Ausgabe 
(23.3.1936) Nr. 83
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parteiamtliche Lageszeitung

liachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen

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Nc. 85 / 6. Jahrgang

1 S Z 6

Montag, 25. Mär;

Amtsblatt des Senats der Freien Hansestadt Vremen

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Unsere souveränen Hechte unantastbar!

Ildolf Killer sprich» in vreslau zu den Volksgenossen der Provinz Schlesien - vegeisterungsstiirme umbranden den sülzrec

(Lix « nsr vrabtbsriobt)

R. Vreslau, 23. März.

Das war eine schon mehr als festlich von Haken­kreuzbannern überstrahlte Stadt, die auf den Empfang des Führers wartete und ihm beim Wiedersehen nach drei Jahren mit überwälti­gender Einmütigkeit bezeugen wollte, daß der bei den Breslauer Wahlsiegen in der Kampfzeit ge­prägte Ehrenname „Die treue st e Groß-

ttnssr lagesspisgel

Adolf Hitler sprach am gestrigen Sonntag vor 22 000 Volksgenossen in der Jahrhundert- halle in Vreslau.

Die deutsche Seeschiffahrt erläßt einen Aus­ruf zum 29. März.

In der englischen Oeffentlichkeit wird die Un- haltbarkeit des Locarno-Memorandums be­tont.

Die Reichsbahn bringt zur Sicherung der schrankenlosen llebergänge neue Warnzeichen zur Aufstellung.

Heute abend spricht Gauleiter Carl Röver aus dem Domshof zur Bremer Bevölkerung.

Aus Anlaß der Verabschiedung des 1. Jahr­ganges des Reichsarbeitsdienstes sprach Ober- arbeitsführer Hoffman» zu seine» Bremer Kameraden.

In der Fußball-Eauliga wurden gestern in Deutschland die restlichen Gaumeister in allen Gauen ermittelt.

Durch eine» knappen 1:v-Sieg über Borussia- Harburg errang der SB. Werder-Bremen die Niedersachsen-Gaumeisterschast.

Die Bezirksligamannschaft des BSB. erlitt in Emden gegen Stern eine 1:2-Niederlage.

Bei einem Wettkampf der Kernmannschaft der Schwimmer in Dortmund zeigten die Bremer gute Leistungen.

stadt Adolf Hitlers" seine Gültigkeit be­halten hat. Sonderzug über Sonderzug traf in den Bahnhöfen von Vreslau ein und brachte Tau­sende von Volksgenossen, darunter allein 3000 Bergleute aus dem oberschlesischen Industrie­gebiet, in die geschmückte Stadt, um dem Führer für die Wiederherstellung der deutschen Ehre und Freiheit nach innen und außen zu danken. Trans­parente, die über die Straßenbreiten liefen, und Spruchbänder, die an den Fronten der Fabriken und Großbetriebe dem Führer die unbedingte Eesolgschaftstreue zum Ausdruck brachten, wett­eiferten mit grünen Girlanden und den Hoheits­zeichen der nationalsozialistischen Bewegung. Aber auch die Vororte und die entlegeneren Stadtteile der schlesischen Hauptstadt waren so reich wie noch nie beflaggt.

vreslau - ein salznennieer

Schon das Erste Bataillon der SS.-Standarte i,Adolf Hitler", das kurz nach 9 Uhr am Sonn- tagvormittaa auf dem Hauptbahnhof eintraf, wurde mit Jubel und Begeisterung begrüßt. In den Mittagsstunden füllten sich mehr und mehr die Hauptstraßen, an deren Bürgersteigen die Formationen der Bewegung lange Ketten von Absperrungen und Ehrenspalieren bildeten. Die edle Patina des ehrwürdigen gotischen Rathauses Vreslaus, das die stolze, selbstbewußte Tradition der schlesischen Hauptstadt verkörpert, schimmerte im hellen Glänze der Vorfrllhlingssonne. Die erwartungsvolle Stimmung aller schlesischen Volksgenossen stieg auf ihren Höhepunkt, als die Lautsprecher verkündeten, daß sich der Führer entschlossen habe, nach Vreslau mih dem Flugzeug zu kommen, wo er etwa um 15 Uhr landen würde. Draußen auf dem Flugplatz trafen nach dem Bekanntwerden dieser Meldung die Führer der Bewegung, unter ihnen Reichsführer SS. Himmler, SS.-Obergruppenführer Sepp Dietrich und Gauleiter Joseph Wagner, mit den schlesischen Führern der nationalsozia­listischen Gliederungen ein. Das Erste Bataillon der Leibstandarte marschierte mit den Ehren- abordnungen der schlesischen Formationen aus und bildete an der Längsseite des Rollfeldes eine lange, straff ausgerichtete Front, wahrend sich drangen vor den Absperrungsmannschaften mehr und mehr Volksgenossen ansammelten, um den Führer gleich nach seiner Landung begrüßen zu können.

Um 15,13 Uhr zeichneten sich die Silhouetten des Führer-Flugzeuges und der Vegleitmaschine am hellblauen Himmel ab. Erstaunlich frisch und elastisch nach all den Luftfahrten und Anstren­gungen der letzten Woche entstieg der Führer seinem Flugzeug, begleitet von Reichspressechef Dr. Dietrich, Botschafter von Ribbentrop und dem bekannten englischen Journalisten Ward Price.

Auf dem 12 Kilometer langen Wege zur Jahr­hunderthalle brandete dem Führer von allen Straßen, Plätzen, Balkönen und Fenstern die begeisterte Treue der Schlesier entgegen. Dem Stadtkern zu wurden die Menschenmaßen dichter und dichter, schlug der Jubel dem aufrecht im Wagen stehenden Führer immer lauter und hin­reißender entgegen. Vor dem Rathaus und in

der Nähe des Oberpräsidiums schmetterten die Fanfaren der Hitler-Jugend und des Jungvolks dem Führer ihren jauchzenden Ruf entgegen. Wo in den sich eng zusammenballenden Massen der Volksgenossen auch nur noch der geringste Raum geblieben war, da fand auch immer noch ein BDM.-Mädel oder ein Junge im Braunhemd einen Platz.

treues Schlesierland

Zwischen den engen Ketten der Absperrmann- schaften vom Ohlau-Ufer an über die beiden Oderbrücken hinweg bis zum Messehof boten die Straßen ein besonders festliches Bild. Hier wehten an hohen Masten die Fahnen aller schlesi­schen Städte mit ihren Wappen. Unmittelbar

nach dieser erhebenden Fahrt, die dem Führer den schönsten und ergreifendsten Beweis von der Treue seiner Schlesier brachte, brauste in stürmi­schen Wellen im dicht besetzten Messe Hof, den der Führer üurchschritt, und dann in der weit geschwungenen Kuppel der Jahrhundert­halle die Begeisterung auf. Es dauerte Mi­nuten, ehe sich Gauleiter Joseph Wagner Ge­hör für seine Begrüßungsworte verschaffen konnte.

Erneuter unermeßlicher Jubel dann, als sich der Führer erhob und in seiner Rede, die immer wieder von den lebhaftesten Zustimmungskund­gebungen unterbrochen wurde, vor mehr denn 22 000 Schlesier» die Volks- und staatsverbundene, so oft erprobte und bewährte Gesinnung dieses Grenzlandes anerkannte.

(Fortsetzung auf Seite 2)

.hoffnungslose verstänvnisloslgkeit"

Vemerkenswerte Londoner Urteile ;u den VorfchlLgen der Lorarno-MSchte

London, 23. März

Gegenüber der abwartenden Haltung der Leit­artikel zeichnet sich. in den großen Artikeln der englischen Presse, die von politischen Schrift­stellern mit Namen gezeichnet sind, verschiedentlich erschütternd deutlich die wahre Erkenntnis der Lage ab.

„wiederbelebtes Versailles"

Earvin in seinem Artikel im „Observer" überschreibt sphr bezeichnend den zweiten Haupt­absatz mit den Worten: „Wied erb siebtes Versailles!" In diesem Absatz heißt es:

„Die Vorschläge der Locarnomächte sind schlecht. Betrachten wir sie näher. Eine gemischte auslän­dische Truppe, darunter auch britische und italie­nische Abteilungen — o, himmlische Ironie der Sanktionen! — soll einen Streifen deutschen Ge­bietes besetzen. Hitlers Proteste gegen den fran- zöfisch-sowjetrussischen Vertrag sollen vor das Haager Gericht gebracht werden, wo es ihm völlig unmöglich ist, ein gerechtes Gericht zu finden. Nicht einmal der Versailler Vertrag selbst zeigte eine hoffnungslosere Verständnislosigkeit für die deutsche Seele oder für die moralischen Grund­lagen des Friedens in der Welt. Das gleiche An­sinnen würde von jeder anderen Nation der Erde als eine Beleidigung empfunden werden. Wie würde es uns selbst gefallen, wenn eine fremde Garnison aus einem Stück unseres Bodens und unter politischer Quarantäne sich aufhalten sollte?

Was hat Hitler gebrochen? Nicht eine der aus­gezeichneten und versöhnlichen Bestimmungen des Locarno-Dertrages selber, sondern zwei der ver­staubten alten Einschränkungsmatz­nahmen, die man von Versailles übernommen und in den Locarno-Vertrag eingebettet hat. Verträge, die geachtet werden sol­len, müssen auch der Achtung wert s e i n."

Der gesunde Menschenverstand der Briten wird die neuen Vorschläge nicht dulden.

Die ganze Angelegenheit ist keine Tragödie, sondern' ein Pofsenspiel. Praktische Maß­nahmen lassen sich nicht durchführen. Man könnte sie höchstens Deutschland aufzwingen durch einen sofortigen Krieg, der selbst für die französische Psyche'völlig außerhalb jedes Rahmens liegt. Die Bedeutung des Weißbuches liegt in der Nach­schrift. Hitler soll in jeder Hinsicht überzeugt sein, daß unser Land den Frieden wünscht auf einer Grundlage größerer Gerechtigkeit als bis­her. Dies wird allen zum Vorteil sein. Hitler soll auch überzeugt sein, daß wir dem Reich sogar nicht einmal einen kleinen Teil von Ungleich­heit gegenüber den anderen Völkern wieder auf­zwingen wollen und daß die Briten trotz ihrer guten Beziehungen zu anderen Völkern die Deutschen nicht hassen, sondern lieben. Das Rheinland ist frei und frei mit Recht. Frei wird es bleiben. Wir wollen voll und herzlich das Un­abänderliche annehmen und das Kapitel des Predigens über diese Angelegenheit schließen. 17 Jähre der Ansteckung durch den Versailler Vertrag sind gerade genug!

Im Gegensatz hierzu billigt Earvin aber aus­drücklich den Abschluß eines Viermächte-Eeneral- stabsabkommens.

Im „Sunday Expreß" schreibt Lord Veaver - b?oke unter der Ueberschrift: „Gott sende uns

in der Stunde unserer Not einen Mann, der uns führen kann!" Darunter zeigt ein Photo den Führer, wie er von Mädchen Blumen erhält. In dem Artikel heißt es u. a.: Das englische Volk ist von der Ungerechtigkeit des Vertrages von Ver­sailles, der sich nicht verteidigen laßt, überzeugt. Es glaubt auch nicht, daß dieser Vertrag von Dauer sein kann. Trotzdem schickt man sich jetzt an, sich zu seiner Verteidigung zu verpflichten. Die Bedingungen find für die Deutschen völlig unannehmbar. Der Artikel kündigt dann eine heftige Op Position im Unterhaus an. Vielleicht bringe die Zusammenballung der Widerstände die Verwerfung des Regierungs­planes mit sich. Die Dominions gehen nicht mit uns. Schon dem Locarno-Vertrag haben sie sich nicht anschließen wollen. Es besteht nicht die ge­ringste Aussicht, daß sie jetzt eine europäische Ver­pflichtung mit übernehmen, die noch schwerer, noch verwickelter, noch sicherer dazu bestimmt ist, mit einem Unheil zu enden, als dies schon beim Locarno-Vertrag der Fall war.

Die Presse erwartet fast ausnahmslos eine ab­lehnende Antwort aus Deutschland. Trotzdem wird aber die Erwartung ausgedrückt, daß die Tür zu Verhandlungen offen bleiben wird. lleber- all wird hervorgehoben, daß die Haltung der deutschen Oeffentlichkeit gegenüber dem Memo­randum scharf ablehnend ist.

Die „Sunday Times" weist in ihrem Leitartikel erneut darauf hin, daß die Vereinbarung der vier Locarno-Mächte nur ein vorläufiges Ergeb­nis darstelle. Zunächst müsse man zu einer Ver­ständigung mit Deutschland kommen. Erst dann werde man zur Erörterung des Hauptproblems des dauernden und allumfassenden Paktes über­gehen können, der den Gegenstand einer Weltkon- fcrenz bilden solle. Sollte Deutschland eine offene Annahme ablehnen, so glauben wir, daß sich doch ein Spielraum für Diskussionen und Verhand­lungen ergeben werde.

Im „People" schreibt „ein Mann aus dem Volk" unter der Ueberschrift „Zu stolz, um edel zu sein": „In England, so stellt er fest, ist man sich sehr wohl bewußt, in welchem Matze Frankreich für die Lage verantwortlich ist. Angenommen, Hitler hätte ohne jede Berechtigung seine Truppen ins Rheinland einrücken lassen, so bleibt es immer noch eine unbestreitbare Tatsache, datz die Fran­zosen niemals auch nur den Versuch gemacht haben, ihr in Versailles gegebenes Versprechen, auf den deutschen Stand abzurüsten, zu erfüllen."

Hinsichtlich der sogenannten internationalen Polizeitruppon wird in dem Artikel gesagt, datz auch dieses Verlangen noch zu viel sei. Auf dieser Seite des Kanals habe man äußerst wenig Ver­ständnis für juristische Spitzfindigkeiten.'

Paris fürchtet die öffentliche Meinung

Paris, 23. März.

Die Pariser Sonntagspresse ist in ihrer Ge­samtheit in der Beurteilung der Denkschrift der Locarno-Mächte wesentlich zurückhalten­der geworden, als dies am Tage nach der Kammer-Rede Flandins der Fall gewesen ist.

Maßgebend für die Zurückhaltung sind drei Punkte, die besonders hervorgehoben werden. An erster Stelle steht naturgemäß die mit Spannung erwartete Antwort der Reichsregierung, die nach übereinstimmender Auffassung unmöglich bejahend ausfallen kann, was schon beweist, daß man sich auch hier über den unannehmbaren Cha­rakter der Vorschläge nicht im Zweifel ist. An zweiter Stelle mißt man den Rückwirkungen große Bedeutung bei, die die Denkschrift in weiten englischen Kreisen gefunden hat und die alles weniger als günstig sind. In einigen Blättern kommt sogar die Befürchtung zum Ausdruck, dem englischen Außenminister Eden könne das gleiche Schicksal ereilen wie seinen Vorgänger Hoare. Man hebt hervor, daß die englische Oeffentlichkeit nicht nur gegen den Abschluß'neuer Militärbünd­nisse eingestellt sei. sondern auch gegen den Ver­such, durch eine, wenn auch nur vorübergehende Besetzung eines kleinen Streifen des Rheinlandes eine neue Diskriminierung zwischen Siegern und Besiegten zu schaffen. Schließlich weisen die Blätter aus die Haltung der neutralen Länder hin, die wenig geneigt seien, das Abkommen der Locarno-Mächte vom Völkerbund ratifizieren zu lassen.

Der Londoner Sonderberichterstatter des „Echo de Paris" unterstreicht die Schwierigkeiten, die die englische Regierung in Anbetracht der w a ch - senden Opposition zu überwinden habe. Es

stehe außer Zweifel, daß das Londoner Kabinett einer ernsten Krise entgegengehen werde, die mit derjenigen verglichen werden könne, die im De­zember des vergangenen Jahres zum Sturz Hoares führte.

Die englische Oeffentlichkeit sei in ihrer großen Mehrheit entschlossen, sich jeder Maßnahme zu widersetzen, die in irgendeiner Form einem Mili­tärbündnis gegen Deutschland ähnele.

Der „Petit Puristen" und das „Oeuvre" weisen ebenfalls auf die Beunruhigung hin, die die Pläne der Locarno-Mächte in englischen Kreisen ausgelöst hätten.

Vereinbarungen abgeschlossen

Dritte Unterredung Mussolinis mit Gömbös und Schuschnigg

Rom, 23. März.

Der ungarische Ministerpräsident Gömbös und der österreichische Bundeskanzler Schusch­nigg haben am Sonntagnachmittag in Beglei­tung ihrer Außenminister die dritte Unterredung mit dem italienischen Regierungschef gehabt, die ungefähr zwei Stunden dauerte. Nach der Unter­redung wurde folgende kurze amtliche Mitteilung ausgegeben:

„Die italienisch-österreichisch-ungarischen Be­sprechungen sind am Sonntagnachmittag im Pa- lazzo Venezia fortgesetzt worden. Sie haben zum Abschluß von Vereinbarungen geführt, die am Montag unterzeichnet werden."

Staube

— der Serge versetzt

kr. E. Im allgemeinen neigt der Mensch dazu, es sogenannten unüberwindbaren Schwierigkeiten gegenüber nicht auf eine Kraftprobe ankommen zu lassen. Zu leicht unterliegt er der Versuchung, die Stimme des eigenen Gewissens mit der „Ent­schuldigung" zum Schweigen zu bringen: „Gegen Unabwendbares anzurennen wäre Torheit, das Schicksal herauszufordern, Leichtsinn!" Daß diese Wahrheit, die zuweilen vieles für sich hat, meist mit einer Unwahrheit Hand in Hand geht, spielt dabei keine Rolle. Denn wer wollte es auch be­weisen, daß es sich nur in den allerseltensten Fällen um wirklich Unabwendbares handelt, datz die eigene Kraft tatsächlich schwächer als die sich ihr entgegenstellende Schwierigkeit ist. Vor allem die System-Politiker hatten sich diese einst­mals den Deutschen allzusehr beherrschende Nei­gung zunutze gemacht, Hindernisse lieber als un- überwindbar zu bezeichnen, als ihnen mit einem zähen „Dennoch!" auf den Leib zu rücken. Sie ver­standen es, dem deutschen Volke jahrelang weiß« zumachen: Es ist vergebens, gegen den Tri­butgeist von Versailles anzukämpfen — seine Ur­heber sind stärker als wir; es ist vergebens^ die Wehrhoheit Deutschlands wiedererringen zu wollen — der Wille der Hochgerüsteten würd« uns nie mehr als ein Hunderttausend-Mann- Heer zugestehen; es ist vergebens, die Ar- beitslosennot ohne fremde Hilfe lindern, ge­schweige denn beseitigen zu wollen — die Welt­wirtschaftskrise macht alle selbständigen Be­mühungen zunichte! Das beste sei, sich mit den Tatsachen abzufinden und die Ueberwindung der Not als eine Frage der Zukunft anzusehen, die ganz von selbst, ohne unser Zutun, ihre Lösung finden würde.

Wir hätten auf diese „Lösung" bis in alle Ewigkeit warten können, hätte nicht der Führer jenen Zustand der Lethargie, in dem sich Deutschland befand, damals mit einer seelisch stärkeren Kraft, der Macht des Glaubens, Lesei- tigt. Nur Adolf Hitler und seine treuen Mit­streiter konnten der Wahrheit, daß Glaube Bergs versetzt, wieder Geltung verschaffen. Berge ver­setzen heißt: ein ungeheures Werk in Angriff nehmen und vollenden, heißt: das nach dem ersten Anlauf laut werdende „Wir schaffen'-! nicht" mit einem harten „Es wird dennoch er­reicht!" zu besiegen. Wer Berge versetzen will, muß rücksichtslos gegen sich selbst sein, wie «s der Führer war in den langen Jahren des Kampfes um die nationalsozialistische Macht im Staate, muß allen Besserwissern zum Trotz an das Gelin­gen seines Werkes gerade dann glauben können, wenn das Erstrebte plötzlich unerreichbar scheint — wie Adolf Hitler an die Zukunft seines Vol­kes glaubte, als niemand mehr den nationalen Aufstieg auch nur zu erhoffen wagte.

Wir alle wissen es, wie unsagbar schwer der Kampf der nationalsozialistischen Bewegung gegen Vorurteil, Verblendung, Lüge und Hatz war, welche ungeheure Arbeit geleistet werden mußte, um dem Führer die Seele des deutschen Volkes restlos zu erobern! Nie wäre die NSDAP. auf dem Weg zur Beseitigung der volksfremden marxistisch-liberalistischen Parteien- herrschaft bis zum Endziel vorgestoßen, hätt« sich mit dem unbeugsamen Willen Adolf Hitlers nicht ein gleichfalls unzerstörbarer, auch nach Nieder­lagen sich bewährender Glaube gepaart, der Glaube an die sieghaften Kräfte der Nation. Diese unbeirrbare Gewißheit, daß der Verrat des November-Regimes für das deutsche Volk nur Episode, nie Epoche werden könne, hat Hunderte der besten Nationalsozialisten ihr Blut für die

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