Ausgabe 
(31.3.1936) Nr. 91
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der Nationalsozialisten vremens

Amtsblatt des Senats der Freien tjansestadt Bremen

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parteiamtliche Lageszeitung

NachrichlenblaN der Deutschen flrbeitsftont Dremen

NL.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H,, Bremen, Gieren 6/8 / Fernsprecher: all 21 und ölt 1 , 1 ,

Das amtliche AerkünLungsdiatt des Neichsstatttzaliers m Lildenburg und Vremen

Nr. 91 / 6. Jahrgang

Menstag, 51. Mär; 195ö

An,emen-(tzrundpreise. Tie 22-mm-^eile im Anzeigenteil !2Pf., die 70-mm-Zeile im Textteil 75 Pf. Ermäßigte Grundpreise (für kleine Fnmilien-Anzeigen n, a j sowie sonstige Bedm^mgen Preis­liste l> (Aachla'frsttisfel Oi. niir Anzeigen durch Fernsprecher keine Geival)r. Animlimeschlusz !b Uhr. Sprechzeit: Berlag werktäglich 12-14 Uhr; Lchristleit un'g Dienstag bis Freitag 12'/L-13>/2 Uhr.

Einzelpreis 15 Npf.

Her größte waßlßeg der Seschichte" / Me Völker in krwartung der keutigen deutschen friedenseckläcung

Unser lagvsspiegs!

Das endgültige Gesamtergebnis der Reichs­tagswahl brachte volle 9g Prozent für die Liste und damit für den Führer.

Das überwältigende Treuebekenntnis der deutschen Nation zu ihrem Führer sand in der gesamten Weltpresse stärkste Beachtung und Anerkennung.

Gestern lehrten in Hamburg und Bremer- haven die deutschen Arbeiter von ihrer Madeirafahrt mit den „Krast-durch-Freude"- Schissen zurück.

An der mandschurisch-mongolischen Grenze hat sich erneut ein schwerer Zusammenstoß zwischen japanischen und mongolischen Truppen er­eignet.

An Wien machten führende Männer des öffentlichen Lebens bedeutsame Ausführungen zur Zudensrage.

Bremens Regierender Bürgermeister, Pg. Heider, sandte ein Glückwunsch-Telegramm an den Führer.

16 Bremer Seeleute, die das Steuermanns- Examen für Trotze Fahrt abgelegt haben, wurden im Rathaus empfangen.,

Die Bremer Jugendfürsorge veröffentlicht ihren Jahresbericht. -

Vor Vank des sührers

Berlin, 31. März

Der Führer und Reichskanzler hat während des Wahlkampfes und insbesondere nach dem Bekanntwerden des Wahlergebnisses tele­grafische und schriftliche Zustimmungen und Ge­löbnisse der Treue aus dem Reich und dem Aus- land in so großer Anzahl erhalten, daß eine Einzelbeantwortung leider un­durchführbarist.

Der Führer und Reichskanzler bittet alle, die ihm in diesen Tagen ihre Eefolgschaststrcue oder ihre Zustimmung bezeugten, seinen aufrichtigen Dank aus diesem Wege entgegenzunehmen: ebenso herzlich dankt der Führer auch den zahlreichen ausländischen Freunden Deutschlands, die ihm und dem deutschen Volke ihr Verständnis und ihre freundschaftliche Gesinnung zum Ausdruck brach­ten.

Vor süHrer an Sauletter vürckel

Berlin, 31. März.

Der Führer und Reichskanzer hat an Gauleiter Vürckel das nachstehende Tele­gramm gerichtet:

„Tief beeindruckt von der an erster Stelle mar­schierenden Saarpfalz, sende ich Ihnen, meinem alten verdienstvollen Gauleiter, zum heutigen Ge­burtstage meine herzlichsten Glückwünsche."

Heute lauten die blocken

Eine Anordnung des Reichskirchenausschusses Berlin, 31. März

Der Reichskirche nausschuß hat au' die obersten Behörden der deutschen Evangelischen Landeskirchen folgende Aufforderung gerichtet:

„Freudigen Herzens nehmen wir teil an dem Dank für das einmütige Bekenntnis zum Führer, zu Freiheit und Würde unseres Volkes, das der estrige Tag uns geschenkt hat. Wir bitten die Landeskirchen, diesem Dank und der Fürbitte für die Bemühungen des Führers um einen wahren Frieden der Völker dadurch Ausdruck zu geben, daß sie für heute, den 31. d, Mts,, mittags von 12 bis 13 Uhr, ein allgemeines Kircheiigeläut anordnen."

Ereue-Vekenntnis der Mexiko-deutschen

Veracruz, 31. März.

Am Sonntagvormittag wählten 289 in Mexiko wohnende Deutsche auf dem Hapag-Dampfer „Jberia" außerhalb der mexikanischen Hoheits­gewässer zusammen mit 168 Mann Schifss- besatzung. Von den insgesamt abgegebenen 427 Stimmen waren 420 für die Liste und damit für den Führer. Unter großer Begeisterung wurde am Sonntagnachmittag das Ergebnis bekanntgegeben, worauf die Wähler das Deutschland-Lied und das Horst-Wessel-Lied anstimmten. Die „Jberia" kehrte gegen 16 Uhr nach Veracruz zurück.

die Wakl der Irak-deutschen

An Bord der „Altenfels", 31. März.

Die Irak-Deutschen wählten an Bord des Dampfers „Altenfels" im Persischen Golf. Alle 90 Stimmberechtigten mit Einschluß der Schiffsbesatzung sprachen sich für die Liste und da­mit für den Führer aus.

Daß die Ausländsdeutschen keine Anstrengungen gescheut haben, ihre Pflicht gegenüber der Heimat zu erfüllen, geht daraus hervor, daß die Reichs­deutschen aus Bagdad drei, und die aus Mosiut so­gar vier Tage unterwegs waren. Unter den 83 Irak-Deutschen befanden sich 18 Frauen.

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Nach der nun feststellenden amtlichen Zichlung ergibt stch nachfolgendes Mld:

Stimmberechtigte. . .45 451102 Abgegebene Stimmen 4495495?

SS"/.

davon

1) für die Lifte und damit für

den süftrer

2) gegen die Liste und ungültig

44 411 Z11 545 ors

99°/°

1 °,°

dagegen das Ergebnis vom 19 . flug. 1954 :

111» .. > ü . > ti-, ..

Ja-Stimmen . . . . ...... . . . 53124656

Nein-Stimmen............. 4275248

ungültig... p ........... . 868545

waklbeteiligung 95,7 o. Hundert von den abgegebenen Stimmen entfielen 89,9 o. Hundert aus Ja-Stimmen 1V,l o. Hundert aus Nein-Stimmen

und ferner das Ergebnis vorn 12. Noo. 1955:

1. Neichsragsw akl: flbgegeb. Stimmen 45055616

davon NSVflpI 59655212 s92,2 v. Hundert) ungültig .... 5598404 s7,8 o. Hundert)

2. Volksabstimmun g:

Ja-Stimmen. . 46652628 sS5,5 v. Hundert) Nein-8timmen. 216l l9l s4,7 v. Hundert) ungültig . . . 757 756 sl,8 o. Hundert)

Waklbeteiligung 96,5 v. Hundert

der Sieg vom 2S. März im kcho der Welt

wie die Nuslandspresse das weltgeschicHtliche Ergebnis der NeichstagswaHl begreift und beschreibt

London, 31, März

Das überwältigende Bekenntnis des deutschen Volkes für den Führer hat nicht verfehlt, star­ken Eindruck auf die englische Oeffent- lichkeit zu machen. Die Blätter bringen ausführ­liche Meldungen über den Verlauf der Wahlen und besonders über den Begeisterungssturm am Sonntagabend vor der Reichskanzlei, Die „Times" schreibt: Niemand, der die deutschen Gefühle kennt, kann daran zweifeln, daß Hitler selbstver­ständlich die begeisterte Unterstützung der großen Massen seiner Landsleute sür hie Wiederbesetzung des Rheinlandes und für sein Angebot einer Dauerregelung besitzt.

„Daily Mail" sagt: Niemals in der Geschichte ist die Handlung eines Führers mit solcher Ein­stimmigkeit ratifiziert worden, wie bei der gestrigen Rcichstagswahl.

„Daily Expreß" erklärt: Hitler habe einen nie erwarteten Triumph erzielt. Ueber den Eindruck des Wahlsieges schreibt der Berliner Reuter- Berichterstatter: Die Parole „Hitler ist

Deutschland" sei durch die Abstimmung be­stätigt worden. Das Wahlergebnis bedeute ein überwältigendes Za für die Kündigung des Lo- carno-Ver'trages, die Wiederbesetzung des Rhein­landes und das Angebot eines 25jährigen Frie­dens für Westeuropa.

Paris, 31, März,

Die Berliner Sonderberichterstatter der großen Informationsblätter beschreiben in langen Auf­sätzen die Begeisterung des deutschen Volkes, das mit seinem Führer einen fest zusammengeschweiß­ten Block bildet".

Das „Echo de Paris" erklärt, daß der Wahl- verlauf absolut korrekt gewesen sei. Die einzige Frage, die nunmehr austauche, sei die, was die Reichsregierung nun mit diesen 44 Millionen Anhängern machen werde. (!)

Der Berliner Sonderberichterstatter des „Matin" sagt: „Der Führer hat seinem Volk be­wiesen, daß er Deutschland und Deutschland er ist". Das deutsche Volk, so fährt das Blatt fort, habe seinen Aufruf, verstanden, und eine bisher noch nie dagewesene Mehrheit habe geantwortet: „Wir sind mit dir!" Hieraus könne man vielleicht auch französischerseits eine Lehre ziehen. Mit absoluten Voll­machten ausgestattet, habe der Führer jetzt auch eine in den Augen seines Volkes und darüber hinaus in den Äugen der ganzen Welt noch nie dagewesene Verantwortung übernommen Das linksstehende „Oeuvre" zeigt sich für das Wahl- ergebnis naturgemäß nicht besonders begeistert, muß aber zugeben, daß „die gestrige Abstimmung eine einzige Dankeshymne an die Adresse des Führers gewesen ist" — „Republique" stellt im Zusammenhang zu dem Ausgang der Wahlen fest,

daß es nicht viele Deutsche gebe, die nicht mit der Außenpolitik des Führers einverstanden seien.

Heute handele es sich für Frankreich darum, den Entschluß für Ausstellung eines Planes zu fassen. Diesen Plan müsse Frankreich durchsüh- ren, wenn es vor der Welt nicht als ein Volk dastehen wolle, das zwar eine große Vergangen­heit hat, heute aber unfähig ist, zu schassen, zn erneuern und zu handeln. „Aber," so fragt das Blatt, „wo sind die Männer, die ihn ausstellen und in die Praxis umsetzen?"

Brüssel. 31. März.

Der starke Eindrucks den die Reichstagsmahl' auch in Belgien gemacht hat, äußert sich 'in -den Schlagzeilen, mit denen öie bisher erschienenen Blätter ihre in größter Aufmachung wieder- gegebenen Berichte über den Verlaus und das Er­gebnis der Wahl versehen haben. „Das deutsche Volk habe", so heißt es in der katholischen „Ving- tisme Siöcle", „mit einer überwältigenden Mehr­heit die Außenpolitik des Führers gebilligt". Im gleichen Sinne schreibt die andere führende katho­lische Zeitung „Libre Velgigue", die als beson­ders bemerkenswert die Wahlergebnisse in Ber- lin-Neukölln hervorhebt und daraus den Schluß zieht, daß die frühere Hochburg des Kommunis­mus vollständig zum Nationalsozialismus über­getreten sei. In der „Verniete Heure" heißt es, diese Wahlziffern stellten etwas nie Da­gewesenes seit der Einführung des allgemei­nen Wahlrechtes dar,

Rom, 31, März,

Unter der Ueberschrift: „Die einmütige Billi­gung des deutschen Volkes" hebt „Popolo di Roma" hervor, daß nach einem Wahlkampr von größtem Ausmaß und Stil, der einen Appell an die lebendigsten Gefühle eines Volkes, wie Vater­landsliebe, Nationalstolz, Wunsch nach Frieden und Streben nach einer höheren Gerechtigkeit, das deutsche Volk mit einem Ja geantwortet habe, das zweifellos den stärksten Ausdruck der Zustimmung eines Volkes darstelle, das die Welt­geschichte je gesehen habe.

In riesiger Schlagzeile schreibt der „Teverc": „Das deutsche Volk hat gestern in Massen für die Freiheit und die Ehre Deutschlands gestimmt."

Kopenhagen, 31 März,

„Hitler erzielt einen neuen Rekord" und .Hitler erhielt 99 Prozent" so überschreiben die Kopen- hagener Blätter ihre Berichte über das Wahl- ergebnis, „Dagons Nyheder" spricht von der machtvollen Zustimmung des deutschen Volkes zur Wiederbesetzung des Rheinlandes und von einem überwältigenden Wahlsieg, Nach einem Hinweis darauf, daß Deutschland vor der Machtergreifung einen so friedlichen Wahltaq niemals erlebt habe, hebt der Berliner Berichterstatter des Blattes

u. a. hervor, er habe sich mit eigenen Augen davon überzeugen können, daß die Wahlhandlung frei und geheim vor sich gegangen sei.

Stockholm, 31. März,

„Göteborgs Morgenpost" sagt, der Locarno- Vertrag, den Frankreich nach Ansicht Deutschlands verletzt habe, sei nunmehr auch vom deutschen Volke verurteilt worden. Keiner Rechtsautorität, möge sie auch noch so groß sein, werde es glücken, diesem eingeschrumpften Paragraphen neues Le­ben einzublasen, — „Aftonbladet" erklärt u, a„ das. deutsche Volk habe die größte und kraftvollste Kundgebung der Welt­geschichte veranstaltet, Hitler sei einer der mächtigsten Männer der Welt. Nun stehe es in seiner Macht, Europa den Frieden und die Ruhe zu schenken, die allein uns vom Chaos retten könne.

Warschau, 31. März.

„Gazeta Polska" sagt, man könne den Sieg Hitlers nicht durch irgendwelche Druckmittel oder Kunststückchen erklären, sondern aus dem deutschen Charakter und aus der Stimmung des deutschen Staatsbürgers, dessen Vaterlandsliebe, nationa- len Stolz und Glauben an die inneren Kräfte Deutschlands ein Adolf Hitler zu entfachen wußte, wie niemand vor ihm, — Auch die Blätter der Opposition heben hervor, dnß Hitler einen „un­glaublichen Sieg" errungen habe.

Das liberale „Präger Montagsblatt" schreibt, entscheidend für den Ausgang der Wahl sei ge­wesen, daß Deutschland gehandelt habe, während d,e anderen verhandelten.

Sofia, 31. März:

Das der Regierung nahestehende Blatt „Dnes" überschreibt seine Meldungen: Ganz Deutschland steht wie ein Mann hinter seinem Führer". Auch die übrigen Blätter bringen ähnliche Uebcrschrif- ten wie „Deutschland will leben" oder „Eine rüh­rende Wahlkundgebung des deutschen Volkes für seinen Führer".

In politischen Kreisen wird zum Ausdruck ge­bracht, daß der großartige Wahlsieg des Führers auch die hochgespanntesten Erwartungen über­trete und der ganzen Welt erneut zeige,'daß Adolf Hitler wie kein zweiter Staatsmann in- und außerhalb Europas im Namen seines Volkes sprechen und handeln könne. Gewisse Staaten soll­ten aus dieser Wahl endlich eine Lehre ziehen.

Kairo. 31, März,

Die größte arabische Zeitung „Ahram" schreib!, die Einheitlichkeit des Willens des deutschen Vol­kes, seiner Ziele, Wünsche und Hoffnungen sei in klarer, glänzender Weise zum Ausdruck gekommen.

Me Welt kat das Wort

K. Berlin, 31, März

Weltgeschichtliche Entscheidungen fordern zur Stellungnahme auf. Das Bekenntnis des deutschen Volkes steht heute im Mittelpunkt der politischen Gespräche der Welt um uns. Es ist eine welt­geschichtliche Tatsache, die in der Geschichte nicht ihresgleichen hat. Ein Volk hat sich in einmütiger Entschlossenheit hinter seinen Führer gestellt, hat sich bekannt zur Idee des Friedens, der Ehre und der Gleichberechtigung. Deutschland hat ge­sprochen!

Jetzt haben die das Wort, die vom Frieden redeten, ohne sich zu ihm durch die Tat zu be­kennen.

Das Echo der Welt dringt heute zu uns, und es ist ein merkwürdiges Gefühl, in dem Bewußt­sein der vollen Einigkeit eines Volkes auf die Vielheit der Stimmen von draußen, auf das Gemisch von Einsicht und Verblendung, den Wunsch nach Neuem und Besserem und das Hän­gen an einer verfaulten Vergangenheit blicken zu müssen.

Die anderen haben von uns eine Geste gefor­dert, Wir haben ihnen eine Tat geschenkt: das Bekenntnis und den Willen eines 68-Millionen- Volkes zum Frieden. Und welches Echo findet diese Tat? Schauen wir zuerst nach unserem west­lichen Nachbarn Frankreich. Es klingt heute sicher seltsam, wenn französische Blätter behaup­ten, daß sie von dem überwältigenden Ergebnis „nicht sonderlich überrascht" seien. Jedenfalls wirft -diese: Behauptung ein merkwürdiges Licht auf die Zweifel und Bedenken, in denen sich die französische Presse sogar noch am Tage der Wahl selbst erging, wenn sie glaubte, den Friedens­willen des deutschen Volkes anzweifeln zu müssen,

„Was nun?" — so fragt die französische Presse und beantwortet diese Frage selbst, offensichtlich in der Befürchtung, daß die Welt sonst eine Ant­wort finden könnte, die der französischen Friedens- vorstellung nicht gerecht wird.

So bläst „Ami du Peuple" zum Sammeln gegen eine neue Welle des „Pangermanismus", die die westliche Zivilisation bedrohe, und klagt darüber, daß England sich nicht zum Handeln entschließe und auch Italien zögere. Man fährt also mit voller Kraft in den ausgefahrenen Gelei­sen der Vergangenheit und versichert .gleichzeitig an Konferenztischen und in Memo­randen, sür eine neue Zukunft eintreten zu wollen, Herr Flandin selbst hielt es für nötig, am Sonntag eine Versailler „Erinnerüngs-Rede" zu halten und damit Mißtrauen und Erbitterung in die Herzen des französischen Volkes zu pflanzen. Es darf daher nicht verwundern, wenn die. fran­zösischen Regierungsblätter diese Entgleisungen, die mit Diplomatie ebenso wenig zu tun haben wie mit Politik und Takt, als Stichwort auf­gegriffen haben.

Trotz allem aber fehlt es auch in Frankreich nicht an Erkenntnissen, „Der Führer hat seinem Volke bewiesen, daß er Deutschland und Deutsch­land er ist. Auch für Frankreich kann man hier­aus eine Lehre ziehen", schreibt der „Matin". Die Ausfälle der marxistischen und chauvinisti­schen Presse wollen wir beiseite lassen, weil sie nichts gemein haben mit der Größe der Ent­scheidung, um die es geht und zu deren Erfüllung Deutschland erneut einen gewaltigen Beitrag ge­leistet hat, ' ^ '

° Was das Echo der deutschen Volkswahl in England anbelangt, so hat sich der nüchterne Sinn des Briten auch diesmal nicht der Wucht der Tatsachen entzogen. Wir haben in den Tagen nach dem 7, März erlebt, daß England sich be­mühte, einen Weg zu finden. Wenn dieses Mühen bis heute noch keinen Erfolg brachte, so liegt das daran, daß man sich noch nicht zu der letzten Er­kenntnis durchgerungen hat, daß man eine neue Zukunft nicht an eine schlechte Vergangenheit bin­den kann, sondern daß es gilt, die neuen Funda­mente nicht nur zu erkennen, sondern auch zu bauen. Das englische Volk sieht in den Vorschlä­gen des Führers und Reichskanzlers diese Funda­mente, Der Eindruck dos Bekenntnisses der deut­schen Nation ist deshalb so gewaltig, weil Eng­land fühlen muß, daß dieser Entscheid ein fester Grundstein für den Bau des Friedens ist. Es gibt kein englisches Blatt, das ernst genommen wer­den will. das die Wahl vom 29, März in ihrer Bedeutung verkennt. Die Ablehnung der Zumu­tungen des Locarno-Memorandums ist deshalb heute noch schärfer als bisher, Darüber hinaus fordern die meisten großen Blätter, die in Aussicht genommenen Eeneralstabs- besprcchungen nicht stattfinden zu lassen, da nicht nur die englische Öffentlichkeit über solche Gespräche äußerst beunruhigt sei, sondern eine solche Art des Vorgehens sür künftige Ver­handlungen eine schwere Belastung darstellen würde, „Daily Mail" und „News Chronicle" unterstreichen diese Aufforderung, während sich Garvn, im „Obseroer" nochmals zum' Sprecher aer englischen Öffentlichkeit macht und eine schleunige Verständigung mit Deutschland fordert. Die „Times" meint heute allerdings seltsamerweise, daß von diesem Beitrag das Urteil über die staatsmännische Kunst Adolf Hitlers .abhängen" werde. Wir möchten hierzu bemerken daß es darüber keines Urteils mehr bedarf Er gilt jetzt für die Poli­tiker Europas: ihre staatsmännische Kunst besten­falls ihrerseits unter Beweis zu stellen,

2n Italien, dem Lande, das gerade in der