parteiamtliche Drgeszeitung
iiachnchtenblalt der Deutschen Arbeitsfront Vremen
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flmtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen
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Nr. 85 / b. Jahrgang
Mittwoch, 25. Mär;
kinzelprris 15 Nps.
siufruf an das deutsche Volk!
Her sichrer spricht am sreitag, 16 tchr, in -en kffener Kruppwerken zur front aller Schaffenden / 6an; Seutschland flaggt
kine Minute feierliche Verkekrsftille
Der Reichspropagandaleiter der NSDAP., Reichsminister Dr. Eoebbels, erlägt folgenden Aufruf:
Seit Beginn des Wahlkampfes hat sich die Wucht dieser Massenkampagne von Tag zu Tag gesteigert. In überströmender Begeisterung hat dabei die ganze Nation ein freudiges und tiefinneres Bekenntnis zum Führer und zu seiner Befreiungstat vom 7. März abgelegt. Die LeidenletztenTagevorderWahl sollen
llnssr lagesspiegel
Botschafter v. Ribbentrop hat in London die deutsche Antwort aus das Locarno-Memoran- dum überreicht.
Der Völkerbundsrat ist auf unbestimmte Zeit vertagt worden.
Berlin stand gestern im Zeichen der größten Massenveranstaltung mit dem Führer.
In einem Eemeinschastserleben der ganzen Nation wird der Wahlkampf mit zwei Führer-Reden am 27. und 28. März seinen Höhepunkt erreichen.
Vom Führer wurde dem am 1. April 1338 in Dortmund aufzustellenden Fliegergeschwader die Ehrenbezeichnung „Horst Weisel« verliehen.
Gauleiter Röver sprach in eindrucksvollen Kundgebungen in den Jadestädten.
Der Kamps gegen die Arbeitslosigkeit hat auch im März weitere erhebliche Erfolge zu verzeichnen.
Zu der morgigen gewaltigen Kundgebung mit dem Stellvertreter des Führers in Vremen sind noch ergänzende Bestimmungen durch die DAF. und die Kreispropagandaleitung ergangen.
Der Kreiswalter der DAF., Pg. Schwenk, sprach gestern aus einer Betriebskundgebung der Atlaswerke zu der Reichstagswahl.
Eine nächtliche Feuersbrunst am Deich zerstörte die Vüromdbelfabrik Martin Vaupel. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schisf- brüchiaer stellte das neue Motorrettungsboot „Daniel Denker« für Helgoland in Dienst. Sans Stuck fuhr auf der Reichsautobahn Frankfurt a. M. — Heidelberg 5 Weltrekorde und 8 internationale Klassenrekorde.
nun dieses Bekenntnis noch einmal in einem gewaltigen Ausdruck vor dem eigenen Volke und vor der ganzen Welt erhärten.
Am Freitag, dem 27. März. um 16 Uhr. wird der Führer von den Kruppwerken rn Essen aus zu allen deutschen Arbeitern und Soldaten sprechen. Um 15.45 Uhr ertönt über alle Sender das Kommando:
l flagge!"
eses Kommando werden in ganz Deutsch- us allen öffentlichen Gebäuden, Betrieben rivathäusern die Fahnen gehißt- se, kein Betrieb, kein Haus, keine Wohnung, nen von dieser Stunde an bis zum Wahllicht die Fahnen des neuen Deut,chlands
a Punkt 16 Uhr werden die Sirenen der ,«werke eine Minute lang den Beginn des :n Friedensappells des Führers ankündigen, hrem gellenden Ton aus Essen stimmen ,n Deutschland von Fabriken. Schissen und motiven alle Sirenen mit e,n. Damit wird die ganze Nation, für Betriebe und ihre gschaften, für Privatleute, .Fahrzeuge, mit rahme von in Bewegung belindlichen Zügen Flugzeugen, eine Minute Verkehrspause allgemeine Stille angeordnet.
Nation hält während dieser Minute innere r und bringt damit ,n der d^nonstratlvsten vor der ganzen Welt -hre Ent,chlos,enhe.t lusdruck, sich hinter den Führer, s-me nspolitik, seine Politik der Ehre und Gleich- igung wie ein Mann zu steifn. ' > e Verkehrsstille soll jeden, deut,chen Mann lde deutsche Frau noch einmal daran ge. n. daß sie sich dieser Zeit würd,q -rwe„en r° nationale Pflicht erfüllen müssen. Führer als erster Arbeiter "»d Soldat des en Volkes wird ,odann aus d°r Waf,en- w des Deutschen Reiches, aus den Kr^p- ätten in Essen, vor der gesamten deut,chen . Soldaten lein
IIS ZINN -vkieoen rvrv ^
Mg der deutschen Nation ablegen. Diese una wird in allen Betrieben und Ka-
m Gemeinschaftsempfang ausgenommen.
-ssen während der Ze,t von "bis etwa Verkaufspause eintreten, um ihren An- und ' dem Publikum Gelegenheit zu e Rede des Führers zu hören.
-onnabend. dem 28.. März Ageht das
utsche Volk m fe.erl.cher We, - oen
Volkstaq ,ur Ehre, „reihcit u
« Die n-ti-nals-zialistisch-n V°-mat--nen n Riesendemonstrationen die Nation z
gewaltigen Massenappell aufrütteln. Von 18.38 Uhr ab füllen sich die Straßen der Städte und Dörfer mit den Millionenmassen des Volkes, die ihren Sammelstätten zuströmen, um den Führer das letzte Mal vor der Wahl zu hören. 18.45 Uhr stehen die gesamten Kolonnen bereit. An allen Sammelstellen und in den Versammlungen herrscht feierliche Ruhe. Die Glocken des Kölner Domes läuten um 18.58 Uhr mit ehernem Munde den
friedensappell des sichrers
ein, der um 28 Uhr von den Messehallen in Köln pünktlich beginnt. Am Ende dieses Appells des ganzen Volkes wird von den Kölner Messehallen aus das altniederländische Dankgebet angestimmt. Mit den Klängen dieses Liedes, das von Köln aus über alle Sender bis in das letzte Dorf übertragen wird, mischt sich der Gesang des ganzen Volkes. Alle deutschen Volksgenossen im gesamten Reich stimmen stehend in diesen Gesang ein. Der Schlußakkord
„Herr, mach una frei!"
soll, von 87 Millionen gesungen, über ganz Deutschland Hinwegbrausen. In diesen Gesang
fallen von seinem Anfang an die Glocken ein und läuten eine Viertelstunde lang für
kflre, srechett und frieden des deutschen Volkes!
Dann setzt für alle deutschen Sender eine Funkstille von 15 Minuten ein. Damit hat der Wahlkamps sein Ende gefunden.
Am 28. März aber tritt die Nation geschlossen au die Wahlurne, um ihre Pflicht zu tun und den Führer zu bestärken in seinem Glauben an das deutsche Volk und in seinem tapferen und unerschütterlichen Kamps für Ehre, Freiheit und Frieden der deutschen Nation.
Berlin. 24. März 1338.
Dr. Goebbels.
Zur Durchführung des Aufrufes des Reichs- tagswahkkampfleiters wird. noch bekanntgegeben:
Am Freitag, dem 27. März, um 16 klhr, wird das Sirenensignal aus den Kruppwerken gegeben. Zu gleicher Zeit wird dieses Signal von den Sirenen und^ Alarmgeräten aller Fabriken, Werke, stillstehenden Lokomotiven,
Schiffen usw. im ganzen Reich übernommen und eine Minute lang durchgeführt.
Die Dienststellen der Reichsbahnverwaltungen, Reedereien bzw. die Betriebssührer der Werke usw. werden daher gebeten, entsprechende Anweisungen zur Uebernahme des Signals in ihrem Arbeitsbereich zu geben.
Um 16 his 18.81 Uhr tritt eine Minute Berkehrsstille in ganz Deutschland ein, so daß im ganzen Reich um 16 Uhr der Verkehr aussetzt (mit Ausnahme der in Fahrt befindlichen Flugzeuge, Eisenbahnen und Schiffe) und bis 18.81 Uhr ruht.
Die Dienststellen der Verkehrseinrichtungen wie Reichsbahnverwaltungen, Straßenbahndirek- tionen und sonstige Verkehrsunternehmen werden hiermit aufgefordert, durch entsprechende Anweisungen die restlose Durchführung dieser Verkehrsstille in ihrem Arbeitsbereich in der Minute von 16 bis 18.81 Uhr zu sichern.
Auch die Privatbesitzer von Gefährten aller Art werden aus diese eine Minute Verkehrsstille hiermit nochmals hesonders hingewiesen.
Die Reichswahlkampfleitung i. A.: Hugo Fischer.
(Siehe auch Seite 2)
Millionen umiudeln den führet!
Verllns größter rag / einzigartige rriumpiffalzrt durch die Neichsßauptstadt / 10 Kilometer — eine Mauer von
Menschen / kin ganzer Stadtteil Versammlungsstötte
lMZsvsr Orabtbsriebt)
k. Berlin, 25. März.
Berlin, am 24. März 1936! Drei Jahre und drei Tage sind vergangen seit jener denkwürdigen Stunde, da der Führer und der greise Feldmarschall des Weltkrieges am Grabe Friedrichs des Großen in Potsdam den Bund besiegelten, um ein neues, starkes und freies Deutschland zu schaffen. Unvergeßlich uns allen jene Worte, die der Führer sprach, jene Worte, in denen er das zusammenfaßte, was jedes deutsche Herz bewegte: „Aufbauen wollen wir eine wahre Gemeinschaft aus den deutschen Stämmen, aus den Ständen und Berufen und den bisherigen Klassen. Sie soll zu jenem gerechten Ausgleich der
Lebensinteressen befähigt sein, den des gesamten Volkes Zukunft erfordert. Aus
Bauern, Bürgern und Arbeitern muß wieder werden ein deutsches Volk. Es soll dann für ewige Zeiten in seine treue Verwahrung nehmen unseren Glauben und unsere Kultur, unsere Ehre und unsere Freiheit. Der Welt gegenüber aber wollen wir, die Opfer des Krieges von einst ermessend, aufrichtige Freunde sein eines Friedens, der endlich die Wunden heilen soll, unter denen alle leiden."
Diese Worte des Führers und Reichskanzlers sind in den vergangenen drei Jahren der Leitstern alles Tuns gewesen und in dieser kurzen Zeitspanne zur ehernen Wirklichkeit geworden.
Wir haben unser Leben ausgerichtet im Geiste unverbrüchlicher Schicksalsgemeinschaft. Wir haben Einigkeit statt Hader, Aufbau statt Zerrüttung, Freude statt Haß, zielbewußtes Streben statt fieberndes Schwanken gesetzt. Ein Volk wurde geschaffen, eine Nation, die sich ihrer Kraft bewußt ist beseelt von einem Willen. Was Deutschland ist, dankt es dem Führer. Was der Führer tat, war erwachsen aus dem Fühlen und Sehnen
^Jm wieder frei gewordenen Westen des Reiches, in Ostpreußen, an' der Wasserkante, in Schlesien
haben Millionen den Führer gesehen und gehört und ihm für seine Tat gedankt. Heute ist der Führer
ln der Neichskauptsta-l.
Ein wieder deutsch gewordenes Berlin empfängt Adolf Hitler, eine Stadt, die heute ein Recht hat, des Staates Hauptstadt zu sein. Der Berliner weiß, was er Adolf Hitler verdankt. Er steht in allen Stadtteilen die Zeugen neuen Vertrauens und neuen Schaffens. Neue Häuser, neue Straßen, neue Bauwerke wuchsen aus dem Boden, Berlin wurde wieder schön! So wie es innerlich in heißem Ringen neu geformt wurde, so wurde auch sein äußeres Gesicht zu einem lebendigen Spiegel des Aufbauwillens und der Schaffensfreude, die Adolf Hitlers Deutschland beseelen.
Die Reichshauptstadt dankt dem Führer mit übervollem Herzen. Sie jubelt ihm zu, aber nicht in einem vergänglichen Rausch spontaner Freude, sondern in einem tiefen, gläubigen, dankbaren Vertrauen, das die deutschen Menschen für den Mann empfinden, der, aus ihrer Mitte gekommen, seine ganze Kraft, sein ganzes Leben für Deutschlands Freiheit und Wiederaufbau selbstlos einsetzt^.
Gewaltige Kundgebungen hat Berlin erlebt, Riescnversammlungen, imponierende Ausmärsche, eindringliche Demonstrationen. Aber nichts hält einen Vergleich mit dem heutigen Erleben aus.
Fahnen über Fahnen, Spruchbänder, Transparente und marschierende Kolonnen geben dem heutigen Tage vom frühen Morgen an das Gepräge. Der Alltag.scheint stillzustehen. Fahnen und Girlanden säumen die große Berliner Ausfallstraße vom Brandenburger Tor bis hin zur neu erbauten Deutschlandhalle. In tief gestaffelten Mauern stehen Hunderttausende Berliner Volksgenossen, um den Führer zu sehen und zu hören.
Ein ganzer Stadtteil dient dieser Kundgebung als Versammlungsstätte. Ueber die kilometerweite Strecke sind Lautsprecher verteilt, um die sich die Menschen scharen.
Der Abend senkt sich über die Riesenstadt. Hunderttausende von Lampen flammen auf, tauchen die Fronten der festlich geschmückten Häuser in ein Helles Weiß, heben das Rot der Fahnen des neuen Deutschlands von dem Grün der Girlanden und Ehrenpforten ab.
Die imponierende Front der schön gegliederten Deutschlandhalle strahlt taghell im Scheinwerferlicht. Ein Straße des Triumphs, ein Bild nie erlebter Größe, ein Eindruck von unerhörter Wucht bietet sich uns dar. So wurde noch kein Mensch in dieser Stadt empfangen wie Adolf Hitler am 24. März von der Reichshauptstadt! Endlos das Spalier der Männer der Gliederungen der Bewegung, die alle Mühe haben, den Fahr- damm frei zu halten. Kopf an Kopf stehen Hunderttausende.
Ein dumpfes Brausen klingt, immer stärker anschwellend, vom Brandenburger Tor herüber, anwachsend zu einem einzigen Schrei des Jubels und der Begeisterung. Aufrecht im Wagen stehend mit erhobener Hand fährt der Führer in langsamer Fahrt durch diesen
flrkan von sreude und flank
durch diese im Jubel zu einer einzigen brodelnden Einheit verschmelzenden Hunderttausende.
Auf dem Vorplatz der Deutschlandhalle haben die Ehrenformationen Aufstellung genommen. Als der Führer naht. spielt die Kapelle den Badenweiler Marsch, dessen Klänge in dem brausenden Jubel untergehen. Der Führer schreitet die Fronten ab und begibt sich in die Halle. Die Wellen der Begeisterung schlagen in den Riesenbau hinein und finden zehntausendfachen Widerhall. Ein riesiges silbernes Hoheitszeichen leuchtet über dem Rednerpult, um das in weitem Halbkreis die Blutfahnen der Berliner SA. stehen. Ein einziges dröhnendes „Heil", das minutenlang andauert. grüßt den Führer beim Betreten der Halle
(Fortsetzung auf Seite 2)
flufruf!
Vremen, 25. Mär; IM
flm morgigen loge weilt -er Stellvertreter des sittzrers und Neichsminister Nudolf keß in den Mauern Vremens. Ich bitte die bremische Bevölkerung, unseren Säst, der uns die Sriiße des Iichrers bringen wird, würdig zu empfangen.
Irage jeder dazu bei, daß vremen dem Stellvertreter des sülzrers die Se- wißkeit mitgeben kann, daß liier eine dem sichrer treu ergebene Sesolgschaft stelzt.
keil Killer!
Negierender vürgermeister
Schicksalswende
Vurch kinkeit zur freikett
2. L. Bremen, 25. März. „Eintracht im eigenen Hause — Friede draußen"! Nichts kennzeichnet das Wesen der alten Hanse so sehr wie dieser Wahlspruch am Holstentor Lübecks, des einstigen Vorortes eines Städtebundes, dessen gewaltige Arbeit für das Deutschtum auf vorgeschobenem Posten im Aus- land nicht nur in der Ueberlieferung fortlebt. Unter Wahrung seiner Eigenart ist Vremen, für das unser Reichsstatthalter und Gauleiter Carl Röver anläßlich der gewaltigen und feierlichen Kundgebung auf dem Domshof im Herzen der alten Hansestadt jüngst so freundliche und mannhafte Worte fand, seiner unermeßlich schweren Aufgabe treu geblieben. Freilich gelang das erst durch die vom Führer neu erweckte frohe Zuversicht und den festen, unerschütterlichen Glauben, der im deutschen Volke wieder das Verständnis weckte für die Empfindungen von Ehre und wahrer Freiheit. Der Nationalsozialismus hat das deutsche Schicksal zum Guten gewendet. Eintracht im eigenen Hause sichert auch den Frieden draußen! So hat es die alte Hanse gewollt, und so ig es jetzt der durch Opfer gestählte, einmütige Wille des gesamten nationalsozialistischen Deutschland.
Auf eigene Kraft zu bauen, hat der Führer uns wieder gelehrt. Den entschlossenen Mut zur Selbstbehauptung, auch unter widrigsten Umständen, hat er wachgerllttelt, gestärkt und selbst immer bewiesen. In hartem Willen hat der Staatsmann Adolf Hitler die letzten Fesseln abgestreift, die ein Volk von Ehre nicht tragen kann, und zugleich die Hand geboten für eine großzügige Befriedung Europas. Das gläubige Vertrauen des ganzen deutschen Volkes steht hinter diesem Mann und seiner Bewegung. Der Entscheid am kommenden Sonntag wird daher ein flammendes Bekenntnis werden zum Führer und zu seinen Getreuen; denn die Welt muß endlich wissen, daß die Stimme Adolf Hitlers die Stimme Deutschlands ist!
Vor uns liegt der Brief des hochbetagten ausländischen Freundes eines Bremer Kaufmanns. Die Zeilen, die Ende Januar geschrieben sind, kommen aus Australien. Eine Freude ist es, Seite auf Seite zu lesen, mit welch innerer Anteilnahme dieser alte Herr die Vorgänge und Fortschritte in Deutschland verfolgt, in dem er während seiner beruflichen Ausbildung in seiner Jugend die stärksten Eindrücke seines Lebens empfangen hat. „Hitler", so heißt es am Schluß des Briefes von der südlichen Halbkugel, „scheint mir der rechte Mann am rechten Platz zu sein und das Vertrauen des Volkes zu besitzen. Die Angehörigen eines Volkes müssen wissen, was für sie am besten ist. Von draußen sollte man sich in diese Fragen nicht einmischen!" Die am Ende der sehr lebendigen Zeilen niedergeschriebene Voraussage: „Deutschland wird sich zum Mutbekennen" ist inzwischen für uns alle freudigste Wirklichkeit geworden! Eins aber geht aus diesem Briefe noch vor allem hervor: Die Aufgabe Bremens erschöpft sich nicht im Außenhandel oder in der Schiffahrt. Die persönlichen, unsichtbaren Verbindungen der Bremer Handelshäuser und Schiffahrtskontore mit dem Ausland schaffen vielmehr jenen Geist des Verständnisses für die besondere Lage unseres Volkes, der offensichtlich im Wachsen begriffen ist und uns auch von draußen einen starken Rückhalt zu bieten vermag. Wenn Senator Bernhard auf der Kundgebung der Bremer Kaufmannschaft mit aller Betonung darauf hingewiesen hat, daß der Führer weiß, um welchen Einsatz es in Vremen geht, so dürfte damit nicht zuletzt diese Pioniertätigkeit für die Sache des Deutschtums im Ausland mit gemeint gewesen sein! Darum nicht nachlassen in dem Kampf um Deutschlands Recht, der von dem Gesetz der Ehre und Freiheit eines Volkes seine stärksten treibenden Kräfte empfängt. Deutschland redet im Innern nicht mehr aneinander vorbei. Es ist seit den drei Jahren nationalsozialistischer Staatsführung geschlossener geworden, in sich selbst und in dem Willen zum friedlichen Aufbau. Die Politik bestimmt das Schicksal eines Staates genau so wie das der Wirtschaft, die nur durch den natio- nalsozialistiich"» Umbruch die letzten Krisenreste überwinden und meistern konnte.
Französische Logik betrachtet das System von Versailles mit seiner ungleichen Behandlung Deutschlands als Grundlage eines dauerhaften Friedens. Englische Vernunft weiß. daß mißachtete Gleichberechtigung eine Aussöhnung ausschließt, ohne die ein dauernder Friede unmöglich