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Das flmtsblatt des 5enats
Bremer
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Nr. 255 / 5. laNrgang
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NationalsozlalistenVremens
der Sreien Hansestadt bremen
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Sonntag, 15. September
kinzelpreis 15 Kpf.
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Höhepunkt des Neichsparteikages
(vrsbtbsrlobt uvssrss in ^ürnbsrx vstloncksv Hauptsoliiiltlsitörs)
Nürnberg, 18. September. Mit dem heutigen Tage erreicht das unbeschreib- lich schöne Erleben des Reichsparteitages 1938 seinen Höhepunkt. Das will etwas heißen, wenn man bedenkt, und miterlebt hat all das. bisher Gebotene an intensiver und von unverrückbar ernstem Willen getragener Arbeit des Kongresses und an einzigartigen Aufmärschen, wo sich der Nationalsozialist als der bcstdisziplinierte politische Soldat der ganzen Welt erweist.
Nach. dem von weit über Sü OOO Männern erstellten Appell des Arbeitsdienstes am Donners-
ttnsTr logssspisgel
Staatssekretär Hüll hat dem deutschen Geschäftsträger in Washington sein Bedauern über des Urteil des Richters Vrodsky ausgesprochen.
^ Die Signatarmächte des Memelstatuts haben /U eine Kontrolle der Memelwahle» in Aussicht A genommen.
M Mussolini hat sich erneut gegen jede Kompromißlösung im italienisch-abessinischen Konflikt erklärt.
Britannien erhebt energischen Einspruch gegen die englandseindliche Rundfunkpropaganda . Italiens.
Das Bremer Wählamt „Roland" steht nunmehr vor der Inbetriebnahme.
D'e Fleisch- und Kartoffelpreise sind endgültig auch für Bremen festgelegt worden.
Der Reichsnährstand wendet sich gegen die unberechtigten Vorwürfe der Preistreibereien im Einzelhandel.
tcg, nach dem Aufmarsch der weit über 100 000 Politischen Leiter mit ihren 20 000 Fahnen vor den Augen des Führers auf der Zeppelinwiese am Freitagabend, begann der Sonnabend in Nürnberg mit der Stunde der Jugend, wo 50 000 Hitlerjungen dem Führer schworen, daß sie gewillt sind, die heiligen Ideale der nationalsozia- Mischen Bewegung hochzuhalten und auf ewig weiterzutragen.
Bon unermeßlicher Tiefe war der Eindruck, den die Ansprache des Führers an die Ju- gens hinterließ, diese Ansprache, die den Jungen sagte, was der Führer und somit der nationalsozialistische Staat von der deutschen staats- jugend erwartet, und wie diese Jugend anders, ganz anders zu sein das Recht und die Pflicht hätte als die es war, welche vor Anbruch der nationalsozialistischen Weltanschauung in Deutschland bestand. Unvergeßlich wird diese Stunde ' jedem der einzelnen Jungen Adolf Hitlers bleiben, und so, wie die 50 000 jungen Herzen dem Führer zujubelten und sich ihm aufs neue verschworen, so werden sie nach dem Erlebnis solcher «tunde ihr ganzes Leben lang verschworen bleiben und aus Tod und Leben dazugehören, f Aber nicht weniger unvergeßlich bleibt für alle, die sie miterlebten, die Stunde der 3. Arbeitstagung der Deutschen Arbeitsfront, in der durch den Führer persönlich die feierliche Einsetzung des Reichsarbeits- und -wirtschafts- rats erfolgte, wobei der Führer, Dr. Ley un Reichsminister Dr. Schacht sprachen. Das dereinst vom Führer durch Dr. Ley dem deutschen Arbeiter gegebene Versprechen, daß unter dem nationalsozialistischen Regime dem deutschen Arbeiter alles erhalten bleiben werde, was ihm nur irgendwie nützen kann. hat sich schon in der kurzen Zeit seit der nationalsozialistischen Machtergreifung "ich nur voll erfüllt, sondern es ist darüber hinaus noch auf den Trümmern eines chaotischen Pu- sammenbruchs gewissenloser Kewerkschaftspolitiker die neue, schönere und zweckmäßigere, die wett nützlichere Organisation der Werktätigen Deutschlands entstanden, mit der der in allen anderen Ländern der Erde herrschende Klaffenkampf für Deutschland endgültig überwunden ist.
Der Betrieb ist eine Ganzheit. Unternehmer und Arbeiter sind nicht mehr zwei getrennte, sich bekämpfende Klassen, sondern Soldaten ein und derselben Arbeitsarmee, die vom Schicksal aus verschiedene Kommandoposten gestellt sind. Die
Einheit des Betriebes steht über allem, und jedes einzelne Eefolgschaftsmitglied wacht, eifersüchtig darüber, daß keine Organisation, keine Vereinigung und keine Ideenwelt oder Gesellschaftsordnung die Einheit des Betriebes stört. Nicht die Hebung des Lohnniveaus ist unser Ziel, sondern die Hebung des Lebensniveaus des Menschen muß erreicht werden,, des Menschen, der im Mittelpunkt nationalsozialistischen Wollens steht. Das sind die Grundgedanken, die in ihrer lapidaren Größe hinter allem stehen, was bei der 3. Jahres- tagung der Deutschen Arbeitsfront und bei der feierlichen Einsetzung des Reichsarbeits- und -Wirtschaftsrats gesagt worden ist und gesagt werden konnte.
Was da noch am gestrigen Tage bei der Tagung der NS.-Vo l ks wo h l fa h r t, bei der Tagung des Amtes für Beamte, endlich bei der Fortsetzung des Parteikongresses nachmittags bis in die Abendstunden hinein geschafft und geleistet worden ist, muß man im einzelnen erlebt haben oder wenigstens nachlesen, um es in seiner Bedeutung für das neue Deutschland richtig werten und würdigen zu können.
Zu einem unbeschreiblich großartigen Erlebnis der: Volksgemeinschaft gestaltete sich das V ö l k s - fest, das gestern eine. Viertelmillivn .deutscher Volksgenossen zu einer gigantischen Kundgebung
. der Lebensfreude vereinte. Hier i.n dem mächtigen Raum der Zeppelinwiese und dem angrenzenden Stadion feierten Hunderttaufende unter. dhin Hoheitszeichen ein Fest, wie es nur in Nürnberg, möglich sein kann. Das Volk selbst, bestritt ,, das> Riesenprogramm, das sich in Leibesübungen, Tänzen, Musik und frohem Trubel vor den Augen der Unzähligen^ welche die. Riosentribünen füllten. abrollte. Unvergeßlicher Höhepunkt wär das Eroßfeuerwerk „Die vier Jahreszeiten", das in diesem Jahre an Pracht und Flammenzauber alle Erwartungen übertraf. Wir werden. auf dieses einmalige Erlebnis in einem Sonder-Bildbericht zurückkommen.
Das ' Größte aber und Schönste erwartet uns am heutigen Tage,, dem Tage der SA., der SS. und des NSKK., wo die alten Sturmabteilungen mit ihrem Fahnenmeer die Luitpold- arena füllen werden, um dem Führer aufs neue zu huldigen und dem deutschen. Volke.wie der ganzen Welt zu zeigen, daß die Manneszucht und der Geist der SA. in alter Festigkeit und Stärke in Deutschland am Leben sind, der SA., die heute wie für alle Zukunft das zuverlässigste Instrument des Führers ist und bleibt.
! Da ist es denn als etwas ganz besonders Denk- s würdiges noch zm erachten, daß . ant Abend, diefxs Tages das alte, ehrwürdige Nürnberg glich noch,
eine Reichstags sitzung des Dritten Reiches erleben.kann, nachdem, in seinen Mauern vor ; vielen hundert Jahren so manches Mal die alten. Kaiser Reichstagungen abgehalten haben. Der Reichstag ist vom Führer, einberufen, um eine Regierungserklärung entgegenzunehmen. Man kann : sich denken, daß. die« Erklärung, zu deren Entgegennahme in so denkwürdiger Stünde der Reichstag einberufen ist, über. den Rahmen des allgemein Politischen hinausgehen wird, und ohne uns als besondere Propheten erweisen zu wollen, können wir wohl sagen, daß es sich bei der erwarteten Erklärung um einen historischen Akt von.besonderem Gepräge, handeln wird, der in seiner Bedeutung für das deutsche Volk und den nationalsozialistischen Staat bestimmt nicht den bedeutsamsten Entscheidungen und Erklärungen des Führers bei anderen Reichstagssitzungen nach der Machtergreifung nachstehen, ja, die meisten sogar wahrscheinlich überbieten wird.
So harren wir hier in froher Erwartung des angekündigte» feierlichen Aktes, der so, wie wir ihn uns denke», sich harmonisch in den geschichtlichen Rahme» dieses glorreichen Parteitages 1938 einreihe« wird, in den Rahmen des Parteitages der wiedererrungenen Freiheit ^ Deutschlands, über den heute wie in aller Ewig- ? keit Adolf Hitlers Fahne weht. s. 8. 0.
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IlusmaM der Hitler-lungen vor Sem führet
von Schirach zu flöolf Hitler: »Wir alle, Millionen uns Millionen, wir tragen in unsern Händen Ihre sahnen"
rtunden gellen uns die Ohren, wenn n Führer durch d a s k i l o in e t e r - >te Spalier der Menschen Nürnberger Straßen fahren, nährten durch jubelnde Menschen- uns nichts Neues und doch sind sie Erlebnis, weil sie in jeder Stunde tätigung sind für diese so unerhörte >se Einheit von Führer und Volk. »deren Ländern würden Tag für Tag 10 und 12 stehen, um einen Augen- einen Mann zu sehen, und erz darzubringen? t am Sonnabeno früh hinaus zum vie Hitler-Jugend traditionell ihren l abhält, war wieder wie das Fah
ren auf einem Meere. Woge um Woge trug uns weiter, lebendige Wogen aus gläubigen Menschen.
Am Eingang zum Stadion begrüßte der Reichs- jugendsührer Baldur von Schirach den Führer und geleitete ihn zu der Tribüne. Dann meldete er: „50 000 Mann HJ. und Jungvolk jm Nürnberger Stadion angetreten."
Mir kennen dieses Bild aus früheren Jahren, aber uns ist, als ob es von Jahr zu Jahr schöner, geschlossener und disziplinierter werde. Wir erinnern uns jener Stunde im Jahre 1033, als die Begeisterung dieser Jugend alle Schranken hin wegschwemmte und der Führer eine Viertelstunde lang und länger nicht zu Worte kommen konnte. Heute steht diese Jugend stramm ausgerichtet in mustergültiger Ruhe da und erst das Kommando
„Rührt Euch" gibt die Bahn frei für ihre Gefühle und ihre Begeisterung.
Um den Führer herum stehen gruppiert der Stellvertreter des Führers, Stabschef Lutze, Reichsführer SS. Himmler, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Reichsleiter Bormann und Reichskriegsminister von Blomberg, dahinter die Gauleiter und höheren SA.- und SS.-Führer. Die Gebiets- und Obergebietsführer der HJ. sind mit Stabsführer Lauterbacher an der Spitze angetreten. Das geschlossene braune Rund des Stadions wird links und rechts unterbrochen von zwei breiten Bahnen, auf denen die Jungvolk-Trommler mit ihren großen Landsknechts-Trommeln sitzen,
sie leuchten blau, rot, grün, gelb, ein wunderbares Bild der Einmütigkeit.
Die Stimme eines Sprechers hallt über das Feld: Das große «dorische Spiel der Hitler-« Jugend „Bekenntnis der Jugend" von Wolfgang Brockmeier hat seinen Anfang genommen, das aus Spiel und Art der Jugend geboren wurde. Sprecher wechseln mit Sprechchor, chori- schen Liedern und Fanfaren: Hier wächst genau so wie beim Arbeitsdienst neues kultisches Gut, entwickelt sich der neue Stil deutscher Feierstunde.
Wir hören die Sprecher:
„Was uns ward übergeben.
Wir wollens rein erhalten,
Daß wir aus unserem Leben Des Volkes Sein gestalten!"
Und ein anderer Sprecher:
„Wir schreiten eng zusammen Den Weg, den Gott uns zeigt.
Bis rein aus unsern Flammen Das künft'ge Deutschland steigt!"
Das Lied „Heilig Vaterland" mit seiner wuchtigen choralartigen Weise schließt das Spiel. Zu Beginn des Vorspieles sind Fahnen herausgetragen worden zum Rund.
vaidur von Schirach meidet die 50000
Mein Führer! AIs ich Ihnen, mein Führer, vorhin meldete: „50 000 Jungvolk und Hitlerjugend rm Stadion zu Nürnberg angetreten!", da hätte ich ebenso gut sagen können: Hier steht vor Ihnen die ganze junge Generation unseres Volkes. Denn sie, die hier in diesem Stadion versammelt sind, sind nur ein kleiner Bruchteil, eine Abordnung der ganzen Jugend Ihres Reiches, mein Führer!
Der Weg von der kleinen ringenden Jugendgemeinschaft von einst bis znr Staatsjugend von heute ist ein weiter Weg gewesen, und es sind viele Opfer an Mühe und an Arbeit gebracht worden von allen, die hier in diesem Stadion stehen, bis zu diesem Tage. Aber es ist nicht die Gewalt der Zahl, die uns beschäftigt und ergreift. Das Kostbarste, das diese Jugend in ihrem Kampfe sich errungen hat, das ist diese Kameradschaft ohne Wenn und Aber, das ist diese —. ich möchte sagen — neue Gesellschaftsordnung, die kein arm und kein reich kennt, die uns alle zu einer gläubigen Gemeinschaft von Kameraden gemacht hat.
Von loten Helden der HZ!
Wenn wir hier auf diese fröhliche Jugend blicken, so sehe ich aber unter ihnen 21 bleicho Gesichter jener toten Kameraden, die gestorben sind und sich geopfert haben, damit wir in solcher Kameradschaft leben können. Diese Kameraden, mein Führer, sie sind im Glauben an Sie gestorben. Die ganze Jugend Deutschlands lebt in diesem gleichen Bekenntnis. Wir haben an dem heroischen Beispiel dieser unserer Besten gelernt und erfahren, daß die Treue zu Ihnen das Tor ist zu unserer Unsterblichkeit.
Mein Führer! Dort oben stehen die Fahnen, die von einem großen Teil dieser Jugend in einem
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Marsch, der teilweise über vier Wochen gedauert hat, durch Deutschland getragen wurden. Dieser Marsch wurde von uns der Adolf-Hitler-Marsch der deutschen Jugend genannt. Denn er ist der Ausdruck des Wollens und Sehnens des ganzen jungen Deutschlands. „Wir alle, Millionen und Millionen, wir tragen in unseren Händen Ihre Fahnen. Wir tragen sie durch das ganze Deutsche Reich zu Ihnen und mit diesen Fahnen unsere Herzen und mit unseren Herzen unsere Treue zu Ihnen, unsere Liebe zu Ihnen und unseren Gehorsam zu Ihnen. Adolf Hitler, unser Führer Sieg- Heil, Sieg-Heil, Sieg-Heil!
der sliHrec spricht
Als der Führer vortritt, scheint es zunächst, als ob der Jubel kein Ende nehmen wollte. Aber eine Handbewegung schneidet ihn ab und schafft Ruhe Das ist das Wunder der Disziplin.
Deutsche Jugend!
Zum drittenmal seid ihr zu diesem Appell angetreten, über 54 000 Vertreter einer Gemein- schaft. die von Jahr zu Jahr größer wurde. Das Gewicht derer, die ihr in jedem Jahr hier verkörpert, ,st immer schwerer geworden Nicht zahlenmäßig, nein, wir sehen es: wertmäßig. Wenn ich mich an den ersten Appell zurückerinnere und an den zweiten und diesen heutigen damit vergleiche, dann sehe ich dieselbe Entwicklung, die wir im ganzen anderen deutschen Volksleben heute feststellen können:
Unser Volk wird zusehends disziplinierter, straffer und strammer, und die Jugend beginnt damit. Das Ideal des Mannes auch in unserem Volk ist