parteiamtliche Lageszeitung
pachrichtenblatt der Deutschen Arbeitsfront Bremen
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Ne. ?4 / 6. Jahrgang
Sonnabend, 14. Mär;
kinzelprels 15 Npf.
ftdolf Hitler im Südwestgau: „wir können sterben, aber Deutschland muß leben!
Her gigantische Kampf des Meers für sein Volk
Karlsruhe, 14. März.
Auf der Großkundgebung in der Hochschul- Kampfbahn in Karlsruhe führte der Führer in seiner Rede u. a. aus:
Drei Jahre geht der Kampf der nationalsozialistischen Bewegung jetzt in Deutschland. Ein beispielloses Ringen ging diesem Kampf voraus. Wir haben damals keine reiche Erbschaft übernommen, sondern einen vollkommen verfallenen
Unser lagesspsegsl
Die große Karlsruher Wahlrede des Führers hat tiefsten Eindruck hinterlassen.
Nach der neuerlichen Vertagung der Lorarno- Konferenz spricht man von einer Annäherung der Ansichten.
An der russisch-mandschurischen Grenze hat sich ein neuer Zwischenfall ereignet.
Von den abessinischen Fronten werden neue Bombenabwürfe gemeldet.
Dr. Goebbels eröffnete gestern den Wahlkampf in Schleswig-Holstein.
Die Spareinlagen des Reiches weisen eine weitere kräftige Zunahme auf.
Gestern traf die U-Boot-Flottille Weddigen zu ihrem Bremer Besuch im Freihafen 71 ein.
Die Bremer Stimmbezirke sind neu eingeteilt worden.
In die Reihe der Schulen, denen die HJ.- Zahne verliehen wurde, rückte auch die Oberrealschule ein.
In Plauen schwamm Hanni Hölzner in IM Meter Brust Weltrekord; neue deutsche Bestzeit erreichte der Bremische SB. im 4 mal IM Meter Rücken.
Staat und eine verfallene Wirtschaft. Auf allen Gebieten ein Zusammenbruch. Niemand hatte mehr den Glauben, datz.es noch einmal gelingen würde, die deutsche Wirtschaft wieder in Gang zu setzen. Allein schlimmer noch als dies war der Verfall der deutschen Arbeitskraft: Fast 7 Millionen Erwerbslose. Und noch schlimmer als das: Millionen Deutsche, die ihren Beruf
nicht mehr ausüben konnten, und Millionen junger Deutscher, die heranwuchsen, ohne einen ordentlichen Beruf zu lernen. Es war die Zeit, in der das deutsche Volk aufhörte, ein Volk von gelernten Arbeitern zu sein, und begann, ein Volk von Hilfsarbeitern zu werden. Jeder Mensch konnte voraussehen, daß diese Entwicklung durch 3, 4, 5 Jahre fortgesetzt, zu einer Katastrophe führen mutzte.
Dieser wirtschaftlichen Entwicklung entsprach auch unser innerpolitischer Zerfall. 46 Parteien versuchten damals, das deutsche Volk zu vertreten. Lauter Fähnchen und^ nicht eine einzige deutsche Fahne. Deutschland befand sich im Zustand vollkommener Auflösung! Keine großen politischen Gedanken, keine großen Ideale und keine Triebkraft — außer bei. einer einzigen Bewegung — bei unserer Nationalsozialistischen Partei. Wir sehen weiter in dieser Zeit nicht nur den Parteienzerfall, sondern den
Zerfall des Volkes an sich
in zahllose Gruppen, in Stadt und Land, in Arbeiter und Bauern, in Angestellte und Beamte, in Proletarier und Akademiker, in Katholiken, Protestanten, Monarchisten, Republikaner usw.
Deutschland hatte damals aufgehört, von einem Volk bewohnt zu sein, und war statt dessen Heimstätte geworden für einander widersprechende und widerstreitende Jn- terefsentengruppen.
Und dem entsprach dann auch die Stellung Deutschlands in der Welt. Das oahr 1918 war nicht nur ein Zusammenbruch, der die deutsche Nation in ihrem inneren Leben traf, nein, ein Zusammenbruch, der ihre Stellung auf viele Jahre der Außenwelt gegenüber festlegte. Deutschlands Fall war aber nicht der Fall eines Volkes allein oder eines Staates, er war auch d e r Fal I Europas. Denn seit diesem deutschen §all sehen wir in Europa eine Periode ewiger Kri- sen, fortgesetzter Spannungen und laufender Katastrophen. Dieses Europa und die ganze Weit, sie sind seitdem nicht ruhiger, die Gegensatze sind nicht geringer geworden. 2m Gegenteil, sie sind stärker und krasser als je zuvor. Mißtrauen erfüllt heute die Völker. Auf der ernen Seite Hag, auf der anderen Seite Neid oder Furcht. So wie
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unser deutsches Volk im Innern verfallen war, erleben wir es auch bei den anderen.
In diesem Zustand traten wir am 30. Januar 1933 die Macht an. Damals hatte ich nichts hinter mir als diese eine Bewegung, aber auf sie stützte ich mich, denn auf sie konnte ich mich blind verlassen, und meinen Glauben, der mich selbst nie verlassen hat. Mit dieser Kraft begann ich den
Kampf um ein neues Veutschland
Ich hatte mir damals einige Punkte vorgenommen und mir heilig geschworen, von diesen Punkten nie zu lassen. Ich bin eingetreten für die deutsche Ehre in der Ueberzeugung, daß, wie ein einzelner Mensch nicht ohne Ehre zu bestehen vermag, auch ein Volk nicht ohne Ehre leben kann. (Hier setzt tosender Beifall ein.) Nur charakterlose Menschen können glauben, daß solche Ehrbegriffe für das Vaterland nicht nötig sind. Ich bin
^.ckoik Hitler bei seiner grollen Karlsriiber Hecke
überzeugt, daß, wenn das deutsche Volk nicht bewußt zu dieser Ehre erzogen wird und gewillt ist, für sie einzustehen, ihm auch aus die Dauer das tägliche Brot auf dieser Welt nicht gesichert fein wird.
Zweitens: Ich trete daher von diesem Augenblick an ein für das gleiche Recht des deutschen Volkes. So wie ich im Innern des Reiches den Standpunkt vertrete, daß es nicht zwei- und dreierlei Recht gibt, so konnte ich mich auch nicht absinden mit einer Stellung Deutschlands, die zweiten oder dritten Rechtes ist. (Wieder geradezu endloser Beifall.) Ich habe mir damals geschworen, für dieses gleiche Recht Deutschlands einzutreten, mutig und tapfer bis zum Aeußersten. (Erneute Beifallsstürme.) Und ich war drittens überzeugt, daß die nationale Ehre und das gleiche Recht nur bestehen können auf der Grundlage der eigenen Kraft.
Vas Volk muß bauen aus eigener Kraft
So wie ich im Einzelleben des Menschen sagen muß, daß feine Existenz abhängig ist von seiner Tatkraft, von seiner Entschlossenheit, von seinem Mut, von seinem Fleiß und nicht von der Hilfe anderer, so bin ich auch überzeugt, daß zuerst jedes Volk nur bauen darf auf seine eigene Kraft. (Die Massen jubeln dem Führer zu.) Und viertens war ich entschlossen, dafür zu sorgen, daß diese Kraft sich äußert durch einen Willen, durch eine Tat! Ich habe das gegen diejenigen durchgesetzt, die in der Vielzahl des Lebensausdruckes eine Bereicherung des Lebens sehen wollen. Ich habe mich gegen sie gewendet, die dem Volke einreden wollten, daß die sogenannte „Freizügigkeit der Meinungsäußerung" eine Stärkung der Lebenskraft sei. Ich habe demgegenüber oie heilige Ueberzeugung verfochten, daß die Kraft eines Volkes in der Z u s a m m e n- fassung seines Willens in einem Interesse liegen muß, in seiner Entschlossenheit zu einem Entschluß und in der Zusammenfassung seines Handelns zu einer Tat! (Brausende Zu- nnmung.)
Fünftens: Ich war damals entschlossen, im
Innern Deutschlands den Frieden herzustellen, einen^Frieden gegen die, die glaubten, durch Partei- und ewige Wirtschaftskämpfe ihre Interessen wahrnehmen zu können. Ich habe mich in diesen Jahren unentwegt zu dem Glauben bekannt, daß ein Volk nur dann zu gedeihen vermag, wenn es
seine inneren Differenzen soweit meistert und überwindet, daß nicht durch diese Differenzen sein gemeinsamer Lebenskampf gelähmt und am Ende gehindert wird. Auch ich sehe natürlich und sah die verschiedenen Interessen, die in einem Volk bestehen. Auch ich sehe den Städter, den Handwerker. den Bauern, den Angestellten, den Unternehmer, und ich verstehe, daß'sie alle glauben, ihre besonderen Interessen auch besonders vertreten zu müssen. Allein, ich weiß, daß, wenn diese Interessenvertretungen in Zügellosigkeit ausarten, sie alle am Ende doch nicht ihre Interessen finden können, sondern nur gemeinsam ihre Interessen vernichten werden. (Tosende Zustimmung.)
Nur ein Negime: Veutschland l
Ich habe mich demgegenüber auf den Standpunkt gestellt, daß ein Regime unabhängig sein muß von solchen Interessen. Es muß vor und entgegen den Interessen der einzelnen das Interesse der Gesamtheit im Auge behalten. Ich kenne kein :egime der Bürger und kein Regime der Arbeiter kein Regime der Städter, des Handwerks oder des Handels. Ich kenne auch kein Regime der Industrie, sondern nur ein Regime des deutschen Volkes! (Brausende Zustimmungskundgebungen.) Wie auch diese Menschen sich im einzelnen stellen zu müssen glauben, sie sind unlösbar miteinander verbunden, und ein Schicksal hebt sie alle empor, schweißt sie zusammen oder zerbricht sie. Ich habe
Lolisrl Liläsräisiist
daher versucht, diesen inneren Frieden Deutschlands wiederherzustellen.
Es ging nicht immer leicht und die heilige Einfalt und Unvernunft hat sich mit allen Mitteln dagegen gewendet. Jetzt nach drei Jahren werden Sie zugeben: Langsam sind alle deutschen Interessen dabei nun gut vertreten worden und zu ihrem Recht gekommen! Nicht einzelnen in der deutschen Wirtschaft ist das zugute gekommen, sondern dem ganzen deutschen Volk. Und wenn der eine oder andere glaubt, daß er zu kurz gekommen ist, so sage ich ihm: Mein lieber Freund, ich habe in drei Jahren soviel getan, wie überhaupt ein Mensch nur tun konnte. (Minutenlanger Beifallssturm.) Wenn meine Vorgänger alle in all den Jahren soviel geleistet hätten wie ich in diesen letzten 3Vs Jahren, so stände ich gar nicht hier.
Im allgemeinen sagt man, daß das Ein- reißen viel schneller geht, als der Aufbau. In diesem Falle glaube ich, ging der Ausbau schneller vor sich, als früher sogar der Abbruch sich vollziehen konnte. (Tosender Beifall.)
Me ;äste flufbauarbeit
Ich habe mich bemüht, dem deutschen Volke den inneren Frieden zu bringen. Heute nach drei Jahren darf ich sagen: Das deutsche Volk ist das innerlich zufriedenste Volk der Welt. Daß es heute dem deutschen Volk weit besser geht als damals, daran wird das Kopfschütteln derer nichts ändern, die immer glauben, alles kritisieren zu müssen. Diese Leute können sich selber gar nicht einmal vorstellen, wie es denn heute anders sein sollte. Denn es kann sich doch heute keiner einbilden, daß es in Deutschland noch denkbar wäre, wieder 4 6 Parteien aufzumachen oder wieder den K l a ss enk amp f zu beginnen oder die einzelnen Gruppen und Stände gegeneinander auszuspielen. Nein, das ist vorbei! (Tosende Zustimmung.)
Diese Neuordnung im besten Sinne nimmt von Jahr zu Jahr zu im Dienste unseres Volkes und seiner Interessen. Wir sind noch im Ausbau begriffen, die Zeit aber wird weiterschreiten. Die Bewegung wird bleiben! Je mehr aber diese Zeit fortschreitet, um so stärker wird die Arbeit fortgesetzt und am Ende wird es doch noch gelingen, das ganze Volk in eine große Familie zu verwandeln. (Brausender Beifall.)
(Fortsetzung auf Seite 2)
Her flppell von siorlsrulie
* Bremen, 14. März. Zutiefst ergriffen, so wird uns berichtet, haben an die hunderttausend Menschen in Karlsruhe den Appell des Führers an das deutsche Volk vernommen. Zutiefst ergriffen von der inneren Gewalt, der edlen Glut seiner Rede haben wir selbst und mit uns Millionen von Volksgenossen am Rundfunk gestanden und des Führers Worten gelauscht.
Es waren keine alltäglichen Worte, die dem Herzen des Mannes entströmten, von dem wir alle wissen, daß er sich aufopfert in Liebe zu seinem Volke, daß er auf des Volkes Wohl bedacht Tage und Nächte hindurch ununterbrochen sinnt und grübelt und strebt, wie er alles dem Volke zum Nutzen wenden, bessern und noch schöner gestalten kann, wie alles zu vervollkommnen und wie das deutsche Volk glücklich zu machen ist.
Es waren Worte, die aus des Führers tiefstem Herzen kamen und die in die Herzen des Volkes drangen. Und so wie der Führer sein Volk als die Quelle seiner Kraft bezeichnete, als die Quelle, zu der er in schweren geschichtlichen Stunden bewußt immer wieder zurückkehrt, so fühlt auch das deutsche Volk — und fühlt es erst recht bei des Führers ergreifender Rede, daß der Führer in seinem Wollen, in seinem Handeln und in seinem Ringen dem deutschen Volke mehr ist, weit mehr als bloß irgendein Staatsmann, daß er die Verkörperung der besten Eigenschaften des deutschen Volkes selbst ist, der fleischgewordene deutsche Wille und die lebendige deutsche Kraft.
Wer im Rundfunk oder gar in persönlicher Anwesenheit in Karlsruhe die aus des Führers tiefster Seele fließende Rede mitangehört hat, begreift nur allzu gut, daß die in Karlsruhe versammelten Volksmassen sich zum Schluß von den Sitzen erhoben, und wie einem inneren unabwendbaren Befehl gehorchend, stumm, aber desto glühender, den erhabensten Treueschwur dem Manne ablegten, der Deutschlands bester Teil ist. Wenn das Ausland den Ausführungen Adolf Hitlers in Karlsruhe gefolgt ist — und es ist ihnen mit Spannung gefolgt — dann muß es ehrlicherweise bekennen, daß es der Führer so wie mit seinem eigenen Volke auch mit Europa nur gut meint. Und nicht nur gut meint, sondern auch gleichzeitig den Völkern Europas Richtung und Wege gezeigt hat, die einzuschlagen sind, um ihnen den Frieden zu sichern.
Eindrucksvoller als es der Führer in Karlsruhe sagte, konnte es nicht gesagt werden, daß, wenn Interessenvertretungen — seien es welche innerhalb eines Volkes, seien es welche innerhalb einer Volksgemeinschaft — in Zügellosigkeiten ausarten, diese Interessenvertretungen niemals ihre Interessen finden können, sondern nur gemeinsam ihre Interessen vernichten werden. Europa aber ist — wie der Führer es klar und richtig dartat — eine Volksgemeinschaft, eine Völkerfamilie, bei der ebenso wie innerhalb eines Volkes selbst vor den Interessen der einzelnen das Interesse der Gesamtheit im Auge zu behalten ist, wenn die Familie bestehen soll. Genau so wie es des Führers Genialität gelungen ist, den für ewig gestört erschienenen Frieden im eigenen Volke wiederherzustellen, indem er durch die Herstellung der unbedingten Gleichberechtigung aller Volksgenossen aus einem wirren und haltlosen Jnteressenhaufen ein Volk von Haltung und Ehre machte, ebenso könnten auch nach des Führers Wunsch und nach den gleichen Gesichtspunkten die großen Gegensätze im Völkerleben Europas gelöst werden.
Es ist wirklich Europas letzte Chance, was sich durch die Klarsicht des Führers heute Europa noch bietet. Aber wahrgenommen kann sie nur werden, unter der Voraussetzung voller Gleichberechtigung und gegenseitiger Achtung der Nationen untereinander, kann nur gedeihen unter jener Rücksichtnahme der Völker aufeinander, die unabdingbar ist für ein friedliches Zusammenleben und Zu- sammenstreben von Nationen. Wollte sich dies doch endlich bloß einmal Frankreich merken
ftm rs. Man jede Stimme dem befrein veutskstlands!