Ausgabe 
(25.12.1935) Nr. 356
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Parleiamlklageszeitung der

Das flmtsblatt des Senats

Nationalsozialisten Bremens

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Nr. 556 / 5. Jahrgang

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* Bremen, 24. Dezember. Weihnacht, das Fest der Freude, das Fest des Gebens, das Fest des Empfangens! Kein anderes Fest ist tiefer verwurzelt im Herzen deutscher Men­schen, kein anderes so wenig wie dieses wegzudenken aus dem Erleben deutschen Werdens und Seins. Denn Weihnacht, das älteste, das mit dem Schick­sal nordischer Menschen am innigsten verbundene Fest, ist das Fest des Sieges der Sonne über die lange Winternacht, das Fest des Triumphes des Lichtes über die Finsternis.

Man muß sich vorstellen, was es bedeutete für die Menschen nordischer Art, wenn ihnen nach un­endlich langen Wochen der Winternacht zum ersten Male wieder die Sonne schien, die Sonne, die so lange verschwunden gewesen und nun auf einmal wieder den Menschen des Nordens leuchtend, neuen Lebensmut und neue Lebenskraft bescherte; den Menschen, die ohne Licht nicht leben können; den Menschen, die wußten, daß es ohne Sonne kein Blühen, kein Gedeihen und keine Früchte geben kann; den Menschen, die niedergeschlagen und ge­lähmt in der endlos scheinenden Nacht nur noch die eine Sehnsucht hatten: Sonne!

Man muß es nachfühlen, muß es mitempfinden, wie heißes Glücksempfinden wiederkehrenden Le­bens in der Natur die rauhe Eiskruste der Herzen kampfverhärteter Menschen dahinschmelzen ließ, wenn die Sonne zum ersten Male wieder am Him­mel erschien. Dann erst kann man auch begreifen, wie angesichts des Geschenkes des wiedergeborenen Tagesgestirnes der Panzer menschlicher Eigensucht sich löste, wie aus dem beseligenden Bewußtsein mit dem höchsten und hehrsten, mit dem kostbarsten und heiligsten Geschenk auf Erden, mit neuer Le­benskraft wieder bedacht worden zu sein, in jedem einzelnen Menschen ganz von selbst das Be­dürfnis erwuchs, nun auch alle anderen Menschen um sich herum glücklich zu sehen, mit allen beson­ders gut zu sein und sie nach Kräften zu beschenken. Dann kann man auch verstehen, wie aus dem Fest derFreude ein Fest des Gebens und Emp­fangens geworden ist.

Je größer die Sehnsucht, um so größer das Glück im Augenblick der Erfüllung! Auf die Berge stiegen die Ahnen in ihrem gewaltigen Dränge nach dem wiederkehrenden Lichte. Auf die Berge stiegen sie, damit sie eine Zeitspanne eher noch als die im Tal Zurückgebliebenen den ersten Schimmer der neu heraufkommenden Sonne sehen und erleben konnten. Auf die Berge stiegen sie, um die frohe Botschaft vom neuaufsteigenden Lichte mit Freudenfeuern den Ihren übermitteln zu können, um ihrem Jubel mit den in die weichende Nacht geschleu­derten Feuerrädern leuchtenden Ausdruck zu geben. !lnd wir? Wir, ihre Nachkommen? Wir, die wir

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das, was die Ahnen das wiederkehrende Licht so froh und freudig begrüßen die Nacht tiefster nationaler Erniedrigung hinter sich zu haben, den Wunsch

ließ, noch in uns fühlen? Wir, die wir von den Ahnen her die Sehnsucht auslösen, an dem nationalen Glück alle Volksgenossen teilhaben zu lassen,

nach Licht und Sonne, nach Blühen und Glück, nach Wachstum und Ge- Als Lichtbringer und Glückträger ward dem deutschen Volke der Führer

deihen, nach Reife und Ernte unversehrt und unvermindert in uns tragen? geschenkt. Freudlos, kalt und finster war Deutschlands Schicksal geworden, «n,rer in ^eul,cyiand, magOflervatore Romano" den deutschen Lichter-

Wir wollen und können auch gar nicht anders als wie sie das Fest nachdem ein durch Hunger und Verhetzung in Verwirrung geratenes Volk bäum einen heidnischen Baum nennen; das deutsche Volk ist sich tiefinnerst

der Wiedergeburt des Lichtes, das Fest der Wyhenacht in innigster Freuden- die eigenen Waffen und damit seine Ehre zerbrach. Freudlos, kalt und klar darüber, was es heißt, daß sich im Reiche Adolf Hitlers kein Volks

r--. ^ - finster stand von da an der Deutsche dem Deutschen gegenüber, abweisend, - -

und jene grandiose Symphonie der nationalen Volksgemeinschaft aufklingen konnte, deren Aus­strahlungen heute bis in die kleinste Hütte des letz­ten Volksgenossen spürbar sind.

Bis in die kleinste Hütte! Es ist nicht zu viel ge­sagt. Man braucht nur des Winterhilfswerks zu gedenken, das vor kurzem am Tage der nationalen Solidarität und soeben wieder bei der allgemeinen Volksweihnachtsbescherung Triumphe feierte. Über zehn Millionen deutscher Volksgenossen, denen Zeitverhältnisse und Schicksalsfügung ein sorgen­loses Weihnachtsfest versagen wollten, wurde bei 30 000 Gemeinschaftsfeiern der Weihnachtsgaben- tisch gedeckt.

Spürt man den inneren Kräften und der seelischen Stärke nach, womit geschaffen werden konnte, was geschaffen worden ist, so dünkt uns als Argrund des letzten und tiefsten Geheimnisses der fortlaufend sich steigernden Erfolge jenes einzigartigen Werkes die seelische Hochstimmung eines Volkes, dem von ungefähr und unerwartet, um nicht zu sagen unver­dient mit der Herauskunft des Retters Erfüllung seiner tiefsten Sehnsucht geworden ist, die Hoch­stimmung eines Volkes, das sich plötzlich wieder im Lichte leuchtender Ehre und im Besitz der nationa­len Selbstachtung auf einen Platz an der Sonne versetzt sieht, die Hochstimmung einer Gesamtheit, die nicht zuläßt, daß auch nur ein einzelner Volks­genosse von Wärme und Glück sich Übergängen füh­len kann.

Aus dieser Hochstimmung heraus, die den Men­schen deutschen Blutes erhebt und beglückt, erwuchs der Wille des einzelnen, nun von sich selber aus andere zu beglücken. And zwar nicht allein mittels entsprechender Opfrrgaben in die Büchsen des Winterhilfswerkös, sondern auch durch ganz Per­sönlichen Einsah in Betätigung dieses Werkes, das ein Werk kameradschaftlicher Liebe und Hingabe, ein Werk wahrer Treue des Volksgenossen zum Volksgenosse» ist.

So und nicht anders ist zu erklären, daß Minister auf den Straßenbetteln" gehen, wie in hämischer und gehässiger Weise Emigrantenblätter des Aus- landes ihren Lesern mitzuteilen beliebten. So und nicht anders ist es zu erklären, daß heute in jedem, aber auch in jedem kleinsten und ärmsten Hause Deutschlands das Symbol deutscher Sonnensehn- sucht und Lichterfreude, der deutsche Weih­nachtsbaum, brennen kann. Es ist dies mög­lich, weil selbst die Jugend es sich nicht nehmen ließ, an ihrem Glück alle anderen teilhaben zu lassen und den Baum überall dorthin brachte, wo Volksgenos­sen wohnen, die sich keinen schaffen konnten. Denn auch die Jugend in Deutschland ist von dem Dränge beseelt, persönlich teilzuhaben an der Freude des Verteilens, an der Freude des Gebens, an -er Freude des Glücklichmachens, aus der Freude, die dem eigenen Glücks­gefühl, einer großen, ehrenhaften Nation anzugehören, entspringt.

Mag die Auslandspresse immerhin spotten über diebettelnden" Mi­

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stimmung begehen.

Obschon wir nicht in polaren Breiten wohnen, wo die Sonne bei ihrem Kreislauf viel länger als nur eine gewisse Stundenzahl des Tages den Menschen entschwindet, freuen wir uns dennoch unendlich, daß die Länge der Nächte ihre Grenze erreicht hat, daß die Kürze der Tage überwunden ist; freuen uns auf den neu bevorstehenden Frühling mit dem Ausblick auf den ihm folgenden Sommer und den unseren Jahreszeitenverlauf ab­schließenden, erntebringenden Herbst. And indem wir dessen froh werden, daß der Tiefstand der winterlichen Jahreszeit überwunden ist, empfinden auch wir in unseren Herzen, ebenso wie dereinst die Ahnen, ein beseligendes

mißtrauisch, um nicht zu sagen, feindlich. And da jeder einzelne glaubte, nur für sich sorgen zu müssen, um das Leben zu erhalten, starben viele dahin und wäre alles, was deutsch heißt, zugrunde gegangen, wenn uns nicht in letzter Stunde die frohe Botschaft der Volksgemeinschaft geworden wäre.

Ein mit Deutschland gntmeinendes Schicksal hat es gewollt, daß wir nicht ewig in Nacht und Grauen wandeln mußten. And wenngleich noch nicht alle, ja nicht einmal viele, sondern bloß ganz vereinzelt Volksgenossen im Anfang das vom Führer ausgehende Licht zu erkennen vermochten: da er seine Botschaft zu verkünden begann, sind es wenigstens die Besten und

genösse zu hochgestellt fühlt, um dem Niedriggestellten kameradschaftliche Hilfe zu leisten, daß im Deutschland Adolf Hitlers neben dem nationalen Symbol ewiger Sonnensehnsucht, dem geheiligten Hakenkreuze, als Sym - bolderVolksgemeinschaft und wärmespendenden Liebe der lich­terstrahlende Weihnachtsbaum in jedem Hause und in jeder Familie steht.

And wie wir festhalten wollen an dem Symbol, und wie wir festhalten an der Volksgemeinschaft, die sich im Winterhilfswerks triumphal immer wie­der bewährt, so wollen wir auch festhalten an dem deutschen Weihnachts­feste als an dem Fest der Freude aller für alle, das, seitdem das Dritte

Reich in Erscheinung trat, erst richtig zur deutschen Volksweih

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Drängen, unser eigenes Frohgefühl durch Zuteilung von Gaben an andere Starkgläubigsten, die von der Sehnsucht nach nationaler Auferstehuna und nacht zu e^nem^l l^ ö'" deutschenVolksweih^

w-iter zu verbreiten, und so das Fest der Freude erst richtig vollkommen nationalem Hochstreb^ f - ä ch e n F^ st geLor^en ist? " E" w-hrhaft

Wenn nun schon das Glücksgesühl, die Schwelle des Winters überschrit- der Dunkelheit brach! And ir^m si^sich^sch?^ ^ dr^zu^ebM^ d?b? tödlicher Düsternis erlösten Nation Alls­

ten zu haben, das Bewußtsein der täglich höher und höher steigenden Sonne rettenden Lichtes, nahmen sie dessen Lehre mehr ^d me r^ sich auf und ^utschlL die E l^na b^7^ dessenzu gedenken, der 'N uns das Bedürfnis erweckt, auch unsere Amgebung glücklich zu wissen, verbreiteten sie mit ihm unter die anderen deutschen Volksgenossen bis Stunden die 7^777-7 ^!^ erscheint uns letzter und tiefster Sinn der

«m wieviel mehr muß in allen Menschen deutschen Blutes das Bewußtsein, endlich alle davon erfaßt und beglückt um den Führer versammett waren der gesegnet ist, der sie d7m dmAch^ ^ie ist gesegnet, wie

- »r ermöglicht hat. soll. 8. Dietricl».