Ausgabe 
(2.12.1935) Nr. 333
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NationatsozialistenVremens

Das Amtsblatt des Senats der Zreien fjanjestadt vremen

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Nr. / Z. Jahrgang

Montag, 2. Dezember

kinzelpreis 15 Npf.

krste NS-Kultmtagung des 6aues Veser-kms

Neichskulturwalter Morallee in Vldenburg: „wir stellen am flnfang einer großen neuen Kulturschöpfung"

Oldenburg, 2. Dezember.

Am Sonntag fand in Oldenburg die erste große Kulturtagung der Landesstelle des Reichsministe­riums für Propaganda u. Volksaufklärung Weser- Ems und des Eaupropagandaamtes Weser-Ems statt, deren besondere Bedeutung durch die An­wesenheit des Reichskulturwalters Pg. Mo­ral! er dokumentiert wurde. Als Auftakt zu der Tagung war die im Rahmen der Theaterwerbe- woche im Landestheater in einer Aufführung der klassischen Operette „Die Fledermaus" am Tonn-

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Unser lagesspssgel

Im Rahmen der großen NS.-Kulturtagung für den Gau Weser-Ems hielt Reichskultur­walter Moraller eine bedeutsame Rede.

Nach Meldungen aus Addis Abeba finden hinter den italienischen Linien der Nordfront schwere Kämpfe statt.

Die Kreisleitung der NSDAP. führte gestern einen eindrucksvollen Propagandamarsch für das WHW. durch.

Ein mächtiger Geldtransport durch die Haupt­straße Bremens erregte großes Aussehen.

Bei den Deutschen Gerätemeisterschaften in Frankfurt/Main wurde Steffens, Bremen, knapp auf den zweiten Platz hinter Frey- Kreuznach verwiesen.

Den Hallentenniskampf gegen Deutschland ge­wann Schweden mit 3:2.

Durch einen 3:2-Sieg über Eintracht-Braun- schweig ist Vorussia-Harburg als Herbstmeister Niedersachsens anzusprechen.

Einen schönen 3:3-Erfolg errang Komet gegen Hannover 86; das Spiel Werder gegen Arminia wurde beim Stand 2:2 abgebrochen. Zahlreiche Spielausfälle gab es im Handball­sport, darunter auch das Länderspiel gegen Luxemburg.

abeudabend erfolgte Vereinigung der schon an­wesenden Teilnehmer der Tagung und der Poli­tischen Leiter Oldenburgs anzusehen, vor der Reichskulturwalter Moraller kurz das Wort nahm. Er überbrachte die Grüße des Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels, und wies dann in seiner Ansprache darauf hin, welche Aufgaben der nationalsozia­listischen Bewegung auch auf dem Gebiete der Theaterkunst erwachsen, die wie jede Kunst und Kultur der Ausdruck der seelischen Haltung des Volkes sein oder werden mutz. Diese Verpflichtung fordert aber zugleich, daß das Theater nicht mehr nur ein Theater bestimmter gesellschaftlicher Schich­ten bleiben darf, sondern zum Theater des ganzen Volkes wird. Hieran mitzuarbeiten haben auch alle Politischen Leiter der Bewegung.

Dabei wird das Theater, wie immer in seiner Geschichte, nicht nur eine Stätte der Erhebung allein sein, sondern die Theaterkunst wird auch dem Volke Stunden der Entspannung und der frohen Gelöstheit geben müssen.

flrbeitstagung des eaupropagondaamtes

Am Sonntagvormittag fand dann die interne Arbeitstagung des Gaupropagandaamtes der NSDAP. im Rahmen der Kulturtagung statt, in der eine Reihe von Vertretern des Gaustabes, die Gauinspekteure, die Kreisleiter und die Kultur­referenten der SA., SS., N2KK. und der HJ. und sämtliche Propagandisten des Gaues bis ein­schließlich zu den Kreisen teilnahmen. Eaupropa- gandaleiter und Landesstellenleiter Schulze er­öffnete die Tagung in dem feierlich ausgeschmück­ten Saale der Union nach dem Einmarsch der Fahnen und begrüßte vor allem Reichskulturwal­ter Moraller und den Gauprapagandaleiter des Gaues Ost-Hannover 2 chmonses. Die Eau- propagandatagung wurde in eindrucksvoller Form eingeleitet durch chorische Aufführungen der H2. - Kulturschar des Bannes 81 mit kleinem Orchester unter Jg. 2 ehrt, und zwar durch die packende Gestaltung des Werkes von Hans Bau­mann „W ir Jungen tragen die Fahn e", eine Darstellung der Ehrung des Kämpfens und Sterbens, der Arbeit und des gestaltenden Auf­baues der Nation unter dem Nationalsozialis­mus mit einer ergreifenden Ehrung der Toten des großen Krieges. Dieses Bekenntnis der Jugend unter dem Hakenkreuzbanner wurde er­gänzt durch das Bekenntnis der Männer im brau­nen Ehrenkleid, durch den S p r e ch ch o r der S A.- Brigade 63 unter ihrem Vrigadeführer Eiesler, der einen TeUausichnitt aus dem von der Brigade selbst zusammengestellten chori- schen Spiel /.Kamerad komm mit" zur Ge­staltung brachte.

Reichskulturwalter Moraller 'knüpfte m seiner Ansprache an diese, zum inneren Erlebnis für alle Teilnehmer der Tagung werdenden cho- rischen Aufführungen an, die, wie Pg. Moraller hervorhob, vor unseren Augen nationalsoziali­stisches Kulturwollen gestalteten. In seiner An­sprache deutete dann der Redner in dem geform­ten Wort der Rede dieses nationalsozialistische Kulturwollen, das überall im Volke durch die Formationen der Bewegung ein ständig vertieftes Leben gewinnt und im Volke seelisches Erlebnis werden'läßt, was in der Kampfzeit durch die von den Spannungen des Machtkampfes erfüllten

Kundgebungen, Aufmärsche und Versammlungen Ausdruck erhielt. Nachdem die äußere Spannung des Kampfes weggefallen ist nach der Macht­ergreifung, mußte auch die innere Spannung des Erlebnisses und seines Vekennens eine Äiand- lung im Ausdruck erfahren. Der Glaube, der das unwandelbare tiefe Geheimnis der national­sozialistischen Weltanschauung und des gemein­samen Marschierens, Handelns, Singens und Arbeitens aller Nationalsozialisten darstellt, hat daher nach der Machtergreifung in der Formung eine Neugestaltung erfahren, die so beschaffen ist und beschaffen sein muß, daß das äußere Bekennt­nis der unwandelbaren Tiefe des inneren Erleb­nisses entspricht. An dieser Formung, an diesem gestalteten Ausdruck des Glaubens an die Idee,

an die bewegende Kraft der nationalsozialistischen Weltanschauung hat die Kultur und die Kunst stärksten Anteil zu nehmen, sie muß aus dem gleichen Gemeinschaftserlebnis heraus teilhaben an dem großen Gemeinschaftsleben und seiner aus einem Guß vom Nationalsozialismus be­wirkten Gestaltung. Für das Kunstschaffen im neuen Reich, für die Kulturgestaltung ist dieses Herausfließen aus dem Eemeinschaftserlebnis maßgebend, während das Kulturgestalten der li- beralistischen Epoche, das schließlich in Aestheti- zismus und Kulturbolschewismus endete, letzten Endes nur vom individuellen Erlebnis ausging. Wir stehen am Anfang einer Entwicklung des Kultur- und Kunstschaffens im deutschen Volk, dessen Wirken in die Jahrhunderte geht und das

ganz allein aus dem Erlebniswert der Weltan­schauung des Führers seine Wurzel zieht. So wie der Nationalsozialismus stets nur nach der Seele, des Volkes gegriffen hat und es zu einer neuen Haltung, zu einer neuen Charakterprägung zu führen begann und weiter führt, so muß auch das kulturpolitische Schaffen Herausfließen aus dem Gemeinschaftserleben und einmünden in eine Ausdrucksform, die dem nationalsozialistischen Fühlen und Denken entspricht und teilnimmt an einer Gestaltung der Idee, die ihren Ewigkeits­wert in die kommenden Jahrhunderte trägt. (Langanhaltender starker Beifall).

Gauprapagandaleiter Schulze schloß die Ar­beitstagung mit einem Treueaelöbnis zum Führer.

„wir greifen

nach der Seele des Volkes"

8. 8. Oldenburg, 2. Dezember.

Ein Griff nach der Seele des Volkes! Das war der äußere und innere Eindruck der ersten gro­ßen Eesamttagung aller Kulturwalter und -schaffer im Gau Weser-Ems! Zeugte davon schon der äußere Rahmen der von Landeskulturwalter Pg. Schulze und seinen Mitarbeitern sorgfäl­tig vorbereiteten und exakt durchgeführten Ta­gung, die sich nirgendswo und -wann in Uferlofig- keit oder gar Weitschweifigkeit verlor, so wußte Reichskulturwalter Pg. Moraller mit seinen Ausführungen seine Zuhörer bei Herz und Seele so zu packen, daß wohl jedem Tagungsteilnehmer diese Zusammenkunft auf lange hinaus eine blei­bende Erinnerung und richtunggebender Wegwei­ser sein wird. Warmherzig und fesselnd, frei von jeder trockenen Schulmeisterei, mit scharfer Iro­nie oder temperamentvollem Humor traf er, wie der immer wieder aufbrandende Beifall bewies, mit seinen Formulierungen stets den Kern der Sache. Und trotzdem wurde mit einem sachlichen Ernst und schonungslosester Offenheit um die Er­kenntnis letzter Dinge gerungen, die erkennen läßt, daß der nationalsozialistische Kulturwille nicht aufzuhalten ist und vor nichts haltmacht.

Erfreulich i die schonungslose Deutlichkeit, mit der es Pg. Moraller verstand, die Kultur­kritikaster und Kunstpäpfte von ihren längst hohl und tönern gewordenen Piedestalen herabzu- stoßen. Möchten doch alle deutschen Volksgenossen von der kritischen Ehrlichkeit dieser Tagung er­füllt sein, die sie endlich erkennen ließe, daß das, was im Deutschland der Vergangenheit an soge­nannter Kultur bei jeder paffenden Gelegenheit aus der Kulturschublade hervorgezogen und her­umgereicht wurde, eher einer bandagierten Mu­mie glich als wahrhafter Volkskultur! Denn Kul­tur ist nur da — und das kann nicht oft genug gesagt werden —, wo sie noch gelebt wird, ist das, was wir sind, ist geprägte Form, die lebend sich entwickelt, ist unser aller geprägter Charakter! Kultur kann eben nur dort sein, wo sie aus der geistig-seelischen, der charakterlichen Eesamthaltung eines ganzen Volkes täglich neu geboren und erlebt wird.

Darum denkt der Nationalsozialismus auch gar nicht daran, irgendein Exerzierreglement für die Kultur aufzustellen. Hier kann nicht organi­siert und befohlen werden, hier ist alles auf das schöpferische Werden eingestellt. Wenn wir aber wollen und als Forderung verlangen müssen, daß unsere Weltanschauung ihre künstlerische For­mung, ihren ihr gemäßen Kulturausdruck findet, so haben wir andererseits auch das selbstverständ­liche Recht, die Dinge, die uns als Kulturgüter geboten werden, auch auf ihren inneren Wert, auf ihren wahren Gehalt und ihre Lebendigkeit zu prüfen. Deshalb geht es heute darum, daß die Kultur wieder zur Sprache des Volkes wird, die dieses Volk auch versteht. Und als Parole über den Tag hinaus nehmen wir von dieser Tagung mit: Weg vonder Museumskultur, hin zur Volkskultur!

Und weiter: Wenn wir uns vergegenwärtigen, daß innerhalb knapper 18 Stunden die Ein­weihung der Deutschlandhalle durch den Führer, der Reichspressetag in Köln, diese Kulturtagung eines ganzen Gaues, auf der Landesstellenleiter Pg. Schulze u. a. die bedeutsame Einrich­tung von Kulturausschllssen verkündete, stattfanden, so wissen wir, die nationalsozia­listische Kultur ist auf dem Marsch! Die Aufgabe ist erkannt. Der Weg ist offen. Und daß er be- schritten wird, dafür, war das Eemeinschaftserleb­nis dieser ersten großen Zusammenfassung aller Kulturschaffenden im Eaugebiet eindeutiger Be­weis

Neuer kriolg für das WHW.

Berlin, 2. Dezember.

Der erste Adventssonntag hatt? im ganzen Reich einen neuen Beweis von der Solidarität und dem Opsersinn des deutschen Volkes gebracht. Die deutsche Beamtenschaft und das deutsche Handwerk haben >"n Winterhilfswerk und damit den noch notle-dend?'! deutschen Volksgenossen in einer -westen R'vchsstraß'nsammlun'g in gemeinsamer AlstW stire ganzen Krcnte zur Verfügung gestellt. In Sst-oi lind Land ist die gesamte deutsche Be­amtenschaft vom Minister bis zum jüngsten Staatsdiener in diesem einheitlichen Willen auf den Plan getreten.

Kulturpolitische Kräfte an die front!

An die Arbeitstagung des Gaupropagandaamtes schloß sich am Sonntagmittag im Oldenburger Landestheater eine Feierstunde, an der Gauleiter- Stellvertreter Ministerpräsident Joel mit den Mitgliedern des Gaustabes, Vertreter der Wehr­macht, darunter Konteradmiral Stobwasser von der Marinestation der Nordsee^ Oberst von Echauroth und die Standortältesten des Gau- gebietes sowie Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen teilnahmen. Nach einer einleiten­den musikalischen Darbietung durch das Olden­burgische Landesorchester gedachte Landeskultur­walter Schulze- des Ablebens des verdienten Mitkämpfers und Parteigenossen Kreisleiter Leo V a umgartner- Eeorgsmarienhütte (Osna­brück-Land), zu dessen Ehren sich die Versammel­ten von ihren Plätzen erhoben.

Pg. Schulze ging dann in seiner Ansprache auf den Neuaufbau des kulturellen Lebens ein, die den Zweck habe, die Kunst dem gesamten Volke dienstbar zu machen.

Die Bildung von Kulturausschüssen im Gau- gebiet sei der erste Schritt aus diesem Wege. Pslegestätten neuer Kunstgestaltung werden der Kunst das Gesicht unserer Zeit geben, denn Kunst sei dazu da, daß sie vom Volke verstanden werde.

Moraller spricht

Im Mittelpunkt der Feierstunde stand der Vor­trug des Reichskulturwalters Moraller über das Thema „Die Reichskulturkammer als Trägerin nationalsozialistischen K u l t u r w i l l e n s". Er unterstrich zu Beginn seiner grundsätzlichen Ausführungen den tiefen Sinn der nationalsozialistischen Revolution. Sie bringe auf allen Gebieten des Lebens eine Zeiten­wende, also auch im kulturellen Leben der Nation. Der Redner setzte sich dann mit dem materialisti­schen Kulturschaffen im liberalistischen Zeitalter auseinander, das nichts mit dem Eemeinschafts- gedanken zu tun hatte und zu dem Ergebnis führte, daß sich die Kunst immer mehr vom Volk entfernte. Wir erlebten so die wilhelminische Epoche, die nichts weiter tat, als durch bom­bastische Aufmachungen über ihre innere Leere hinwegzutäuschen Der Weltkrieg habe bewiesen, daß außerhalb allen mechanischen Denkens noch Kräfte am Werke seien die stärker als der Ma­terialismus waren. So war der Krieg die Ge- Lurtsstunde des Nationalsozialismus und der deutschen Volksseele, Wiedergeburt des ewigen deutschen Idealismus. Echte Kultur sei die

Prägung des Wesens und Charakters eines Vol­kes. Moraller stellte für den Umbruch neuen kul­turellen Schaffens die Forderungen auf:

1. Es ist nicht möglich, daß ein Bluts- sremder, der nicht aus dem Volke stammt, unseren Willensausdruck schöpferisch gestaltet.

2. Wir müssen von den Menschen, die in unserem Volke tätig sind, verlangen, daß sie in erster Linie Charnkterträger sind.

3. Muß der Künstler, der dem Gemein­schaftsleben des Volkes Ausdruck geben soll, auch in diesem Volke wurzeln.

Der Redner zeigte weiter praktische Wege, wie die Kunst dem Volke zugänglich gemacht werden kann und umriß die Aufgaben der Reichskultur- kammer in diesem Zusammenhang. Die Kultur­politik habe die Aufgabe, die Seelen unseres 60-Millionen-Volkes so stark zu durchgingen mit dem, was aus unserem Blute und aus unserem Willen spricht, damit es Ewigkeitswerte behalte.

Die erhebende Feierstunde, die von Vortrügen durch Mitglieder des Oldenburger Landestheaters umrahmt war, klang aus mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer.

slrbeitssitzungen der Kammern

Am Sonntagvormittag tagte ferner die Landes­leitung Weser-Ems der Reichskammer der bildenden Künste mit ihren Beauftragten, Referenten, Vertrauensleuten und Gruppen­führern. In der Tagung, in der der Wille sämt­licher Künstler, an dem vom Führer gestellten kulturellen Ziele mitzuarbeiten, klar zum Aus­druck kam, gab der Landesleiter einen Bericht über sämtliche Fachfragen grundsätzlicher Art und vor allem über die Durchführung der weltan­schaulichen Schulung. Die Kammer, alle Funk­tionäre und Treuhänder des Staates werden mit der Partei eng zusammenarbeiten.

Nach der Arbeitstagung der Kammer der bil­denden Künste wurde im Augusteum die dies­jährige Jahresaus st ellunq der bilden- denKünstler des Gaues Weser-Ems durch Architekt Fricke mit einer kurzen An­sprache eröffnet. Es waren bei der Eröffnung zugegen, Bertreter der Partei, der Stadt und der Wehrmacht Die Ausstellung, über die wir noch ausführlicher berichten werden, gibt einen aus­führlichen und wertvollen Ueberblick über die künstlerische Arbeit im Gau. Sie ist von sämt­lichen Künstlern des Gaues beschickt so u. a. aus Oldenburg, Ostfriesland, Osnabrück, Bremen, Wesermünde und Worpswede.

Die Mitglieder der Reichsmusikkammer tagten unter dem Vorsitz des Leiters der Orts­musikerschaft Oldenburg, Kufferath. Ge­schäftsführer Barsch e-Hannover sprach über organisatorische Fragen, der Leiter des Außen- amtes. Lukaschik, über „Die aktive Beteili­

gung des Musikers an der Arbeit im Rahmen des geistigen Umbruchs unserer Zeit", und Lan­desleiter Koch-Hannover über die Arbeit des Musikers als kultureller Träger und Diener des Volksganzen.

In der Arbeitstagung der Mitglieder der Reichsichrifltumskammer Weser - Ems unter Vorsitz des Landesleiters August Hin- richs sprach Manfred H a u s m a n n - Worps­wede über „Wie kommt der Dichter zu seinem Werk". Seine Ausführungen fanden in dem dann folgenden Vertrag Friedrich Lindemanns- Bremen über schriftstellerische Fragen der Gegen­wart eine reichhaltige Ergänzung und Abrundung. In der sich anschließenden Aussprache wurden sach­liche und organisatorische Fragen erörtert. Buch­händler H a u k e l - Osnabrück gab dem Wunsche für eine harmonische Zusammenarbeit zwischen Buchhändler und Schriftsteller Ausdruck.

In der Tagung der Theaterkammer sprach der Landesleiter Dr. Roennecke über „Aufbau der Fachschaft Bühne", während der Fachschafts­obmann des Landsstheaters Oldenburg über die Stellung des Fachschaftsobmanns zum Betriebs­führer berichtete. Der Landesleiter hielt so­dann einen Bortrag über „Das deutsche Theater im Dritten Reich". Aus der Tagung heraus wur­dest zwei Telegramme abgesandt, eins an den Reichsminister Dr. Goebbels und eins an den Präsidenten der Reichstheaterkammer Rainer Schlösser.

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