parteiamtliche ^geszeitung sder Tlational^Zlalisten Vremens
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NachrichtenblaN der Deutschen flrbeitsfront Bremen / Amtsblatt des Senats der Zreien Hansestadt Bremen
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Nr. IIS / 6. Jahrgang
Sonnabend, S. Mai ISZ6
kinzelpreis 15 Npf.
Ver Wortlaut der britischen Nückfragen
kngland leg» großen Wert auf weiteren Meinungsaustausch über den friedensplan fldolf Hitlers
Unser logesspiegsl
Die britischen Rückfragen an Adolf Hitler werden nunmehr im Wortlaut veröffentlicht.
Marschall Badoglio hat in Addis Abeba ein Kriegsgericht eingesetzt.
Harrar steht seit gestern im Zeichen eines wilden Aufruhrs.
Reichssrauensührerin Frau Scholtz-Klink und General Fromm sprachen auf der Führer- tagung der NSDAP. in München.
Aus der Wartburg tagen die Arbeitsgau- sührer mit dem Reichsarbeitsführer Hier!.
Die Reichssteuereinnahmen zeigen weiterhin eine günstige Entwicklung.
Stabschef Lutze hat seine Teilnahme an dem Tag der SA.-Eruppe Nordsee in Bremen zugesagt.
In der Bremer Kampfbahn findet zurzeit der 2. Lehrgang für SA.-Sportreserenten statt.
Die Schwachhauser Heerstrage erhält den seit langem gewünschten Radfahrweg.
LZ. „Hindenburg" wird hellte voraussichtlich »wischen 10 und 11 Uhr MEZ. Newyork überfliegen.
kotjias an den sülirer
Bad Schandau, 9. Mai
Der Oberbürgermeister von Athen, Kotzias, sandte beim Verlassen deutschen Bodens an den Führer folgendes Telegramm: „Von der Grenze des Deutschen Reiches, das ich leider in wenigen Minuten wieder verlassen werde, grüße ich Sie nochmals in Erinnerung an die herrlichen Tage, die ich in Ihrem Lande verbringen durfte. Daß Sie mir Gelegenheit gaben, Sie persönlich sehen und sprechen zu dürfen, war mir eine hohe Ehre und ein unvergeßliches Erlebnis. Heil Ihnen und dem großen deutschen Volke!"
Deutschland besitzt das modernste Patentrecht der Welt
Berlin, 9. Mai.
Der Reichsminister der Justiz, Dr. Eürtner, sprach gestern abend vor einer großen Zahl von Pressevertretern und geladenen Gästen über die vom Führer am 5. Mai 1936 unterzeichneten neuen Gesetze über den gewerblichen Rechtsschutz, vor allem über das neue Patentgesetz, das er als das modernste Patentrecht der Welt bezeichnete. Der Reichsminister gab einen Rückblick auf das Erfinderrecht, das zu den jüngsten Rechtsarten überhaupt gehöre und streifte dann die einzelnen Entwicklungsstadien des Patentrechtes in den verschiedenen Staaten vor dem Kriege. Die weiteren Ausführungen des Reichsministers decken sich mit seinem im heutigen Handelsteil der „Bremer Zeitung" veröffentlichten Aufsatz „Das neue Patentgesetz".
Landdienst auch für Mädel
Berlin, 9. Mai.
Der „Reichs-Jugend-Pressedienst" veröffentlicht einen Aufruf der Reichsreferentin des BDM., der zur Teilnähme an Umschulung?- und Landdienstlagern des BDM. auffordert.
Da in diesem Jahr wiederum ein überaus
großer Mangel an landwirtschaftlichen Hilfskräften zu verzeichnen ist und der Erfolg der Umschulung des BDM. eindeutig feststeht, hat sich nunmehr die Reichsanstalt bereit erklärt, die
Umschulung des BDM. eindeutig feststeht, hat sich nunmehr die Reichsanstalt bereit erklärt, die Kosten der achtwöchigen Umschulung für alle Mädel vom 11. Lebensjahr (8 Wochen nach der Schulentlassung) bis zum 25. Lebensjahr zu übernehmen, die sich verpflichten, 1 Jahr auf dem Lande zu bleiben. Der BDM. hat ferner nach dem Beispiel der HJ.-Landdienstgruppen auch den Land dien st für Mädel eingerichtet, der darin besteht, daß bei der Einzelvermittlung in Dörfern eine laqermäßige Unterbringung unter Leitung einer ÄDM.-Führerin erfolgt. Es sind dabei allen Mädeln und Eltern der Stadt die Besorgnisse über die Einzelunterbringung in Bauernhöfen genommen worden. Die Meldung für die llmschulungslager und den Mädel-Land- dienst kann sofort heim Sozialen Amt der R2F., Berlin NW 10, Kronprinzenufer 10, erfolgen. Von dort aus erfolgt die Verteilung auf die einzelnen Gruppen.
Negelung des Korridor-Verkehrs
Berlin, 9. Mai.
Die Verhandlungen zwischen der deutschen und der polnischen Regierung über die zukünftige Regelung des Korridor-Verkehrs sind noch nicht beendet.
In Erwartung eines für beide Teile befriedigenden Ergebnisses dieser Verhandlungen haben die Eisenbahnverwaltungen beider Länder ein vorläufiges Uebereinkommen abgeschlossen. Danach wird schon ab 15. Mai der Personen- und Güterverkehr ausschließlich über die beiden kürzesten polnischen Durchgangsstrecken Er. Boschpol — Marienburg und Firchau — Marienburg geleitet. Die übrigen polnischen Durchgangsstrecken schalten bis aus weiteres aus der Bedienung des Ostpreußen-Verkehrs aus.
Berlin, 9. Mai.
Die Instruktion der britischen Regierung an ihren Botschafter Sir Eric Phipps, die die Rückfragen zu den deutschen Friedensvorschlägen enthält und die er bei seinem Gespräch mit dem Reichsminister des Auswärtigen übergab, hat folgenden Wortlaut:
1. Herr Botschafter! Euerer Exzellenz dürfte bekannt sein, daß die Regierung Seiner Majestät im Vereinigten Königreich seit einiger Zeit die Denkschriften über die Wiederbesetzung der entmilitarisierten Zone und die Friedensvorschläge der deutschen Regierung sorgfältig erwogen hat, die mir von dem verstorbenen Herrn von Hoesch am 7. März 1936 und von Herrn von Rrbben- trop am 21. März und 1. April 1936 übermittelt worden sind.
2. Line solche Erwägung war natürlich unerläßlich angesichts der Bedeutung, die Seiner Majestät Regierung, wie Euerer Exzellenz bekannt ist, der Aufrichtung eines wahren und dauernden Friedens in Europa beimißt, der sich auf die Anerkennung der Gleichberechtigung und Unabhängigkeit eines jedenStaates, wie auch darauf gründet, daß
jeder Staat die von ihm eingegangenen Verpflichtungen beachtet.
Es ist der Wunsch der Regierung Seiner Majestät, jegliche in ihrer Macht liegende Anstrengung zu machen, um an der Förderung des Zieles mitzuarbeiten, das die deutsche Regierung in der Denkschrift vom S1. März als „das große Werk der Sicherung des europäischen Friedens" bezeichnet.
In Verfolgung dieses Zieles und um den Weg zu ergebnisreichen Verhandlungen frei zu machen, richte ich diese Weisung an Sie mit der Bitte, eine Rücksprache' mit dem Herrn Reichskanzler Herbeizuführen. Ihren Ausführungen wollen Sie eine Erklärung in diesem Sinne vorausschicken.
Eine Reihe der Vorschläge der deutschen Regierung behandeln, wie Euere Exzellenz wissen, vorläufige Maßnahmen in der entmilitarisierten Zone,' die bis zur Beendigung des ersten Abschnitts der allgemeinen Verhandlungen für den europäischen Frieden in Kraft bleiben sollen, die die deutsche Regierung vorgeschlagen hat. In dieser Weisung beabsichtige ich nicht, auf diese vorläufigen Maßnahmen einzugehen, wenn Euere Exzellenz ja
auch darüber im Bilde sind, daß Seiner Majestät Regierung bedauert, daß die deutsche Regierung nicht imstande gewesen ist, einen greifbaren Beitrag zur Wiederherstellung des Vertrauens zu leisten, das eine so wesentliche Vorbedingung für die umfassenden Verhandlungen ist, die sie Heide ins Auge gefaßt haben.
1. Im Laufe meiner Besprechung mit Zerrn von Ribbentrop am 2. April habe ich Seiner Exzellenz mitgeteilt, daß Seiner Majestät Regierung die in der Deutschen Denkschrift vom 31. März (die mir am 1. April übermittelt worden war) im Hinblick auf die Zukunft gemachten Vorschläge für sehr wichtig und einer ernsthaften Prüfung würdig erachtet. Diese Prüfung ist nun bereits weit vorgeschritten, aber Seiner Majestät Regierung stößt bei ihrer Fortsetzung aus Schwierigkeiten, solange sie nicht mit der deutschen Regierung (wie hereits in dem Genfer Kommunique vom 10. April angedeutet worden ist) eine Reihe von Punkten der drei Denkschriften eingehender erörtern kann, vor allem der Denkschriften vom 21. und 31. März.
(Fortsetzung auf Seite 2)
»üeutschlanv wird sich leibst erMren können"
kine Unterredung mit dem italienischen LanSwirtschafisminister Nossoni
- > - - » Berlin, 9. Mai»
Der. Berichterstatter der" NS.-Landpost hatte Gelegenheit, dem italienischen Landwirtschaftsminister Rossoni aus seiner Deutschländsahrt einige Fragen zu stellen, die wie folgt beantwortet wurden:
Frage: „Kannten Ew. Exzellenz die deutsche Landwirtschaft bereits vor Ihrer jetzigen Reise aus eigener Anschauung?"
Antwort: „Ich hatte schon einige Veröffentlichungen über die Bedingungen und die Entwicklung der deutschen Landwirtschaft und die Ziele des Ministers Darre und des von ihm geleiteten Reichsnährstandes gelesen. Ich habe setzt aus der Nähe nicht nur die praktische Arbeit gesehen, die er in der Erzeugungsschlacht in Angriff nimmt, sondern insbesondere die Maßnahmen zur Regelung des Marktes der landwirtschaftlichenProdukte.dieim Interesse der Produzenten und der Verbraucher ergriffen wurden. Die faschistische Regierung in Italien hat dieselben Maßnahmen ergriffen, um die Stabilität der Preise zu garantieren und Spekulationen auszuschalten, um der Unruhe der landwirtschaftlichen Bevölkerung zu steuern, die gerade wegen der Unordnung des Marktes und des Preisverfalls der Erzeugnisse sehr schwere Krisen durchgemacht hat. Ich habe den Eindruck, daß die Parole „Mehr und Besseres erzeugen und das Erzeugte sparsamer verwerten" für Italien ebenso gilt wie für Deutschland."
Frage: „Sehen Ew. Exzellenz in der Struktur der deutschen Landwirtschaft und in ihren Bemühungen zur Vergrößerung unserer Nahrungsund Rohstoffbasis verwandte Züge mit Italien?"
Antwort: „Ich glaube, daß die Aussichten für eine Vermehrung der zur Ernährung und zur industriellen Rohstoffversorgung dienenden Erzeugung in Deutschland sehr groß sind. 2ns- hesondere haben Sie in Deutschland, wie ich jetzt festgestellt habe, auch solche Böden kultiviert, die hisher kaum oder gar nicht ausgenutzt wurden. Mit Ihren neuen Ackerbaumethoden,
mit den vielen technischen Mitteln und mit Ihrer, starken Siedlungsplan.ung werden Sie ganz sicher imstande sein, in wenigen Jahren alles hervorzubringen, was das deutsche Volk zum Leben unbedingt braucht. Wir in Italien machen alle Anstrengungen, um nicht nur das nötige Getreide zu erzeugen, sondern auch um die Erzeugung von Rohstoffen für alle Industrien, insbesondere für die Textilindustrie, wie Baumwolle, Flachs, Hanf, synthetische Wolle sicherzustellen. Es ist für uns in Italien ganz klar, daß die Verwirklichung der Nahrungs- und Rohstoff-Frei-
Itos^aui uiut kteielisininistvi' Darre im Kreise von KiiKeliörixen iles verblieben Krbeitsüienstes im ^üolk-llitlor-lvooA. (Lcberl - Iv.)
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heit die, absolute Vorbedingung der politischen Leistungsfähigkeit ist."
Frage: Sind Sie der Ansicht, daß die organisatorischen Maßnahmen des Reichsnährstandes und die Einrichtungen der deutschen Marktordnung den Maßnamen der italienischen Agrarpolitik verwandt sind, so daß eine ideelle Zusammenarbeit zwischen beiden Nationen auf dieser Grundlage möglich ist?"
Antwort: „Ich habe schon gesagt, daß die disziplinierte Regelung der Erzeugung und des landwirtschaftlichen Handels in Italien und Deutschland sich gleichen. Wir haben das liberale Prinzip überwunden, nachdem das Interesse des einzelnen das Interesse der nationalen Gemeinschaft überragte und eine kleine Zahl von großen Aufkäufern die Verteilung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse diktierte. Die kleinen Verteiler im Handel können vielleicht notwendig und nützlich sein; aber ich bin doch durch die Erfahrung zur Ueberzeugung gekommen, daß die Vorräte an landwirtschaftlichen Erzeugnissen unter einer einheitlichen Kontrolle stehen müssen, und deswegen bin ich dabei, große Magazins für gute Lagerung zu bauen. Damit die Bauern nicht schon während der Ernte gezwungen sind, ihre Erzeugnisse zu verschleudern, erließ ich Richtlinien, die — von den landwirtschaftlichen Gesellschaften streng befolgt — einen gerechten Verdienst der Landarbeit garantieren. Hierdurch soll vermieden werden, daß die Verbraucher zu Preisen kaufen müssen, die manchmal zwei- und dreimal so hoch sind wie die den Bauern gezahlten Einkaufspreise. Wenn Italien und Deutschland diese Grundprinzipien weiter verfolgen, werden sie in der Welt beweisen, daß es vergeblich ist, an die höheren Ideale zu appellieren, wenn man zur selben Zeit die Menschen hartnäckig für ihre materiellen Interessen kämpfen läßt. Nur eine nach den höheren Zielen der Nation organisierte Wirtschaft wird imstande sein, der Nation das Gepräge einer höheren politischen und sozialen Ordnung zu geben."
Sie Münchener fichrertagung der NSVW.
srau Srtzoltz-klmk und Seneral fromm sprachen vor den Sliederungen der vewegung
München, 9. Mai.
2m Alten Münchener Rathaussaal fand unter dem Vorsitz des Stellvertreters des Führers, Rudolf He ß, und in Anwesenheit der Reichsleiter eine Tagung der gesamten Führerschaft der NSDAP. statt, an der die Füührer aller Gliederungen teilnahmen.
In eindrucksvoller Weise erstattete die Leiterin der NS.-Frauenschaft, Frau Scholtz-Klink, Bericht über Aufbau und Arbeit der nationalsozialistischen Frauenorganisation. Der Vortrag vermittelte der Führerschaft der Partei ein anschauliches Bild von der großen Aufgabe und Leistung, die gesamten Frauen der Nation im nationalsozialistischen Deutschland unter einheitlicher Führung zusammenzufassen, auszurichten und damit die Kräfte der Frauen auf allen Gebieten nach bestem Vermögen dem Aufbauwerk des Führers dienstbar zu machen. Daß diese Ausgabe die Anerkennung und Pflege der besonderen Interessen der Frau und ihre Förderung in sich einschließt, wurde dabei betont.
Die Reichsfrauenführerin gab einen umfassenden Ueberblick über die geleistete Arbeit der NS.-Frauenschaft und des Deutschen Frauen- werks auf dem Gebiete der Sozialpolitik, der Wohlfahrtspflege, der Eesundhcitsführung, der Hauswirtschaft und Mlltterschulungsarbeit. Was hier bisher geleistet wurde, zeigt ein Beispiel auf einen einzigen Arbeitsgebiet: Bei der Macht Übernahme durch den Nationalsozialismus gab es in ganz Deutschland zwei Mütterschulen, eine
katholische und eine evangelische. Heute sind bereits 136 nationalsozialistische Mütterschulen in den Großstädten errichtet. Dazu kommen noch die zahlreichen Wanderlehrkurse für die Kleinstädte und auf dem Lande.
Besonders eingehend befaßte sich die Reichsfrauenführerin mit der geistigen Mitarbeit der Frau im nationalsozialistischen Staate und dem Arbeitsethos, mit dem der Nationalsozialismus die schaffende deutsche Frau zu erfüllen bestrebt ist. Es gelte, immer stärker auch in der Frau das Bewußtsein zu wecken, daß sie innerhalb einer großen Gemeinschaft lebt, die ihr hilft und für die sie da ist. Wir erstrehen eine hervorragende Arbeitsleistung der Frau, aber wir wollen, daß sie dabei immer hundertprozentig Frau bleiht.
Die Leiterin der NS.-Frauenschaft ichloß ihre Ausführungen mit dem Dank an die Führung der Partei für das Vertrauen, das ihrer Arbeit entgegengebracht worden ist, und mit der Versicherung, daß das. was die deutsche Frau in diesem Jahre geleistet habe, gewachsen sei aus dem eigenen Empfinden der Frau sür die Aufgaben dieser Zeit.
Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß sprach den Dank und die Anerkennung der Partei aus und unterstrich den Willen und die Noi- wend'gkeit zur Mitwirkung und Mithilfe aller Nationalsozialisten an dem großen Werk der deutschen Frauenarbeit.
Die enge Verbundenheit der deutschen Wehrmacht mit der NSDAP. und ihrer Führerschaft fand ihren Ausdruck in einem Vortrag, den der Chef des Allgemeinen Heeresamtes des Reichskriegsministeriums, General Fromm, im Auftrag des Reichskriegsministers, Eeneralfeldmar- schall v. Blomberg, über Probleme des Heeres hielt. Dem Vortrag wohnte auch der Kommandierende General des 7. Armeekorps, Generalleutnant von Reichenau, bei. Die interessanten Ausführungen General Fromms fanden stärksten Widerhall bei der Führerschaft der NSDAP. " '
Das Gelöbnis des Vertreters des Heeres, die deutsche Jugend, die das Heer aus der Hand der nationalsozialistischen Bewegung empfängt, zu Soldaten und harten, wehrtiichtigen Männern auszubilden, erwiderte der Stellvertreter des Führers im Namen der anwesenden nationalsozialistischen Führerschaft mit der Versicherung, in treuer Kameradschaft mitderWrhr- machr zusammenzuarbeiten Rudolf Heß gedachte in dieser Stunde des Führers als des Mannes, der durch die Umwandlung des deutschen Meirichen, der deutschen Jugend und der deutschen Arbeiterschaft die größte und gigantischste Vorarbeit für das deutsche Heer geleistet habe und ichlop mit den Worten Wir politischen Soldaten arimen di? -o'daten dm neuen deutschen Wehr- mn-r-i PU- > » Mann. der an der Spitze
vcr politück-n Soldaten und zugleich an der Spitze der Wehrmacht als ihr Oherster Befehlshaber steht. Der Führer Adolf Hitler Sieg-Heil!
Morgen ist Muttertag l
Von
Dr. Walter Trotz,
Leiter des Rassenpolitischen Amtes der NSDAP.
Die verflossene Zeit hat in ihrer lebensfremden Haltung oft Persönliches vom Völkisch-Allgemeinen getrennt, ja sogar oft in Gegensatz gestellt. Der organischen Schau des Nationalsozialismus danken wir es, wenn diese widersinnige Zerreißung heute der Vergangenheit angehört. Alles einzelne und persönliche Geschähen zusammen baut das große geschichtliche Geschehen der Völker; und vom Schicksal des Ganzen her bekommt das einzelne erst seinen letzten Sinn und seine wahre Vollendung.
Es gibt kaum ein eindrucksvolleres Beispiel dafür, als die Art, in der das nationalsozialistische Deutschland den Muttertag begeht. Gedanke und Dank an die Mutter mag ursprünglich das Persönlichste und Eigenste sein, das Menschen berühren kann. Und mancher mag in früheren Jahren gezweifelt haben, ob für solche eigenen und zarten Dinge überhaupt Platz im öffentlichen Leben des Volkes sein kann. Wir aber haben uns darauf besonnen, daß gerade hier die Brücke vom Einzelnen zum Allgemeinen, wie selten nur, sichtbar wird. Auch die größten geschichtlichen Kräfte unserer Tage werden ja an Menschen allein Wirklichkeit, und sie wären nicht ohne das ungezählte Heer namenloser Mütter, die den geschichtlich wirkenden Menschen unserer Zeit in Selbstlosigkeit und Treue den Weg zur Wirkung schenkten..
Für den Politiker unserer Tags wjrd die völkische Bedeutung von Muttertum und Mütterlichkeit aber noch in einer besonderen Stelle sehr ernst sichtbar. Das ist die Stelle des großen bevölkerungspolitischen Kampfes, den der Nationalsozialismus heute führt und dessen Vollendung die politischen Siege unserer Tage erst zum endgültigen geschichtlichen Siege machen kann. Deutschland hat bekanntlich seit 1876 einen anhaltenden Geburtenrückgang, der von 1900 ab zu einem unerhörten Absturz unserer Geburtenziffern geworden ist. Seit vielen Jahren vor der Machtübernahme bereits reichten die Geburtenziffern Deutschlands nicht mehr aus, um auch nur für die nächsten Jahrzehnte den zahlenmäßigen Bestand der deutschen Nation zu erhalten. Und daß die zahlenmäßige Schrumpfung unseres Volkes angesichts der starken völkischen Kräfte sonst in der Welt Gefahr, ja sogar das Ende für die deutsche Geschichte bedeuten muß, bedarf keiner weiteren Begründung.
Der Nationalsozialismus hat aus dieser Erkenntnis sofort mit der größten Energie die Arbeit am bevölkerungspolitischen Aufbau begonnen. Er war sich über die Schwierigkeiten klar, und er hat von Anfang an gewußt, daß es bis zum Erfolg vieler Jahre und Jahrzehnte bedürfen wird.
Ueber diese Fragen sind jedoch im Ausland noch merkwürdige Ansichten verbreitet, die nur in bösen Willen oder in völliger Unkenntnis der Verhältnisse ihre Wurzel haben können. Bald im Tone einer geheuchelten Anerkennung, bald in deutlich hetzerischer Absicht wird in der Welt die Behauptung verbreitet, die nationalsozialistische Bevölkerungspolitik habe bereits heute zur völligen Ueberwindung aller früher einmal drohenden Gefahren auf diesem Gebiete geführt; Deutschland habe in den letzten Jahren einen so gewaltigen Anstieg seiner Geburtenziffer erreicht, daß die Welt mit Sorge auf das rapide Wachstum der deutschen Bevölkerung blicken muß; und die weitere Fortsetzung bevölkerungspolitischer Bestrebungen in Deutschland müsse als vielleicht sogar bedrohliche Erscheinung sehr ernst verzeichnet werden.
uuj vitgem wicyilgiren ldeviete dem hemmungslosen Verfall einigermaßen Einhalt zu tun. Die Geburtenziffern 1931 und 1935, die zum erstenmal wieder einen Anstieg zeitigten, sind der Beweis dazur. Sie beruhen auch nicht ausschließlich auf den infolge der Ehestandsdarlehen ge- - (aus der Systemzeit mit ihren
wirtschaftlichen Nöten nachgeholten) Ehen; ein Teil des Eeburteiianstieges der Jahre 1931/35 geht tatsächlich auf 3, 1 und 5 Kinder zurück, ist afto der Ausdruck für den wieder erwachenden Willen zum Kinde und das neugewonnene Vertrauen zur deutschen Zukunft.
Aber was das Ausland törichter- oder klugerweise übersieht, ist die selbstverständliche Tatsache da» auch ein prozentual sehr erheblicher Eebur- tenanstieg, wie ihn die Jahre 1931/35 brachten noch länast keine Ueberwindung der bevölkerungspolitischen Gefahr Deutichlands bedeutet. DU E e b u r t e n st e i g e r u n g, die wir erreichten, ist groß. Aber noch um volle 15 Prozent muß sie größer werden, und für alle kommenden Jahre