Ausgabe 
(20.12.1935) Nr. 351
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1
 
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Das flmtsblatt des Senats

Nationalsozialisten Vremens

der Lreien Hansestadt vremen

RM. 2,30 einschl. SO Rpf. Zustellungsgebühr: durch d^e Post RM. 2M einschl. Ueberwersungsgebuhr, ausschl. Postbestellaeld. Der Bemasvreisikt im voinus n, mtrichten. Postscheck: Hamburg 172 72. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz.

Ns.-Sauverlag Weser-Ems <8. m.b. H., Bremen, Eeeren K/8 / Fernsprecher: 54121; Hausmstr. 51115.

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freltag, 20. Vezember

Anzcigen-Grundpreise: 'Die 22-nun-Zeils im Anzeigenteil 12 Rpf., ...

Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Anzeigen, Familienanzeigen u. a.)

Preisliste ö (Nachlaßstaffel 6). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr.

von 1213 Uhr; Schriftleitung Dienstag b,s Freitag von 12V-13V-Uhr.

Preisuue o imaiyillijulliiei v^-.

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die 70-mm-Zeile im Textteil 75 Rpf. sowie sonstige Bedingungen laut Gewähr. Annahmeschluß 16 Uhr.

kinzelprels 15 kpf.

So wird die Meitsschlacht wm Siege geführt

liufschlußreicher ladresbecicht der Nelchsanstolt für flrbeitsoerinittlung / fluch erlieblicher kückgang der

Notstandsarbetter / wesentliche kntlastung der Semeindeliauostalte

Unser lagesspisgvl

Der Jahresbericht der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung bestätigt den bisherigen großen Erfolg der Arbeitsschlacht.

Der Führer empfing die Gesandten von Jugo­slawien, Ungarn und Griechenland.

Der französische Staatsminister Herriot hat den Vorsitz der Radikalsozialistischen Partei , niedergelegt.

Im englischen Unterhaus fand eine lebhafte Aussprache über den Pariser Frievensplan statt.

Die englischen Bergarbeiter habe» sich znm Streik entschlossen.

Unter dem Vorsitz von Korpsführer Hühnlein tagte in Berlin die ONE. für die deutsche Kraftsahrt.

I» feierlicher Weise fand die Eingliederung der heimgekehrten Bremer Landjahrjungen in die HJ. statt.

Am ersten WHW.-Sammeltag der HJ. wur­den in Bremen bereits 52 lwO Reiterlei« verkauft.

Bremens WHW.-Vetreute werden am Sonn­tag auf den Weihnachtsfeiern der Orts­gruppen der NSDAP. die Uevertragung der Rede Dr. Goebbels hören.

Dr. Firle äußerte sich ausführlich über die Aussichten der deutschen Seeschiffahrt.

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flilfleglmg von S00 will. Neichsmark Nekchsbalinschatzanweiksungen

Berlin, 20. Dezember.

Die Deutsche Reichsbahngesellschaft legt durch das unter Führung der Reichsbank stehende An- leihekonsortrum 5Vl> Mill. RM. IsHAige Reichs- bahnschatzanweisungen zum Kurse von S8.5V A zur össentlichen Zeichnung auf. Die Reichsbahnschatzan- weisungen sind am 2. Januar 1844 zum Nennwert rückzahlbar; der Lauf der Stllckzinsen beginnt mit dem 1. Januar 1836. Die Zahlungen durch die Zeichner auf die ihnen zugeteilten Reichsbahn- schatzanweisungen haben in der Zeit vom 24. Ja­nuar 1836 bis 3. April 1836 zu erfolgen, und zwar am 24. Januar und 21. Februar mit je 36 A> und am 13. März und 3. April mit je 26 des zu­geteilten Betrages. Frühere Zahlungen sind zu­lässig. Die Reichsbahnschatzanweisungen sind bei der Reichsbank lombardfähig; ihre Mllndelsicher- heit wird veranlaßt werden. Die Zeichnungsfrist läuft vom 6. bis 16. Januar 1836. Nähere Einzel­heiten über die Ausgabe dieser neuen Reichsbahn­schatzanweisungen werden in Kürze bekanntge­geben.

Innungen geschlossen in der Vflf.

Berlin, 20. Dezember.

Da die Betriebsgemeinschaften Handel und Handwerk jetzt der großen Gemeinschaft der Deutschen Arbeitsfront eingeordnet sind, ergibt sich, daß auch die Handel- und Gewerbe­treibenden sowie die Handwerker die Verpflich­tung zur Gemeinschaft durch den Vertritt zur Deutschen Arbeitsfront erfüllen. Ebenso wie in letzter Zeit erfreulicherweise sehr häufig gemeldet werden konnte, daß ganze Betriebe geschlossen der Deutschen Arbeitsfront angehören, kann jetzt auch davon berichtet werden, daß Innungen rest-

losmitallenAngehörigengeschlossen

den Beitritt zur Deu ts ch en Arbeits­front vollzogen haben. So wird die ge­waltige Kette der deutschen Gemeinschaft immer enger geschlossen. Vom Vezirks-Innungsmeister Mitteldeutschlands wird gemeldet, daß die Pflicht­innung des Elektro-Jnstallateurhandwerkes Mans- felder See- und Gebirgskreis und Stadtkreis Eis­leben geschlossen in die Reihen der Deutschen Ar­beitsfront eingetreten sind.

beneralappell des Nökk. verschoben

Lr. Berlin, 20. Dezember.

Der für den 8. Januar in der Deutschlandhalle zu Berlin angesetzte Eeneralappell des NSKK. ist mit Rücksicht auf die vom Reichspropagandaleiter der NSDAP. für die Zeit vom 15. Dezember bis . Januar angeordnete Versammlungsruhe auf Donnerstag 16s Januar. 20 Uhr, verschoben wor­den. Korpsführer Hühnlein wird bei diesem Appell, an dem neben dem gesamten Führerkorps des NSKK. auch Abordnungen aller angrenzen­den Motorgruppen und Brigaden teilnehmen, die Ziele und' Aufgaben des Nationalsozialistischen Krastsahr-Korps für das Jahr 1836 umreißen.

die flusweisung der Heimattreuen

Deutscher Geschäftsträger beim belgischen Ministerpräsidenten

Vrüssek, 20. Dezember.

Der deutsche Geschäftsträger Bräuer hatte Don- uerstag mit d-em belgischen Ministerpräsidenten und Außenminister van Zeeland eine längere Aus- iprache. die die Ausweisung der vier Heimat­treuen Bewohner von Eupen-Malmedq betraf.

Berlin, 20. Dezember.

In einer Pressekonferenz übergab gestern der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermitt­lung, Dr. Syrup, den Jahresbericht der Reichs­anstalt für die Zeit vom 1. April 1934 bis 31. März 1935. Präsident Dr. Syrüp führte dazu folgendes aus:

Der Jahresbericht der Reichsanstalt für das Haushaltsjahr 1934/36 gibt Veranlassung, noch einmal Rückschau zu halten auf das zweite Jahr seit der Machtübernahme durch den National­sozialismus und die Erfolge, die diesem Jahre in der weiteren Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beschieden waren. Eine solche Rückschau ist gerade in einer schnellebigen Zeit besonders notwendig, um sich immer wieder vor Augen zu halten, daß diese Erfolge nicht

etwas Selbstverständliches sind, sondern daß sie nur möglich waren, weil ein ganzes Volk zu diesem schweren Kampfe aufgerufen wurde und unter einheitlicher politischer Füh­rung an die ihm gestellte Aufgabe herangeht. Und was ist nicht auch in diesem zweiten Jahre des Vierjahresplanes erreicht worden:

Zunächst ein nicht unerheblicher weiterer Rückgang der Zahl der Arbeitslosen bis Ende März 1835 auf rund 2 356 666. Damit war seit der Machtübernahme ein Gesamtrückgang um rund 61 v. H. erreicht.

Naturgemäß konnte die stürmische Entwicklung des Jahres 1933/34 auf die Dauer nicht anhalten, weil mit abnehmender Arbeitslosenzahl eine weit­gehende Sättigung der Wirtschaft mit Arbeits­kräften verbunden ist und überdies die Unter­

bringung des noch vorhandenen Restes an Arbeitslosen schwieriger zu werden pflegt. Als besonders erfreulich muß aber für die Entwick­lung im Jahre 1934/35 festgestellt werden, daß einmal Notstandsarbeiter in großer Zahl aus ihren zusätzlichen und daher zeitlich be­grenzten Beschäftigungsmöglichkeiten in Dauer- stellungen der freien Wirtschaft übergeführt werden konnten.

Die Zahl der Notstandsarbeiter ging dem­gemäß von rund 836 666 Ende März 1934 auf rund 356 666 bis Ende März 1935 zurück. Dazu kommt aber noch eine zweite erfreuliche Feststellung: Der starke Rückgang der

anerkannten Wohlsahrtserwerbslosen!

(Fortsetzung auf Seite 2)

fremidschaft und gegenseitiges Verständnis

Vor siilirer empfängt Sie Sesandten Jugoslawiens, Ungarns und Sriechenlands

Berlin, 20. Dezember.

Der Führer und Reichskanzler empfing gestern mittag imHause des Reichs­präsidenten" unter dem üblichen Zeremoniell den neu ernannten königlich-jugoslawischen Gesandten Alexander Cincar-Markovic und später den neu ernannten königlich-ungarischen Ge­sandten General Döme Sctojay zur Ent­gegennahme ihrer Beglaubigungsschreiben und der Abberufungsschreiben ihrer Vorgänger. An­schließend fand ein Empfang des bisherigen Gesandten Alexander Rizo- gabö statt zur Entgegennahme seines neuen Beglaubigungsschreibens von Seiner Majestät Georg II, König der Hellenen. Die Ge­sandten wurden eingeführt durch den neuen Protokollchef des Auswärtigen Amtes, Gesandten von Bülow-Schwante. An den Empfängen nahmen der Reichsminister des Aeußeren und die ständi­gen Begleiter des Führers teil. Die bei dieser Gelegenheit gewechselten Ansprachen waren im Geist aufrichtiger Freundschaft und gegenseitigenVerständnisses gehalten,

griechischen Ranqabö

die den politischen Beziehungen Deutschlands zu Griechenland, Jugoslawen und Ungarn ihr Ge­präge geben. Ebenso wurde der engest und aus­baufähigen wirtschaftlichen und kul­turellen Beziehungen gedacht, die zu diesen drei Ländern aus länger Tradition bestehen.

Der neue königlich-ungarische Gesandte, der bereits früher als königlich-ungarischer Militär­attache mehrere Jahre in Berlin gewirkt hat, erwähnte insbesondere die in schweren Zeiten erprobte Freundschaft zwischen Deutschland und Ungarn, deren Bedeutung auch für die Zukunft vom Führer und Reichskanzler in seiner Erwiderungsansprache ebenfalls betont wurde.

-Vem treuen freunde Veutschlands"

Berlin, 20. Dezember.

Der Führer und Reichskanzler hat aus Anlaß des Todes des Präsidenten von Vene­zuela. General Eomez, an den mit der Führung der Präsidentschaft beauftragten Minister der

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>VeiIin<-»eIitskv.°!cberuii8 kür iriinckonl,unSe. Im Danckssausstsliungs-Lark in Ssrlin n-urcko ül>ur 200 Hunden, äsn treuen Hellern Berliner Blinden, eins IVsibnaobtsbssobsrung bereitet, bei der als Ossobsnüs Bundslruebsn, Blslsobpalists, Bsistüten, varms Decken und LIsttsn unter dem FVsibnaebtsbaum lagen. Hutualuno: LsUsri

Vereinigten Staaten von Venezuela nachstehendes Telegramm gerichtet:

Anläßlich des Ablebens Seiner Exzellenz des Präsidenten General Eomez spreche ich Ew. Exzellenz meine aufrichtigste Anteilnahme aus. Dem in schweren Schicksalsjahren bewährten treuen Freunde Deutschlands werde ich und das ganze deutsche Volk stets ein ehrendes Gedenken bewahren. .

Adolf Hitler

Deutscher Reichskanzler."

Außerdem stattete als Beauftragter des Füh­rers und Reichskanzlers der Staatssekretär und Chef der Präsidialkanzlei Dr. Meißner dem venezolanischen Gesandten Dr. Dagnino Penny gestern einen Besuch ab und sprach ihm das per­sönliche Beileid des Führers zu dem schweren Verluste aus, den das venezolanische Volk durch den Tod dieses bedeutenden Staatsmannes und Soldaten erlitten hat. Ferner hat der Reichs­minister des Auswärtigen in einem Telegramm an den Außenminister in Caracas das Beileid der Reichsregierung zum Ausdruck gebracht; der Chef des Protokolls, Gesandter von Bülow- Schwante, hat im Auftrage des Reichsministers des Auswärtigen dem Gesandten von Venezuela einen Beileidsbesuch abgestattet und die Teil- nahme der Reichsregierung ausgesprochen. Die Präsidialkanzlei, die Reichskanzlei, das Auswär­tige Amt und der Reichstag hatten ihre Dienst­flaggen gestern auf Halbmast gesetzt.

süstrer-Kanpei bis ö. Januar geschlossen

Der Chef der Kanzlei des Führers, Reichs­leiter Vouhler, gibt folgendes bekannt:

Die Kanzlei des Führers der NSDAP. bleibt für den Parteiverkehr in der Zeit vom Freitag, 20. Dezember, bis Montag, 6. Januar, geschlossen. Ich bitte, während dieser Zeit den Schriftverkehr auf das Allernotwendigste zu beschränken.

Berlin. 18. Dezember 1935.

(gez.) Bouhler, Reichsleiter."

Parleieintrtttauggeschiedenerverusssoldaten

Berlin, 20. Dezember.

Auf Vorschlag des Reichskriegsministers hat der Führer und Reichskanzler schon vor län­gerer Zeit entschieden, daß die Mitgliedersperre der NSDAP. für die in Ehren ausgeschiedenen Berufssoldaten aufgehoben wird. soweit sie der Partei infolge der Sperre bisher noch nicht bei- treten konnten. Die Durchführung dieser Ent­scheidung war bisher aus verwaltungstechnischen Gründen nicht möglich. Diese Schwierigkeiten sind jetzt beseitigt, so daß dem Eintritt der ausgeschie­denen und noch ausscheidenden Berufssoldaten künftig nichts mehr im Wege steht.

Unsere Wehrmacht

Eine neue filmische Leistung Leni Riesenstahls Berlin, 20. Dezember

Am 30. Dezember wird in Berlin der von Leni Riefenstahl im Auftrage der Partei gedrehte Film vom Tage der Wehrmacht beim Parteitag der Freiheit 1935 zusammen mit einem neuen Ilfa- Film-Werk aus Ostpreußens GeschichteDer höhere Befehl" zur Uraufführung kommen. Ur- lprllnglich war der Bildstreifen von den Wehr­machtvorführungen beim ersten Parteitag im Zei­chen der wiedergewonnenen Freiheit für das Filmarchiv der NSDAP. bestimmt. Man muß nach der Vorbesichtigung durch die Presse der Partei dankbar dafür sein. daß sie sich entschlossen hat, aus den wundervollen Aufnabmen einen eigenen Film herstellen zu lassen, den Leni Rie­fenstahl zu einer grandiosen Symphonie der deut­schen Wehrmacht komponiert hat. Der Film hat denn auch die höchsten Auszeichnungen erhalten und ist als st a a t s p o l i t i s ch und künst­lerisch besonders wertvoll und volksdildend anerkannt worden.

Vas zweite Jahr

* Bremen, 20. Dezember, Der Bericht der Reichsanstalt für Arbeitsver­mittlung und Arbeitslosenversicherung für die Zeit vom 1. April 1934 bis 31. März 1935 gibt in unendlich vielsagenden Ziffern Aufschluß über den zähen, schwierigen, aber auch unerbittlichen Kampf des nationalsozialistischen Staates gegen den vielköpfigen Drachen Arbeitslosigkeit. Dieser

Unsere weiHnachlsausgabe vom 2S.Ve;ember

erscheint in sozialer Rücksichtnahme auf die Gefolgschaft wegen des Heiligabends bereits in den frühen Abendstunden des 24. Dezember; die nächstfolgende Ausgabe erscheint znr Wahrung völliger Feiertagsruhe in den Vor­mittagsstunden des Freitags, am 27. Dezember.

Der Anzeigen-Schluß für die Weihnachts­ausgabe ist am Dienstag, 24. Dezember, vor­mittags 11 Uhr. Wir bitten unsere Anzeigeu- kunden, zur Ermöglichung einer guten Eiu- reihung ihrer Anzeige» die Anzeigen-Austräge schon möglichst früh einzureichen.

Bericht läßt erkennen, wie der Staat über alle Hemmnisse hinweg und allen Widerständen zum Trotz unaufhaltsam fortschreitet in Bewältigung einer Herkules-Arbeit, die erfolgreich zu verrichten wohl kaum einem Staate anderen Gepräges als dem nationalsozialistischen Staate Adolf Hitlers möglich wäre.

Um die Erfolge des Kampfes im zweiten Jahre der Arbeitsschlacht wissen wir schon aus früheren Monatsberichten das Wesentlichste. Zusammen­fassend aber wollen wir uns nochmals vergegen­wärtigen, was es hieß, als am 31. Januar 1933, dem Tag der Machtübernahme, das Reich eine Arbeitslosenziffer auszuweisen hatte, die 8 613 612 betrug und was es des weiteren bedeutet, daß diese Arbeitslosenziffer unter dem national­sozialistischen Regime bis zum 31. März 1935 auf 2 349171 gesunken ist. Der Erfolg der Arbeits­schlacht im zweiten Jahre der Machtergreifung, die eine weitere Senkung der bereits im ersten Jahre gewaltig zurückgegangenen Arbeitslosen­ziffer um 16,12 Prozent ausweist, ist an Hand des veröffentlichten Auszugs der Reichsanstalt offensichtlich. Außerdem enthält der Be­richt noch alle wesentlichen Angaben, die man be­nötigt, die Schwierigkeiten zu erkennen, die sich dem harten Bemühen, die Arbeitslosigkeit völlig niederzuzwingen, entgegenstemmen.

Dabei tritt uns die sehr bemerkenswerte Tat­sache entgegen, daß die Schwierigkeiten, das letzte Drittel unserer arbeitslosen Volksgenossen wie­der in Arbeit und Brot zu bringen, ganz be­greiflicherweise entsprechend der gesunkenen Zahl der Arbeitslosen wachsen mußten. Es leuchtet ein, daß, wo bereits für rund vier Millionen Arbeits­lose Arbeitsplätze geschaffen worden sind, für den Rest von zwei bis drei Millionen die notwendi­gen Arbeitsplätze nur unter sehr erschwerten Um­ständen und nur ganz allmählich geschaffen wer­den können.

Einmal ist es doch so, daß unter dem Rest der noch Arbeitslosen naturgemäß bereits die- jenigen sind, für die aus ganz bestimmten Gründen schon bisher keine Arbeitsplätze zu finden waren.

Es brauchen diese Gründe nicht einmal persön­liche, wie etwa zu weit vorgeschrittenes Alter, Gebrechlichkeit und dergleichen zu sein. Man denke nur an ein zweifellos bestehendes Ueber- angebot von ungelernten Arbeitern, gegenüber einer da und dort sich schon bemerkbar machenden unbefriedigten Nachfrage nach gelernten Kräften. Tann aber wenn man die Ungunst des Ar- beitseinsatzes infolge der besonderen klimatischen Verhältnisse im Winter 1934/35 ganz beiseite lassen will - bleibt noch der Umstand zu Se- achten, daß die sogenannten unsichtbaren Ar­beitslosen sowie die vermehrten Zugänge von Jugendlichen neben dem vorher ziffern­mäßig festgestandenen Rest von Arbeitslosen aus der Systemzeit sich auch noch um Arbeitsplätze be-