partmamtklageszeitung der
NationalsozialislenVremens
Das flmtsblatt des Senats ^ der Zreien Hansestadt Sremen
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ssr. 26V / 5. Jahrgang
srettag, 20. September
Einzelpreis 15 Nps.
Her schaffende Mensch Mittelpunkt im betriebe
das natlonalsoiialistische flrbeitsrecht stellt nicht nur auf dem Papier: Probe Verletzung fützrt zur Vertzaftung
eines jüdischen veteiebsfützrers
Unser Ittgesspiegsl
Man rechnet wegen der llnlösbarkeit des italienisch-abessimschen Konflikts mit einer Dauertagung des Völkerbundes.
Ueber Malta fanden großangelegte Lustmanöver statt.
Generalinspektor Dr. Todt sprach in Warschau über die Entwicklung des Straßenbauwesens.
Ministerpräsident Göring legte in Kassel die Aufgaben des nationalsozialistischen Theaters dar.
Bei Zchneidemühl wurde ein Mischer Betriebssichrer wegen lebensgefährdender Nachlässigkeit verhaftet.
Das deutsche Volkseinkommen war 193t rund 8 Milliarden höher als 1933.
Das Unwetter über Norddeutschland hat weitere grobe Schäden angerichtet.
Gestern abend hielt Graf Luckner in Bremen einen begeistert aufgenommenen Vortrag.
tzochtzer;iger flkt des sührers
Das Geschenk Adolf Hitlers dem Kaiser von Japan überreicht
Tokio,, 29. September.
Der japanische Botschafter in Berlin Graf Mushakojihat das vom Führer und Reichskanzler dem Kaiser von Japan geschenkte berühmte Kaiser-Saga-Vild in einer feierlichen Audienz im Beisein des Ministerpräsidenten Hirota dem Kaiser überreicht. Der Kaiser hörte einen Vortrag über die Geschichte des Bildes an sowie einen Bericht über- die Einzelheiten bei der llebergabe des Bildes durch den Führer an den Grafen Mushakoji in Berlin. Das Kaiser- Bild wird dem kaiserlichen Staatsschatz einverleibt und im Tempel inKyoto untergebracht, wo es schon in früheren Jahrhunderten aufbewahrt worden ist. Die japanische Presse berichtet ausführlich über die Uebergabe des Bildes und spricht dabei von einem hochherzigen Akt des Führers.
freiwillige Siensiverpflichlungen von Soldaten
Lr. Berlin» 20. September.
Der Reichskriegsminister hat die Frage des Abschlusses von freiwilligen Dienstverpflichtungen von Soldaten bei anderen Truppenteilen oder Wehrmachtsteilen als denen, denen sie angehört haben, jetzt geregelt. Der Abschluß solcher Dienstverpflichtungen ist nur mit Zustimmung des Stammtruppenteils oder des Stamm-Marineteils zulässig, es sei denn, daß seit der Entlassung bereits ein Jahr verflossen ist. Der Abschluß von freiwilligen Dienstverpflichtungen bei Heer oder Luftwaffe, mit Soldaten, die der Kriegsmarine angehört haben, bedarf aber in jedem Falle, auch wenn ein Jahr seit der Entlassung verflossen istz der Genehmigung des Stamm-Marineteils. Für Soldaten, die einem in Ostpreußen stehenden Truppenteil in aktiver Dienstpflicht abgehört haben, gilt eine Sonderregelung.
Neuer Wehrpaß
Lr. Berlin, 20. September.
Der Oberbefehlshaber des Heeres hat angeordnet, daß die zur Entlassung kommenden Soldaten bis auf weiteres einen Militärpaß nach dem bisherigen Muster erhalten. Ein Muster für einen neuen Wehrpaß befindet sich in Vorbereitung. Der neue Wehrpaß wird wahrscheinlich Anfang 1938 zur Ausgabe gelangen. In Zukunft wird Hon Lei der Musterung der Wehrpaß dem Wehrpflichtigen von dem Vezirks-Kommando ausgestellt.
Sie Steuerkarte kommt früher
Lr. Berlin, 20. September.
Der Reichsfinanzminister hat durch Runderlaß die Nachgeordneten Behörden ersucht, die Ausschreibung der Steuerkarten für 1938 schon jetzt vorzubereiten. Die Steuerkarten bleiben im Format und in der Farbe unverändert. Da die Steuerkarte für 1936 aber auch der Erhebung der Bürgersteuer dient und der Bürgersteuer 1936 alle Personen unterstehen, die am 10. Oktober 193o das 18. Lebensjahr vollendet haben, darf die Ausschreibung von Steuerkarten nur bei Personen unterbleiben, die am Stichtag noch nicht 18 Jahre alt sind. Die Vorschriften des Einkommensteuergesetzes und der entsprechenden Gesetze werden vom 1. Januar 1936 ab auch im Saarland durchgeführt, während bei der Bürgersteuer im Saarland noch Ausnahmebestimmungen erlassen werden.
Schneidemühl, 20. Sept.
Das Amtsgericht Schlochau hat gegen die Besitzerin des Mühlenbetriebes Zimmermiihl im Kreise Schlochau, die Jüdin Johanna Kienast, und gegen deren Sohn Heinz Kienast, den Betriebssichrer, die Inhaftierung angeordnet. Es hat sich herausgestellt, daß die primitivsten Sicherungsmaßnahmen in dem Betrieb der Festgenommenen gefehlt haben und auch im übrigen unglaubliche Zustände in der Mühle herrschten.
Durch die Mißwirtschaft der jüdischen Mllhlen- besitzerin und ihres Sonnes ist am 15. September der 15jährige Hitler-Junge Rudi Mell aus Wehmersdorf tödlich verunglückt. Der Junge geriet beim Häckselschneiden in den nicht vorschriftsmäßig gesicherten Treibriemen, wurde mit
Berlin, 20. September
Da man in Genf wenig Hoffnupg hat, daß die Vorschläge des Fünferausschusses zur Beilegung des italienisch-abessimschen Konfliktes von Mussolini angenommen werden, rechnet man mit einer Dauertagung der Völkerbundsversammlung. Besonders die kleinen Staaten dringen in Gens darauf, daß der Völkerbund nicht eher auseinan- dergeht, bis es in der abessinischen Frage, so oder so, zu einer Entscheidung gekommen ist. Zunächst dürfte in Genf eine mehrtägige Pause der Verhandlungen den Italienern Gelegenheit zur Ueberprllfung des Vermittlungsplanes geben.
Widerspruchsvoll sind die Meldungen über das weitere Verhalten Italiens. Einesteils hat der italienische Regierungschef dem römischen Vertreter eines großen englischen Blattes die Erklärung abgegeben, daß die Vorschläge des Fünferausschusses nicht nur unannehmbar, sondern sogar lächerlich seien, andernteils glauben englische Pressevertreter in Genf aus Anlaß der britischen Flottenzusammenziehungen im Mittel- meer eine „entscheidende Nervosität bei den Italienern" wahrzunehmen.
In der Tat geht England im Mittelmeer außerordentlich entschlossen vor. Generalmajor Andrew McCulloch, der Befehlshaber der 52. Division, reist heute von England ab, um den Oberbefehl über die britischen Truppen aus Malta zu übernehmen.
Malta selbst stand in diesen Tagen im Zeichen großer Luftmanöver. Die Hauptstadt war während einer ganzen Nacht in Dunkelheit gehüllt, während Scheinwerfer den Himmel nach „feindlichen" Flugzeugen absuchten. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Aeußerung der Pariser Zeitung „Oeuvre", daß Mussolini durch die englischen militärischen Vorbereitungen in den nächsten Tagen vielleicht dazu bewogen werden könne, den Genfer Vorschlag
Kassel, 20. September.
Das preußische. Staatstheater Kassel begann am Mittwochabend seine neue Spielzeit mit einer Fest- aufführung des „Freischütz", die durch die Teilnahme des Ministerpräsidenten Eöring mit ,einer Gattin und zahlreicher Ehrengäste ein ganz besonderes Gepräge erhielt. Den Max sangMarcel Wittrisch von der Berliner Staatsoper. Während der Beifall des Hauses immer und immer wieder aufrauschte, nahm Ministerpräsident Eöring Gelegenheit, der Künstlerschaft und dem technischen Personal seinen besonderen Dank für die einzigartige und hochstehende Festaufführung auszu- sprechen.
Um Mitternacht fand zu Ehren des Ministerpräsidenten Göring im großen Rathaussaal ein festlicher Empfang durch die Stadt Kassel statt, bei dem Oberbürgermeister Dr. Lahmryer in einer herzlich gehaltenen Ansprache dem Ministerpräsidenten in dankbarer Anerkennung die große silberne Ehrenplakette der Stadt Kassel überreichte.
Ministerpräsident Eöring dankte für die ihm zuteil gewordene Ehrung und sprach über die pre u- ßischen Staatstheater. „Als ich das letzte Mal in Kassel war", so führte der Ministerpräsident aus, „hatte ich mich entschlossen, das Theater in Kassel neu auszubauen.
ungeheurer Wucht um die Welle geschleudert und gräßlich verstümmelt. Das Unglück geschah am Sonntagmorgen um k-8 Uhr. während der verantwortungslose Betriebssührer, der Sohn der jüdischen Besitzerin, noch nicht von einem Vergnügen zurückgekehrt war.
Der Hitler-Junge war übrigens von den Müh- lenbesitzern in unverantwortlicher Weise ausgenutzt worden. Von früh bis spät wurde er zu allen nur möglichen Arbeiten gezwungen. Ohne das Handwerk erlernt zu haben, mußte der Fünfzehnjährige die ungenügend gesicherten Apparate der Mühle zum Schneiden und Mahlen selbständig bedienen. Schon die erste Untersuchung ergab, daß das Unglück nur durch das Fehlen der einfachsten Sicherungen und Schutzvorrichtungen möglich war.
hoch npch als Verhandlungsgrundlage anzunehmen^ da der Duce sich darüber klar sei.^ daß, die Engländer diesmal zum Kriege entschlossen seien.
-Unklar" ist noch immer die Haltung des französischen Ministerpräsidenten Lava l. Man neigt in Paris zu der Ansicht, daß Frankreich im äußersten Falle mit England zusammengehen werde, doch soll einem Genfer Gerücht zufolge Laval Mussolini versprochen haben, an keinen militärischen Operationen teilzunehmen.
Bezeichnend für den Fortschritt und das Ziel der militärischen Vorbereitungen Italiens ist die Aeußerung Mussolinis:
„Es sieht so aus, als ob der Völkerbundsausschuß glaubt, ich sei ein Sammler von Wüsten. Es scheint in Genf angeregt zu werden, daß den 200 900 italienischen Soldaten in Ostafrika erzählt werden solle, sie hättep nur einen Ausflug gemacht. Das wird unter keinen Umständen geschehen."
Er, Mussolini, habe von den Franzosen vor kurzem 110 000 Quadratmeilen der Wüste Sahara er-
Rom, 20. September.
Ein Leitartikel der.„Tribuna". setzt sich am Donnerstag mit der Möglichkeit von Sühne-, maßnahmen auseinander. Das Blatt schreibt, daß zum erstenmal in der Geschichte des Völkerbundes nicht nur die Anwendung von Sanktionen ohne Verfahren zugegeben werde, sondern daß sogar Präventivsanktionen vorgesehen seien, denen militärische Maßnahmen vorangingen, die ausschließlich von England ergriffen würden und offensichtlich kriegerische Vorbereitungen bedeuteten. So gewollt ausweichend und langsam die britische Haltung gegenüber den berechtigten italienischen Interessen gewesen
Die Schließung eines Theaters ist im Reiche Adolf Hitlers eine Unmöglichkeit. So galt es nur, den Rahmen für das Staatstheater zu bestimmen.
Es lag mir nicht daran, das Kasseler Theater nur kümmerlich zu erhalten als ein Provinztheater, sondern ihm eine besondere Gestaltung zuteil werden zu lassen. Dies war nur möglich, wenn das Kasseler Theater wieder zum Staatstheater gemacht wurde; denn nur so gelang es auch, die starken Mittel des Staates zu seiner Ausgestaltung in Anwendung zu bringen. Grundsatz der Theaterführung ist'die lebendige Gestaltung des Führerprinzips. Wenn heute die nationalsozialistische Bewegung an die Gestaltung dieser Dinge herangeht,' die auf dem Gebiete der Kultur und der Kunst liegen, so müssen noch viel härtere Gesetze gelten'als in anderen Dingen.
Zum Schluß seiner Ansprache brachte Ministerpräsident Göring zum Ausdruck, daß alles, was sich auf die Basis des Nationalsozialismus stelle, tausendjährigen Bestand haben werde. Das deutsche Volk sei gerettet worden durch den Nationalsozialismus. Die Bewegung allein gestalte das deutsche Leben; sie schaffe allein die Voraussetzung für den Staat. Ohne den Sieg der Bewegung bestände kein Theater und gäbe es keinen Aufstieg des deutschen Volkes.
Die jüdische Betriebsinhaberin und ihren Sohn trifft daher die volle Schuld an dem Tode des Rudi Mell.
Dieser neue Fall, der wiederum das Leben eines wertvollen jungen Menschen gefordert hat, zeigt, daß jüdische Betriebe überhaupt ungeeignet sind, deutsche Jungarbeiter zu beschäftigen. Die schamlose Ausnutzung des Rudi Mell, die geradezu verbrecherische Nichtbeachtung der gesetzlichen Schutzvorschriften und die leichtfertige Abwesenheit des jüdischen Betriebsführers mußten schließlich zu dem schweren Unfall führen. Bei einer derartigen Häufung von Nachlässigkeit und Verschulden kann man fast nicht mehr von einem Unglück, als viel eher von fahrlässiger Tötung sprechen.
halten. In diesem Gebiet wohnten genau 62 Menschen, die man nach langem mühseligen Suchen m einem einsamen Tal gefunden habe, wo zufällig genug Wasser vorhanden wär. Das Danakil-Land sei der Boden eines ausgetrockneten Meeres und bilde eine Wüste weißen Salzes von 200 Meilen Länge. Dort wachse nicht ein Grashalm, und nicht einmal ein Abessinier könne dort Lebensunterhalt finden.
In Gens ließ Mussolini durch Baron Aloisi erklären, daß er keinerlei Ratschläge wünsche.
Schließlich sei noch verzeichnet, daß sich die griechische Regierung für strengste Neutralität, die im Rahmen des Balkan-Paktes beobachtet werde, entschieden hat. Die griechische Flotte hat Saloniki verlassen und ist nach Istanbul ausgelaufen. Der Ministerrat in Athen hat beschlossen, in Rom erneut diplomatische Schritte wegen des Anlaufens griechischer Häfen durch italienische Kriegsschiffe zu unternehmen.
sei, ebenso überstürzt sei nunmehr die imperialistische Militäraktion im Mittelmeer, mit der unter Bruch aller internationaler Beziehungen und Vereinharungen die Einschaltung des Völkerbundes verlangt werde. Der Völkerbund müsse sich klar darüber sein, daß das Mittelmeer ausschlaggebend für das Schicksal Europas sei.
In Gibraltar wurde nach einer Reutermeldung folgende amtliche Bekanntmachung angeschlagen: „Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß es sich im Falle gewisser Notstände unter Umständen als notwendig erweisen wird. in ganz Gibraltar die Lichter auszulöschen. Dies wird möglicherweise durch die Absperrung der Hauptkraftanlage geschehen. Der Bevölkerung wird daher empfohlen, sich Vorräte an Kerzen und anderem hinzulegen. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß auch solche Lichtquellen sorgfältig abgedichtet sein müssen. Zuwiderhandlungen werden geahndet."
weitere rruppenoerschisfungen
Mailand, 20. September.
Auf dem Dampfer „Lombardia" haben in der Nacht zum Donnerstag die letzten Abteilungen der Division Cosseria, nämlich drei Infanterie- bataillone, eine Ersatzkompagnie, eine Abteilung Karabinieri und Sanitätspersonal, im ganzen 121 Offiziere und 3600 Soldaten, Genua verlassen.
Der Herzog von Bergamo hat Mailand verlassen, um sich nach Ostafrika zu begeben, wo er das Kommando einer Infanteriebrigade übernehmen wird. — Der Kreuzer „Eugen von Sa- voyen", eines der modernsten und schnellsten Schiffe der italienischen Kriegsmarine, der vor einigen Monaten vom Stapel gelaufen war, wird in den nächsten Tagen zu seinen ersten Probefahrten auslaufen.
Ueber die strategische Lage an der Grenze zwischen italienisch Nordafrika und Aegqpten verlautet: Die italienischen Truppen sind in der Hauptsache an der Grenze zwischen den heiligen Städten Zarabub und Kufra zusammengezogen. Zwischen ihnen und Aegqpten befindet sich längs der Grenze eine dreifache, zum Teil elektrisch geladene Stacheldrahtsperre, die von General Grazinni errichtet wurde, um den ägyptische,, Wafsenschmuggcl zu verhindere
(Siehe auch Seite 2.)
See Staatsjugendtag
Zum neuen Erlaß des Reichsministers Ruft
„Jeder ist verpflichtet, seinem Volke zu dienen, sich für diesen Dienst zu rüsten, körperlich zu stählen und geistig vorzubereiten und zu festigen. Und je früher diese Vorbereitungen anfangen, um so besser. Wir werden nicht in der Zukunft 10 oder 15 Jahre in der deutschen Erziehung versäumen, um später gutmachen,zu müssen, was vorher leider schlecht geworden ist. Unsere Absicht und unser unerschütterlicher Wille ist es, daß wir schon in die Herzen der Jugend den Geist hineinbringen, den wir im großen Deutschland als den allein möglichen und für die Zukunft erhaltenden sehen möchten und sehen wollen. Und wir wollen das nicht nur, wir weiden es durch- sllhren"
Mit diesen Worten hat der Führer in Nürnberg in großem Aufriß das Programm der nationalsozialistischen Jugenderziehung festgelegt. In mehreren umfassenden Erlassen des Reichsministers Rust ist bereits diese Bahn beschritten. Es ist ein immer noch weitverbreiteter Irrglaube, anzunehmen, daß die Jugenderziehung nur im Rahmen der Familie oder der Schule sich zu vollziehen und daß eine Schulreform sich lediglich auf Cchulformen, Stundentafeln und Stoffpläne zu erstrecken habe: Wie die nationalsozialistische Revolution von ,Grund aus das ganze Volksleben neugestaltet, so auch die Jugenderziehung. Neben die bisherigen Erziehungsfaktoren Elternhaus und Schule tritt als dritter die Jugendbewegung, verkörpert durch die Hitler-Jugend, in all ihren Gliederungen. Diese drei großen Säulen stehen nebeneinander, gleich gerichtet und gleich stark, um den großen Neubau der Erziehung im Dritten Reich« zu tragen.
In dem Erlaß des Reichsministers Rüst über die Schulgemeinden und Jugendwalter vom 21. Oktober 1934 ist diesen Gedanken bereits entsprochen, Eltern, Lehrer und Beauftragte der HI. wirken hier in gemeinsamer Erziehungsarbeit zusammen, um das Leben der Schule im Sinne der nationalsozialistischen Bewegung zu gestalten. Nicht allein durch Unterricht in der Schule hat sich die Jugenderziehung zu vollziehen. Nicht minder wichtig ist die nationalpolitische Erike hunq unserer Jugend; zu diesem Zwecke schuf Minister Ruft durch Erlaß vom 30. Juli 1934 die Einrichtung des Staatsjugendtages. Fortan sollten alle der HI. angehörenden Jungen und Mädchen am Sonnabend vom Unterricht befreit, sein und der Bewegung zur Verfügung stehen. Hiermit war ein weiterer Schritt auf dem Wege der Schulreform getan, der nicht, wie Minister Rüst einmal gesagt hat, mit Sieben- msilenstiefeln zurückgelegt werden kann und darf. . Aus der Tatsache, daß noch nicht alle Schüler ä? waren, auch die berufstätigen HJ.-
Angehörigen bisher nicht freigemacht werden konnten, ergab sich, daß der Staatsjugendtag nicht restlos durchgeführt weiden konnte. Die in der Schule zurückbleibenden Schüler, vor allem der höheren Schulen, hatten vielfach noch Unterricht am Sonnabend, und die Folge war, ^flchadurch wieder den in der Bewegung tätigen schulern, also gerade denen, die am ehesten einsatzbereit waren, mancherlei Nachteile in schulischer Hinsicht erwuchsen. Auch wurden die übrigen sckultage zu stark überlastet.
Diesem Zustand wird durch den neuesten Erlaß des Reichserziehungsministers ein Ende bereitet. Fortan erhalten alle deutschen Jungen und Mädchen von der Grundschule bis zur Reifeprüfung am Sonnabend, dem Staatsjugendtag, keinen lehrplanmäßigen Unterricht mehr. Dieser ^erg .?krd damit ganz in den Dienst der nationalpolitischen Erziehung aestellt. Soweit die Jugend noch nicht von der HI. erfaßt ist, wird sie auf andere Weise betreut; jedenfalls darf kein Fach- mehr an diesem Tage erteilt werden.
Miteinbezogen sind auch die Grundschüler also die drei bis vier Jahrgänge, die nicht zum Jungvolk gehören. Es versteht sich von selbst, daß d'ie vationalpolitlsche Schulung dieser Altersstufen sich 'u den ibr gemäßen Formen vollziehen wird. In welcher Weise das geschehen muß. wird ein weiterer Erlaß regeln. Dadurch, daß auch die iungste Schuljugend mit erfaßt wird, kann frühzeitig eine Erziehung zum Jungvolk geschaffen werden. So ist fortan der Staatsjugend- tag der Tag der nationalpolitischen ^^öiehung der gesamten deutschen Schuljugend, uno hoffentlich wird er bald die ganze deutsche Jugend — also auch die be- ruistätige — umfassen.
Schulunterricht und Staatsjugendtag sind damit klar gegeneinander abgegrenzt, und so wird diese ueue Regelung auch der Schule Früchte bringen. Allerdings werden die übrigbleibenden fünf Wochentage für eine gediegene Unterrichtsarbeit in der Schule nicht ausreichen. Eine Uebertragung aller am Sonnabend fortfallenden Stunden auf die übrigen Wochentage würde zu einer unerträglichen Ueüerlastung der Jugend geführt haben. Darum mußten entweder Stunden fortfallen oder es mußte eine andere, grundsätzlich neue Verteilung des Unterrichts vorgenommen werden. Da der erste Weg aus mancherlei Gründen un-
England übernimmt Sie Führung
Luftmanöoer über Malta — Vauertsgung See Völkerbundsversammlung! — Zuspitzung des britisch-italienischen
öegensatzes — Mussolini will kein Vüstensammler" sein
was das Mater dem Mrer verdankt
Ministerpräsident vöring in Kassel — sestaufsiitzrung im Staatsttzeater
Das Mittelmeer ausschlaggebend
Italien un- die militärischen Maßnatzmen Englands - Sibraltar richtet sich
aus -gewisse Vorstünde" ein