch zu er­kämpfe» und zu erreichen ist. dann wollen und dürfen wir nicht übersehe» die ge­waltige» Opfer, Entbehrungen und Verzichte, die gebracht worden sind von dem Führer und alle» seinen Mitkämpfern aus dem Wege zum Siege und zum Erfolge und müssen uns auch vergegenwärtigen, das, was an Opfern, Ent­behrungen und Verzichten der Gesamtheit des deutschen Volkes noch bevorstehen kann, und be­vorstehen wird, zur Aeberwindung der Schwie- «gleiten und Hindernisse auf dem Wege in eine glückliche Zukunft der Nation. Einer glücklichen Z'ckunft wollen wir als deutsches Volk doch entgegengehen. And weil wir dies wollen, müssen wir natürlich auch die Voraussetzungen dazu wollen, müssen als Volk, was immer als Vorbedingung dazu zu erfüllen ist, volksbewußt erfüllen.

Es mag die Rohstofffrage, die heute im zähe» Ringen von der nationalsozialistischen Staats­führung in Angriff genommen wurde und be- stimmt ihrer Lösung zugeführt werden wird, nur ein Beispiel dafür abgeben, wie ein Volk von Ehre, wie jeglicher Volksgenosse von nationalem Instinkt sich bei Aeberwindung nationaler Schwierigkeiten zu verhalten hat. Nach wie vor bildet ja die Arbeitsbeschaffung in unserem roh- stoffarmen und dafür an Arbeitskräften reichen Vaterlande eine vordringliche Aufgabe national­sozialistischer Staatsführung. Denn die Arbeits- losenfrage ist heute nur noch eine Frage hin­reichender Rohstoffbeschaffung; die Frage der Nohstoffbeschaffung aber deckt sich mit der De - viscnfrage. ,

Wenn eine weder ihrer Verantwortung noch der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge be- wußte Systemregierung bis zum 30. Januar W33 für die Einfuhr von Nahrungs- und Ge­nußmitteln Ansummen an Devise« verschwendet hat — Devisen, die dann znr Rohstoffbeschaf- fung für die Beschäftigung der deutschen Ar­beiterschaft fehlte» - so sieht die vati-nalsoz,a- Wische Staatsführung mit Recht ihre Aufgabe

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darin, zu allererst Rohstoffezur Arbeits­beschaffung einzuführen und in zweiter Linie erst an die Einfuhr von Nahrungs- und Genuß­mittel» zu denken, soweit diese nicht überhaupt im eigenen Lande zu beschaffen sind.

Zuerst muß der Arbeiter Arbeit und Ver­dienst haben, um sich überhaupt Lebensmitte' kaufen zu könne«; zuerst müssen die Fabriker, in Betrieb sein und dem Arbeiter wieder Ar beit in vollem Maße zuteilen können, dann erst kann an zusätzliche Lebensmitteleinfuhr von außen her gedacht werden. Ist nicht die Tatsache daß heute — wo seit dem 30. Januar 1933 fürn Millionen Arbeiter mehr in Verdienst unk Brot stehen — dementsprechend auch mehrLe bensMittel gekauft und verbraucht werden, geradezu ein glatter Beweis dafür, daß ohne ge­nügend Arbeitsplätze die Einfuhr von Nah­rungsmitteln überhaupt schon überflüssig wäre. And wenn wir uns heute um der deutschen Arbeiterschaft willen einige Entbehrungen in ausländischen Nahrungs- und Genußmitteln auf­

erlegen, so ist es nicht zuletzt der deutsche Ar­beiter, der uns, d. h. dem deutschen Volk, seinem Volk, ewig danken wird. Dieser Dank aber wiegt mehr als Aeberfluß von Nahrungs- und Genuß- mitteln.

Wer wollte angesichts solch einwandfreier Klarheit über die nationalen und volkswirt­schaftlichen Notwendigkeiten im Staate es wa gen, über kleine Lebensmittelverknappungen über vorübergehenden Mangel an bisher gc wohnten Genußmitteln weiterhin zu klagen? An dere Völker bringen heute noch ganz andere Opfer für eine gedeihliche nationale Forteilt Wicklung; und Verrat am deutschen Menscher müßte man es nennen, wenn auch »mr einer unter den deutschen Volksgenossen sich darüber aufregen wollte, daß er heute etwas zu seinem Wohlleben weniger erhalten kann als vorher, weniger, weil der Rohstoffbedarf zur Arbeits­beschaffung für Millionen unsere Devisen ver­braucht.

And noch eines: Wenn wir heute von

Opfer und persönlichem Verzicht im Hinblick auf die Nohstofffrage für die ganze Nation sprechen, dann wollen wir auch der Notwendigkeit des Opfers und des Verzichts gedenken im Sinne der Kameradschaftlichkeit, des Opfers, für die auf kameradschaftliche Hilfe heute noch angewiesenen Volksgenossen. Es ist der aus­drückliche Wille des Führers, daß der Tag der Machtergreifung nicht mit lauten Festen und prunkvollen Veranstaltungen begangen werde, sondern dnrch Leistungen zusätzlicher Art für die dnrch das Winterhilfswerk be­treuten bedürftigen Volksgenossen. Diesen schon -,ur Tradition gewordenen Brauch des 30. Januar zu einem neuen Triumph nationalsozia­listischen Gemeinschaftsgeistes zu gestalte», liegt beim guten Willen jedes einzelnen Volks- genossen. Wen möchte es nicht dazu drängen, für all das, was der Führer für sein Volk geleistet, dem Dank an den Führer, der Liebe, der Anhänglichkeit und der Verehrung zu ihm dadurch Ausdruck zu geben, daß er in Befol­

gung des Willens des Führers zum 30. Ja- nuar ein ganz besonderes Opfer kame­radschaftlicher Hilfsbereitschaft bringt, ein Opfer, das noch über das hinausgeht, was bisher im einzelnen für das Winterhilfswerk geleistet worden ist.

Wer es bedenkt, was es hieß, während der Kampfzeit im Dienste der nationalsozialistischen Idee Opfer, Entsagungen und Gefahren für Leib und Leben auf sich zu nehmen, wer es bedenkt, welch herrliche Früchte diese Opfer, Ent- sagnngen und überwundenen Gefahren für das deutsche Volk gebracht habe», der kann gar nicht anders, der muß sich gedrungen fühlen, heule,

— wo es bloß gilt, etwas tiefer als sonst für die Volksgemeinschaft in die Tasche zu greifen

— zu Ehre» des Führers und in Erfüllung seines Willens freudig eine besondere Gabe darzubringen.

Wie sagte doch der Führer im Hinblick auf das Winterhilfswerk 1935, als er dieses am 9. Ok- tober eröffnete? „Die schönste Mission, die es gibt", nannte er dieses Werk und die Winterhilfsschlacht „den wunderbarsten Kampf, den wir uns vorstellen rönnen". „And, wer ein­mal", so sagte er weiter, „Eingang in die natio­nalsozialistische Ideenwelt fand, der wird es als höchstes Glück empfinden, seine» Volks­genossen helfen zu können." Auch hier sind Opfer und Verzicht die Voraussetzungen für die Zukunft der Nation.

Nur auf Opfer und persönlichen Ver­zicht beruhte der Sieg vor drei Jahren. Nur unter Darbringung von weitere» Opfern und persönlichen Verzichten kann das deutsche Volk in eine große Zukunft marschieren. Das deutsche Volk will aber und soll auch in eine solche Zukunft marschieren. And wenn ihm neben den heutigen Schwierigkeiten noch weitere Hindernisse auf seinem Wege in die Zukunft sich entgegen­stellen, so kann und muß es wissen, daß sie alle restlos überwunden werden können, so wie jene Hindernisse und Schwierigkeiten überwunden worden sind, die dem Siege vom 30. Januar 1933 sich entgegengestemmt hatten.

Harter Wille, gläubige Zuversicht und unbe­dingter Opfergeist gewährleisten bei eisernem Zu­sammenstehen des ganzen deutschen Volkes die folgerichtig stets sich wiederholende Wirkung dessen, was törichte Menschen Wunder nennen mögen, was aber nichts anderss ist als der Ab­lauf eines ewigen Naturgesetzes, das richtig er­kannt und dem deutschen Volke gelehrt zu haben des Führers Verdienst ist.

Das deutsche Volk insgesamt und jeder Volks­genosse im einzelnen hat heute beim Rückblick auf die Spanne, die zwischen dem Einst und Jetzt liegt, allen Grund, sich und dem Führer zu gelobe», gemäß der Lebensauffassung Adolf Hitlers, das Leben im nationalsozialisti­schen Staate nicht als ein Leben der Bequem­lichkeit und des Aeberflusses, sonder» als ein Leben der Arbeit und Entbehrungen zu betrachten. And wenn, wie der Führer in Nürnberg sagte, dereinst beim Abschluß seines Lebens seine letzte Aeberzeugung sein wird, daß sein Leben kein vergebliches gewesen, daß es schön war, weil es ein Leben des Kampfes war, ein Leben des Rin­gens, ein Leben der Arbeit für ein Ideal, dann kann uns, als der Gefolgschaft des Führers, als dem Deutschen Volke, uns deutschen Volksgenossen, nichts Höheres und Erhabeneres vorschweben, als dereinst nach Ab­schluß unseres Lebens dasselbe von uns sagen zu können, von uns, die wir mit dem Führer mitkämpfe» und darum auch mit ihm, der die große Zeit der deutschen Wieder- geburt und Erhebung herausgeführt hat, die stolze Freude mitempfinden dürfen, daß es ge- lungen ist, all das Schwere, was überwunden werden mußte, zu überwinden und daß, wenn unsere Kinder dem ihnen vorgelebten Beispiel nachleben werden, es in alle Zukunft dem deut- scheu Volke gelingen wird, immer wieder über alle Schwierigkeiten hinwegzukommen, über alle Hemmnisse zu triumphiere»«

Dessen wollen und sollen wir eingedenk sein, heute am 30. Januar, am Tage des Sieges der Bewegung, am Tage des Triumphes deutscher Charakterstärke und de,»sicher Selbstlosigkeit.

soll. L. Dietrich.