Ausgabe 
(24.3.1936) Nr. 84
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parteiamtliche Tageszeitung

iiachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Dremen

Amtsblatt des Senats der Zreien kjansestadt Dremen

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Nr. 84 / 6. Jahrgang

Menslag, 24. Mär;

kinzelpreis 15 Npf.

llunberttausenb borten den Sauleiter

2ie nächtliche seierstunde der vewegung im Kerzen vremens, an uralter stanseatischer Kulturstätte

Bremen, 24. März.

Bremen erlebte gestern mit der Feierstunde der Bewegung und der Wahlrede des Gauleiters Carl Rover aus dem Domshof die größte und mächtigste Kundgebung seit Beginn des Wahl­kampfes in unserer Stadt, eine ihrer eindrucks- stärksten Kundgebungen überhaupt.

Wenn Vremens Kreisleiter, Pg. Blanke in seinem Aufruf am Sonntag der Hoffnung Ausdruck gab, diese Kundgebung möge

llnssr lagssspisgsl

Die Reichshauptstadt steht heute im Zeichen der Führer-Wahlkundgebnng.

Rudolf Heg spricht Donnerstag, 18 Uhr, in Bremen im Hafen II, Schuppen 13.

Botschafter von Ribbentrop begibt sich heute nach London zurück.

In England mehren sich die gegnerischen Stimmen zu den Locarno-Vorschliigen.

Die Reichssteuereinnahmen spiegeln in ihrer Erhöhung die Besserung der Wirtschaftslage wider.

Bremen erlebte gestern, in Massen um den Gauleiter geschart» eine unvergeßliche Feier­stunde.

Seuator Dr. von Hoff gewährte einem BZ.- Mitarbeiter eine Unterredung über bremische Kultnrfragen im Dritten Reich.

Auf dem Werkshos von Louis Krages ver­anstaltete KdF. ein Militärkonzrrt für die Sefolgschaftsmitglieder.

Der Reichsbauernführer R. Walther Darre sprach iu Aurich zu den Bauern Oldenburgs und Ostfrieslands.

Generalversammlungen der beiden deutschen Sroß-Reedereien sollen Mitte Juni Beschlüsse fassen über die Sanierung.

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Lllknaknis:

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«weisen, daß auch Bremen geschlossen hinter em Führer steht, so wurde dieser Hoffnung gestern beno, am Beginn der letzten Woche vor dem kahltag, in überwältigender Weise Erfüllung.

nnüerttausend Volksgenossen

iillten das Riesenrund des Domshofes und des Marktplatzes Kopf an Kopf doch hier gilt nicht ie Zahl; genug, daß auch der kleinste verfügbare Zlatz bis weit in die Zufahrtsstraßen hinein, daß eder Ort, an dem die Stimme des Gauleiters urch die Lautsprecheranlaaen noch zu hören war, «setzt war. Aus den Fenstern der umliegenden Gebäude, von den Bäumen, die den Dornshos innren, herab hörte man die Ansprache unseres »auleiters ein unvergeßliches Erlebnis.

Unter der Aufmarschleitung der SS. rückten egen 20 Uhr die Formationen der Bewegung, er Behörden und Betriebe auf dem Domshof n. Schon hatte die Bevölkerung ein dichtes Salier gebildet, als sie herankamen durch die »ernsträße, die Ostertorstraße, über die Wacht- raße und den Marktplatz. Schon zeigten mele iebäud« rund um den Domshof festliche Jllumi- ation. Im gleißenden Licht der starken Schein­werfer traten die mächtigen Türme des Domes nd der alten Renaissancegebäude am Markt wunderbar plastisch hervor; im warmen Dunkel es Frühlingsabends bewegten sich leiseunge- ählte Fahnen, die Häuser und Platze schmückten, iiesengroß und hoch stand das blauflammende iakenkreuz inmitten des Platzes, vor der er- öhten Rednertribüne.

Dann begann der SS.-Mustkzug XIV unter Leitung des Musikzugführers von Horn mrt raffen, zackigen Marschwegen, In langen Ko­mmen hatten sich inzwischen SA., Marine-SA-, kSKK., Politische Leiter. Hitleriugend, Reichs- rbeitsdienst, Reichsluftschutzbund, der Deutsche !uftsportverband. die Technische Nothi fte und die Polizei in Reih und Glied aufgestellt, die Ab- rdnungen der NS.-Kriegsopferversorgung, der Ortsgruppen und Stützpunkte, der bremischen Be- örden und Betriebe schlössen sich an. Hstleraun­en säumten mit flammenden Fackeln den Weg ur Tribüne.

Hunderttausend Menschen harrten dann der lnkunft des Gauleiters; Taufende von Volks- «nassen waren auch aus den entlegensten Vo rten hergekommen, um den Mann zu hören, de ch durch Leistung und Einsatz seit langen Jahren u den treu esten und nächste" Mit' ämpsern des Führers zahlen darf. Di liefenmenqe, die ihm gestern "dend einen - «isterten Empfang bereitete, mag 'A" bewies laben, wie groß und stark auch in Bremen das

Vertrauen, die Treue und der Dank sind, die man in seiner Person dem Führer und der nationalsozialistischen Bewegung entgegenbringt. Ja, nirgends weiß man besser als in Bremen, wie großen Dank man dieser Bewegung schuldet. In den drei Jahren seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus haben wir nach den Verheerungen, die eine vollkommen fshl- geleitete Wirtschaftspolitik anrichtete, eine or­

ganische, auf allen Lebens- und Schaffensgebieten sichtbare Aufwärtsentwicklung erlebt, die ohne­gleichen ist. Wir haben in den vergangenen Tagen des öfteren über das bremische Aufbau- werk gehört; auch dem letzten Volksgenossen müssen diese eindeutigen Beweise,-diese klaren Zahlen die Richtigkeit des von der Bewegung be- schrittenen Weges vor Augen geführt haben. Und darum geht es heute:

Nicht um die Stimmen, sondern um den Stauben!

Nur dann kann eine Nation den Angriffen von außen erfolgreich widerstehen, nur dann kann sie sich einer Welt von Gegnern gegenüber behaupten, wenn sie im Innern fest und lückenlos, geeint durch die Kraft gemeinsamen Glaubens und Wollens zusammensteht.

Diese vollkommene Einmütigkeit werden wir am 28. März -em Auslande als den höchsten Trumpf, den ein Volk auszugeben hat, zeigen. Die Männer, die gestern, heute und morgen zu uns sprechen, sind die Schrittmacher der Volks­gemeinschaft auf diesem verantwortungsvollen Weg. Das deutsche Volk wird ihn gehen mit dem Blick auf den Führer, mit dem Gedanken an Deutschland und seine Zukunft.

So haben gestern viele Tausende gedacht, die sich zu der nationalsozialistischen Feierstunde versam­melt hatten, um Gauleiter Pg. Röver zu hören. Als er auf dem Domshos eintraf, erhob sich ein

Sturm der Vegeisterung

Durch das Spalier der Fackeln schritt er mit dem Kreisleiter zur Tribüne; kurz darauf folgte der Einmarsch der Fahnen aller Organisationen der Bewegung. Dann übergab Kreisleiter Blanke dem Gauleiter nach einer kurzen Begrüßung das Wort.

Unter dem stürmischen Jubel und der brausen­den Begeisterung der hunderttausend versammel­ten Volksgenossen begann

SauleNer larl Nöoer

Deutsch« Volksgenossen, deutsche Frauen, deutsche Männer, deutsche Jugend, Kameraden vom Arbeitsdienst. Männer der Schutzpolizei, SA.- Männer, SS.-Männer, Politische Leiter und alle, die an dieser gewaltigen, machtvollen Kund­gebung teilnehmen!

Solange die junge Bewegung Adolf Hitlers kämpft mit ihrem herrlichen Führer an der Spitze, ist eine Wahl, eine Volksab­stimmung noch niemals von derartig ent­scheidender Bedeutung gewesen, wie die Wahl vom 29. März.

Sie alle wissen, daß der Führer in diesen letzten Jahren immer wieder die Hand über die Grenze

Deutschlands hinausgestreckt hat, um den ersehnten Frieden Europas zu erreichen. Der Führer ging so weit, daß er bereit war, unter alles «inen Strich zu setzen, was Haß und Neid bedeutete und was erfüllt war von Mißgunst bei den anderen, was gleichsam auch geeignet war, immer wieder Unbill aufkommen zu lassen. Und immer und immer wieder ist der Führer aufgestanden, um den Völkern die friedliche Hand entgegenzustrecken.

Wie Adolf Hitler immer wieder die Friedens­hand anbot, so tun wir es auch heute. Denn die Welt soll wissen, das große deutsche Volk, eine Nation von K7 Millionen Menschen, erwartet nichts anderes sehnlicher als den Frieden, er­wartet nichts sehnlicher, als daß dieses Volk seiner ehrlichen Arbeit nachgehen kann, damit endlich einmal alle Schäden beseitigt werden, die der Weltkrieg Deutschland geschlagen hat.

Wir glauben andererseits aber auch, daß auch die anderen Völker aus oem mörderischen Ringen, aus dem blutigen Kampf, wie der Weltkrieg ihn darstellte, nichts Positives mit nach Hause nahmen. Wenn einer überhaupt etwas aus dem großen Ringen mit nach Hause brachte, und wenn man hierbei überhaupt von einem zu Hause reden kann denn die ganze Welt war jazu Hause" wenn also jemand überhaupt etwas aus dem Weltkrieg profitierte, so ist das der ewig ver­neinende und zersetzende jüdische Asiat gewesen.

Diesen Alljuden schwimmen in Deutschland all­mählich die Felle weg. Uns aber kümmert das

fassen, ob die anderen Völker am Krieg ver­dienten. Wir stellen lediglich fest: 50 Staaten

haben gegen uns gestanden und das war ein Heller Wahns inn !

vremens friedlicher Kampfgeist

Wenn etwas dafür Zeuge sein könnte, daß solcher zermürbender Kampf unfruchtbar ist, so ist es die Stadt Bremen, die durch ihren fried­lichen Kampfgeist zur Blüte kam. Sie errang ihre Größe aus der Basis des alten königlichen Kauf­mannes, überhaupt aus der Basis des hanseatischen Geistes. Und nur durch ihn hat die Stadt ihre gewaltigen Erfolge erzielt. Jahrhunderte hin­durch sind die Kaufleute hinaus aufs Meer ge­fahren, sind hineingegangen in die Völker, um friedliche Beziehungen anzuknüpfen. Sie kämpften auch einen Kampf: Aber auf der ganzen Linie war es ein friedliches Ringen, das der Mensch­heit dient. So sind wir besonders berufen, der Welt zu erklären, daß nicht nur die Hansestadt Bremen allein Kulturträger war, sondern daß über Vremens Grenzen hinaus das gesamte deutsche Volk stets in solchem Geist handelte und daß die Welt diesem Volk viel zu danken hat.

Wieviel wertvolle Persönlichkeiten gingen nicht aus dem deutschen Volke hervor?! Und trotz alledem der Führer ist einer dieser Großen der Nation! Aber die Welt akzeptiert den Gruß und die Friedenserklärung des Führers achsel- zuckend. Was wollen die Herren denn, so frage ich? Wir meinen, es ist wahrlich genug Blut ge­flossen. Und wir meinen auch, es ist schade um jeden weiteren Tropfen Blutes, den die Völker, mag es Deutschland, Frankreich, England oder Italien sein, opfern müssen. Jedes weißen Men­schen vergossenes Blut ist ein Verlust für die weiße Rasse! Europa aber hat allen Grund, die Schäden wiedergutzumachen die der Weltkrieg mit sich brachte und die Wahnsinnspolitik der Nachkriegsjahre! Vor allem soll man nicht ver­gessen, daß das deutsche Volk als Kulturträger nicht weiter in Unbill leben kann.

Kein Volk Wt sich knechten

Ich glaube nicht, daß ein Franzose sich als Kuli behandelt wissen möchte. Er würde zerbrechen daran! Ich glaube auch nicht, daß ein englischer Bürger ohne Ehre leben könnte, ich glaube vielmehr, daß dieses Moment der Ehre für das große Imperium der alleinige und ausschlaggebende Faktor war, der es so groß und stolz in der Wett werden ließ. Niemals würde ein Engländer sich als Mensch niederen

Rechtes und niederer Art bezeichnen oder c behandeln lassen! Nein, Männer jenseits ! Grenzen, die Zeit der Diffamierung muß von sein! Wir wollen durch friedliche Arbeit ein Ausgleich im Leben der Völker schaffen! A Deutschen haben ein Recht, frei, glücklich u stolz zu sein im Angesicht unserer großen V gangenheit.

(Fortsetzung auf Seite 2)

Streiflichter des flufbous

was wir dem siistrer verdanken

Der Bauer kaufte - ^/^n°rd«i-

der Bmnenmarkt gekräftigt! natio­

nalsozialistischen Aufbauarbeit ermessen will, der mag sich überlegen, wie es dem Bauern heute geht und wie es im Jahre 1932 um die Landwirtschaft stand. Es gelang dem Reichsnährstand, die Ver­kaufserlöse der Landwirtschaft, die im Wirt­schaftsjahr 1932/33 nur noch 6,4 Milliarden Reichsmark betragen hatten, im Erntejahr 1934/35 auf rund 8,2 Milliarden zu erhöhen. Davon hatte auch die gewerbliche Wirtschaft nicht unerheb­lichen Vorteil, weil in der gleichen Zeit die Be­triebsausgaben der Bauern und Landwirte von 6,1 auf 6,6 Milliarden stiegen. Darüber hinaus entfaltete der Bauer aus den Vetriebsüberschüssen eine gegen 1932 verdoppelte Nachfrage in Höhe von etwa 3 Milliarden, soweit er nicht diese Gelder zur Schuldenzahlung oder zur Bildung von Rücklagen verwandte. So hat die Vauern- politik des Nationalsozialismus nicht nur die deutsche Landwirtschaft wieder lebensfähig ge­macht, sondern auch den deutschen Binnenmarkt wesentlich gekräftigt. Z. V. hat unsere Land­wirtschaft 1932 nur für 86, 1935 dagegen für 269 Millionen Reichsmark Landmaschinen gekauft.

-r, .r. .. ^ Die Kokswirtschaft, Le-

Nur noch dre Halste ^n Beschäftigung vom Koks aus den Halden Geschäftsgang wichtiger anderer Wirtschaftszweige, zum Teil auch von der Kaufkraft des Verbrauchers abhängt, ist ein gu­ter Gradmesser für den Wirtschaftsanstieg. Um so erfreulicher ist die Tatsache, daß die deutsche Kokserzeugung im letzten Vierteljahr 1935 auf 8,16 Millionen Tonnen gestiegen ist, während sie im vierten Vierteljahr 1932 nicht mehr als 5,08 Millionen Tonnen ausmachte. Das bedeutet, auch wenn man die Leistung der hinzugekommenen Saarwirtschaft abrechnet, eine Zunahme um über 50 vom Hundert! Die Zahl der beschäftigten Ar­beiter lag 1935 um mehr als ein Viertel über dem Stand von 1933, der im Vergleich zum letz­ten Systemjahr schon wesentlich gebessert war. Der Ausfuhrüberschuß erhöhte sich im vergan­genen Jahr um 470 000 Tonnen. Auf den Halden lagert gegenwärtig nur noch soviel Koks wie im Sommer 1930 nach der Hochkonjunkturperiode. (!) Der günstige Absatz hat die in der Krisenzeit auf­gehäuften Lagerbestände halbiert.

--- » Heer von Bettlern, Ob-

Emer fur alle, Nachlösen und Verwahrlosten

alle für einen sah dich. wenn du im Jahre

1932 durch die Straßen gingst, mit mitleidigem, hagerem Gesicht an und bat um deinen letzten Pfennig, der diese Menschen vor dem größten Elend, dem Hunger, bewahren sollte. Und heute? Heute haben auch diese Menschen wieder die feste Ueberzeugung, nicht minder wertvolle Glieder des deutschen Volkes zu sein als du. Heute nimmt sich ihrer die NS.-Volkswohlfahrt an; sie schützt sie vor dem Schlimmsten, bis auch diese Volks­genossen dereinst ihren gewohnten Arbeitsplatz wiedergefunden haben. Allein 13 866 571 Betreute wies der Rechenschaftsbericht der Reichsfllhrung des Winterhilfswerks des deutschen Volkes für das Jahr 1934/35 aus! Nicht weniger als 357 086104,56 RM. konnten in Form von Sach­spenden an hilfsbedürftige Volksgenossen verteilt werden. Das ist eine Leistung, auf die das deutsche Volk stolz sein kann. Einer für alle, alle für einen dieser Gedanke wurde im Dritten Reich Wirklichkeit!

Arbeit und Brot

hat pch die These von der Fluch der Maschine nicht z eigen gemacht. Die Maschine soll Menschenkra nicht entbehrlich machen, sondern menschliä Leistung erhöhen. Darum wurde die Maschine al Helferin beim Aufbauwerk herangezogen. In d>

Her sichrer braucht am 2S. war; jede Stimme