Ausgabe 
(30.3.1936) Nr. 90
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parteiamtliche ^geszeitung

NachrichtenblaN der Deutschen flrbeitsfront Vremen

der Nationalsozialisten Vremens

Amtsblatt des Senats der §reien kjansestadt Bremen

Erscheint 7mal wöchentlich. Monatsbezug: RM. 2,30 einschl. 30 Pf. ZustellungLgxb.; durch die Post RM. 2,30 einschl. Itberweisungspeb., auSschl. Postbestellgeld. Bezugspreis ist nn voraus zu entrichten. Postscheck: Hamburg 17272. Betriebsstörungen begründen keinen Anspruch auf Erstattung od. Ersatz. RT.-Gauverlag Weser-Ems G. m. b. H., Bremen, Gieren S/8 / Fernsprecher: 541 21 und 511 15.

Ms amtliche verkündungsblatt des Neichsstatchalters in Oldenburg und Vremen

Anzeigen-Grundpreise: Tie 22-mm-Z°ile im Anzeigenteil 12 Pf., die 7N-mm-Zeile. im Textteil 7o Pf. Ermäßigte Grundpreise (sür kleine, Familien-Anzeigen u. a, sowie sonstige Bedingungen Preis­liste 6 (Nachlaßstafsel 6). Für Anzeigen durch Fernsprecher keine Gewahr. Annahmeschluß 16 Uhr. Sprechzeit: Berlag werktäglich 12-1S Uhr; Schristleitung Dienstag bis Freitag 12>/--13>/- Uhr.

Nr. 90 / 6. lalirgang

Montag, 59. Mär; l9Z6

kinzelpreis 15 Npf.

Her Meer rief und alle, alle kamen!

kin;ig dasteliender Wahlsieg in der Weltgeschichte / kund WV proient gaben Kdols Hitler die Stimme

flaggen heraus!

Berlin, SO. März.

Aus Anlaß des überwältigenden geschichtlichen Sieges vom 3V. März bittet der Reichsminister sür Volksaufklärung und Propaganda die gesamte deutsche Bevölkerung, am heutigen Montag zu flaggen.

Der Reichspropagandaleiter der NSDAP. ordnet sür die Eesamtpartei mit allen an­geschlossenen Gliederungen sür diesen Tag Flaggen an.

Der Reichsminister des Innern hat folgende An­ordnung an alle Behörden des deutschen Rei­ches gehen lassen:Aus Anlaß des überwältigen­den Treuebekenntnisses des deutschen Volkes zu seinem Führer Adolf Hitler flaggen die Gebäude des Reiches, der Länder, der Gemeinden, der Körperschaften des öffentlichen Rechts und der öffentlichen Schulen auch am Montag."

Ver Sank -es sütirers

Berlin, 30. März.

Am Sonntag um Mitternacht, als an Hand der letzten Zusammenzählung endgültig zu über­blicken war, daß der Führer am 29. März einen Wahlsieg errungen hat, wie er in der Geschichte einzigartig dasteht, empfing der Führer im Ka­binettssaal der Reichskanzlei die Mitglieder der Reichswahlkampfleitung der NSDAP., die ihm von Reichsminister Dr. Goebbels vorgestellt wur­den, jene Männer, die drei Wochen lang Tag und Nacht unermüdlich mit nur wenigen Stun­den Schlaf gearbeitet haben, um dieses so ge­waltige und einmütige Bekenntnis der deutschen Nation zu ihrem Führer organisatorisch und propagandistisch vorzubereiten.

Der Führer begrüßte jeden dieser Männer mit festem Hiindedruck und dankte ihnen für diesen so grandiosen, ebenfalls in der Geschichte wohl einmalig dastehenden Aufkliirungsseldzug mit einer herzlichen Ansprache für ihre große Lei­stung. Er wies darauf hin, daß der schönste Dank aber das erhebende Bewußtsein jedes einzelnen sei, daß er mit dabei sein durste.

Ver führer

wählte auf dem Potsdamer Vohnhof

Berlin, 39. März.

Unmittelbar nach seiner Rückkehr aus Köln, der Stätte des letzten großen Appells an das deutsche Volk, gab der Führer im Abstimmungslokal des Potsdamer Bahnhofs, das im Wartesaal dritter Klasse eingerichtet worden war, seine Stimme ab.

Mit ihm wählten im gleichen Wahllokal Reichsminister Dr. Frank, Reichspressechef Dr. Dietrich und Brigadeführer SchauL. Als der Führer und seine Begleitung im Wahllokal er­schienen, wurden sie vom Wahlvorsteher und den Beisitzern mit erhobener Rechten begrüßt. Der Führer und seine Begleitung überreichten dann ihre Stimmscheine und vollzogen ihre Wahl- pflicht. Nach der Wahlhandlung verabschiedete sich der Führer von den Wahlbeamten mit einem Hiindedruck und verließ dann unter den spon­tanen Heilrufen der Reisenden, die zufällig Zeuge dieses Augenblicks waren, den Pots­damer Bahnhof.

verlin huldigt -em sülirer

Berlin, 30. März.

Schon am Nachmittag des Wahltages versam­melten sich auf dem Wtlhelmplatz Tausende von Volksgenossen, um nach ihrer einmütigen Stimm­abgabe für den Führer, ihm auch persönlich ihre Treue und Liebe kundzutun. Als die sechste Stunde vorüber und damit die Wahl geschlossen war, wurde das Gedränge geradezu beängstigend.

Der ganze Wilhekmplatz bis ties in die anlie­genden Straßen hinein war schwarz von Menschen. Wie am Nachmittag mußte sich der Führer immer wieder zeigen. Wenn er den Balkon betrat, be­gleitet von seinen Mitarbeitern, den Reichs- ministeru, brach ein Orkan , des Jubels los, wie er in der Geschichte dieses Platzes nur an weni­gen Tagen erlebt wurde.

Bald waren alle Sperren durchbrochen. Jeder Verkehr mußte schon kurze Zeit nach Wahlschluß umgeleitet werden. Auf dem Wilhelmplatz selbst waren Lautsprecher ausgestellt, die Musik und die Wahlergebnisse übertrugen. Sobald ein Wahlergebnis angekündigt wurde, verstummte der fröhliche Lärm. um nach jeder größeren Zahl eine Stärke anzunehmen, die fast die Ohren sprengte. Nur mit Mühe konnten die Absperrungsmann- schasten einen schmalen Weg vom Propaganda- ministerium zur Reichskanzlei freihalten. Jedes­mal, wenn der Reichspropagandaminister zum Führer oder zurück in das Ministerium fuhr. wurden dem Eroberer Berlins minutenlange Kundgebungen dargebracht.

Die Stimmung der Massen steigerte sich zu einem unbeschreiblichen Jubel, als die erste Teil­zahlung verkündet wurde, aus der man erkannte, daß in der Tat das ganze deutsche Bolk sich ein­mütig hinter den Führer stellte.

Sei der gestrigen Neichstagswastl wurden im Keilst insgesamt

abgegeben:

4440S srr 542SS4 44S5247S 4542SS41

sür die Liste und damit für den süstrer - Segen die Liste und ungültig . . . . « stbgegebene Stimmen ........

wahlberechtigte ..........

Pas ergibt für die Lifte und damit für den sichrer SS,?S pro;. Wahlbeteiligung SS,S5 proz.

das krgebnis In den einzelnen Wahlkreisen

Wahlkreis

Für die Liste und damit für den Führer

Gegen die Liste und ungültig

Abgegebene

Stimmen

Wahlberechtigt

Ostpreußen.

1 438 438

3 666

1 442 104

1453 803

Berlin.

1 489 839

23 171

1 512 810

1546 796

Potsdam ll.

1 626 868

29 706

1 656 574

1684 978

Potsdam I.

1 044 817

8 909

1053 726

s 1 590 678

Frankfurt a. d. O. . . >

1102 302

6 339

1108 641

1 114 932

Pommern.

1 244 980

9121

1 254 095

1 266 125

Vreslau.

1 249 710

23 030

1 272 740

1 292 831

Liegnitz..

819 073

10 797

829 879

800 443

Oppeln..

890 670

10 567

901237

886 477

Magdeburg .....

1164 038

13 244

1177 282

1185124

Merseburg .....

990 922

13 629

1004 551

1013 251

Thüringen.

1 579 088

16 006

1595 094

1 602 728

Schleswig-Holstein . . .

1112 489

23 080

1135 569

1184 788

Weser-Ems.

1 071 366

15 662

1307 761

1087 511

Osthannover . . . . ,

729 388

9 716

739104

752 986

Südhannover-Braunschw.

1 410 593

11 419

1 422 012

1436 513

Westfalen Nord . . .

1680 673

26192

1 706 865

1724287

Westfalen Süd . . . .

1 729 328

29 394

1749 722

1716 292

Hessen-Nassau ....

1 729 769

16 867

1746 636

1 697127

Köln-Aachen . . . . ,

1 563 551

14 947

1 578 498

1 592 782

Koblenz-Trier ....

846 693

5 889

852 582

Düsseldorf Ost .... ,

1 527 550

7 758

1 535 308

1 527 550

Düsseldorf West . . .

1 281 245

6 532

1287 777

1256 846

Oberbayern-Schwaben .

1 743 630

16 734

1760 364

Niederbayern ....

861056

7 207

868 263

842100

Franken .

1 741121

9 599

1 750 720

301011

Saarland ......

1173 779

1434

1175 213

1148 446

Dresden-Bautzen . . .

1 331 073

26 020

1 364 248

1 367 248

Leipzig..

934 608

24 703

959 311

942 569

Chemnitz-Zwickau . . .

1 307 761

28 679

1 336 440

1354 610

Württemberg.

1 881 606

16 168

1 897 774

1 830 921

Baden..

1 578128

26 410

1 604 538

1630 595

Hessen-Darmstadt . . ,

955 217

15 887

971104

982 373

Hamburg..

841310

37177

878 487

899 897

Mecklenburg ....

655 046

5 680

660 726

665 557

stdolf lütter stat gesiegt -

steil dir KeutslstianS!

kitt Volk, ein siistrer und ein Kelch!

* Bremen, 30. März.

Groß, ganz groß steht Deutschland heute vor der Welt. Ein ganzes Volk von 68 Millionen, hat sich wie ein Mann hinter seinen Führer gestellt.

Das Wahlergebnis vom 29. März ist in der Tat, wie es im Rundfunk gestern ausgedrückt worden ist, das überwältigendste in der ganzen Weltgeschichte. Rund hundert Prozent der gesamten Wählerschaft Deutschlands

tarl Növee an den sührer

Sliickwiinsche unseres Sauleiters

Oldenburg, 39. März Der Gauleiter und Reichsstatthalter Carl Röoer sandte am 29. März Leim Eintreffen des über­wältigenden Wahlergebnisses dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler nachstehendes Tele­gramm:Mein geliebter Führer! Zu dem über­wältigenden Sieg der Ihr Sieg allein ist sendet der Gau Weser-Ems herzliche Glückwünsche. Ihr getreuer Gauleiter Carl Röoer."

wir stissen die flagge!

haben dem Führer ihre Stimme gegeben, und der ganz geringe Teil, der noch fehlt, um die hundert Prozent ganz vollzumachen, kann nicht beachtet werden, da es sich dabei nicht bloß um unglückselig Verirrte, sondern geradezu um geistig Verwirrte handeln muß. Denn nicht bloß verirrt, sondern geradezu geistig verwirrt mußt? sein, wer nach dem. was der Führer für Deutsch­land tat und nach dem, was er an Aufklärung des Volkes durch persönlichen Einsatz in den Tagen des Wahlkampfes geleistet hat, noch verstockt undankbar und stur abseits stehen blieb. Daß die Zahl dieser Unglücklichen überhaupt nicht ins Gewicht fällt gegenüber dem Wahlergebnis von gestern, bezeugt ihnen sogar das Ausland.

Hitler hat ganz Deutschland erobert, schreibt die Pariser Abendpresse, und Hitler gewann sei­nen größten Sieg, heißt es in anderen Blättern der großen europäischen Presse. Aus allen Teilen der Welt, sogar aus kleinen weit im Innern Ehinas liegenden Plätzen trafen zu dem Wahlergebnis von gestern begeisterte Glück­wünsche ein. Sie beweisen, wie gewaltig das deutsche Volk durch das Ergebnis dieser Wahl im Ansehen rund um den Erdball gestiegen ist, und sie beweisen des weiteren, wie froh und stolz unsere Ausländsdeutschen heute auf ihr Vater­land sein können und sind. Ein Volk, ein Führer und ein Reich ist Deutschland; das muß nun auch das Ausland ohne Einschränkung an­erkennen und erkennt es auch an, da ihm keine andere Deutung für das große geschichtliche Ge­schehen vom 29. März in Deutschland übrigbleibt.

Die große Stunde hat ein großes Geschlecht ge­funden. Und des Führers Glaube an die Ehr­lichkeit, an die Anständigkeit und an die Treue des deutschen Volkes ist glänzend gerechtfertigt. Ein Treuebekenntnis von ergreifender Tiefe ist es das aus den Zahlen dieses Wahlergebnisses spricht. Ein Treuebekenntnis zum Führer und zugleich eines zu Deutschlands besserem Ich. Verschwunden ist die letzte Trübung auf dem Ehrenschilde des deutschen Volkes, die aus ver­gangenen Zeiten dort noch haften mochte. End­gültig vorüber sind die unglücklichen Zeiten, wo das Ausland auf deutsche Uneinigkeit und deutsche, Zwietracht seine Hoffnungen setzen durste. In eherner Geschlossenheit, ein uniibersteigbarer Wall, hält deutsche Treue heute die Wacht an den deutschen Grenzen und kein unberufener Eindring­ling wird es wagen, einem Volke von solch lückenloser Einigkeit Gewalt anzutun oder auch nur seine Ehre anzutasten.

Keine siegreiche Schlacht, kein siegreicher Krieg hätte Deutschlands Stellung in der Welt mehr festigen können, als das Ergebnis dieser Wahl. Und wenn morgen nun der Führer der Welt seine Antwort auf das Memorandum der soge­nannten Rest-Locarno-Mächte erteilt, dann wissen diejenigen, an die sich diese Antwort rich­tet, genau, daß es die Antwort des gesamten Deutschlands ist. Sie wissen es nun und werden dies zu würdigen verstehen und sich in ihren Entschlüssen danach richten. Deutsche Größe und deutsche Stärke drücken sich ohne