Ausgabe 
(10.5.1936) Nr. 130
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parteiamtliche Tageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen

der Nationalsozialisten Vremens

flmlsblan des Senats der Freien Hansestadt Meiner

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Das amtliche verkündungsblatt des

Deichsstatchalters in Oldenburg und Dremen

Anzeigen-Grundpreise: Die 22-wm-Zeite im Anzeigenteil 12 Pf., die 70-mm-Zeil« im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise ftür kleine FamiUcn-Anzeigen u. a.j sowie sonstige Bedingungen Preis, liste 6 (Nachlaßstassel C). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschlutz 16 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr: Schristlcitung Dienstag und Freitag 12^-13)4 Uhr.

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Sonntag, 10. Mai 1SZS

kinzelpreis 15 Npf.

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In 6k> Stunden über den Nordatlantik / Nie rciumpkfakrt eines Sendboten des neuen Neutschland

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Newqorh 10. Mai

- Im Kampf um Erfüllung einer seit Jahrtausen­den die Menschenherzen bewegenden Sehnsucht, die riesenhaften Ausmaße unserer Erde durch Er­höhung der Fahrtgeschwindigkeiten und somit durch

Unser logssspivgsl

LZ.Hindenburg" ist nach Mündiger Fahrt in Lalehurst gelandet.

König Viktor Emanuel III. hat sich den Titel Kaiser von Abessinien beigelegt.

In der Bretagne kam es zu schweren Aus­schreitungen bolschewistisch verhetzter Reser­visten.

In Nordgriechenland forderten Streik- Krawalle Tote und Verletzte.

Die AusstellungDas Leben" wurde gestern in Essen eröffnet.

Als zehntes.Schiff seit der Machtergreifung nahm gestern der Norddeutsche Lloyd das SchiffNürnberg" der Vulkan-Werft ab.

Die VZ. besuchte die neue Bremer Kreis­schule der NSDAP. in Leuchtenburg.

BremensMuter - und - Kind" - Plastik von Pros. Eorsemann am Ehrenmal für die Ge­fallenen steht vor der Vollendung.

Die Nordische Kunsthochschule errang den zweiten Platz im Reichsleistungskampf.

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Verringerung der Fahrtdauer weniger spürbar zu machen, haben deutscher Schöpfergeist und deutsche Gewissenhaftigkeit wiederum einen herrlichen Sieg erfochten. In 60 Stunden überquerte der deutsche Luftriese LZ.Hindenburg" die mehr als 7000 Kilometer lange Strecke zwischen Friedrichshaien und Newyork. Nachdem das Luftschiff am Mitt­wochabend gegen 21.30 Uhr MEZ. den heimat­lichen Flughafen am Bodensee verlassen hatte, wuchs in Amerika von Stunde zu Stunde die Spannung, wann dieses Meisterwerk deutscher In­genieure und Arbeiter in der Riesenstadt Newyork eintreffen würde. Schon wochenlang zuvor hatte die Presse ausführlich über den neuen Luftkissen berichtet und immer mehr das Interesse für die.be- vorstebende Ozeanfahrt des LZ.Hindenburg" entfacht, da man sich nach den beispiellosen Er­folgen und den fast unwahrscheinlich programm­mäßig verlaufenen Fahrten des LZ. 127Graf Zeppelin", der jedem Unwetter und allen Gefah­ren trotzte, von dem neuen Werk deutscher Zep­pelinbaukunst um so mehr versprach, als man für diesen Bau jahrelange Erfahrungen verwendet statte, die bei den Reisen des auf Reparations­konto gebauten LZ. 126 und des ersten wirklich deutschen Nachkriegsluftschiffes LZ. 127 ge­sammelt worden waren.

Immer mehr war während der Fahrt desHin­denburg". von der die amerikanischen Sender aus­führliche Reportagen durchgaben, die Erwartung gesteigert worden: immer mehr begeisterte man sich an den Sendungen, die ununterbrochen von der störungsfreien Fahrt des Luftschiffes berichten, konnten: immer mehr wuchs vor allem die Be­geisterung durch Angaben, die bekundeten, daß oer LZ.Hindenburg" mit zunehmender Geschwindig­keit einen immer früheren Ankunftstermin, er­warten ließ. Gegen 7 Uhr MEZ. nahm die Ra- rinefunkstation Lakehurst die direkte Funkverbin­dung mit dem Luftschiff auf, das sich zu dieser Stünde in der. Nähe des Nantucket-Feueischiffes befand; um 9 Uhr MEZ. fl Uhr ostamerikanischcr Zeit) erschien der LZ.Hindenburg" über dem Hafen von Newyork.

Noch lag die Weltstadt in tiefem Frieden, als das Motorengeräusch des Luftriesen über dem weiten Häusermeer ertönte. Geisterhaft fielen die weiten Lichtkegel der Scheinwerfer des LZHin­denburg" auf die Wolkenkratzer, während von den Schissen auf dem Hudson die Sirenen dem Luft- riesen den ersten Gruß cntgegenheulten. Bei der anbrechenden Dämmerung belebte sich die Stadt; von Minute zu Minute wuchs die Menschenmenge in den Straßen und auf den Dächern, wurde zu einer großen Gemeinschaft, die nur eines kannte: jubelnde Begeisterung, einstimmige Anerkennung und Wertschätzung eines gewaltigen Werkes, das deutscher Geist und deutsche Tatkraft in unermüd­lichem Ringen um Erfolg zu schaffen vermochten. Nahezu 20 Minuten kreuzte der Luftriese über der Millionenstadt. Dann wandte sich der gigantische Leib dem Flughafen Lakehurst zu. Um 5.15 Uhr OAZ. wurde das Luftschiff LZHindenburg" von sechs Flugzeugen begleitet gesichtet. In ruhiger Fahrt senkte sich der Rumpf des Riesen auf den Landungsplatz herunter. Schnell wurden die Haltetaüe ergriffen und um 6:10 Uhr war die Landung glücklich vollzogen.

Eine beispiellose Fahrt nahm ihr Ende. eim- Fahrt, die Zeugnis ablegte von deutschem Schaf- sensgeist, der in ununterbrochener Folge an Problemen der Menschheit arbeitet und neue Wette nicht für ein einzelnes Volk, sondern dar­über hinaus für die gesamte menschliche Kultur formt. Ein Problem wurde gelöst, dessen Ver­wirklichung bislang mehr oder minder noch als etwas lehr Fernliegendes betrachtet wurde. Nach der glücklichen und bahnbrechenden Fahrt des LZ

Hindenburg" ist die ständige Ueberquerung des' Nordatlantiks durch den Luftschiffverkehr in greif­bare Nähe gerückt. Wir können stolz sein, daß deutsche Dolksgenossen dies große Werk einleiteten.

kurr vor der Landung

Der Sonderberichterstatter des VXli. funkt:

Wir haben eine triumphale Fahrt hinter uns. In 80 Stunden sind wir über den Nordaklantik gesaust, während die beste Dampserzeit von Bre­men nach Newyork fünf Tage und 17 Stunden beträgt. Seit der Abfahrt in Friedrichshafen haben wir 3800 Seemeilen, mehr als 7000 Kilo- meter mit einem Stundendurchschnitt von 120 Kilometer zurückgelegt. Die Diesel-Nohöl- motoren haben sich wiederum hervorragend be­währt Und ihr Pensum, ohne auch nur den klein­sten Anfall einer Störung zu zeigen, tadellos ab­geleistet. Bei dem relativ günstigen Wetter war es allerdings auch nicht notwendig, das Letzte aus den Motoren herauszuholen, da die Schifssleitung ungünstigerem Wetter rechtzeitig ausgewichen ist. Gegen 5 Uhr morgens haben wir Newyork er­reicht. Die Riesenstadt liegt noch, solange wir uns vom Osten her über typische Außenbezirke heran- schiebe«, in tiefstem Schlummer. Es ist die blau dämmernde Stunde zwischen Tag und Nacht.

per Sruft der MMiönensiaöt

Langsam gleiten wir auf das funkelnde Band des C-a-st -Riv-e-r.zu. Die.Lichter der berühm­ten Brücke spiegeln sich im Fluß. Da brüllt aus

der nächtlichen Stille die erste Sirene herauf! Und in Sekundenschnelle fallen alle Dampfpfeifen der Schiffe und Hafenanlagen von beiden Ufern hinauf und hinab gellend ein. Das aber ist nur das Vorspiel, denn nun stehen wir über Man­hattan. Die Riesendampfer fügen ihrer Stim­men Urgewalt in das Konzert, das die Lüfte erfüllt.

Schlank und ehern steht eine Säule im Dun­keln, ragt aus dünnem Nebel, ehrfurchtsgebie- tend beinahe, so scheint es, bis zu uns -im Luft­schiff herauf: Das ist dasEmpire State Building", das Turmhaus der hundert Stock­werke, Während man es fassungslos anstarrt, öffnet sich der Blick auf ganze Schluchten und Stalaktitenbildungen von kleineren Turmhäusern.

Um uns rost ein Orkan: es heulen die Luft­schrauben plötzlich aufgetauchter Flugzeuge, die uns das Geleit geben. Ein riesiger Ellterbahnhof am Hudson steuert den Schrei seiner vielen Loko­motiven bei. Von der soeben eingetroffen!» Bremen" stößt der feine Scheinwerferstrahl, der ihre Fahrt kennzeichnet, herauf. Außerdem aber winkt und blinkt ein zweiter Strahl herüber: die riesige grellweiße Leuchte der Freiheitsstraße. In den ohrenbetäubenden Lärm, von dem die Atmosphäre schwingt und zittert, mischt sich, alles andere übertreffend, der tiefe Brummton der gro­ßenB r e m e n"-Si r ene.' Breite Wasserarme, mächtige Sünde und Wohnviertel von unvorstell­baren Ausmaßen bleiben hinter uns im Halhnsbel verdämmernd.zurück: .W.i.r.h.a.b.e n.n.u nL u.r.s auf L äkehu rst'g e nommdrt.

Ueber dem Landeplatz Laketzurst

In New J e r s e y sichten wir das amerikani­sche Luftschiff ,Los A n.g e.l e s",.das.einst den­selben Weg wie wir gekommen ist, in einer Art Feldlager am Ankermast liegend. Es hat seine Halle verlassen, um dem großen deutschen Bruder seinen Platz in der Luftschiffhalle abzutreten. Wir sind über dem Landeplatz Lakehurst. Auf der weiten Fläche stehen Matrosenabteilungen, die Landemannschaften, in Bereitschaft.

In wundervollem Manöver geht unser Schift hernnter, die Haltetaue fallen, im Laufschritt greisen sie die Mannschaften auf. Kommando­worte ertönen. Es ist 6.10 Uhr, als der Anker- kegel am Mast verkündet: Die Reise ist zu Ende.

Vao erste: kin Interview

Marinemannschaften haben den wetten Platz sorgfältig abgesperrt. Trotz der frühen Morgen­stunde haben sich. Z e h n t a u s e n d e eingefun- den, um das gewaltige Schauspiel aus nächster Nähe zu erleben. Von Bord aus sehen wir in langen Ketten die.Autoschlangen, die die Schau­lustigen aus allen Teilen des Landes herbeige- bracht haben. An den. Wimpeln erkennen wir, daß sich viele Landsleute und Deutschamerikaner unter ihnen befinden. Zu dem eigentlichen Landeplatz haben nur die Vertreter der Behörden, die diplo­matischen und konsularischen Vertreter des Deutschen Reiches, die führenden Mitglie­der der deutschen Kolonie und selbstver­ständlich die Presse, die Bildberichterstatter und > die Filmoperateure Zutritt erhalten. Als die Schiffsfllhrung. lange , vor .der Passagierabferti- ^ gung durch.die Paß- und Zollbehörden,. die an ! Bord des Schiffes vorgenommen wirly - von der ! Führergondel aus. das Luftschiff »erläßt, sind als j erste die Presseleute, zur Stelle und der Vertreter . des Rundfunks, der am langen Kabel ein Hand­mikrophon schwingt.

Bereitwillig gibt die Führung das erbetene Interview und wenige Minuten nach der Ankunft vernehmen Millionen amerikanischer Rundfunk­

hörer die gewaltige Leistung des deutschen Luft­schiffes, das von Küste zu Küste 52 Stunden tat­sächliche Flugzeit, von Friedrichshafen bis nach Lakehurst 50 Stunden gebraucht hat. Kapitän Lehmann und Dr. Eckener erklärten allerdings, daß diesmal die Wctterbedingungen besonders günstig waren, die es dem Luftschiff erlaubt hätten, fast haargenau der Schiffahrtsstraße zu folgen.

Ehe die Führung und die Luftschiff-Passagiere durch Vertreter der Deutschen Botschaft und des Generalkonsulats, durch Generalkonsul Bor- chers, LuftattachS bei der deutschen Botschaft in Washington, Generalleutnant von Vötti- cher, sowie den als Sondervertreter der Botschaft nach Lakehurst entsandten Herren Becker, Struve und anderen begrüßt werden konnten, hatten Rundfunk und Presse schon das Leitwort aufgegriffen, unter dem diese Fahrt, die erste Ozeanüberquerung unseres herrlichen Luftschiffes LZ.Hindenburg", steht: der Förderung und

Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika zu dienen!

Me Neise war großartig"

Anerkennung der Leistung LZ.Hindenburgs" in der englischen Presse

London, 10. Mai.

Die englischen Abendblätter berichten in großer Aufmachung über den Rekordflug des deutschen LuftschiffesHindenburg". Der Flug ist in Eng­land, mit'großem Interesse verfolgt worden. Die großen Zeitungen veröffentlichen zum Teil Schil­derungen von Sonderberichterstattern, die an dem Flug teilnahmen und die mit großer Anerken­nung die Leistung des Luftschiffes schildern. Der bekannte britische Forscher Sir Hubert Wil- kins, erklärte nach Ankunft desHindenburg" in Lakehurst:Die Reise war großartig von An­fang' bis zu Ende."

Mssimen unwiderruflich italienisch

Mussolini verkündet das Imperium: Viktor kmanuel III. Kaiser von Nbessinien

Rom, 10. Mai.

Der italienische Regierungschef hat gestern abend »om Palazzo Venezia aus dem italienischen Volke verkündet, daß der König von Italien den Titel eines Kaisers von Abessinien annimmt und sämtliche Gebiete und Volksstämme des abessini- schen Kaiserreichs unter die volle und uneinge­schränkte Souveränität Italiens kommen.

In der Rede, mit der Mussolini, die Souveräni­tät Italiens über Abessinien proklamierte, heißt es: Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten aller be­waffneten Streitkräfte in Afrika und Italien Schwarzhemden der Revolution, Italiener und Italienerinnen des Vaterlandes und in der Welt. hört mich an!

Mit den Entschlüssen, die wir in wenigen Minuten kennen werden und die vom Faschisti­schen Eroßrat gebilligt wurden, vollendet sich ein großes Ereignis. Das Schicksal Abessiniens wird heute, am 9. Mai, dem 11. Jahre der faschistischen Aera besiegelt. Alle Knoten wurden von unserem Schwert zerhauen. Der faschistische Sieg bleibt in der Geschichte des Vaterlandes erhalten. Italien hat endlich sein Imperium! Und zwar das Faschi­stische Imperium. Dies war das Ziel, auf das durch 11 Jahre alle Kräfte der italienischen Nation hindrängten und das zu erreichen sie stritten, ein Kaiserreich des Friedens. Denn Italien will den Frieden für sich und für die

anderen und greift zum Kriege nur, wenn es von feindlichen Mächten dazu gezwungen wird.

Vor uns öffnet sich jetzt eine breite Bresche in die Zukunft. Ich rufe es Euch zu: Das Land Abessinien und die Stämme Abessiniens stehen von heute an unter der unumschränkten Herrschaft des italienischen Reiches. Der Titel Kaiser von Abessinien wird vom König von Italien ange­nommen.

Königliche Offiziere und Unteroffiziere in Afrika und Italien. Schwarzhcmden, Italiener und Italienerinnen!Das italienische Volk hat sich >ein Kaiserreich selbst geschaffen. Es wird es in seiner Arbeit erhalten, und es wird es gegen icdwcdcn Angriff mit den Massen verteidigen. Und dieser Ruf ist ein heiliger Schwur vor Gott und vor den Menschen."

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Die historische Sitzung des Faschistischen Eroßrates begann um 22 Uhr. Zu ihr waren sämtliche Mitglieder außer denjenigen, die in Ost­afrika weilen, erschienen, darunter Marschall B a l b o, der aus Tripolis im Flugzeug eintraf, der italienische Botschafter in London. Erandi und Minister Rossoni, der von seiner Deutlch- landrcise nach Rom zurückgekehrt ist. Die histori­schen Entschlüsse wurden vor Bekanntgabe durch den Duce vom Balkon des Palazzo Venezia aus durch 21 Kanonenschüsse angekündigt.

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Unser aller Mutter ist Veutsttzland

Von sisicsisftousnfüftrssin Lsrtrucl 8cftoItr-KIinIc

Der Muttertag ist uns zu einem Feiertag ge­worden zu einem Tag, wo wir Einkehr halten, wo wir in einer Stunde stiller Selbstbesinnung der Frau als Mutter gedenken, die uns das Leben und damit der Nation die Lebensberech­tigung gibt. Wir wollen unseren Müttern Dank schenken für ihr sorgendes Schaffen und dankbar der Frauen gedenken, die unseren Kindern in der großen Gemeinschaft unseres Volkes irgendwo Führerinnen und Erzieherinnen sind, die auf ihren Arbeitsplätzen, wo immer sie das Schicksal auch hingestellt hat, wertvolle Dienste im Auf­bauwerk des Führers leisten. "

Und wenn nun am heutigen Tage ein ganzes Volk einen Ehrentag für die Mutter begeht, so kann der letzte Sinn dieses Muttertages für uns als Nationalsozialisten nur darin liegen, daß hinter der Ehrung der einzelnen Mutter die Besinnungeines ganzen Volkes auf seineureigensten Mutterkräfte steht. Wir wissen, daß gerade die Mütter unseres Volkes einen Dank für ihre Arbeit nicht beanspruchen. Wenn es uns aber gelingt, dem einzelnen Men­schen an dem Tag, an dem er seiner leiblichen Mutter einmal seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen möchte, daran zu erinnern, daß wir alle eine gemeinsame Mutter haben, der wir gehören und der wir Dank schulden, dann wird der schönste Dank für die Mütter der sein, daß ihr Ehrentag ein Mahntagfürdas ganze Volk geworden ist.

Unser aller Mutter ist Deutsch­land, und jo wie der eine oder der andere von uns vicllcich, ourch äußere Dinge erst am Vor­abend des Muttertages daran erinnert wird, seiner Mutter zu gedenken, so werden wir in

vielen deutschen Menschen, die innere Verpflich­tung unserer gemeinsamen Mutter Deutschland gegenüber immer wieder wecken müssen. Das wird immer der Sinn all unserer Arbeit sein, den deutschen Menschen wieder heimfinden zu lassen zu sich selbst. Auf diesem Wege zum Heimfinden werden wir auch wieder zu jener Ehrfurcht vor der Kraft unseres Volkes kommen, wie sie aus unserer ganzen deutschen Geschichte zu uns spricht. Wir werden wieder begreifen lernen, daß Men­schen, die Ehrfurcht kennen, religiöse Menschen sind, weil sie stillstehen vor dem Wirken einer Kraft, die ihnen aus Natur und Geschöpf lebendig wird.

Diese Wiedererweckung der deutschen Seele und des deutschen Charakters ist eine Aufgabe, zu der Geduld und Liebe gehören. Mutter eines Volkes

ZumTag der SA.-Gruppe Nordsee" am 6. und 7. Juni 1936 in Bremen:

Die SA. hat das Dritte Reich erkämpft. Nun kommt und bekennt euch mit uns zu ihm!

sind die berufensten Träger dieser Eigenschaften, denn sie wissen aus eigenem Erleben, daß große Dinge Zeit brauchen.

Diese Gedanken zeigen uns klar die Wege, die das Herz unserer Frauen zu gehen hat. Wenn unser Volk spricht vom Vaterland und von der Muttersprache, so sagt uns dies. daß, wo Männer Heimat schaffen. Frauen dieser Heimat ihren Klang geben und diesen Klang den Kin­dern lieb und zu eigen machen. Wenn beim