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Das flmtsblatt des Senats v, der Zreien kjansestadt vremen
Bremer Zeitung erscheint täglich (auch Montags). Monatsbezug: RM. 2,30 einfchl. 83 Nps. Zustellungsgebühr; I durch die Post RM. 2,33 einschl. Ueberweisungsgebühr ausschl, Postbestellgeld. Der Bezugspreis ist im voraus zu I entrichten. Postscheck Hamburg 172 72. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung oder Ersatz. I NS.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H., Bremen, Am Geeren K— 8 / Fernsprecher: 81121 ; Hausm. 51115. I
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Nr. I42 / Z. Jahrgang
Mittwoch, 11. Dezember
kinzelpreis 15 Npf.
wann find klietauglichkeitsjeugnissevorzulegen
Vurchfützrungsverordnung zum Lesetz oom IS. Lktober / das gerichtliche Versatzren bei Verweigerung des flufgebots
Unser lagesspisgvl
Zum Gesetz über das EhetauglichkeitsZeugnis wird eine wichtige Durchführungsverordnung erlassen.
Die Eau-Sammelergebnisse liegen nunmehr für das ganze Reich vor.
Die Reichsschrifttumskammer gliedert sich in die Front des WHW. ein.
Gauleiter Fritz Wächtler wendet sich mit einem Ausruf an alle deutschen Erzieher.
Für den Postdienst Deutschland — Süd- amerika soll ein dritter Flugstützpunkt errichtet werden.
In Stockholm fand die seierliche Verleihung der Nobelpreise statt.
Zur endgültigen Fassung der Friedensvorschläge nn italienisch-abessinischen Konflikt sind neue Verhandlungen zwischen Paris und London im Gange.
Partei und Staat in Bremen sprechen Sammlern und Spendern öffentlichen Dank aus.
Gemäß einem Spruch des Seeamts Flensburg hat die Besatzung des Bremer Seglers „De Ruland von Bremen" einen hervorragenden Sportgeist entwickelt.
Ueber die Weser als Grotz-Schissahrtsstraße machte Dr. Becker, Minden, aufschlußreiche Aussührungen.
Ein „Elektro-Haus" des Städtischen Elektrizitätswerkes wird heute im Schiisselkorb er- össnet.
Ein Kampf zwischen Max Schmeling und dem Negerboxer Joe Louis ist endgültig vereinbart worden.
WUUW
„Jeder Lehrer Lräger der vewegung"
Wächtler an die deutschen Erzieher
Vayreuth, 11. Dezember.
Der neue Hauptamtsleiter des NS.-Lehrer- bundes, Gauleiter Fritz Wächtler, hat einen Aufrufandie Erzieher des deutschen Volkes erlassen, in dem es u. a. heißt:
Nachdem der äußere organisatorische Ein- und Aufbau des deutschen >:rzieherftandes im NS LV. nunmehr fast vollendet ist, müssen zukünftig alle Kräfte zur Erreichung des zweiten und größeren Zieles unserer nationalsozialistischen Erziehungsorganisation eingesetzt werden: Der
weltanschaulichen Ausrichtung aller deutschen Erzieher und Erzieherinnen. Das Ziel heißt: Jeder Lehrer und jede Lehrerin in Deutschland ist Träger und Repräsentant der Vewegung, ist Künder der Idee Adolf Hitlers. Das sei unser gemeinsames Arbeitsprogramm. Das ist Ziel und Aufgabe, die ich mir selbst am Beginn meiner Arbeit stelle.
Erzieher und Erzieherinnen! Gemeinsam ans Werk in felsenfestem Glauben an die hohe Mission unseres heißgeliebten Führers und an die Unsterblichkeit des deutschen Volkes. Es lebe der Erzieher aller Deutschen, Adolf Hitler!"
Parteigenosse Wächtler hat sich ferner anläßlich seines Amtsantritts als Gauleiter mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Aufruf an die Bevölkerung der bayrischen Ostmark gewandt und alle Volksgenossen zur Mitarbeit aufgefordert.
Segen geistige und seelische Not
Die Reichsschrifttumskammer im Dienst des WHW.
Berlin, 11. Dezember
Der Präsident der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Hanns Lohst, erläßt folgenden Aufruf:
Ich fordere alle Mitglieder der Reichsschrifttumskammer, Dichter, Schriftsteller, Verleger und Sortimenter, den Jungbuchhandel und die Buchvertreter auf, an einer besonderen Winterhilfsaktion der Reichsschrifttumskammer mitzuwirken. Wir wollen unseren notleidenden Volksgenossen Bücher spenden, um ihnen zu zeigen, daß im deutschen Volk nicht nur die körperliche, sondern die geistige und seelische Not gelindert werden soll. Wir wollen ihnen zeigen, daß alle Stände unseres Volkes, auch der Dichter mit seinem geistigen Gut, der Verleger mit seinen Werken, der Buchhandel mit seinen Büchern, zum Ganzen stehen müssen. Gespendet werden soll das gute Buch, nicht wertlose Ladenhüter und vergilbte Ware von vorgestern, gespendet werden soll so, daß es als Opfer empfunden werden darf, nicht aber als Almosen aus der Fülle des Besitzes. Ich erwarte vom deutschen Schrifttum in seiner Gesamtheit regsten Anteil und Opferwillen. Kein Mitglied der Reichsschrifttums- kammer darf bei dieser Aktion fehlen oder nur schwächlich mitwirken. Die Winterhilfe des deutschen Schrittums muß eine Tat des geistigen Deutschlands werden.
Lr. Berlin, 11. Dezember.
Zur Durchführung des Ehegesundheitsgesetzes vom 18. Oktober ist jetzt eine Verordnung erschienen, in der das Verfahren zur Ausstellung der Ehetauglichkeitszeugnisse geregelt wird. Die Ausstellung dieser Zeugnisse hat durch das zuständige Gesundheitsamt (Beratungsstelle für Erb- und Rassenpflege) zu erfolgen. Jeder Verlobte hat sich beim Gesundheitsamt untersuchen zu lassen, in dessen Bezirk er seinen Aufenthalt hat. Das Amt hat Ermittlungen über die Erb- gesundheit der Verlobten anzustellen. Die Untersuchung kann auch von einem hierfür zugelassenen Arzt der freien Praxis vorgenommen werden. Das Ergebnis ist dann dem zuständigen Gesundheitsamt sofort zu übersenden. Wohnt einer der
Verlobten im Auslande, so kann die Untersuchung auch von einem ausländischen Arzt erfolgen, dessen Zuverlässigkeit amtlich nach Anhörung des Politischen Leiters der NSDAP. bestätigt wird.
Vorläufig ist ein Ehetauglichkeitszeugnis nur dann beizubringen, wen» der Standesbeamte begründete Zweifel hat, ob ein Ehehindernis im Sinne des Vlutschutzgesetzes oder des Ehegesundheitsgesetzes vorliegt.
Leisten die Verlobten einer Anordnung des Gesundheitsamtes zur Beibringung der erforderlichen Nachweise keine Folge, so kann das Amt die Ausstellung des Zeugnisses ablehnen.
Das Zeugnis wird ungültig, wenn die Ehe nicht binnen sechs Monaten geschlossen wird. Das
Amt kann aber die Frist verlängern. Von jedem Verlobten wird eine Gebühr von RM. 5.— erhoben, die bei Bedürftigkeit zu ermäßigen oder zu erlassen ist. Gegen die Versagung eines Zeugnisses kann die Entscheidung des Erbgesundheits- gerichts angerufen werden und gegen dieses wiederum das Erbgesundheits-Obergericht. Das gerichtliche Verfahren ist in der erwähnten Verordnung im einzelnen geregelt. Das Aufgebot darf erst angeordnet werden, wenn dem Standesbeamten nach der Durchführung des Gerichtsverfahrens das Ehetauglichkeitszeugnis vorgelegt worden ist. In besonderen Ausnahmefällen kann die höhere Verwaltungsbehörde Befreiungen von der Vorschrift des Gesetzes bewilligen.
Joseph Loebbels / versingriff
Sprengkräftige Aufsätze aus der Kampfzeit * Bremen, 11. Dezember
Der Kampf war schön, denn er war heroisch! Kein alter Kämpfer, der dies nicht empfunden hätte, keiner, der es nicht heute gelegentlich mit besonderer Genugtuung ausspräche. Jawohl, der Kampf war schön, schön in seinem unbedingten Heroismus; schön in seinem verbissenen Ringen um die höchsten Ziele der Nation; schön in seinem leidenschaftlichen Einsatz für den nationalsozialistischen Gedanken, einer unübersehbaren Uebermacht von Feinden der Bewegung gegenüber; schön mit all seinen Mühsalen, seinen Leiden, seinen Gefahren und seinen Wunden, die er den nationalsozialistischen Kämpfern brachte; schön vor allem, — trotz mancher Rückschläge — wegen seiner zahllosen Erfolge und Siege und schließlich unsagbar schön in seinem unerhörten Triumphe.
Man mußte ihn lieben, diesen heroischen Kampf, der mit den vom Führer der Vewegung geschmiedeten unwiderstehlichen Waffen des Geistes geführt wurde. Geführt von Männern, die keinen Augenblick zögerten, auch einmal die Fauste einzusetzen, wenn es galt, Gewalt mit Gewalt zu brechen. Aber besonders schön war er, wenn in Berennung des Systems hie geistigen Waffen der Vewegung hellblitzend den. Systemregierungen Niederlagen auf Niederlagen beibrachten; wenn dieses System selbst vor'den eigenen Anhängern zum Gespött wurde. Ob dies nun geschah in der leidenschaftlich-hitzigen Atmosphäre gewaltiger Massenversammlungen, oder später in der damals noch jungen und bloß erst vereinzelt vorhandenen NS.-Presse: die Erinnerung daran, was zu jener Zeit den Systemregierungen verdientermaßen alles ins Stammbuch geschrieben wurde, löst auch heute noch Behagen und innige Genugtuung aus, nicht allein bei denen, die solche Abrechnungen mit dem System unmittelbar miterlebten, sondern auch bei allen, die heute noch erstaunt auf das Wunder des Sieges blicken, ohne in jener Zeit das Wesen des Kampfes recht begriffen zu haben.
Darum wird auch die von Hans Schwarz van Berk, dem Hauptschriftleiter des „Angriff", zusammengestellte und eingeleitete, im Zentralverlag der NSDAP., Franz Eher Nachf. München, vor wenigen Tagen erschienene Auslese der un- gemein kämpferischen, schlagfertigen, geistsprühen- den und ihrem Zielstreben bewundernswert treffsicheren und erfolgreichen Aufsätze Dr. Goebbels', die während der Kampfzeit im „Angriff" veröffentlicht wurden, im nationalsozialistischen Deutschland allenthalben mit besonderer Freude aufgenommen werden, vor allem von den alten Kämpfern, denen dieses Buch ein Spiegel des langjährigen Kampfes um Berlin in seinen Einzelheiten und um die Macht im Reiche ganz im allgemeinen ist.
„Man spürt, daß ein Mann, der seinen Stoßtrupp ansetzt, im nächsten Augenblick nicht mit umständlicher Gelehrsamkeit einen ausgeklügelten Artikel zurechttüfteln kann. Bei solchem geistigen Schrittmaß ist die Sicherheit dieser Zeitungskunst doppelt verblüffend: im Stil, in der Vielseitigkeit, in ihrer Sprengkraft, in ihrer Deutungswucht", heißt es im Vorwort dieses Buches, und es gibt dem nichts Besseres hinzuzufügen. Lauter alte Bekannte begegnen uns darin und es spricht uns der unverfälschte Geist der Kampfzeit in jedem Tone und in jeder Redewendung an, jener Geist, an dem sich damals alle, die bei jenem Kampfe beteiligt waren, hell begeisterten und entzündeten.
Es braucht hier nur an einige Ueberschriften dieser Aufsätze erinnert zu werden, um all das wieder in das Gedächtnis zurückzurufen, was in der Kampfzeit die Kämpfer an Dr. Goebbels' Kampffanfaren aus seinem „Angriff" entzückte. Unter den Sammelüberschriften: „Die Stimme der Verfolgten", „Die Dummheit der Demokratie", „Die Finanzkolonie", „Schutzbedürftige Minister", „Verkündung der Idee", „Das sozialistische Wort", „Die Blutzeugen", „Die Vorgestrigen", „Jsidor", ,Die Juden", sind die Aufsätze in Komplexe zusammengefaßt, die schon dem Namen nach besagen, was darin behandelt wird. Immerhin können wir es uns nicht versagen, zur Auffrischung des Gedächtnisses derjenigen, welche die unvergleichliche Ausdrucksmöglichkeit der Sprache Dr. Goebbels' bei seinen Kampfartikeln nicht mehr so ganz
Paris und London verhandeln noch
kine Untertraug-krklSrung des englischen Ministerpräsidenten ;u den sriedensvorschlägen im stbesstnien-Streit
London, 11. Dezember.
Der englische Ministerpräsident Baldwin gab im Unterhaus eine Erklärung ab, aus der hervorgeht, daß die Verhandlungen zwischen der britischen und französischen Regierung über die Friedensvorschläge zur Beilegung des abessini- ,'chen Streites zur Zeit noch im Gange sind; die Vorschläge hätten daher bisher weder Abessinien noch Italien übermittelt werden können. Baldwin bezeichnete in seiner Erklärung die Nachrichten der französischen Presse über den Friedensplan als bedauerliche Indiskretionen, die „eine schwierige und delikate Angelegenheit unvergleichlich schwieriger und delikater gemacht" hätten. Doch glaube er, daß in wichtigen Fragen beträchtliche Unterschiede zwischen den ursprünglichen Vorschlägen und dem, was in der Presse stehe, festzustellen seien.
Der Vorgang im Unterhaus spielte sich wie folgt ab: Der Führer der Arbeiteiopposition
Attlee hatte den Premierminister gefragt, ob er in der Lage sei, vor jedem weiteren Schritt das Unterhaus über die Art der Vorschläge zur Regelung des italienisch-abessinischen Streites zu unterrichten. Baldwin antwortete, wie es dem Hause bekannt sei, habe der Verbindungsausschutz in Genf es gebilligt, daß die französische und die
britische Regierung durch Verhandlungen einen Versuch unternehmen, eine Grundlage für die Regelung des italienisch-abessinischen Streites zu finden. Eine solche Grundlage sollte natürlich den betroffenen Parteien zur Stellungnahme unterbreitet werden. Sir Samuel Hoare habe bei seiner Durchreise durch Paris am Sonnabend und Sonntag über diese Frage Besprechungen mit Laval gehabt. Gewisse Vorschläge, die sich sowohl auf den Gegenstand wie auf das Vorgehen in dieser Frage bezögen, seien zwischen ihnen erörtert worden. Baldwin schloß:
„Keinerlei Vorschlag ist zur Zeit entweder Italien oder Abessinien zur
Stellungnahme unterbreitet worden. Es würde daher verfrüht sein, über den Gegenstand zur Zeit eine Erklärung abzugeben."
Attlee : „Darf ich fragen, ob diese Vorschläge, die vom Außenminister gebilligt worden sind, im wesentlichen die gleichen sind, die in der ausländischen und in der hiesigen Presse erschienen sind?"
Baldwin : „Ich habe die Presseberichte nicht selbst geprüft. Augenscheinlich ist in Frankreich etwas durchgesickert. Mir wird von denen, die sowohl die Originalvorschläge wie auch die Presseberichte geprüft haben, gesagt, daß beträchtliche Unterschiede in wichtigen Fragen vorhanden sind,"
Attlee: „Sollte es angesichts der Tatsache, daß so viel durchgesickert und veröffentlicht worden ist, nicht angebracht sein, daß das Haus über die richtigen Vorschläge unterrichtet wird?"
Baldwin: „Ich verstehe Sie vollkommen und beklage mich hierüber nicht im mindesten." (Gemeint ist die Indiskretion.) „Ich möchte dem Hause nur folgendes sagen: Ich habe diesen ganzen Morgen mit Beratungen über Berichte verbracht die in dieser Frage durchgesickert sind. und ich bin noch nicht sicher, daß das Ende erreicht ist. Ich glaube, daß eine Besprechung in diesem Hause, bevor die Frage von den betroffenen Parteien erwogen werden kann, nichts Gutes wirken, sondern im Gegenteil sehr viel schaden würde. Ich verpflichte mich, das Haus zu unterrichten in dem Augenblick, in dem eine Einigung über die Vorschläge erreicht ist und diese den betroffenen Parteien übermittelt worden sind."
„In Widerspruch ;u den Lenser Satzungen"
Trotz der Erklärung Baldwins, daß zurzeit keine Einzelheiten über die im Gange befindlichen Friedenserörterungen bekanntgegeben werden könnten, bestand die arbeiterparteiliche Opposition ' auf eine Aussprache über den italienisch-abessinischen Streit.
Der arbeiterparteiliche Abgeordnete Lee Smith wies vor vollbesetztem Hause darauf hin, daß der Ministerpräsident die zuerst in der französischen Presse und später in allen übrigen Zeitungen erschienenen Nachrichten über die Vorschläge keineswegs als müßige Annahme bezeichnet habe. Es sei klar, daß diese Berichte auf einer Indiskretion beruhten und sie mancherlei Andeutungen über die Absicht des Außenministers enthielten.
Wenn die Berichte auch nur zur Hälfte richtig seien, so würde das bereits in Widerspruch zu den Genfer Satzungen stehen. (Beifall der Opposition.)
Der einfache Grundsatz, den England unterstützen sollte, laute, daß kein Angreifer in irgendeiner Weise aus seinem Angriff Nutzen ziehen darf. Italien solle aber sogar von der Provinz Oqaden Teile erhalten, die zu erobern es selbst bisher nicht in der Lage gewesen sei. Das Dilemma der britischen Regierung bestehe offenbar darin, daß die Regierung den Völkerbund zu unterstützen wünsch« und gleichzeitig Mussolini und das italienische Regime nicht gefährden möchte. Es sei ihm, Smith, unmöglich, einzusehen, wie der Negus diese Bedingungen annehmen könnte, es sei denn unter der Drohung von Bomben und Gas,
kven über die tzauptgrundsötze der Vorschläge
Minister Eden begann seine Erwiderung mit dem Hinweis, daß der Verbindungsausschuß des Völkerbundes ausdrücklich englisch-französische Versuche gebilligt habe, eine Erörterungsgrundlage zu finden. Was die Pariser Besprechungen der letzten Tage angehe, so seien zweifellos einige nicht unerhebliche Mißverständnisse aufgetaucht. Eden erinnerte hierauf an den Sanktionsbeschluß zu Beginn vorigen Monats und an die Tatsache, daß gleichzeitig Versuche gebilligt worden seien, eine Erörterungsqrundlage zwischen den beiden Parteien zu finden.
Er zitierte Stellen aus Reden Lavals und Haares, in denen es hieß, daß sich diese Versuche im Nahmen des Völkerbundes halten würden und daß alle Vorschläge als Ergebnis dieser Besprechungen für alle drei Parteien annehmbar sein müßten Die Pariser Vorschläge seien bisher nicht einmal den Parteien zugesandt worden. Das Verfahren in Verbindung mit diesen Borschlägen müsse noch zwischen der englischen und der französischen Regierung geklärt werden. Sollten die Borschläge als Verhandlungsgrundlage von den Hauptbeteiligten angenommen werden, so würde dies nur der Anfang in der Reihe der kommenden Aufgaben sein.
(Fortsetzung auf Seite 2)
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Die grolle livötkiiuiiASsit^unx der Illnttvnkonkoienr in Iwiidon. Ontor äsm Vorsitr llatdrriii- tagt sott Llontag in London äis htottsnlronkurenx, an äsr äio Vertreten der tunk Lsswäokte blirglanä, b'ranlcrsiob, Italien, ^.msrilca und dapan tsilnsdmev. Unser Llld «sigt einen Hus- sednitt aus der Litsung. Minies der krsnsöstsods Lotsobaktor Llorbin, daneben der englische Ministerpräsident LaIdvin.