Parteiamtl.Iageszeitung der
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Nr. 270 / Z. Zakrgang
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Nationalsozialisten Vremens
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kinzelprels lS Npf.
Nechtswidrige Unterbrechung ber Memelwabl
Infolge des umständlichen und nicht ordnungsmäßigen Verfahrens muß auch heute noch gewählt werden / Wahlgeheimnis nicht geschäht / Verfälschung des Wahlergebnisses / Zahlreiche litauische lecrorakte
Unser lagssspiogel
Infolge des skandalösen litauischen Wahlverfahrens muh im Memelland auch am heutigen Tage noch gewählt werden.
Der ungarische Ministerpräsident Eömbös wurde vom Führer empsangen.
Reichsminister Dr. Goebbels änherte sich in einer bedeutsamen Rede zu wehrpolitischen Frage».
Der Grohtag der Eeschichtstagung in Bremen brachte Ausführungen des Reichsleiters Rosenverg, Professor Günthers und Professor Baeumlers.
Die Leistungsschau der HJ. des Gebiets VII, Nordsee, wurde feierlich eröffnet.
Das Masaryk-Ringrenne» gewann Bernd Rosemeyer auf Auto-llnio».
In der Bahr fanden gut besuchte Trabrennen statt.
Die Reiterstadt Verden veranstaltete einen Halbblutrenntag.
In den Centralhallen wurden die Kämpfe um die Bremer Stadtmeisterschaft in der Schwerathletik ausgetrage«.
Nach einem unentschiedenen Spiel gegen Werder führt der VfB. Peine in der Fnß- ball-Eauliga Niedersachsens.
„HZ. kapituliert nicht"
Eine grundsätzliche Rede des Reichsjugendsührers Heidelberg, 3V. September.
Bei einer öffentlichen Kundgebung der Ortsgruppe Heidelberg der N2DAP. sprach der Reichs- juaendführer Balvur von Schirach. Zur Frage der studentischen Korporationen rief er den deutschen Korporationsstudenten zu: Tragt ihr ruhig eure bunten Mützen und Bänder, aber nehmt es uns nicht übel. wenn mir als deutsche Jugend keine anderen Farben und Fahnen kennen wollen als die Adolf Hitlers. Lagt ihr uns in Frieden arbeiten, dann sollt ihr auch in Frieden Spargel essen. Wir greifen euch nicht an. Es wäre für uns lächerlich, die Millionenmacht dieser jungen Generation einzusetzen gegen ein paar alte Klubs und Vereine, die für uns nichts Wesentliches und Wichtiges bedeuten können.
„Es ist mir gleichgültig", so erklärte Valdur von Schirach weiter, „ob die letzten Reste der von uns überwundenen und niedergerungenen Zeit mit Lügen und Verleumdungen gegen mich aufstehen wollen. Ich fühle mich den Alten Herren des Kösener SC. nicht verantwortlich und fühle mich nicht verantwortlich jenem Studenten- tum, das unseren Führer beschimpft. Ich fühle mich nur verantiqortlich der deutschen Äugend, meinem Führer und der Alten Garde und meinen Volksgenossen Wir haben in den schweren Jahren alle die Kräfte kennengelernt die auch heute noch aeaen uns sind, und wir werden vor dreien Kräften niemals kapitulieren. Wir werden ihnen die Jugend niemals ausliefern.
Es wird nicht geschehen, dah dre Jugend des nationalsozialistischen Dritte« Reiches unter den Einfluß politisierender Geistlicher gerat. Hs kommt nicht in Frage, dah außerhalb der Hitler- Jugend Organisationen bestehen bleiben, die ganz klar und deutlich die Absicht verfolgen, gegen den Staat ihre Sonderinteressen durchzusetzen.
Was wir unter so unsäglichen Opfer« errungen haben, das, wofür wir selber so viele Kameraden hingegeben haben, das geben wir nie mehr frer:
Lastauto mtt Sfl-Männern verunglückt
Varel, 39. September
Auf der Fahrt von Zwischenahn nach Barei verunglückte bei der Einfahrt in Grunenkamp m der Nahe von Varel ein Lastauto mit Anhänger, auf dem sich etwa 60 SA.-MLnner befanden. Der Lastzug kippte in einer scharfen Kurve um. Zwölf SA.-Männer wurden mehr oder minder schwer verletzt. Der größte Teil von ihnen konnte nach Anlegung von Notoerbänden aus dem Bareler Krankenhaus entlassen werden. Für die übrigen besteht keine Lebensgefahr.
Keine Verhandlung London-Nom
Genf. 30. September.
Der englische Minister Eden begibt sich am Montag von Genf aus über Paris nach London, i^r wird für die Tonnerstag-Sitzuna des Dreizehner- ausschusscs des Völkerbundsrates nach Gens zurückerwartet Von englischer Seite wird, erklärt. England habe einen Meinungsaustausch niir Italien über abesstnische Angelegenheiten abgelehnt, um nicht einmal den Anschein aufkommen zu lassen, als ob es einer gegen die Grundsätze des Völkerbundes verstoßenden neuen Ordnung zuzustimmen bereit wäre. , ^
Reuter berichtet aus Addis Abeba, vag das italienische Konsulat in Harrar geschlossen worden ist und daß man dies als ein äußerst ernstes Zeichen in Addis Abeba ansehe.
(Vrabtberivbt unserer Ss Lr. Berlin, 3l>. September.
Der Verlauf des Wahltages im Memelland hat lesder in vollem Umsang die Befürchtung bestätigt, daß unter dem von den Litauern willkürlich und rechtswidrig angeordneten Wahlmodus eine ordnungsmäßige Durchführung der Wahl vollkommen unmöglich sein würde. Die Wahlen mußten abends 6 Uhr unterbrochen werden; ihre Fortsetzung wurde aus Montag verschoben.
Diese Tatsache beweist bester als alles andere, daß unter den beispiellosen Komplikationen, mit denen man von Kowno aus den Memelländern die Ausübung ihres Wahlrechts erschwert hat, an die dem Memelstatut entsprechende Vornahme der Wahl nicht gedacht werden konnte.
Die Trennung der Wahlhandlung in zwei Teile, zwischen denen die Nacht vom Sonntag zum Montag liegt, ist aber durchaus keine gleichgültige Verlängerung der Wahlfrist, sondern diese Maßnahme bringt die unabweisbare Gefahr einer Verfälschung des Wahlergebnisses mit sich.
Vie Signatarmächte hilflos
Ebensowenig wie diese Verteilung der Wahl auf zwei Tage vorgesehen war, ebensowenig sind irgendwelche Vorkehrungen getroffen, um in der Nacht das Wahlgeheimnis zu schützen, d. h. niemand kann die Frage beantworten, wer in dieser Nacht die Verantwortung für die bereits abgegebenen Wahlzettel und ihren Schutz gegen irgendwelche unzulässige Manipulationen übernehmen kann. Die Signatarmächte, die noch am Tage vor den Wahlen in Berlin die leichtfertige Erklärung abgaben, daß auf Grund der Mitteilungen der litauischen Behörden für die ordnungsmäßige Durchführung der Wahl gesorgt sei, haben überhaupt keine Möglichkeit, für diese Zusage im jetzigen Stadium der Dinge noch
Iinoi! 8 vdpiktIoitnng)
eine Garantie zu übernehmen, nachdem sie vorher immer und immer wieder gezögert haben, den notwendigen Druck auf die Regierung in Kowno auszuüben, um von vornherein die unmöglichen Wahlvorschriften der Litauer auszuschalten, ganz abgesehen davon, daß sie schon am Sonnabend den offenkundigen Rechtswidrigkeiten der litauischen Polizei im Memelgebiet hilflos gegenüberstanden. So häuft sich eine Verletzung des Memelstatuts auf die andere, unmittelbar nachdem die Vertreter von England, Frankreich und Italien in Berlin erklärt haben, daß im Memelgebiet sozusagen alles in Ordnung sei.
Nechtoungüitsg
Obwohl es in Deutschland immer wieder vorausgesagt wurde, daß die Durchführung der Wahl mit den umständlichen Wahlblocks in der vorgeschriebenen Zeit technisch überhaupt nicht durchführbar ist, ist man über diese deutschen Einwendungen achtlos hinweggegangen und hat nun erleben müssen, daß diese Voraussagen sich erfüllten, so daß erst die Verlängerung der Wahlzeit bis Mitternacht und schließlich stattdesten aus Beschluß des litauischen Kabinetts die Bertagung aus Montag lvon 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends) notwendig wurde. Es wird selbstverständlich scharsstens daraus zu achten sein, wie sich dieses statutwidrige Verfahren auswirkt, weil davon die Rechtsgültigkeit der Wahl stark beeinflußt werden kann, wofür wiederum die Signa- tarmiichte die volle Verantwortung tragen müssen.
Im übrigen beherrschten litauische Spitzel in der Nacht zum Montag und am Wahltage selbst das Straßenbild der Stadt. Morgens um 7 Uhr waren bereits Hunderte von Wählern vor den Wahllokalen erschienen. Trotz leichten Regens standen die Wähler stundenlang Schlange vor den Lokalen.
Aus allen Teilen des Memellandes werden litauische llebergriffe und Terrorakte gemeldet. Die Beamten und Angestellten des Magistrats der Stadt Meine! wurden gezwungen, ihre Büros, in denen die Wählerlisten bearbeitet wurden, zu verlassen. Damit sind sämtliche Wählerlisten der Stadt in die alleinige Verfügungsgewalt des litauischen Direktoriumsmitgliedes Anysas übergegangen. Zu einem schweren Zusammenstoß ist es im Kreise Heydkvug gekommen. Dort wurde der Memelläudex Mikloweit aus Jenaten von Litauern durch Messerstiche schwer verletzt. In Prölkuls überfielen zwanzig Lrtauer eine Klebekolonne der deutschen Memel- länder und feuerten mehrere Schüsse auf sie ab, die aber niemand verletzten.
Kranke, die mit Autos zum Wahllokal kamen, wurden zurückgewiesen und durften nicht wählen. Aus Coadjuthen wird gemeldet, daß eine Frau, die ein Kind erwartete, von Polizeibeamten gestoßen wurde und Schläge erhielt, so daß sie nicht wähle« konnte. In Palleiten wurde der Vertrauensmann der Einheitsliste im Wahllokal von Polizeibeamten mit der Pistole bedroht. Aug Wieszen wird gemeldet, daß bei einem Tumult die Wahlurne zerschlagen wurde, so daß dort nicht weitergewählt werden konnte.
ßinolisrögerung der StimmMlung
Als Sonnrag abend den Wartenden die Unterbrechung des Wahlaktes mitgeteilt wurde, erklärten Wähler, die vielfach 8 bis 9 Stunden vergeblich gewartet hatten: „Wir werden am
Montag noch einmal viele Stunden vergeblich warten." Wenn man bedenkt, daß am Montag nur 10 Stunden für die Wahl zur Verfügung stehen, so ist damit zu rechnen, daß auch an diesem Tage nicht alle Wahlberechtigten ihrer Wahlpflicht werden genügen können. Wann die Stimmzählung beginnen wird, ist noch nicht abzusehen, vermutlich erst am Dienstag oder Mittwoch.
dr. öoebbtls: wir sind stark aus eigener krast
vedeulungsooUe Nede des Neichspropagandaministers auf einer Vehrmachtsveranstaltimg
Berlin, 39. September
Bei einer großen Wehrmachtsveranstaltung des Reiterregiments 9, Fürstenwalde, auf der Karls- horster Rennbahn, hielt der Gauleiter von Berlin, Reichsminister Dr. Goebbels, eine bedeutungsvolle Rede, in der er zunächst die besondere Ausgabe von Wehrmacht und Partei im Leben des deutschen Volkes aufzeigte. Die Armee stehe nicht mehr zwischen Volk und Staat, sie sei Mit- träqerin des Staates und Bundesgenosse des Volkes. Der Wiederaufbau der Wehrmacht habe dies erfordert. Wie notwendig es aber sei, daß ein Volk die Waffen besitze, um seine nationalen Rechte verteidigen zu können, das sehe man in der gegenwärtigen Weltkrise.
Ein Volk könne nur dann in Frieden leben, wenn es sich aus eigener Krast verteidigen
könne.
Es war nicht so leicht", rief Dr. Goebbels ;, „diese Armee aufzulbauen, wenn es auch ht ist, ihr jetzt, wo sie dasteht, zuzujubeln." s ganze Volk habe für den Aufbau dieser nee Opfer gebracht. Alle diejenigen, die auf terielle Vorteile in den letzten Jahren ver- tet haben, könnten heute mit Stolz sagen: lese Armee ist auch unsere Armee: wir haben mit aufgebaut." . .
>as Recht auf dieser Welt wird niemandem ge- nkt sondern behauptet", so erklärte der Reichs- lister unter dem Beifall der Massen. Darum ten wir den Völkerbund verlassen, als man t das nationalsozialistische Deutschland ebenso andeln wollte wie früher das republikani,che.
„Deutschland ist stark, wenn wir geschienen hinter seinen Fahnen stehen. Wen« wir aber schwach werden, dann wird es zugrunde
Dicher' Satz des Gauleiters geht in einem belsturm der Menge fast unter) ln Anbetracht der ungeheuren Leistungen der ten Jahre sei es unfair, an kleinen Schwierigen und Schäden herumzukritteln. 15 ^ahre nkerottwirtschaft könnten nicht in 2)4 Jahren ütiat werden. Die Kritikaster gehörten iener Sorte von Menschen, die nie zusneden- ellen seien „Wir könnten heute Wunder völligen. sie würden lleberwunder von uns verschulden machen, das könne jeder Strohkopf. rr Schulden abzutragen, dazu gehöre der M« Unpopularität. Und diesen Mut habe die ionalsozialistische Regierung aufgebracht. Keine icht der Welt könne sie dazu bringen, etwas zu was der Zukunft der Nat.on schade. Auch 'per aekeimen und osiencn Verstandn,slosig- L ««->-d°- nicht M-iern E
Nationalsozialismus für "^wendig halte.
trete infolge der schlechten Ernte des irwrn trete l « . Verknappung
-oen wahres Mer uno ^ ^ national-
^ n^e Staa w d Mittel und Wege fin- abiubelfen Es werde auch nicht Mrden Vß manch- Leute diese Dinge
ihrem Änlichen Vorteil ausnutzten.
Das vom Führer aufgestellte Prinzip: Lohnerhöhungen sind zurzeit nicht möglich, dafür muß aber auch jede Preissteigerung verhindert werden — dieses Prinzip werde in den nächsten Wochen und Monaten rigoros durchgeführt werden.
Die jetzige gespannte Weltlage verlange die volle Kraft der Nation, nicht nur durch den Aufbau der Armee, sondern auch durch Erhaltung der moralischen Widerstandskraft. Darum könne, so betonte der Minister unter lebhafter Zustimmung der Menge, eine Zersetzung des Volkes durch religiöse Streitigkeiten nicht geduldet werden. „Die Priester", so rief Dr. Goebbels aus, „mögen aus dem Kampffeld bleiben, und wir bleiben auf den Versammlungstribünen. Beide aber mögen dafür Sorge tragen, daß die politische Geschlossenheit des Volkes nicht angetastet werde."
„Wenn einer sich am Staate vergreift, so werden wir ihn um der Zukunft des Volkes willen vernichten müssen!"
Das gelte auch für die Jude «frage. Sie werde vom Staat gelöst werden. Wer nach der Annahme der Nürnberger Judengesetze aus eigene Faust Exzesse verübe, der vergreife sich am Staat, und der Staat werde ihn zur Rechenschaft ziehen. Der kommende Winter stelle uns auch außen
politisch angesichts der gespannten Weltlage große Aufgaben. „Wären wir heute wehrlos, so könnte keine Macht der Welt uns davor bewahren, in den Strudel eventueller Ereignisse hineingerissen zu werden. Heute beruht unsere selb st - gewählte Neutralität auf der eigenen Kraft der Nation."
Dr. Goebbels kam dann ayf die B e d r ä n g u n g der Memeldeutschen zu sprechen und erklärte: „Man soll in der Welt so lange nicht nur von Recht reden, solange man hier unter den Augen der Welt das Recht mit Füßen tritt." Die Welt möge im übrigen ihre Händel allein ausmachen. Wenn man aber versuchen sollte, uns in diese Händel hineinzuziehen, dann stoße man auf unsere Abwehr (stürmische Zustimmung). Dr. Goebbels rief nochmals zu fester Geschlossenheit auf. „Wir sitzen alle in einem Schiff! Da muß jeder in die Riemen greifen!"
Der Gemeinschaft von Volk, Partei, Armee und Fahne gehöre heute die ganze Nation an. Der Führer sei Wegweiser aus der Vergangenheit in die Gegenwart und aus der Gegenwart in die Zukunft. Ihm verdanke die Nation Brot und Arbeit und die nationale Freiheit. Deshalb gelte ihm der Dank des ganzen Volkes.
Ministerpräsident Sömbös beim Mrer
Kranzniederlegung am klzrenmal — empfang im kaufe Nörings
Berlin, 3V. September
Der Führer und Reichskanzler empfing gestern den ungarischen Ministerpräsidenten Eömbös zu einer längeren Besprechung, an der auch Ministerpräsident Eöring teilnahm.
Nach einem Besuch beim Reichskriegsminister Generaloberst von Blomberg begab sich Ministerpräsident Eömbös mit einigen Herren seiner Begleitung und der ungarischen Gesandtschaft zum Ehrenmal Unter den Linden. Dort hatte sich bereits eine nach vielen Tausenden zäylende Menschenmenge angesammelt. Gegen 11 Uhr ertönten die Kommandos. Unter den Klängen des Präsentiermarsches schritt Ministerpräsident Eömbös. begleitet vom Stadtkommandanten von Berlin. Generolmajor von Schaumburg, die Front der Ehrenkompanie ab. Er betrat sodann das Ehrenmal und. während die Menge ehrfurchtsvoll in tiefem Schweigen verharrte und der gesamte Verkehr auf wenige Minuten eingestellt wurde, ehrte der ungarische Ministerpräsident die gefallenen deutschen Soldaten. Er legte am Ehrenmal einen Kranz mit den ungarischen Nationalfarben rot-weitz-grün und der Aufschrift „Den deutschen Helden — der königl. ungarische Ministerpräsident" nieder.
Nach dem feierlichen Akt der Kranzniederlegung erfolgte der Vorbeimarsch der Ehrenkompanie. Bei der Abfahrt erwiesen die Tausende dem ungarischen Ministerpräsidenten den deutschen Gruß. — Es folgte ein Besuch beim Reichsaußenminister Freiherr von Neurath.
General Eöring gab zu Ehren des ungarischen Ministerpräsidenten in den Räumen seines Hauses ein Frühstück, an dem neben dem hohen ungarischen Gast und den Herren seiner Begleitung, dem ungarischen Geschäftsträger Vobrik und den Herren der Gesandtschaft auch zahlreiche deutsche Persönlichkeiten mit ihren Damen teilnahmen. Es waren neben Verwandten des Ministerpräsidenten zugegen die Reichsminister Freiherr von Neurath, Generaloberst von Blomberg, Dr. Schacht und Kerrl, ferner Botschafter von Ribben- trop, die Staatssekretäre Jost und Körner. Generalleutnant Beck sowie die Generalmajore Wever und Behseling.
Anläßlich des Besuches des Ministerpräsidenten Eömbös in Berlin waren den ganzen Tag über rnblreiche Einwohner der Reichshauptstadt in der Wilhelmstraße vor der Reichskanzlei versammelt, die dem ungarischen Regierungschef, als er die Reichskanzlei verließ, stürmische Ovationen bereiteten.
Mitztlimus der NaNon
Von
Viktor I-ntrs, gtnksvbek äsy 8V.
ML. Die Tage von Nürnberg sind kaum vorüber und schon wird — ein markantes Merkmal der dynamischen Kraft der nationalsozialistischen Idee — das Erleben des Parteitages der Freiheit zur Tat. In allen Gauen, in Städten und Dörfern, auf allen Straßen Deutschlands marschiert wieder die Garde der Partei. Voran die SA., die Schutzbruppe, der aktive Stoßtrupp der Bewegung. Männer aus dem Volk im Kampf für ihr Volk. Aktivisten der nationalsozialistischen Weltanschauung.
Die Fahne, der die Männer folgen, ist heute die Fahne des Reiches. Vor der Feldherrnhalle in München erhielt sie vor mehr als einem Jahrzehnt die heilige Weihe durch das Blut deutscher Kämpfer. In Sturm und Not, in Kampf und Tod wehte sie der Bewegung in Deutschlands schwerster Zeit voran. Ein Zeichen des Kampfes für die Freiheit. Am 30. Januar 1933 wurde die Sturmfahne der SA. die Fahne des Sieges. Später scharte sich das Volk um sie. Heute ist sie das Banner der Nation! So, wie die Sturmfahnen der SA. die Einheit von Partei, Volk und Staat symbolisch dartun, verkörpern die Männer, die hinter den Fahnen und Standarten der SA. marschieren, die Ejsssamtheit des Volkes, den Willen der Nation!
SA. marschiert!
In ihrem Marschtritt liegt der Rhythmus der Nation, in ihrer Haltung deb neue Lebensstil des Volkes! Ein trutziges Bekenntnis schwingt sich durch diesen Rhythmus. Ein Bekenntnis zum ewigen Jungbrunnen des Volkes: Zu Blut und Boden! Das Wort Ernst Moritz Arndts findet in der Haltung der Männer seinen Niederschlag: . ein Volk zu sein, das ist die Religion unserer Zeit!" Die Idee, die zum Lebensinhalt der Nation wurde, ist die tiefste Empfindung ihrer Seele.
In der Zeit der Schmach und des Niederganges geboren, aus einer Epoche der Ehrlosigkeit und Korruption herausgewachsen, ist die SA. beute ein unerschütterlicher Fels, an dem sich die Gegner aller Schattierungen den Schädel einleimen werden. Denn der Wille und der Glaube des deutschen Volkes ist bei uns, weil wir aus und bei diesem Volke sind. Weil deutsches Blut in unseren Ädern fließt, weil wir von einer deutschen Mutter geboren, auf deutschem Boden aufgewachsen sind. So ist unsere Mission deshalb eine schicksalsbedingte, weil ihr die blutmäßige Berufung zugrunde liegt. So ist unser Kampf deshalb ein schicksals- und gottgewollter, weil wir ihn für die von Gott geschaffene Gemeinschaft des deutschen Volkes führen. Das ist der unerschütterliche Glaube, den uns der Führer gegeben hat, und den wir in der nationalsozialistischen Idee von Generation zu Generation zu tragen berufen sind.
Die Worte, die der Führer in der Nürnberger Luitpoldarena zu seinen SA.-Männern sprach, sind uns Anerkennung und Verpflichtung.
„Die SA. steht!" Das ist die Antwort des Führers auf die jüdisch-bolschewistischen Drohungen, die während des Kominternkongresses in Moskau gegen das nationalsozialistische Deutschland ausposaunt wurden. Die SA. steht! Das ist und wird immer die Antwort der SA. sein auf alle Angriffe, die sich gegen den Führer und seine Idee, die sich gegen Deutschland richten.
Bolschewismus, Judentum, Reaktion und wie unsere Gegner immer heißen und sich nennen mögen, haben dort, wo die SA. marschiert, ihre Daseinsberechtigung verloren. Sie haben dort wo die Sturmsahnen der SA. einer neuen Zei( voranflattern, nichts mehr zu suchen. Wir formen uns Deutschland ahne ihr Tun und Lassen. Wir dre politischen Soldaten, nach dem Befehl und Willen unseres Führers.
. Stärker, kampfesfreudiger und mutiger denn ;e sind die Männer der SA. von Nürnberg in ihre Heimatorte zurückgekehrt. Der Führer hast ihnen erneut das Ziel gewiesen, hat ihnen neue Kraft und neuen Willen gegeben zu ihrer Arbeit für die nationalsozialistische Idee.
Was wir erkämpften und in Zukunft erkämpfen werden, lassen wir nicht antasten. Die Weltanschauung, aus der unser Staat erstand deren dynamische Kraft uns Freiheit und Ehre wiedergab, werden wir tragen und künden, bis auch der letzte deutsche Volksgenosse indieser Idee lebtund für siezuster- ben bereit ist.
Das, SA.-Männer, ist Verpflichtung, die uns aus den anerkennenden Worten unseres Führers erwächst. Und wir werden, diese Pflicht erfüllen unter Einsatz aller Kräfte, mit letzter und höchster Hingabe. Der Weg, den der Führer geht. ist unser Weg. Es ist der Weg, an dessen Ende ein nationalsozialistisches Deutschland steht.
So, wie uns Nürnberg gesehen hat. braucht uns der Führer heute, morgen und an jedem Tag. Die Fahnen hoch und Tritt gefaßt. Solange wir marschieren, lebt Deutschland!