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Nr. 121 / 6. Jahrgang
Freitag, 1. Mai 1956
kinzelpreis 15 Npf.
Der Rationale Feiertag -es deutschen Volkes
*Bremen,1. Mai 1936.
Erster Mai, Tag der Frühlingspracht, Tag der keimenden Kraft, Tag der Lebenswonne. Die Winterstürme haben ausgetobt und keine Gewalt vermag mehr, die Entfaltung der sich erneuernden Natur zu hemmen; unwiderstehlich treibt das Leben in Baum und Strauch zur Blüte, um schließlich durch die Blüte zur schönen Frucht zu gelangen.
Es ist begreiflich, daß solch ein Tag zum Feiern anregt, begreiflich, -aß diesen Tag nicht nur die Ahnen der Vorzeit festlich-froh begingen, sondern daß ihn selbst die fragwürdigen Vertreter einer marxistischen Internationale für sich als Feiertag in Anspruch nahmen, wenngleich sie, die dem jüdischen Weltkapital insgeheim hörig gewesen, niemals den ernsthaften Versuch unternommen haben, den 1. Mai zum wirklichen Weltfeiertag zu erheben.
Nun ist der 1. Mai seit der nationalsozialistischen Machtergreifung zum Nationa- lenFeiertagdesDeutschenVol- kes geworden und wird in vorher nie gekannter Harmonie kameradschaftlich von der ganzen deutschen Nation begangen. Nicht als Erinnerung an den vor drei Jahren glücklich verflogenen Spuk einer untauglichen Gewerkschafts-Jnternationale (die, statt wie sie vorgab, die Arbeiterschaft zu einen, die Völker gegeneinander hetzte und aus einem Volk der Schaffenden, aus dem fleißigen redlichen deutschen Volke, ein Volk der Arbeitslosen gemacht hat), sondern als Tag der Freude eines nicht rückwärts, sondern vorwärtsschauenden nationalsozialistischen Deutschlands, als Tag der Freude über die durch Adolf Hitlers Tat dem deutschen Volk neu gewordene nationale Blüte.
Aus dem verstockten, verfaulten und versumpften Boden des Todes, dem ein Korruptionsskandal nach dem andern entwuchs, aus einem Boden, den ein Gifthauch verderblicher Zwietracht überdeckte, aus einem Boden, der ewig verflucht schien, immer und immer von neuem Bruderblut zu saugen, aus diesem Boden ist durch das Hakenkreuz schier über Nacht ein Garten des Lebens geworden, überschattet von dem mächtigen Baume deutscher Arbeit, von dem Baume, der erwuchs aus den Segnungen nationalsozialistischer Weltanschauung, der belebt und bestrahlt wird von dem Genius unseres unvergleichlichen Führers und erwärmt von der Sonne des von dem Führer Deutschland gebrachten inneren Friedens.
Mächtig und groß entfaltet dieser Baum seine Aeste und jeder seiner Zweige trägt eine Blüte nationalen Fleißes. Aus Klaffen- haß und Standesdünkel ist echte Lebenskameradschaft aller Schaffenden deutschen Blutes geworden und jeder an seinem Platze gibt das Beste, was in seinen Kräften steht, und freut sich des Werkes, das er im Rahmen der Volksgemeinschaft zu verrichten berufen ist, zum Gemeinnutz seines Volkes und zur Ehre der deutschen Nation.
Es steht -er Lebensbaum des deutschen Volkes in seiner schönsten Blüte und seine Früchte bedeuten für Deutschland die Erfüllung einer Sehnsucht von mehr als tausend Jahren: die Erfüllung der Sehnsucht, Staatsbürger eines starken, eines ehrenhaften, eines ideell und materiell gesicherten deutschen Staates zu sein. Alles, was das Leben einer Nation mit Stolz und inniger Freude erfüllen kann, ist in den letzten drei Jahren dem deutschen Volke geworden; es hat einen unvergleichlichen Führer, es hat einen genial organisierten S.taat, es hat eine bewundernswert starke, volksverwurzelte
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Weißt du noch... ? /
Von Fritz Michel
Weißt du noch, wie es war, Kamerad? Tönende Worte, Hunger und Haffen,
Grauen, von Hetze trächtige S>aat,
Hohn, kleid und kluge, Kamp sende Klaffen ...
Weißt du noch, wie dein Herz voll Kot brannte nach Arbeit, Frieden und s>tille...» wie du lauschtest dem fernen Gebot: „Deutschland erwache und werde Wille!"
Weißt du noch, wie du zweifelnd und stumm rangst mit dir selber..., wie du im Ringen ahntest, ohne zu wissen, warum:
„Du... er».. wir alle werden es zwingen"!
Weißt du noch, wie -er Glaube -ich trug, volkhaft hinter -er Fahne zu schreiten, wie du entstammtest im stternenstug, opfernd den Weg zum klicht zu bereiten?
Tropfen warst -u und wurdest ein Meer, strömende Flut und wachsende Welle.
Heute bist -u gewaltiges Heer, treibende Kraft und ewige (Quelle.
Heilig der Achwur vom Tal bis zum Firn: Wir pflügen, Hammern, werken und raten. Wir sind unseres Führers Faust und Hirn, Kameraden..., des Reiches Sroldaten..
Partei, die diesen Staat trägt und es hat eine herrliche Armee, um alle Gefahren, die dem Staate von außen drohen könnten, abzuwenden.
Die Völker beneiden Deutschland um den Auftrieb seines nationalen Lebens und stehen bewundernd vor der neuentfalteten deutschen Lebenskraft. Wir aber, wir, das deutsche Volk, haben allen Grund, uns von
Herzen zu freuen, wir, die wir so lange im Schatten internationalen Unheils wandeln mußten und nun auf einmal die Sonne nationalen Glücks genießen können. Wir freuen uns, und der Ausdruck unserer großen Freude ist das Fest des ersten Maien und die Sprache unserer Herzen klingt aus dem mächtigen Glockengeläute, das über Stadt und Land und Wald und Flur und Seen
und Flüsse hinweg durch alle deutschen Gaue tönt, froh verkündend: Deutschland steht in Blüte!
Deutschland steht in Blüte, weil es sich selber wiedergefunden hat, indem es den Nationalsozialismus fand. Deutschland freut sich, weil es wieder schaffen kann und schaffen darf, wo ihm vorher die Arbeit beschnitten und sein Arbeitsfeld verwüstet war. Ein
ganzes Volk freut sich und empfindet den Segen der Arbeit tief wie niemals vorher, weil es vorher den Fluch der Arbeitslosigkeit bitter erfahren mußte. Ein ganzes Volk freut sich, weil ihm der Genuß des Feierns wieder geworden ist, nachdem ihm so lange die Bitternis des Hände - in - den - Schoß- legens, den Segen schöner Feierstunden ver- gMt und gestohlen hatte.
And so verbringen wir heute im wiederge- wonnenen Besitz neuer Schaffensfreude und neuen Festgenusses, im Besitze fortgesetzt stärker sprießender nationaler Kraft, die Frühlingswonne eines blühend sich entfal- tenden Volkes im Herzen, den ersten Mai als einen besonders glücklichen Tag unseres nationalen Lebens und nichts vermag unsere Freude daran zu schmälern, nichts das Gefühl unseres sieghaften Lebensbewußtseins zu verringern, nichts zu beeinträchtigen unseren Glauben und unsere Zuversicht und unser Selbstvertrauen auf unseres Volkes Zukunft.
Wir sind ja nun endlich ein Staat geworden, ein Staat aus dem Geiste von Adolf Hitlers Geist, ein Staat aus dem Wollen von Adolf Hitlers Wollen, ein Staat, der geworden ist gegen eine nichts- nutzige „Libertät" nach tausendjährigem Warten, Hoffen und Sehnen der Allerbesten aus den jeweils lebenden deutschen Geschlechtern, ein Staat, wie ihn die unbeirrbare Zuversicht eines Sehers und Dichters, — Konrad Ferdinand Meyer — uns verhieß, ein Staat, wo ein einig Zelt ob allem deutschen Land gespannt ist, wo alle Menschen deutschen Blutes um ein einziges Pa - nier sich scharen, wo das langsam wachsende, aber doppelt starke Mark des deutschen Volkes nach Jahrhunderten unendlicher Geduld schließlich zur Nation gereist ist.
Vorbei die Zeit, wo Ehrvergessene nach dem Auslande schielend, oder gleich ganz dem Auslande verhaftet, dessen Geschäfte in Deutschland verrichteten, vorbei die Zeit, wo feile Agenten internationaler Mächte in Deutschland offen bekennen durften, daß Deutschland ihnen Nichts bedeute, vorbei die Zeit, wo Neichsfeinde, die Zügel der Regierung in den Händen, gegen deutsches Blut wüten und gegen deutsche Männer den Bannstrahl schleudern konnten. Vorbei, vorbei, ewig vorbei die Zeiten nationaler Schmach, die Zeiten ungeheuerlicher Volksverwirrung, die Zeiten unerhörter Volksverführung. Einig ist das deutsche Volk, einig in seinen Ständen, einig in seinem Wolle», einig unter einem Führer, unter seinem Führer, seinem Retter, unter Adolf Hitler, der aus Deutschland einen Staat schuf, welcher blüht, während ringsum andere Staaten welken.
And dieses Staates wollen und dürfen wir uns freuen; heute, am Tage farbiger Maienpracht und morgen und übermorgen und zuallen Zeiten, so lange dieser Staat besteht; wir dürfen und wollen uns seiner freuen und dankbar sein für das Wunder der deutschen Volkwerdung demjenigen, der uns bescherte, was ewig stehen soll, unserem Führer Adolf Hitler.
Wir wollen uns heute besonders freuen, wollen uns doppelt freuen, damit er sich mit nns freue, wollen unsere Häuser bekränzen, damit sie im Maiengrün harmonisch in die Natur sich fügen und, wollen die Glocken er- klingen lassen, damit ^:s alle Welt hört und weiß: DeutschlanostehtinB»üte, Deutschland feiert den l.Mai, Deutschland feiert den Natio- nalen T a gdes deutschenVolkes!
. Z. L. Oietricst.