^rgang,gzz
D«mpfr,
'ule
L-is
Nl>71 -7
"n x
s" D-rkehrs,; °'"°m schnl
h^d^°"R°
° der Beamte. Erholte unalö
nutzt bei L
Ar« .Pfennig mir die Kart«
At° Hm,
Bahn »ich
tu. ,,Das
--o-u Pfei
r. erhöht ug, aber Die er sig -r Eisenb iu wollen
wrplatz )uges zi
an fiq
Mb dir Geld
genug
Ilsinliers.
von
Dskar Foerster
schien der <Z es ihm die rr nichts zu r mf. Und di lrbeit. Baue würzten ihn rgen und banden über h ^et wie eine m und bezeii cke. Der Ge ns Wirtsha: fortgesetzt u iedersank, li n holen, vortlich", spr ten Orientie ersetzt werde eindediener. den weißen iußt du brurr r Eeometer lach seinen i ickte er auch schickte er na ediener. ,L,
schlau: „Nichts ist be ich aufbewahrt, ;enhaus."
Tages nutzlos ver> begannen ihr mühet von dem schaden' s. Und am zweiten >eues Abenteuer. TN Jochen KnuUe, zu vermessen. Als- us seinem Hause:
aon der Regierung er blickte kurz hin- n Fluch und ging
Vermessungen seit. s Brüllen aus der ackte er einen iir> c entfernt weiden- rd in rasender M
uf und eilte Bulle. D« r Hilfe. A uschke sie« „Wis' ih> hin!" (Z«i
it in diesem Doch einen Erholungs-
in den fünfzig«
rinser mv
;Is
>175.
d. Vo-rs-t""'
Leben fort. r Ringe
rt.
Lerbsrck liönig-
s. und so auch M
inder wichtiaeA Krieges iM >e"
parteiamtklageszeitung der Nationalsozialisten Vremens
Das slmtsblaN des Senats ^ der Zreien fjansestadt Dremen
Bremer Zeitung erscheint täglich (auch Montags). Monatsbezug: RM. 2,30 einschl. 30 Rps. ZustellungSgebühr: I
durch die Post RM. 2,30 einschl. UeberweisungSgebühr auSschl. Postbestellgeld. Der Bezugspreis ist im voraus zu I entrichten. Postscheck Hamburg 172 72. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch aus Erstattung oder Ersatz. I
NS.-Eauverlag Weser-Ems E. m. b. H., Bremen, Am Eeeren 8—8 / Fernsprecher: 51121; Hausm. 51115. I
1 g Z 3
I Anzeigen-Grundpreise: Die 22-wm-ZeiIe im Anzeigenteil 12 Rps.. die 70-ww.ZerIe im Textteil 7S Rps.
I Ermäßigte Grundpreise (sür kleine Anzeigen, Familienanzetgen u. a.> sowie sonstige Bedingungen laut
I Preisliste 5. (Nachlaßstassel 0.) Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschlutz 1S Uhr.
s Sprechzeit: Verlag werktäglich von 12—13 Uhr; Schriftleitung Dienstag bis Freitag von 12»/»—13-/- Uhr.
Nr. r;s / Jahrgang
Sonntag, S. Dezember
kinzelpreis 15 Npf.
50000 Mark an einem lag in vremen!
Das ist nationalsozialistische Solidarität! Niemand wird Izungern, niemand wird frieren!
Unser logesspiogel
Der Tag der nationalen Solidarität »ahm im ganzen Reich einen großartigen Verlaus; Vremen sammelte 3l> 000 Mark.
I» Nürnberg begann die Jahrhundertfeier der deutschen Eisenbahn.
Die Erholung der Weltwirtschaft ist nach den jüngsten Ausführungen Dr. Schachts eine Frage politischer Entscheidungen.
Mussolini hielt vor der Kammer eine Rede, die eine leichte Entspannung im ostasrika- nische» Konflikt verzeichnete.
Bei einem italienischen Bombenangriff auf Desfie soll das abessinifche Hauptquartier zerstört worden fein.
Die Atlas Levante-Linie A.-G. Bremen erteilte bereits t» ihrem ersten Geschäftsjahr einen Motorschiff-Neubauauftrag.
Ab morgen wird auf dem Markt der „reine Rechtsverkehr", zunächst versuchsweise, eingeführt.
Die Zustellung der Steuerkarteu für 1936 beginnt morgen.
Seqator Laue sprach auf dem Kameradschaftsabend seiner Polizeibeamten.
Im Nundfunk: Parteitag der sreitzeit
Berlin, 8. Dezember.
Die Reichsfendeleitung bringt in der Zeit oom 1 K. bis 12. Dez. von 19 bis 22 Uhr über alle deutsche« Sender ein akustisch historisches Dokument: Den Parteitag der Freiheit.
Die Wiedergabe des Erlebnisgehaltes dieser sieben Tage in Nürnberg, deren jeder von tiefsten seelischen und geistigen Eindrücken überfüllt war in einer Sendung von nur wenigen Stunden muß allen, die als Teilnehmer und Funkhörer Zeugen des Parteitages der Freiheit waren, eine Unmöglichkeit scheinen. Ein Vertreter des DNV. hatte daher,dem von der Reichsfendeleitung mit der Lösung dieser außerordentlich umfangreichen und schwierigen Aufgabe Beauftragten, Pg. Albert Krämer, über das Zustandekommen dieses geschichtlichen Dokumentes befragt. Krämer berichtete, daß die Gestaltung der Sendung zwei volle Monate in Anspruch nehmen mußte. Denn der gesamte Parteitag war auf etwa 1600 Platten von je vier Minuten Laufzeit festgehalten worden, deren Wiedergabe mehr als 12 Arbeitstage von 10 Stunden in Anspruch nahm.
In einem völlig neuen Berichtsstil ist nach verschiedenen Ausschnitten ein wahrhaft unverfälschtes absolut zeitgerechtes Gesamtbild entstanden: Auf den denkbar kleinsten Zeitraum übertragen: Nichts von Bedeutung fehlt. Eine feinkünstlerische Leistung, die der großen Aufgabe würdig ist.
wächtler Nachfolger Schemms
irr. Berlin, 8. Dezember. Der Führer und Reichskanzler hat folgende Verfügung bekanntgegeben: Ich ernenne hiermit den bisherigen stellvertretenden Gauleiter und Staatsminister Fritz Wächtler, Weimar, zum Gauleiter des Gaues Bayerische Ostmark der NSDAP. — In einem anderen Erlaß wird Pg. Wächtler zum kommissarischen Leiter des NS.- Lehrerbundes und Hauptamtsleiter bei der Reichsleitung der NSDAP. ernannt.
Nuskunste beim heerespersonalamt
Mündliche Anfragen zwecklos
Lr. Berlin, 8. Dezember. In Anfragen der Offiziersberufswahl des Heeres werden vom Reichskriegsministerium wegen Belastung der zuständigen Dienststelle des. Heerespersonalamts mündlich Auskünfte nicht mehr erteilt. In dringenden Fällen, in denen eine Auskunft durch das Reichskriegsministerium erforderlich erscheint, kann diese auf schriftlichem Wege, bei kurzen Fragen auch durch Fernsprecher, eingeholt werden. Merkblätter, die über alle Fragen in der Wahl des Offiziersberufs Aufschluß geben, können bei jedem Truppenteil oder auch beim Reichskriegsministerium angefordert werden. Insbesondere wird dringend davon abgeraten, daß außerhalb Wohnende zur Einholung von Auskünften Reisen nach Berlin unternehmen.
Betriebsunfall fordert vier lote
Hagen (Westfalen), 8. Dezember.
Gestern ereignete sich in der Zellulosesabrik Höcklingen in Heiner bei Jserlohn ein schwerer Fabrikunfall. Ein mit Dampf geheizter Zellulosekocher, in dem Holz zur Zellulosebereitung gekocht wurde, riß aus noch unbekannter Ursache plötzlich auseinander. Die Dächer dieses Teiles der Fabrik wurden vollständig niedergerissen und die Werkseinrichtungen zerstört. Vier Arbeiter wurden unter dem zusammenstürzenden Gemäuer begraben. Von ihnen sind drei als Leichen geborgen worden; ein viertes Todesopfer liegt noch unter den Trümmern. Ein Arbeiter, der schwere Brandwunden und Kopfverletzungen erlitten hat, wurde ins Krankenhaus gebrächt; man hofft, sein Leben retten zu können.
* Vremen, 8. Dezember.
Um es gleich vorwegzunehmen: der Tag der nationalen Solidarität erbrachte im vorigen Jahre in unserer Stadt den Betrag von 11000 Reichsmark. Der diesjährige den Betrag von 39 099 Reichsmark. Damit find alle von uns für diesem Tag an unsere Stadt gestellten Erwartungen im höchsten Maße erfüllt, ja iiber- troffen. 59 990 Reichsmark gegenüber 11000 Reichsmark! Vremen ist heute nationalsozialistisch durch und durch.
Wenn man fragt, warum ganz allgemein im Reiche und ganz besonders hier in Bremen der Tag der nationalen Solidarität, der Tag kameradschaftlicher Treue, der Tag froher Einsatzbereitschaft aller für alle im Volke eine so gebefreudigen Widerhall fand, so liegt die Antwort im Hinweis auf die Hingabe aller führenden Männer und Frauen sämtlicher Gliederungen der Bewegung, aller Vertreter der Regierung und der' Behörden an die ihnen zu diesem Tag gewordene Aufgabe. Auf den Straßen und Plätzen mit der Sammelbüchse stehend und schon durch ihre Gegen
wart jeden Vorübergehenden zum Geben aufmunternd und an die Pflicht des Opferns mahnend, haben sie einen Sieg erfochten, der zu den glänzendsten eines Volkes gezählt werden darf.
Es darf mit Stolz gesagt werden, daß hier in Vremen viele Volksgenossen zwei-, drei- und mehrmals in den Beutel griffen, um den sie ansprechenden Sammlern keine Abweisung zuteil werden zu lassen, um den Sammlern die Hochachtung zu erweisen, die ihnen gebührt, für den Einsatz an dem großen Werke, das der Führer schuf, auf daß in Deutschland niemand hungern und niemand frieren sollte.
Mag sein, daß auch der schöne klare Sonnabendnachmittag dazu das seine tat, die freudige Stimmung zu erhöhen, die ein festlich weihnachtliches Straßenbild mit Tannenschmuck und Lichterglanz ohnehin den flutenden Menschenmengen in die Herzen legte. Gab man doch gestern dem unbekannten Empfänger zum kommenden Weihnachtsfeste die Gabe, die ihm von der großen Volksgemeinschaft am Heiligen Abend unter den Baum gelegt werden soll. So ist aus tiefst empfundenem Kameradschaftsgefühl, aus dem Empfinden als
Kamerad dem Kamerad zu geben, gespendet worden. und das Ergebnis beweist, daß wir in Bremen, wie dieser Tage es unser Gauleiter forderte, „von der Erkenntnis des Nationalsozialismus zum Bekenntnis des Nationalsozialismus zu gelangen im Begriffe sind.
Die Stadt Bremen kann stolz aus das Ergebnis des gestrigen Tages sein, stolz aus alle ihre Sammler, die namhaften und die unbekannten und stolz aus ihre opferwillige Bevölkerung. Dank sei ausgesprochen allen unbekannten und bekannten Sammlern, Dank sei auch dem Reitersturm, vor allem auch der Bremer Kaufmannschaft und endlich den Spar- kassenbeamten, die sich auch in diesem Jahre in den Dienst der Sache gestellt und bis in die späte Nacht hinein das mühsame Zählen des vielen Kleingeldes gewissenhaft durchgeführt haben.
Ihnen allen, die den Tag der nationalen Solidarität zu uneingeschränktem Siege echter Volksgemeinschaft in Vremen machte», herzlichster, inniger Dank! (Weitere Einzelheiten über das Bremer Hilfswerk im örtlichen Teil.)
fluch In VerlielchslMMM gab es elnenflekord
Me führet der Partei und des Staates konnten sich vor dem flndrang der Spender kaum retten
Berlin, 8. Dezember.
Der Tag der nationalen Solidarität war ein besonderer Ehrentag im Winterhilfswerk des deutschen Volkes. Allein in der Reichshaupt- sta d t appellierten 3800 Sammler an das soziale Empfinden der Berliner Bevölkerung, und das sprichwörtlich gute Herz des Berliners hat ihnen keine Enttäuschung bereitet. „Hermann schütte!' mal, sehen kann dir keener." Der gute Berliner, der diesen Ruf ausstieß, hatte recht, denn unter den Tausenden von Menschen, die sich in der Passage Unter den Linden drängten, war Ministerpräsident Hermann Eöri'ng in der Tat nicht zu sehen. Ueberall nur hochgereckte Arme, um Spenden in die Büchse zu stecken.
Der Führer ließ es sich nicht nehmen, nach Beendigung der Straßensammlung, eine große Anzahl von Helfern und Helferinnen dieses Tages in die Reichskanzlei einzuladen, wo er allen persönlich eine größere Spende für das Winterhilfswerk in die Sammelbüchsen gab.
Schon eine Stunde vor Beginn der Sammlung war der Pariser Platz ein einziges wogendes Menschenmeer. Schlag 16 Uhr, nachdem Reichsminister Dr. Goebbels von seiner kleinen Helga das erste Scherflein in Empfang genommen hatte, konnte der erste Spender die „hohle Gasse" passieren. Und nun riß Stunde für Stunde der Strom nicht mehr ab.
Ein geradezu lebensgefährliches Gedränge herrschte vor dem Kolumbus-Haus am Potsdamer Platz, wo jedermann Frau Magda Goebbels seinen Tribut entrichten wollte. Reichsjugend- fllhrer Baldur vonSchirach und Reichsarbeitsführer Hier! sammelten neben Musikzügen ihrer Formationen. SS.-Brigadeführer Botschafter von Ribbentrop stand vor dem „Fürstenhof". Auch Reichsführer SS. Himmler, Reichsminister Seldte, die Staatssekretäre Pfund tner und Körner und vieler anderer Sammler ließen keinen durch, der nicht auch ein Scherflein gespendet hätte.
In den Straßenzügen um die Eedächtniskirche im Berliner Westen ging es nicht minder hoch her. Minister Frick und seine Gattin konnten sich der Gebefreudigen kaum erwehren. Auch der Chef der deutschen Polizei, Generalleutnant D a - luege, sammelte in nächster Nähe. Etwas weiter quittierte Reichsfinanzminister von Krosig k dankbar für zahlreiche Gaben, unterstützt von seiner Gattin und drei seiner Kinder. Der Korpsführer des NSKK., Hllhnlein, hatte zuerst die großen Automobil- und Kraftsportfirmen besucht, dann blockierte das NSKK. die Ecke der Rankestraße. Staatssekretär Lammers „überwachte" den Bahnhof Zoo, die Reichsfrauen- fllhrerin Frau Scholtz-Klink das „Capital". Am Jnnsbrucker Platz wurde Reichsminister KerrI sehr schnell erkannt.
Auch auf dem Alexandcrplatz gab es kein Durchkommen. Vor der Verolina hatte Frau Emmi Göring Aufstellung genommen. Jeder spendete mit fröhlichem Zuruf und auf dem Denkmalssockel häuften sich die gefüllten Sammelbüchsen. Indessen hatte der Stellvertreter des Führers, Reichsmini- ster Rudolf Heß, seinen ergiebigen Standort auf dem Hermann-Platz gewechselt. Kaum war er auf dem Horst-Wessel-Platz eingetroffen, da wurde das Gelände vor der Volksbühne auch schon von Tausenden überflutet.
Bei der Sammeltätigkeit hielten selbstverständ- lich auch die Männer des Reichsvcrbandes der Deutschen Presse eng zusammen: SA.-Gruppen- fllhrer Weiß, der Leiter des Reichsverbandes der deutschen Presse, Karoli Kampmann, der Führer der Berliner Presse, SS.-Obersturmbannfllhrer Hauptschriftleiter A. I. Berndt u. a. sammelten gleichfalls mit Erfolg im Zeitungsviertel.
Den Weihnachtsmarkt im Lustgarten hatten sich Stabschef Lutze und Obergruppenführer von Jagow zum lohnenden Sammelbezirk erwählt. Zwischen Schloßbrücke und Brandenburger Tor sah man u. a. die Reichsleiter Amann, Bor- mann und Rosenb erg, Reichspresscchef Dr. Dietrich, Hauptamtsleiter Hilgenfeldt und Obergruppenführer Brückner, vor der Universität deren Rektor, Pros. Krüger.
r»
?i'tzsss-?doto-0. in. b. H.. 6srUn
-,,1-iMirk äes Staatskssnvdes äes blinistsrpräsiävntsn Oeneral Hermann OorinA kamt ant ,1er .Werkt Llokiu L Voll, nie Iisriclitet, eine Arnkv Lnnäxebnnx statt, bei äer Sey LlinisterpräsiLent am äsn Arbeitern äey Werkt spravk.
M Suche nach der formet
kntspannung im Streit um flbessinien!
* Bremen, 8. Dezember.
Die Zeiger der Schicksalsnhr im Streit um Abessinien deuten auf Entspannung. Nicht als ob die FrieLensverhandlnngen im italienisch-abessi- nischen Kriege schon unmittelbar vor der Türe ständen. Nein, noch steht dem allzuviel an sogenannten Prestigerücksichten entgegen. Aber es läßt sich nicht leugnen, daß unter der immer noch ziemlich kalt und starr sich erweisenden Oberfläche des allgemein sichtbaren Flusses europäischer Diplomatie sich bereits beweglichere und wärmere Strömungen bemerkbar machen, die zweifellos dem Zustandekommen eines Friedens gelten.
Es sind dies Strömungen, von denen man gerade heute, nach Mussolinis großer außenpolitischer Rede in der italienischen Kammer immerhin sagen darf, daß sie keinesfalls in Hoffnungslosigkeit zu persischen brauchen. Wir wollen es dahingestellt sein lassen, ob Sir Samuel Haares Reise nach der Schweiz tatsächlich einem Zusammentreffen mit Mussolini gilt. Wir wollen auch die Frage offenlassen, ob der gestern vormittag stattgefundene Empfang des englischen und des französischen Botschafters durch Mussolini irgendwelchen mäßigenden Einfluß auf die darnach in der Kammer gehaltene Rede des Duce ausgeübt hat. Tatsache ist, daß die große Presse Frankreichs und Englands nach dieser Rede eine Entspannung feststellen zu dürfen glaubte und daß der Duce selbst. — bei aller Betonung des eisernen Widerstandswillens Italiens gegen die bereits verhängten und noch geplanten Strafmaßnahmen, —- eine leichte Besserung, eine leichte Milderung der bisher bestehenden Gegensätze festgestellt hat.
So erscheint es uns nicht als ungerechtfertigter Optimismus, — wovor Mussolini in seiner Rede warnte —, wenn wir meinen, daß Sachverständigenberatungen, auch wenn sie noch nicht politischen Verhandlungen gleichzustellen sind, eben doch zu politischen Verhandlungen führen können und daß solche, so wie die Dinge heute liegen, in dem Augenblick den Erfolg schon in sich tragen, wenn die Formel gefunden wird, die den beiden Kriegführenden ohne Schmälerung ihres Ansehens erlaubt, dem Frieden zuzustimmen. Denn es ist ja nicht mehr so, wie vor dem Ausbruch des italienisch-abessinischen Krieges, daß man weder in Rom noch in Addis Abeba abzuschätzen weiß, was jede der beiden kriegführenden Parteien —- bei bestmöglichstem Ausgange des Krieges für sie — zu erwarten hätte.
Gewiß, es sind noch beträchtliche Unterschiede selbst in den Ansichten zwischen den friedensver- mittelnden Mächten Frankreich und England vorhanden, und Mussolini wiederum wird mit seinen Friedensforderungen noch um ein gutes Stück von den Vorschlägen Frankreichs abweichen, die lediglich von der Abtretung der Provinz Tigre an Italien reden, wo doch Italien, als es in den Krieg zog, sich zum allermmdesten den Besitz von Harrar und Dschidschiga erhoffte, wenn es nicht überhaupt für selbstverständlich hielt, ganz Abessinien in italienischen Besitz zu bringen. Darauf rechnet Italien, nachdem sich ihm England mit seiner ganzen Macht und seinem ganzen diplomatischen Einfluß entgegengestellt hat, heute nicht mehr. Immerhin erwartet es mit Bestimmtheit, daß ihm die Opfer des Feldzuges in Abessinien durch einen entsprechenden Frieden vergolten werden.
Ein weiterer, wenngleich in de: letzten Zeit stark im Hintergrund gebliebener Faktor bei der Suche nach der Formel um einen guten Frieden bildet selbstverständlich der Ne g u s. Es ist s e i n Land, um dessen Besitz sich der ganze Streit zwischen England und Italien dreht und Mussolini hat versichert, daß der italienische Feldzug in Abessinien bis zum endgültigen Siege fortgesetzt werden solle. Die vernichtenden Bombenanschläge auf Dessie haben, wie der italienische Heeresbericht meldet, eine ganz gewaltige Wirkung in Abessinien ausgelöst, freilich ohne daß die abessinischen Armeen darum in ihren Operationen ernstlich gefährdet worden wären.
Es läßt sich eben mit Flugzeugen allein nicht entscheidend siegen in einem Lande, wo sich dem Vormarsch der Heere unwegsame Bergketten in granitener Härte entgegenstellen. Ob der Negus in Dessie, wo er, wie es heißt, einer tödlichen