Ausgabe 
(7.12.1935) Nr. 338
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Nr. 55S / 5. Jahrgang

Sonnabend, 7. Vezember

klnzelpreis 15 Npf.

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Montag beginnt dieLondoner Konferenz / Vertragloser Zustand odersestseftung des Starkeverlzaltnisses der Kriegsmarinen!

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Unser logesspiegv!

Am Montag beginnt in London die Flotten- konserenz.

Von der französischen Kammer erhielt Laval erneut ein Vertrauensvotum.

Die Italiener belegten das avessinische Haupt­quartier mit Bomben.

Reichssportführer von Tschammer und Osten besuchte den britischen Ministerpräsidenten.

General Eöring wurde in Hamburg anläß­lich seines Staatsbesuches lebhaft gefeiert.

Das Arbeitsdankwerk ist in die DAF. einge­gliedert worden.

DevisenschiebendeBarmherzige Bruder" er­hielten die verdienten Zuchthausstrafen.

DieNordsee" steht vor neuen großen Aus­gaben.

Staatssekretär Koenigs setzte sich für die Er­haltung einer leistungsfähigen Handelsschiff­fahrt ein.

Die Lufthansa bescherte Bremer Waisenkinder.

Die Politischen Leiter der NSDAP. des Kreises Bremen trafen sich zu einem Kame­radschaftsabend.

Für die Wochen vor dem Fest wurden neue Geschäftszeiten festgelegt.

somilienunterslühung"

für dke Angehörigen der Wehrpflichtigen und Arbeitsdienstpslichtigen

Berlin, 7. Dezember. Amtlich wird mitgeteilt: Der Reichsminister des Innern wird in den nächsten Tagen im Ver- ordnungswege bestimmen, daß den Angehörigen der zur Erfüllung der aktiven Dienstpflicht ein­berufenen Wehrpflichtigen und der einberufenen Arbeitsdienstpflichtigen im Falle der Bedürftigkeit eiue ausreichendeFamilienunterstützung" zu ge­währen ist.

Sie wird nicht den Charakter der öffentlichen Fürsorge tragen und daher auch nicht zurückzu­erstatten sein. Dies wird auch für die Unter­stützungen gelten, die die öffentliche Mksorge den Angehörigen der Einberufenen vom Tage der Ein­berufung (Eestellungstag) bis zum Inkrafttreten der Verordnung bereits gewährt hat. Die Durch­führung der Familienunterstützung wird den Städten und Landkreisen als staatliche Aufgabe übertragen werden. Die Kosten wird das Reich tragen.

Vor sichrer beglückwünscht v. Mackensen

Berlin, 7. Dezember.

Der Führer und Reichskanzler über­sandte Generalfeldmarschall von Mackensen zu sei­nem gestrigen Geburtstag folgendes Glückwunsch­telegramm:Anläßlich Ihres 86. Geburtstages gedenke ich Ihrer, Herr Keldmarschall, mit den aufrichtigsten Glückwünschen und verbinde hiermit die Hoffnung, daß Sie dem deutschen Volke noch lange Zeit in Gesundheit erhalten bleiben."

Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generaloberst v. Blomberg, übermittelte dem Eeneralfeldmarschall telegra­phisch nachstehende Eeburtstagswünsche:Im

Namen der Wehrmacht gedenke ich Euer Exzellenz am heutigen Tage mit den aufrichtigsten Glück­wünschen."

Neben vielen anderen Glückwünschen aus allen Kreisen des deutschen Volkes, gab Oberbürger­meister dem Feldmarschall von der Ernennung zum Ehrenbürger von Stettin Kennt­nis. Als das Jungvolk und qie Jungmädel vor dem Hause des Feldmarschalls aufmarschierten, begrüßte sie Mackensen herzlich und gab ihnen mahnende Worte mit auf den Weg, immer für Deutschland zu stehen.

von der krkenntnis ;um vekenntnis

Gauleiter Rover sprach in Thüringen

Altenburg, 7. Dezember. Gauleiter und Reichsstatthalter Röver weilte in diesen Tagen in Thüringen und sprach in einer überfüllten Massenkundgebung in Langenleuba- Niederhain bei Ältenburg. Schon im Jahre 1830 war der Gauleiter in dem Ort und hielt in dem gleichen Saal eine seiner zündenden Reden. Jene Versammlung vor 5^ Jahren endete mit einer großen Saalschlacht. An der jetzigen Kundgebung nahmen alle führenden Persönlichkeiten der Partei und der Behörden des Ältenburger Kreisgebietes, sowie die Führer der Wehrmacht des Standortes Altenburg teil. Die wuchtige, die Herzen auf­rüttelnde Vortragsweise des Gauleiters hinterließ bei den Zuhörern tiessten Eindruck. Der Gauleiter richtete die Herzen seiner Zuhörer auf die hichen Ziele des Nationalsozialismus aus und hämmerte allen ein, daß es unbedingt nötig sei, sich von den kleinen Ereignissen des Alltags loszureißen und mit Leib und Leben zu Mitstreitern an dem be­deutungsvollen Merk der Gegenwart » werden. Es komme jetzt darauf an, alle Deutschen von der Erkenntnis zum Bekenntnis zu führen.

(Onsbtbsriobt unssrsr Lsrlivsr Lokriktlsitnvg) irr. Berlin, 7. Dezember.

Am Montag beginnt in London die Flotten- konferenz der großen Seemächte, deren Ziel es ist, aus dem Gebiete der Seerüstungen ein bestimmtes Stärkeverhältnis vertraglich neu festzulegen. An diesen Verhandlungen sind England, die Ver­einigten Staaten, Japan, Frankreich und Italien beteiligt, also die gleichen Mächte, die bereits vor vierzehn Jahren das erste derartige Flotten- abkommen in Washington abschlössen.

Das Washingtoner Flottenabkommen von 1922 setzt die Flottenstärken für England, Amerika, Japan, Frankreich und Italien nach dem Schlüssel 5 :5 :3 : IX : 1?/< fest. Dieser Schlüssel bezieht sich aber nur auf die schweren Kriegsschiffe, während die kleineren Fahrzeuge unberücksichtigt geblieben sind. Gegen diese Vereinbarungen ist vor allem von Japan alsbald der Einwand erhoben wor­den, daß die tatsächliche Entwicklung im Fernen Osten es erforderlich mache, der japanischen Marine dieselbe Stärke zuzugestehen wie der eng­lischen und amerikanischen. Auf einer Zusammen­kunft der drei größten Seemächte im Jahre 1930 wurden Japan auch einige Zugeständnisse gemacht, aber sie genügten den Japanern nicht» sie ver­langten volle Gleichheit und kündigten infolge­dessen im Dezember 1934 das Abkommen, das nach einer zweijährigen Frist im Dezember 1936 außer Kraft treten würde, wenn nicht inzwischen eine neue Vereinbarung zustandekommen sollte.

Die Anregung zu der jetzt stattfindenden neuen Flottenkonferenz ging von England aus, welches das größte Interesse daran, hat, daß ein vertragsloser Zustand vermieden wird. Es war nicht leicht, die anderen Mächte an den Verhand­lungstisch zu bekommen.

Gerade die politische» Spannungen der Gegenwart lassen es verständlich erscheinen, wenn einzelne Regierungen sich gegen eine Festlegung bestimmter Grenzen für den Aus­bau ihrer Seestreitkräfte sträuben.

Das gilt nicht nur für Japan, dessen Vorgehen in China es gerade in diesen Tagen in einen neuen ernsten Gegensatz zu Amerika und England gebracht hat, sondern das gilt auch für Italien, das angesichts des gegenwärtigen Sanktions­krieges mit der Möglichkeit einer Blockade rechnet, aus der sich ein offener Konflikt im Mittel­meer ergeben könnte. Da es bei früheren Flot- tenverhandlungen nicht gelungen ist, auch die Zahl der kleineren Fahrzeuge, vor allem der Unterseeboote, in die Abmachungen mit

Leipzig, 7. Dezember.

Am letzten Tage der fünften Arbeits- und Schulungstagung der Deutschen Arbeitsfront ver­kündete Hauptamtsleiter Selzner folgende Ver­einbarung: Der Reichsorganisationsleiter der

NSDAP. und Reichsleiter der Deutschen Arbeits­front, Dr. Robert Ley, und der Reichsarbeits- führer Konstantin Hier! haben in der Erkennt­nis, daß das Erlebnis des im Arbeitsdienst be­gonnenen nationalsozialistischen Erziehungswerkes über den Wehrdienst hinaus sorgsamster Weiter- pflege bedarf, um sich im Leben des Volkes, be­sonders im Leben der Arbeit voll entfalten und auswirken zu können, folgende Vereinbarung ge­troffen :

1. Ln der Deutschen Arbeitsfront wird ein Zen- tralamtArbeitsdank" errichtet. Mit der Leitung dieses Amtes wird der Leiter des Arbeitsdank- werkes, Pg. Oberarbeitsfiihrer von Hertzberg, be­auftragt.

2. Das Arbeitsdankwerk mit seinen besonderen Aufgaben bleibt weiterhin bestehen unter dem Ehrenvorfitz des Reichsarbeitssührers.

3. Die Durchführungsbestimmungen sind zwischen dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und dem Reichsarbeitsführer Konstantin Hier! besonders vereinbart.

4. Diese Vereinbarung tritt mit dem 1. Dezem­ber 1933 in Kraft.

Die Verkündung dieser Vereinbarung wurde von den 4000 in Leipzig versammelten DAF.- Waltern mit stürmischem Beifall aufgenommen.

Reichsarbeitsführer HierI führte zu der Ver­einbarung etwa aus: Der Arbeitsdank solle künftig die Brücke bilden, die von dem Arbeits­dienst zur Arbeitsfront führt, eine Brücke, die mit dem einen Pfeiler auf dem Grunde des Arbeits­dienstes, mit dem anderen auf dem Grunde der Arbeitsfront fest und sicher ruht. Ueber diese Brücke werden in Zukunft alljährlich Hundert­tausende entlassener Arbeitsmänner und Arbeits­maiden marschieren, um sich einzugliedern in die große Front der schaffenden Deutschen in Stadt und Land. Liese vom Arbeitsdienst entlassene Jugend soll in die Arbeitsfront mitbringen die im Arbeitsdienst eingeprägte nationalsozialistische Auffassung von dem Wert und von der Würde der Arbeit, sie soll mitbringen das im Arbeits­dienst anerzogene Pflicht- und Ehrgefühl und den in der Lagergemeinfchaft des Arbeits­dienstes erlebten Eeistder Kameradschaft und Werks- »nd Volksgemeinschaft.

einzubeziehen, so hat sich gerade im Mittelmeer eine eigenartige Entwicklung der Seestreitkräfte ergeben: Italien hat den Ausbau der U-Boot- Wasfe besonders gepflegt, so daß es in dieser Schiffsklasse einen starken Vorsprung besitzt, wäh­rend es nur über eine recht geringe Zahl großer Schlachtschiffe verfügt. Die Auseinandersetzungen in London werden also zweifellos sehr schwierig werden, und es ist noch keineswegs sicher, ob diese Konferenz zu einer Erneuerung des Flottenab- kommens oder zu einem vertragslosen Zu- stand führt.

Deutschland wird die Vorgänge in London aufmerksam verfolgen; wir sind jedoch in keiner Form daran beteiligt. Die Entwicklung der neuen deutsche» Kriegsmarine ist durch das deutsch- englische Flottenabkommen vom Mai dieses Jahres

endgültig festgelegt, und Deutschland hat keines­wegs die Absicht, sich über das notwendige Maß der nationalen Verteidigung, das damit gesichert isf, hinaus in irgendwelche Rivalitäten der großen Seemächte einzumengen.

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Paris, 7. Dezember.

Die französische Regierung hat den Unter­zeichnern des Washingtoner Flottenabkommens mitgeteilt, daß am 22. Oktober in Brest das erste 35 OOO-Tonnen-Panzerschiff auf Kiel gelegt worden ist. Das zweite Panzerschiff gleicher Größe wird auf Kiel gelegt werden, sobald das Washingtoner Abkommen mit dem 1. Januar 1937 abgelaufen sein wird.

Volk für das Volk

sag der nationalen Solidaritüt!

* Bremen, 7. Dezember.

Das ist der Tag wahrer Volksgemeinschaft, der Tag echter Kameradschaft, der Tag unerschütter- lichen Vertrauens einer Führerschaft zu ihrem Volke, der Tag unverbrüchlicher Treue eines ganzen Volkes zu seiner Führerschaft.

Woher er kam? Es ist schwer zu sagen. Er ist da. Auf einmal war er da. Vor Jahresfrist ist es gewesen. Erwachsen ist er aüs schlechtweg nationalsozialistischem Empfinden, sozusagen als eine Eingebung, ein Funke jenen hehren Feuers, dessen heilige Lohe wir als den nationalsozialistischen Gedanken kennen, täglich erleben und dennoch immer wieder von neuem bewundern müssen.

Es kam der Tag der nationalen Solidarität> ebenso wie der nationalsozialistische Gedanke selbst von dem Manne, dem Deutschland alles, aber auch alles verdankt, auf das deutsche Volk und es zündete dieser Gedanke, wie gar nicht anders denkbar, und er entzündete die Millionen Herzen derer, die dem Nationalsozialismus ver­schworen sind. Dies aber ist heute ein ganzes Volk.

Ein ganzes Volk, das deutsche Volk schlecht­weg, erfaßt von jener heiligen Lohe, fand es mit einem Male ganz natürlich, daß in seinen Reihen kein Volksgenosse mehr hungern und keiner mehr frieren dürfe. Dieses Volk faiü» es ganz natür­lich, daß einfach alles, ob Führerschaft ob Ge­folgschaft,, sich in das plötzlich überall auflodernde Streben mit einstellte, keinen Volksgenossen mehr der Unbill des Winters und keinen mehr dem Elend des Hungers zu überlassen. Mit einer Selbstverständlichkeit ohnegleichen greifen daher auch in diesem Jahre wieder, heute und mor­gen vom Stellvertreter des Führers an bis herab zum kleinsten Politischen Leiter alle zu der Sammelbüchse und es gesellen sich ihnen ganz von selber zu sämtliche Führer der Parteiforma­tionen sowie die Spitzen der Behörden, von den Ministern angefangen. Aber mit ebenso, großer Selbstverständlichkeit wirft jeder deutsche Volks­genosse sein Scherflein in die opferheischende Büchse, wohl empfindend, daß er sich selber ver­achten müßte, wenn er sich ausschlösse aus der großen Gemeinschaft, die deutsche Treue und deut­schen Kameradschaftsgeist besiegelt.

Man könnte fragen, warum gesammelt werden mutz: Um Hunger und Kälte zu bannen! Aber schon indem man fragt, sagt man, daß man nichts verstanden hat von der Größe des Gedankens des Tages der nationalen Solidarität. Gewiß, der Staat könnte eingreifen. Es wäre nicht einmal schwer, etwa durch steuerliche Umlagen das Er­gebnis der Sammlung durch Staatsmittel auszu­gleichen. Das aber wäre gewiß nicht das, was nach des Führers Wille mit dem Tag der natio­nalen Solidarität erreicht werden soll und er­reicht werden wird, nämlich dem allen Menschen deutschen Blutes innewohnenden Bedürfnis Ge­nüge zu tun, Genossen in der Not treue Kamerad­schaft zu erweisen. Daß dies als etwas besonderes erscheinen könnte, daran wird nicht gedacht.

Wer hätte auch etwas Besonderes dabei ge­funden, wenn draußen im Felde ein Kamerad mit dem anderen sein letztes Brot, seine: letzte Zi­garette teilte? Wenn einer, der dort ein warmes, Tuch mehr hatte als der andere, dieses Tuch jenem gab, der über keines verfügte? Wenn einer, der eine warme Decke hatte, sie dem, dem eine solche mangelte, zur Hälfte überließ? Es war so selbst-, verständlich, daß kaum noch Worte darüber ge- wechselt wurden. Und als ein schäbiger Schuft hätte sich derjenige verachtet, der etwa nicht so gehandelt hätte. Keiner hat anders gehandelt und keiner ist auf den Gedanken gekommen, dabei .etwas Besonderes zu tun; denn ohne gerade jeden Augenblick daran zu denken, hat es doch jeder in sich gefühlt, daß so wie er selbst im Augenblick Not linderte und dem Mangel uhHülf," zu an­deren Stunde ihm selbst^,. 5 ^ er ' in Not geriet, die unbedingt^ Hilfe der Kameraden sicher war. Und ob er diese Hilfe brauchen würde als Schwerverhundeter vor dem Draht­verhau oder im Trommelfeuer von einem Grabenstück verschüttet, immer, das wußte er und daran gab es keiner? zweifelnden Gedanken, war

kinglieverung des prbeltrdankes in die M.

krrichtung eines Zentralamles für die Betreuung der ausscheidenden Männer des Spatens

Der deutsche Arbeiter im nationalsoziali­stischen Reich ist mehr als nur ein Söldner der Arbeit. Er ist ein Soldat der Arbeit, der sich vom Söldner der Arbeit ebenso grund­legend unterscheidet wie etwa der Soldat des deutschen Volksheeres vom Soldknecht des Dreißigjährigen Krieges. Das wäre ein schlechter militärischer Führer, der nur mit den Armen und Beinen seiner Soldaten und nicht mit ihren Herzen rechnen würde.

Und das ist ein schlechter Wirtschaftsführer, der die seelischen Kräfte in der Arbeit und in der Wirtschaftsführung nicht richtig zu werten versteht.

Abschließend sprach der Reichsleiter der DAF., Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, Worte des Willkommens für die neu in die Arbeitsfront aufgenommenen Kameraden des Spatens Nun stehen wir, so fuhr Dr. Ley fort, heute am Anfang der Brücke, die uns diese jungen Männer

flbschluhkundgebung in Leipzig

Leipzig, 7. Dezember.

Die 6. Arbeits- und Schulungstagung der DAF. wurde am Freitagnachmittag mit einer gewalti­gen Kundgebung abgeschlossen, in der Dr. Ley die Aufgaben für den kommendenKampf- abschnitt stellte und die Parole für die Ver­trauensratswahlen im Frühjahr ausgab.

Dr. Ley betonte weiter u. a., daß die beiden großen Aufgaben, die sich der Führer zunächst ge­stellt hatte, nämlich die Erwerbslosigkeit zu be­heben und die politische Ohnmacht des Volkes zu beseitigen, so gut wie verwirklicht feien.

Es sei jetzt, was die Lage auf dem Fettmarkt be­trifft, die Zeit da, die Frage an das Volk zu richten: Willst du vielleicht für 4 Wochen lleber- schuß an Fett haben und dann kapitulieren, oder willst Du durchholten und dann die Freiheit haben? Wenn wir kein Kupfer, kein Nickel, keine Wolle, keine Baumwolle wegen des Fettes mehr kaufen könnten, so würde das bedeuten, daß mit einem Schlage mindestens 4l4 Millionen arbeits­los würden. Darauf warte der Jude. Die Antwort des deutschen Volkes müsse sein: Wir kapitu­lieren niemals! Stürmische Zustimmung fand Dr Ley, als er erklärte:

Wir werden einen Appell an die Besitzen­den richten, Laß sie zugunsten der Schwerarbei­ter auf ihre Fettrationen Verzicht leisten.

in die Arbeitsfront führen soll, um dort dieses Erlebnis, dieses Exerzitium unseres Volkes wei­terzuführen, damit es nicht vergessen werde. So wollen wir geloben, Pg. Hierl: Wir werden Ihre Mädel und Ihre Männer freudig übernehmen, unser ganzes Herz wird dabei fein. wir geloben, daß es unsere heiligste Pflicht sein soll, den Ge­danken der Gemeinschaft, den Sie in bestem Sinne exerziert und geübt haben, zu heben und zu pfle­gen. Denn wir wissen: Das ist der einzige Weg, um überhaupt einen wahrhaft lebendigen So­zialismus in unser Volk hineinzubringen.

Wir freuen uns zum heutigen Tage. Wir werden ihn Jahr für Jahr als den Tag, wo die Jugend zu uns in die Arbeitsfront kommt, feiern, und wir werden in den Werkscharen, in den Betriebszellen, in den Vetriebsgemeinschas- ten, in Kraft durch Freude, in allem, was wir haben, den Gedanken 00 m Arbeitsdienst weiter pflegen, damit Deutschland ewig lebe!

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Leipzig, 7. Dezember.

In einer Amtsleitersitzung der Deutschen Ar­beitsfront und der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" anläßlich der Reichstagung der DAF. in Leipzig sprach Pg. Rentmeister über einen Kongreß für Freizeit und Erholung, der im kom­menden Jahr in der Zeit vom 23. bis 26. Juli in Hamburg abgehalten wird. Das Ausland hat schon jetzt ein lebhaftes Interesse für diesen Kongreß ge­zeigt. So sind feste Zusagen aus USA. und Argen­tinien bereits eingetroffen. Pg. Rentmeister fuhr vor kurzem mit einer Abordnung nach Amerika und erhielt dort die Zusage der großen amerikani­schen Freizeitorganisation. Die Hamburger Tagung findet kurz vor den Olympischen Spielen statt und steht unter dem GeleitwortFreude Fried e".

Eröffnung des Rcichslcistungskompses der deutschen Studenten. Mit einer schlichten freier in der Aula der Friedrich-Wilhelm-Nnivcrsität in Berlin wurde am Freitag mittag der erste Reichslcistnngskamps der deut­schen Studentenschaft eröffnet

Ucbergabc des Erweiterungsbaues der Teutschen See- warte. (Gestern fand in Anwesenheit zahlreicher Ver­treter der Kriegs- und Handelsmarine, des Heeres und der Luftfahrt die feierliche Einweihung des Erweite­rungsbaues der Teutschen Seewarte in Hamburg statt.