Ausgabe 
(26.3.1936) Nr. 86
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parteiamtliche Lageszeitung ^ der Nationa

Nachrichtenblatt der Deutschen flrbeitsfront Bremen Amtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt Bremen

I i a T k

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Nr. 86 / 6. Jahrgang

Vonnerslag, 26. MSr;

klnzelpreis 15 Npf.

Willkomm dem Stellvettreter des führers!

Vie Hansestadt Bremen gelobt restlose Pflichterfüllung am waliltage

Unssr lagesspisgsl

. Den Führer umbrandeten auch i« Lndwigs- . Hafen Begeisterungsstürme.

' Heute wird in Bremen der Stellvertreter > des Führers zu den Schaffenden der Hanse-

- stadt sprechen.

Botschafter von Ribbentrop hat in einer Unterredung mit Ward Price erneut die Ab-

- lehnung des Versailler Geistes seitens Deutschlands betont.

Die deutsche Antwort auf das Locarno- Memorandnm begegnet in London wachsen­dem Verständnis.

i In London wurde der neue Flottenvertrag unterzeichnet.

Nach der Krankenkassen-Statistik ergibt sich seit Februar des vorigen Jahres ein tatsächlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit um fast eine Million.

Kreisleiter Pg. Blanke sprach auf einer Kundgebung der Ortsgruppe Walle der NS- DAP. über die Leistungen des National­sozialismus.

Aus einem Kameradschastsabeud des NS>- Juristenbundes sprachen Seuator Pg. Laue und Oberstaatsanwalt Pg. Dr. Loose.

Die Entwicklung der Norddeutschen Kredit- Bank ist 1935 sehr günstig gewesen.

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Sas hat der sülzrer geschafft!

Seit Februar 1935 Rückgang der Erwerbslosig­keit um rund eine Million

när. Berlin, 2«. März.

Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung legt soeben die vorliiu- sigen Ergebnisse der Krankenkassenmitglieder- statistik für Februar 193« vor. In dieser Stati­stik zeigt sich immer «och schneller als bei den Zahlen der unterstützten Arbeitslosen die tatsäch­liche Entwicklung des Arbeitseinsatzes, weil da­bei auch diejenigen neueingestellten Volksgenossen sosort erfaßt werden, die keine Arbeitslosen- usw. Unterstützung bei Erwerbslosigkeit beziehen. Nach den Ermittlungen der Reichsanstalt waren am 29. Februar 1938 nicht weniger als 988 855 Volksgenossen mehr als Ende Februar 1935 in­folge Veschäftigungsausnahme bei den Kranken­kassen versichert. Es ergibt sich daraus mit über­raschender Deutlichkeit, welche nachhaltigen Dauerwirkungen die erfolgreichen Maßnahmen zur Vekämpsung der Arbeitslosigkeit auslöse».

ez. 12S" und ,.6kaf Zeppelin" Sonnabend über Vremen

Berlin, 26. März.

Heute früh um 5 Uhr treten die Luftschiffe LZ. 129 und LZ. 127 (Gras Zeppelin) eine Fahrt über Deutschland an, die ununterbrochen bis zum Sonntagabend dauern wird. Aus dieser Deutsch- landsahrt soll der Bevölkerung in allen deutschen Gauen Gelegenheit gegeben werden, diese Meister­werke deutscher Jngenieurkunst zu sehen, bevor beide Schiffe ihren Fahrtenbetrieb über den Ozean aufnehmen.

Die Fahrtroute hängt jedoch von der Wetter­lage ab und es ist möglich, daß die einzelnen Fahrten der Tagesprogramme untereinander ausgetauscht und hier und da abgeändert werden. Der genaue Fahrplan wird täglich bekanntgegeben.

Am Sonnabend. 28. März, morgens soll die Fahrt von Flensburg über Kiel, Cuxhaven, We- sermünde, Bremen, Oldenburg, Wilhelms- haven, Emden nach Münster gehen.

öemeinschostsempsang am 2?. Mac;

Berlin, 26 März.

Der Reichsminister des Innern weist hierdurch die Reichs- und Landesbehörden, die Gemeinde- Verwaltungen sowie die öffentlichen Körperichaf- !en Anstalten und Stiftungen des mfentlichen Rechtes auf den Gemeinschaftsempsang der Führerrcde am Freitag. 27. März 16 Uhr. und auf die am gleichen Tage um 15.15 Uhr einsetzende Beflaggung mit dem Ersuchen hin. das Erforder­liche umgehend zu veranlassen.

* Breme «, 28. März.

Der Stellvertreter des Führers weilt in unserer Stadt. Er wird heute abend bei einer gewaltigen Kundgebung draußen im Hafen II zur Einwoh­nerschaft Bremens sprechen, und kein Volksgenosse, keine Volksgenossin wird es sich nehmen lassen, ihn zu hören. Er ist vom Führer gesandt, der ja vor den Wahlen leider nicht überall gleichzeitig persönlich sein kann, und im Auftrag des Führers wird er aufklärend über die Bedeutung der Wahl vom 29. März und über das, was von jedem Wähler mit gutem Recht an diesem Tag erwartet werden muß, reden.

Eine einzige grandiose Vertrauenskundgebung des deutschen Volkes zum Führer und gleichzeitig der einhellige deutsche Willensausdruck von lapi- darer Wucht dem Auslande gegenüber soll dieser 29. März im ganzen Reiche sein. Daß innerhalb dieser ehern geschlossenen und granitharten deut­schen Front vom 29. März die Hansestadt Bremen mit in vorderster Reihe stehen will und stehen wird. dieses Gelöbnis wollen wir zu dieser Stunde dem Stellvertreter des Führers machen, auf daß er es dem Führer melden und von Vremen als der nationalsozialistisch unbe­dingt zuverlässigen Stadt berichten kann.

Es mag das Meer von Fahnen, das zum wür­digen Empfang des Stellvertreters des Führers heute Rudolf Heß entgegenflutet, ihm die innigste Verbundenheit der Hansestadt mit der national­sozialistischen Bewegung künden; es mag das fest­liche Geleuchte an den Fenstern der Straßen, die

der Stellvertreter des Führers auf dem Wege zur Großkundgebung berührt, bezeugen, wie freudigen Herzens Bremen die Ehre empfindet, den Stell­vertreter des Führers empfangen zu können: Das Beste und das Schönste aber, was die Be­wohnerschaft dem lieben Besuch zu geben hat, wird aus den Augen der Volksgenossen strahlen, die ihn begeistert grüßend umscharen, wird ferner der Widerhall seiner Rede sein, den er im Herzen aller Bremer Volksgenossen entzündet.

Dessen sind wir gewiß, daß kein Wort, wel­ches uns Rudolf Heß im Auftrag des Führers heute zu sagen hat, in Bremen verlorengeht, daß der Appell, den er an die Wähler Bremens richtet, von keinem Volksgenossen und von keiner Volksgenossin überhört wird und daß die Saat seiner Rede auf frucht­barsten, empfänglichen Boden fallen und herrlich aufgehen wird am kommenden Sonntag bei der Wahl.

Und so begrüßen wir nun den Stellvertreter des Führers, Reichsminister Parteigenossen Rudolf Heß, in unserer Hansestadt auf das herzlichste, begrüßen ihn dankbar für sein Kommen in den Tagen des Wahlkampfes, begrüßen ihn innigst und geben ihm und das im Namen der Eesamt- Lewohnerschaft Bremens das Versprechen äußerster Pslichtersiillung sämtlicher Volks­genossen und Volksgenossinnen der Hansestadt am Tage der Wahl. Die Erwartung des Führers wird in Bremen keine Enttäuschung erfahren.

S.

fluch V u wSlilst!

kin offener Brief

ir. Vlii. Bremen, 26. März.

Volksgenosse!

Zunächst eine Vorbemerkung. Wenn Du anneh­men solltest, wir wenden uns an Dich in der Meinung, Du gehörtest zu den Meckerern und Miesmachern, zu den Unzufriedenen und Zweif­lern, so irrst Du. Das Gegenteil ist der Fall. Wir wissen: Du stimmst dem Aufbauwerk Adolf Hitlers freudigen Herzens zu, bist begeistert von seinen Taten und duldest keinen Widerspruch Artfremder. (Wir würden Dich sonst auch nicht mitVolksgenosse" anreden, und ein Brief an die Adresse der immer mehr auf ein Nichts zusam­menschmelzenden Clique der Verantwortungs­losen würde ganz anders als dieser aus­fallen.) Aber ja, hier kommt sofort das Aber Du bist der Ansicht, daß es am nächsten Sonntag auf Deine Stimme gar nicht mehr ankommt, da dem Führer ein neuer ungeheurer Wahlerfolg sicher ist. Du hast, so sagst Du, vom Beginn des Wahlkampfes an nicht einen Augenblick von die­ser Ueberzeugung etwas preisgegeben. Angesichts der Siegeszuversicht des ganzen deutschen Volkes sei es jedenfalls für das Endergebnis des 29. März ohne jeden Einfluß, ob Du selbst zur Wahlurne gehst oder nicht.

Da wir uns mitDeinemStandpunkt" näher be­schäftigen wollen, eine Frage: Haft Du Dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, was geschehen würde, wenn jeder dritte oder vierte oder auch nur" jeder fünfte Deutsche so denken würde? Als Du mit Deinen Kameraden vorn im Schützen­graben lagst und der Feind zum Sturmangriff überging, dachtest Du da auch:Laß nur die an­deren schießen! Ich spare meine Munition!"? Hättet Ihr, wenn jeder zu einem solchen Ent­schluß gekommen wäre. die Front auch nur eine Stunde halten können?Ganz gewiß nicht! Aber in jenem Falle" so wendest Du einkam es doch auf jeden einzelnen an!" Und am 29. März. meinst Du, käme es nicht auf jede einzelne Stimme an? Siehst Du, hier ist der Punkt, wo Dein Denken und Handeln zu versagen droht und wir ein sehr ernstes Wort mit Dir reden müssen. Wenn sich jemals die deutschen Volksgenossen voll­zählig. also äußerlich und innerlich geschlos­sen, hinter ihren Führer und Reichskanzler zu stellen hatten am 29. März ist die Notwendig­keit zur restlosen Einheit des Bekenntnisses so offensichtlich, daß keiner, aber auch wirklich keiner sich ihr entziehen darf!

Es ist schon richtig: An einem Wahlsieg der NSDAP. ist gar nicht zu zweifeln, aber der Wert und die Bedeutung des Sieges liegen diesmal mehr denn je auf seiner Totalität. Dem Ausland soll der sichtbare Beweis geführt werden, daß die ganze Nation wirklich wie ein Mann hinter Adolf Hitler steht. Ein Volk, e i n Führer, e i n Reich dieser Dreiklang kann nur dann das Wahlergebnis beherrschen und von der ganzen Welt vernommen werden, wenn das Wahlrecht von jedem einzelnen als unbedingt zu erfüllende Wahlpflicht angesehen wird. Begreifst Du nun, Volksgenosse, daß es hier keine Ausnahme geben kann? Das ziffernmäßige End­ergebnis der Wahl muß eben so überwältigend sein, daß den ausländischen Gegnern des National­sozialismus Hören und Sehen vergeht. Und Deine Stimme fällt hierbei genau so wie jede andere ins Gewicht! Ja, sie muß ins Gewicht fallen! Das ist für Dich eine Ehrensache!

Komme uns nun nicht mit dem Einwand, Du seist, was wir selber zugeben, mit dem Herzen auf unserer Seite und das genüge, weil es schließlich das Wichtigste sei. Nein, es gibt im Dritten Reich keintheoretisches Bekenntnis", dem man beliebig die Tat folgen oder nicht folgen lassen kann. Mit Worten, Meinungen, ja sogar mit dem Glauben an sich ist es noch nicht getan, Du mußt Dich schon mit Deiner ganzen Person für den Führer handelnd einsetzen, das heißt: Du mutzt am 29. März selbstverständlich Deinen

»Ich handele, wie das ganze Volk es will'

Ves füstrers Verliner vekenntnis ;uin ewigen Lebensrecht seiner Nation

Berlin, 26. März.

Seinen mitreißenden Appell an die Volks­genossen der Reichshauptstadt in der Deutsch­landhalle leitete der Führer ein mit der Zurückweisung der Behauptung, daß in der anderen Welt die Demokratie herrsche, während in Deutschland die Diktatur regiere. Er stellte der Unverantwortlichkeit des Parlamentarismus das verantwortliche Führertum des national­sozialistischen Staates gegenüber, in dem sich die wahre Demokratie verkörpere.

Ich führe ja nicht das Leben eines im Ver­borgenen sich betätigenden Parlamentariers", so rief der Führer unter stürmischem Beisall aus,sondern stehe offen vor dem ganzen Volke; es kann meinen Weg und alle meine Hand­lungen verfolgen und sich sein Urteil bilden." Der Führer schilderte den Verfall und Zu- sammenbruch der Nation unter dem November- system; er sprach von der Not, der Verzagtheit, der Gleichgültigkeit, der Verzweiflung, dem Wahnsinn, dem das deutsche Volk in seiner Zer­rissenheit verfallen war. Er erinnerte an die

Mitgerissen von der Ueberzeugungskraft seiner Worte jubelten die Massen dem Führer zu, als er von dem starken Glauben und der festen Zu­versicht sprach, mit denen das deutsche Volk heute wieder erfüllt und von denen es wieder beseelt ist: Deutschland lebt und wird nicht zugrunde gehen! Es wird bestehen! Es wird uns die deutsche Wiederauferstehung gelingen. Deutsch­land wird wieder einen Ehrenplatz einnehmen im Kreise der anderen großen Nationen und Völker. Diese Zuversicht hegte ich. Sie mußte ein ganzes Volk allmählich hegen lernen. Und Deutschland lebt heute in dieser Zuversicht! (Bei- fallstllrme durchbrechen die Halle).

Zu den großen außenpolitischen Fragen übergehend, fand der Führer von riefer Ueberzeugung getragene und die Massen immer wieder zu begeisterten Zustimmungskund­gebungen mitreißende klare Antworten:

Wir wünschen mit den anderen Völkern in Frieden und Freundschaft zu leben; allein sie sollen nicht unsere Friedensliebe verwechseln mit der Charakterlosigkeit jener, die vor uns deutsche Lebensinteressen preisgegeben haben!" Ich habe nicht 14 Jahre lang Ideen vor dem Volk vertreten, um sie dann im Besitz der Macht preiszugeben! Ich habe nie daran gedacht, 14 Jahre lang für die deutsche Ehre einzutreten, um sie dann in dem Augenblick, wo sie mir anver­traut ist, preiszugeben, wie es die Männer vor mir taten!"

Die Welt muß wissen, daß dieses schein­bare Deutschland von früher heute nicht mehr lebt! Sie soll sich nicht wundern, daß es

nahezu unlösbar erscheinenden Aufgaben, denen er sich gerade in den ersten Tagen nach der Macht­übernahme am 30. Januar gegenübersaß. Den 47 Parteien, den 16 oder 17 Ländern, all den zahllosen Instanzen gegenüber, die vorgaben, die Interessen der Nation zu vertreten, gab es nur ein Mittel:

damals mußte man handeln!"

Es konnte nur geben eine Führung, einen Willen und eine Entscheidung. Nicht 47 Hand­lungen, sondern eine Tat! Und wer diese drei Jahre gerecht überblickt, der wird nicht bestreiten können, daß in dieser kurzen Zeit weltgeschichtliche Ereignisse sich vollzogen haben. Deutschland ist nicht nur einig geworden, sondern es ist auch stärker geworden auf allen Gebieten seines Lebens. Es ist heute ein anderes Volk als noch vor vier oder fünf oder gar zehn Jahren. Dieses Volk hat heute einen anderen Geist. Es wird be­herrscht von einem anderen Willen und wird ge­tragen von einem anderen Glauben!" (Stür­mische Beifallskundgebungen).

nicht mehr lebt. Es hat in Wirklichkeit nie gelebt! Das wurde der übrigen Welt nur vorgetäuscht! Das deutsche Volk ist ehrlich und rein geblieben die ganzen Jahre hindurch, obgleich seine damaligen Verräter es durch den Sumpf zogen!"

Bleiches Necht und gleiche pflichten!

Wenn nun die andere Welt sich heute an Buchstaben klammert, so klammere ich mich an eine ewige Moral! Wenn sie mir Paragraphen vorhalten, dann bekenne ich mich zu dem ewi­gen Lebensrscht eines Volkes!"

Zum gleichen Recht und auch zu gleichen Pflich­ten. Und wenn die anderen versuchen, aus solchen Buchstaben und Paragraphen Schuldbekenntnisse zu formen, dann muß ich als Vertreter des deut­schen Volkes das Lebensrecht der Nation, ihre Ehre, ihre Freiheit und ihre Lebensinteressen dagegen wahrnehmen."

Wer aber glaubt, uns Ehre und gleiches Recht nicht zubilligen zu können, der soll nicht von Frieden reden! Der glaubt nicht an Frieden und will keinen Frieden. Der will den Unfrie­den der Völker, um vielleicht in diesem Unfrieden politische Geschäfte machen zu können! Seit drei Jahren kämpfe ich sür diese Grundsätze des deutschen gleichen Rechtes. Niemand- anderem wollen wir etwas nehmen, aber auch Deutsch­land nichts nehmen lassen! Wir wollen nicht die Ehre eines anderen angreifen, aber auch mit der deutschen Ehre nicht umspringen lassen, wie das

aus dem Geist von Versailles geschieht! Wir wollen nicht anderen Völkern ihren Frieden neh­men und ihre Freiheit. Wir wollen aber auch unsere Freiheit haben und unseren Frieden!"

Und wenn man mir sagt: Warum muß das jetzt in diesen drei Jahren sein das sind ja sehr schöne Prinzipien ohne Zweifel aber warum muß das gerade jetzt sein? Weil ich jetzt lebe, darum muß es auch jetzt sein! Jede Generation hat die Pflicht, das wiedergutzumachen, was durch sie und ihre Zeit verbrochen wurde. Unsere Gene­ration ist gefallen und unsere Generation bat sich wieder zu erheben!"

Selinsuchr aller nach frieden!

Die Völker sehnen sich nach dem Frieden. Ja­wohl!. aber nach einem Frieden, der sie gleich­berechtigt nebeneinander leben läßt. Ich glaube nicht, daß e i n Volk heute ernstlich will, daß sein Nachbarvolk unterdrückt wird. Ich glaube nicht, daß ein Volk will. daß man ein Nachbarvolk demütigt, daß man ihm Zumutungen stellt, die jedem anständigen Mann die Schamröte ins Ge­sicht treiben müssen. Ich glaube das nicht!"

Ich möchte der Vorsehung und dem Allmäch­tigen danken dafür, daß er gerade mich ausersehen hat, diesen Kampf für Deutschland führen zu dürfen. Es sind der schönste Kampf und die herr­lichste Aufgabe, die einem sterblichen Menschen ge­stellt werden können: für ein Volk, das darnieder- liegt, das man beleidigt, dem man glaubt seine Ehre zertreten zu können, einzutreten!"

Wenn heute andere Staatsmänner uns Zu­mutungen stellen, die sie, auf ihr eigenes Volk bezogen, wahrscheinlich mit tiefster Entrüstung ablehnen würden, dann sollen sie sich nicht wun­dern, nvenn ihnen dieselbe Ablehnung heute aus Deutschland entgegenhallt!"

6n Volk stekt auf!

Ich handele so, wie das ganze Volk es will! Nicht einer in Deutschland ist ausgestan­den, nein, ein Volk steht aus!"

Es ist der Wille dieses Volkes, daß es in Frieden und Freundschaft mit den anderen Völ­kern lebt. Es ist der Wille dieses Volkes, daß dieser Friede verankert wird. Es ist der Wille dieses Volkes, daß es seinen Beitrag leistet für diesen Frieden. Es ist aber unmöglich, daß dieses Volk noch länger Demütigungen entgegennimmt. Das ist unmöglich und wird unmöglich'sein! Wir haben daher der Welt ein klares Programm gegeben. Und ich werde am nächsten Dienstag dieses Programm in, noch klarerer und eindring­licherer Form wiederholen. Ich will der Welt zeigen, was möglich ist, was wir zu tun bereit sind so wie ich hier heute mitgeteilt habe, was unmöglich ist und was wir niemals tun werden!"

(Fortsetzung auf Seite 2)

Veutschland lebt und wird bestehen!

der Mrer gab uns die klirr - wir geben ihm unsere Stimme!