parteiamtl.Iageszeitung der
Nationalsozialisten Vremens
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W. 257 / 5. lalirgang
Dienstag, 17. September
kinzelprels 15 Nps.
Her fülirer an die junge deutsche Wehrmacht
Unvergleichlicher Iruppenaufmarsch vor fldolf ljitter / „Luftangriff auf das„Sroßkraftwerk sranken"
Maffenandrang der Volksgenossen / Jubel um den obersten Vefelilstiaber
„Soldat fein ffeißt > Opfer bringen"
Nürnberg, 18. September
. Vetm Truppenaufmarsch auf der Zeppelinwiese Met den wir auf Seite 2 ausführlich berichten) hielt -er Führer folgende Ansprache:
Soldaten der neuen deutschen Wehrmacht!
. Zum zweitenmal treten Verbände des Heeres and der Marine auf diesem Platz an. Zum erstenmal im Zustand der neuen Wehrfreiheit. Nur sind zu euch gestoßen die neuen Verbände unserer deutschen Wehrmacht, die nun dem deutschen Volk in einem solchen Bild gezeigt werden können.
Der Deutsche war stets ein guter Soldat. Der Dienst der Waffe war für unser Volk kein Zwangsdienst, sondern in allen Zeiten unserer Geschichte ei» höchster Ehrendienst. Um so schmerzlicher und niederdrückender war es für den deutschen ehrliebende» und anständigen Mann, nicht Soldat sein zu dürfen. Und wenn, dann unter entwürdigenden und demütigende» Bedingungen. Wie sehr dieser Zustand nun überwunden ist, zeigt euch, meine Soldaten, und am heutigen Tag dem ganzen deutsche» Volk dieses Bild der Vereinigung des deutschen Mannes als Soldaten mit der modernen technische» Waffe.
Nun wird wieder jeder deutsche junge Mann, soweit er von der Nation als würdig angesehen wird, in eure Reihen einrücken. Und ihr werdet nun wieder Dienst tun mit den Waffen, die heute in der Welt allgemein sind.
.leder von euch muß 0pfer bringen"
Dieser Dienst, er erfordert von jedem einzelnen von euch Opfer. Jeder von euch mutz bringen ein Opfer an persönlicher Freiheit, er mutz bringen Gehorsam, Unterordnung, aber auch Härte, Ausdauer und über allem höchstes Pflichtbewußtsein.
Allein diejenigen irren sich, die glauben, daß dieses Opfer dem deutschen Mann abgepreßt werden mutz. Das habe» zu allen Jahrhunderten die deutschen Männer freiwillig geleistet und sie waren stolz auf diese ihre Leistung. Und nicht nur im Frieden hat der Deutsche als Soldat dieses Opfer freudig der Nation gebracht, sondern nicht minder auch dann, wenn die Not des Reiches ihn ausrief zum Schutze von Volk und Vaterland. Der Deutsche war nicht nur ein guter Friedenssoldat, sondern er war stets auch ein tapferer Kämpfer.
Was bedeuten nun aber alle die Opfer, die von euch und von uns heute gefordert werden, gegenüber den Opfern, die vor 20 Jahren von Millionen von uns und unseren Kameraden gefordert worden sind! Möge jeder von euch, wenn er je den Dienst des Soldaten als schwer empfinden sollte, bedenken, daß acht Tage Trommelfeuer von den Bataillonen und Regimentern unserer alten Armee mehr an Opfer forderten, als der Dienst des Friedens eines ganzen Jahres. Das deutsche Volk in Waffen ist darüber nicht zerbrochen. Es zerbrach, nur weil es seine innere Freiheit, seinen inneren Glauben an sein Recht verloren hatte. Dieser Glaube ist heute wiedergekommen, und diesen Glauben, meine Soldaten, haben nicht nur Hunderttausend« von euch, sondern Millionen und Millionen unserer Volksgenossen umhüllen euch mit diesem heißen Glauben, mit dieser heißen Zuversicht und mit dieser warmen Liebe.
dos Volk für kuch! Ihr für das Volk!
Und wenn ihr persönlich Opfer bringen müßt an Gehorsam, an Pflichterfüllung, an Unterordnung, an Härte, an Ausdauer, an Leistungsfähigkeit: Vergeht nicht, meine Soldaten, das ganze deutsche Volk bringt auch fllreuchgroße Opfer. Es ist für das deutsche Volk schwer, das aufzubauen, was hier und an zahllosen anderen Orten Deutschlands heute steht. Schwere Opfer muß unser Volk bringen und bringt sie doch gerrw. Denn es möchte erstens seine Söhne nicht schlecht gerüstet wissen und zweitens, es mochte
nichtDeutschlandweiterhinwehrlos
sehen. Und so bringen wir diese Opfer denn fortdauernd gemeinsam — das Volk fü r eu ch, ihr für das Volk! Beide für Deutjchland,. unser Volk und liebes Deutsches Reich! Und wir bringen diese Opfer außerdem in der Ueberzeugung, daß es keines Krieges bedarf,
um uns dafür zu entlohnen.
Einst hatte Deutschland e-ne stolze und tavfere Armee, hatte heldenhafte Kampfer. Das ist bei deutschen Soldaten das Natürliche. Aber sie war nicht nur im Krieg die große Wehr der Nation, fie war im Frieden die herrliche Schule unsers Volkes Sie hat uns alle zu Männern gemacht, und der Blick auf sie hat uns den Glauben immer llAfrechtevhalten an die Zukunft unseres -olles.
kOroktdericNt unseres nscsi dlürnberg eni- sanciten ZonäerdericKterststters)
K. ll. Nürnberg, 16. September.
Die Stadt der Reichsparteitage, die geschfchts- schwere Stadt und Feste sollte heute die Stätte sein, an der das Dritte Reich zum ersten Male vor Volk und Welt seinen wiedererwachten Wehrwillen in einer unbeschreiblich großartigen Schaustellung seiner soldatischen Festigkeit und Harte bekundete.
Tag der Wehrmacht! Krönung und Abschluß des Parteitages der Freiheit und mit ihm fiegstrahlendes Vorbild aller künftigen Reichstreffen der Bewegung. Damit ist für alle Zeit vorgezeichnet, daß Nürnberg Jahr für Jahr einmal der Spiegel des völkischen Lebensbandes der Deutschen sein soll, daß hier — am Orte unver- lorener großer Vergangenheit — die Wurzel un
serer Kraft, der Lebens- und Kulturwille unseres Volkes, sich neu befestigen soll.
Die Gemeinschaft der Deutschen, verkörpert in den Hunderttausenden und Millionen, die um, vor und mit ihrem Führer den Marsch in die kommende Zeit, in künftige Prüfung, zu Gefahr und Sieg angetreten haben, sieht sich in Helm und Waffe, erlebt an ihrem Heer unmittelbar die Volkskrast, die selbst vor einer Welt von Feinden nicht zu Grunde ging.
' Mag die Kunst des Krieges Waffen über Waffen ersinnen: nach dem Wort, das Adolf Hitler heute an seine Truppen richtete, war und wird für immer der deutsche Soldat, der deutsche Mensch der Härte, Zucht, Reinheit und Opferbereitschast Rückgrat aller völkischen Selbft- b e h a u p t u n g sein. Die Verteidigungsmittel der Neuzeit wiegen technisch wohl mehr als Schwert und Schild und sind darum unerläßlich
und notwendig geboten — aber der Kampfgeist, der fanatische Wille der Selbstverteidigung und damit die Friedensliebe machen erst die Stärke der Wehr und geben die Schärfe des Schlages, der unweigerlich kommt und trifft, wenn der Angriff droht.
So war die Parade der Wehrsormationen, welche die Schlagkraft und Disziplin unserer Armee zu Lande, in der Lust und zu Wasser vor aller Augen eindringlich und erhebend bewies, über die RstEiche Rechenschaft von der Selbstzucht der Nation hingus Ruf und Mahnung an die Welt, daß wir Deutschen uns fortan wreder vor nichts mehr fürchten als vor Gott. Und wir geloben ihm heute — wie der Große Zapfenstreich als Ausklang des Reichsparteitages 19 3 8 bekundete und für ewig erhärten sollte — unser Leben so zu führen, daß wir einst vor der Nachwelt bestehen...
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Uuväbilä: l)sr llUlirsi uvä Usidiskavrlsr ^äolk klitlsr, Oberster Lvksblsbsbsr äsr IVsbi maokt, rvährsvä sivos Navövsrgssxräobs — Blick oben links: Usieliskrisgsininistsr Oensralodsrst v. UlowbsrA. Obsrbsksblsbebsr äsr iVsbrmaoüt — 8 ilä oben rsobts: Ksnsrs.1 <lsr Xr- tillsris llrbr. v. llritsob, Obsrbsksblsbabsr <iss llssrss — 8 i 1 ä unten links: Lämiral Dr. li.o. Rasäsr, Obsrbskslilsliäber äsr Lrisgsmarins — 8 iIä unten rsobts: kvieksministsr äsr lluktkebrt Osnsrsl äsr üllisgsr Oöring, Obsrbekslilslmbsr äsr Imttvakks
Und diese alte herrliche Armee, sie ist nicht tot. sie ruhte nur und ist wieder auferstanden nur in euch!
Fhr, meine Kameraden, tragt an der Spitze eurer Waffe und an eurem Helm ein unerhört hohe ^Vermächtnis. Ihr seid nicht etwas künstliche Gemachtes, etwas Traditionsloses, was keine Vergangenheit hat, sondern was es auch in Deutschland sonst gibt. es tritt zurück hinter dem, was ihr an Tradition zu verkörpern habt und verkörpern könnt! Ihr braucht wahrlich der deutschen Armee keinen Ruhmestitel erwerben, den besitzt sie bereits, Ihr braucht ihn nur zu bewahren!
Und wenn wir hier in Stahl und Erz gerüstet stehen, dann ist es nicht deshalb, weil wir es für nötig empfinden, des deutschen Volkes Ehre zu reparieren. Soweit diese Ehre von Soldaten getragen wurde, hat sie uns niemand in der Welt bisher zu nehmen vermocht! Deutschland hat seine militärische Ehre nicht verloren und am wenigsten
im letzten Krieg. Wir brauchen diese Ehre daher uns auch nicht zurückzuholen. Wohl aber sorgen wir in Zukunft dafür, daß nicht soviel Ehre, soviel Heldenmut und soviel Opfer vergeblich sind, fo wie es einst war.
rraöMonstrSser der alten flrmee
Diese alte Armee, deren Fortführung ihr seid, deren Repräsentant und Traditionsträger ihr sein müßt, hat auf dem Altar des Vaterlandes die größten Opfer dargebracht, die jemals von einer Wehrmacht ihrem Volke gefordert worden waren.
Zeigt euch dieser Opfer würdig und wert! Sorgt dafür, daß sich die Nation auf euch genau so verlassen kann, wie sie sich einst verlassen konnte auf unser altes, herrliches Heer, auf unsere alte Armee und Wehrmacht! Sorgt ihr dafür, daß das Vertrauen der Nation euch immer so gehören kann, wie es einst der Armee gehört hat, deren Helm aus ruhmvollster Zeit ihr tragt. Dann wird euch das deutsche Volk lieben, es wird in euch sei
nen besten Teil sehen, so wie es Jahr sür Jahr seine besten Söhne in diese einzigartige Organisation schickt. Dann wird dieses Volk an seine Armee glauben und wird jedes Opfer gern und freudig dafür bringen in der Ueberzeugung, daß dadurch der Friede der Nation gewahrt wird und die Erziehung des deutschen Volkes gewährleistet ist.
Denn ihr seid Männer geworden, und wir wollen, daß die ganze deutsche Jugend durch diese herrliche letzte Schule geht und genau so Mann wird wie ihr es seid. Wir wollen ein hartes Geschlecht heranziehen, das stark ist, zuverlässig, treu, gehorsam und anst ä n d i g, so daß wir uns unseres Volkes vor der Geschichte nicht zu schämen brauchen.
Das ist die Bitte der Nation, die Hoffnung und Forderung der Nation an euch! Und ich weiß. ihr werdet diese Forderung und diese Hoffnung und diese Bitte erfüllen, denn ihr seid des neuen Deutschen Reiches neue Soldaten!"
(Siehe auch nächste Seite)
Ver ftbschluß des Neichs-Partestages
(vrakthsriokt unseres in kltlrvbsrg vsilsväsr!
Hauptsodriktleitsrs)'
Nürnberg, 16. September.
Der Reichsparteitag 1935, der Parteitag der Freiheit, ist zu Ende. Unermeßlich bleibt das große Erlebnis und ewig die Erinnerung ani alles, was diese Tage denen brachten, die zugegen waren, voll innerer Bewegung und Anteilnahme wie das ganze deutsche Volk.
Vieles und unendlich Bedeutsames wird in der nächsten Zeit, ganz Wesentliches von diesem Parteitag noch zu sagen sein. Denn in weiteste deutsche Zukunft ist zielweisend gewesen, was gerade in diesen Tagen an Grundsätzlichem und Tatsächlichem besprochen und festgestellt worden ist.
Heute muß man sich damit begnügen, lediglich das in Kürze wiederzugeben, was an rein Stim- mungsmätzigem uns grandios beeindruckte und in uns niemals wieder verloren gehen kann. Zum letztenmal sind für dieses Jahr die Hunderte von Standarten heute in die Kongreßhalle eingezogen, und noch einmal haben auf diesem Parteitage die Massen in der Kongreßhalle die unmittelbare Nähe des Führers empfinden und seinen Worten voll Wahrheit und Klarheit lauschen können.
Es widerstrebt uns und würde uns fast als Mt- maßung erscheinen, an den nicht wiederzugebenden Eindruck, den des Führers Rede bei allen, die sie hörten, hinterließ, auch nur ein einziges Wort eines Kommentars zu knüpfen, eines Kommentars an diese inhaltlich sowohl wie rednerisch einfach unsagbar wirksame Meisterrede. Man kann diese Rede nur immer und immer wieder überdenken, und man kann nur sagen: Lest diese Rede, lest sie Wort für Wort, lest sie immer und immer wieder, ja, lernt, sie aus, wendig, die ihr nach nationalsozialistischer Erkenntnis strebt. Und wenn ihr sie auswendig kennt und sie dann mit der Zeit auch noch innerlich in euch aufgenommen und verarbeitet habt, dann dürft ihr vielleicht sagen, daß ihr eine Ahnung wenigstens von der geschichtlichen Größe des Mannes habt, der Deutschland ja nicht bloß errettete, nein, der mit jedem Tag Deutschland neu schafft, neu aufbaut, damit es für alle Zeit in Ehre und Freiheit bestehen kann, damit es, endlich Volk geworden, die ihm von der Geschichte bestimmten Aufgaben zu lösen vermag.
Was könnte es auch viel besagen, wenn wir hier über die prägnantesten Stellen der neuesten Führerrede sprechen wollten. In ihrer ganzen staatsmännischen Weisheit und mit ihren ganz neuen staatswissenschaft- lichen Erkenntnissen muß jeder Versuch, auch etwa nur einen einzigen Satz als besonders wichtig hervorzuheben, scheitern angesichts des in sich geschlossenen, großartig gegliederten und mit Gedanken von Quaderwucht aufgebauten und in jedem Wort gleich wichtigen Rednerwerks.
Was wollte man damit auch anfangen, wenn wir darauf hinwiesen, daß die aus der Rede sprechende Einzigartigkeit deutscher Geschichtsauffassung Schluß macht mit der Anklage gegen die Geschichte der deutschen Vergangenheit, was etwa mit einer hier erfolgenden Wiederholung der Aufzählung der Ursachen, die „das deutsche Volk, dessen Marschtritt so sicher zu sein scheint, in der Geschichte so oft seinen Weg verfehlen ließ".
Froh und jubelnd wollen wir dem Führer dafür danken, daß er diese Ursache so klar erkannt und aus diesem Erkennen heraus dem deutschen Volke die ihm einzig gemäße politische Lebensform zu schaffen verstand und nun zu erhalten weiß. Niemand mehr wird in Zukunft eine andere Auffassungoon der deutschen Vergangenheit hegen können, so, wie in Zukunft auch niemand mehr nach der jüngsten Rede des Führers darüber im Zweifel wird sein können, daß die nationalsozialistische Partei etwas anderes als eine Partei schlechtweg ist, daß die Aufgaben dieser Partei für das deutsche Volk dermaßen sind, daß der Führer mit Recht von ihr sagen konnte: „Alles könnte in Deutschland zugrunde gehen, nur die Partei nicht", weil, solange sie besteht, auch Deutschland besteht. Und