parteiamtliche Tageszeitung
iiachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Vremen
der Nationalsozialisten Vremens
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Nr.SV / 6. Zahrgang
srettag, 20. Mar;
kmzelpreis 15 Npf.
kibbentrop verteidigt den deutschen Standpunkt
Irotz glänzender Nechtserkigung nimmt der Völkerbundsrat den französisch-belgischen kntschliehungsantrag an
London, AI. März.
Die öffentliche Sitzung des VSlkerbundsrates wurde am Donnerstagvormittag kurz nach ^11 Uhr englischer Zeit eröffnet. Der deutsche Vertreter, Botschafter von RiLbentrop, nahm seinen Platz am rechten Ende des hufeisenförmigen Ratstisches ein, hinter ihm Ministerialdirektor Dieckhoss und die übrigen Mitglieder der deutschen Abordnung. Der Ratspräsident erteilte sofort dem deutschen Vertreter das Wort.
Unser lagesspiegel
Der Führer wird heute in Hamburg sprechen.
Trotz Ribbentrops ausführlicher Begründung des deutschen Standpunktes vor dem Völkerhundsrat lieh sich dieser zu einem Fehlurteil verleiten.
Der Stellvertreter des Führers betonte in Trier erneut Deutschlands Verständigungsbereitschaft.
Die Vereinigten Staate» stehen im Zeiche» einer furchtbaren Ueberschwemmungskata- strophe.
Reichsamtsleiter Pg. Paul Wegener sprach aus zwei Großkundgebungen gestern in Bremen zur Frauenschaft und SA.
Bremens Kaufmannschaft veranstaltete eine Großkundgebung für den Führer. (Siehe Handelsteil.)
Die Brückenbauwerke der Reichsautobahn im Blocklandabschnttt machen beachtliche Fortschritte.
Der Reichssportführer hat für den 29. März alle sportlichen Veranstaltungen in Deutschland abgesagt.
Botschafter von Ribbentrop führte wörtlich aus: Herr Präsident! Die deutsche Reichsregierung ist der Einladung des Völkerbundsrates zu seiner heutigen Tagung gefolgt in dem Bestreben, auch ihrerseits einen Beitrag zu leisten zur Klärung der bestehenden politischen Situation. Sie hat mich beauftragt, zu diesem Zweck vor den hier anwesenden Staatsmännern ihren Standpunkt zu den auf der Tagesordnung stehenden Anträgen der französischen und belgischen Regierung betreffend den Rheinpakt von Locarno darzulegen. Sie hat sich hierbei nach langen inneren Erwägungen entschlossen, ihre verständlichen formalen Bedenken hintanzusetzen, die sich aus der Tatsache ergeben könnten, daß Deutschland zurzeit nicht Mitglied des Völkerbundes ist, sowie, datz der heutigen Tagesordnung die Bestimmungen eines Vertrages zugrunde liegen, den Deutschland alsnichtdurch seine Schuld erloschen ansehen mutz.
Ich persönlich habe mit wirklicher Befriedigung diese Mission übernommen. Durchdrungen von der Ueberzeugung, datz eine in höherem Sinne gerechtere Sache eines Volkes in diesem Rat von Nationen noch nie vertreten wurde, und ferner in'der aufrichtigen Hoffnung, datz diese erste Wiederaufnahme der Beziehungen meines Landes zu dem Völkerbund einen Wendepunkt in der Geschichte Europas nach den vielfältigen Verwirrungen der unseligen Kriegs- und Nach- kriegsjahre bedeuten möge.
Die deutsche grundsätzliche Einstellung zu dem Problem Locarno, das heute hier zur Diskussion steht, ist der Weltöffentlichkeit durch die Rede des deutschen Reichskanzlers vom 7. März eingehend vor Augen geführt worden. Die Tatsache aber, datz es zu den heute hier zur Beratung stehenden Anträgen der französischen und belgischen Regierung kommen konnte, macht es erforderlich, datz ich nochmals vor dem Rat den deutschen Standpunkt zu diesem Problem kurz darlege, damit bei der Beschlußfassung des Rates die schwerwiegenden Gründe, die Deutschland zu dem bekannten Schritt vom 7. März gezwungen haben, ihre volle Würdigung finden können.
Ver Sinn des MzMpakles von tocarno
war es, die Anwendung von Gewalt zwischen Frankreich und Belgien einerseits und Deutschland andererseits für ewige Zeiten auszuwirken. Diese Abmachung wurde garantiert durch England und Italien. Es wurde bestätigt, datz der einer Verletzung dieses Vertrages der Völkerbund zwecks Feststellung des Angreifers angerufen werden sollte.
,Es ist bekannt, datz sich schon damals gewisse Schwierigkeiten ergaben, durch die bereits vorher bestehenden Bündnisverträge Frankreichs mrt
Polen und der Tschechoslowakei, die an sich schon nicht in den Rahmen dieser scharf umgrenzten westlichen Friedcnsabmachungen hineinzupassen schienen. Deutschland aber hat diese Bündnisse schließlich in Kauf genommen, weil sie sich in ihrer Struktur dem Locarnovertrag anpaßten.
Dieser Locarnovertrag aber, der von der nationalsozialistischen neuen Regierung übernommen wurde, belastete Deutschland einseitig mit einer unendlich schweren Verpflichtung durch die Beibehaltung der im Versailler Vertrage diktierten Demilitarisierung des Rheinlandes.' Eins der wichtigsten und volkreichsten Gebiete des Deutschen Reiches mit 18 Millionen kerndeutschen Einwohnern sollte also ohne jeglichen militärischen Schutz bleiben.
Ich glaube, datz vom Standpunkt einer höheren Gerechtigkeit aus eine solche Einschränkung primitivster Souveränitätsrechte an sich schon auf die Dauer für ein Volk eine fast
unerträgliche Zumutung
bedeutet. Wenn das deutsche Volk trotzdem diesen Zustand so viele Jahre hindurch ertrug, so tat es dies in der Erwartung, datz dann aber auch die anderen Partner von Locarno ihre wesentlich leichteren Verpflichtungen mindestens ebenso getreulich einhalten würden, wie Deutschland die seinen. Diesem Empfinden des gesamten deutschen Volkes hat der deutsche Reichskanzler seit der Uebernahme der Regierung im Jahre 1933 wiederholt öffentlich Ausdruck verliehen.
Was ist nun geschehen? Im Lause des vergangenen Jahres begann der eine Vertragspartner dieses Paktes, Frankreich, seine Beziehungen zur Sowjet-Union immer enger zu gestalten. Es kamen ernste Nachrichten über ein sranzösisch- sowjetrnssisches Militärbündnis, gleichzeitig aber auch über ein gleiches zwischen Rußland und der Tschechoslowakei. Lange Zeit hindurch waren diese Meldungen unklar. Sie wurden bald dementiert, wurden dann zugegeben und wieder dementiert, bis eines Tages zur Ueberraschung der bis dahin zumindest offiziell in Unkenntnis gehaltenen anderen Mächte das neue sranzösisch-sowjetrussische Militärbündnis veröffentlicht wurde.
(Fortsetzung auf Seite 2)
Her führet: „Ich biete den Völkern die' '"
Sie packende Nede fidolf kttlers in Königsberg - »Veurfches Volk, tritt wie ein Mann hinter mich!"
Königsberg, 20. März
In seinem Appell an das ostpreuhische Volk in der Königsberg« Schlageterhalle ritz der Führer die Massen zu endlosen Begeisterungsstürmen hin. Er entwarf ein großangelegtes Bild vom tiefen Verfall und wunderbaren Wiederaufstieg der Nation. I» klaren und eindrucksvollen Formulierungen stellte der Führer die historische Bedeutung der Stunde heraus, in der das deutsche Volk erneut seine Stimme in die Waagschale legen soll, um den Willen einer einigen Nation der Welt gegenüber zu dokumentieren.
Die Grundgedanken dieser Rede fanden in folgenden Kernsätzen ihren Ausdruck: „Nur aus der Verbindung mit dem Volke kann die Kraft kommen für ein Regime, das einer Aufgabe gegenübergestellt ist, wie der unsrigen. Diese Aufgabe konnte und kann nur gelöst werden durch die Zusammenfassung aller Kräfte zu einer Kraft, allen Willens zu einem Willen, allen Handelns zu einer Tat."
„Wann ist jemals in drei Jahren deutscher Geschichte mehr und Besseres geleistet worden, als in den Jahren 1933 bis jetzt? Welch« Einmütigkeit bietet heute diese geschichtlich so oft zerrissene Nation! Welches Bild bietet heut« dieses Volk in seiner Geschlossenheit, in der Macht seines Willens und in der Stärke seines Glaubens! Was durch diese wunderbare Kraft in diesen drei Jahren Deutschland an Nutzen erwachsen ist. kann kaum abgeschätzt werden."
„Das deutsche Volk hat ein anderes Gesicht bekommen. Diese Millionen haben einen anderen Glauben erhalten. Früher ging von ihnen aus eine Welle des Verzagtseins und der Verzweiflung, der Lethargie, der Gleichgültigkeit und der Hoffnungslosigkeit. Jetzt strahlt aus ihnen diese stolze Zuversicht, dieser fanatische Glaube: Deutschland lebt und wird nicht zugrundegeheu!"
„Diese Zuversicht hat im deutschen Volke wieder das Verständnis geweckt für die Empfindungen der Ehre und der Freiheit. Ehre und Freiheit aber sind die Voraussetzungen für ein« erfolgreiche Gestaltung der außenpolitischen Beziehungen des Volkes."
„Es ist unmöglich, einen Bund der Nationen auszubauen aus dem Buchstaben eines Vertrages, der die Völker zerreißt in verschieden gewertete Klassen von Nationen. Was wir erstreben, ist die Ersetzung dieser aus Hatz geborenen Völker- ,Zerreißung durch eine höhere Vernunft der Völker- vereinigung und Völkerzusammenfügung. Es ist die Aufgabe einer wirklich politischen Führung, den natürlichen Lcbcnsanspruch der Nationen im einzelnen zu sehen und ihm in vernünftiger Weise nachzugeben, statt zu versuchen, ihn zu vergewaltigen."
„Du darfst nicht erwarten, deutsches Volk, datz die andere Welt Verständnis für deine Argumente besitzt, solange du nicht selbst entschlossen bist, für dein Lebensrecht einzutreten, lind das habe ich nun seit drei Jahren getan. Ich tue das, weil ich nicht anders kann. weil ich sehe, datz es geschehen mutz. Ich habe nichts getan, was ich nicht nach meinem innersten Gewissen im Interesse des deutschen Volkes tun müßte.
Zch würde mich pflichtvergessen an den Interessen der deutschen Nation versündigen, wenn ich nicht aus dem sranzösisch-sowjet- russischrn Pakt auch für Deutschland die einzig möglichen Konsequenzen gezogen haben würde."
„Deutschland hat keine Eroberungswünsche in Europa. Deutschland hat nicht die Absicht, irgend jemand in Europa etwas zuleide zu tun. Es hat aber auch nicht die Absicht, noch irgendein Leid in Zukunft zu erdulden!"
„Für meine Entschlüsse gibt es nur eine einzige Instanz, der ich mich verantwortlich fühle, und das ist das deutsche Volk selbst! Ich bitte es, datz es mich in diesem Kampf stärkt, datz es mir die große Legitimation erteilt, als sein Vertreter, als sein Sprecher und als sein Führer vor der Welt handeln zu können!"
„Ich hab« den Mut gehabt, die geschichtlich schwerste Aufgabe zu übernehmen, die einem Sterblichen in einem Volke gestellt werden kann, und erwarte nun von dir, deutsches Volk, daß du nun hinter mich trittst, nicht weil du mich stützen sollst, sondern weil du mich stark machen mutzt für die Welt. Ich glaube, dann wird es auch den anderen Völkern und ihren Staatsmännern, so Gott will, klar werden, datz ein Volk von solcher Einigkeit, von solcher Glaubenskraft und Zuversicht nicht weiterhin so behandelt werden kann, wie man das glaubte 18 Jahre lang tun zu dürfen."
„Ich biete — und hinter mir steht dann geschlossen ein ganzes Volk — den anderen Völkern die Hand zur Versöhnung und zur Verständigung. Wer es vor seinem Gewissen verantworte» kann, diese Hand, in der sich 88 Millionen Menschen vereinigen, zurückzustoßen, der soll dann die Verantwortung vor der Geschichte übernehmen!"
„Drei Jahre lang, mein deutsches Volk, bin ich dein Herold gewebt. Heute bin ich wieder dein Herold für den Frieden Europas. Tritt jetzt wie ein Mann hinter mich und stärke mich in meinem
Kampf, der der Kampf ist für dein Recht und für deine Freiheit!"
Als der Führer geendet hatte, raste ein nicht endenwollender, minutenlanger Beifallssturm durch die Halle und über die Straßen und Plätze Königsbergs.
kamburg In krwartung des siilirers
Hamburg, 20. März.
Am heutigen Freitag kommt Adolf Hitler nach Hamburg. Aus der stillen Erwartung, datz nach den großen Reden des Führers in verschiedenen Städten des Reiches auch Hamburg das Glück haben werde, dem Befreier Deutschlands persönlich ein großes Eemeinschaftsbekenntnis der Freude und des Dankes darzubringen, ist Gewißheit geworden! In der Hanseatenhalle, Nordwestdeutschlands größtem Kundgebungsbau, wird der Führer zu den Menschen der Wasserkante sprechen, werden ihm Hamburg und ganz Niederdeutschlnnd in selbstverständlicher Einmütigkeit Liebe, Treue und Dankbarkeit bezeugen. Auch im Hamburger Hafen klingt wieder das Lied der Arbeit und des Schaffens. Der „Schiffsfriedhof" im Walters- hofer Hafen, jene Stätte des Grauens und des Verfalls, ist verschwunden! Von den rund 180 Schiffen, die am 1. Januar 1933 dort lagen, sind nur acht Schiffe noch nicht wieder in Fahrt. Das berüchtigte „Eängeviertel" mit seinen Schlupf- höhlen für lichtscheues Gesinde! verschwindet und macht großen, lichten und luftigen Wohnbauten Platz. Hamburg weiß, datz es dies alles dem Führer zu danken hat.
Deutscher Soden ist wieder geschützt
Neicksmlmsler Narre bei den Sauern des Srenzkreises Pillkallen
Pillkallen (Ostpreußen), 20. März.
Pillkallen, die nordöstlichste Kreisstadt Deutschlands, hart an der Grenze, prangte am Donnerstag im Flaggenschmuck. Galt es doch den Reichs- bauernfiihrsr zu begrüßen, einen der engsten Mitarbeiter des Führers, dein Pillkallen sein Wieder- aufblühen verdankt. Ncr riesige MarktplÄl der Stadt Pillkallen war voll besetzt. Es Mgen 12- bis 13 000 Menschen gewesen sein, die dem Reichsbauernsiihrer hören wollten.
Der Reichsbauernsiihrer führte in feiner Rede u. a. aus: „Es ist ein Irrsinn, wenn man bedenkt, datz ein fleißiges deutsches Bauerntum mit vielfach reicher Ernte nicht leben konnte, von Haus und Hof mutzte und auf der anderen Seite Hunger in den Städten herrschte. Schuld daran war das System, das die Spekulation duldete und das den Bauern für vogelfrei erklärte und auf seinem Rücken den Poli'zeiknüppel tanzen ließ."
Dann kam Darre auf die bolschewistische Gefahr, gegen die Ostpreußen sich nach dem Kriege verteidigen mutzte, zu sprechen:
Der Bolschewismus ist und bleibt der Feind des Bauerntums. Der internationale Jude ist es, der heute in Rußland dem Bauern den letzten Ertrag seiner Arbeit nimmt, wie er es in der Systemzeit in Deutschland tat. Es gelang uns damals, im Kampf gegen den Bolschewismus die Scholle zu schützen, Ostpreußen blieb deutsch. Aber dann verfielt ihr deutschen Bauern einem ebenso schlimmen Feind, dem System, das euch von Haus und Hof vertreiben wollte, bis der Führer kam."
Ferner kam der Reichsbauernsiihrer auf die Leistungen zu sprechen, die das deutsche Volk der nationalsozialistischen Regierung verdankt. Natürlich sei es nicht möglich gewesen, alles auf einmal zu,beseitigen. „Wie ein Bauer auf einem verwirtschafteten Hof, so mutzten wir Schritt für Schritt vorgehen."
Unter dem Jubel der Menge sprach der Reichsbauernführer dann von der Tat des Führers vom 7. März und fuhr fort: „Es geht bei dieser Wahl nicht so sehr um dieses oder jenes Problem, sondern darum, datz das deutsche Volk einhellig bekundet. datz es mit dem Bolschewismus nichts zu tun haben will. (Stürmischer Beifall.) Das kann aber nur bekundet werden, wenn wir alle unsere Pflicht tun.
Mag sein, daß das Ergebnis dieser Wahl todsicher ist: darauf kommt es aber nicht an, sondern wir wollen heute als die Mitarbeiter des Führers dem deutschen Volke wieder vor das Angesicht treten und uns von ihm wieder neue Kraft geben lassen. Aber darüber hinaus wollen wir beweisen, datz wir geschlossen hinter dem Führer stehen. Nach nie hat ein jeder einzelne die Möglichkeit wie heute gehabt, so in der deutschen Außenpolitik dem Führer mitzuhelfen, wie heute.
Jeder einzelne muß sich in dieser Stunde bewußt sein, daß von ihm das Schicksal Deutschlands abhängt, mutz seine Pflicht tun gerade wie jeder einzelne Soldat im Kriege seine Pflicht getan
„Der Führer, so schloß der Rcichsminister, hat nur durch das Vertrauen zu euch in den Jahren des Kampfes durchholten können. Weil der Führer uns die Treue in diesen Jahren gehalten hat, so wollen wir sie heute halten."
Vas Mandat der Nation
wir wiikien den sülzrer
* Bremen, 20. März.
Wenn Deutschland am 29. März zur Wahlurne tritt, vollzieht es nach des Führers Willen den Akt, welcher der ganzen Welt zeigen soll, wie ein Achtundsechzig-Millionen-Volk zu Adolf Hitler steht.
Nur eine einzige Instanz gibt es, so sagte der Führer in Königsberg, welcher er sich verantwortlich fühle: das deutsche Volk. Und diese Instanz, die nun nach drei Jahren der nationalsozialistischen Machtergreifung vom Führer zum dritten Male aufgefordert wurde, vor aller Welt zu entscheiden, ob sie die nationalsozialistische Staatsführung während der vergangenen drei Jahre für richtig hält, ob — wie Dr. Goebbels das in Leipzig ausdrückte — das Lebensrecht des deutschen Volkes zu seiner Zufriedenheit gewahrt worden ist. diese Instanz wird und mutz nach der geradezu überwältigenden Fülle überzeugender Leistungen im nationalsozialistischen Staate am 29. März in einfach unerhörter Geschlossenheit der Welt zeigen, datz Adolf Hitler vom deutschen Volke die grohe Legitimation hat, als des deutschen Volkes Vertreter, als des deutschen Volkes Sprecher, als des deutschen Volkes Whrer vor aller Welt aufzutreten.
In der Tat, es ist das Mandat der Nation, um was es am 29. März geht und jeder Volksgenosse, der mit dem Stimmzettel in der Hand zu entscheiden hat, wie er ihn ausfüllt, mutz sich dessen bewußt sein, datz er den Führer wählt oder ablehnt, je nach dem wie er den Stimmzettel ausfüllt. Es geht am 29. März um den Führer und um nichts anderes und wer immer bei der Wahl kleinlichen persönlichen Stimmungen oder Verstimmungen Raum geben wollte, würde sich den Vorwurf zuziehen, ein lediglich am kleinlichen I ch klebender Mensch zu sein.
Es ist möglich, ja sogar tatsächlich, datz unter dem Achtundsechzig-Millionen-Volk des Reiches Volksgenossen sind, die glauben über dieses oder jenes, was in den letzten drei Jahren geschah oder unterlassen wurde, mit einigem Recht unzufrieden sein zu dürfen. Datz es sich dabei aber nur um rein persönliche Gesichtspunkte handeln kann, liegt klar auf der Hand. Denn vom großen überragenden und die unerhörten Leistungen der nationalsozialistischen Staatsführung wahrhaft überblickenden Standpunkt aus, ist es einfach undenkbar, diese Staatsführung nicht zu bejahen und dem Führer die Gefolgschaft zu verweigern. Darum soll jeder, auch wenn er im Laufe der letzten Jahre einmal glaubte, datz nicht alles nach seinem Kopfe gegangen sei oder gar datz er gegen den einen oder anderen Volksgenossen, der zufällig auch Parteigenosse ist, im tiefsten Busen Groll zu hegen das Recht hat, sich in tiefster Seele ehrlich fragen und redlich Ee- wissensforschung halten, ob wirklich für das, was er an Verstimmung in sich trägt, nun der nationalsozialistische Staat oder gar der Führer verantwortlich zu machen ist.
Oft genug ist es schon vorgekommen, daß — soweit geht Menschlich-Allzumenschliches bei manchen Leuten — Volksgenossen, die in irgendwelche Meinungsverschiedenheiten über ganz abseits des politischen Geschehens liegende Dinge mit einem Nachbarn, der zufälligerweise auch Parteigenosse war, gerieten, ihren Aerger über 'hren persönlichen Gegner an der Partei, an ihren Gliederungen oder auch an der Parteipresse ausgelassen haben. Wenn Partei. Gliederungen und Parteipresse solche Gegnerschaft nun auch mit Würde zu tragen wußten, so bleibt es immerhin betrüblich, datz es noch Menschen deutschen Blutes gibt, die aus bedauerlicher Kurzsicht und aus kleinlichem Gekränktsein dem Nationalsozialismus entfremdet blieben oder entfremdet wurden, wo doch das hohe sittlich« Streben des Führers immer
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