Ausgabe 
(8.5.1936) Nr. 128
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parteiamtliche Lageszeitung

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Bremen

der Nationalsozialisten Vremens

slmtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt Bremen

Erscheint 7mal wöchentlich. Monatsbezng: RM. 2,30 einschl. 30 Pf. ZustellungSgcb.: durch die Pest RM. 2,30 einschl. Ilberweisungsgeb., ausschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist im voraus zu entrichten. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung od. Ersatz. SiS.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H., Bremen, Gcercn 8/8 / Fernsprecher: Z41 21 und ölt 15.

Das amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Mdenburg und Vremen

Anzcigcn-Grundpreisc- Die 22-mm-Zeile im Anzeigenteil 12 Pf., die 78-inin-Zeile im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise Mir kleine Familien-Anzeigen u. a., sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 6 (Nachlaßstafsel C). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 18 Uhr. Sprechzeit: Verlag werktäglich 12-13 Uhr; Schriftleitung Dienstag und Freitag 12)4-13)4 Uhr.

Nr. 128 / 6 . Jahrgang

sreitag, 8 . Mai 1 SZ 6

kinzelpreis 15 Npf.

beginnt das europäische friedensgesprach?

der englische Fragebogen in Berlin überreicht / Deutschland wird gewissenhaft antworten

Vogssspisgvl

Der englische Botschafter in Berlin hat gestern den britischen Fragebogen znm Friedensplan des Führers überreicht.

Im englischen Oberhaus nannte der konser­vative Lord Rennsell den deutschen Friedens­planeine große Gelegenheit".

Am morgigen Sonnabend wird Mussolini seine endgültige Entscheidung über das Schick­sal Abessiniens verkünden.

Auf dem Obersten Bundesgericht in Washing­ton wurde von einem Beauftragten Moskaus vorübergehend die bolschewistische Flagge ge­hißt.

In Berlin wurde für das ganze Reich eine Eintanschstelle sür Rundsnnkgeräte geschaffen.

Der Führer hat mit einer Reihe Auszeich­nungen an Lebensretter auch einem Bremer die Rettungsmedaille am Bande verliehen.

In einer Sitzung des bremischen Staatsrats sprach Reg. Bürgermeister Herder.

Auf der Werft des Bremer Vulkan lief MT. München" des Norddeutschen Lloyd vom Stapel.

Nach dem Geschäftsbericht der Reis- und Handels-A.-G., Bremen, hat sich die Reisein­fuhr auf andere Bezngslander verlagert.

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Durch den sichrer ausgezeichnet

Berlin, 8. Mai

Der Führer und Reichskanzler hat mit Erlaß vom ..8. .April verliehen:

ofdieRettungsmedailleamVande: dem Eendarmeriemeister Otto Horn in Thyrow. dem Schützen Karl Schuierer in Landshut. dem Unteroffizier Wilhelm Schweiger in Landshut, dem 'ersten Steward Heinrich Wilhelm in Bremen:

b) die Erinnerungsmedaille für Rettung aus Gefahr: dem Bootshaus- eigner Philipp Althaus in Dusseldorf, dem Gustav Bannasch in Nikolaiken (Ostpreußen), dem Schlos­sermeister Albert Dörr in Stettin, dem Fortbil­dungsschule! Georg Frohnwieser in Unterbietfurt, dem Arbeiter Wladislaus Gostynski in Dortmund, dem Schlosser Ehrensried Grade in Stettin, dem Schüler August Härtung in Jork, Kr. Stade, dem Schreinergesellen Heinrich Lülsdorf in Rheydt. dem Landwirt Paul Otto in Geschkendorf, Kr. Liegnitz. dem Zählerableser Bernhard Rosenbaum in Düsseldorf, dem Schreinermeister Adam Schultheiß in Ziegenhain, Kr. Kassel, dem Ber­tholt Soetebier in Hamburg, dem Bruno Steinke in Stabiz. Kr. Deutschkro-ne, dem Schüler Alfred Vockenroth in Wendershausen, Kr. Witzenhausen.

fldolf Hitler in Dresden

Dresden, 8. Mai.

Der Führer stattete am Mittwoch der Stadt Dresden einen Besuch ab und unternahm in Be­gleitung des Reichsstatthalters und .Gauleiters' Mutschmann, des SA.-Eruppenführers Schep- mcmn, der Brigadeführer Bettelmann und Schle­gel und seines persönlichen Stabes auf dem Dampfervon Hindenburg" eine Besichtigung der Dresdener Elbufer und eine Fahrt ins Elbsand- steingebivge nach Schandau. Auf der ganzen Fahrt wurden dem Führer aus der Bevölkerung spontane Begeisterungsstürme entgegengebracht.

Marine-kliremoache am 51. Mai

Kiel, 8. Mai.

Der Reichskriegsminister hat verfügt, daß die ständige Ehrenwache an der Gruft des General­feldmarschalls von Hindenburg im Tannenberg- Nationaldenkmal in Zukunft am 21. April (Tag der Luftwasf«) durch Soldaten der Luftwaffe und am 31. Mai (Skagerrak-Tag) durch Soldaten der Kriegsmarine gestellt wird. Am 31. Mai wird diese Ehrenwache von der V. Marineartillerie­abteilung Pillau gestellt werden.

englisch erste Fremdsprache

Eine Anordnung des Reichserzichungsministers

Berlin, 8. Mai.

Reichserziehunasminister Dr. Rüst hat ange­ordnet, dag mit Beginn des Schuljahres 1837 an sämtlichen böheren Schulen mit Ausnahme der Gymnasien, für Jungen die englische Sprache als erste Fremdsprache einzuführen ist. Das gilt auch für diejenigen Eym-asten, welche die ein­zigen grundständigen höheren Schulen eines Ortes sind, sowie die Realgymnasien. Nur aus­nahmsweise dürfen Alleinschulen eines Ortes als Gymnasium bestehen bleiben, wenn diese An­stalten von besonderer Bedeutung sind und wenn gegen ihre Umwandlung mit Nücksicht aus eine ehrwürdige Ueberlieferung begründete Bedenken bestehen.

(Orsbtbsriodt nvssrsr Lsrlinsr Zcbrittlsituog)

Berlin, 8. Mai.

Der britische Botschafter Sir Eric Phipps suchte gestern vormittag den Reichsminister des Auswärtigen Freiherrn von Neurath auf und überbrachte ihm die Rückfragen der englischen Regierung zu den deutschen Friedensvorschlägcn.

Aus der Vorgeschichte des englischen Frage­bogens sei folgendes in die Erinnerung zurück­gerufen. Bekanntlich verband die deutsche Reichs­regierung die historische Entscheidung vom 7. März mit einem Friedensplan, der in großen Zügen die Grenzen und die Möglichkeiten einer zukünftigen europäischen Verständigung abzeich­net. Diesem ersten deutschen Angebot, das zunächst mehr die Grundsätze als die konkreten Einzelheiten einer kommenden euro­päischen Neuordnung umriß, folgte dann am 31. März der gewaltige Friedensplan des Füh­rers, der seine Krönung in der vorgeschlagenen Aufrichtung eines 28jährigen europäischen Frie­dens- und Aufbauwerkes fand. In diesem groß­zügigen Friedensprogramm, das in der ganzen Weltöffentlichkeit nachhaltigsten Widerhall fand,

erklärte Sie deutsche Reichsregierung ausdrücklich, daß sie zur Vereinfachung des Verfahrens und zur Ueberwindung der ersten technischen Schwie­rigkeiten zunächst mit der britischen Regierung in Fühlung zu treten gedenke, um eine Klärung der ersten wichtigen Vorfragen der Prozedur zu erzielen.

Um diese erste deutsch-englische Füh­lungnahme zur Festsetzung des europäischen Friedensgesprächs handelt es sich nun bei der Ueberreichung des diplomatischen Schriftstückes in Berlin. Die Bedeutung, die die britische Regie­rung diesem ersten wichtigen Akt der Bemühungen um die Wiederherstellung eines europäischen Aus­gleichs beimißt, darf daraus entnommen werden, daß die Fertigstellung des englischen Fragebogens eine erheblich längere Zeit in Anspruch nahm, als ursprünglich erwartet wurde. Es darf angenom­men werden, daß auch von deutscher seite jene Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt in der Prüfung und schließlich in der Beantwortung der englischen Rückfragen zur Anwendung kommen wird.

Spätestens in einigen Wochen dürfte die deutsche Antwort auf den englischen Frage­

bogen zu einem Eintritt in die konkreten Ver­handlungsthemen des europäischen Gesprächs führen.

Allerdings scheinen angesichts des augenblick­lichen Standes der europäischen Beziehungen noch einige Einschränkungen notwendig zu sein: Es

wird sicherlich in hohem Maße von der Losung der augenblicklichen akuten Schwierigkeiten der europäischen Politik, vor allem in Genf, abhängig sein, wann und mit welchen Aussichten auf einen baldigen Erfolg das europäische Friedensgespräch unter Hinzuziehung aller Teilnehmer begonnen werden kann. Deutschland hat an den Schwierig­keiten, die die Entwicklung der europäischen Be­ziehungen in den letzten sieben Monaten entscheidend beeinflußt haben, keinen Anteil, und von deutscher Seite ist immer wieder erklärt worden, daß ihre baldige Beseitigung ein dringendes Erfordernis ist. Es kann daher im jetzigen Augenblick nur noch einmal die Hoffnung ausgesprochen werden, daß es in möglichst kurzer Frist gelingen möge, ein festes Fundament für das große Werk der Verständigung zu finden.

Nasse und öesetzgebung

Widder, Esel, Vollblutpferde suchen wir zur Zucht zu haben;

Heutzutage will ein jeder mindestens auf Halbblut traben.

Aber «ine schlechte Tochter eines Schufts, der aufgekommen.

Bringt sie Geld nur, wird von Edlen unbeseh'n zum Weib genommen.

(Theognis vor 2500 Jahren.)

K.Llii. Adolf Hitler hat das Rassebewußtsein unseres Volkes neu geweckt und vertieft. Die Blutswerte, die dem deutschen Volkstum inne- wohnen, Charakter und Wille des nordischen Menschen, das Heldische germanischen Mannes- tums dank der nationalsozialistischen Auf­klärungsarbeit sind sie für uns Wirklichkeits­gestaltende Schicksalsmächte geworden. Denn der Führer hat.dafür gesorgt, daß wir Lei der Rasse- erkenntnis nicht stehenblieben, sondern den Weg zur Tat beschriften haben: die Rassegesetz­gebung des Dritten Reiches verbürgt die Rein­haltung unseres völkischen Bluts­stromes im Sinne eines unveräußerlichen Erb­gutes der Gemeinschaft. Wir haben an dieser Stelle bereits mehrmals feststellen können, daß auch im Auslande das Verständnis sür die Nürn­berger Gesetze und die mit ihnen zusammenhängen­den Lebensfragen der deutschen Nation im Wach­sen begriffen ist. Gegenüber den Nachdenklichen jenseits unserer Grenzen aber, deren Urteilskraft infolge der marxistisch-jüdischen Verhetzung noch immer geschwächt ist, dürfte es angebracht sein, einmal auf die rassepolitischen Maßnahmen an­derer Staaten hinzuweisen und die Tatsache zu unterstreichen, daß der Gedanke der Vluts- schranke im -Völkerleben schon seit Jahrhunderten eine außerordentlich wichtige Rolle spielt. Es ge­nügt, wenn wir uns im engen Rahmen dieser Darlegung nur mit der Rassengesetzgebung der Griechen und Römer sowie den entsprechenden Maßnahmen der Vereinigten Staaten beschäf­tigen; bieten sie doch eine ausreichende Gelegen­heit zur Klärung der Dinge.

Daß Sparta als überlegener Rassestaat in die Geschichte einging, ist bisher mehr intuitiv als erkenntnismäßig erfaßt worden. Werfen wir einen Blick in die Jahrhunderte vor dem Zer­fall der Antike zurück: Nur wer von Geburt Spartaner war und darüber hinaus an der Er­ziehung des Landes Anteil hatte, konnte in Sparta Vollbürger werden. Als besonders starke Schranke gegen Vermischung mit fremdem Blut erwies sich lange Zeit die Be­stimmung, daß einerseits Fremde in Sparta nicht länger weilen durften,als es ihre Geschäfte not­wendig machten", wie anderenteils Spartaner nur aus kriegerischen Anlässen in der Fremde sich aufhielten. Auch mit dem Boden war das spartanische Geschlecht verwachsen: Beim Aus­sterben einer Familie griff der Staat selber ein, indem er jüngere Bruder einer anderen Familie mit den besitzlos gewordenen Gütern belehnte. Nicht ganz so klar war die rassepolitische Ziel­setzung in Athen, da man dort mehr auf den Schutz hoher Staatsämter und des Bürgerrechts, als auf die eigentliche Reinhaltung des Blutes bedacht war. Immerhin finden wir im ahtenischen Eherecht die (sehr bald mißachtete) Bestimmung, daß derjenige sein Vermögen verliert, der eine Ausländerin als seine Verwandte ausgibt und sie auf diese Weise einem athenischen Bürger als Frauvermittelt". Welche Gefahren für die Rassehygiene das gesunde Empfinden einzelner Griechen sckon vor 2)4 Jahrtausenden in derGeld­heirat" witterte, mag man aus dem Dichterwort entnehmen, das wir unseren Ausführungen an die Spitze gestellt haben.

Nicht weniger aufschlußreich für das Verständ­nis einer unbeirrbaren Rassepolitik ist in ge­wissem Sinne auch die Gesetzgebung der Römer auf diesem Gebiet. Schon das werdende Rom wußte eine Rassevermischung zwischen der Kernbevölkerung und den unterworfenen Volks­schichten zu verhindern, nicht zuletzt dadurch, daß zwischen Patriziern und Plebejern zunächst'keine Ehcgemeinschaft bestand. Selbst als 448 v. Chr. den Plebejern das Recht der Eheschließung mit Patriziern zugesprochen wurde, war bei den letzteren noch sehr lange eine ausgesprochene Ab­neigung gegen die Rassevermischung vorherrschend. Aeknlich war die Rechtsentwicklung gegenüber den befreiten SUaven Roms. Der Verfall des römischen Reiches ging dann bezeichnenderweise mir dem Eindringen fremdrassiger Elemente in das Rümertum Hand in Hand. Vor allem steht es heute fest, daß die oom Judentum her vor­stoßenden schädlichen Nassestem ente den Untergang Roms beschleunigten.

DieRassegesetzgebungderVereinig-

> ton Staaten wiederum, die wir hier gleich­falls zur Widerlegung antinationaftozialistischcr Behauptungen heranziehen, war von Anfang an beherrscht von dem Gegensatz zwischen Weißen und afrikanischen Negern, der sich auch durch die

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Das englische Düerlzaus zur frage der Völkerbundsreform

London, 8i Mai.

Im englischen Oberhaus fand gestern eine Aus­sprache über die Frage der Völkerbunds­reform statt. Der die Aussprache einleitende Arbeitervertreter Lord Ponsonby fragte die Regierung, ob sie dem Völkerbund eine grund­sätzliche Revision des kollektiven Sicherheits­systems vorschlagen wolle. Die gegenwärtige Auffassung der kollektiven Sicherheit sei vollkom­men überlebt. Sie sei weder kollektiv, noch sei sie eine Sicherheit. Aus der Völkerbundssatzung müsse der Artikel 16 entfernt werden. Vemer- kenswerterweise forderte Lord Ponsonby, im Widerspruch zur arbeiterparteilichen Unterhaus­fraktion, die Aufhebung der Sank­tionsmaßnahmen.

Lord Lothian schloß sich dem Einwand Lord Ponsonbys gegen den Begriff der kollektiven Sicherheit an. Die Meinung habe sich verstärkt, daß der Völkerbund eine Zwangsanstalt sei, wäh­rend es doch sein Zweck sein sollte, ein Mittel zur Aenderung unbefriedigender Zustände zu sein. Nach seiner Ansicht sei der Völkerbund als Idee nicht zusammengebrochen, zusammengebrochen sei vielmehr der in den Artikeln 10 und 16 ent­haltene Grundsatz zur Uebernahme einer auto­matischen Verpflichtung, jeder gewaltsamen Aen­derung des status guo durch kriegerische Metho­den Widerstand zu leisten. Je früher es sich England klarmache, daß es diese unbegrenzte Verpflichtung nicht einhalten wolle, um so eher

könnte sich die Diplomatie den wirklichen Frie­densproblemen in der Welt zuwenden.

Der Konservative Lord Rennell erklärte ebenfalls, daß der Völkerbund reformiert werden müsse. Das Haupthindernis, das der Wirksamkeit des Völkerbundes im Wege gestanden habe, sei das beinahe unüberwindbare Mißtrauen zwischen Frankreich und Deutschland. Wenn das gegenseitige Vertrauen wiederhergestellt werden könnte, dann würde jene starke Solidarität in Europa zustande kommen, die die westliche Zivili­sation und den wirtschaftlichen Wiederaufschwung sichern würden.

Das englische Volk habe sich endgültig dafür entschieden, daß die vom deutschen Kanzler als Grundlage eines 28jährigen Friedens und einer freundschaftlichen Zusammenarbeit vorgebrachten Vorschläge eine große Gelegenheit bieten, deren Ablehnung beklagenswert wäre. Diejenigen, die zu einem Besuch Deutschlands Gelegenheit gehabt hätten, hätten einen großen Eindruck von der neuen Demokratisierung des deutschen Volkes und der neuen sozialen Einigkeit davongetragen, die Hitler zustande gebracht habe. Er glaube, daß das englische Volk bereit sei, die ausgestreckte Hand zu ergreifen. Auch in Frankreich gebe es eine große und wachsende Anzahl von Leuten, die in freundschaftlichen Beziehungen zu Deutschland leben wollen.

In Deutschland sei kaum ein Mensch vorhan­den, der dies nicht auch wünsche. Der Deutsche

wünsche nichts von Frankreich als guten Willen unb wirtschaftliche Zusammenarbeit. Das fran­zösische Volk wünsche nur die Sicherung des Frie­dens. Die englische Garantie für Frankreich sei unverletzbar und erwecke keine Befürchtungen in Deutschland. England, so schloß Lord Rennell, habe eine große Rolle als Vermittler zu spielen und versüße, eine Versöhnung herbeizuführen.

Schluß der Unterkausaussprache

London, 8. Mai.

Als letzter Opposionsredner sprach in der eng­lischen llnterhausaussprache der Arbetterabge­ordnete Lees-Smith: er forderte von der Regierung, sie solle das Unterhaus um seine Meinung befragen, bevor sie die Sühnepolitil aufgebe.' Die Opposition werde diese Angelegen­heit möglicherweise zur Vertrauensfrage machen. Im Namen der Regierung befaßte sich der Unter­staatssekretär im Außenministerium, Lord Lran - borne. mit der Frage der Völkerüunds- r e f o r m.

Die Aussprache wurde mit einem aufsehener­regenden Angriff Winston Churchills gegen den Ministerpräsidenten Baldwin abgeschlossen. Churchill behauptete, England sei von einer großen Katastrophe betroffen worden, von der sämtliche Interessen in der Welt berührt seien. Alle wüßten, welche bedauerlichen Ergebnisse die englische Politik gehabt habe.

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